RJ Barker - Die Stunde des Assassinen/Age of Assassins

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Die Stunde des Assassinen

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Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 464

ISBN: 9783453318823

Termin: Januar 2018

  • Inhalt:
    Girton Klumpfuß ist kurz davor, einer der besten Auftragsmörder des Landes zu werden, schließlich geht er bei Meister Karn in die Lehre, einer lebenden Legende im Geschäft mit dem Tod. Eines Nachts werden Girton und sein Meister jedoch an den Königshof gerufen: Innerhalb der dicken Steinmauern von Burg Maniyadoc wispert man hinter vorgehaltener Hand von einem geplanten Attentat auf den Kronprinzen. Getreu dem Motto "Um einen Mörder zu fangen, musst du einen Mörder schicken" heuert die Königin die beiden Assassinen an, um das Attentat zu verhindern. Weder Girton noch Meister Karn ahnen, dass der Anschlag auf den Prinzen erst der Beginn einer Reihe von Verschwörungen und Intrigen ist, die das gesamte Königreich in einen grauenhaften Krieg stürzen könnten, der auch vor loyalen Assassinen nicht haltmacht ...


    (Quelle: Klappentext)


    Eigene Meinung:
    Heißt es: „Willst du einen Assassinen töten, schicke einen Assassinen“, dann erwartet man eine spannende und gar düstere Geschichte, die man mit Faszination verfolgt. Hier war eher das Gegenteil der Fall.


    Schon nachdem der Auslöser der Handlung in den ersten Seiten aufkam, konnte ich mich nicht mehr für das Buch begeistern und schien es auch weiterhin so zu bleiben. Über die Lektüre hinweg bleibt die Geschichte stets zu karg mit zu wenig Inhalt für die vielen Seiten. Meinem Gefühl nach hätte die Handlung lediglich eine Nebenhandlung und ein begleitendes Erlebnis in einem Buch sein können, doch in diesem Umfang kein ganzer Band. An sich ist es eine solide Idee, die jedoch auch gänzlich ohne Assassinen funktioniert hätte, wenn man bedenkt, dass diese kaum vorkamen. Eher liegt das Augenmerk auf Magie und Intrigen in dieser Welt. Vielleicht wäre es eine interessante Welt, doch konnte ich mir zu keinem Zeitpunkt ein ausgestaltetes Bild vorstellen, denn das durch die Magie tote Land – ein Aspekt den man viel besser hätte ausbauen und den Blick darauf richten können – wird stets betrachtet und erwähnt, sodass es recht verwirrend sein kann, wenn doch alles in der Umgebung größtenteils grün ist. Im Allgemeinen gibt es recht wenig Information zu der Welt an sich. Möglicherweise mag man den Namen des Landes kennen, wenngleich er nicht gut zu merken ist und eine Karte ganz hilfreich wäre. Auch weiß man, dass ein Konflikt vorherrscht. Ab und an erfährt man etwas aus der Vergangenheit und dem damit zusammenhängenden Gebrauch der Magie, aber alles ist zu grob umrissen. Die Welt ist ohne großartige Tiefe, wodurch das Buch noch länger erscheint.


    Auch die Charaktere können hier nicht abhelfen. Es gibt Bücher, in denen es die Figuren sind, die einen fesseln und deren Werdegang man miterleben möchte. Hierbei sind die Charaktere lediglich eine graue Masse. Weder sind sie außergewöhnlich noch gibt es Etwas, das sie in Erinnerung bleiben lässt. Griton und sein Meister wirken teils nicht recht wie Assassinen, da sie sich als jene nicht gerade unauffällig verhalten. Viele der Jugendlichen sind klischeehaft bösartig zu Griton aufgrund seiner Behinderung. Und schlichtweg kennt man kaum etwas von ihnen, die kleinen Details, die ihren Charakter bilden, bleiben unerwähnt. Lediglich Girtons Vergangenheit bekommt man in kurzen Rückblicken erzählt, wobei man diese schlussendlich nicht notwendig sind und in zwei Seiten könnte man sie komprimieren.


    Der Schreibstil ist hingegen solide und gut zu lesen, weshalb manche Stellen trotz der Langatmigkeit schnell zu lesen sind. Dennoch kann er nicht davon ablenken, dass es gar keine besonders überraschenden Wendungen gibt und vermeintlich große Enthüllungen werden als gewaltig angesehen, dabei weiß man diese schon seit dutzenden Seiten und wundert sich nur, da der betroffene Charakter die Information aktiv mitgehört hatte. Oder anscheinend eher weniger aktiv. Außerdem gibt es seltsamerweise einen Sprung im Buch, nach welchem die Charaktere plötzlich anders auftreten und die Geschichte ohne Grund eine neue Atmosphäre bekommt. Davon abgesehen was das Ende unterhaltsamer und so musste man sich nicht auch noch über die letzten Kapitel quälen. Einen kleinen Pluspunkt bildet die phantastische Darstellung der Reittiere.


    Fazit:
    Zusammenfassend war es eine für mich sehr simple und stumpfe Erzählung, die bei mir keinerlei Eindruck hinterlassen hat. Man hat so wenig bekommen, dass man sich nicht einmal eine richtige Meinung aus diesen losen Fäden bilden kann. Leider war es schlichtweg ein Buch, das mich nicht mitreißen konnte und lieber hätte ich meine Zeit mit einer anderen Lektüre verbracht.


    :bewertung1von5::bewertung1von5:


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