Sophie Jackson - Schuld / A Pound of Flesh

Anzeige
  • Kurzbeschreibung (Amazon):


    Die Fanfiction-Sensation aus Großbritannien, die Millionen von Leserinnen begeisterte!
    Seit Kat Lane ihren Vater durch einen brutalen Raubüberfall verlor, wird sie von Panikattacken geplagt. Trotzdem versucht sie an das Gute im Menschen zu glauben und nimmt einen Job als Literaturdozentin in einem New Yorker Gefängnis an. Sie weiß, dass dies ihre Chance ist, sich ihren Ängsten endlich zu stellen, – aber auch, dass sie sich in große Gefahr begibt. Denn Straftäter Wesley Carter ist genauso gutaussehend wie bedrohlich. Er übt eine magische Anziehungskraft auf Kat aus, die nicht ahnt, dass sie die Dämonen ihrer Vergangenheit mit jedem Moment, den sie mit Carter verbringt, unaufhaltsam zurück in ihr Leben lässt …
    „Sophie Jackson beweist mit diesem Roman, dass für die Liebe absolut nichts unmöglich ist! Unbedingte Leseempfehlung!“ Romantic Times


    Meine Meinung:


    Dieses Buch ist der erste Teil der "Dunkle Liebe" - Reihe von Sophie Jackson. Es ist abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben, gelegentlich gibt es auch kurze Textpassagen aus der Sicht einer anderen Figur. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und sowohl der englische Titel, als auch der deutsche, passen wirklich hervorragend zum Inhalt der Geschichte. Die über 500 Seiten merkt man kaum, weil sie nur so dahin fliegen. Sehr gefallen haben mir auch die Diskussionen über Dramen, die Kat als Literaturdozentin mit ihren Schülern bespricht.


    Carter ist Insasse im Gefängnis. Und zum Glück handelt es sich nicht um einen Undercover-Cop, der sich nur zu Ermittlungszwecken in Haft begeben hat, oder um jemanden, der unschuldig verurteilt wurde. Carter ist schon sein ganzes Leben lang immer wieder im Gefängnis, er ist aggressiv und arrogant und entspricht einem perfekten "Bad Boy". Natürlich hat es seine Gründe, warum er so ist, und durch seine Erzählperspektive (und im weiteren Verlauf) erfährt man, dass er auch andere Seiten hat. Dennoch bleibt seine Persönlichkeit durchgehend authentisch.


    Da Carter sehr dringend Pluspunkte benötigt, damit seine Bewährung bewilligt wird, nimmt er an einem Literaturkurs teil und trifft so auf die Lehrerin Kat Lane. Kat hat sehr persönliche Gründe, warum sie die Arbeit in einem Gefängnis angenommen hat, und obwohl ihre Freunde und ihre Mutter diesen Arbeitsort ablehnen und sie eindringlich warnen, hält sie an ihrer Entscheidung fest. Sie ist sehr willensstark und kann sich durchsetzen, und als sie auf Carter trifft ist sie entschlossen, ihn in seine Schranken zu weisen. Das stellt sich jedoch als äußerst schwierig heraus, und es dauert, bis eine Art Vertrauen zwischen den beiden entsteht. Mit der Zeit entwickelt sich aus der anfänglichen körperlichen Anziehung, die beide sofort spüren, etwas tieferes, doch eine Beziehung könnte nicht nur Kats Karriere zerstören, sondern auch Carters Bewährung verhindern.


    Natürlich sind Bücher dieses Genres sehr vorhersehbar, und auch "Dunkle Liebe: Schuld" bietet davon keine Ausnahme. Die Verbindung zwischen Carter und Kat wird bereits auf den ersten Seiten ziemlich offensichtlich, und einige Schwierigkeiten lassen sich auch erahnen. Dennoch ist es sehr erfrischend, wie erwachsen und selbstreflektiert die Protagonisten agieren, sodass es durchaus kleinere Wendungen gibt, die man als Leser nicht erwartet. Oft wird Herzschmerz ja durch Missverständnisse erzeugt, die man aus der Welt schaffen könnte, wenn man nur einfach mal miteinander redet, und ich war positiv überrascht, dass dies in diesem Buch nicht passiert. Die Geschichte nimmt sich Zeit, sich zu entwickeln, ohne langweilig zu werden, und die Protagonisten lernen sich nach und nach besser kennen, sodass ihre Gefühle füreinander nachvollziehbar werden.


    Ich habe lediglich einen einzigen Kritikpunkt: Für mich wurden einige Probleme, die sich ihnen in den Weg stellen, zu einfach gelöst bzw. nicht richtig abgeschlossen. Insbesondere die Hauptproblematik, das "Lehrer-Schüler-Verhältnis", spielt ab der Hälfte des Buches nur noch eine untergeordnete Rolle und wird kaum aufgelöst. Das hat mich etwas gestört, weshalb ich einen halben Stern abziehe.



    Fazit:


    Eine schöne Liebesgeschichte, die ich absolut empfehlen kann. Ich freue mich schon sehr auf die Folgebände, deren männliche Protagonisten man in diesem Teil schon mal kennen lernen durfte. :lechz:
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne.

    Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:


Anzeige