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Yrsa Sigurdardóttir: Feuernacht

Feuernacht

4.1 von 5 Sternen bei 28 Bewertungen

Band 5 der

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783596188703

Termin: 2011

Klappentext / Inhaltsangabe: Tödliche Flammen, eiskalte Lügen ... Die Reykjavíker Anwältin Dóra Guðmundsdóttir nimmt einen alten Fall wieder auf: Jakob, ein junger Mann mit Down-Syndrom, soll einen Brand in seinem Behindertenheim gelegt haben, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen. Jakob lebt inzwischen in einer Psychiatrischen Einrichtung für Straftäter, zusammen mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jósteinn. Ausgerechnet der engagiert Dóra, weil er Jakobs Unschuld beweisen will. Obwohl Dóra den Mann höchst unsympathisch findet und nicht genau weiß, warum er die Sache noch einmal aufrollen will, beginnt sie zu recherchieren und stößt auf mysteriöse Hinweise: Dóra bekommt immer wieder kryptische SMS, Angehörige eines Opfers haben offenbar etwas zu verbergen, ein Radiomoderator wird in seiner Sendung von unangenehmen Anrufen belästigt, und eine junge Mutter glaubt, dass ihr kleiner Sohn vom Geist seines toten Kindermädchens heimgesucht wird, das bei einem Autounfall mit Fahrerflucht ums Leben kam. Schließlich führt eine heiße Spur die Anwältin ins isländische Justizministerium …
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  • Die Autorin: (Informationen von Wikipedia.de übernommen)
    Yrsa Sigurðardóttir (* 24. August 1963) beendete 1983 das Gymnasium und begann anschließend ein Bauingenieurstudium an der Háskóli Íslands, das sie 1988 als Bachelor of Science abschloss. Sie setzte das Studium an der Concordia University in Montreal fort und erwarb 1997 den akademischen Grad des Master of Science. Heute wohnt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern in Seltjarnarnes bei Reykjavík und arbeitet als Ingenieurin am Kárahnjúka-Staudamm im Osten Islands. Hier schreibt sie seit 1998 in ihrer Hütte an ihren Büchern.
    Yrsa Sigurðardóttir hat seit 1998 fünf Kinderbücher geschrieben. Im Jahre 2000 zeichnete das isländische Dezernat IBBY (Internationales Dezernat für Jugendliteratur) Yrsa für ihr Buch "Við viljum jólin í júlí" aus. 2005 erschien ihr erster Kriminalroman Þriðja táknið, 2006 in Deutschland unter dem Titel Das letzte Ritual veröffentlicht.


    Inhalt:
    Es ist ein Fall, der irgendwie von Anfang an ganz anders ist als Dóras bisherige Fälle. Denn nicht nur soll sie einen Verurteilten rehabilitieren, der am Down-Syndrom leidet und der angeblich das Heim, in dem er untergebracht war, in Brand gesetzt hat, nein, ihr Auftraggeber ist ein verurteilter Sexualstraftäter, der Dóra von Anfang an nicht nur unsympathisch sondern auch irgendwie unheimlich ist. Jósteinn macht auch gar kein Geheimnis daraus, dass er nicht in erster Linie dem zu Unrecht verurteilten Jakob helfen will, er will Rache nehmen. Aber an wem? Und soll Dóra den Fall deswegen nicht annehmen?
    Doch nicht nur ist Dóras finanzielle Situation aufgrund der Wirtsschaftskrise etwas angeschlagen, sie will auch Jakob gerne helfen, der in ihren Augen absolut nicht in der Lage gewesen sein kann, diese Straftat zu begehen. Nicht nur, dass der junge Mann bis auf wenige Ausbrüche eher sanftmütig ist, er hätte eine solche Tat auch gar nicht planen und durchführen können. Oder doch? Dóra beginnt zu ermitteln, und immer wieder stößt sie dabei auf Details des Falls, die bei der Gerichtsverhandlung nicht zur Sprache gekommen sind. Außerdem erhält sie wieder und wieder mysteriöse SMS von einem anonymen Absender aus dem Internet, der ihr offensichtlich bei den Ermittlungen weiterhelfen will, aber immer wieder nur vage Andeutungen macht, denen Dóra dann auf den Grund gehen muss. Dies erweist sich als mindestens so anstrengend wie die Zeugenbefragung, die Dóra in diesem Fall auch mit Zeugen zusammenbringt, die nicht so einfach zu befragen sind – zum Beispiel Ragna, denn die junge Frau hat das Locked-In-Syndrom und kann nur über ihre Augen kommunizieren.
    Auch privat hat Dóra nicht unbedingt Ruhe – Matthias sucht einen neuen Job, ihr Enkel hat immer noch nicht so richtig angefangen zu sprechen und zu allem Überfluss ziehen nun auch noch ihre Eltern bei ihr ein…

    Meine Meinung:
    „Feuernacht“ ist der fünfte Band um die isländische Anwältin Dóra und bis auf den vierten Band habe ich alle gelesen. „Feuernacht“ hat mir dabei wieder sehr gut gefallen, weil ich finde, dass die Autorin es einfach versteht, spannende Fälle zu konstruieren und diese sehr gut zu erzählen. Ein aufmerksamer Leser erhält früh einen Hinweis auf den Täter, aber ich muss sagen, dass Frau Sigurdardóttir es trotzdem noch einige Male geschafft hat, mich zweifeln zu lassen, ob ich auf der richtigen Spur war.
    Das Thema des Krimis ist ja schon etwas sensibel, da man sich nicht in Klischees und Vorurteilen verlieren darf und es sicherlich auch einiger Recherchen bedarf, um einen Schauplatz wie ein Behindertenheim richtig darzustellen. Dies ist der Autorin meiner Meinung nach sehr gut gelungen, die Charaktere, die eine Behinderung haben, wurden nicht besonders inszeniert, sie fügen sich in die Handlung des Krimis ganz natürlich ein, gleichzeitig ist es spannend, wie die besonderen Eigenschaften dieser Figuren zum Beispiel die Befragung durch Dóra beeinflussen. Das hat mir sehr gut gefallen.
    Sehr schön finde ich es auch, dass sich ein übersinnliches Element vom Prolog bis in den Epilog zieht. Es dominiert die Handlung nicht und lange Zeit war mir der Zusammenhang zu dem eigentlichen Verbrechen gar nicht klar, aber es ist gut gemacht, spannend und für mich in einem Islandkrimi irgendwie das I-Tüpfelchen, das diesen Krimi zu etwas ganz Besonderem macht.
    Ein Buch, das mir außerordentlich gut gefallen hat. Ich freue mich schon darauf, wieder etwas von Frau Sigurdardóttir zu lesen.
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    1. (Ø)

      Verlag: FISCHER Taschenbuch


  • So, auch ich bin endlich mal wieder zum Lesen gekommen und habe mich an dieses Werk gewagt, nachdem es schon einige Monate im Bücherregal verbracht hatte :D Es ist mein drittes Buch von dieser Autorin und wieder war ich sehr angetan. Besonders gut gefallen hat mir wieder, dass es auch übersinnliche Komponente gab- ein Geist, der möglicherweise in einem Haus spukt- könnte aber auch eine reale Auflösung haben, je nachdem, wie man es sehen möchte. Den Kriminalfall um den Brand in dem Behindertenheim und seine Auflösung fand ich relativ glaubwürdig- für mich immer ein wichtiges Kriterium :D Alles in allem eine kurzweilige Unterhaltung.


    An den Erstling "Das letzte Ritual" kommt das Buch meiner Meinung nach nicht ganz ran, trotzdem 4,5 Sternchen von mir. Teil 3 und 4 der Serie liegen noch auf meinem SUB und kommen bestimmt bald dran!

  • Die Reykjavíker Anwältin Dóra Gu∂mundsdóttir nimmt einen alten Fall wieder auf in dem Jakob, ein junger Mann mit Down-Syndrom, wegen Brandstiftung in seinem Behindertenheim verurteilt wurde. Bei dem Brand kamen fünf Menschen ums Leben und Dóra stößt bald auf einige Ungereimtheiten.
    „Feuernacht“ ist der fünfte Fall für Dóra und Yrsa Sigur∂ardóttir hat wieder ein sehr gutes Buch abgeliefert.
    Nachdem ich vom vierten Teil „Die eisblaue Spur “ etwas enttäuscht war, war dieser Fall deutlich spannender mit einem Hauch überirdischem Grusel.
    Die Idee war wieder sehr gut und ich mag Dóra nach wie vor. Ihre Art ist erfrischend und sympathisch und ich lese gerne Bücher mit ihr. Einzig ihr Freund Matthias Reich kam im Vergleich zu vorherigen Büchern etwas schlechter weg.
    Ansonsten war der fünfte Fall ein äußerst spannendes Buch mit einer sensiblen und bewegenden Thematik und einem mystischen Touch.
    Weitere Bücher werde ich auf jeden Fall lesen!



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  • Ich bin durch einen Glückstreffer auf das Buch gestoßen und nun steht fest, Yrsa Sigurdardottir wird meine neue Lieblingsautorin. Alle anderen Bücher sind auch gleich 1:1 auf meine Wunschliste gelandet und morgen hole ich mir aus der Bücherei gleich den nächsten Fall.


    Die Handlung war unglaublich spannend. Die einzelnen Charakter in der Geschichte hatten alle viel Potential. Josteinns Rolle in den ganzen Geschehnissen war überhaupt etwas besonderes. Der Hauch von Mystik hat das ganze dann noch abgerundet. Einzig, woran ich mich gewöhnen muss, sind all die für uns sehr komisch klingenden Namen :wink:

    Die Ehe ist wie eine belagerte Burg:
    Die, die draußen sind wollen hinein. Und die, die drinnen sind wollen hinaus.
    (unbekannt)