Daniel Cole Hangman - Das Spiel des Mörders / Hangman

Affiliate-Link

Hangman: Das Spiel des Mörders

3.9|11)

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783548289212

Termin: Januar 2018

  • »Wie fasst man einen Mörder, der längst tot ist?« -
     
    Das ist gleichsam die zentrale Frage, um die sich der Thriller "Hangman" von Daniel Cole dreht. Die Brooklyn Bridge in New York wird zum Schauplatz eines grausamen Mordes. Dort wird ein Toter aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert. In den USA ist
    der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities. Baxter und ihre Kollegen von FBI und
    CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?



    Optisch gesehen ist das Cover gesehen ein Eye-Catcher. Ein festes Tau, das zu einem komplizierten Knoten geschlungen ist, zieht alle Blicke auf sich. Allein die Farbe "Rot" hat eine Signalwirkung: Achtung, hier droht
    Gefahr. Auch der Titel ist eingängig. "Hangman" bedeutet Henker. Der Leser weiß genau, was ihn in diesem Buch erwarten wird.



    Streng genommen ist der Plot des Buches eine klare Wiederholung. Der Thriller "Ragdoll" war ungewöhnlich, hier erwartet den Leser inhaltlich nichts Neues. Wenn man so will, kann man durchaus von "Ragdoll reloaded"
    sprechen. Das Setting in der Metropole New York ist gut gewählt, Nach der alten Welt verlegt der Autor Daniel Cole den Schauplatz in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.



    Wer wie ich den ersten Teil "Ragdoll - Dein letzter Tag" nicht geleseh hat, muss sich auf einige Verständnisschwierigkeiten einstellen. Die Handlung rekurriert auf zurückliegende Ereignisse, und man muss sich darauf konzentrieren, alle auftretenden Personen richtig einzuordnen. Eine psychologisch ausgefeilte Darstellung darf man nicht erwarten; hier werden andere Schwerpunkte gewählt.



    Daniel Cole schreibt in einem einfachen, flüssigen Stil. Der Thriller ist action- und temporeich, extrem blutig und setzt auf klare Schock-Elemente. Der Autor hetzt seine Protagonisten durch die Handlung; die kritische Reflexion kommt eindeutig zu kurz. Auch die Logik bleibt für meinen Geschmack hin und wieder auf der Strecke.



    Insgesamt halte ich "Hangman" für eine gelungene, spannende Fortsetzung des Thrillers "Ragdoll" und vergebe 3,5 Sterne.

  • Hangman – Das Spiel des Mörders, Thriller von Daniel Cole, 480 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
    Die Ragdoll-Morde sind geklärt und Emily Baxter ermittelt 18 Monate später wieder in einem Fall der deutliche Parallelen zum „Flickenpuppen-Fall" aufweist, die Geschichte geht weiter.


    Ein Toter wird in New York an der Brooklyn-Bridge hängend gefunden. In seine Brust wurde das Wort Köder eingeritzt. Als weitere ähnliche Morde geschehen, gibt es nur eine Erklärung der Täter kopiert den Londoner Ragdoll-Mörder. Als sich eine immer grausamer werdende Mordserie abzeichnet wird Chief Inspector Emily Baxter von CIA und FBI angefordert um in den Staaten den Killer zu jagen. Dabei gerät sie in höchste Gefahr. Kann sie den Killer schnappen?
    Der Prolog beschreibt ein Verhör ca.fünf Wochen nach dem Handlungsbeginn. Vor dem Epilog ist es daher sinnvoll, noch einmal die ersten Seiten zu lesen. Ich finde díese Einleitung unnötig, m.E. wäre das nicht notwendig gewesen, es hat mich nur verwirrt. Erst am Schluss hat sich mir der Sinn erschlossen. Das Werk umfasst 40 Kapitel, die mit Zahlen überschrieben sind, Ausnahme sind einige Kapitel mit Überschrift die auf das nachfolgende Geschehen Bezug nehmen und wichtige Vorkommnisse in der Vergangenheit erklären. Die Datums- und Uhrzeitangabe vor den Abschnitten, sind sehr hilfreich um sich zurechtzufinden. Der Thriller im auktorialem Stil, sehr lebendig und bildhaft erzählt, dies gelang dem Autor durch die spannenden Dialoge und Wortgefechte. Ich könnte mir das Buch sehr gut als Film vorstellen. Einige Szenen konnten mir ein Schmunzeln abringen, eine willkommene Abwechslung zur oft sehr grausamen Handlung. Der Spannungsbogen vom ersten Kapitel an ist stetig hoch, Cole schaffte es sogar, auf den letzten 100 Seiten die Spannung schier unerträglich werden zu lassen. Ich fühlte mich extrem gut unterhalten und schaffte es kaum, das Buch überhaupt aus der Hand zu legen. Die letzten 200 Seiten habe ich ohne Unterbrechung fertiggelesen. Die Charaktere waren alle gut beschrieben und glaubwürdig, ihr Handeln war jederzeit nachvollziehbar. Dem Geschehen konnte ich durchgehend folgen, der Plot ist logisch aufgebaut.
    Meine Lieblingsfigur war natürlich D.C.I Emily Baxter, die sich im Vergleich zum ersten Teil sehr vorteilhaft verändert hat, trotz ihrer Launen liebenswert und menschlich, zusammen mit SA Damien Rouche ein tolles Ermittlerduo, dazu greift der Autor immer wieder auf ihr Privatleben zurück und versucht so, dem Leser die Charaktere näher zu bringen. Ich habe mich auch gefreut, dass auch Edmunds, wieder mit dabei war, er hat sich als tüchtiger Polizist und guter Freund erwiesen. Der Epilog und die darin enthaltene Wendung läßt auf einen dritten Teil hoffen. Mir persönlich hat dieser Band besser gefallen, als Ragdoll. Noch spannender, logischer und die Figuren sympathischer.
    Ich bin schon gespannt ob es Daniel Cole schafft, dieses Niveau zu halten oder sogar noch ein bisschen „drauflegen“ kann. Um dem Plot folgen zu können, ist es nicht zwingend notwendig, Ragdoll gelesen zu haben, aber es erleichtert die Lektüre auf jeden Fall. Diesen Thriller kann ich uneingeschränkt empfehlen. Besonders geeignet für Leser die blutige Thriller mögen, dazu von mir 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

     :study::musik::montag: 


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Die Jagd nach dem Puppenspieler


    Das Cover ist ein Eyecatcher, das rote Seil mit einem Seemannsknoten ist mehr als auffallend und es ruft dich, lies mich.


    Kurz zum Inhalt:
    Ein neues Spiel hat begonnen. Der Puppenspieler hat wieder zugeschlagen. Auf der Brooklyn Bridge in New York wird ein Mann tot aufgefunden. Auf seiner Brust ist das Wort „Köder“ eingeritzt. Sein Name Williams Fawkes . Der erste Schreck für den Leser ist es „Wolf“ der nach dem ersten Fall des Puppenspielers verschwunden ist?
    Emily Baxter mittlerweile zum DCI befördert, erhält Besuch aus den USA. Curtis und Rouche, beide Special Agents beim CIA. Es besteht die Befürchtung, dass die Ragdoll-Morde kopiert wurden und eine Mordwelle auf die Ermittler zukommt.
    Mein Fazit:
    Daniel Cole hat eine Fortsetzung hingezaubert, die mir persönlich ein kleines bisschen besser gefällt als der Vorgängerthriller Ragdoll. Die Protagonisten kommen in diesem Teil weitaus detaillierter rüber. Schon das Duo Baxter und Edmunds sind top aufeinander eingespielt. Auch ist es dem Autor gelungen, trotz Mord und literweise Blut, etwas trockenen Humor einzubauen. Dadurch werden auch die Mitstreiter von Baxter und sie selbst menschlicher.
    Die Story ist spannend und rasant geschrieben. Der Schreibstil von Cole gefällt mir in diesem Teil besser. Es kam auch keine Langweile beim Lesen auf. Die zwischenmenschlichen Szenen dienten auch dazu Protogonisten besser zu verstehen und auch den Leser zu entspannen.


    Ich hoffe doch auf eine Fortsetzung des Duos Baxters und Edmunds. Vielleicht auch eine Rückkehr von Wolf.


    Ich kann diesem Thriller eine klare Leseempfehlung aussprechen und vergebe daher auch die volle Punktzahl.


    Eine Bemerkung noch am Rande: hoffentlich wird das Buch nicht verfilmt, denn der Film kann die Geschichte nie so rüberbringen wie die geschriebene Story.

    :lol::totlach: Jede Minute, die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde (chinesisches Sprichwort)

  • "Hangman: Das Spiel des Mörders" ist das zweite Buch von Daniel Cole und nachdem "Ragdoll" mit einer überraschenden Enthüllung endete, war ich gespannt darauf, wie es weiter gehen würde. Dazu muss gesagt werden, dass der Ragdoll-Fall hier zwar eine wichtige Rolle spielt (was mir sehr gefallen hat), dieses Buch aber keine direkte Fortsetzung der Geschichte ist und auch am Ende noch nicht alles vollständig aufgeklärt wurde. Im Gegenteil macht der Cliffhanger von "Hangman" neugierig darauf, was in Band 3 mit den Figuren passieren wird.


    Der Fall in diesem Band wurde gut aufgebaut. Er ist von Anfang an interessant und irgendwie auf abschreckende Art faszinierend; nicht nur, dass ich mich gefragt habe, wo die Verbindung zu dem Ragdoll-Fall liegt, auch das Vorgehen des Täters war undurchschaubar und es bleibt lange offen, welches Ziel verfolgt wird. Der Titel des Buches passt aufgrund der Todesart sehr gut und dem Autor sind die teils doch ziemlich grausigen Beschreibungen der Tatorte definitiv gelungen.


    Trotz all dem muss ich allerdings sagen, dass die Geschichte mich nicht richtig packen konnte, obwohl die Handlung rasch voranschreitet und viel passiert. Zwar wollte ich wissen, was als nächstes geschehen und ob es den Ermittlern um Emily Baxter gelingen würde, die Verbrechen zu stoppen, aber ich habe nicht bang mitgefiebert und gehofft, dass es neue Spuren geben würde. Dies hat sich erst nach knapp 50% verändert; die Szenen, die der Autor beschrieben hat, waren so erschütternd, dass nun besonders deutlich wurde, dass der Täter irgendetwas besonders Grausames geplant hat und so ist die Spannung für mich stark angestiegen. Der Fall schien mehr in den Fokus zu rücken und das hat mir gefallen, obwohl die Charaktere nicht uninteressant und ihre Probleme für die Ermittlungen durchaus von Bedeutung waren.


    Emily ist als Protagonistin sympathisch, selbst wenn ihr Verhalten nicht immer nachvollziehbar und keineswegs ohne Fehl und Tadel ist. Die anderen Figuren waren ebenfalls gut ausgearbeitet und ihre verschiedenen Probleme und Schwächen haben sie auf jeden Fall menschlicher gemacht, aber irgendwie konnte ich zu den meisten keine richtige Verbindung aufbauen und ihr Schicksal hat mich deshalb zwar interessiert, aber nicht richtig mitgenommen, was ich ein wenig schade fand.


    Die Auflösung fand ich überzeugend und sie hat zu den vorherigen Entwicklungen gepasst, aber das Ende kam mir zu abrupt und ich hätte mir hier mehr Details gewünscht. Deshalb, und aufgrund dessen, dass mich das Buch nicht immer richtig fesseln konnte, gebe ich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: . Wie bereits erwähnt macht der Epilog aber definitiv neugierig auf mehr und ich bin schon gespannt auf den nächsten Band.
    _________________
    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

    Carpe Diem.
     :study: Zoë Ferraris - Wüstenblut
    2018 gelesen: 67 Bücher mit 26.608 Seiten | gehört: 3 Bücher mit 2266 Minuten

  • DER HIMMEL STÜRZT EIN
    Entgegen anders lautender Meinungen bin ich davon überzeugt, dass der Leser zum besseren Verständnis vor dem „Hangman“ den Debütroman von Daniel Cole „Ragdoll“ gelesen haben sollte. Ansonsten wird es viel zuviel, was man in dieser Geschichte noch zusätzlich zu verarbeiten hat.
    In 40 Kapiteln, über 473 Textseiten mit Prolog und Epilog geht es dermaßen zur Sache, dass ich manchmal Mühe hatte, die Geschehnisse richtig einzuordnen. Die Kapitel sind mit Datumsangaben, Uhrzeiten versehen, die in der Zeit vor- und zurückspringen und die Geschichte in weitläufigen Spannungsbögen ständig vorantreiben. Zudem werden die Morde in zwei Ländern, zwei Kontinenten begangen. Es ist so, dass die Geschehnisse zeitversetzt passieren, wie gespiegelt. Ist es in New York ein „Köder“, der getötet wird, findet garantiert in London eine „Puppe“ ihr grausames Ende. Das jeweilige Wort wurde in die Brust des Menschen geritzt. Durch den Toten an der Brooklyn Bridge wird der Bezug zum Ragdoll-Fall hergestellt. Wie hängt das alles zusammen? Das ist die große Frage, die mich über das gesamte Buch begleitete.
    Zwei Special Agents von FBI (Elliot Curtis) und CIA (Damien Rouche) sollen im neuen Fall mit Detective Chief Inspector Emily Baxter von der Londoner Metropolitan Police zusammenarbeiten. Emily hatte maßgeblich zur Auflösung der Ragdoll-Morde beigetragen. Diese drei Polizisten sind sehr spezielle, aber weitgehend authentische Vertreter ihrer Zunft. Elliot Curtis geht genau nach „Buchstaben und Gesetz“ vor, während Baxter und Rouche unkonventionelle Wege bevorzugen. Ihre Charaktere sind vielschichtig angelegt. Emily Baxter ist in diesem Band noch unzugänglicher, komplizierter, misstrauischer (selbst gegenüber ihrem Freund Thomas). Die Erfahrung, dass mit Damien Rouche irgendetwas nicht stimmt, teilte ich mit Baxter. Trotz seiner vielen „Macken“ mochte ich diesen Ermittler sehr und hoffe, dass er nicht tot ist und im nächsten Thriller von Cole genau wie Wolf wieder „aufersteht“. Dass der junge Edmunds wider Erwarten eine große Rolle in der Auflösung des Falles spielt, freute mich sehr. Dieser Protagonist ist eine wertvolle Bereicherung in der Reihe der auftretenden Personen.
    Fazit:
    Für mich erfüllte „Hangman“ alle Erwartungen an einen Thriller. Das heißt: eine Spannung zum Zerreißen, Elemente des „Mistery“ (bspw. die Szenerie im alten Theater), viele Cliffhanger (u. a. versteckte Bezüge zum vorherigen Fall), anregende, unterhaltsame, spannende Protagonisten. Die Handlung verläuft abwechslungsreich, hat überraschende Wendungen und ist unheimlich, gruselig und furchteinflößend.
    Aufgefallen sind mir auch die realen Bezüge zu Terroranschlägen in London und Norwegen. Insgesamt gesehen eine Geschichte, die nachdenkenswert ist und nicht nur zur Unterhaltung gelesen werden sollte.


    Vor allem für Thrillerfans bewerte ich „Hangman“ mit fünf von fünf Sternen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Hangman - Das Spiel des Mörders ~ Daniel Cole


    Eineinhalb Jahre sind vergangen, seit Emily Baxter den Ragdoll-Killer zur Strecke gebracht hat. Mittlerweile ist sie zum Chief Inspector befördert worden. Nun ersuchen US-Ermittler um ihre Mithilfe, denn an der Brooklyn-Bridge wurde ein Toter aufgehängt und es hat den Anschein, als ob jemand den Ragdoll-Killer kopieren würde. Gemeinsam mit Agenten vom CIA und FBI versucht sie der Sache auf den Grund zu gehen. Doch schon bald droht der ganze Fall aus dem Ruder zu laufen. Der Killer scheint den Ermittlern immer einen Schritt voraus zu sein und schlägt nicht nur in Amerika, sondern auch in London zu. Ein gefährliches Katz- und Mausspiel beginnt....
     
    "Hangman" ist nach "Ragdoll" der zweite Band um die Ermittlerin Emily Baxter. Man kann den zweiten Fall auch ohne Vorkenntnisse lesen, da der Autor immer wieder Informationen zu den Ereignissen des ersten Teils einstreut. Allerdings erschweren fehlende Kenntnisse aus dem ersten Teil den Einstieg in "Hangman" etwas. Denn ohne Vorwissen wird man am Anfang mit vielen Informationen geradezu erschlagen, sodass es nicht ganz leicht fällt, alles in den richtigen Zusammenhang zu bringen.
     
    Das Buch beginnt mit einer interessanten Vernehmung, die sofort neugierig auf das Geschehen macht. Man möchte unbedingt erfahren, was wirklich geschehen ist und stürzt sich deshalb mitten in den Fall. Es gibt unterschiedliche Perspektiven und mehrere Handlungsstränge, die miteinander verknüpft werden. Dadurch wird bereits früh Tempo aufgebaut, sodass man schnell in den Sog der Ereignisse gerät.
     
    Der Schreibstil von Daniel Cole ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen. Da der Killer einiges mit seinen Opfern und den Ermittlern anstellt, sollte man beim Lesen nicht allzu zartbesaitet sein. Denn gelegentlich hat man das Gefühl, dass das Blut förmlich aus den Seiten heraustropft. Dennoch gelingt es dem Autor hervorragend, neben der Ermittlungsarbeit und dem blutigen Gemetzel sogar noch eine Prise Humor einzustreuen, bei der man dann etwas aufatmen und unverhofft schmunzeln kann.
     
    Die Charaktere sind nicht ganz einfach. Besonders Emily Baxter hat eine Art, mit der nicht jeder umgehen kann. Im Verlauf der Handlung gewöhnt man sich allerdings daran, dass sie niemandem vertraut, viel zu viel trinkt, immer sagt was sie denkt, auch wenn es nicht angebracht ist und stellenweise sogar sehr distanziert und etwas überheblich wirkt. Auch wenn man ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen kann, wirkt sie sehr lebendig. Auch die anderen Charaktere sind facettenreich. Sie haben Ecken und Kanten und wirken dadurch ebenfalls glaubhaft, sodass man den Ermittlungen gespannt folgen kann.
     
    Die Spannung baut sich bereits früh auf und kann durchgehend gehalten werden. Denn der Killer lässt sich immer wieder etwas Neues für seine Opfer und die Ermittler einfallen. Auch wenn sein Vorgehen und die Umsetzung seiner Pläne nicht immer logisch erscheinen, ist der Thriller doch spannend zu lesen und gipfelt in einem rasanten Showdown.
     
    Ich habe mich beim Lesen dieses Thrillers sehr spannend unterhalten gefühlt, obwohl ich den ersten Fall nicht gelesen habe. Das hat mir zwar den Einstieg etwas erschwert, doch der aktuellen Handlung konnte ich trotzdem folgen. Mit Emily Baxter hatte ich zunächst meine Probleme, da sie mir durch ihre Art nicht sofort sympathisch war. Doch das hat sich zum Glück schnell gegeben, sodass ich das spannende Geschehen dann ganz auf mich wirken lassen konnte. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt "Hangman" deshalb vier von fünf möglichen Bewertungssternchen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Letztes Jahr habe ich Daniel Coles erstes Buch „Ragdoll“gelesen. Dieses hatte mir gut gefallen, deswegen war ich auch neugierig auf denzweiten Band dieser Reihe.
    Vielleicht sollte ich noch kurz anmerken, dass ich es als sehrSinnvoll empfinde zuerst „Ragdoll“ gelesen zu haben, bevor man „Hangman“ liest,in diesem Buch wird immer wieder Bezug zu dem ersten Teil genommen und einigeSituationen könnten etwas merkwürdig wirken, wenn man den ersten Teil nichtkennt.


    Inhaltsangabe von der Verlagsseite:


    »Wie fasst man einenMörder, der längst tot ist?« -
    Vom Autor desSpiegel-Bestsellers Ragdoll. Dein letzter Tag.
    In New York wurde einToter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brustgeritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmtenLondoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von denUS-Ermittlern angefordert.
    In den USA ist derDruck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit demWort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihrdie Internet-Communities.
    Baxter und ihreKollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kannseinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?


    Anfangs hatte ich ganz schön Probleme in dieses Buch rein zukommen. Die ersten paar Seiten waren noch Spannend, dass konnte sich aber nichtso richtig halten. Die Geschichte lief für mich irgendwie Zäh voran, dass gingsogar bis zur Hälfte des Buches. Mit einer Wendung in der Geschichte wurde dasBuch dann mit einmal richtig Spannend und ich konnte endlich mit Lust weiterlesenund wollte Wissen wie es weitergeht.


    Die Ragdoll Morde sind auch Eineinhalb Jahre nach denEreignissen in aller Munde. Ständig gibt es Nachahmungstäter, die auf diesenZug mit aufspringen wollen. Als in New York ein Toter an der Brooklyn Bridgeaufgehängt gefunden wird, geht man auch hier zunächst von einemNachahmungstäter aus, jedoch wird der vermeintliche Mörder dieses Mannes nurwenige Kilometer Flussabwärts tot aufgefunden. Emily Baxter aus London, die mit demRagdollfall betraut war, wird zu den Ermittlungen hinzugezogen. Aber nicht nurin New York passieren diese Morde, in denen der Täter sich nach dem Mord selbstSuizidiert, auch in London sind bereits Fälle der gleichen Art bekannt.


    Den Schreibstil von Daniel Cole mag ich total gerne, wieauch schon im ersten Teil ist zwischen diesen ganzen angespannten Situationenund teils doch ganz schön Grausamen Morden immer wieder Humor eingebaut, sodassein bisschen dieses brutale genommen wird. Mir gefällt das sehr gut, zumal er meinenHumor immer wieder gut trifft.
    Ich finde es sehr schade, dass ich anfangs so Schwierigkeitenhatte, in das Buch rein zu kommen, ich könnte auch gar nicht so richtig sagenwarum, Abbrechen wollte ich aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt, dafür hat michdann doch zu sehr interessiert, was hinter diesen Morden steckt.
    Die Charaktere haben mir wieder sehr gut gefallen, auch wennich nicht alle Handlungsweisen, gerade von Baxter, richtig nachvollziehenkonnte, war sie wie schon im ersten Teil Authentisch. Auch Edmunds, der im erstenTeil mein heimlicher Held war, spielt hier wieder eine tragende Rolle, ichhatte nach dem Ende von Ragdoll schon befürchtet, dass er verschwindet, deswegenhat es mich umso mehr gefreut, wieder von ihm zu lesen.
    Das Ende hat mich dann aber doch etwas zwiegespalten zurückgelassen,es hat mich doch etwas zu sehr an seinen Vorgänger erinnert. Im Epilog gibt esdann aber nochmal einen kleinen Cliffhanger, was ich persönlich in diesem Fallsehr gut finde, schon jetzt habe ich Lust den nächsten Teil dieser Reihe zulesen, weil ich einfach Wissen will, was den nun passiert.


    Alles in allem gebe ich „Hangman- Das Spiel des Mörders „ 3, 5 Sterne. Ich kanndas Buch trotzdem empfehlen, zumal ich mir sehr gut vorstellen kann, dass esanderen Lesern da ganz anders geht und sie schon von Anfang an in die Geschichteeingesogen werden. Den dritten Teil möchte ich, wenn er, hoffentlich nächstesJahr, erscheint, auch wieder lesen.

  • "Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen." (Jean-Jacques Rousseau)
    Etwas länger als ein Jahr ist es her das Inspector Emily Baxter mit ihren Kollegen den Ragdoll Mörder gesucht hat. Inzwischen ist sie zum Chiefinspector aufgestiegen, Wolf ist nach wie vor verschwunden und Alex Edmunds wieder ins Betrugsdezernat zurück. Noch immer spürt sie die Auswirkungen des damaligen Falles, als sie Besuch von Special Agent Elliot Curtis (FBI) und Special Agent Damien Rouche (CIA) bekommt. In New York wurde auf der Brooklyn Bridge hängend an Metallstreben eine Leiche gefunden. Nun vermutet sie das der Täter den Ragdoll Täter nachahmt. Dazu kommt auch noch das der Name des Opfers William Fawkes war, wie der von Wolf. Baxter ist zwar kurz erschüttert, als sie diese Nachricht hört, glaubt aber nicht an einen Nachahmer. Auch nicht, nach dem sie sieht, das man dem Toten "Köder" auf die Brust eingeritzt hatte. Zu viele Nachahmer gab es nach den Ragdoll Morden, das sie nicht an einen Zusammenhang glaubt. Erst nachdem Lethaniel Masse im Gefängnis ermordet wird und sie dabei selbst in große Gefahr geraten, wird sie neugierig. Zusammen mit Curtis und Rouche fliegt sie in die USA, wo der Druck durch die Medien riesengroß ist. Nachdem ein zweiter Toter entdeckt wird, der das Wort "Puppe" auf der Brust hat, dreht die Presse völlig durch. Dabei werden Baxter und ihre Kollegen zum Spielball des Täters und versuchen größeres zu verhindern. Die Jagd auf Leben und Tod kann beginnen.


    Meine Meinung:
    Nachdem "Ragdoll", der mir gut gefallen hat, ist dies nun das zweite Buch des Autors. Wie auch schon in seinem letzten Band, ist der Schreibstil sehr gut, flüssig, mitunter aber auch etwas skurril, abgehoben und wirr. Wieder hat er Ermittler dabei die alle ihren eigenen Charakter mitbringen, dazu noch die traumatisierte Emily Baxter, die man ja schon vom Vorband kannte. Ein wenig hatte ich kurz Schwierigkeiten in das Buch zu kommen, da die einzelnen Kapitel und Ereignisse teils wirr aneinandergereiht werden. Zwar kann man diesen Band auch gut ohne Vorkenntnisse von "Ragdoll" lesen, aber es ist sicher von Vorteil diesen zu kennen. Daniel Cole legt in seinem zweiten Band ein ziemliches Tempo vor, sodass der Leser bei manchen Szenen kaum mehr zum Luft holen kommt. Nach ca. 80 Seiten war ich dann aber wieder in der Geschichte und hatte dann auch keine Probleme mehr zu folgen. Es ist aber nach wie vor nicht einfach, dieses hin und her mit den Zeiten und Ereignissen des damaligen Falls und des jetzigen klar zu kommen, dazu muss man schon bei der Sache bleiben. Auch das hin und her mit den Kontinenten und Ermittlern kostet viel Aufmerksamkeit, damit man am Geschehen dranbleiben kann. Was am Anfang ein wenig an Spannung fehlte, wurde gegen Ende, fasst zu viel. Der Schluss war für mich nicht ganz nachvollziehbar, jedoch bin ich gespannt, wie es weitergeht. Trotz, der ein wenig schwächeren Leistung gebe ich diesem Band 4 von 5 Sterne, weil mir die Charaktere Damien Rouche und Alex Edmunds gut gefielen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::applause::thumleft: 

  • Das Hörbuch bekommt von mir 3,5 Sterne. Im Großen und Ganzen hat mir die Story ganz gut gefallen, leider konnte sie mich stellenweise aber nicht ganz fesseln.
    Die Stimme des Sprechers fand ich sehr angenehm und auch wenn mich am Anfang etwas gestört hat, dass er häufiger Pausen macht, habe ich mich schnell daran gewöhnt.


    Vorweg sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass ich das Vorgängerbuch nicht gelesen habe, da mir auch nicht wirklich bewusst war, dass Hangman eine Fortsetzung ist. Dadurch fiel mir gerade der Start ein wenig schwer und ich hatte Probleme mir die Namen der einzelnen Personen zu merken. Auch macht die Geschichte glaube ich einfach mehr Spaß, wenn man die Hintergründe aus dem ersten Fall kennt.
    Nichtsdestotrotz hat mir der Ansatz gut gefallen und der Fall war definitiv mal etwas Anderes. Die Art des Autors die Protagonisten mit all ihren Fehlern dar zu stellen lässt sie sehr realistisch erscheinen. Allerdings wirkte keine der Charactere grundweg sympathisch auf mich und ich kann mir vorstellen, dass Andere Probleme haben sich mit ihnen zu identifizieren bzw. sich in sie hinein zu versetzen. Mich selbst hat es nicht gestört und ich fand es sogar erfrischend, das die Ermittler hier alles andere als perfekt sind.


    Leider haben mir einige Szenen nicht besonders gefallen, beispielsweise die Spinnenjagt im Hotel, diesen Teil fand ich unnötig und einfach nur seltsam. Andere Sachen fand ich schlichtweg unglaubwürdig (Achtung leichter Spoiler!!! Eine der Personen zeigt ein recht auffälliges Verhaltensmuster, dass er/sie wie ein Ritual sehr regelmäßig ausführt, es kommt zur Sprache und scheint danach kein Thema mehr zu sein? Ganz Plötzlich!). Wenig zufriedenstellend fand ich auch das Ende, es wirkte auf mich sehr überstürzt und unvollständig, so als hätte der Autor am Ende alles möglichst schnell zusammenfügen wollen, damit es vorbei ist. Schade!


    Fazit: Unterhaltsam aber teilweise etwas speziell, es ist ratsam zunächst den ersten Teil zu lesen ;)

  • Gelungene Fortsetzung



    Mit „Hangman“ hat Daniel Cole nach „Ragdoll“ seinen zweiten Roman rund um die britische Ermittlerin Emily Baxter und William Fawkes, genannt Wolf, veröffentlicht. Nach dem fulminanten Ende des Vorgängerbandes, beginnt „Hangman“ rund 18 Monate später und bezieht sich, sowohl was den neusten Fall von Emily Baxter angeht, als auch die Entwicklung der einzelnen Personen, die man schon aus dem ersten Band der Reihe kennt, auf „Ragdoll“. Wer den Vorgängerband also nicht gelesen hat, dem reichen vielleicht auch die in diesem Roman enthaltenen und in die Handlung eingestreuten Kurzinformationen zu den Ereignissen aus „Ragdoll“ nicht aus, um bestimmte Anspielungen und Reaktionen verschiedener Charaktere einordnen zu können. Von daher würde ich grundsätzlich empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen und nicht mit dem zweiten Band in die Reihe einzusteigen.
    Ich persönlich habe sehnsüchtig auf die Fortsetzung der Buchreihe gewartet und wurde, was meine Erwartungen an Spannung, Dramatik und fesselnde Erzählweise anging, nicht enttäuscht.
    Daniel Cole schafft es, dass man mit der schroffen und im zwischenmenschlichen Umgang alles andere als liebenswürdigen Emily Baxter mitfiebert. Nachdem sie in „Ragdoll“ bereits schwer gebeutelt wurde, stehen die aktuellen Morde, die sie gemeinsam mit Kollegen des FBI und der CIA untersucht, in Grausamkeit und Brutalität den Ragdoll-Morden meiner Meinung nach in nichts nach. Man ist als Leser genauso erschüttert wie die Ermittler selbst und bangt um den Ausgang der Geschichte.
    Mir persönlich gefällt der Schreibstil von Daniel Cole sehr gut, auch die Art und Weise, wie er Spannungsbögen aufbaut, finde ich sehr gelungen. Die Charaktere, deren Entwicklung auf den Ereignissen und Erfahrungen des ersten Bandes aufbauen, hatte ich ins Herz geschlossen und freute mich daher, dass auch in diesem Band sowohl Finlay als auch Edmunds wieder eine Rolle spielen.
    Spannung, Charaktere mit Ecken und Kanten, ein gehöriges Maß an Action – meine Erwartungen an „Hangman“ wurden alle erfüllt und ich bin extrem gespannt auf den nächsten Band! Ich vergebe für „Hangman“ daher auch fünf von fünf Sternen.

  • Nach Ragdoll kommt Hangman



    Daniel Cole nimmt seine Leserschaft wieder mit zurück nach London, zu New Scotland Yard. Die Ragdoll-Morde liegen knapp anderthalb Jahre zurück, da ereignet sich in New York City ein Verbrechen, dass allem Anschein nach in Zusammenhang mit dieser Mordserie steht. Allerdings bleibt es nicht bei einer einzigen Tat –Emily Baxter, die gemeinsam mit ihren Kollegen die Ragdoll-Morde aufgeklärt hat, wird wiederum zu den Ermittlungen hinzugezogen. Doch dieses Mal ermittelt New Scotland Yard nicht alleine. Das FBI und selbst die CIA sind mit von der Partie, letztere mit dem charmanten, manchmal draufgängerischen und manchmal liebenswert verpeilt wirkenden Damien Rouche, der Baxter so manches Mal auf die Palme bringt. Dabei funktioniert dieses Zusammenspiel der beiden ungleichen Ermittler (Rouche eher kontaktfreudig und nett, Emily eher kratzbürstig und abweisend) erstaunlich gut. Die Auseinandersetzungen der beiden haben, trotz anhaltend hoher Spannung der Geschichte, doch für die eine oder andere lustige Situation gesorgt.
    Hangman konnte mich ebenso fesseln wie es der erste Band der Reihe (Ragdoll) bereits vermochte. Wer den ersten Band bereits gelesen hat, der trifft einige wohlbekannte Personen wieder – da ist der ehemalige Kollege, Alex, der sich am Ende von Ragdoll wieder zurück ins Betrugsdezernat hat versetzen lassen, der Baxter aber ein guter Freund geblieben ist. Und Finlay, ein inzwischen pensionierter Kollege, den eine innige Freundschaft sowohl mit Baxter als auch mit dem derzeit gesuchten Kollegen Wolf verbindet.
    Daniel Cole hat es für mich geschafft, dass ich von der ersten bis zu letzten Seite gespannt auf den Ausgang der Handlung mit hin gefiebert habe – das Ende ist filmreif in Szene gesetzt und lässt mich einfach unglaublich gespannt auf einen weiteren Band zurück, auf den wir hoffentlich nicht allzu lange warten müssen. Hangman erhält von mir daher fünf Sterne.

  • Zu viel



    Bevor man sich diesen 2. Band von Daniel Cole zu Gemüte führt, sollte man wohl den 1. Band ,,Ragdoll" gelesen haben, da man sich sonst etwas schwer tut, die Verwicklungen und Andeutungen voll zu durchschauen.

    Als in New York auf der Brooklyn Bridge ein Toter gefunden wird, in dessen Brust das Wort ,,Köder“ geritzt wurde, gehen FBI und CIA davon aus, dass ein Killer den Londoner Ragdoll-Fall imitiert. Aus diesem Grund wird Chief Inspector Emily Baxter von New Scotland Yard nach New York geholt, um die dortigen Ermittlungen zu unterstützen.


    Der zunächst geheimnisvolle Prolog, der eigentlich eher ein Epilog darstellt, da er fünf Wochen nach dem Fund der Leiche an der Brooklyn Bridge spielt, zeigt eine sowohl physisch als auch psychisch gezeichnete Emily Baxter im Verhör.

    Baxter selbst ist eine schwierige Figur: hart, jähzornig, äußerst undiplomatisch und zwischenmenschlichen eine wahre Herausforderung. Dennoch führt sie eine Beziehung, allerdings auf Distanz und ohne tiefergehendes Vertrauen ihrerseits. Dies versteht man eventuell besser, wenn man den 1. Band gelesen hat. Ihr zur Seite gestellt wird der Special Agent Damien Rouche, auch er eine etwas bizarre, aber durchaus witzige Persönlichkeit. Doch auch bei ihm ahnt man bald, dass er so einiges verbirgt. Auch ihm vertraut Emily Baxter natürlich nicht, was zumindest für Spannung sorgt.

    Allerdings scheinen alle Ermittler ziemliche Macken zu haben, keiner führt ein ,,normales“ Leben, und dennoch bleiben einem die Figuren fremd, da man zu wenig über ihr Innenleben erfährt. Ein Leichenfund nach dem anderen, die Wechsel zwischen New York und London treiben das Tempo und auch die Spannung hoch. Mit der Zeit empfand ich dies aber eher als reißerische Action mit zu wenig Tiefgang: zu viele Beteiligte, zu viele Leichen, zu viel Blut!

    Nur für Liebhaber blutrünstiger Thriller zu empfehlen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Detektiv Chief Inspektor Emily Baxter wurde nach den "Ragdoll" Morden befördert und arbeitet in der Abteilung für Mord und Schwerstkriminalität bei der Metropolitain Police. Da ereilt sie die Meldung, dass an der Brooklyn Bridge in New York ein Toter an den Metallstreben hängt. Der Name des Toten ist : William Fawkes! Baxter reist mit zwei Kollegen nach New York um zu ermitteln. Sie besucht auch den Ragdoll Mörder Lethaniel Masse im Gefängnis, denn schnell ist klar, dass der Mord mit den vergangenen Taten zusammenhängt. Ein Trittbrettfahrer, der den Ragdoll Mörder kopiert?

    Nach und nach gibt es weitere Tote: erst Masse, dann einen Polizeibeamten….und alle haben Wörter auf dem Körper eingeritzt.


    "Hangman" ist ganz klar die Fortsetzung von "Ragdoll" und meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, dieses Buch zu lesen ohne den ersten Teil zu kennen. Die Handlung und die vielen Personen sind schon so sehr anspruchsvoll und wenn man dann die Hintergründe der ersten Taten nicht kennt, kann ich mir nicht vorstellen, dass man folgen kann.

    Daniel Cole kleckert nicht, er klotzt. Erst mit der Menge an Ermittlern. Seite neun agieren schon vier Ermittler, Seite elf sind es schon sechs an der Zahl. Im Schreibstil, der sehr detailliert ist und mir wiederum etwas zu ausschweifend. Was ich im ersten Teil kritisiert hatte, die unrelevanten Details, die lang und breit erklärt werden, sind hier in Hangman etwas weniger….doch detailliert ist der Schreibstil allemal. Dann die Anzahl der Opfer. Eine Leiche nach der anderen, zeitweise hatte ich das Gefühl, es ist kein Platz für anderes…wie zum Beispiel für die Ermittlungen. Beim Lesen habe ich ab und zu sogar gedacht: Nun wäre wieder mal eine Leiche fällig!

    Zu den Figuren : Im ersten Teil hat mich William Fawkes überzeugt und die Buchbewertung gerettet. Nun der glänzt leider in Hangman mit Abwesenheit. Und Emily Baxter kann ihm leider nicht das Wasser reichen. Der Story hätte eine Ermittlerin mit mehr Ecken und Kanten gut getan. Baxter ist mir einfach zu angepasst , zu brav und zu 08/15. Ein, zwei mal versucht der Autor mit wohl witzig gemeinten Szenen , all die Leichenfunde aufzulockern. Leider konnte ich nicht unbedingt schmunzeln über drei gestandene Ermittler, die aus lauter Angst vor einer Spinne aneinander gekuschelt in einem Hotelbett einschlafen. Was soll denn daran lustig sein ? Mein Humor ist das definitiv nicht. Die Handlung hangelt sich also von Leichenfund zu Leichenfund. Und wirkt dadurch etwas eintönig.

    Hangman hat mir zwar etwas besser gefallen als Ragdoll, doch mehr als mittelmässig in der Bewertung liegt leider einfach nicht drin.

  • Gut gemachter, spannender Thriller!


    Inhalt:

    Aufgrund von Parallelen einiger Mordfälle in New York zum Londoner „Ragdoll“-Fall, wird Chief Inspector Emily Baxter, welche an der Aufklärung des Ragdoll-Falles maßgeblich beteiligt war, zu Rate gezogen. Man vermutet einen Trittbrett-Fahrer, der den spektakulären Fall aus London kopiert, der Druck von Seiten der Medien auf die ermittelnden New Yorker Beamten wächst, zumal man sich mit einer äußerst brutalen und perfiden Mordserie –abwechselnd in London und in New York - konfrontiert sieht. Wer steckt als Drahtzieher hinter diesen Morden? Wird es dem Ermittlerteam gelingen, ihn rechtzeitig zur Strecke zu bringen?


    Handlung:

    In einem kurzen Prolog, wird das Ende in groben Zügen vorweggenommen, auch wird dabei auf den ersten Fall Bezug genommen, und ein wenig gespoilert, wenn man diesen noch nicht gelesen hat. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung von fünf Wochen in die Vergangenheit, zum eigentlichen Beginn der aktuellen Mordserie: hier wird bei jedem Mord auch eine zweite Leiche gefunden, nämlich die des jeweiligen Täters. Es stellt sich die Frage, wie man diese Fälle lösen soll, wenn der Killer jeweils frei Haus „mitgeliefert“ wird? Wo setzt man an, wie lässt sich diese mysteriöse Serie stoppen?


    Schreibstil:

    Eins vorweg: dieses Buch ist keine leichte Kost, was Brutalität und Grausamkeiten anbelangt! Der Autor versucht auch jene Leser zu berücksichtigen, welchen den Vorgängerband noch nicht kennen, und versorgt diese mit wichtigen Details dazu, damit zum Verständnis der aktuellen Geschichte dieser nicht unbedingt gelesen werden muss. Auf diese Weise wird man immer wieder mit kleinen Häppchen zum Ragdoll-Fall „gefüttert“, welcher untrennbar mit diesem Fall zusammenhängt. Dabei bedient sich der Autor eines relativ einfachen Satzbaus, wodurch das Ganze sehr leicht und flüssig gelesen werden kann.


    Charaktere:

    Hauptfigur ist die bereits im Vorgängerband in Erscheinung tretende Emily Baxter, Ihres Zeichens Detective Chief Inspector bei der Londoner Behörde. Obwohl sie durch den Ragdoll-Fall zu Ruhm und Ehre bei den Ermittlern gelangt ist, ist sie dadurch zwar abgebrüht und hart im Nehmen, weist jedoch im sozialen Gefüge Defizite auf. Die Brutalität des Ragdoll-Falles, in dem sie auch persönlich involviert war, hat bei ihr nicht nur optisch Spuren hinterlassen, auch seelisch hat sie daran nach wir vor, schwer zu knabbern, da sie erst wieder Vertrauen zu ihrer Umgebung finden muss. Nicht zuletzt leidet darunter auch ihre Beziehung zu ihrem Lebensgefährten Thomas, der für Baxter eine Engelsgeduld aufbringt. Der einzige, dem sie blind vertraut, ist ihr alter Freund Edmunds, der immer loyal zu ihr steht, und auf dessen Rat sie immer wieder gerne zurückgreift. Dem neu zusammengestellten Ermittlungsteam gehören auch der durchaus sympathisch dargestellte Special Agent Damien Rouche von der CIA und die zum Teil recht zickige Special Agent Elliot Curtis vom FBI an. Dieses recht ungleiche Trio wächst aber mit der Zeit zu einem recht kompakten Team zusammen, wobei jeder von ihnen im Laufe des Hangman-Falls mit den Dämonen seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert wird.


    Cover:

    Dieses Cover mit dem auffälligen, roten Kreuzknoten, der sich je nach Lichteinfall vor die silberne Schrift des Titels und des Autors schiebt und sich fast schon plastisch von dieser abhebt, ist sehr gelungen und ein echter Blickfang!


    Autor:

    Daniel Cole wurde 1983 geboren. Bevor er mit dem Schreiben begann, hat er als Sanitäter, Tierschützer und Seeretter gearbeitet. Cole lebt in Bournemouth in Südengland. Seine Romane sind mittlerweile in 35 Ländern erschienen.


    Meinung:

    Ich kenne den ersten Band bisher nur teilweise, daher hatte ich anfangs einige Probleme damit, in die Geschichte hineinzufinden, da mir einfach das nötige Hintergrundwissen fehlte. Danach ging es allerdings Schlag auf Schlag, die Ereignisse überstürzten sich geradezu, sodass die Spannung stetig aufrecht gehalten wurde, bis es letztendlich zu einem fulminanten Showdown kam, wobei der Leser teilweise sehr geschickt in die Irre geführt wurde und es am Schluss zu einem wirklich unerwartetem Ende kam.


    Persönliche Kritikpunkte:

    In einem Prolog das Ende eines Romans vorwegzunehmen, und teilweise bereits die Lösung zu verraten, finde ich persönlich eine sehr unglücklich gewählte Art, einen Thriller zu beginnen, zumal sie den Buch einiges an Spannung stielt. Ob es wirklich so eine gute Idee ist, den Leser mit Details aus dem ersten Buch zu versorgen, mag dahingestellt bleiben. Auf der einen Seite sind diese als Hintergrundwissen essentiell, jedoch fehlt denjenigen, welchen den ersten Band noch nicht gelesen hatten dadurch vielleicht die Motivation, diesen nachträglich zu lesen. Denn dieser wird hier gehörig gespoilert! Nach dem eigentlichen Roman richtet sich der Autor in einigen Zeilen direkt an seine Leser, und erklärt darin, dass der erste Band für das Verständnis davor nicht zwingend gelesen werden muss, da er in „Hangman“ darauf Bezug nimmt. Warum diese Zeilen erst nachträglich angefügt werden und nicht als einleitende Worte zu Beginn, entzieht sich jedoch meinem Verständnis. Ich persönlich fände es zielführender, als Einleitung darauf hinzuweisen, den ersten Band zu lesen, als die Lösung des ersten Falls im zweiten Band preiszugeben!

    Zudem fand ich einige Textpassagen ein wenig verwirrend, was allerdings auf eine mangelhafte bzw. fehlerhafte Übersetzung zurückzuführen ist.


    Fazit:

    Ein durchaus lesenswerter und spannender Thriller, der jedoch leider sehr viel über den ersten Band verrät, falls man diesen davor noch nicht gelesen haben sollte!

  • New York – als ein Killer sein Opfer auf der Brooklyn Bridge aufhängt und sich selbst danach zu Tode stürzt, sind die Beamten schnell alarmiert, denn auf der Brust des Opfers wurde ein Wort eingeritzt: “Köder” und auch der Killer trug ein Wort auf der Brust: “Puppe”. Schnell ziehen die US-Ermittler Detective Inspector Baxter hinzu, denn der Fall in den USA weist Parallelen zu dem Ragdoll Fall auf, bei dem Baxter an der Aufklärung teil hatte. Doch dann tauchen weitere ähnliche Fälle auf, nicht nur in New York, sondern auch in London. Schnell sind die Medien dabei, diese Fälle ins Visier zu nehmen und der Druck auf die Ermittler wird enorm. Was hat dieser Fall mit dem Ragdoll Fall gemeinsam? Was will der Täter aussagen mit den Worten auf der Brust? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

    Meine Meinung

    Das sehr düstere Cover des Buches macht neugierig und schreit geradezu auf dem ersten Blick das Wort Thriller und auch der Klappentext verspricht eine spannende Geschichte. Der Einstieg fiel mir dann aber nicht ganz so leicht, denn ich hatte das Gefühl, dass hier einfach ganz schnell viele Gedankensprünge stattdanden. Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender wurde es und so langsam wurde auch die Sicht auf die Dinge klarer. Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen, aber hier und da wirkte es ein wenig zu überhastet und ich musste ab und an Abschnitte noch einmal lesen, um die Aussagen darin auch wirklich alle mitzubekommen. Trotzdem war ich dann nach ca. 100 Seiten von der Geschichte gefesselt und wollte wissen, was dahinter steckt.

    Spannend ist es auf jeden Fall von Beginn an, denn schon der Prolog, der sozusagen das Ende spiegelt, macht neugierig auf die Story. Der Plot ist soweit durchdacht und auch logisch, aber auch nahezu rasant. Es gibt kaum Momente, in denen der Leser zur Ruhe kommt und Leichen pflastern die Seiten. Zu Gute kommen lasse ich hier, dass Daniel Cole seine Tatorte zwar beschreibt, aber nicht zu tief in die Details versinkt, so dass es zwar vorstellbar bleibt, aber nicht widerlich. Wie gesagt, der Plot ist rasant, temporeich und fesselnd und steigert sich sogar immer noch mal wieder.

    Der Fall selber war gut konstruiert und undurchschaubar, aber gerade zu Beginn noch sehr verwirrend, weil sich die Ereignisse regelrecht überschlugen. Ich musste immer mal wieder innehalten und überlegen, wer denn da gerade handelte und nur die drei Hauptermittler und Baxters Freund Edmunds in London waren mir recht schnell klar. Bei allen anderen musste ich doch hin und wieder überlegen, was mich hin und wieder doch aus dem Lesefluss brachte.

    Mit vielen Überraschungen und Wendungen blieb es dann bis zum Schluss recht undurchschaubar und das Ende lässt mich noch ein wenig verwirrt zurück, denn ich habe doch noch einige Fragen offen. Ich denke, dass sich der Autor hier noch eine Fortsetzung offen hält, denn für mich war noch nicht alles schlüssig zu Ende gebracht.

    Ein Erzähler in der dritten Person führt den Leser durch die Story, dabei bleibt der Leser aber doch im Unklaren über die Ereignisse. Man muss hier einfach mitraten und über Lösungen nachdenken und doch schafft es Daniel Cole, mich immer wieder zu überraschen.

    Die Ermittler in diesem Thriller sind sehr facettenreich und wieder einmal sehr speziell. Tatsächlich hat jeder Einzelne eine sehr ungewöhnliche Vergangenheit, so dass sie als Gesamtbild absolut ungewöhnlich auftreten. Baxter war mir nicht gleich sympathisch, was auch an ihrer Art liegt, absolut unnahbar und misstrauisch zu sein. Trotzdem setzt sie sich mit vollem Einsatz für den Fall ein und je mehr ich sie wieder kennenlernte, desto sympathischer war sie mir auch, denn auch in der nach außen knallharten, misstrauischen Frau steckt ein durchaus weicher Kern. Ihre beiden Kollegen blieben mir auch lange Zeit sehr auf Distanz und man spürte vor allem bei Rouche, dessen Namen niemand aussprechen kann, dass da noch ein Geheimnis im Verborgenen liegt.

    Mein Fazit

    Ein temporeicher Thriller mit vielen Überraschungen und Wendungen, bei dem ich am Ende aber auch noch offene Fragen zurückbehalte, brachte mir trotz kleinerer Einstiegsprobleme spannende Lesestunden. Außergewöhnliche Ermittler, die man erst einmal kennenlernen muss, um sie zu mögen, sorgen trotz all der blutigen Ermittlungen dafür, dass man hin und wieder doch schmunzeln muss, was das Gesamte wieder etwas auflockert. Man kann diesen Thriller durchaus lesen, ohne Ragdoll zu kennen, allerdings könnte es von Vorteil sein, wenn man mehr über den ersten Fall weiß. Durchaus lesenswert!


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

Anzeige