Naomi Novik - Tödliche Lektion / A Deadly Education

  • Kurzmeinung

    Enigmae
    leider sehr langatmig und relativ ereignislos mit einer unsympathischen Protagonistin
  • Kurzmeinung

    Cordi
    Interessante & spannende Story mit leicht skurrilem Humor, mit der man erstmal warm werden muss.
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  • Buchbeschreibung


    Eine Magierschule, in der Versagen den sicheren Tod bedeutet...

    Scholomance ist eine Magierschule, wie es sie noch nie gegeben hat: keine Lehrer, keine Ferien, Freundschaft nur als Mittel zum Zweck und sehr ungleiche Überlebenschancen. Es gibt nur zwei Wege heraus aus der Schule - die Abschlussprüfung oder den Tod.

    Galadriel, genannt El, ist bestens vorbereitet auf dei Gefahren der Schule: Sie hat zwar niemanden, der ihr hilft, aber eine starke dunkle Gabe, mit der sie problemlos auf einen Schlag die Monster auslöschen könnte, die überall in der Schule lauern. Aber das würde auch ihre Mitschüler treffen. Anders als der unerträgliche Schulstar Orion, der ständig Leben rettet, tut El deshalb alles, um diese Gabe nicht zu nutzen - es sei denn, sie hat keine ander Wahl.


    Über die Autorin

    Naomi Novik wurde 1973 in New York geboren und ist mit polnischen Märchen, den Geschichten von Baba Yaga und den Büchern von J.R.R. Tolkien aufgewachsen. Sie hat englische Literatur studiert, im Bereich IT-Wissenschaften gearbeitet und war außerdem an der Entwicklung von äußerst erfolgreichen Computerspielen beteiligt. Doch dann erkannte Naomi Novik, dass sie viel lieber schreibt als programmiert. So machte sie sich daran, ihren Debüt-Roman zu schreiben, mit dem sie sofort die Herzen von Kritikern und Lesern gleichermaßen eroberte: "Drachenbrut", den ersten ersten Band um die Feuerreiter Seiner Majestät. Naomi Novik lebt mit ihrem Mann und sechs Computern in New York.


    Reiheninformation

    Scholomance - Tödliche Lektion (Band 1)

    Scholomance - Der letzte Absolvent (Band 2)

    Scholomance - Die goldenen Enklaven (Band 3)


    Meine Meinung

    Wenn ich jetzt behaupten würde, das Buch hat mich sofort in seinen Bann, wäre das eine riesengroße Lüge. Die ersten Kapitel habe ich verhalten gelesen, ich musste das Buch immer wieder zur Seite legen und hatte auch keinen wirklichen Drang es weiterzulesen. Nur langsam wurde mir klar, dass ich Zeit gebraucht habe um mich auf die düstere Grundstimmung des Buches einzustellen. Auch der Schreibstil ist weniger leicht, als ich es von einem Jugendbuch erwartet hätte. Doch als es mir gelungen ist, mich auf das Buch einzulassen, ist mir klar geworden, dass ich soetwas noch nie gelesen habe. Und das meine ich ausschließlich positiv.

    Als Leser begleitet man Galadriel, genannt El, durch ihren Schulalltag an der Scholomance. Jeder Tag ist ein Kampf ums reine Überleben. Überall lauern Gefahren durch alptraumhafte Gestalten. Auf die Schule, die sehr lebendige Züge hat, ist auch kein Verlass. Und noch weniger auf die Mitschüler, von denen jeder nur auf sein eigenes Überleben aus ist. El wird als Anti-Heldin aufgebaut, die sich dank ihrer mächtigen dunklen Gabe noch zusätzlich als Außenseiterin sieht. Sie sieht das Leben negativ und ist ziemlich sarkastisch, was zusätzlich zur düsteren Gesamtstimmung beiträgt. Ihr Gegenspieler ist der Schulheld Orion, der ihr und anderen Schülern immer wieder das Leben rettet. Letztendlich müssen sich die beiden zusammenraufen, aber mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.

    Die beschriebene Welt der Magie war äußerst faszinierend. Interessante Spezialisierungsrichtungen, man wirkt Magie nicht ausschließlich durch Beschwörungen, sondern es ist häufig auch noch ein praktischer Anteil dabei. Mana muss man sich hart erarbeiten, außer man wechselt auf die dunkle Seite. Aber will man das wirklich?


    Zusammenfassung

    Was für ein Buch, wirklich epische Dark-Fantasy. Nachdem ich mich auf das Buch einlassen konnte, hat es mich nicht mehr losgelassen. Das Grauen, das die Schüler jeden Tag erleben, trieft aus den Seiten und man leidet auf jeder Seite mit. Klare Leseempfehlung für alle Freunde von Magierschulen und Jugendbüchern. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Naomi Novik - Scholomance: Tödliche Lektion“ zu „Naomi Novik - Tödliche Lektion / A Deadly Education“ geändert.
  • Klingt ja sehr vielversprechend.

    Vorher will ich von Frau Novik aber nochmal die Drachen-Reihe rund um William Lawrence und Temeraire lesen - die feier ich nämlich total! ''Das dunkle Herz des Waldes'' gefiel mir ähnlich gut, auch wenn es in eine ganz andere Richtung ging. Und ''Das kalte Reich des Silbers'' steht bei mir noch aus.


    Da kann ich also noch ruhig warten (und eine Menge lesen) bis die anderen Teile von ''Scholomance'' erschienen sind.

  • Der Auftakt einer spannenden, abenteuerlichen und fesselnden Trilogie!




    Inhalt:


    Für El beginnt das dritte Jahr an der Scholomance, einer Magierschule ohne Lehrer, ohne Ferien und mit sehr geringen Überlebenschancen. Die Schule steckt voller Gefahren, nicht einmal im eigenen Zimmer oder im Duschbereich ist man in Sicherheit! Die mächtigen und beliebten Zaubererschüler leben in Enklaven zusammen, um sich gegenseitig zu schützen.


    Doch El ist eine Außenseiterin und muss sich ständig in Acht nehmen, um nicht von einem Monster erschlagen zu werden.


    Orion, ein Junge aus der New York Enklave, der mächtigsten der Welt, ist das genaue Gegenteil von ihr. Er ist beliebt und rettet ständig das Leben seiner Mitschüler. Doch ein Problem entsteht dabei. Immer mehr Monster tauchen auf der Suche nach Fressen in der Schule auf. Das Grundkonzept von Scholomance sieht nämlich vor, dass ein großer Teil der Schüler, meist jene die keiner Enklave angehören, im Laufe ihrer Ausbildung gefressen werden.



    Fazit:


    Vor allem das Cover und der spannende Klappentext haben mein Interesse für dieses Buch geweckt. In dem Buch gibt es einige wunderbare Illustrationen von der Schule, die beim Lesen sehr hilfreich sind.


    Die Geschichte wurde grandios geplant. Von den ganzen Details bis hin zu dem durchgeklügelten Schulsystem! Durch Zufall habe ich herausgefunden, dass die Scholomance eine sagenumwobene Schule der schwarzen Magie, die angeblich vom Teufel betrieben wurde, war. Ich finde es großartig, dass die Autorin eine „Legende“ aus der Geschichte aufgegriffen hat und sie in ihre Geschichte eingebaut hat!


    Der Schreibstil ist gut, allerdings fand ich die Monologe ab und zu etwas zu lang. Außerdem ist es etwas ungewöhnlich, dass die Kapitel eine Länge zwischen dreißig und sechzig Seiten hatten. Allerdings dürfte dies auch ein Grund gewesen sein, weshalb ich das Buch innerhalb von zwei Tagen beendet habe. Am Anfang wusste ich nicht so ganz, was ich von dem Buch halten sollte. Doch am Ende konnte es mich vollkommen überzeugen. Vermutlich wird es anderen Lesern ähnlich gehen. Daher mein Tipp: Lest das Buch wirklich bis zum Ende. Ich bin mir sicher, es wird euch gefallen.


    Ich bin schon sehr gespannt, wie es im zweiten Teil weitergehen wird!


    Das Buch würde ich ab einem Alter von vierzehn Jahren empfehlen.

  • Was passiert, wenn man Bücher wie „Harry Potter“ und „Tribute von Panem“ vermischen würde? Vermutlich würde eine Reihe wie „Scholomance“ daraus entstehen. Egal ob ihr jetzt schon begeistert seid, oder eher vorsichtig, was Fantasy angeht, empfehle ich euch, weiterzulesen und einen Blick auf dieses Buch zu werfen. Es lohnt sich…


    Aber wo fange ich nur an?! Als erstes sollte man wisse, dass die Scholomance eine Art Internat ist, seine Schüler sind Hexen und Zauberer. Vom 9. Bis 12. Schuljahr leben und lernen sie auf der Scholomance, völlig abgeschieden vom Rest der Welt. Ein Entkommen gibt’s erst durch die Abschlussprüfung nach der 12. Klasse- wenn man es denn überhaupt bis dahin schafft und nicht vorher schon einen frühen Tod stirbt.


    Denn die Scholomance steckt voller Mals, die kann man sich etwa vorstellen wie Monster. Ihr einziges Ziel ist es, die jungen Hexen und Zauberer umzubringen. Das Ziel der Scholomance ist es, die Schüler gegen dies zu wappnen. Alles, was man in dieser Schule lernt, hat irgendetwas mit Zauberei und Magie zu tun.


    Das sollte soweit genügen, um ein ungefähres Bild zu haben. Ich halte mich bewusst so knapp wie möglich, denn um alles zu verstehen, sollte man das Buch selbst lesen. Und ihr werdet sehen, es kommen noch so viel mehr Details und Feinheiten dazu. Ich möchte an der Stelle deshalb schon einmal festhalten, was für eine beeindruckende Leistung die Autorin mit Blick auf ihr großartiges World-Building erbracht hat.


    Aber das werdet ihr selbst schnell merken, wenn El euch in ihre Welt mitnimmt. Wer El ist? Die Protagonistin dieser Reihe und wahrscheinlich die coolste, die man sich vorstellen kann. In jeder Hinsicht ist El eine beeindruckende Figur: Mutig und tapfer, begabt und doch genügsam, clever, fit und scharfsinnig. Ob man sich in so einer Heldin nun wiedererkennen kann oder nicht, man hat kein Problem sich in sie hineinzuversetzen. Und noch leichter fällt es einem, El von Anfang an gern zu haben. Wofür ich sie übrigens am meisten liebe, ist ihr Humor: absolut trocken und von Sarkasmus nur so triefend.


    Es ist kurz vor Schuljahresende, bald kommt El also in die Abschlussklasse. Doch das ist sehr beängstigend, weil man nur eine Chance hat, sie bestehen zu können, sprich sie zu überleben, wenn man Teil eines Bündnisses mit anderen Schülern ist. Was bei El nicht der Fall ist, da sie ihre Zeit auf dem Internat bisher eigentlich nur damit verbracht hat, andere (auf die unhöflichste Weise) auf Abstand zu halten. Ein Plan muss her, damit sie die anderen von ihrer beeindruckenden Zauberkraft in Kenntnis setzen kann.


    Problem: El ist zwar unfassbar mächtig, aber verbietet ihr Gewissen es ihr praktisch, ihre Kraft auszunutzen. Und dann wäre da noch Orion, der ihr jede Chance vermasselt, weil er ihr ständig das Leben rettet und sie so nie dazu kommt, sich selbst zu beweisen…


    Orion ist die wichtigste Nebenfigur des Buches, eher sogar der Antagonist. Ich hatte ihn sofort gerne, wegen seiner unerwartet unbeholfenen Art, für die man ihn einfach lieben MUSS. Dennoch bleibt er lange ein Rätsel, dessen Lösung ihr selber herausfinden solltet;-) Wobei es im zweiten Band wohl noch spannender wird, was Orion angeht. Aber alles was ihr soweit zu ihm wissen müsst: Orion ist großartig.


    Nun ist mir noch wichtig, ein wenig über den Schreibstil zu sprechen, weil er einzigartig ist. Das Buch wird komplett von El erzählt, und wie erwähnt, sie ist absolut sarkastisch. Also, Überraschung, so ist auch der Schreibstil. Eigentlich sollte man meinen, der Alltag, das Leben auf der Scholomance sollte beängstigend wirken. Schließlich muss man als Schüler dort mehr als nur vorsichtig sein: Im Essen, dem Abfluss, der Dusch, unterm Bett, an der Decke- überall lauert tödliche Gefahr. Aber El erzählt das so beiläufig, dass man es nach weniger Seiten einfach als normal empfindet. Mehr noch: Man muss sogar darüber lachen, denn Els Erzählungen sind einfach urkomisch.


    Und darüber hinaus habe ich quasi jedes einzelne Wort von ihr verschlungen, es mir aber gleichzeitig auf der Zunge zergehen lassen. Zugegeben, der Schreibstil ist definitiv anspruchsvoll. „Kopfloses“ lesen kann man vergessen, man muss ständig hochkonzentriert bei der Sache sein. Aber das fällt eigentlich gar nicht schwer, weil das Buch einfach so interessant ist. Und eine Sorte für sich. Ich meine, dass hier ist ein Fantasy-Roman, man erwartet also extreme Spannung. Aber so ist Scholomance nicht. Zurecht, weil es durch anderes überzeugt. Sicherlich, man merkt, dass die Spannung im Laufe der Story zunimmt, aber sie ist es nicht, was das Buch ausmacht.


    Vielmehr hängt man wie gebannt an Els Lippen. Etwa, wie wenn man dem scheinbar allwissenden Großvater zuhört, der soviel gesehen und gehört hat, dass er tausende Geschichten zu erzählen hat. So ist das auch bei El. Sie überschüttet einen mit Wissen, und schweift dabei auch gern mal ab. Sie ist zum Beispiel auf dem Weg in die Bibliothek, schweift in ihrer Erzählung dann aber für 5 Seiten zu einem Bericht über ein Staubkern unter ihrem Bett ab. Aber das macht einem gar nichts aus, weil man alles, was man liest in sich aufsaugt, als wäre man ein Schwamm. Komischer Vergleich, aber ich möchte damit einfach sagen, wie brillant das Buch geschrieben ist.


    Besonders ist übrigens auch der Schluss. Ein Fantasyroman endet meist gerade an der spannendsten (Kampf)Szene des ganzen Buches, ein fieser Cliffhänger also. Und ja, Scholomance hat einen Cliffhänger, aber er ist eher… angenehm. Man merkt, dass die Stimmung in Band 2 eine andere sein wird, freut sich schon darauf, aber das Ende ist auch für alle, die Cliffhänger nerven, annehmbar;-)


    Fazit:


    Eigentlich bin ich nicht besonders verrückt nach Fantasy-Büchern. Aber wenn ich dann mal eines entdecke, das mich interessiert, ist es um mich geschehen. Und so war es auch bei Scholomance. Ich bin unfassbar froh, diesen ersten Band der Reihe gelesen zu haben, denn jeder, der das nicht tut, verpasst auf jeden Fall etwas. Außerdem habe ich schon das Gefühl, eine neue Lieblingsreihe entdeckt zu haben und kann daher kaum erwarten, dass der nächste Band erscheint. Bis dahin werde ich höchstwahrscheinlich Band 1 noch ein paarmal lesen, und das möchte ich euch auch empfehlen: Lest dieses Buch. Für mich ist es ein absolutes 5-Sterne-Highlight und Lieblingsbuch.

  • Ich frage mich gerade, warum das nicht schon längst auf meinem Wunschzettel steht!

  • Die Scholomance ist keine normale Magierschule – das muss auch Galadriel, genannt El schmerzhaft feststellen. Denn in dem unterirdischen, dunklen Gewölbe gibt es keine Lehrer und keinen Stundenplan; nur Schüler, die sich gegenseitig bekämpfen, um bis zum Abschlussjahr zu überleben. El war dabei stets eine Außenseiterin und bisher hat ihr nie eine der so genannten Enklaven, also die Magiergilden, einen Platz in ihren Reihen angeboten – dabei schlummern in ihr ungeahnt mächtige Kräfte. Nur der absolute Held der Scholomance, Orion, weicht ihr seit neustem nicht von der Seite und versucht ständig, ihr Leben zu retten. Vielleicht kann sie das ja zu ihrem Vorteil nutzen? (Zumindest, wenn sie ihn nicht vorher aus Genervtheit umbringt…)

    Ich muss zugeben, dass ich zunächst keinen richtigen Zugang zu diesem Buch gefunden habe. Man wurde recht plötzlich in die Handlung geworfen, ohne Kenntnis der Welt, des magischen Systems und auch der Scholomance an sich. Auch nach der letzten Seite bleiben noch viele Fragen hierzu offen und das ist auch mein einziger Kritikpunkt. Ich wüsste gerne einfach viel mehr über die drei Magierklassen, die Kreaturen, die die Scholomance bevölkern und über die „richtige“ Welt außerhalb der Schule.

    Absolut lesenswert macht das Buch jedoch Protagonistin Galadriel. Ihr zarter, elfengleicher Name steht in Kontrast zu ihrem Wesen. El ist furchtlos, stark, laut, schnippisch und eigentlich immer wütend. Ihre Kommentare zu allem, was in der Schule passiert, ihre Abneigung gegen jegliche Form von Ungerechtigkeit und ihre Immunität gegenüber Orions Charme sind herrlich und tragen die Handlung ungemein voran. Selten habe ich eine Figur erlebt, die mir so sympathisch war – sie spricht ungefragt alles aus, was sie stört: herrlich!

    Auch das Konzept der Scholomance an sich ist wirklich interessant. Zu Beginn ihrer Ausbildung zieht die Schule die Neuankömmlinge gegen ihren Willen ein und schon von diesem ersten Moment an müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Dark Academia meets Battle Royale könnte man sagen. Und das macht unglaublich Lust auf Bannd zwei, der zum Glück schon im Oktober erscheint! :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

  • Meine erste Rezension :huhu: Soll ich den englischen Text eigentlich übersetzten?

    Inhalt (Quelle: Amazon)

    There are no teachers, no holidays, friendships are purely strategic, and the odds of survival are never equal. Once you're inside, there are only two ways out: you graduate or you die.
    El Higgins is uniquely prepared for the school's many dangers. She may be without allies, but she possesses a dark power strong enough to level mountains and wipe out untold millions - never mind easily destroy the countless monsters that prowl the school.
    Except, she might accidentally kill all the other students, too. So El is trying her hardest not to use it . . . that is, unless she has no other choice.


    Anmerkungen zu Sprache und Gestaltung

    Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und weiß deshalb leider nicht, ob und in wie weit manche Eigenbegriffe in der deutschen Ausgabe übersetzt wurden.

    Das Cover finde ich wunderschön, es ist nicht überladen und wirkt trotzdem elegant und rätselhaft, genau wie die Geschichte an sich. Auch die Illustrationen am Ende des Buches fand ich wunderbar. Naomi Noviks Stil ist wie gewohnt sehr angenehm zu lesen, auch im englischen Original. Um alle Feinheiten zu verstehen sollte man aber schon relativ gut Englisch verstehen.


    Charaktere

    Die Protagonistin Galadriel (El) ist mir sehr sympathisch geworden. Am Anfang des Buches kämpft sie noch darum, selbständig zu überleben und kalkuliert ständig, was für Vorteile ihr gewisse Handlungen/Freundschaften/Dinge bringen, ohne jedoch komplett kaltschnäuzig zu wirken. Man merkt, dass sie trotz schroffem Gehabe eigentlich nicht so gerne allein ist, und auch Angst haben kann, womit sie keineswegs eine alle anderen überstrahlende Heldin ist. Sie steht aber für sich (und später ihre Freunde) ein und bleibt ihren Prinzipien treu - egal was andere von ihr halten. Wobei ich schon sagen muss, dass mich die Wahl ihres Namens anfangs ein wenig vor Rätsel stellte, denn Galadriel ist ja eigentlich aus dem Herr-der-Ringe-Universum bekannt.

    Orion Lake ist ein verträumter, übermäßig optimistischer Charakter, der zum Glück nicht übertrieben in seinem Willen, alle und jeden zu Retten wirkt.

    Andere wichtige Personen (wie Aadhya und Liu) werden im Laufe des Buches stetig ausgebaut und wurden deshalb erst gegen Ende für mich wirklich greifbar.


    Worldbuilding/Atmosphäre

    Geschichten über Zauberschulen die in unserer Zeit spielen sind immer der Gefahr ausgesetzt, dass sie zu stark wie Hogwarts wirken könnten - aber die Schoolmance ist etwas ganz und gar Eigenständiges. Schon allein aufgrund der Tatsache, dass es dort keine Lehrer gibt und man nicht einfach wieder rauskommt. Man hat ständig ein Gefühl der Bedrohung und der harte Alltag in dieser Schule so gänzlich anders wie jeder anderen und die grausam wirkende neutrale Einstellung der Protagonistin zu den Todesraten von Mitschülern wird perfekt dargestellt, genauso wie ein Rätsel um die Schule an sich aufrechterhalten wird. Einerseits wirkt sie einfach wie ein Gebäude, dass magischen Regeln folgt, andererseits bekommt man fast das Gefühl, die Schule sei eine eigenständige Entität, die den Schülern gegenüber nicht unbedingt wohlgesinnt ist.

    Auch die Struktur der Zaubererwelt mit den Enklaven bringt neue Aspekte, genauso wie die Mals. Manche von diesen Wesen sind sehr schauerlich (ich fand besonders die maw-mouths und siren-spiders angsteinflößend). Das Magiesystem mit mana und malia wurde verständlich erklärt, bloß was eine affinity für Folgen hat ist mir nicht ganz klargeworden.


    Handlung

    In der ersten Hälfte des Buches wusste ich nicht wirklich, wohin sich das Buch entwickelt. Als Leser begleitet man Galadriel bei ihrem Überlebenskampf, aber ein übergeordnetes Ziel (mal abgesehen davon aus der Schule lebend wieder rauszukommen) an dem sich die Handlung orientiert, war für mich nicht erkennbar. Vielleicht hat es mich auch einfach überrascht, dass es in dieser Fantasy-Geschichte keinen offensichtlichen Bösewicht gab.


    Fazit

    "A deadly education" hat mich absolut in den Bann gezogen - auch wenn der Cliffhanger am Ende fies war. Zum Glück erscheint Band drei schon diesen Herbst, dann kann ich weiterlesen.

    Absolute Leseempfehlung!

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