Sarah Saxx - Don't kiss your boss

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  • Rezension: „Don’t kiss your boss“ von Sarah Saxx


    Autor/in: Sarah Saxx

    Titel: Don’t kiss your boss

    Reihe/Band: New York Boss, Band 2

    Genre: Liebesroman

    Erschienen: Juli 2021

    ISBN: 978-3964432872


    Transparenz

    Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise von der Autorin zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.


    Klappentext

    „Seine Küsse waren so viel besser, als ich sie mir in meinen kühnsten Träumen ausgemalt hatte. Ich wollte mehr und ahnte gleichzeitig, dass ich mit der ersten Berührung unserer Lippen das Ablaufdatum besiegelt hatte.“

    Gerade als Joleen Turner den Mut findet, ihrem Boss Mason Collins zu zeigen, dass mehr in ihr steckt als das Mauerblümchen im Büro, gerät sie in eine unglaublich peinliche Situation mit ihm. Das wars! Sie ist der festen Überzeugung, niemals von ihm als attraktive Frau wahrgenommen zu werden und ertränkt ihr Schamgefühl in Alkohol.

    Mason Collins staunt nicht schlecht, als er Joleen in der Bar entdeckt. Denn seine sonst so korrekte und zurückhaltende Assistentin hat rein gar nichts mehr mit der Arbeitsbiene zu tun, für die er sie immer gehalten hat. Besonders, als sie ihn völlig überraschend küsst. Von da an sprühen zwischen ihnen gewaltig die Funken. Und obwohl er weder Joleen noch diesen Kuss aus seinem Kopf bekommt, steht für den heißen CEO eines ganz klar fest: Eine Zukunft mit Joleen ist ausgeschlossen …


    Buch-/Reihentitel und Coverdesign

    Im unteren Bereich des Covers ist, wie auch bei Band 1, die New Yorker Skyline abgebildet mit leicht gelb schimmernden Farbabstufungen. Linksseitig ist der Titel dieses zweiten Bandes in einem weiß umrahmten Viereck platziert, wobei das Wort ‚kiss‘ gelb abgedruckt worden ist. Der Rest des Covers ist nahezu vollständig in schwarz gehalten. In der rechten oberen Ecke ist ein Mann in einem Anzug und mit gebundener Fliege um den Hals abgebildet. Seine Haare sind nach oben gestylt, während er einen leicht eingebildeten und nachdenklichen Eindruck vermittelt. Äußerlich hätte er nicht ganz meinen Geschmack getroffen.

    Der Titel selbst wirkt auf mich wie eine Art Arbeitsanweisung im weitesten Sinne. Man darf seinen Chef nicht küssen – vielleicht weil es eine gute Arbeitsgemeinschaft zerstören könnte? Oder gar, weil es sich einfach nicht gehört? Die Aussage dahinter ist auf jeden Fall deutlich zu verstehen.


    Charaktere

    Joleen Turner ist eine kleine Arbeitsmaschine. Sie möchte nach ihrer Leistung und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden, weshalb sie äußerst gewissenhaft arbeitet und ihre weiblichen Vorzüge hinter altmodischer Kleidung versteckt. Joleen ist eine der vier Assistentinnen der Geschäftsführung bei Cunningham Solutions Inc. und liebt ihren Job über alles. Trotz ihrer unscheinbaren Art hat sie seit Ewigkeiten ein Geheimnis, denn sie schwärmt schon seit langer Zeit für ihren Boss. Einzig und allein ihre besten Freundinnen Georgia und Virginia wissen davon und versuchen sie vehement in die Richtung zu schubsen, dass sie mal einen ersten Schritt wagen sollte.

    Mason Collins ist der zweite von vier Geschäftsführern bei Cunningham Solutions Inc., dessen Geschichte wir nun lesen dürfen. Von Beziehungen hält er absolut nichts, weshalb er Frauen meist nur für eine Nacht in sein Leben lässt. In seiner Freizeit ist er viel in Bars und auf Partys unterwegs, denn der Aspekt zu tun können was er möchte ist ihm sehr wichtig. Auch wenn er sich meist hart und gefühlslos gibt, ist er immer für seine Freunde da und auch zu seinen Eltern und seiner Schwester pflegt er eine sehr innige Beziehung.


    Schreibstil und Handlung

    Der Schreibstil von Sarah Saxx war wieder einmal sehr locker und leicht, gleichzeitig flüssig zu lesen, sodass ich regelrecht durch die Seiten der Geschichte geflogen bin und sie wahrscheinlich, wäre es kein Buddyread gewesen, an einem Tag inhaliert hätte. Ich bin immer wieder begeistert, wie gut sie eine Vielzahl an Emotionen mit ihren Worten übermitteln kann und auch das Knistern zwischen Joleen und Mason konnte man äußerst gut erfassen, denn die sexuelle Spannung zwischen den beiden war in ihrer Schilderung sehr intensiv. Diese Übermittlung der Gefühle wurde durch die Erzählperspektive in der ersten Person noch zusätzlich unterstützt und durch die abwechselnden Szenen aus Joleens und Masons Sicht konnte man sich in beide unglaublich gut hineinversetzen und sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzen.

    Ein wenig kontrastreich empfand ich das Erzähltempo der Geschichte, denn der Handlungseinstieg erfolgte recht schnell, was grundsätzlich kein Problem gewesen wäre, hätte man danach nicht das Gefühl gehabt, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt. Auch die Abschlussszenen wurde für meine Begriffe zu schnell abgehandelt, sodass ich mir da mehr Ausgeglichenheit gewünscht hätte.

    Mit einer bunten Mischung aus lockeren humorvollen Dialogen, ordentlich angebrachtem Dirty-Talk und einer intensiven Prise Erotik hat die Autorin wieder mal ein großartiges Formulierungsgeschick bewiesen. Einzig und allein ein bestimmtes Wort (f*****) wurde mir zu oft verwendet, sodass ich irgendwann nur noch mit den Augen rollen konnte. Doch trotz kleinerer bereits genannter Schwächen konnte mich die Autorin mit ihrem Schreibstil erneut überzeugen.

    Besonders gut an „Don’t kiss your boss“ hat mir gefallen, dass bei der Geschichte auf das typische künstliche Abschlussdrama verzichtet worden ist und man sich somit auch keinerlei klassischer Klischees bedient hat. Die Einblicke, die man in die Familien von Joleen und Mason gewinnen konnte, waren unglaublich familiär und harmonisch, konnten insgesamt eine großartige Atmosphäre heraufbeschwören. Auch das Wiedersehen mit Harper und Adrian, sowie anderen Charakteren aus dem ersten Band der „New York Boss“-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Dadurch wurde natürlich auch meine Neugier auf die letzten beiden Geschäftsführer bei Cunningham Solutions Inc. noch viel größer und ich bin sehr gespannt, was es mit ihren Geschichten auf sich haben wird.

    Leider hatte auch die Geschichte für mich ein paar Schwächen, weshalb dieser zweite Band nicht erneut zu einem Highlight geworden ist, wie es beim ersten Band der Reihe noch der Fall gewesen ist. Joleen und Mason waren für mich als Protagonisten nicht so tiefgründig, wie ich es mir erhofft hatte. Bei beiden hatte ich das Gefühl, als hätten wir nur ganz leicht an der Oberfläche gekratzt, weshalb ich nicht so eine innige Verbindungen zu ihnen aufbauen konnte, wie es z. B. bei Harper und Adrian der Fall gewesen ist. Insgesamt empfand ich die Beziehung zwischen Joleen und Mason auch nicht sonderlich innig, denn für meinen Geschmack lag der Fokus ein bisschen zu sehr auf den körperlichen Aspekten einer Partnerschaft. Besonders aufgeregt hat mich allerdings, dass Mason in dem was er sagt und was er letztendlich denkt absolut nicht gefestigt gewesen ist. Während er das Eine zu Joleen sagt und man ihm sehr gerne Glauben schenken möchte, denkt er innerlich etwas ganz Anderes, was ihn für mich mehr zu einem Lügner gemacht hat, als zu der eigentlich sehr offenen und direkten Person, die man kennengelernt hat.


    Fazit

    Eine tolle Reihenfortsetzung mit einer Vielzahl neuer Einblicke, die die Lust auf weitere Geschichten der „New York Boss“-Reihe vorantreibt. Zwar gab es in diesem Band ein paar kleinere Schwächen, weshalb die Geschichte für mich auch kein Highlight geworden ist, die im Großen und Ganzen mein Lesevergnügen bei Joleen und Mason aber nicht geschmälert haben.


    Bewertung: 4 YYYY von 5 Sternen

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