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Jörg Sundermeier - Die Sonnenallee

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    Die Sonnenallee: Berliner Orte

    von

    4.5|1)

    Verlag: be.bra

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 144


    ISBN: 9783898091329


    Termin: September 2016

    • Jörg Sundermeier - Die Sonnenallee

      Autor (lt. Buch):
      Jörg Sundermeier, geboren 1970 in Gütersloh, ist Verleger des 1995 gegründeten Verbrecher Verlags und Autor für diverse Zeitungen und Magazine, u.a. für die tageszeitung, die Berliner Zeitung und Jungle World. Als Verleger wurde er 2014 mit dem Kurt-Wolff-Preis ausgezeichnet. Er ist Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher. Seit 2015 ist Sundermeier Mitglied im Vorstand der Kurt Wolff Stiftung zur Förderung einer vielfältigen Verlags- und Literaturszene.

      Inhalt (lt. Buchrücken):
      Dieses Buch nimmt den Leser mit auf eine abenteuerliche Reise durch Geschichte und Gegenwart der Sonnenallee - jener Magistrale, die das quirlige Kreuzkölln mit dem beschaulichen Treptow verbindet. Auf einer Strecke von fünf Kilometern trifft hier orientalischer Lebensstil auf Berliner Schnauze, schmiegen sich hässliche Plattenbauten an sanierte Gründerzeithäuser, eilen hippe Coffeetogotrinker an Bettlern und Gestrandeten vorbei.
      In feinfühligen Alltagsbeobachtungen zeichent Jörg Sundermeier das Bild einer Straße, die typisch ist für das neue Berlin, das sich noch nicht entschieden hat, ob es lieber arm bleiben oder sexy werden will. Oder umgekehrt.

      Meine Meinung:
      Der erste Punkt bei dieser Rezi ist schon schwierig. Wo ordne ich dieses Buch ein? Für ein Sachbuch hat es zu viele humorvolle Stellen, für die Rubrik Humor ist zu viel nachdenkliches drinnen. Ein Reiseführer? Ja, aber ein ganz spezieller.
      Auch das Fortbewegungsmittel ist passend gewählt: Der Bus M41. Mit ihm fährt der Autor vom Hauptbahnhof los, nachdem er kurz in den ersten beiden Kapiteln "Gestern", "Straße" und "Bus" ein wenig von sich, dem Viertel, von der Geschichte der Straße und der Linie M41 erzählt hat. Er nimmt nun den Leser mit auf seine sogenannte "Sitzreise". An seinen wirklich interessanten, nachdenklichen, aber eben auch teilweise sehr amüsanten Betrachtungen lässt er nun Station für Station den Leser teilnehmen auf seiner Strecke. Er charakterisiert dabei die Menschen im Bus, ihr teilweise schräges Verhalten, die Eigenheiten der Busfahrerin, erklärt aber auch anhand einiger Beispiele die Siedlungspolitik, die Geschichte einiger Bauwerke, die Änderung bzw. Verlagerung der Ausgehmeilen, etc.
      Immer wieder auch garniert mit ein paar Fotos (leider in schwarz-weiß) und in einem leicht lesbaren Schreibstil, in dem Wehmut genauso vorkommt wie offene Kritik an manchen Entwicklungen, aber auch eine große Sympathie mitschwingt für die Menschen dort und ihre Straße.
      Vielleicht haben andere Leser oder solche die Berlin leben, eine andere Beziehung zu dieser Straße und können vielleicht mit dem Buch weniger anfangen. Für jemand wie mich (noch nie in Berlin gewesen) hatte es jedoch folgende Auswirkung:
      Irgendwie bekam ich Lust, bewaffnet mit diesem "Reiseführer" der besonderen Art nach Berlin zu reisen und diese Strecke Station für Station ebenfalls abzuklappern.
      Ich habe mich daher entschieden, diesem Taschenbuch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne zu geben.
      Warnhinweis:
      Lesen gefährdet die Dummheit

      :study:
    • terry schrieb:

      Für jemand wie mich (noch nie in Berlin gewesen)
      Das solltest Du aber bald ablegen und Berlin besuchen kommen z.B. in Verbindung mit der LBM. Die Deutsche Bahn fährt im Stundentakt und braucht ca. 75 Minuten für die Strecke Leipzig-Berlin.
      Viele Grüße von Yurmala

      :study: Zabor ou Les psaumes von Kamel Daoud

      :musik: Leere Herzen von Juli Zeh, gelesen von Ulrike C. Tscharre

      »You can never get a cup of tea large enough or a book long enough to suit me.«. C.S. Lewis
    • Hallo terry! Kennst Du vielleicht schon, kennen hier ja recht viele: Da muss ich an Thomas Brussig - Am kürzeren Ende der Sonnenallee denken, und diese empfehlen!
      Adolf Muschg - Das gefangene Lächeln
      Alex Stock - morgen: theologie einer tageszeit
      Esther Kinsky - Naturschutzgebiet

      (Un-)Gelesenes: buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#shelf
    • terry schrieb:

      tom leo schrieb:

      Ja, spielt zu DDR-Zeiten (und gibt ziemlich gut auch meine Erinnerungen daran wieder...)
      Das macht fast nur neugieriger! :) Hab ich gar nicht gewusst, dass du aus der Ex-DDR kommst.
      Jein: meine Eltern sind kurz vor dem Mauerbau geflohen (und ich selber also im Westen geboren). Wir hatten sämtliche Verwandte dort. Wir blieben und bleiben eng verbunden. Ich war quasi jedes Jahr als Kind und Jugendlicher für ca drei Wochen pro Jahr in der DDR und fühle mich angesprochen und geprägt von der Thematik. Diese Besuche gehen bis heute weiter, allerdings chaffe ich es zeitmässig nicht mehr in dieser Kontinuität.
      Adolf Muschg - Das gefangene Lächeln
      Alex Stock - morgen: theologie einer tageszeit
      Esther Kinsky - Naturschutzgebiet

      (Un-)Gelesenes: buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#shelf
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