Luca Jaro - Die Verfluchten.Lucius und Lyra

  • Inhalt

    »Lyra lässt sich von mir führen. Ich drehe sie im Kreis herum. Ihr rotes Kleid wirbelt um ihren filigranen Körper, während ihre dunklen Augen noch immer prüfend auf mir liegen. ›Du bist ein besserer Tänzer, als man das von einem wie dir erwartet, Lucius.‹ Sie scheint keine Angst vor mir zu haben«

    Die Kadask jagen den Todesengel Lyra, um sich ihrer Macht zu bedienen. Lyra jedoch fürchtet sich vor der Kraft ihrer Gabe, der Gabe des Todes. Sie versucht alles, um ihrem ausgesandten Häscher Lucius zu entkommen. Als sie schließlich doch in die Hände der Kadask fällt, muss sie erkennen, dass Lucius und sie ein gemeinsames Schicksal erleiden könnten. Zerrissen zwischen ihren Gefühlen zu Lucius und ihrem Drang nach Freiheit muss Lyra sich entscheiden.


    Meinung

    Ich habe relativ lange keinen Fantasyroman mehr gelesen. Die Geschichte von Lucius und Lyra hörte sich aber interessant an. Also habe ich die Geschichte gelesen und sie hat mir insgesamt gut gefallen. Ein paar Punkte möchte ich kritisieren, aber der Reihe nach. Am Anfang des Buches wird man sofort ins Geschehen geschmissen, das hat mir auf den ersten
    Seiten ein paar Startschwierigkeiten bereitet. Da Lyra mir dann aber sofort sympathisch war flogen die nächsten Seiten nur so dahin. Lyra wirkt im ersten Aufeinandertreffen mit Lucius so ganz anders als im restlichen Roman. Das hat mich etwas irritiert, aber nur anfänglich. Lyra weckte in mir als Leser absoluten Beschützerinstinkt, zumal man recht schnell merkt das sie komplett auf sich gestellt ist. Warum das so ist erfährt der Leser später. Lucius und Co ist eher undurchschaubar. Auch wenn ich definitiv nicht damit gerechnet habe, wie sich dieser Charakter im Buch noch entwickeln wird. Während die erste Hälfte eher eine Liebesgeschichte ist und es um die Annäherung zwischen Lyra und Lucius geht, kommt im zweiten Teil Action auf und
    einige Überraschungen folgen ebenfalls. Da ist es mir dann auch wirklich schwer gefallen das Buch wegzulegen.

    Im ersten Teil der Geschichte bin ich über einige Formulierungen und Geschehnisse gestolpert die sich wiederholt haben und den Lesefluss gestört haben. Im zweiten Teil wurde das deutlich besser.Die Fantasyelemente waren sehr gut veranschaulicht und verständlich beschrieben. Ich konnte mir alles gut vorstellen und fand die verschiedenen
    Fähigkeiten der Verfluchten sehr cool. Ich fand, das es teilweise doch wirklich sehr brutal zuging, aber das wurde auch nicht übertrieben beschrieben. Es ging für mich als Leser grade so noch…
    Für mich auch eine neue Erfahrung, da ich bisher weniger brutale Bücher gelesen habe. Es nimmt jetzt aber auch nicht überhand, also ich würde sagen es ist alles gut gemischt.

    Was ich leider nicht wusste ist, dass dieses Buch der erste Teil einer Reihe ist. Das Ende ist entsprechend fies und ich hoffe ich muss nicht zu lange auf den zweiten Teil warten. Vorhersehbar ist das nämlich für mich so garnicht, ich bin sehr gespannt in welche Richtung sich das Ganze entwickeln wird.

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    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)