Schäfers Qualen - Georg Haderer

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Schäfers Qualen

4.3|2)

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 320

ISBN: 9783423213424

Termin: Februar 2012

  • Inhalt:
    Polizeimajor Schäfer von der Wiener Kriminalpolizei wird wegen zwei ungewöhnlichen Mordfällen nach Kitzbühel abberufen. Ein Unternehmer wurde an einem Gipfelkreuz aufgehängt, ein weiterer Mann wird tot in einer Grube aufgefunden. Die beiden Mordfälle scheinen zusammenzuhängen, doch bleibt es dabei oder schlägt der Täter erneut zu?


    Meine Meinung:
    Im Klappentext wird Georg Haderer mit folgenden Autoren verglichen: "Spannend wie Arne Dahl, emotional wie Fred Vargas und abgedreht wie Wolf Haas." Hui, da wird die Messlatte gleich sehr hoch gehängt, denn all diese Autoren sind ja wahre Meister ihres Genres. So habe ich mich auch mit entsprechenden Erwartungen an die Lektüre begeben und muss sagen, dass sie diese Erwartungen nicht halten konnte. Denn an diese drei Großen kommt Georg Haderer dann doch noch nicht ganz heran.
    Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten. Bei Polizeimajor Schäfer handelt es sich um eine interessante Figur mit allerhand Ecken und Kanten, die frei von Klischees ist und neben der Polizeiarbeit in Kitzbühel auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert wird. Der Fall, in dem er ermittelt, hebt sich mit seiner Skurilität vom Einheitsbrei der Kriminalromane ab und wird bis zum überraschenden Ende von Seite zu Seite spannender.


    Fazit:
    "Schäfers Qualen" ist ein Krimi, der mich zwar nicht vollends mitreißen konnte, aber trotzdem spannend und vor allem "anders" ist und mich auf den 2. Fall von Schäfer freuen lässt.
     :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Über den Autor:
    "Schäfers Qualen" ist das Debüt des 1973 geborenen Georg Haderer. Er lebt in Wien und arbeitet als Werbetexter. Ein weiterer Roman über Polizeimajor Schäfer ist bereits im Entstehen.

  • Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Johannes Schäfer ist knapp über 40 und hat es ziemlich schnell und mit unkonventionellen Mitteln zum Major bei der Kriminalpolizei Wien gebracht. Seine Erfolgsquote ist stark. Das ist auch der Grund, weshalb er von seinem Vorgesetzten ins malerische und berühmte Kitzbühel geschickt wird.


    Dort passieren seltsame Morde. Einer wird auf dem Gipfel ans Kreuz geschlagen, ein anderer Mann bei lebendigem Leibe einbetoniert. Ein dritter Mord sieht wie ein Selbstmord aus. Für Schäfer ist ziemlich schnell klar, das es zwischen diesen Männern eine Verbindung gibt. Doch die unerfahrenen Beamten vor Ort tun sich nicht nur mit den Morden, sondern auch mit der ständigen Abwesendheit Schäfers schwer.


    Aber nicht nur die Morde liegen Schäfer quer im Magen. Offensichtlich macht ihm auch seine eigene Vergangenheit zu schaffen, denn er stammt aus diesem Ort und hat nicht immer die allerbesten Erinnerungen daran.

    Mein Fazit:


    Dies ist der Debüt-Roman von Georg Haderer und der Autor hat uns in der Leserunde begleitet.


    Der Roman hebt sich durch einige Punkte positiv hervor. Zum einen hat der Autor einen ziemlich verschrobenen, aber dennoch sympathischen Charakter mit Johannes Schäfer geschaffen. Er hat seine Stärken und Schwächen und das macht ihn authentisch wie auch glaubwürdig. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren.


    Zum anderen ist die Handlung klassisch und sehr spannend aufgebaut. Die Dialoge sind fetzig und haben Tempo und zeugen von einer gewissen Glaubwürdigkeit. Und die Landschafts-Beschreibungen von Kitzbühel beweisen mir, das der Autor diesen Ort selbst gut kennt. Auch die Einflechtung von kleine Anekdoten zum Ort oder Personen ist durchaus gelungen und löst die Situation etwas.


    Allerdings gibt es zwischendurch auch Passagen mit viel zu langen Sätzen. Diese sind teilweise so unglücklich ausgedrückt, das ich sie zwei- oder dreimal lesen musste, um das alles zu verstehen. Und was bei Krimis häufig der Fall ist, so sind in diesem Roman auch viel zu viele Personen involviert, die irgendwie eine Rolle spielen (könnten). Das ansich macht es ja spannend, wer denn nun der Mörder ist. Es kann aber auch zuweilen sehr verwirrend sein.


    Für ein Erstlings-Werk muss ich jedoch rundum sagen: Sehr gelungen und bekommt daher 4 von 5 Sternchen.


    Veröffentlicht am 07.10.09!

    LG, Elke :wink: 

    • in 2016 gelesen: 83 Bücher/ 30.850 Seiten/ 506 Minuten gehört
    • in 2017 gelesen: 84 Bücher/ 34.387 Seiten/ 20 Hörbücher/ 10.930 Minuten gehört
    • in 2018 gelesen: 22 Bücher/ 7.931 Seiten/ 6 Hörbücher/ 3.483 Minuten gehört/ SuB: 105 Bücher :-, 

    Bücher suchen ein neues Zuhause!

  • Danke für die Rezis. :thumleft: Da bin ich ja schon gespannt darauf, es steht ja schon ein Weilchen auf meiner Liste. :winken:

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

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