Björn Larsson - Was geschah mit Inga Andersson? / Den sanna berättelsen om Inga Andersson

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  • Der Autor (Quelle: Goldmann): Björn Larsson wurde 1953 in Jönköping geboren. Als leidenschaftlicher Segler verbringt er die Sommer auf seinem Boot. Ansonsten lehrte er lange Jahre lang französische Literatur an der Universität von Lund.


    Klappentext (Quelle: Goldmann): Die Soziologin Inga Andersson hat sich auf die Bekämpfung geheimer Organisationen spezialisiert. Als sie nur knapp einem Anschlag entgeht, zieht sie sich in einen kleinen Fischerort an der dänischen Küste zurück, wo sie inkognito lebt. Dennoch nimmt sie die Einladung zu einer Konferenz in Frankreich an. Unterstützung erhält Inga von dem Schriftsteller Anders Ingesson, der von der intelligenten Frau fasziniert ist. Für die Tagung bereitet Inga einen Vortrag über die amerikanische Geheimorganisation NSA vor, die in der Lage ist, mit ihrem „Echelon“-System jeden überall und zu jedem Zeitpunkt abzuhören.
    In Frankreich trifft Inga den amerikanischen Professor Frank Clifford, der auch an der Konferenz teilnimmt. Clifford überredet Inga, ihren Vortrag nicht zu halten, sondern ihn stattdessen später in einer amerikanischen Zeitschrift zu veröffentlichen. Obwohl Inga das Gefühl hat, dass Clifford etwas zu sehr an ihrem NSA-Artikel interessiert ist, lässt sie sich auf eine Affäre mit dem geheimnisvollen Mann ein. In der Zwischenzeit hat Anders Ingesson in Menwith, England, riesige Abhöranlagen entdeckt, deren Existenz Inga bisher nur vermutete. Ingesson reist nach Frankreich, um Inga vor Clifford zu warnen. Doch Inga hört nicht auf ihn – bis sie Cliffords Papiere entdeckt und auf ein dunkles Geheimnis stößt.


    Schwedische, deutsche, französische und italienische Ausgaben:

    • Die schwedische Originalausgabe „Den sanna berättelsen om Inga Andersson“ erschien zuerst 2002 bei Norstedts in Stockholm (330 Seiten).
    • Die deutsche Übersetzung aus dem Schwedischen besorgten Lotta Rüegger und Holger Wolandt. Sie erschien 2006 als „Was geschah mit Inga Andersson?“ im Wilhelm Goldmann Verlag, München (352 Seiten).
    • Die französische Übersetzung besorgte Philippe Bouquet. Sie erschien 2002 als „La véritable histoire d'Inga Andersson“ bei Bernard Grasset in Paris (330 Seiten).
    • Die italienische Übersetzung besorgte Katia De Marco. Sie erschien 2005 als „Il segreto di Inga“ mit einem Nachwort von Paolo Lodigiani bei Iperborea in Mailand (336 Seiten).

    Meine Einschätzung:

    Sowas wie ein moderner Spionageroman aus Schweden: Eine junge Soziologin, die sich mit Sekten, Neonazis und Geheimdiensten beschäftigt, schreibt für eine Tagung einen Vortrag, in dem sie bewusst Fakten und Fiktion rund um die Abhöraktionen der NSA vermischt und einen „inneren Raum“ des US-Geheimdienstes beschreibt, der eine quasi noch geheimere, völlig unkontrollierte Organisation innerhalb der Organisation darstellt. Mit diesem Bluff, um abzuchecken, ob sich durch ihre teilweise anhand von Vermutungen erdachten Enthüllungen schlafende Hunde weckt, will sie feststellen, ob sie der richtigen Spur folgt. Die schlafenden Hund werden nicht nur wach, sondern gebärden sich sogar ziemlich bissig...

    Ein in ruhigem Tonfall geschriebener, leichter Roman, der mit der Zeit sehr spannend und melodramatisch wird, und dabei auf eine anregend spielerische, nicht über-technisierte, sondern dezent intellektuelle Art und Weise aktuelle Themen berührt - und das noch weit bevor das Treiben des US-Geheimdienstes NSA hierzulande im großen Stil bekannt war; die nicht zuletzt dank Edward Snowden aufgedeckte globale Überwachungs- und Spionageaffäre der NSA drang erst 2013 in das Bewusstsein der medialen Öffentlichkeit.

    Jenseits all dieser der Wirklichkeit gut abgelauschten Themen, zeichnet sich der Roman durch toll geschriebene Figuren aus, mit denen ich mich sehr schnell verbunden fühlte. Von mir also eine ernsthafte Leseempfehlung ganz fern aller schwedischen Krimi-Stereotypen. :thumleft:

    Roberta Ann McAvoy "Raphael" (83/252)

    Tove Jansson "Eine drollige Gesellschaft" (54/194)


    Jahresbeste: Drury (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 61 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Grady Hendrix "Paperbacks from Hell" (24.4.)

  • Die schwedische Originalausgabe „Den sanna berättelsen om Inga Andersson“ erschien zuerst 2002 bei Norstedts in Stockholm (330 Seiten).

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  • Die französische Übersetzung besorgte Philippe Bouquet. Sie erschien 2002 als „La véritable histoire d'Inga Andersson“ bei Bernard Grasset in Paris (330 Seiten)

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  • Die italienische Übersetzung besorgte Katia De Marco. Sie erschien 2005 als „Il segreto di Inga“ mit einem Nachwort von Paolo Lodigiani bei Iperborea in Mailand (336 Seiten).

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