Melissa Marr - Kampf der Seelen/Carnival of Secrets

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  • Mallorys Stiefvater Adam ist vor vielen Jahren mit den wenigen überlebenden Magi in die Menschenwelt geflüchtet. Hier lebt er ständig auf der Flucht, denn er hat dem mächtigsten aller Daimonen einst etwas sehr Wertvolles entwendet. Abgeschottet vom normalen Leben eines Teenagers trainiert Mallory deswegen täglich ihre Kampfkünste, denn sie weiß, der Tag wird kommen, an dem sie sich gegenüber den Daimonen behaupten muss.


    In deren STADT herrscht derweil ein striktes Rangverhältnis, dass nur einmal jede Generation durch die Wettkämpfe auf dem Basar der Seelen durch einen Kampf auf Leben und Tod durchbrochen werden kann. Sowohl Kaleb als auch Aya nehmen daran teil, doch könnten ihre Motive unterschiedlicher nicht sein. Gleichzeitig hat sich Kaleb in der Menschenwelt an Mallorys Fersen geheftet, doch die Gefühle, die sie in ihm auslöst, hat er so nicht erwartet.


    Meine Meinung:


    Die Geschichte beginnt mit einem spannenden Prolog und wechselt dann unvermittelt in eine ruhige Szene, die dem Leser Mallory näherbringt. Sie ist ein Mädchen, das sich dem Gegebenheiten angepasst hat. Stets geht sie in Deckung und versucht unter allen Umständen nicht aufzufallen. Allein im Training mit ihrem Stiefvater findet sie zu einer inneren Ruhe, die sie für das Leben in Angst und mit den ständigen Umzügen entschädigt.


    Die Autorin gibt die Handlung breitgefächert wieder und lässt ihre Leser somit ausgeglichen an den Schicksalen der einzelnen Charaktere teilhaben. Nahm ich nach Lesen des Klappentexts an, dass die Protagonistin hier allein Mallory ist, so muss ich rückblickend sagen, dass sich zwar die Handlung größtenteils um sie dreht, aber die anderen Charaktere gleich stark vertreten waren. Allen voran Kaleb, der hier nach meinem Empfinden die Handlung dominiert hat, aber auch Aya, die erst etwas später dazukam.


    Gerade diese breite Fächerung habe ich sehr genossen und fand sie auch sehr gelungen. Noch wirkte Mallory recht blass, aber das ist es ja auch, was ihr Stiefvater bewusst aus ihr gemacht hat. Zu ihrem Schutz hat er sogar ihre tatsächliche Identität vor ihr versteckt und dabei keine Mittel gescheut. Die doch sehr besondere und ungewöhnliche Beziehung zwischen den beiden war in dieser Hinsicht sehr schön beschrieben.


    Schade fand ich nur, dass das Buch ausschließlich Interaktionen von Magi und Daimonen enthielt. Die Menschen sind mir hier leider etwas unterrepräsentiert, obwohl die Aktivitäten der beiden Völker mit Sicherheit für diese nicht unbemerkt geblieben sein können. Mal schauen, was die nächsten Bände in dieser Hinsicht so bringen.


    Fazit:


    "Shadow World - Kampf der Seelen" ist der spannende Auftakt einer neuen Reihe von Melissa Marr aus dem Jugendfantasysektor. Begeistert bin ich abgetaucht in die Welt von Magi und Daimonen und habe mich dabei von den interessanten Charakteren fesseln lassen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es weitergehen wird.

    "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort :study::flower:

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