Ignatz Basile- Die Hexe von Rodenbach

  • Buchdetails

    Titel: Die Hexe von Rodenbach


    Band 1 der

    Verlag: Books on Demand

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 296

    ISBN: 9783735761835

    Termin: August 2014

  • Bewertung

    1 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Die Hexe von Rodenbach"

    Rodenbach in den Jahren 1605 bis 1628. Das Dorf leidet unter der großen Pest und den Auswirkungen des 30jährigen Krieges mit Tod und Verwüstung. Außerdem ist es die hohe Zeit des Hexenwahns, von dem auch Rodenbach nicht verschont bleibt. Ein Dorf kämpft ums Überleben. Der spannende Roman spielt in dieser Zeit und basiert auf der wahren Geschichte Rodenbachs, des kleinen Dorfes im Kinzigtal in der Nähe der Festung Hanau. Alle Gegebenheiten entsprechen den Tatsachen, wie sie von Historikern an Hand der Kirchenunterlagen zusammengetragen und veröffentlicht wurden. Der Autor schildert das Leben von Agnes, der Schustertochter, vor diesem Hintergrund. Agnes ist die Heilerin von Rodenbach und kämpft hier gegen die große Pestepidemie, rettet viele Menschen und hat auch große Verluste. Sie selbst ist unglücklich verliebt und widersteht allein allen Schwierigkeiten. Sie erlebt die Flucht der Rodenbacher nach Hanau, den Beginn des 30jährigen Krieges sowie die Intrigen eines grausamen Widersachers. Agnes hat wirklich in Rodenbach gelebt. Die geschilderten Örtlichkeiten wie Hanau, Oberrodenbach, Somborn, Hof Trages entsprechen den Tatsachen. Lassen Sie sich in Rodenbachs echte Vergangenheit entführen. Sie werden gefesselt sein. Das große Sterben, Mord, Vergewaltigung, Vertreibung, Liebe und Verzweiflung werden Sie in ihren Bann ziehen. Agnes, die Heilerin, wird Ihnen ans Herz wachsen und Sie werden mit ihr leben, lieben und leiden. Ein Buch, das Sie nicht mehr aus der Hand legen wollen, bis Sie Agnes’ ganzes Leben erfahren haben. Ein historischer Roman aus der Dunkelheit des beginnenden 17. Jahrhunderts mit Pest, Krieg und Hexenwahn.
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  • Inhalt:

    In dem Roman die Hexe von Rodenbach geht es um Agnes, die Heilerin von Rodenbach bei Hanau im 17. Jahrhundert. Sie erlebt die Pestepidemie und den Beginn des 30 Jährigen Krieg, sowie die Hexenverfolgung. Wir lernen sie als Kind kennen und begleiten sie durch ihr Leben als Heilerin und wie sie allen Schwierigkeiten trotzt.

    Die Örtlichkeiten und die Handlung beruhen auf Tatsachen.



    Meine Meinung:

    Ich muss zugeben, bei diesem Buch fällt es mir schwer eine Objektive Meinung zu schreiben. Das liegt daran, dass mich das Buch einfach komplett enttäuscht hat. Mir wurde dieses Buch geschenkt, weil ich selbst in dem Ort Rodenbach bei Hanau aufgewachsen bin. Ich habe mich auf eine spannende Geschichte gefreut, bei der ich alle Schauplätze kenne. Die Beschreibung der Orte ist auch gut gelungen und ich wusste immer, wo genau wir uns gerade befinden, jedoch kommt hier schon der erste Minuspunkt. Die Legende über das Kloster St. Wolfgang ist so, wie sie im Buche erwähnt wird nicht korrekt, was ich durch einige Nachforschungen herausgefunden habe. Das beißt sich demnach ein bisschen mit der Aussage "alle Gegebenheiten entsprechen den Tatsachen".

    Leider bleibt dies nicht der einzige Minuspunkt. Nicht nur wird eine Falsche Legende erzählt, sondern historisch Falsche Fakten verbreitet. Als Agnes gegen die Pest kämpft wird schon von Bakterien als Ursache der Pest geredet (1623!). Die ersten Bakterien wurden 1676 entdeckt und erst 1876 wies Koch wirklich den Zusammenhang zwischen Bakterien und Krankheiten nach.

    Aber solche kleinen Fehler könnten übersehen werden, wenn der Schreibstil und die Geschichte an sich sehr gut sind. Doch auch hier muss ich leider sagen, gefällt mir das Buch überhaupt nicht. Man baut keine Verbindung zu den Charakteren auf, was auch daran liegt, dass keine Tiefe in die Charaktere gebracht wird. Generell erinnert mich der Schreibstil eher an einen Aufsatz eines 12 Jährigen. Das liegt daran, dass der Autor viele kurze Sätze verwendet und Situationen nicht genau beschreibt, sondern nur Ereignis auf Ereignis erzählt. Beschreibungen der Szene werden kaum verwendet, außer an unpassenden Stellen, wenn der Autor den wohlgeformten Körper eine Frau auf leicht sexuelle Weise bei einer Pestuntersuchung beschreibt. Und leider hört hier die Kritik nicht auf. Die Sprache, bzw. wörtliche Rede ist nicht sehr authentisch für die gewählte Zeit, was mich doch sehr gestört hat.

    Doch das Hauptproblem sehe ich wirklich darin, dass viele Ereignisse geschehen, diese aber wirklich nur kurz angerissen und hingeklatscht werden und man deswegen überhaupt nicht in die Geschichte hinein kommt. Auch das Thema Hexenverbrennung, was ich bei dem Titel angenommen habe, wird nur die letzten 10 Seiten wirklich aufgegriffen.


    Alles in allem kann ich also nur sagen, dass ich den Roman niemandem empfehlen kann. Es gibt wesentlich bessere historische Romane und wenn man mehr über die wahre Vergangenheit Rodenbachs erfahren möchte ist jedes Sachbuch geeigneter und mindestens genauso spannend.

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