Cordula Hamann - Der Schrei der Amsel

  • Klappentext:

    Ein Kind wird im Supermarkt aus dem Kinderwagen entführt. Der Polizei fehlt auch nach der groß angelegten Suche jede Spur. Hannes und seiner Frau Leonie bleiben nichts als Schuldgefühle, ihre Wut und grenzenlose Trauer. Doch während Hannes Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine Tochter aufzuspüren, notfalls mit illegalen Mitteln, zieht sich Leonie immer mehr zurück. Hannes weiß, dass die Grauen ihrer Vergangenheit sie noch immer heimsuchen. Aber warum verhält sie sich so merkwürdig? Und warum erzählt ihr kleiner Sohn Jakob auf einmal Dinge, die keinen Sinn ergeben?


    Autorin:

    Cordula Hamann, geboren 1959, lebt mit ihrer Familie in Berlin und in Andalusien. Ihre literarischen Schwerpunkte sind Krimis, Thriller und Familiendramen. Cordula Hamann ist im Vorstand des gemeinnützigen Vereins "42erAutoren - Verein zur Förderung der Literatur e.V." und Mitglied bei den "Mörderischen Schwestern".


    Allgemeines:

    Erscheinungsdatum: 15. Januar 2018

    Seitenanzahl: 222

    Verlag: books2read

    Das Buch ist bisher nur als ebook verfügbar


    Eigene Meinung:

    Einer Familie wird der Säugling aus dem Kinderwagen im Supermarkt entführt. Abwechselnd erfahren wir so aus der Ich-Perspektive der Mutter und der dritten Person des Mannes Hannes, was die Familie nun bewegt und beschäftigt.

    Die Handlungen der Mutter werden zwar aus ihrer Sicht geschildert, aber beim Lesen hatte ich nie das Gefühl einer Nähe zu ihr. Zum Teil konnte ich die Gedanken und Emotionen, die sie hatte nachvollziehen, aber ich kam nicht ganz an sie ran. Sie steckt zwar in einer sehr besonderen Situation, zu der ich nicht mehr verraten kann, da ich sonst spoilern würde, aber auch mit diesem Wissen, war es mir nicht möglich mich in sie einzufinden. Hannes zeigt seine Zweifel offen und man erfährt die Vorwürfe und Anfeindungen, die eine solche Extremsituation in Paaren hervorrufen können. Das ist Cordula Hamann ganz gut gelungen. Der Schreibstil ist auch unkompliziert und liest sich flüssig. Der Schluss war für mich ab der letzten Hälfte zwar schon vorhersehbar, nichtsdestotrotz hängt das Buch mit der Auflösung dem Leser noch ein wenig nach. Allerdings auch nicht allzu lange.


    Fazit: Ein Buch, was zeigt, was mit einer Familie geschehen kann, wenn man in eine Extremsituation kommt. Und ein gewagter Schluss, der aber durchaus passend zum Buch ist.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

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