Bücherwichteln im BücherTreff

Das Literarische Quartett / Literatur und TV

  • Ich weiß nicht wie es euch geht, aber seit dem das "Das Literarische Quartett" eingestellt wurde, sehe ich im TV keinen vernünftigen und kritischen Umgang mehr mit Büchern. Sicher werden ständig Bücher vorgestellt, doch hat es nicht mehr diesen Tiefgang wie bei dem Quartet. Schlimmer noch, manchmal habe ich das Gefühl, dass einfach Schleichwerbung für die großen gemacht wird, da nur noch Bücher dargestellt werden, die man angeblich unbedingt lesen sollte. Vielleicht ist auch alles an mir vorbeigezogen, da ich kaum TV schaue.
    Welcher TV Kritiker ist eurer Meinung nach der seriöseste?

  • Jetzt läuft ja glücklicherweise wieder ein neues "literarisches Quartett", mit einer neuen Besetzung:
    Volker Weidermann, Maxim Biller, Christine Westermann und einem Gast. Gast in der Sendung vom02.10.2015 war Juli Zeh, am 06.11.2015 war es Ursula März. Obwohl bei mir in beiden Sendungen nur Interesse an Trojanows Buch geweckt wurde, fand ich die beiden Sendungen absolut unterhaltsam.
    Was ich mir bisher schon mal an "Erkenntnis" mitnehme: jeder muss für sich selbst erlesen und entscheiden, was für ihn "gute Literatur" ist, dass es jedoch wichtig ist, dass es für mich jedoch wirklich wichtig ist, mich im Laufe der Jahre und des Lesens so weit zu entwickeln, dass ich kritisch lese und nicht mehr alles gut finde.
    Wer viel liest und alles gut findet, der ist entweder noch jung oder konsumiert möglicherweise Bücher nur zur reinen Unterhaltung, und gegen beides ist im Grunde nichts zu sagen.
    (Oder er ist möglicherweise sogar einer dieser Menschen, die zu 99,5% positiv rezensieren, um Freiexemplare zu erhalten. Mir ist es jetzt schon zwei Mal passiert, dass mir auf Webseiten für gebrauchte Bücher Leseexemplare zugesandt wurden (für über 10 €uro!), die im Angebot nicht als solche gekennzeichnet worden waren. Sollte dies noch mal passieren, werde ich den Verkäufer beim Verlag melden.)


    Diese beiden Folgen haben mir besser gefallen als die "Druckfrisch"-Folgen in letzter Zeit, denn mit Herrn Scheck habe ich immer mehr das Gefühl, dass es immer dasselbe ist, auch seine Kommentare zu den Bestsellerlisten bieten nicht mehr viel Neues.

    » Unexpected intrusions of beauty. This is what life is. «


    Saul Bellow, (1915-2005 ), U.S. author,
    in Herzog

  • Also, ich muss ja schon sagen, dass mich das ein wenig beeinflusst hat, dass es solch qualitative Bücherrunden nicht mehr gibt.
    Als ich in den BücherTreff kam vor 10 Jahren, da gab es noch etliche Sendungen zum Thema und ich habe dort immer wieder gute Bücher für mich entdeckt. Bücher mit Gehalt und nicht nur Bücher mit Inhalt. Seit es sie aber nicht mehr gibt, verfalle ich deutlich zum Konsumleser, zum Unterhaltungsleser.
    Dabei habe ich gern Bücher mit Anspruch gelesen, aber ein Klappentext reicht da bei weitem nicht für mich aus und diese Buchbesprechungen haben mir immer sehr geholfen, mich aufmerksam gemacht und begeistert für das ein oder andere Buch.
    Dennis Scheck begeistert mich leider so gar nicht...

  • Ich habe das Glück dass das Schweizer Fernsehen ebenfalls eine adäquate Sendung über neue Büche ausstrahlt, mit sehr interessanten Gesprächspartnern.
    Sendungen Schweizer Fernsehen
    Diese werden im 3Sat TV wiederholt
    Sendungen 3Sat Gemeinschafts-TV ARD, ZDF, ORF, SRG

    Diese beiden Folgen haben mir besser gefallen als die "Druckfrisch"-Folgen in letzter Zeit, denn mit Herrn Scheck habe ich immer mehr das Gefühl, dass es immer dasselbe ist, auch seine Kommentare zu den Bestsellerlisten bieten nicht mehr viel Neues.

    Zwar schaue ich immer noch Druckfrisch mit Herrn Scheck meiner Meinung nach ist die Sendung jedochl langsam aber sicher "ausgelutscht" :-,

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Hallo!


    Obwohl bei mir in beiden Sendungen nur Interesse an Trojanows Buch geweckt wurde, fand ich die beiden Sendungen absolut unterhaltsam.

    Es gibt eigentlich schon länger ein "Literarisches Quartett". Im Rahmen der monatlich ausgestrahlten, von Felicitas von Lovenberg und Denis Scheck moderierten Sendung "Lesenswert" treffen sich viermal im Jahr auch drei feste Kritiker (Felicitas von Lovenberg, Denis Scheck und Ijoma Mangold) und ein Überraschungsgast (beim letzten Mal war es Elke Heidenreich), um über aktuelle Autoren zu diskutieren. Allerdings ist die Sendung wohl nicht so bekannt, weil sie erst nach 23 Uhr und im dritten Programm (SWR) läuft. Ich sehe sie gern, weil die Teilnehmer kompetent sind und trotz unterschiedlicher Meinungen sachlich bleiben.


    Natürlich ist das "Literarische Quartett" im ZDF in gewisser Weise unterhaltsamer. Da haben sie schön publikumswirksam den bösen Buben Maxim Biller, der ständig nur rumstänkert, Tante Westermann, die anerkannte Expertin für Bücher mit Herz, und den immer schnittig geföhnten Volker Weidermann zusammengespannt. Ich halte es für problematisch, dass jeder ein Buch vorstellt, das er selbst mag. Das führt schnell zu persönlichen Angriffen und zu Verstimmungen. Beim alten "Literarischen Quartett" hat jeder eins von den vier ausgewählten Büchern unabhängig von persönlichen Vorlieben vorgestellt (bei der "Lesenswert"-Truppe ist es, glaube ich, auch so).


    Ich fand drei der bisher vorgestellten Bücher interessant:


    Karl Ove Knausgård: Träumen
    Tilmann Lahme: Die Manns: Geschichte einer Familie
    Verena Lueken: Alles zählt

    Was ich mir bisher schon mal an "Erkenntnis" mitnehme: jeder muss für sich selbst erlesen und entscheiden, was für ihn "gute Literatur" ist, dass es jedoch wichtig ist, dass es für mich jedoch wirklich wichtig ist, mich im Laufe der Jahre und des Lesens so weit zu entwickeln, dass ich kritisch lese und nicht mehr alles gut finde.

    Wobei man meinen sollte, dass sich mit der Zeit schon allein durch die Erfahrung ganz von selbst ein gewisser Sinn für Qualität entwickeln müsste.

    Wer viel liest und alles gut findet, der ist entweder noch jung oder konsumiert möglicherweise Bücher nur zur reinen Unterhaltung, und gegen beides ist im Grunde nichts zu sagen.

    Nein, dagegen ist natürlich nichts zu sagen. Aber unkritische Leser sind für mich als Rezensenten oder als Gesprächspartner über Bücher uninteressant.

    Dabei habe ich gern Bücher mit Anspruch gelesen, aber ein Klappentext reicht da bei weitem nicht für mich aus und diese Buchbesprechungen haben mir immer sehr geholfen, mich aufmerksam gemacht und begeistert für das ein oder andere Buch.

    Na, und was ist mit dem Buechertreff? Hier findest Du doch auch etliche Besprechungen über anspruchsvolle Bücher. :scratch::wink:

    Zwar schaue ich immer noch Druckfrisch mit Herrn Scheck meiner Meinung nach ist die Sendung jedochl langsam aber sicher "ausgelutscht":-,

    Ich sehe die Sendung nach wie vor ganz gern. Sie kommt ja nur alle vier Wochen und ist kurz und knackig. Ich wüsste auch nicht, was sie "Neues" bieten sollte. Scheck stellt Bücher vor, interviewt Autoren und kommentiert die aktuelle Bestsellerliste. Dass die Kommentare dazu sich ähneln, liegt vielleicht einfach daran, dass sich Bestseller eben häufig irgendwie ähneln. :)


    Gruß


    mofre

  • Na, und was ist mit dem Buechertreff? Hier findest Du doch auch etliche Besprechungen über anspruchsvolle Bücher

    Du kannst doch eine Diskussionsrunde in Form des literarischen Quartetts nicht mit einer geschriebenen Rezension vergleichen.... 8-[
    Ich mag die Begeisterung in der Stimme hören, die Faszination, wenn sie sich in Rage reden... :thumleft:
    Dem lausche ich gern und das kann mir eine geschriebene Rezension so nicht geben.

  • Ich möchte gerne die Leser des Buches "Kommt ein Pferd in die Bar" @Conor, @Squirrel, aber auch @Farast, und @Gernot und natürlich weitere ineressierte Leser darauf aufmerksam machen dass der Fernsehsender 3Sat Sonntag, 19. Juni 2016 dieses und weitere Bücher diskutiert.
    Literaturclub
    Eine Wiederentdeckung aus den USA ist Lucia Berlin, die in ihren Kurzgeschichten von den Täuschungen und Enttäuschungen des Lebens berichtet. Der Israeli David Grossman erzählt von der traumatischen Kindheit eines Comedian und der Italiener Alessandro Baricco von einem Autor, der plötzlich das Schreiben sein lässt und nur noch Porträts anfertigen will. Ein politischer Karikaturist im Hinterhalt seiner Vergangenheit ist die Hauptfigur in «Die Reputation» des kolumbianischen Autors Juan Gabriel Vasquez. Und, ein literarisches Debut: Friederike Gösweiner beschreibt eine junge Generation, die alles richtig macht und dabei doch keinen Erfolg hat.
    Gast der Sendung ist der Schauspieler Thomas Sarbacher.


    Die Bücher der Sendung sind:

    • «Was ich sonst noch verpasst habe» von Lucia Berlin (Arche)


    • «Kommt ein Pferd in die Bar» von David Grossman (Hanser)


    • «Mr. Gwyn» von Alessandro Baricco (Hoffmann & Campe)


    • «Die Reputation» von Juan Gabriel Vasquez (Schöffling)


    • «Traurige Freiheit» von Friederike Gösweiner (Droschl)

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Ich möchte gerne die Leser des Buches "Kommt ein Pferd in die Bar" @Conor, @Squirrel, aber auch @Farast, und @Gernot und natürlich weitere ineressierte Leser darauf aufmerksam machen dass der Fernsehsender 3Sat Sonntag, 19. Juni 2016 dieses und weitere Bücher diskutiert.

    danke für den Tipp, das muss ich mir unbedingt notieren und vormerken :thumleft:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Thomas Hettche - Die Pfaueninsel
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

  • ch möchte gerne die Leser des Buches "Kommt ein Pferd in die Bar" @Conor, @Squirrel, aber auch @Farast, und @Gernot und natürlich weitere ineressierte Leser darauf aufmerksam machen dass der Fernsehsender 3Sat Sonntag, 19. Juni 2016 dieses und weitere Bücher diskutiert.
    Literaturclub

    Danke dir auch für den Tipp, @serjena! :thumleft: Allerdings kommt das Buch nicht schon in der von dir verlinkten Sendung vor? Dann schaue ich es mir bei Gelegenheit schon im Internet an.

  • Vielen Dank für den Tipp, @serjena - den Termin werde ich mir gleich vormerken und vielleicht/hoffentlich wird dort nicht nur der Inhalt wiedergegeben wie bei dem literarischen Quartett.
    Ende April habe ich "Das literarische Quartett" im ZDF gesehen und war doch etwas enttäuscht. Besprochen wurde unter anderem "Straße der Wunder" von John Irving und "Kommt ein Pferd in die Bar" von Grossman und von beiden Romanen wurde zuviel verraten (Bei dem Irving-Buch gar das Ende und bei dem Grossman-Buch war es eigentlich eine vollständige Inhaltsangabe, sodass die Spannung genommen wurde) Dazu kam ein arroganter Maxim Biller und Frau Westermann hat mich auch nicht überzeugt.
    Der Meinung von Literaturcafé.de kann ich mich anschließen.
    Meine Bekannte,die sich die Sendung aufnahm, um sie später zu sehen, habe ich jedenfalls vorgewarnt. :wink:
    (Sie hat sowohl das Irving-, als auch das Grossman-Buch auf dem SuB)

    Jeder trägt die Vergangenheit in sich eingeschlossen wie die Seiten eines Buches, das er auswendig kennt und von dem seine Freunde nur den Titel lesen können. (Virginia Woolf)

  • Ende April habe ich "Das literarische Quartett" im ZDF gesehen und war doch etwas enttäuscht. Besprochen wurde unter anderem "Straße der Wunder" von John Irving und "Kommt ein Pferd in die Bar" von Grossman und von beiden Romanen wurde zuviel verraten (Bei dem Irving-Buch gar das Ende und bei dem Grossman-Buch war es eigentlich eine vollständige Inhaltsangabe, sodass die Spannung genommen wurde) Dazu kam ein arroganter Maxim Biller und Frau Westermann hat mich auch nicht überzeugt.

    Gut das mir das literarische Quartett entgangen ist. Ich hätte mich darüber maßlos geärgert (siehe meine Hervorhebung von deinem Zitat) und mir jedes weitere lesen ersparen können. [-(

  • Danke dir auch für den Tipp, serjena ! Allerdings kommt das Buch nicht schon in der von dir verlinkten Sendung vor? Dann schaue ich es mir bei Gelegenheit schon im Internet an.

    Du hast recht es ist die Sendung vom 17. Mai 2016 welche im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde, an das Internet habe ich nicht gedacht :uups:

    Vielen Dank für den Tipp, @serjena - den Termin werde ich mir gleich vormerken und vielleicht/hoffentlich wird dort nicht nur der Inhalt wiedergegeben wie bei dem literarischen Quartett.

    Selbst sah ich diese Sendung noch nicht, kann jedoch von früheren Sendungen sagen dass sehr intensiv über die Bücher diskutiert wird, zumal jedes Mal andere Gäste eingeladen werrden, oftmals sehr kontrovers. Wenn du kannst schau dir doch mal eine frühere Sendung an. Diese war wirklich speziell Literaturclub denn Elke Heidenreich und Philipp Tingler sind zwei sehr emotionale Gäste.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Wenn du kannst schau dir doch mal eine frühere Sendung an. Diese war wirklich speziell Literaturclub denn Elke Heidenreich und Philipp Tingler sind zwei sehr emotionale Gäste.

    Das werde ich machen und bin gespannt, serjena . :)

    Jeder trägt die Vergangenheit in sich eingeschlossen wie die Seiten eines Buches, das er auswendig kennt und von dem seine Freunde nur den Titel lesen können. (Virginia Woolf)

  • Du hast recht es ist die Sendung vom 17. Mai 2016 welche im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt wurde, an das Internet habe ich nicht gedacht

    Gar kein Problem, ich war mir nur nicht sicher gewesen :uups: Danke dir noch mal für den Tipp :winken:

  • Ende April habe ich "Das literarische Quartett" im ZDF gesehen und war doch etwas enttäuscht.

    Mir ging es genauso. Ich hatte es lange nicht mehr gesehen und muss ehrlich sagen, ich war echt genervt von diesen Leuten die da sitzen und sich gegenseitig nur ins Wort fallen. Diskutieren über Bücher sieht für mich anders aus.
    Die Frau welche nicht müde wurde immer wieder zu betonen und darauf hinzuweisen, dass sie zwar nicht mehr jung aber doch noch immer sehr an Sex interessiert sei und keineswegs vertrocknet ist. Der Mann welcher ständig schrie, wie doof die Anderen doch sind und deshalb die Bücher nicht verstehen würden.... Himmel, ne. :geek: Ob ich mir die nächste Sendung anschaue weiss ich noch nicht. Hat ja fast schon was von Fremdschämen. :-?

    "Daß mir der Hund das Liebste sei, sagst Du, oh Mensch, sei Sünde ? Der Hund blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde."   (Franz von Assisi)

  • Was habe ich mich gefreut, als vor ein paar Monaten die erste Sendung des neuen literarischen Quartett ausgestrahlt wurde. Und wie sehr war ich hinterher enttäuscht .... und verärgert. Was wohl Reich-Ranicki und Karasek zu diesem Format sagen würden? Ich glaube, ich will es gar nicht wissen! :-s
    Ein paar Sendungen hatte ich zwischenzeitlich total vergessen zu schauen, bis auf die letzte. Und was war? Wieder habe ich mich tierisch geärgert. Fast sogar über die gleichen Dinge, wie bei der ersten Sendung bereits: Ein unsäglich arroganter und permanent dazwischenquatschender Maxim Biller, ein Moderator, der es nicht mal ansatzweise schafft diesen zu maßregeln, und viel zu viel Spoiler bei den einzelnen Büchern.
    Nein, da ist mir wirklich meine Zeit zu schade für [-(

  • @Yurmala wie ich sehe, liest/hörst du das neue Buch von Christina Kracht "Die Toten".
    Dieses Buch wurde unter anderm im Literaturclub SRF sehr kontrovers diskutiert. Ich würde dir jedoch empfehlen wenn du diese Meinungen dir anhören/ansehen möchtest, warte bis deine Lektüre beendet ist.
    Dann jedoch macht es ganz sicher Spass zu erfahren was die Damen und Herren dazu zu sagen hatten.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • @serjena
    Vielen Dank für den Hinweis. Vielleicht schaffe ich es sogar den Roman heute Abend zu beenden, sonst wird es wahrscheinlich erst Sonntag werden. Bisher kenne ich nur das sehr kontrovers kommentierte Interview von Denis Scheck bei druckfrisch. :wink: Heute habe ich mir noch Ijoma Mangoldss Rezension aus Die Zeit heruntergeladen, doch noch nicht gelesen. Das werde ich auch nach dem Roman erst machen.
    Bisher - nach etwas mehr als der Hälfte - lese ich den Roman sehr gerne. Es ist eine gelungene Darstellung wie der Totalitarismus langsam sich alle Getriebe der Gesellschaft sichert, bevor er gnadenlos zuschlägt. Bin schon gespannt wie es weiter geht.

    Viele Grüße von Yurmala


    :study:

    :musik:


    »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis

  • Schweizer Fernsehen Literaturclub im November.
    Nicola Steiner, Martin Ebel, Christine Lötscher und als Gast Denis Scheck diskutieren im November über Ian McEwan: «Nussschale», Sabine Gruber: «Daldossi oder das Leben des Augenblicks», Christoph Ransmayr: «Cox oder der Lauf der Zeit» und über Gerhard Falkner: «Apollokalypse».

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

  • Wieder wurde im Literaturclub über lesenswerte Bücher diskutiert.
    Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und als Gast Laura de Weck diskutieren im Dezember über Richard Flanagan: «Die unbekannte Terroristin», Didier Eribon: «Rückkehr nach Reims», Navid Kermani: «Sozusagen Paris» und über William Golding: «Herr der Fliegen».
    In seinem neuesten Roman erzählt der Australier Richard Flanagan von einer jungen Frau, die in der Zeit nach 9/11 zu Unrecht zur «islamistischen Terroristin» erklärt wird. Der französische Soziologe Didier Eribon ist ein Arbeiterkind. In seiner literarisch verfassten Autobiographie fragt er, warum seine Mutter plötzlich für den «Front National» stimmt. In Navid Kermanis neuem Roman geht es um einen Schriftsteller, der ein Buch über seine Jugendliebe vorstellt – die bei einer Lesung plötzlich leibhaftig vor ihm steht. William Golding erhielt für seinen Welterfolg «Herr der Fliegen» den Literaturnobelpreis. Jetzt gibt es die düstere Geschichte über Macht und Gewalt neu übersetzt zu entdecken.
    Besonders die Meinung zum Roman von Diedier Eribons Roman "Züruck nach Reims" dürfte dich @Yurmala, interessieren, da du das Buch schon gelesen hast.

    Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.

    Jean Paul

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