Beiträge von Farast

    Hallo in die Runde,


    ich spiel mal den einsamen Rufer in der Wüste. Wo seid ihr denn alle??????????????????

    Wie gesagt, mein Mann hat Urlaub und wir haben einiges an Arbeiten erledigt und noch den einen oder anderen Ausflug vor, aber ich versuche so oft wie es geht ins Forum zu gehen. :ergeben:




    Was mir noch aufgefallen ist, seine grenzwertigen Aussagen zur kommenden Revolution.

    Das war ja absolut krass was er da alles von sich gegeben hatte :shock: Da kann man wirklich Angst davor bekommen, wenn er nur ein Bruchteil von dem umsetzen würde.


    Frau Oates geht übrigens in einigen Romanen auf das Thema Fanatismus (religiös oder sozial bedingt) intensiv ein und man merkt recht schnell

    was sie davon hält. So hier auch. Bisher ist sein Fanatismus nur theoretischer Natur, aber das kann sich auch schnell ändern. Das wissen wir gut

    aus den barbarischen Auswirkungen der französischen Revolution.

    Ich empfinde es hier unglaublich ausgeprägt dargestellt, mal egal von welchem Blickwinkel es gezeigt wird. Gleichgültig ob jetzt reich oder arm, die Ansichten sind immer erschreckend fanatisch. Vielleicht ist mir deshalb Josiah auch noch so sympathisch, weil er mir bis jetzt in dieser Richtung keine Tendenzen zeigt. Seine Diskussion mit seinem Großvater war diesbezüglich sehr schön zu verfolgen.

    Fanatismus ist ohnehin etwas was ich niemals nie verstehen kann. Mir hatte mal ein Mitglied der Zeugen Jehova glaubwürdig versichert, dass es Adam und Eva tatsächlich gab. Mein Hinweis auf Frühmenschen, entsprechende Knochenfunde, Evolution usw die eindeutig in eine andere Richtung zeigen würden, wurden mit fadenscheinigen Erklärungen beiseite gewischt. Das klügste war in dem Moment genauso wie Josiah zu handeln, einfach ruhig sein. Gegen Fanatismus kommt man schwer ran. Jedenfalls ich komme da schwer ran.


    Mir gefällt wirklich richtig gut wie eindeutig Frau Oates zeigt was sie von Fanatismus hält!



    Auf jeden Fall werde ich heute noch weiter lesen und bei nächster Gelegenheit wieder melden. :)

    Das geisterhafte Liebespaar


    Sinclair kann ja schon den Finger in gesellschaftliche Misstände legen, aber wie er es in seinem eigenen Haushalt hält, dass finde ich dann doch etwas zu hart. An Metas Stelle wäre ich äußerst wütend, wenn mein Kind durch die karge Ernährungsweise die im Hause Uptons herrscht, an Rachitis leiden müsste. Da wird sie ihrem Mann auch nicht beikommen können, der nur das soziale Elend rund um sich sieht, und sich selbst und seiner Familie durch seine sozialistische Einstellung nichts gönnt. Gut, natürlich ist das Einkommen vermutlich nicht gerade üppig, aber für eine bessere Ernährung dürfte es doch hoffentlich reichen.


    Hatte sich Meta noch anfänglich für Sinclairs Schreiben interessiert, sich von ihm weiterbilden lassen, erkaltete das Interesse mit der Zeit (und ehrlich, ich kann es sehr gut nachvollziehen warum das so ist). Upton kam irgendwann der entsetzliche Gedanke, dass seine Frau (mit der er wohlgemerkt wie Bruder und Schwester zusammenlebt) sich in einen anderen Mann verliebt hatte. Oder sich heimlich trifft. So fängt sie plötzlich an, sinnlicher auszusehen. In den Spiegel zu schauen. Und dann findet Upton auch noch eine teure Brosche, die er vorher noch nie an ihr gesehen hatte.


    Mir hatte es sehr gefallen, wie Oates das "geisterhafte" Paar beschrieb. Wie Sinclair an seinem eigenen Verstand zweifelt. Wie Oates zwischendurch immer wieder seine Gedanken einfließen lässt, was alles an Missstände er erwähnt. Bis er die Kutsche wieder sieht und meint seine Frau zu sehen, in sinnlicher Umarmung mit einem ihm fremden Mann. Anlass genug für ihn, die Waffe wieder zu laden und nach dem Paar zu schießen. Das spurlos im Feld verschwunden ist.

    Was er noch dort findet ist folgendes:

    Zitat von S. 301

    Auf dem Boden fand er Skelettreste von etwas Undefinierbarem. Kleinen Tieren, Kaninchen vielleicht. Häufchen von grauem Fell oder von Federn, die von einer Eule gefressene Beute?

    Aber ansonsten, keine Hufspuren, keine Räderspuren, nichts, einfach nur ein sichtlich intaktes Maisfeld. Mit ein paar seltsamen Knochenreste. Das erinnerte mich direkt an das Haus, welches Annabel und ihr Verlobter als Geschenk zur Hochzeit bekommen sollte.

    Auch gut gefallen hatte mir, wie später Meta zu Upton zurückgekehrt ist. Müde, gähnend, aber sichtlichst zufrieden. Gekleidet in ihrem alten Kleid und sich ein paar Maisfaden aus dem Haar klaubend. In völliger Unschuld oder so ähnlich.

    Berichtest Du dann mal? Irgendwie interessiert mich das Buch aber es hat bei amazon und auch hier so durchwachsene Bewertungen bekommen und das Cover finde ich total hässlich. :geek::wink:

    Sobald ich es gelesen habe (was dauern kann :uups:) mache ich es . Das Cover ist wirklich .... ähm gewöhnungsbedürftig :-, Aber auf jeden Fall fällt es auf. :lol:

    Jessy1963 Von wegen dauern, ich habe das Buch mittlerweile gelesen. Hier findest du meinen Eindruck. Ich denke es dürfte der berühmte Fall sein, gefällt oder gefällt nicht. :lol:

    Auf den Inhalt gehe ich jetzt auch nicht mehr ein und komme direkt zu meinem persönlichen Eindruck.

    Ich habe "Meine Schwester, die Serienmörderin" in anderthalb Tagen weginhaliert und fand das Buch bis auf das für mich zu abrupte Ende großartig.

    Das trifft auch auf mich zu. In anderthalb Tagen weginhaliert (das trifft es wirklich am besten) und für gut befunden. Das Ende fand ich auch etwas zu abrupt. Zack und fertig. Da hatte mir dann doch noch etwas mehr gefehlt.


    Ich mag ja keine blutigen und superbrutalen Thriller mehr, deshalb habe ich mich von diesem Genre mittlerweile zurückgezogen. Aus dem Grund hatte mich dieser Titel zunächst mal abgeschreckt. Wenn mir das Buch allerdings nicht durch die eine oder andere Rezension noch mal in den Sinn gekommen wäre, dann hätte ich es schlicht vergessen. Und das hätte mich um ein Leseerlebnis gebracht, was mich in dem Genre wirklich überrascht hatte und zwar auf eine angenehme Art.

    Stellenweise ist das Buch schon ziemlich überzogen, aber das hatte mich nicht sehr gestört. Fasziniert hatte mich der Einblick in die Mittelschicht NIgerias. So manches kommt einem bekannt vor, aber es bleibt auch oft ein Blick in eine mir nicht sehr bekannte Welt. Mir fremde Traditionen, die in das Leben der Menschen noch immer sehr tief greifen, wie beispielsweise das niederknien vor einem Gast oder dem zukünftigen Schwiegervater.


    Das man die ganze Geschichte und auch die Vorgeschichte durch Koredes Augen und Gedanken erfährt hatte mir persönlich sehr gut gefallen. Anfänglich musste ich ja noch etwas schmunzeln, wenn Korede beschreibt, wie sie hinter ihrer Schwester "aufräumt". Aber dieses Lachen blieb mir recht schnell im Halse stecken.


    Wer allerdings einen blutigen, humorvollen Thriller erwartet, der dürfte recht schnell merken, dass dies in dem Fall nicht zutrifft. Aber dafür eine recht gut erzählte Geschichte zweier Schwestern. Von der die eine ein ganz besonderes Problem hat. Streng genommen haben beide ein Problem. :wink: Mir hatte das Buch gefallen, es war zügig erzählt, stellenweise vielschichtig und deshalb vergebe ich hier gerne vier Sterne.

    Dank dem Kindle Deal der Woche gekauft.

    Berichtest Du dann mal? Irgendwie interessiert mich das Buch aber es hat bei amazon und auch hier so durchwachsene Bewertungen bekommen und das Cover finde ich total hässlich. :geek::wink:

    Sobald ich es gelesen habe (was dauern kann :uups:) mache ich es . Das Cover ist wirklich .... ähm gewöhnungsbedürftig :-, Aber auf jeden Fall fällt es auf. :lol:

    aber diese Theorie habe ich nicht gehört

    Die war mir jetzt auch neu. :lol: Danke auch für das Bild! Jetzt kann ich mir eine bessere Vorstellung davon machen.


    Es erhebt sich allerdings auch die Frage, ob dieses Bild von Annabel in Not vielleicht nur eine Halluzination, ausgelöst durch seinen körperlichen Zu-

    stand war.

    Daran musste ich auch denken, als ich die Szene gelesen hatte. Wirklich schwierig einzuordnen, ob es sich um Wahrheit oder eine Halluzination gehandelt hatte. "Das geisterhafte Liebespaar" habe ich erst angefangen und kann noch nicht so viel darüber schreiben.



    denn das Ansinnen künftig keusch zu leben, wie Bruder und Schwester ... war sicher seine Idee

    Genau, dass habe ich auch so in Erinnerung, weil er keine Kinder mehr haben wollte. Seine Frau war darüber nicht sehr begeistert. Wobei es so wie die Zwei leben eindeutig besser ist. Ich kann den von Frau Oates geschilderten Sinclair schlicht nicht leiden. Er ist mir in seinen Ansichten und der Auslebung davon viel zu extrem. Von seiner Frau erwartet er völliges Engagement in allem, ob es sie überfordert ist ihm egal. Hauptsache sie erledigt brav ihre Arbeit und hört ihm immer schön zu, ohne eigene Gedanken zum Thema haben zu dürfen.

    Oktober 1903 ( S. 261ff)


    Ein Kapitel, das mich mit seinen vielen Details und Informationen fast erschlagen hat. Mir geht es da ähnlich wie serjena , was davon ist wichtig und sollte es mir im Hinterkopf behalten. Was davon ist Beiwerk. Was davon dient vielleicht nur zur Ablenkung.

    Da kann man sich nie sicher sein. Frau Oates lässt den Leser da

    wohl auch manchmal bewusst in der Luft hängen.

    Oha! Wobei das eigentlich auch wiederum gut ist. Dann scheint das Buch auf jeden Fall ein Kandidat zum mehrmals lesen sein und man würde wohl immer wieder neue Zusammenhänge entdecken. Das hat was.


    Ich versuche mal irgendwie meine Gedanken zu bündeln. Mrs Grover Cleveland. Die einen Artikel für ihren Mann ins reine schreibt (mit leichten Veränderungen ihrerseits). Ein Artikel, der die Gleichstellung von Mann und Frau völlig ablehnt. Die ihren Mann bewusst völlig überhört, als er nach ihr ruft. Zumal doch ihre Dienerin laufen kann, immerhin wird sie ja dafür bezahlt.


    Graf English von Gneist, der mittlerweile völlig in die Princetoner Gemeinschaft aufgenommen wurde. Und sich für die liebe Wilhelmina Burr interessiert. Wie wir ja schon vermutet haben, vielleicht das nächste Opfer?

    Die liebe Wilhelmina, die alles andere ist als eine angepasste Tochter, die sich dem Geist der Zeit unterordnen mag. Mir ist sie sehr sympathisch.


    Und dann Josiah bei seinem Onkel und seiner Tante. Ihm wird ein Zeitungsfoto aus New York gezeigt. Es könnte Axson sein. Wobei Josiah meinte ja, dass er es nicht wäre, weil er Axson von der Figur her anders in Erinnerung hatte. Es könnte auch seine Schwester Annabel sein oder auch nicht. Nichts genaues weiß man also.

    Josiahs Onkel brüstet sich darüber, dass er Axson von Anfang an nicht gemocht hatte. Wobei die Tante da einen komplett gegensätzlichen Eindruck hatte. Eindeutig ist Copplestones Abneigung gegen Wilson.

    Nicht gerade gemütlich ist der Aufenthalt in dem Gebäude. "Überhaupt fühlte sich Wheatsheaf an diesem Abend so feucht und kühl an wie ein Mausoleum." (S. 263) Die Beschreibung Copplestones lässt nicht gerade auf einen sympathischen Menschen schließen. Er geht verschwenderisch mit dem Vermögen der Slades um. Ist rassistisch (diese Witze .... :roll:). Zumindest hätte ihn in Princeton noch niemand beim Ehebruch ertappt. Was ja nicht viel zu heißen hat. Er liebt seine kleine Tochter Oriana abgöttisch, im Gegensatz zu seinem Sohn Todd.


    Was denkt ihr denn nun mittlerweile über die Umstände in der Familie von Todd - er wird von seinem Vater ja als Idiot bezeichnet. Mit diesem Jungen müssen wir sicher noch auf Überraschungen gefasst sein.

    Diesen Jungen sollte man auf jeden Fall noch im Auge behalten. Zwar könnte er einem fast schon leid tun, wie ihn seine Eltern behandeln, aber sein ganzes Verhalten selbst ist äußerst merkwürdig.

    Ich weiß, dass es zu dieser Zeit wohl völlig normal war sein Kind zu züchtigen, aber auch noch diese Brutalität mit der es Copplestone tat war doch sehr erschreckend. Und selbst Josiah, der Todd half, musste ein paar Schläge einstecken.


    Und zum Schluss des Kapitels kam es doch noch einmal zu einem Treffen zwischen Wilhelmina und Josiah. Wilhelmina, die Gedichte von Emily Dickinson liest und Zigaretten aus einem marokkanischen Kästchen raucht. Wilhelmina, die ihren eigenen Stil pflegt. Eine interessante Frau mit ihren Ansichten. Unter anderem auch dieser hier:

    Zitat von S. 276

    Selbst wenn Annabel ihr Leben hier weggeworfen hat, sollte man ihr nicht trotzdem ihre Freiheit zugestehen? Sogar die Freiheit, sich ins Unglück zu stürzen?


    Dieser Satz geht Josiah beim weggehen noch durch den Kopf. Wobei es sich da fast schon so anhört, als wenn es nicht nur Annabel betreffen würde.

    Wie seht ihr den Kuss? Für mich (und für Josiah und mit Sicherheit auch Willy) kam er dann doch recht überraschend. Wobei ich nicht glauben kann, dass da mehr aus den beiden werden könnte. Überhaupt kam dieser Kuss fast schon wie aus heiterem Himmel.

    Ich hätte noch eine Version zu bieten, was die Herkunft der Herren (Vampire, Dämonen, Verführer was auch immer sie sind) wären. Ich habe mir immer vorgestellt, dass sie aus dem Sumpf kommen. Und bin gerade fast vom Stuhl gefallen als ich den Titel mit den Sümpfen gelesen habe, die serjena erwähnt hat. Sollte ich etwa die Richtung ausgemacht haben? :shock: Auf den Sumpf kam ich, weil Frau Oates diesen Teil des Spazierganges von Annabel und ihrer Freundin so eindrücklichst geschildert hatte. Da wo das Geistermädchen den Jungen und den Hund in den Bann gezogen hatte. Seltsamerweise habe ich keinerlei Vorstellungen wie dann die Behausung aussehen würde :-k Ein Schloss à la Dracula hätte ja was. Aber im Sumpf? Eine Hütte? Da laufen die Damen ja scharenweise weg, falls sie das noch können allerdings. Hmm...


    Und drawe sei nicht so ungeduldig, der Schreck wird gross genug sein wenn du das Kapitel gelesen hast.

    Frag nicht wie neugierig ich gerade geworden bin. Man liest sich :study::winken:

    Inhalt lt. Amazon:

    Erin Gruwell, eine idealistische dreiundzwanzigjährige Englischlehrerin, tritt ihre erste Stelle an der Wilson High School in Long Beach, Kalifornien, mit einer Klasse von 'nichterziehbaren Risiko-Schülern' an.
    Als die neue Lehrerin eines Tages während des Unterrichts eine rassistische Karikatur abfängt, die einen Mitschüler zeigt, erklärt sie den Jugendlichen wütend, genau so etwas habe zum Holocaust geführt … und wird von ihren Schülern verständnislos angestarrt. Sie lässt alle Lehrbücher einsammeln und beginnt stattdessen mit ihnen Bücher wie Das Tagebuch der Anne Frank zu lesen.
    Es wird eine Odyssee gegen Intoleranz und Unverständnis, die den Teenagern die Augen öffnet und ihnen Mut macht, ihr Leben zu verändern und ihre Zukunft zu gestalten. Sie haben der Welt etwas zu sagen, behauptet die Lehrerin, und sie beginnen Tagebuch zu schreiben. …
    Alle Freedom Writers bestehen die Abschlussprüfung und studieren an einem College oder einer Universität. Gleichzeitig kümmern sich um andere Schüler in den nachfolgenden Klassen.


    Mein Eindruck:

    Meine Erwartungen an das Buch waren nicht sehr groß gewesen. Tagebucheintragungen von Jugendlichen klingen nun mal auf den ersten Blick für mich nicht sehr spannend. Recht schnell war ich allerdings ziemlich überrascht wie sich durch das Engagement der Lehrerin Erin Gruwell die Ansichten der Jugendlichen langsam verändert haben. Durch die anonymisierte Nummerierung kann man nicht immer Rückschlüsse darauf ziehen, wer jetzt wann wieviel geschrieben hat. Aber das war letzten Endes tatsächlich egal gewesen. Dadurch wurde mir nämlich klarer wie das Leben von ihnen war. Das reicht von Missbrauch, über Mobbing, ständige Gefahr davor erschossen zu werden, zu erleben wie der beste Freund/ die beste Freundin oder Verwandte auf der Straße sterben müssen für nichts und wieder nichts, wie allgegenwärtig die Gewalt ist bis hin zu Drogen. Ein harter Haufen den die Lehrerin da übernommen hatte.


    Es ist beeindruckend aus den Tagebucheinträgen heraus zu lesen wie Gruwell es geschafft hatte den Jugendlichen eine andere Perspektive zu geben, an sich selbst zu glauben, das Hautfarbe nicht wichtig ist und Veränderungen anzustreben. Wie aus ihnen fast schon etwas wie eine Ersatzfamilie wurde, auf jeden Fall ein wichtiger Rückzugsort. Ich vermute bzw. befürchte fast schon, dass das eine einmalige Sache war und trotzdem hofft man das es noch viele Gruwells auf dieser Welt geben möge.


    Für mich blieben noch ein paar Fragen letzten Endes über, deshalb ein Stern Abzug. Trotzdem mag ich das Buch den entsprechend Interessierten empfehlen. Es ist ein Blick in eine völlig andere Welt und gibt ein Stückchen Hoffnung das Veränderung möglich ist.

    Jetzt habe ich eine gewagte Theorie mit der ich vielleicht völlig daneben liege, aber der Gärtner erzählt von Zigarettenkippen aus einem fremden

    Land und es erhebt sich hier die Frage: Von wem wissen wir das er/sie raucht? Fremdes Land könnte auf den Herrn Gneist hinweisen.

    Aber raucht nicht auch Willy und und raucht sie nicht immer nur ein paar Züge? Hier die Beschreibung der Kippen........


    Es hat also heimliche Botschaften und offenbar auch heimliche Treffen gegeben. Die Beobachtungen des Gärtners sind merkwürdig: er beschreibt das Paar wie zwei Schemen, die geisterhaft durch die Landschaft gleiten. Merkwürdig, dass er das Paar nicht erkennt, denn er kann ihre Kleidung als altmodisch beschreiben. Und genau so nahm auch Annabel beim ersten Treffen die Kleidung Axsons wahr.

    Diese Beobachtungen des Gärtners fand ich sehr mysteriös. Ich hätte jetzt eher auf Axson getippt, aber mit wem. Und warum trägt auch die weibliche Person altmodische Kleidung? Fällt damit Burr nicht aus? Aber wie wäre es denn mit Frau Sinclair? Der Gedanke kam mir gerade durch eine Bemerkung von euch.


    Er scheint aber auch ein sehr kleinlicher Charakter zu sein, oder? Wie sehr ihn die Zurückweisung des elitären Ivy noch jetzt schmerzt, obwohl 20 Jahre vergangen sind und er zu Rang und Würden gekommen ist! Aus "Rache" (S. 256) will er nun alle Clubs ausräuchern und "bis zum Tod bekämpfen" (S. 256).

    ich frage mich; bis zu wessen Tod?

    Das Treffen war für mich auch eines der schrägen Art. Mir fiel hier unter anderem auch wieder auf, dass Wilson ein "weißes Pulver" im Mundwinkel hatte. Das wurde jetzt schon das zweite mal erwähnt, dass ich mich frage was das überhaupt ist. Es könnte natürlich aber auch einfach nur eines seiner vielen Medikamente sein. Es könnte aber auch sonstwas sein. Frau Oates traue ich diesbezüglich alles zu.


    Aber die Gedanken laufen weiter:

    Willy hat einen heimlichen Verehrer, einen "Neuling in Princeton" (S. 272), der ihr ein Zigarettenetui geschenkt hat. Ein sehr unkonventionelles Geschenk und daher sicher geeignet, Willys Herz zu gewinnen...


    Frage: Ist Willy das nächste Opfer, nach Annabel?

    Das könnte gut sein!


    Ich spekuliere wieder mal:

    Gneist ist wohl doch nicht Axson in anderer Gestalt, aber auf alle Fälle ein enger Freund Axsons. Axson und seine Freunde leben irgendwo in den Wäldern, und drum sucht Josiah auch in den Wäldern. Da bin ich gespannt, wie die Autorin das löst, Axson kann doch nicht einfach campen, das muss schon was Besseres sein!

    Auch der Herr mit dem schwierigen Namen in dem Gasthaus, dem Josiah auf der Spur war, ist ein Freund Axsons, der zur Verwirrung und Täuschung eingesetzt wird.

    Axson schickt nun seinen Freund Gneist aus, um sich das nächste Opfer zu holen: Wilhelmina.

    Wow! Soweit habe ich gar nicht gedacht.



    Bei Upton Sinclair könnte ich mir vorstellen, dass er durch seine Frau in die Sache hineingezogen wird. Die Kluft zwischen den Beiden wird ja

    auch immer größer.

    Die beiden hätte ich fast schon vergessen. Stimmt, seine Frau hatte sich ja mit einem Herrn getroffen. Oder auch nicht. Herr Sinclair ging der Sache ja leider nicht nach.


    In meinem Kopf wirbeln gerade die Gedanken nur so rum. Auf jeden Fall mag ich die Einfälle von Frau Oates sehr und bin aufs äußerste gespannt was da noch alles kommen wird.

    Eigentlich dachte ich das A-Team mit Colonel Hannibal Smith ("Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert." 8) ), aber darüber gibt es keine Bücher.

    Der Satz ist in unseren Familienwortschatz eingegangen :D Mein Sohn und ich lieben diese Serie bis auf ein paar Folgen der letzten Staffel, die nicht mehr den Witz hatten und eher zum :sleep: waren...