Jens Lubbadeh - Neanderthal

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Neanderthal

3.3|6)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 528

ISBN: 9783453318250

Termin: November 2017

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  • Neanderthal
    Autor: Jens Lubbadeh
    Verlag: Heyne< (13.11.17)
    ISBN-10: 3453318250
    Seiten: 528


    Inhalt:
    Deutschland 2054.
    Krankheiten sind abgeschafft. Ebenso wie kleine und große genetische Mängel.
    Das Erbgut wird so manipuliert, dass der Menschen gesund und schön ist.
    Alles andere wird in der Gesellschaft nicht toleriert. Behinderte im weitesten Sinne, werden ausgegrenzt und als Menschen 3. Klasse betrachtet. Bringt man Behinderte in seiner Familie um, wird dieser "Ehrenmord" akzeptiert.
    Jeder hat Fitnessbänder und wenn man eine entsprechend hohe Leistung bringt, kann man einen Bonus bekommen oder im umgekehrten Fall von der Krankenkasse ausgeschlossen werden.
    Kommissar Nix tut sich schwer mit diesem Gesundheitswahn.


    Nix stößt eines Tages auf eine Leiche, die äußerst merkwürdig aussieht. Sie ähnelt einem Neandertaler und führt die Polizei zu einer Fundstelle, in der jede Menge Knochen liegen, die alle wie Neandertaler aussehen.
    Nix holt sich Unterstützung von den Paläontologen Max Stiller und Sarah Weiss.
    Sie bestätigen, dass die Knochen von Neandertalern stammen, allerdings sind die Knochen keine 50 Jahre alt.


    Ungewollt sind sie auf ein Staatsgeheimnis gestoßen und bald sind sie alle in großer Gefahr.
    Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.


    Meine Meinung:
    Ich habe es auf Seite 414 abgebrochen.
    Ich habe mich nur noch aufgeregt über das Buch und die Rezension nun schon eine Weile vor mir hergeschoben, weil ich mich bei der Auseinandersetzung gleich wieder ärger. Ich finde das Buch vollkommen unglaubwürdig.


    1. Das Buch spielt 2054, also in 37 Jahren.
    Nie im Leben verändert sich Deutschland in 37 Jahren so, dass ein Mord an Behinderten als "Ehrenmord" gilt.
    Verglichen mit anderen Ländern hat Deutschland viel strengere Gentechnik-Gesetze und nun soll es an der Euthanasie des 3. Reiches ähneln? Also bitte!
    Ich verstehe das Motiv. Fitnessbänder und die Überprüfung der Leistungen können in falschen Händen gegen den Menschen benutzt werden.
    Hätte er es 22. Jahrhundert spielen lassen, hätte ich ihm den Teil vielleicht abgenommen, aber so nicht.


    2. Russland, die Türkei und Nordkorea werden hier als die Bösen dargestellt. In diesen Ländern kann man das Erbgut nicht nur bezüglich Aussehen und Gesundheit manipulieren, sondern auch was die Intelligenz und den Charakter betrifft.
    Und die USA sind die Guten? Nicht im Ernst?!
    Russland, die Türkei und Nordkorea werden mehrmal negativ erwähnt. Die USA wird völlig außen vor gelassen. Im Gegenteil. Am Anfang gibt es einen Bericht aus der New York Times, in dem sich sehr kritisch über die Verhältnisse in Deutschland und die Genmanipulation geäußert wird.


    Es gibt schon Genmanipulationen am Mensch in Großbritannien und den USA. Das ist offiziell.
    Und es hat mich echt geärgert, dass ausgerechnet die USA als die Guten dargestellt werden. Was Russland kann, kann die USA schon dreimal.


    3. Obskure Sexszenen.
    Ohne jeden Zusammenhang kommen ein paar deftige Sexzenen vor. Das hatte in meinen Augen auch nichts mehr mit Erotik zu tun. Ich hatte eher das Gefühl, es muss halt mal gepoppt werden, weil der Mensch eben poppt.
    Da sitzt der Komissar zB und raucht seine Shisha und das Mundstück wird zum Nippel.
    Selbst beim Verhör geht es "erotisch" zu. Genau genommen wird sexuelle Gewalt angewendet und Sarah Weiss wird davon auch noch angetörnt.


    4. Alle Krankheiten sind geheilt. Außer Krebs.
    Und Depressionen. Die Depressionen laufen so nebenher. (Ist ja auch keine Krankheit./ironie). Da gibt es die "normale" Depression, wo zB Nix Frau nicht mehr aufstehen und essen kann. Und es gibt die "Große Depression". Wenn jemand so depressiv ist, dass jemand nicht mehr aufstehen und essen kann, wie mag da wohl der Unterschied zur "großen" Depression sein. Wir erfahren es nicht.
    Außerdem finde ich es auch hier wieder völlig unglaubwürdig, dass *alle* Krankheiten (außer Krebs, ok) geheilt werden, aber die Depression nicht?? Die heute schon sehr gut behandelbar ist?


    5. Als Ursache des "Staatsgeheimnis" werden reale Gründe aus dem Jahre 2016 genannt. Unter anderem der Austritt von Großbritannien aus der EU. Nennt mich kleinlich, aber Britannien ist de facto noch nicht aus der EU ausgetreten. Tut mir leid, aber so Halbwahrheiten kann ich in einem Buch gar nicht leiden.


    In anderen Rezensionen lese ich immer wieder, der Thriller sei gut recherchiert. Ich möchte echt mal wissen, was da gut recherchiert ist.
    Der Autor wird als Wissenschaftsjournalist beschrieben. Aber wenn ich das Buch mit der Recherche von anderen Wissenschaftsjournalisten (zB Marc Elsberg) vergleiche, bin ich doch sehr enttäuscht.


    Positiv fand ich die beiden Paläontologen. Die haben mir echt gefallen.
    Aus dem Grund und weil es stellenweiße doch recht spannend war, gibt es 2 Sterne statt einen.


    2 :bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Danke @Smartie für deine Rezension. Das Buch stand eigentlich ganz weit oben auf meiner Wunschliste, aber nun werde ich mir den Kauf wohl schenken können. Zumindest werde ich erstmal noch ein paar weitere Meinungen abwarten. :wink:

    Gelesen in 2018: 31 - Gehört in 2018: 36 - SUB: 403


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Liebe Smartie,
    Es tut mir Leid, dass Ihnen mein Buch nicht gefallen hat. Was ich allerdings ärgerlich finde, ist, dass Sie das mit Punkten begründen, die Sie entweder falsch wiedergeben, missverstanden oder eine alternative Erklärung nicht erkannt haben. Gerne führe ich das aus, wenn Sie mögen.


    Viele Grüße
    Jens Lubbadeh

  • Gerne führe ich das aus, wenn Sie mögen.

    Aber bitte entweder als PN oder im Spoiler.

    Gelesen in 2018: 31 - Gehört in 2018: 36 - SUB: 403


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Sie geben vieles inkorrekt wieder.


    1. Das Buch hat mehrere Zeitebenen. Der Hauptstrang spielt in den 2050er-Jahren, es gibt einen Flashback zur Jetztzeit (und einige Jahre darauf, also etwa 2021), der dritte Teil spielt Ende der 2060er-Jahre. Und es gibt einen Parallelstrang in der Urzeit


    37 Jahre sind eine lange Zeit. Der Zeitgeist kann sich schnell ändern. Ein paar Beispiele: Innerhalb von sechs Jahren wurde ein demokratisches Deutschland in eine Diktatur umgebaut. Innerhalb von 12 Jahren wurden sechs Millionen Menschen ermordet, ein Weltkrieg angezettelt, in dem insgesamt 20 Millionen umkamen. Das Deutschland vor 37 Jahren, also 1980, war geteilt. Eines war demokratisch, das andere eine Diktatur, in dem die Menschen eingesperrt waren. Die DDR existierte gerade einmal 40 Jahre.


    2. Sie vermischen hier die Darstellung in den verschiedenen Zeitebenen:


    In dem Strang der Jetztzeit werden Russland, die Türkei und Nordkorea so dargestellt wie in der aktuellen mehrheitlichen öffentlichen Auffassung: Als undemokratische, instabile Staaten mit anderen ethischen Standards als in Europa und den USA.


    In dem Zeitstrang der 2050er-Jahre werden manche Staaten Osteuropas wie beispielsweise Bulgarien als Staaten skizziert, in denen laxere Gesetze zur Genmanipulation von Ungeborenen herrschen und die einen Tourismus von werdenden Eltern aus ebendiesen Staaten mit strengerer Gesetzgebung anziehen. Etwas Ähnliches gibt es übrigens heute schon: Stichwort Eizellen-Tourismus.


    In dem Strang der der 2050er-Jahre haben die USA in der Fiktion des Buches eine strengere Gesetzgebung was die Manipulation des Erbguts von Ungeborenen angeht als Deutschland.


    Sie müssen unterscheiden bei Gentechnik: Geht es um die Manipulation des Erbguts von Pflanzen und Tieren? Oder vom Menschen? Und dann: beim erwachsenen Menschen (somatische Gentheraapie)? Oder am ungeborenen Menschen (Keimbahntherapie). Zur Zeit haben die USA laxere Gesetze, was die Manipulation von Tieren und Pflanzen und den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen betrifft. Es laufen derzeit Studien zur Gentherapie an erwachsenen Menschen und es ist damit zu rechnen, dass es bald Gentherapien für diverse Erbkrankheiten geben wird.


    Die Keimbahntherapie von Erbgut an Ungeborenen, die sogenannte Keimbahntherapie, ist in den USA derzeit verboten. Genauso wie in Deutschland und vielen Ländern der EU. Zu Forschungszwecken wurde in den USA aber auch schon das Erbgut von menschlichen Embryonen verändert - diese wurden aber nicht zu Babys ausgetragen. Die Manipulation von Erbgut an menschlichen Embryonen selbst zu Forschungszwecken ist derzeit in Deutschland verboten.


    Die USA sind ein stark christlich geprägtes Land. Es ist nicht unplausibel anzunehmen, dass die USA einmal wesentlich rigidere Gesetze für die Anwendung von Gentechnik an Ungeborenen haben sollten als Europa und Deutschland. Der Zeitgeist in den USA ändert sich. In den Jahren unter der Präsidentschaft von George W. Bush wurde die Stammzellforschung beispielsweise stark eingeschränkt - aus ethisch-religiösen Motiven des damaligen Zeitgeistes, weil zur Gewinnung von Stammzellen menschliche Embryonen benötigt wurden. Präsident Obama lockerte diese Beschränkungen wieder.


    3. Jede der Szenen hat ihre Funktion im Buch. Die meisten waren aus meiner Sicht notwendig, um die Charaktere stärker zu zeichnen. Kommissar Nix hat eine depressive Frau und einen depressiven Sohn. Er ist unglücklich und sexuell frustriert. Eva-Marie Mercure nutzt Sexualität, um Macht über andere zu erlangen. Die Sexszene zwischen der Wissenschaftlerin und dem Neandertaler war wichtig aus mehreren Gründen: Sie sollte zeigen, wie weit Jocasta Weiss bereit war zu gehen, um ihr Experiment fortzuführen. Sie war zugleich der Zeugungsakt einer der wichtigsten Protagonistinnen des Buchs. Sie verdeutlicht die Kreuzung zweier Menschenarten, so wie sie erwiesenermaßen in der Urzeit auch stattgefunden hat.


    4. Stimmt nicht. Die fiktive deutsche Regierung in den 2050er-Jahren plant die Ausrottung großer Volkskrankheiten, wie Diabetes, Bluthochdruck, Alzheimer - und auch Krebs. Nicht aller Krankheiten, dies ist gar nicht möglich. Es geht um Krankheiten mit offensichtlicher genetischer Ursache oder Komponente. Depression (normale) gilt nicht als Volkskrankheit, zum anderen umfasst die Gesetzgebung in der Fiktion der 2050er-Jahre verpflichtende Psychotherapie für Betroffene und deren medikamentöse Behandlung. Für die große Depression hat die Regierung kein Rezept, die Forschungen daran laufen, das ist ja der springende Punkt des Buchs. Man erfährt den Unterschied zur normalen Depression nicht, weil niemand darauf eine Antwort hat.


    5. Stimmt so nicht Als Ursache wird die allgemeine destruktive Natur des Menschen und die Weltlage genannt, die sich im Jahr 2016 besonders düster abzeichnet: Trump, Erdogan, Krieg in Syrien, Aufkommen rechtsnationaler Strömungen in der EU. In der Fiktion tritt Großbritannien in den Jahren bis 2021 wieder in die EU ein.

  • Aber bitte entweder als PN oder im Spoiler.

    War das nicht verständlich? Davon abgesehen finde ich es schon ein wenig befremdlich von einem Autoren, sich in so korrigierender Art und Weise gegenüber einem Rezensenten in EINEM ÖFFENTLICHEN FORUM zu präsentieren. Insbesondere nach der zitierten Bitte. Das wird nicht besonders viele Leute dem Buch gewogener machen. Oder dem Autoren.

  • War das nicht verständlich? Davon abgesehen finde ich es schon ein wenig befremdlich von einem Autoren, sich in so korrigierender Art und Weise gegenüber einem Rezensenten in EINEM ÖFFENTLICHEN FORUM zu präsentieren. Insbesondere nach der zitierten Bitte. Das wird nicht besonders viele Leute dem Buch gewogener machen. Oder dem Autoren.

    Offensichtlich nicht. :roll: Zum Glück ist die Antwort von @Jenslubbadeh so lang, dass ich sie nicht so einfach erfassen konnte und ich war ja durch deine Antwort vorgewarnt. Jetzt überlege ich, ob ich mich spoilere und somit auf das Lesen des Buches verzichte. Ich denke ja, weil ich glaube, dass ich kein Buch lesen will, dass der Autor erstmal erklären muss. Schade drum.

    Gelesen in 2018: 31 - Gehört in 2018: 36 - SUB: 403


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Die Rezensentin gibt Dinge aus dem Buch falsch wieder. Öffentlich. Wieso sollte ich das dann per PN klarstellen und nicht auch öffentlich? Sie spoilert übrigens in der Rezension selbst. Wieso wird das dann nicht auch in Spoiler gesetzt?


    Das Buch muss ich nicht erklären. Ich habe auch kein Problem damit, wenn das Buch jemandem nicht gefällt. Falsche Behauptungen möchte ich aber schon gerne richtig stellen dürfen, vor allem, wenn Leute das dann einfach ungeprüft übernehmen und vom Lesen abhält. Ich denke, das würden Sie bestimmt verstehen, wenn Sie so viel Mühe in ein Werk gesteckt hätten.

  • 1. Ich pflege grundsätzlich viel Mühe in meine Arbeit zu stecken - unter anderen auch ins Schreiben. Darum empfinde ich die durch den Konjunktiv angedeutet Idee, ich könnte so etwas nicht verstehen grenzfertig in Richtung zu einer Beleidigung.
    2. Es wurde durch ein anderes Mitglied darum gebeten, die angekündigte Antwort als PN oder gespoilert einzustellen - nicht durch die Rezensentin. Die Rezensentin hat auf das Erklärungsangebot hier im Forum gar nicht reagiert, d.h. auch gar nicht um die angebotenen Richtigstellungen gebeten. Wieso sie dann trotzdem gemsacht worden ist, ist nur in Teilen ersichtlich.
    3. Niemand verbietet Ihnen die "Richtigstellung", aber es ist in dieser Form nicht wirklich angenehm zu lesen und wirkt - wie bereits gesagt - eher befremdlich.
    4. Wenn Sie die öffentliche Negativdarstellung so stört, sollten sie nicht versäumen entsprechende RIchtigstellungen an die vier Zwei-Sterne-Rezis bei amazon.de anzuhängen, wo dies alles ja noch viel öffentlicher ist. Und in einige der anderen Rezis wird ja geradezu gnadenlos gespoilert.
    5. Viele berühmte Schriftsteller haben immer mal wieder geäußert, dass man ein Buch mit der Veröffentlichung aus den Händen gibt und es damit zum "Eigentum" der Leserschaft und der Kritiker wird. Vielleicht ein gedankliches Vorbild, dem man mal hinterher denken könnte.

  • Herr Beck-Ewe, lassen Sie uns mal wieder abrüsten.


    Mir ist klar, dass ich das Buch aus den Händen gebe und es nun frei für Kritik ist, die ich auch aushalten kann und bislang ausgehalten habe. Ich bin von meiner langjährigen Arbeit als Journalist Kritik gewohnt wie Sie sich vielleicht vorstellen können. Ich habe auch lange überlegt ob ich auf diesen Post der Rezensentin überhaupt reagieren soll und mir ist bewusst, dass man dabei eigentlich nur verlieren kann, weil einem sofort unterstellt wird, dass man negative Kritik nicht aushalten kann und schlicht beleidigt ist. Bin ich aber nicht. Ich habe kein Problem damit, wenn einem meine Bücher nicht gefallen.


    Aber was ich schwierig finde, ist, wenn Rezensenten mir unterstellen etwas geschrieben zu haben, was ich aber nicht geschrieben habe. Von mir wird sorgfältige Arbeit erwartet - darf ich die vom Rezensenten nicht auch erwarten? Noch schwieriger wird es , wenn die Rezensenten aus meinem Werk Theorien über meine Person ableiten und mir zum Beispiel schlampige Recherche unterstellen, auch meine Kompetenz als Journalist wird hier infrage gestellt. Hier geht es dann um meine Reputation. Und es geht mir nicht um negative Rezensionen an sich, die ich kommentieren muss, etwa bei Amazon. Es geht mir nur um diese eine Rezension, wo einfach Dinge falsch wiedergegeben werden und andere Leute sie ungeprüft übernehmen und sich gar nicht mehr die Mühe machen, das Buch selbst zu lesen.


    Herr Beck-Ewe, Sie mögen meine Reaktion so bewerten wie Sie sie bewerten. Ich sehe es so: Ich schwebe als Autor nicht in anderen Sphären, ich bin ansprechbar und erreichbar. Vielleicht habe ich das aus meinem Hauptberuf als Journalist so mitgebracht. Das sehe ich eigentlich positiv. Und wenn es berühmte andere Kollegen anders handhaben, nun denn, dann machen die es eben anders. Verbuchen Sie das dann gerne unter meiner Unerfahrenheit. Ich bin noch recht neu in dem Metier des Bücherschreibens.

  • Hallo,


    es tut mir leid, dass ich erst jetzt reagiere, ich habe es vorher nicht gesehen.
    Ich habe ja gestern auf meinem Blog geantwortet und kopier das hier einfach mal rein.


    Ich wollte Sie nie als Person angreifen und es tut mir sehr leid, wenn das so rüberkam. Dafür möchte ich mich entschuldigen.

  • Also ich fand Neanderthal eigentlich ziemlich gut (siehe meine komplette Rezi)


    Die angesprochenen Kritikpunkte, an denen ja die schlechte Bewertung festgemacht wird, empfinde ich eigentlich alle nur als kleine "Nebenschauplätze" und nicht als tragende Dinge.
    Mich haben mehr Probleme im Erzählfluss gestört. Das Buch wechselt mehrmals den Hauptdarsteller (und in Fall von Kommissar Nix fällt dieser sogar unmotiviert aus der Handlung), was mich beim Lesen echt gestört hat.


    Sonst fand ich das Buch wirklich gut - auch die beschriebene Welt bzw. Gesellschaftsordnung fand ich gut und auch (leider) recht realistisch beschrieben (den Zeitrahmen ignorieren wir jetzt einfach mal).
    In meinen Augen ein guter Wissenschaftsthriller - man sollte nur keine große Action erwarten (was der Klappentext leider suggeriert).

  • vor allem, wenn Leute das dann einfach ungeprüft übernehmen und vom Lesen abhält.

    Falls damit auf meine Äußerung weiter oben angespielt wird: es ist nicht die Rezension, die mich vom Lesen abhält. Im Gegenteil - ich mache mir schon gern selbst ein Bild und das Buch stand sehr weit oben auf meiner Wunschliste. Aber wenn ich durch ihre Erläuterungen quasi den kompletten Inhalt verraten bekomme, ist mir der Spaß am Lesen und die Spannung genommen. Daher mein Wunsch, ihre Antworten in einen Spoiler zu setzen, weil man unweigerlich beim drüberschauen eben doch Dinge aufschnappt, die man nicht vor der Lektüre wissen will.

    und sich gar nicht mehr die Mühe machen, das Buch selbst zu lesen.

    Ich hoffe doch, dass das Lesen keine wirkliche Mühe ist - das wäre kein gutes Zeugnis für das Buch. :wink:


    In meinen Augen ein guter Wissenschaftsthriller - man sollte nur keine große Action erwarten (was der Klappentext leider suggeriert).

    Das ewige Thema der Klappentexte. Ich frage mich schon manchmal, ob die Menschen, die diese verfassen, die Bücher auch lesen oder ob die einfach mal fröhlich in den Topf interessanter Formulierunen greifen, Namen einfügen (mit viel Glück sogar die richtigen), umrühren und fertig.

    Gelesen in 2018: 31 - Gehört in 2018: 36 - SUB: 403


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • 3. Niemand verbietet Ihnen die "Richtigstellung", aber es ist in dieser Form nicht wirklich angenehm zu lesen und wirkt - wie bereits gesagt - eher befremdlich.

    Nur mal fürs Protokoll, dieses gilt nicht für alle User des Forums. Im Gegenteil, ich fand die Äußerungen von @Jenslubbadeh weder befremdlich noch "nicht wirklich angenehm" zu lesen. Ich empfinde seine Antwort als schlüssig und erfrischend sachlich, im Gegensatz zur Rezi....

  • Lese zur Zeit gerade ein anderes Buch des Autoren (Unsterblich) und wollte nur mal schauen was es von dem Autoren sonst noch so gibt, so bin ich auf diesen Thread hier gestossen. Wenn ein Buch so kontrovers diskutiert wird wie dieses hier dann macht es mich neugierig und ich möchte mir ein eigenes Bild davon machen. Ich werde mir das Buch auf Grund der Diskussion hier auf jeden Fall durchlesen ... ;o)

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