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Lindsay Ribar - Wunderbare Wünsche / The Art of Wishing

Wunderbare Wünsche

4.2 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: ivi

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 336

ISBN: 9783492703352

Termin: Oktober 2014

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  • Inhalt:
    Als Margo zufällig einen Ring findet, ahnt sie nicht, dass sie damit einen Flaschengeist der besonderen Art an sich gebunden hat: Oliver. Er ist weder aus blauem Nebel noch trägt er einen Turban. Stattdessen ist er überaus stofflich - und gut aussehend! - und verwirrt Margo völlig. Es scheint, als könne er mit seinen wundervollen Augen direkt in ihr Innerstes sehen - was Margo um jeden Preis vermeiden will! Auch drei Wünsche können sie nicht davon abhalten, sich ständig Gedanken über ihn zu machen. Aber dann taucht Olivers Erzfeind Xavier auf, der Jagd auf Dschinn macht, und auch Margo bedroht. Langsam wird ihr klar, dass es mehr als drei Wünsche braucht, um Oliver zu retten. Viel mehr ...


    Rezension:
    Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?
    Vor dieser Frage steht Margo, als ihr der Ring von Dschinn Oliver in die Hände fällt. Wünsche hat Margo viele, doch welche sind es wert erfüllt zu werden? Während Margo noch an ihren Wünsche feilt, taucht Olivers Erzfeind auf und die Situation spitzt sich zu..


    "Wunderbare Wünsche" von Lindsay Ribar ist der Auftakt zu einer Trilogie und konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur begeistern! Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen.


    Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Margo McKenna, die man kennenlernt, als sie gerade für die Rolle ihres Lebens vorsingt: Mrs. Lovett aus Sweeney Todd, dem Frühjahrs-Musical an Margos High School. Doch obwohl Margo ein perfektes Vorsingen abliefert, bekommt sie ihre Traumrolle nicht. Diese bekommt die talentlose Vicky, die plötzlich, wie durch ein Wunder, überaus beliebt ist..


    Margo hatte ich auf Anhieb gern. Ihre große Leidenschaft ist das Singen, in das sie auch ihre gesamte Kraft steckt. Als sie dann nur mit einer unbedeutenden Nebenrolle abgespeist wird, ist sie natürlich wütend, aber sie versucht das Beste daraus zu machen. Während sie im Theater heraussticht, ist Margo sonst eher zurückhaltend und ruhig. Mit Magie hat sie überhaupt nichts am Hut, dass soll sich jedoch ändern, als sie einen alten Ring findet und Oliver kennenlernt.


    Oliver ist nämlich ein Wünsche erfüllender Dschinn und Margo nun seine Meisterin. Über Dschinns habe ich bis jetzt nicht wirklich viel gelesen, sodass mich Lindsay Ribars Interpretation wirklich begeistern konnte, weil sie ganz anders war, als ich vermutet hatte. Wenn ich an Dschinns denke, dann sehe ich eine berechnende und leicht hinterhältige Person vor mir. Oliver ist allerdings das genaue Gegenteil! Er ist freundlich, süß und liebt seinen Job, aber er ist auch ein wenig rätselhaft und ich war mir lange Zeit unschlüssig, ob er vieles nicht nur spielt.


    Fazit:
    "Wunderbare Wünsche" ist ein ganz wunderbarer Auftakt! Lindsay Ribar hat einen tollen leichten Schreibstil und erzählt die Geschichte von Margo und Oliver so spannend, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Autorin schaffte es außerdem mich mit ihrer Interpretation von Dschinns zu fesseln, denn in der Form habe ich noch nicht von ihnen gelesen.
    Ich bin wirklich begeistert von dem Buch und vergebe verdiente fünf Kleeblätter!
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Inhalt:
    Margo findet einen Ring, doch dieser Ring ist das Gefäß von Oliver, dem Dschinn, den sie nun an sich gebunden hat. Drei Wünsche hat sie frei, die wohl überlegt sein wollen. Dabei ist es nicht hilfreich das Oliver ganz süß aussieht und ihr den Kopf verdreht. So vergeht Zeit die er eigentlich nicht hat und bald taucht sein Erzfeind Xavier auf, der böses vor hat....


    Meine Meinung:
    Wunderbare Wünsche ist für mich ein klares Coverbuch. Soll heißen ein Buch das mich schon durch das Cover für sich einnahm. Das änderte sich dann auch nicht beim Lesen.


    Irgendwo las ich vorher das es ein Kinderbuch ist und war zwischendrin etwas irritiert, bis ich bei Amazon sah das es ab 14 Jahren ist. Denn die Protagonistin ist schon 18 Jahre als und geht in die Abschlussklasse ihrer Schule.


    Margo gilt hier also schon als Erwachsen, benimmt sich aber wie ich finde nicht immer so. Sie scheint zu Beginn recht vernünftig und zielstrebig doch zeigt sich mit der Zeit noch viel kindliches und manchmal auch kindisches in ihr. Toll finde ich ihre Wünsche und auch wie verantwortungsvoll sie damit umgeht.
    Oliver taucht recht früh auf auch wenn erstmal nicht in seiner Hauptrolle. Er wirkt von Anfang an geheimnisvoll und erst nach und nach kommt raus was mit ihm los ist. Wobei er kein Geheimnis draus macht das er ein Schinn ist als Margo seinen Ring, sein Gefäß findet, aber was außer drei Wünsche dahinter steckt das wird er mit der Zeit klar.
    Xavier wird erst sehr spät Teil der Geschichte. Bis dahin vergeht einiges kennen lernen der anderen Protagonisten. Als er dann auftaucht ist sein Ansinnen klar und doch war mir bis zum Ende nicht ganz schlüssig warum er so handelt.


    Das Buch ist eine Teenie-Highschool-Geschichte. Auch wenn Margo selber sagt das sie selbst nie Teil einer solchen Geschichte sein wollte. Die Geschichte ist auch aus Sicht der 18 Jährigen erzählt und steht und fällt mit ihren Launen. Davon gibt es schon ein paar, aber nicht so viel das es die Lesefreude trübt. Eine Spannung baute sich dagegen erst so ab der Hälfte auf, was aber dank flüssigem und leicht zu lesendem Schreibstil nichts ausmachte.


    Am Ende stehen noch zwei Teile auch wenn ich nicht so recht weiß wie es weiter gehen soll oder sagen wir so weiter gehen soll das es spannend bleibt, denn für mich hätte auch hier Ende sein können. Doch ich lasse mich auch gerne von der Autorin überraschen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Liebe Grüße
    Natalie

    www.mem-o-ries.de


    :study: Ingenium von Janet Clark


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    SuB: 301

  • Es gibt kaum etwas, für das Margo keinen Plan hat. Sei es die Rolle in dem neuen Musical oder auch wie sie ihr Privatleben eingerichtet hat. Doch als sie dann plötzlich den Ring eines Dschinns findet, ist sie mit den drei Wünschen, die sie frei hat, total überfordert. Im Gegensatz zu ihr weiß der Dschinn Oliver jedoch ganz genau, was sie sich wünscht.


    Während Margo noch mit der neuen Situation hadert, gefällt ihr dieser Dschinn mit seinen schönen Augen und seiner unvorstellbare Magie immer mehr. Aber die Zeit wird knapp, denn Oliver ist auf der Flucht und Margo gerät unerwartet in Gefahr. Sie muss sich entscheiden. Wird sie Oliver helfen?


    Meine Meinung:


    Bücher mit Dschinns hatte ich noch nicht oft gelesen und so hatte mich der Roman von Lindsay Ribar mit seinem wunderschönen Cover schnell für sich gewonnen. Vom Aufbau her eher einfach gehalten, war der Zugang zur Story sehr leicht und für die empfohlene Altersgruppe mit Sicherheit richtig.


    Margo McKenna ist eine ungeheuer zielgerichtete Person. Nach der Trennung ihrer Eltern hat sie ihr Leben neu eingerichtet, in dem die Musik schon immer eine große Rolle gespielt hat. Sie hat eine wundervolle Stimme und rechnet sich zurecht eine gute Rolle in dem geplanten Musical ihrer Schule aus. Sie ist ein liebenswerter, kleiner Kontrollfreak und kommt mit dem erneuten Zusammenkommen ihrer Eltern, die sich wie zwei verliebte Teenager benehmen und ihre Tochter dabei regelmäßig ausschließen, immer noch nicht so richtig klar.


    Dem Dschinn Oliver merkt man sein eigentliches Alter kaum an. Er passt sich seinem jeweiligen Meister immer hunderprozentig an und hat einen sehr sympathischen Charakter. Er wirkt ruhig und besonnen, doch die Erfahrungen eines Mannes seines Alters kommen bei ihm eher selten zum Ausdruck.


    Gut gefallen hat mir, dass neben dem eigentlichen Thema auch viel Zeit für die Erklärung von Margos familiärer Situation blieb. Zwar wäre es auch schön gewesen, wenn ihr weiteres Umfeld öfter Teil der Handlung gewesen wäre, aber da Margo ja, wie sie selbst erklärt, praktisch keine Freunde hat und auch nicht die Zeit dafür findet, erklärt sich dieses Manko von selbst. Ich hoffe, dass in der Fortsetzung etwas mehr auf die familäre Lage eingegangen wird.


    Margo macht sich sehr viele Gedanken wegen ihrer Wünsche und stürzt sich nicht gleich kopflos in die Sache hinein. Das fand ich sehr bewundernswert an ihr. Leider führt sie ihre Überlegungen nicht zu Ende, denn ansonsten wäre sie vielleicht auf den ein oder anderen Lösungsansatz zu ihrer Situation gekommen.


    Viele Dinge blieben ungeklärt oder wurden nur angerissen. Die Idee zur Geschichte finde ich toll, aber ich habe gelegentlich die Tiefe und die gefühlsmäßige Anbindung an die Charaktere ein wenig vermisst, die meiner Meinung nach auch in einem Jugendroman im gewissen Maße vorhanden sein sollte. Nichtsdestotrotz bin ich angesichts des Endes dennoch neugierig, wie das Leben für Oliver und Margo nun weitergehen wird und werde bestimmt auch die Fortsetzung des Romans zu lesen.


    Fazit:


    "Wunderbare Wünsche" ist ein Jugendfantasyroman, dessen Handlung nicht immer überraschen, aber dafür umso mehr unterhalten kann. Der schöne Schreibstil der Autorin sorgt für ein kurzweiliges Lesevergnügen und hilft über die von mir empfundene, mangelnde Tiefe der Figuren und der Handlung gekonnt hinweg. Die vielen offenen Fragen lassen mich darauf hoffen, bald zur Fortsetzung greifen zu dürfen.

    "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort :study::flower:

  • Margo ist ein typisches Highschool-Mädchen. Als sie eines Tages auf der Schultoilette einen Ring findet, taucht plötzlich ihr Mitschüler Oliver vor ihr auf und erzählt ihr, dass er ein Dschinn sei und sie nun drei Wünsche frei hätte. Natürlich glaubt sie ihm zunächst einmal kein Wort, aber er kann sie davon überzeugen, dass es der Wahrheit entspricht. Nachdem sie sich langsam mit dem Gedanken angefreundet hat, glaubt sie ihm schließlich und macht sich Gedanken über ihre drei Wünsche. Zeit, die Oliver eigentlich nicht hat, denn er wird verfolgt …


    Ich konnte mir zunächst nicht vorstellen, dass eine solche Geschichte wie Aladdin und 1001 Nacht heute noch funktioniert, aber die Autorin Lindsay Ribar hat die Geschichte um den Dschinn in eine modernes Setting gepackt und es passte perfekt!


    Die Protagonistin Margo fand ich von Beginn an recht sympathisch. Sie ist nicht wie viele andere Mädchen in heutigen Jugendbüchern, über die sie sich selbst im Buch auch ein wenig lustig macht, sondern eher sehr selbstbewusst und voller Energie. Sie weiß genau was sie will, ist aber trotzdem nicht respektlos oder egoistisch, sondern immer noch recht einfühlsam und das hat mir gefallen.
    Oliver kommt ein wenig distanziert rüber, was aber okay ist, denn sonst wäre wohl schon vor dem Ende der Geschichte zu viel vorweg genommen worden.


    Obwohl es einige Elemente in diesem Buch gab, die ich nicht ganz so glaubhaft fand, hat es mir im Prinzip gut gefallen.
    Ich fand es nicht so überzeugend, dass junge Mädchen sich wirklich tage- oder sogar wochenlang Zeit lassen um sich ihre Wünsche erfüllen zu lassen. Und nicht nur Mädchen, generell finde ich das beim Menschen ungewöhnlich. So fand ich auch die Umstände, wie Margo an den Ring gekommen ist, nicht so wirklich gut nachvollziehbar, ohne hier viel spoilern zu wollen.


    Die Geschichte selbst ist eigentlich recht einfach, aber schon spannend. Sie hat einfach Spaß gemacht. Dass Oliver etwas verbirgt, das wird schon recht früh klar, aber erst im Laufe der Geschichte wird deutlich, worum es wirklich geht und wie tief er wirklich in der Sache drin steckt.
    Ich war auch recht gespannt darauf, wie sich die Sache auflösen wird und zum Schluss schien die Sache total klar, es war irgendwie logisch, was das beste Ende sein würde (für die Protagonisten, nicht für den Leser) und war dann doch ganz überrascht, dass es anders kam. Und zwar wieder so, dass ich es zwar nicht unbedingt schlecht fand, aber doch nicht so recht nachvollziehen konnte.


    Fazit
    Insgesamt hat mir “Wunderbare Wünsche” gut gefallen. Ich war sehr überrascht, so eine Art von Geschichte auch heute noch gut funktionieren kann und habe mich auch gut unterhalten gefühlt. Wären die Handlungen vielleicht etwas besser durchdacht und etwas ausgefeilter gewesen, hätte ich hier gut und gerne auch besser bewerten können, so reicht es lediglich für 3 1/2 Sterne, die ich hier auf volle vier aufrunde.

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