Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Volker Dützer - Jenseits der Nacht

Jenseits der Nacht

3.5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: dp Digital Publishers

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 478

eISBN: 9783960876083

Termin: Neuerscheinung Januar 2019

  • Kurzmeinung

    claudi-1963
    Interessanter Ansatz leider triftet es zusehend ab. Für mich war es zu viel Fantasterei und Widersprüchliches.
  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    spannungs- und actiongeladenes Spektakel mit kleinen Schönheitsfehlern.
  • Die Ärztin Lisa Wegener wird nach einem Unfall zu einem nervlichen Wrack. Rettung kommt in Gestalt von Vincent van Dyck daher, der sich mit der Kryonik beschäftigt und so das Sterben aufhalten will. Doch schon kurz nach der Hochzeit verändert sich Vincent auf unheimliche Weise.

    Das Cover des Buches ist gut gemacht und fällt einem sofort ins Auge, allerdings passt es nicht wirklich zum vorliegenden Buch.

    Der Schreibstil des Autors ist ausgezeichnet, Protagonisten und Orte werden bildlich dargestellt.

    Der Plot der Story ist brillant und die Geschichte wurde größtenteils auch ausgeschöpft, die Spannung war die meiste Zeit sehr hoch und es gab auch einige Überraschungsmomente. Dazu wirkt das Buch bezüglich medizinischer und wissenschaftlicher Aspekte hervorragend recherchiert.

    Auch Actionszenen gab es ausreichend in diesem Buch - manchmal eher zuviel, denn zum Schluss war es für mich teilweise schon fast übertrieben.

    Dazu fanden sich kleine Ungereimtheiten (z.B. Kameras, Alibi-Daten oder Munitionsanzahl).

    Das Ende selbst ließ mich zwiegespalten zurück, denn es wirkt noch nicht ganz abgeschlossen und Happy End - naja. Aber vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung, da ja einige Fragen unbeantwortet blieben (Stichwort Manuela).

    Fazit: spannungs- und actiongeladenes Spektakel mit kleinen Schönheitsfehlern. 4 von 5 Sternen

  • "Wenn es möglich wäre, bei Lebzeiten zu wissen, was nach dem Tode mit uns geschieht, würde niemand Angst vor dem Tode haben." (Leo N. Tolstoi)
    Für die Unfallchirurgin Lisa Wegner sind die Arbeitstage in der Klinik meist lang, stressig und hart, meist überschätzt sie sogar ihre Kräfte. Oft greift sie deshalb zu Aufputschmittel um ihren Tag überstehen zu können. Wie an jenem Abend als sie nach Feierabend auf dem Weg nach Hause einen Unfall verursacht, bei dem ein junger Motorradfahrer ums Leben kommt. Dass sie den jungen Mann auch noch kannte, macht das ganze nicht gerade einfacher. Doch als Lisas Leben zu zerbrechen droht, wird sie von dem intelligenten Wissenschaftler Vincent van Dyck aufgefangen. Vincent selbst jedoch ist ein Hypochonder, besessen davon den Tod zu besiegen und tut alles dafür. Auch wenn Lisa manches an ihm ängstigt, wie zum Beispiel sein Haus oder seine Wissenschaft bei dem es um das Leben nach dem Tod und Kryonik geht, lernt sie ihn immer mehr zu schätzen. Besonders jedoch ist er für sie da, als sie nach ihrem Prozess in ein Loch fällt, immer mehr an Selbstständigkeit und sogar ihren Job verliert. Zu spät erkennt Lisa jedoch, dass hinter allem ein ausgeklügelter Plan steckt und Victor dabei eine große Rolle spielt.


    Meine Meinung:
    Das Cover mit dem blutigen Operationsbesteck passte inhaltlich sehr gut zu diesem Thriller. Volker Dützer kannte ich bisher noch nicht, von daher war nach dem Klappentext meine Erwartung groß. Der Schreibstil war einfach, unterhaltsam und durch die kurzen Kapitel sehr gut zu lesen. Im Plot selbst ging es um einen mysteriösen Unfall, der eine junge Chirurgin aus dem Leben riss, einen undurchschaubaren Wissenschaftler der mit dem Tod, Organen und Menschen experimentierte. Am Anfang des Buches war für mich vieles nachvollziehbar und verständlich, leider jedoch driftet der Autor dann immer mehr ins mysteriöse, utopische ab, so das für mich dann nicht mehr alles nachvollziehbar war. Da stürzte, zum Beispiel Lisa brach sich den Fuß an und lief danach wie, wenn fast nichts gewesen wäre. Auch manche Kampfszenen die genaustens beschrieben wurden, wie hart sie sind, machte der Protagonist gerade so weiter als zuvor. Insbesondere alles was Vincents Wissenschaft anbelangte, war für mich sehr fragwürdig, mystische und oft nicht ganz nachvollziehbar. Gerade was das Ende anbelangt hatte ich das Gefühl, das der Autor immer noch eines draufsetzen musste. Zwar habe ich das Buch zu Ende gelesen, doch das letzte Drittel konnte mich gar nicht mehr begeistern, vielleicht weil ich etwas ganz anderes erwartet hatte. Wer also mit Mystik, Fantasy und Utopie nichts am Hut hat, der sollte dieses Buch vielleicht lieber bleiben lassen. Die Charaktere hatten mir anfangs sehr gut gefallen, jedoch war es auch bei ihnen so das sie gegen Ende immer unglaubwürdiger wurden. Besonders der Hypochonder Vincent der durch seine Art nach und nach immer unsympathischer wurde. Die meisten entwickelten Superkräfte, Stärken, die sie zuvor nicht hatten und wurden dadurch für mich nicht mehr glaubhaft. Außerdem hatte ich gegen Ende das Gefühl, das manche Kampfszenen des Buches oft unnötig ausgeweitet wurden. Leider wurde das Buch dann durch am Ende immer unglaubwürdiger, was ich sehr schade fand. Natürlich ist es Geschmacksache, jedoch mir wäre es lieber gewesen, wenn ich gewusst hätte das dies ein Mystik Thriller ist. Von daher kann ich diesem Buch trotz guten Ansätzen leider nur 3 von 5 Sterne geben, würde aber dem Autor sicher noch eine Chance geben. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::-k