Daniel Cole Hangman - Das Spiel des Mörders / Hangman

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    Hangman: Das Spiel des Mörders

    von

    4.1|5)

    Verlag: Ullstein eBooks

    Bindung: E-Book Download

    Seitenzahl: 480


    eISBN: 9783843716987


    Termin: Januar 2018

    • Daniel Cole Hangman - Das Spiel des Mörders / Hangman

      »Wie fasst man einen Mörder, der längst tot ist?« -

      Das ist gleichsam die zentrale Frage, um die sich der Thriller "Hangman" von Daniel Cole dreht. Die Brooklyn Bridge in New York wird zum Schauplatz eines grausamen Mordes. Dort wird ein Toter aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert. In den USA ist
      der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities. Baxter und ihre Kollegen von FBI und
      CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?


      Optisch gesehen ist das Cover gesehen ein Eye-Catcher. Ein festes Tau, das zu einem komplizierten Knoten geschlungen ist, zieht alle Blicke auf sich. Allein die Farbe "Rot" hat eine Signalwirkung: Achtung, hier droht
      Gefahr. Auch der Titel ist eingängig. "Hangman" bedeutet Henker. Der Leser weiß genau, was ihn in diesem Buch erwarten wird.


      Streng genommen ist der Plot des Buches eine klare Wiederholung. Der Thriller "Ragdoll" war ungewöhnlich, hier erwartet den Leser inhaltlich nichts Neues. Wenn man so will, kann man durchaus von "Ragdoll reloaded"
      sprechen. Das Setting in der Metropole New York ist gut gewählt, Nach der alten Welt verlegt der Autor Daniel Cole den Schauplatz in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.


      Wer wie ich den ersten Teil "Ragdoll - Dein letzter Tag" nicht geleseh hat, muss sich auf einige Verständnisschwierigkeiten einstellen. Die Handlung rekurriert auf zurückliegende Ereignisse, und man muss sich darauf konzentrieren, alle auftretenden Personen richtig einzuordnen. Eine psychologisch ausgefeilte Darstellung darf man nicht erwarten; hier werden andere Schwerpunkte gewählt.


      Daniel Cole schreibt in einem einfachen, flüssigen Stil. Der Thriller ist action- und temporeich, extrem blutig und setzt auf klare Schock-Elemente. Der Autor hetzt seine Protagonisten durch die Handlung; die kritische Reflexion kommt eindeutig zu kurz. Auch die Logik bleibt für meinen Geschmack hin und wieder auf der Strecke.


      Insgesamt halte ich "Hangman" für eine gelungene, spannende Fortsetzung des Thrillers "Ragdoll" und vergebe 3,5 Sterne.
    • Gespensterjagd

      Hangman – Das Spiel des Mörders, Thriller von Daniel Cole, 480 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
      Die Ragdoll-Morde sind geklärt und Emily Baxter ermittelt 18 Monate später wieder in einem Fall der deutliche Parallelen zum „Flickenpuppen-Fall" aufweist, die Geschichte geht weiter.

      Ein Toter wird in New York an der Brooklyn-Bridge hängend gefunden. In seine Brust wurde das Wort Köder eingeritzt. Als weitere ähnliche Morde geschehen, gibt es nur eine Erklärung der Täter kopiert den Londoner Ragdoll-Mörder. Als sich eine immer grausamer werdende Mordserie abzeichnet wird Chief Inspector Emily Baxter von CIA und FBI angefordert um in den Staaten den Killer zu jagen. Dabei gerät sie in höchste Gefahr. Kann sie den Killer schnappen?
      Der Prolog beschreibt ein Verhör ca.fünf Wochen nach dem Handlungsbeginn. Vor dem Epilog ist es daher sinnvoll, noch einmal die ersten Seiten zu lesen. Ich finde díese Einleitung unnötig, m.E. wäre das nicht notwendig gewesen, es hat mich nur verwirrt. Erst am Schluss hat sich mir der Sinn erschlossen. Das Werk umfasst 40 Kapitel, die mit Zahlen überschrieben sind, Ausnahme sind einige Kapitel mit Überschrift die auf das nachfolgende Geschehen Bezug nehmen und wichtige Vorkommnisse in der Vergangenheit erklären. Die Datums- und Uhrzeitangabe vor den Abschnitten, sind sehr hilfreich um sich zurechtzufinden. Der Thriller im auktorialem Stil, sehr lebendig und bildhaft erzählt, dies gelang dem Autor durch die spannenden Dialoge und Wortgefechte. Ich könnte mir das Buch sehr gut als Film vorstellen. Einige Szenen konnten mir ein Schmunzeln abringen, eine willkommene Abwechslung zur oft sehr grausamen Handlung. Der Spannungsbogen vom ersten Kapitel an ist stetig hoch, Cole schaffte es sogar, auf den letzten 100 Seiten die Spannung schier unerträglich werden zu lassen. Ich fühlte mich extrem gut unterhalten und schaffte es kaum, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Die letzten 200 Seiten habe ich ohne Unterbrechung fertiggelesen. Die Charaktere waren alle gut beschrieben und glaubwürdig, ihr Handeln war jederzeit nachvollziehbar. Dem Geschehen konnte ich durchgehend folgen, der Plot ist logisch aufgebaut.
      Meine Lieblingsfigur war natürlich D.C.I Emily Baxter, die sich im Vergleich zum ersten Teil sehr vorteilhaft verändert hat, trotz ihrer Launen liebenswert und menschlich, zusammen mit SA Damien Rouche ein tolles Ermittlerduo, dazu greift der Autor immer wieder auf ihr Privatleben zurück und versucht so, dem Leser die Charaktere näher zu bringen. Ich habe mich auch gefreut, dass auch Edmunds, wieder mit dabei war, er hat sich als tüchtiger Polizist und guter Freund erwiesen. Der Epilog und die darin enthaltene Wendung läßt auf einen dritten Teil hoffen. Mir persönlich hat dieser Band besser gefallen, als Ragdoll. Noch spannender, logischer und die Figuren sympathischer.
      Ich bin schon gespannt ob es Daniel Cole schafft, dieses Niveau zu halten oder sogar noch ein bisschen „drauflegen“ kann. Um dem Plot folgen zu können, ist es nicht zwingend notwendig, Ragdoll gelesen zu haben, aber es erleichtert die Lektüre auf jeden Fall. Diesen Thriller kann ich uneingeschränkt empfehlen. Besonders geeignet für Leser die blutige Thriller mögen, dazu von mir 5 Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      :study: :musik: :montag:

      Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
      François Fénelon
    • Die Jagd nach dem Puppenspieler

      Das Cover ist ein Eyecatcher, das rote Seil mit einem Seemannsknoten ist mehr als auffallend und es ruft dich, lies mich.

      Kurz zum Inhalt:
      Ein neues Spiel hat begonnen. Der Puppenspieler hat wieder zugeschlagen. Auf der Brooklyn Bridge in New York wird ein Mann tot aufgefunden. Auf seiner Brust ist das Wort „Köder“ eingeritzt. Sein Name Williams Fawkes . Der erste Schreck für den Leser ist es „Wolf“ der nach dem ersten Fall des Puppenspielers verschwunden ist?
      Emily Baxter mittlerweile zum DCI befördert, erhält Besuch aus den USA. Curtis und Rouche, beide Special Agents beim CIA. Es besteht die Befürchtung, dass die Ragdoll-Morde kopiert wurden und eine Mordwelle auf die Ermittler zukommt.
      Mein Fazit:
      Daniel Cole hat eine Fortsetzung hingezaubert, die mir persönlich ein kleines bisschen besser gefällt als der Vorgängerthriller Ragdoll. Die Protagonisten kommen in diesem Teil weitaus detaillierter rüber. Schon das Duo Baxter und Edmunds sind top aufeinander eingespielt. Auch ist es dem Autor gelungen, trotz Mord und literweise Blut, etwas trockenen Humor einzubauen. Dadurch werden auch die Mitstreiter von Baxter und sie selbst menschlicher.
      Die Story ist spannend und rasant geschrieben. Der Schreibstil von Cole gefällt mir in diesem Teil besser. Es kam auch keine Langweile beim Lesen auf. Die zwischenmenschlichen Szenen dienten auch dazu Protogonisten besser zu verstehen und auch den Leser zu entspannen.

      Ich hoffe doch auf eine Fortsetzung des Duos Baxters und Edmunds. Vielleicht auch eine Rückkehr von Wolf.

      Ich kann diesem Thriller eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe daher auch die volle Punktzahl.

      Eine Bemerkung noch am Rande: hoffentlich wird das Buch nicht verfilmt, denn der Film kann die Geschichte nie so rüberbringen wie die geschriebene Story.
      :lol: :totlach: Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde (chinesisches Sprichwort)
    • "Hangman: Das Spiel des Mörders" ist das zweite Buch von Daniel Cole und nachdem "Ragdoll" mit einer überraschenden Enthüllung endete, war ich gespannt darauf, wie es weiter gehen würde. Dazu muss gesagt werden, dass der Ragdoll-Fall hier zwar eine wichtige Rolle spielt (was mir sehr gefallen hat), dieses Buch aber keine direkte Fortsetzung der Geschichte ist und auch am Ende noch nicht alles vollständig aufgeklärt wurde. Im Gegenteil macht der Cliffhanger von "Hangman" neugierig darauf, was in Band 3 mit den Figuren passieren wird.

      Der Fall in diesem Band wurde gut aufgebaut. Er ist von Anfang an interessant und irgendwie auf abschreckende Art faszinierend; nicht nur, dass ich mich gefragt habe, wo die Verbindung zu dem Ragdoll-Fall liegt, auch das Vorgehen des Täters war undurchschaubar und es bleibt lange offen, welches Ziel verfolgt wird. Der Titel des Buches passt aufgrund der Todesart sehr gut und dem Autor sind die teils doch ziemlich grausigen Beschreibungen der Tatorte definitiv gelungen.

      Trotz all dem muss ich allerdings sagen, dass die Geschichte mich nicht richtig packen konnte, obwohl die Handlung rasch voranschreitet und viel passiert. Zwar wollte ich wissen, was als nächstes geschehen und ob es den Ermittlern um Emily Baxter gelingen würde, die Verbrechen zu stoppen, aber ich habe nicht bang mitgefiebert und gehofft, dass es neue Spuren geben würde. Dies hat sich erst nach knapp 50% verändert; die Szenen, die der Autor beschrieben hat, waren so erschütternd, dass nun besonders deutlich wurde, dass der Täter irgendetwas besonders Grausames geplant hat und so ist die Spannung für mich stark angestiegen. Der Fall schien mehr in den Fokus zu rücken und das hat mir gefallen, obwohl die Charaktere nicht uninteressant und ihre Probleme für die Ermittlungen durchaus von Bedeutung waren.

      Emily ist als Protagonistin sympathisch, selbst wenn ihr Verhalten nicht immer nachvollziehbar und keineswegs ohne Fehl und Tadel ist. Die anderen Figuren waren ebenfalls gut ausgearbeitet und ihre verschiedenen Probleme und Schwächen haben sie auf jeden Fall menschlicher gemacht, aber irgendwie konnte ich zu den meisten keine richtige Verbindung aufbauen und ihr Schicksal hat mich deshalb zwar interessiert, aber nicht richtig mitgenommen, was ich ein wenig schade fand.

      Die Auflösung fand ich überzeugend und sie hat zu den vorherigen Entwicklungen gepasst, aber das Ende kam mir zu abrupt und ich hätte mir hier mehr Details gewünscht. Deshalb, und aufgrund dessen, dass mich das Buch nicht immer richtig fesseln konnte, gebe ich :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: . Wie bereits erwähnt macht der Epilog aber definitiv neugierig auf mehr und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band.
      _________________
      Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.
      Carpe Diem.
      :study: Lily Oliver - Träume, die ich uns stehle
      2018 gelesen: 6 Bücher mit 2483 Seiten (2017: 266 Bücher mit 104.736)
    • DER HIMMEL STÜRZT EIN
      Entgegen anders lautender Meinungen bin ich davon überzeugt, dass der Leser zum besseren Verständnis vor dem „Hangman“ den Debütroman von Daniel Cole „Ragdoll“ gelesen haben sollte. Ansonsten wird es viel zuviel, was man in dieser Geschichte noch zusätzlich zu verarbeiten hat.
      In 40 Kapiteln, über 473 Textseiten mit Prolog und Epilog geht es dermaßen zur Sache, dass ich manchmal Mühe hatte, die Geschehnisse richtig einzuordnen. Die Kapitel sind mit Datumsangaben, Uhrzeiten versehen, die in der Zeit vor- und zurückspringen und die Geschichte in weitläufigen Spannungsbögen ständig vorantreiben. Zudem werden die Morde in zwei Ländern, zwei Kontinenten begangen. Es ist so, dass die Geschehnisse zeitversetzt passieren, wie gespiegelt. Ist es in New York ein „Köder“, der getötet wird, findet garantiert in London eine „Puppe“ ihr grausames Ende. Das jeweilige Wort wurde in die Brust des Menschen geritzt. Durch den Toten an der Brooklyn Bridge wird der Bezug zum Ragdoll-Fall hergestellt. Wie hängt das alles zusammen? Das ist die große Frage, die mich über das gesamte Buch begleitete.
      Zwei Special Agents von FBI (Elliot Curtis) und CIA (Damien Rouche) sollen im neuen Fall mit Detective Chief Inspector Emily Baxter von der Londoner Metropolitan Police zusammenarbeiten. Emily hatte maßgeblich zur Auflösung der Ragdoll-Morde beigetragen. Diese drei Polizisten sind sehr spezielle, aber weitgehend authentische Vertreter ihrer Zunft. Elliot Curtis geht genau nach „Buchstaben und Gesetz“ vor, während Baxter und Rouche unkonventionelle Wege bevorzugen. Ihre Charaktere sind vielschichtig angelegt. Emily Baxter ist in diesem Band noch unzugänglicher, komplizierter, misstrauischer (selbst gegenüber ihrem Freund Thomas). Die Erfahrung, dass mit Damien Rouche irgendetwas nicht stimmt, teilte ich mit Baxter. Trotz seiner vielen „Macken“ mochte ich diesen Ermittler sehr und hoffe, dass er nicht tot ist und im nächsten Thriller von Cole genau wie Wolf wieder „aufersteht“. Dass der junge Edmunds wider Erwarten eine große Rolle in der Auflösung des Falles spielt, freute mich sehr. Dieser Protagonist ist eine wertvolle Bereicherung in der Reihe der auftretenden Personen.
      Fazit:
      Für mich erfüllte „Hangman“ alle Erwartungen an einen Thriller. Das heißt: eine Spannung zum Zerreißen, Elemente des „Mistery“ (bspw. die Szenerie im alten Theater), viele Cliffhanger (u. a. versteckte Bezüge zum vorherigen Fall), anregende, unterhaltsame, spannende Protagonisten. Die Handlung verläuft abwechslungsreich, hat überraschende Wendungen und ist unheimlich, gruselig und furchteinflößend.
      Aufgefallen sind mir auch die realen Bezüge zu Terroranschlägen in London und Norwegen. Insgesamt gesehen eine Geschichte, die nachdenkenswert ist und nicht nur zur Unterhaltung gelesen werden sollte.

      Vor allem für Thrillerfans bewerte ich „Hangman“ mit fünf von fünf Sternen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Hangman - Das Spiel des Mörders ~ Daniel Cole

      Eineinhalb Jahre sind vergangen, seit Emily Baxter den Ragdoll-Killer zur Strecke gebracht hat. Mittlerweile ist sie zum Chief Inspector befördert worden. Nun ersuchen US-Ermittler um ihre Mithilfe, denn an der Brooklyn-Bridge wurde ein Toter aufgehängt und es hat den Anschein, als ob jemand den Ragdoll-Killer kopieren würde. Gemeinsam mit Agenten vom CIA und FBI versucht sie der Sache auf den Grund zu gehen. Doch schon bald droht der ganze Fall aus dem Ruder zu laufen. Der Killer scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein und schlägt nicht nur in Amerika, sondern auch in London zu. Ein gefährliches Katz- und Mausspiel beginnt....

      "Hangman" ist nach "Ragdoll" der zweite Band um die Ermittlerin Emily Baxter. Man kann den zweiten Fall auch ohne Vorkenntnisse lesen, da der Autor immer wieder Informationen zu den Ereignissen des ersten Teils einstreut. Allerdings erschweren fehlende Kenntnisse aus dem ersten Teil den Einstieg in "Hangman" etwas. Denn ohne Vorwissen wird man am Anfang mit vielen Informationen geradezu erschlagen, sodass es nicht ganz leicht fällt, alles in den richtigen Zusammenhang zu bringen.

      Das Buch beginnt mit einer interessanten Vernehmung, die sofort neugierig auf das Geschehen macht. Man möchte unbedingt erfahren, was wirklich geschehen ist und stürzt sich deshalb mitten in den Fall. Es gibt unterschiedliche Perspektiven und mehrere Handlungsstränge, die miteinander verknüpft werden. Dadurch wird bereits früh Tempo aufgebaut, sodass man schnell in den Sog der Ereignisse gerät.

      Der Schreibstil von Daniel Cole ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Da der Killer einiges mit seinen Opfern und den Ermittlern anstellt, sollte man beim Lesen nicht allzu zartbesaitet sein. Denn gelegentlich hat man das Gefühl, dass das Blut förmlich aus den Seiten heraustropft. Dennoch gelingt es dem Autor hervorragend, neben der Ermittlungsarbeit und dem blutigen Gemetzel sogar noch eine Prise Humor einzustreuen, bei der man dann etwas aufatmen und unverhofft schmunzeln kann.

      Die Charaktere sind nicht ganz einfach. Besonders Emily Baxter hat eine Art, mit der nicht jeder umgehen kann. Im Verlauf der Handlung gewöhnt man sich allerdings daran, dass sie niemandem vertraut, viel zu viel trinkt, immer sagt was sie denkt, auch wenn es nicht angebracht ist und stellenweise sogar sehr distanziert und etwas überheblich wirkt. Auch wenn man ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen kann, wirkt sie sehr lebendig. Auch die anderen Charaktere sind facettenreich. Sie haben Ecken und Kanten und wirken dadurch ebenfalls glaubhaft, sodass man den Ermittlungen gespannt folgen kann.

      Die Spannung baut sich bereits früh auf und kann durchgehend gehalten werden. Denn der Killer lässt sich immer wieder etwas Neues für seine Opfer und die Ermittler einfallen. Auch wenn sein Vorgehen und die Umsetzung seiner Pläne nicht immer logisch erscheinen, ist der Thriller doch spannend zu lesen und gipfelt in einem rasanten Showdown.

      Ich habe mich beim Lesen dieses Thrillers sehr spannend unterhalten gefühlt, obwohl ich den ersten Fall nicht gelesen habe. Das hat mir zwar den Einstieg etwas erschwert, doch der aktuellen Handlung konnte ich trotzdem folgen. Mit Emily Baxter hatte ich zunächst meine Probleme, da sie mir durch ihre Art nicht sofort sympathisch war. Doch das hat sich zum Glück schnell gegeben, sodass ich das spannende Geschehen dann ganz auf mich wirken lassen konnte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt "Hangman" deshalb vier von fünf möglichen Bewertungssternchen.

      :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Neu

      Letztes Jahr habe ich Daniel Coles erstes Buch „Ragdoll“gelesen. Dieses hatte mir gut gefallen, deswegen war ich auch neugierig auf denzweiten Band dieser Reihe.
      Vielleicht sollte ich noch kurz anmerken, dass ich es als sehrSinnvoll empfinde zuerst „Ragdoll“ gelesen zu haben, bevor man „Hangman“ liest,in diesem Buch wird immer wieder Bezug zu dem ersten Teil genommen und einigeSituationen könnten etwas merkwürdig wirken, wenn man den ersten Teil nichtkennt.

      Inhaltsangabe von der Verlagsseite:

      »Wie fasst man einenMörder, der längst tot ist?« -
      Vom Autor desSpiegel-Bestsellers Ragdoll. Dein letzter Tag.
      In New York wurde einToter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brustgeritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmtenLondoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von denUS-Ermittlern angefordert.
      In den USA ist derDruck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit demWort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihrdie Internet-Communities.
      Baxter und ihreKollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kannseinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?

      Anfangs hatte ich ganz schön Probleme in dieses Buch rein zukommen. Die ersten paar Seiten waren noch Spannend, dass konnte sich aber nichtso richtig halten. Die Geschichte lief für mich irgendwie Zäh voran, dass gingsogar bis zur Hälfte des Buches. Mit einer Wendung in der Geschichte wurde dasBuch dann mit einmal richtig Spannend und ich konnte endlich mit Lust weiterlesenund wollte Wissen wie es weitergeht.

      Die Ragdoll Morde sind auch Eineinhalb Jahre nach denEreignissen in aller Munde. Ständig gibt es Nachahmungstäter, die auf diesenZug mit aufspringen wollen. Als in New York ein Toter an der Brooklyn Bridgeaufgehängt gefunden wird, geht man auch hier zunächst von einemNachahmungstäter aus, jedoch wird der vermeintliche Mörder dieses Mannes nurwenige Kilometer Flussabwärts tot aufgefunden. Emily Baxter aus London, die mit demRagdollfall betraut war, wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Aber nicht nurin New York passieren diese Morde, in denen der Täter sich nach dem Mord selbstSuizidiert, auch in London sind bereits Fälle der gleichen Art bekannt.

      Den Schreibstil von Daniel Cole mag ich total gerne, wieauch schon im ersten Teil ist zwischen diesen ganzen angespannten Situationenund teils doch ganz schön Grausamen Morden immer wieder Humor eingebaut, sodassein bisschen dieses brutale genommen wird. Mir gefällt das sehr gut, zumal er meinenHumor immer wieder gut trifft.
      Ich finde es sehr schade, dass ich anfangs so Schwierigkeitenhatte, in das Buch rein zu kommen, ich könnte auch gar nicht so richtig sagenwarum, Abbrechen wollte ich aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt, dafür hat michdann doch zu sehr interessiert, was hinter diesen Morden steckt.
      Die Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen, auch wennich nicht alle Handlungsweisen, gerade von Baxter, richtig nachvollziehenkonnte, war sie wie schon im ersten Teil Authentisch. Auch Edmunds, der im erstenTeil mein heimlicher Held war, spielt hier wieder eine tragende Rolle, ichhatte nach dem Ende von Ragdoll schon befürchtet, dass er verschwindet, deswegenhat es mich umso mehr gefreut, wieder von ihm zu lesen.
      Das Ende hat mich dann aber doch etwas zwiegespalten zurückgelassen,es hat mich doch etwas zu sehr an seinen Vorgänger erinnert. Im Epilog gibt esdann aber nochmal einen kleinen Cliffhanger, was ich persönlich in diesem Fallsehr gut finde, schon jetzt habe ich Lust den nächsten Teil dieser Reihe zulesen, weil ich einfach Wissen will, was den nun passiert.

      Alles in allem gebe ich „Hangman- Das Spiel des Mörders „ 3, 5 Sterne. Ich kanndas Buch trotzdem empfehlen, zumal ich mir sehr gut vorstellen kann, dass esanderen Lesern da ganz anders geht und sie schon von Anfang an in die Geschichteeingesogen werden. Den dritten Teil möchte ich, wenn er, hoffentlich nächstesJahr, erscheint, auch wieder lesen.
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