Beiträge von jannmaat

    Danke Leserausch. Dann ist es also im Prinzip eine "andere Fassung" von "Schatten im Paradies" bzw. des Endes der Exilreihe? Wobei dann ja beide Versionen nicht von Remarque autorisiert wären? Ich habe es mir gestern gleich noch als ebook gekauft ( :uups: ist einfach besser für meinen Beruf). Nächste Woche wollen wir wieder los und ich denke, dass ich die ganze Reihe noch einmal lesen werde. Vielleicht kann ich mir dann ein vernünftiges Urteil bilden?

    Vielen Dank Leserausch für diese Vorstellung. Ich musste gleich an "Schatten im Paradies" denken. Das Buch würde ich auch zur Exil-Reihe zählen. Es ist 1971 erschienen und im Klappentext steht: "Es ist das Thema seines eigenen Lebens, das er in diesem seinem letzten großen und erschütternden Roman gestaltet hat:" Hier heißt die Hauptperson allerdings Robert Ross, Ravic kommt auch wieder vor. Aber es ist zu lange her, dass ich es gelesen habe um Vergleiche zu machen. Auf alle Fälle werde ich mir "Das gelobte Land" besorgen.

    Mit außergewöhnlichem Weitblick und politischer Fortüne hat Otto von Bismarck die Geschicke Preußens, Deutschlands und Europas in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts maßgeblich bestimmt. In seiner hochgelobten Biographie stellt der amerikanische Historiker Jonathan Steinberg die so einfache wie verblüffend ergiebige Frage: Wie hat er das gemacht? Das Ergebnis ist die beste Bismarck-Biographie seit langer Zeit, die dem großen Kanzler „mehr Leben einhaucht als jeder andere Biograph zuvor“ (Wall Street Journal). Wie konnte jemand ohne jede Regierungserfahrung zum preußischen Ministerpräsidenten aufsteigen und dieses Amt ohne nennenswerte Gefolgschaft fast drei Jahrzehnte lang ausüben? Wie konnte jemand, der nie einen Soldaten befehligt hat, drei erfolgreiche Kriege führen, um sein Ziel, ein Deutsches Reich unter preußischer Führung, zu erreichen? Wie konnte jemand gegen den Widerstand von Krone und Machteliten die umfassendsten Sozialreformen der deutschen Geschichte durchsetzen? Steinberg findet die Antwort in Bismarcks einzigartiger Persönlichkeit, in seiner vielfach bezeugten geradezu magnetischen Anziehungskraft auf Freund und Feind, in der beispiellosen Souveränität, mit der er sich über alle Schranken hinwegsetzte und eigenen Gesetzen folgte. So vermag der Autor nicht nur das „politische Genie“ Bismarcks zu erklären, sondern zugleich einen neuen Blick auf dessen Epoche zu werfen.


    Pressestimmen
    »Das Verfahren Steinbergs erinnert an einen Briefroman, ist unterhaltsam und verschafft eine Fülle überraschender Aufschlüsse.«, Süddeutsche Zeitung, Johannes Willms, 04.12.2012


    »Man liest sein Buch mit Gewinn. Steinberg gelingen immer wieder Nahaufnahmen der frappierenden Widersprüche Bismarcks.« , Deutschlandfunk "Andruck", Volker Ullrich, 15.10.2012


    „Ein großer Wurf. Selten hat man eine derartig gut geschriebene historische Biographie gelesen!“ , Literarische Welt, Jacques Schuster, 06.10.2012


    "Eine erhellende und urteilsfreudige Darstellung.", Westfälischer Anzeiger, Elisabeth Elling, 03.01.2013


    „Mutig, unkonventionell, höchst interessant. Gut geschrieben, klar in der Darstellung, immer wieder erkenntnisreich.“ , Frankfurter Allgemeine Zeitung, Michael Epkenhans, 06.10.2012


    "Jonathan Steinberg schafft es, dem Leser Otto von Bismarck in allen seinen Facetten nahezubringen.", Deutschlandradio Kultur, "Radiofeuilleton", Hans-Jörg Modlmayr, 14.11.2012 »Jonathan Steinbergs Bismarck Biographie vereint akribische Quellensuche und –Auswertung mit der Ästhetik großer Romankunst.«, Deutschlandradio Kultur, "Radiofeuilleton", Hans-Jörg Modlmayr, 14.11.2012


    »Auf 700 Seiten, so umfangreich ist sein glänzend geschriebenes Buch, kommt Steinberg Bismarck sehr nahe.«, rbb Stilbruch, Gabriele Denecke, 18.10.2012


    "Steinberg hat ein anregendes, kluges Buch vorgelegt.", Neues Deutschland, Gerd Fesser, 10.10.2012


    Über den Autor
    Jonathan Steinberg, geboren 1934 in New York. Professor für Neuere Europäische Geschichte an der University of Pennsylvania, zuvor an der Cambridge University. Sein Forschungsschwerpunkt ist die deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.


    So, nach gefühlten zwei Jahren bin ich nun durch mit diesem Buch und begeistert. Das hat seinen Grund in meiner, mir schon fast peinlichen Unkenntnis dieses Teils der deutschen Geschichte. Natürlich hatte ich in der Schule von Bismarck gehört und seine "Blut und Eisen-Politik" oder die Sozialistengesetze. Auch über viele andere seiner politischen Taten, aber es jetzt in dieser chronologischen Reihenfolge und mit Blick auf die Persönlichkeit Bismarck zu lesen, bedeutete für mich etwas ganz anderes und ich habe oft etwas länger gebraucht um Zusammenhänge herzustellen. Viele seiner Gegenspieler wie Windhorst, Lasker u.a. kannte ich nicht einmal dem Namen nach und das fand ich dann schon recht bedrückend. Erst war ich etwas skeptisch, dass mir ausgerechnet ein Amerikaner die deutsche Geschichte erklären müsste, bin jetzt aber vollständig überzeugt von dieser Arbeit. Der Autor schreibt oft von Arbeiten anderer Wissenschaftler in denen dann gewisse Sachen anders gedeutet werden oder gleich ganze Teile weg gelassen werde. Da zeigt sich dann wohl das Geschichtsschreibung ein fortlaufender Prozess ist? Dieses Buch hat mich jedenfalls bewegt, in unterschiedliche Richtungen. Etwas besseres kann ich kaum verlangen.

    Es war in der Zeit, als das tiefe Tuten der großen Seeschiffe noch so zum Bremer Westen gehörte wie Vogelgezwitscher zum Bürgerpark. Rund um die Uhr strömten Tausende Arbeiter tagtäglich in die Häfen und viele Matrosen und andere Freunde des Rotlichts in die nahe beim Holz- und Fabrikenhafen gelegene »Küste« zu beiden Seiten der Nordstraße in Höhe Waller Ring. Dort pulsierte das Thekenleben: Vom »Arizona« über das »Krokodil« bis zum berühmt-berüchtigten »Golden City« reihten sich mehr als dreißig Lokale aneinander. Bis zum Umfallen wurde gesoffen und gehurt. Und gearbeitet wurde dort auch: Die Bardamen, Kellner, Huren, Zuhälter, Mietwagenfahrer und Musiker verdienten gut und hielten in erfolgreichen Zeiten zusammen wie eine große Familie. Und das bürgerliche Bremen rieb sich die Augen als es sah, was in »Klein-St. Pauli« geschah. Man erkannte die böse Kehrseite des Wirtschaftswunders, Kulturlosigkeit und den vollkommenen Verfall von Sitten und Moral. Aber: Nicht nur von den Vertretern der Hafenwirtschaft wurde dieses Ventil, wo Dampf, Geld und vieles andere abgelassen wurde, stillschweigend akzeptiert. So konnte das Bremer Feiervolk sich weiter, zum Beispiel in der »Bambus-Bar«, bis morgens früh in Fünferreihen um die Theke drängeln, während wenige Meter weiter findige Gartenbesitzer Hühnerställe an Prostituierte als Geschäftsraum vermieteten und fröhlich weiter die Strichlisten verlängerten. Mit dem Siegeszug des Containers und der Einführung des Girokontos ging die wilde Dauerparty im Laufe der 1970er Jahre allmählich zu Ende, die meisten Lokale fielen dem Ausbau der Nordstraße zum Opfer. Frauke Wilhelm hat jahrelang Zeitzeugen interviewt, Fotos gesammelt und viele Polizei- und Presseberichte gelesen. Wer die unglaublichen Geschichten vom Seemann mit den 30 Verlobungsringen, von Koffer-Else und »Arco«, dem Zuhälter-Schäferhund, von kleinen Ganoven und großen Schlägereien noch nicht kennt, wird dieses wunderbare Geschichtsbuch von Frauke Wilhelm nicht aus der Hand legen, ehe es ausgelesen ist.


    Über den Autor
    Frauke Wilhelm ist eine vielseitig begabte Musikerin, Entertainerin und Veranstaltungsmacherin. Seit 13 Jahren bringt sie Bremer Geschichte(n) in verschiedenen Showprojekten auf die Bühne, und so richtig in ihrem Element ist sie, wenn sie als »Ramona Ariola« zusammen mit ihrem »Toni« (Peter Apel) mit JukeBox-Songs und Rotlichtgeschichten in die Hafenkaschemmen der wilden 50er und 60er abtaucht und die »Golden City« am ehemaligen Ausgang des Freihafens in Walle aufleben lässt.
    Kurzbeschreibung und Autorenporträt bei amazon kopiert.


    Es hat unheimlich Spass gemacht dieses Buch zu lesen. Es ist auf eine Art geschrieben, welche oft die Absurditäten humorvoll darlegt, es aber auch nie am nötigen Ernst fehlen lässt. Oft wird bei solchen Rückblicken ja vieles verklärt dargestellt, aber Frau Wilhelm legt dann den Daumen auch immer wieder an die Stellen, wo es wehtut. Sie zeigt auf das die Frauen keine Engel waren und das sie vor allem später oft nichts mehr zu lachen hatten. Aber es ist ja nicht nur eine Beschreibung des "Millieus", sondern auch eine tolle Beschreibung der Entwicklung von Menschen, Stadt und Hafen Bremen nach 1945. Dazu kommen die vielen Fotos und dankenswerter Weise "ungeschönten" Bemerkungen einiger Zeitgenossen.
    Von mir die volle Punktzahl.

    Dies ist fast ein reiner Bildband, der ohne Erklärungen auskommt. Es geht dabei um Kunst, Architektur und Design. Jede Dekade wird mit zwei oder drei erklärenden Sätzen eingeleitet und lässt ansonsten die Bilder oder Fotografien für sich sprechen. Dabei werden eher die (für mich) unbekannten Künstler gezeigt, was für mich wieder eine Liste von Namen bedeutet, welche ich nachschlagen und eventuell genauer untersuchen muss. Aber gerade dies ist einer der Pluspunkte des Buches. Renoir, Manet, Rodin etc. werden nicht vernachlässigt, aber es ist auch nicht die xte Abfolge bekannter Kunstwerke. Für mich ein wunderbarer Jahresbeginn.

    Ich habe es nun auch gelesen und es hat mir gefallen. Ich fand es manchmal etwas übertrieben, wie auf die Chancenlosigkeit in früheren Zeiten für Malerinnen eingegangen wurde. Denn so ging es ja nicht nur Malerinnen bzw. Künstlerinnen, sondern allen Berufsgruppen. Allerdings fand ich es dann schon interessant mal so einen kurzen aber prägnanten Abriss über die Entwicklung der Frauen in der Kunst zu lesen. Bei den Einzelvorstellungen kann einem sowieso nicht alles gefallen, für mich war Rosa Bonheur "die" Entdeckung. Diese kraftvollen Bilder haben mich begeistert.

    Ein Schlosser und seine Frau ahnen in den 1930er Jahren die Katastrophe der NS-Herrschaft voraus. Damit ihre fünf Söhne nicht als Soldaten in den kommenden Krieg ziehen müssen, ermöglichen sie den Kauf eines Segelschiffs. Die jungen Männer machen sich damit auf den Weg zu den damals noch fast unbesiedelten Galapagos-Inseln. Nach zwei Jahren abenteuerlicher Reise kommen drei tatsächlich dort an und beginnen, ganz auf sich allein gestellt, ein gefahrvolles Robinson-Leben. Ohne medizinische Versorgung müssen Krankheiten kuriert, schwere Verletzungen versorgt und Kinder zur Welt gebracht werden gegen entzündete Zähne hilft nur die Kneifzange ... und anschließendes Mundausspülen mit Meerwasser.
    In den 1950er Jahren wächst das wissenschaftliche Interesse an der zu Ecuador gehörenden Inselgruppe. Thor Heyerdahl, Jacques Cousteau, Heinz Sielmann, Prinz Philipp der Herzog von Edinburgh, und andere kommen bei den Hamburger Auswanderern zu Besuch. So werden aus den Bauern und Fischern Angermeyer erfolgreiche Touristiker, heute in dritter Generation.
    Dass diese faszinierende Geschichte nun so ausführlich dokumentiert publiziert wird, ist das Verdienst von Matthias Stolt. Er ist der Sohn einer Kusine der Angermeyers und besuchte 1988 zum ersten Mal seinen auf die Galapagos-Inseln ausgewanderten Familienzweig. Was als Urlaub geplant war, wurde zur abenteuerlichen Entdeckungsreise. Begeistert von der Schönheit der Landschaft, begann auch sein Interesse an der Geschichte seiner Vettern. Abend für Abend saßen sie zusammen. Während Karl Angermeyer erzählte, machte sich Stolt Notizen und dann auch Reproaufnahmen der Dokumente und Erinnerungsfotos der Brüder. In seinem Buch erzählt er von seiner Reise und gibt zugleich 77 Jahre nach dem Anfang der Geschichte 1935 mit vielen Dokumenten den dramatischen Lebensbericht der Angermeyer-Brüder heraus.


    Über den Autor
    Die Bilder des erfolgreichen Fotografen Matthias Stolt werden heute international publiziert. Als langjähriger Mitarbeiter eines bedeutenden Kameraherstellers betreut er bis heute eine bekannte Kamerazeitschrift, und als fotografischer Leiter einer bekannten Automobilmarken-Zeitschrift ist er für deren gesamten Bildteil verantwortlich. Matthias Stolt betreibt in Hamburg ein eigenes Fotostudio.
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    Dies ist für mich wohl eines der "Bücher des Jahres". Es ist einfach liebenswert geschrieben, im wahrsten Sinne des Wortes. Eigentlich werden zwei Geschichten erzählt, einmal die Geschichte der Angermeyer-Brüder und einmal die Geschichte der Reise des Matthias Stolt. Dabei vergisst er allerdings nie, wer die Hauptpersonen des Buches sind und hält sich angenehm zurück. Als erstes fiel mir auf mit wie viel Liebe der Karl Angermeyer (der Erzähler der Geschichte) von seiner Familie erzählt. Das wirkte so herrlich nostalgisch aber nie aufgesetzt. Der Lebensweg der jungen Leute ist so abenteuerlich und unbekümmert, dass es manchmal schon unglaublich wirkt, wie sich dann alles zusammen fügt. Dieser grenzenlose Optimismus und Pragmatismus ist bewunderungswürdig. Nebenbei erfährt man sehr viel über die Entwicklung der Galapagos Inseln zum Naturreservat und zur Touristenattraktion. Das alles ist mit vielen alten und neuen Fotos illustriert und dadurch auch einfach ein wunderschönes Buch.
    Von mir volle Punktzahl und ich wünsche diesem Buch viele, viele Leser.

    Zwei tote Polizisten liegen neben ihrem Streifenwagen auf dem Waldweg. Gaby Schirmer und Horst Walbusch wurden mitten in der Nacht erschossen, und niemand kann sich vorstellen, wer das getan haben könnte. Das größte Rätsel aber stellt der Tatort dar, der nicht in ihrem Revier, sondern viele Kilometer entfernt vom Einsatzort liegt. Das ehemalige Jagdschloss, ein riesenhaftes, geheimnisvolles Gebäude aus rotem Sandstein, bildet die gespenstische Kulisse für den Doppelmord.
    Polizeirat Kischkewitz ergreift eine ungewöhnlichen Maßnahme: Er lässt den Tatort einfrieren , das heißt, Mordkommission und Spurensicherung erhalten mehrere Stunden lang keinen Zutritt zum Geschehen. Dafür holt er Kriminaloberrat a. D. Rodenstock mit ins Boot, der die Lage analysieren soll.
    Rodenstock steigt ein, und mit ihm der Journalist Siggi Baumeister, der eigentlich keine Zeit für Morde gleich welcher Art hat, weil es gerade mit seinem alten Weggefährten, dem Kater Satchmo, zu Ende geht.
    Gemeinsam versuchen sie hinter das Geheimnis der toten Polizisten zu kommen. Folgten die Beamten einer Spur? Bekamen sie einen Tipp? Gab es einen Menschen, den sie treffen wollten? Der Beamte, der in der Nacht ihren Einsatz per Funk steuerte, kann nur sagen, dass irgendwann die Verbindung abriss ...
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    Wieder ein neuer Krimi mit Baumeister, Rodenstock und Co. Eigentlich gefällt mir an dieser Reihe besonders, dass ich so viel über die Nebenschauplätze erfahre. Ob Baumeister mit seinem Garten und mit seinen Tieren klarkommt, Ob Emma ihren Mann Rodenstock gerade mal wieder füsilieren wollte u. ä. In erster Linie aber sind es immer wieder spannende Themen, welche in glaubwürdiger Weise über das Leben in der Eifel erzählt werden. wobei ich denke, dass die Eifel vielleicht doch nur als Vehikel herhalten muss und diese Geschichten auch in anderen Landstrichen beheimatet sein könnten. Wenn Berndorf in seinen Büchern immer genau beschreibt wo er entlang fährt um von A nach B zu kommen, kann ich immer kurz das bisher Gelesene Revue passieren lassen, denn dabei sehe ich nur "böhmische Wälder". Dieser Fall ist wieder verzwickt und alle Beteiligten lügen, da sie alle etwas zu verbergen suchen.

    Kurzbeschreibung
    Erscheinungstermin: 1. Dezember 2000 | Reihe: Gulliver (Buch 830)
    Joe King und seine Frau Queenie Tashina haben es schwer, aus dem Elend der Reservation zu finden. Ihre Ehe ist überschattet von Joe Kings krimineller Vergangenheit, die Zukunft des Stammes ungewiss, die Verwaltung korrupt. Bei allen Niederlagen und Demütigungen werden sie doch ermutigt von ihrem Pflegesohn Wakiya, der zu einem echten Gefährten heranwächst. Trotzdem gehen ihre Wege schließlich auseinander: Joe King entscheidet sich für den bedingungslosen Kampf, und Queenie entflieht der Ehe und dem entbehrungsreichen Prärieleben, um sich ihrer Heimat als Künstlerin zu widmen.


    Pressestimmen
    "Ihr reiches Sachwissen über Dakota verarbeitet die Autorin souverän in einer ungeheuer handlungsriechen, streckenweise atemberaubend spannenden Erzählung. - Ein Abenteuerroman par excellence. "Buchanzeiger "Langsam im Tempo beginnend sich steigernd zu Hochspannung liegt Wissen und Weisheit in diesem Buch." ORF
    Über den Autor
    Liselotte Welskopf-Henrich (1901-1979) war von 1960 an Professorin für Alte Geschichte an der Berliner Humboldt-Universität. Mit ihren Roman-Zyklen Die Söhne der großen Bärin und Das Blut des Adlers fand sie internationale Anerkennung als Indianer-Spezialistin und Schriftstellerin.
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    Das Buch ist zum großen Teil aus der Sicht eines Kindes geschrieben, das wegen seiner epileptischen Anfälle gehandicapt ist. Wakiya ist ein Junge, der mit den Geschwistern bei seiner Mutter in der Prärie aufwächst und Joe King seit einer früheren Begegnung in der Prärie verehrt. Als er in der Schule in Schwierigkeiten gerät wird er von Queenie und Joe aufgenommen und lernt sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Joe hat in diesem Band gegen viele Widerstände anzugehen in seinem Kampf dem Stamm und sich selbst eine Perspektive zu geben. Seine Vergangenheit lässt ihn nicht zur Ruhe kommen und er muss gegen Misstrauen und Neid anstehen. Mir gefällt vor allen anderen Dingen, dass die Autorin die Schuld nicht allein in den widrigen Umständen aufzeigt, sondern auch die Indianer als zum Teil korrupte und lethargische Menschen darstellt. Ich denke man kann sich ein ziemlich differenziertes Bild von der Lage der Reservationen machen. In erster Linie ist es aber eine spannende, wechselvolle Geschichte, welche Lust auf den nächsten Band macht.
    Ich habe eine andere Ausgabe und kann zu der Aufmachung dieser Ausgabe nichts sagen.

    Ich habe mich noch einmal an diese Reihe gewagt und das erste Buch wieder gelesen. Es bescherte mir wieder unausgeschlafene Tage, da ich wieder bis spät in die Nacht las und das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Es hat mich mitgerissen wie beim ersten Mal.
    Hiernoch ein Link, der die Ansprüche der Indianer besser verständlich macht. Jedenfalls meiner Meinung nach.

    Witzig, skurril, einfach unglaublich – aus dem Alltag in der Sicherheitsschleuse


    Sprengstoff im Kulturbeutel, hoch dotierte Brieftauben oder gar die Urne mit Omas Asche: Was Achim Lucchesi und seine Kollegen von der Handgepäck- und Passagierkontrolle in den Taschen der Reisenden entdecken, ist zwar nicht immer ein Sicherheitsrisiko, aber oft mehr als kurios. Er nimmt seine Leser mit auf eine Reise in den Ganzkörperscanner, den VIP-Bereich und hinab ins Kellergeschoss eines Großflughafens und erzählt, was mit der teuren Flasche Whisky und dem Fläschchen Designer-Parfüm, die den 100-Milliliter-Test nicht bestanden haben, wirklich passiert. Unglaubliche, aber wahre Geschichten zum Staunen und Abheben.


    Über den Autor
    Achim Lucchesi, geboren 1960, ist gelernter Bäcker und Konditor und arbeitete einige Jahre als Luftsicherheitsassistent am Flughafen Frankfurt. Er lebt mit Frau, Tochter und Hund in der Nähe von Frankfurt am Main.


    Dies ist wieder mal ein Buch, bei dem ich herzlich lachen konnte. Obwohl ich jetzt nicht sicher bin, ob es in der Rubrik Humor richtig eingeordnet ist. Denn es ist nicht nur eine Aneinanderreihung von lustigen Anekdoten aus dem Sicherheitsbereich, sondern er macht sich meiner Meinung nach wirklich einige Gedanken um die Sicherheitspolitik der Flughäfen. Dabei geht es ihm auch um die Personalpolitik, welche natürlich dann auch wieder mit der Wirtschaftlichkeit bzw. dem Profitstreben der Firmen zu tun haben. Das alles ist eher unaufdringlich verpackt in herrlichen Schnurren, bei welchen ich oft laut loslachen musste. Mir gefällt diese Art des Erzählens ganz außerordentlich und irgendwie muss ich mit ihm humormässig auf einer Welle liegen. Ich konnte mir alle Situationen bildlich vorstellen.
    Von mir volle Punktzahl.

    Durch diese Sendung bin ich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam geworden. Ansonsten gebe ich nicht so viel auf "Promi-Biographien", aber nach der Sendung dachte ich mir, dass er wirklich etwas zu erzählen hat. So ist es dann ja auch, obwohl ich nicht alles nach vollziehen kann und für richtig befinde. Aber er geht recht schonungslos mit sich um.

    Sein Doppelleben als Fußballprofi und Alkoholiker konnte er vor Fans und Öffentlichkeit jahrelang verheimlichen. Erst zwei Jahre nach seinem Abschied aus der Bundesliga gelang ihm im Jahr 2000 nach viermonatiger, stationärer Therapie der Ausstieg aus der Alkoholsucht. Borowka berichtet in seiner typisch direkten und kompromisslosen Art von Alkohol und Fußball, Freunden und Feinden, Enttäuschungen und Unterstützung. Dabei spart er nichts aus. Am wenigsten sich selbst.
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    Über den Autor
    Uli Borowka wurde 1962 in Menden im Sauerland geboren. Seine Karriere als Fußballprofi startete er unter Jupp Heynckes bei Borussia Mönchengladbach. Mit Werder Bremen, wo er von 1987 bis 1996 spielte, wurde er mehrfach Deutscher Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger. Uli Borowka ist 6-facher Nationalspieler. Seit seiner erfolgreichen Alkoholtherapie 2000 ist Uli Borowka heute trocken. Derzeit ist er im Bereich Sportmarketing tätig.


    Alex Raack geboren 1983, bezeichnet sich selbst als Rasenjunkie, der sich durch Schulzeit und Studium bolzte, ehe er 2006 das Magazin "3 Ecken Ein Elfer" gründete, anschließend einen halbjährigen Gastauftritt bei "BOLZEN" hatte und schließlich bei "11FREUNDE" einstieg, wo er seit 2009 Redaktionsmitglied ist.
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    Starker Toback. Ich bin beeindruckt von der Offenheit dieses Mannes. Wie einige ja wissen, bin auch ich Alkoholiker und habe meine Therapie ein halbes Jahr nach Herrn Borowka in der selben Klinik gemacht. Also war es anfänglich bei mir eher Neugier, was dort über die Zeit geschrieben steht. Aber dann hat mich seine Lebensgeschichte doch fasziniert, obwohl ich Fußball nur als Spiel achte und dem Bundesligazirkus nichts abgewinnen kann. Aber wie er seine Motivation und Ziele beschrieb hat mich schon beeindruckt. Am meisten war ich allerdings von der Offenheit mit der er seine Fehler beschrieb beeindruckt. Da gehört meiner Meinung nach viel Mut dazu sich in aller Öffentlichkeit so "nackig" zu machen. Mir ist das kaum im geschlossenen Kreis meiner Therapiegruppe bzw. des gesamten Teams gelungen. Auch waren die Tagesberichte, welche am Ende vieler Kapitel eingestreut waren, sehr intensiv und unter dem Gesichtspunkt geschrieben, wie sie sein sollten. Ich habe mich dabei des Öfteren in Floskeln geflüchtet.
    Im Fazit ein Buch welches mich durchweg fesselte und das ich mit 5 Sternen bewerte.

    Ich warte auch immer wieder sehnlichst auf einen neuen Roman von Nygaard und mag es wie er die Gegend und die Leute beschreibt. Dieser Roman hat es allerdings in sich. Es ist schwer sich vorzustellen wie Polizisten mit solchen Ermittlungen fertig werden und das verarbeiten können. Auch wenn dies alles fiktiv ist, kann man sich ähnliche Dinge nach den letzten Skandalen durchaus vorstellen. Ein tolles, aber irgendwo auch bedrückendes Buch.

    Der gewiefte Coup eines Fälschers bringt die Kunstwelt ins Wanken.
    Neues vom Fälscher: Ein Doku-Krimi voller pikanter Fakten enthüllt jetzt die ganze Wahrheit.


    Kaum begonnen, ging der spektakulärste Kunstfälscherprozess Europas mit einem strafmildernden Deal auch schon zu Ende. 25 Jahre lang hatten der erfolglose Maler Wolfgang Beltracchi und seine Komplizen selbst gemalte Bilder als verschollene Kunstwerke großer Maler der Moderne (Max Ernst, Georges Braque, Fernand Léger u. a.) ausgegeben und für Millionensummen verkauft. Quer durch den Kontinent waren ihnen Kunsthändler, Museen, Sammler und Experten auf den Leim gegangen. Einige von ihnen durchaus willig, denn sie verdienten mit Beltracchis Bildern viel, viel Geld. Der Prozess zeigte bestenfalls die Spitze des Eisbergs aus Leichtgläubigkeit, Schludrigkeit und Geldgier in der Branche. 170 Zeugen wurden gar nicht erst gehört, tausende Seiten akribischer Ermittlungsarbeit blieben unbeachtet. In einem Buch, das sich wie ein Krimi liest, liefert das Autorenduo Koldehoff/Timm nun nach, was im Prozess unter den Tisch fiel: Es rekonstruiert den Coup der Fälscherbande, ein kriminelles Bravourstück von großem Unterhaltungswert und erheblicher Dreistigkeit. Und die Autoren bringen erstmals in vollem Umfang ans Licht, wie es in der in honorige Händler und reine Geschäftemacher gespaltenen Kunstbranche zugeht. Eine Branche, die dringend einen Verhaltenskodex braucht, denn Dutzende gefälschter Bilder kursieren dort noch immer.


    Über den Autor
    Stefan Koldehoff, geboren 1967, ist Kulturredakteur beim Deutschlandfunk in Köln und schreibt u. a. für die ZEIT, Die Welt, die Sonntagszeitung (Zürich) und ARTnews (New York). 2008 wurde er für seine investigativen Recherchen mit dem puk-Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet. Für seine Engagement gegen Kunstfälschung erhielt er 2012 den Prix Annette Giacometti.
    Tobias Timm, geboren 1975, studierte Stadtethnologie, Geschichte und Kulturwissenschaften in Berlin und New York. Seit 2006 arbeitet er von Berlin aus für das Feuilleton der ZEIT, schreibt über Kunst, Architektur und den Kunstmarkt. Zuvor arbeitete er als Autor für die Süddeutsche Zeitung. Für sein Engagement gegen die Kunstfälschung wurde er 2012 mit dem Prix Annette Giacometti ausgezeichnet.
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    Ich weiß jetzt eigentlich gar nicht so recht wie ich das Buch bewerten soll. Einerseits ist es natürlich ein interessanter Fall und von dem Autorenduo akribisch recherchiert worden. Andererseits stellte mich dieses Buch mit seiner Vielzahl von Beteiligten und dem großen Ausmass der Betrügereien doch schon vor Probleme. Dabei ist es einigermassen verwirrend, wenn Personen auf Nebenschauplätzen erscheinen und 50 Seiten später dann plötzlich sehr wichtig werden. Auch einige Details waren für mich schon fast etwas ermüdend. Allerdings versteht man dadurch besser welche Tragweite dieser Fall hatte. Es ist schon fast lachhaft, wenn man hier liest, wie der internationale Kunstmarkt funktioniert, wie durch und durch korrupt viele (und Gott sei Dank nicht alle) der Experten, Händler und Auktionatoren sind. Je größer die Summen sind um die es geht, desto geringer die Skrupel. Die Meinung der Autoren zu Beltracchi selbst teile ich nicht so ganz. Natürlich ging es ihm um Bereicherung, da beisst die Maus keinen Faden ab. Aber mit seinen Fälschungen und vor allem mit der Art und Weise wie er sie an den Mann brachte, hat er diesem Markt schon den Spiegel vorgehalten. Dies war allerdings nur ein Nebeneffekt und kein Antrieb, wie er das wohl von sich behauptet hat. Auch tut es in meinen Augen den Künstlern, welche er gefälscht hat, keinen Abbruch sondern nur den vom Kunstmarkt erhobenen Experten, welche mit daran verdient haben.
    Von mir 4 Sterne.