Lin Jun - Mein deutscher Geliebter

Anzeige

  • Klappentext:


    An ihrer neuen Heimat schätzt Vivian (Lin An'An) vor allem die Möglichkeit, ganz nach ihren Vorstellungen leben zu können. sie genießt es, frei zu sein von Regeln, die andere aufstellen. Auch in ihren Beziehungen zu Männern pocht sie auf ihre Unabhängigkeit. Liebe ist eine Illusion, das ist eine Lehre, die sie aus ihrer Kindheit in China gezogen hat. Nur Leistung zählt, in der Schule, besonders aber zu Hause. Als Kind erfüllt sie alle Erwartungen der Eltern, ist fleißig und bemüht, alles richtig zu machen. Aber wird sie auch geliebt? Schließlich hat sie Gefühle. Wie stark diese sind, wird der jungen Frau bewusst, als ihre Jugendliebe 1989 einen gewaltsamen Tod auf dem Tian-An-Men-Platz stirbt. Danach ist sie eine andere und verlässtbald ihre Heimat.
    In Deutschland genießt sie die Freizügigkeit der westlichen Welt in jeder Beziehung. Ihre Gefühle behält Vivian jedoch für sich. Als Max auftaucht, begegnet sie auch ihm mit ironischer Distanz, die sie allen Männern gegenüber an den Tag legt. Denn wie fühlt sich Liebe wirklich an? Und darf man zu einem einzigen Menschen wirklich so starke Gefühle entwickeln?

    Eigene Beurteilung:


    Auch wenn es sich zunächst liest wie „Sex in the City“ auf deutsch-chinesisch, geht das Buch ab der ersten ernsthaften Beschäftigung mit Lin An’An/Vivians Vergangenheit in China einen deutlich seriöseren Weg und ist dabei zwar schon eine Beschreibung eines chinesischen Lebensweges, vor allen Dingen aber eine Betrachtung der Frage, was Liebe denn überhaupt ist. Dabei wird zwischen Freundesliebe, Eltern- und Kinderliebe und Partnerliebe unterschieden und einfache Antworten finden sich auf diesen Seiten eher nicht. Und dabei ist dieser Roman auch gleichzeitig der Befreiungsweg einer Frau, die aus sehr unfreien Grundvoraussetzungen schöpfen musste. Nicht nur für Asia-Fans ein lesenswerter Roman.

Anzeige