Beiträge von Jisbon(:

    "Frostherz" hat mir, wie die ersten beiden Bände der Reihe, gut gefallen. Obwohl ich Gwens Verhalten manchmal frustrierend fand, konnte ich mich meistens in sie hineinversetzen und da sie in einige überaus brenzlige Situationen gerät, war das Buch oftmals sehr packend. Gerade im letzten Drittel passiert so einiges und durch die für mich absolut unerwartete Entwicklung ergeben sich zahlreiche Möglichkeit für den Fortgang der Handlung in den Fortsetzungen. Momentan kann ich mir gar nicht vorstellen, wie die Charaktere gegen diese Bedrohung vorgehen sollen, aber ich bin gespannt darauf, es herauszufinden.


    Wie schon in den anderen Bänden hat mit sehr gefallen, wie die Autorin die verschiedenen Mythologien verknüpft hat und ich mochte auch, dass die Gegenspieler gerissen und gut vorbereitet waren. Dadurch gibt es Szenen, in denen man um liebgewonnene Figuren bangen muss und die Protagonistin wird vor einige Herausforderungen gestellt. Es war interessant zu sehen wie sie versucht hat herauszufinden, wer hinter den Vorkommnissen steckt - und weil sie stets das Gefühl hatte, der Antwort ganz nahe zu sein und etwas zu übersehen, wurde bei mir eine gewisse Neugierde geweckt und ich habe selbst begonnen zu spekulieren, wie alles zusammenhängen könnte. Die Auflösung war zwar vorhersehbar, doch die Autorin ist dennoch gut mit dem Rätsel und auch der Enthüllung umgegangen.


    In diesem Buch erfährt der Leser wieder mehr über Gwens Kräfte und es wurde zudem gezeigt, welche Nachteile und Probleme sie mit sich bringen können, wobei es hier zu Ereignissen kam, die ich in dieser Form nicht erwartet hatte. Ich mochte, dass die Protagonistin angemessen auf die Vorkommnisse reagiert hat und ich frage mich, welche Auswirkungen dies in der Zukunft noch haben wird. Ebenso hat mir gefallen, dass die Nebencharaktere ein wenig in den Vordergrund gerückt sind und man sie besser kennen gelernt hat. Allerdings muss ich sagen, dass ich die zwischenmenschlichen Dramen ein bisschen überflüssig fand, da es auch davon abgesehen schon genügend Spannung und eine aufgeladene Stimmung gab.


    Ein weiterer Kritikpunkt ist Gwens für mich nicht immer verständliches Verhalten; für mich ist nicht nachvollziehbar, wieso sie nach allem, was sie bereits erlebt hat, immer noch so unbedacht agiert und Alleingänge unternimmt. Allerdings hatte dies schwerwiegende Konsequenzen, weshalb es mich letztlich nicht allzu sehr gestört hat - obwohl ich hoffe, dass sie im nächsten Band anders handeln wird.

    Da mir "Frostherz" von diesem Punkt abgesehen sehr gefallen hat und ich die Geschichte wirklich fesselnd fand, vergebe ich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:.

    Da die "Selection"-Reihe generell sehr positiv bewertet wird, war ich gespannt darauf, endlich den ersten Band zu lesen. Meine recht hohen Erwartungen wurden jedoch nicht vollständig erfüllt; alles in allem hat das Buch mir gut gefallen, aber ich habe auch ein paar Kritikpunkte.


    Der größte ist die sich entwickelnde Dreicksbeziehung. Ich bin generell nicht gerade begeistert, wenn Autoren sich dazu entschließen, sie in ihre Geschichten einzubinden, aber meistens wird für den Leser wenigstens ersichtlich, wieso die Hauptperson sich zu beiden Charakteren hingezogen fühlt. Bei diesem Buch hatte ich jedoch Probleme damit zu verstehen, wieso America nach wie vor an ihrer Jugendliebe hing. Natürlich kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, was ihn zu seinen zu Beginn der Erzählung getroffenen Entscheidungen bewegt hat, aber danach ist es mir trotzdem schwer gefallen, ihn sympathisch zu finden. Im Gegensatz dazu mochte ich Maxon ziemlich gerne, obwohl er aufgrund seiner scheinbar sehr behüteten Kindheit teilweise naiv wirkte. Ich mochte, dass er sich bemüht hat, gute Entscheidungen zu treffen und die Szenen zwischen ihm und America waren immer interessant.


    Das World Building an sich ist meiner Meinung nach noch ausbaufähig, auch wenn ich das, was bereits vorgestellt wurde, aufschlussreich fand. Ich hätte einfach gerne mehr erfahren, was auch auf andere Aspekte der Handlung zutrifft, beispielsweise die Rebellen und ihre konkrete Motivation. Die anderen Kandidatinnen hätte ich ebenfalls gerne noch besser kennengelernt, doch der Fokus lag eben auf America, ihren Erlebnissen und ihrem Gefühlschaos und in dieser Hinsicht hat das Buch mir definitiv gefallen. Trotz der gerade genannten Aspekte hat das Buch mich sehr gut unterhalten, ich fand es durchaus packend und ich bin auch gespannt darauf, wie es weitergehen wird. In der Geschichte steckt sehr viel Potential und ich bin neugierig, in welche Richtung sie sich in den Fortsetzungen entwickeln wird. Insofern war "Selection" eine gute Einführung in die Reihe, selbst wenn die Handlung meiner Meinung nach etwas gestrafft hätte werden können.


    Insgesamt würde ich das Buch mit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: bewerten. Ich hätte zwar gerne mehr über die Welt und die Charaktere erfahren, aber ich hoffe, dass der nächste Band in mancher Hinsicht in die Tiefe gehen wird. Davon abgesehen fand ich die Protagonistin sehr sympathisch, sodass ich mich (meistens) in sie hineinversetzen konnte, und die Erzählung konnte mich beinahe durchgehend fesseln.

    Musste das Thema jetzt erstmal abonnieren. Ich vergess das gerne mal und such mich dann blöd :totlach:

    Das kommt mir bekannt vor O:-) Aber dieses Mal habe ich das Thema gleich abonniert, nachdem ich es erstellt hatte.

    Ich würde mal vorsichtig sagen ich schließe mich der Leserunde an falls ich darf? :uups:

    Natürlich darfst du :friends:

    Wie ist das bei einem Wochenpensum? Postet man da dann auch nur ein Mal die Woche oder schreibt man seine Gedanken zwischendurch schon mal hier rein? Sorry habe das so noch nicht gehabt :uups:

    Das ist ganz unterschiedlich - ich habe normalerweise immer erst gepostet, wenn ich den ganzen Abschnitt gelesen hatte, aber du kannst absolut auch schon zwischendurch schreiben - dann musst du aber im Post selbst kennzeichnen, bis zu welcher Seite/welchem Kapitel du gelesen hast :D

    Inhalt: (Homepage der Autorin)

    You have been summoned to Sunstone Palace to compete as one of fifty in our search for the future Queen of Cahraman.

    After years on the run, Adelaide thinks her lonely and dangerous life as a thief is finally over. But her world is upended when a witch steals her away to a faraway kingdom, to perform an impossible heist. If Adelaide fails, her newfound family would be sacrificed to a beast.

    To complete her mission, she’s forced to assume the role of a noblewoman and enter a royal competition. The prize is the hand of the elusive Crown Prince. Elimination means certain death.

    As the witch’s literal deadline approaches, Adelaide has one last gamble to save the day, and to escape to a new life with Cyrus, the handsome and mysterious fellow thief who stole her heart. But everything falls apart when the prince finally reveals himself…


    Die Autorin: (Amazon.de)

    With one foot in reality and the other one lodged firmly in fantasy, Lucy Tempest has been spinning tales since she learned how to speak. Now, as an author, people can experience the worlds she creates for themselves.

    Lucy lives in Southern California with her family and two spoiled cats, who would make terrible familiars.

    Her young adult fantasy series FAIRYTALES OF FOLHSHORE is a collection of interconnected fairytale retellings, each with a unique twist on a beloved tale.


    Aufbau:

    Introduction

    Map

    27 Kapitel

    Note from the Author

    Pronunciation Guide


    Meinung:

    Ich liebe Märchen und lese gerne Adaptionen davon, weshalb ich sehr gespannt auf "Thief of Cahraman" war. Das Buch wird als eine Kombination von Aladdin und "Selection" beschrieben und da ich gerade erst Band 1 dieser Reihe gelesen hatte, war ich neugierig darauf zu sehen, wie die Autorin mit diesen beiden Erzählungen umgehen würde. Die Einflüsse sind auch klar zu erkennen; die Protagonistin ist eine Diebin und wird beauftragt, eine geheimnisvolle goldene Lampe zu stehlen, doch auch die Brautschau eines Prinzen spielt eine große Rolle. Trotz dieser Parallelen zu bereits bestehenden, ziemlich bekannten Werken hat Tempest hier aber eine ganz eigene Geschichte geschaffen, die ich sehr fesselnd fand.


    Der Einstieg in die Handlung ist ein bisschen langsam, aber sobald das Abenteuer von Adelaide richtig beginnt und sie mit dem für sie völlig fremden Leben am Hof konfrontiert wird, konnte das Buch mich packen. Als Leser weiß man genauso wenig wie die Protagonistin, was vor sich geht und es war sehr interessant, es gemeinsam mit den Charakteren herauszufinden - wobei am Ende des ersten Bandes noch sehr viel offen bleibt und die Ereignisse in den letzten Kapiteln neugierig darauf machen, weiterzulesen. Ich muss zwar sagen, dass ich die große Enthüllung vorhersehbar fand, doch das hat nur dafür gesorgt, dass ich die kleinen Anspielungen und Andeutungen bemerkt und mich an ihnen erfreut habe. Zudem hat die Autorin die Reaktion der Figuren sehr gut dargestellt und es war schön zu sehen, wie die Puzzleteile sich zusammengesetzt haben.


    Die Liebesgeschichte zwischen Adelaide und Cyrus hat mir ebenfalls gut gefallen, obwohl sie ein wenig im Hintergrund steht. Beide Charaktere sind sehr sympathisch und es wurde offensichtlich, dass sie viel gemeinsam haben. Tempest hat gezeigt, dass sie gut zusammen passen würden, doch zugleich gibt es ernstzunehmende Hindernisse für eine Romanze zwischen ihnen und ich bin gespannt, wie es hier weiter gehen wird - durch die Ereignisse am Ende des Buches gibt es sehr viel Potential für den nächsten Band.


    In einem Vorwort geht die Autorin darauf ein, dass sie plant, verschiedene Märchen neu zu erzählen und es gibt bereits in diesem Band einige Hinweise darauf, wer jeweils die handelnden Figuren sein könnten, wodurch bei mir eine gewisse Vorfreude aufkam. Zunächst werde ich aber natürlich die Aladdin-Adaption beenden und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen. "Thief of Cahraman" an sich bekommt von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:; ich fand das Buch sehr fesselnd und wollte es gar nicht aus der Hand legen, zudem mochte ich die Charakterisierung der verschiedenen Figuren und auch, wie Tempest aus den Elementen der verschiedenen Geschichten eine eigene Handlung erschaffen hat.

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    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

    :huhu:


    pralaya und ich wollen ab dem 1. Mai gemeinsam "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven lesen :study:


    Für unser wöchentliches Pensum haben wir etwa 100 Seiten angedacht, wobei es auch sein kann, dass wir pro Woche mal weniger (oder mehr) lesen oder Pausen machen werden, falls wir nicht zum Lesen kommen sollten.


    Die Einteilung wäre folgende:

    Woche 1: Seite 1-98 (bis einschließlich "Finch, 9. Tag")

    Woche 2: Seite 99-201 ("Violet, 151 Tage bis zum Schulabschluss" bis "Violet, Noch 133 Tage"

    Woche 3: Seite 202-298 ("Violet, Samstag" bis "Finch, 71. Tag")

    Woche 4: Seite 299-Ende (ab "Violet, 18. März")


    Ich hoffe, dass das Buch uns gefallen wird :D

    Über weitere Mitleser würden wir uns freuen.

    Sooo, habe jetzt mal nachgeschaut, genau auf den Seiten enden auch meine Kapitel, ich hoffe jetzt einfach es sind dieselben :totlach:

    Also von mir aus können wir loslegen :uups: Pensum ist für mich auch okay bisher :)

    Machst du einen Thread auf oder soll ichd as machen?

    Ich mache den Thread gleich auf :D Und ich werde auch die Kapitelüberschriften eingeben, dann können wir uns vergewissern, ob sie übereinstimmen :lol:

    Inhalt: (Verlagsseite)

    Vielleicht wird unsere Liebe mich heilen. Vielleicht wird sie mich aber auch endgültig zerstören.

    Alles, was ich weiß, ist: Ich bin bereit, das Risiko einzugehen.

    Seit drei Jahren versucht Jesse Carter vor allem eins: zu vergessen. Doch die Erinnerungen an diese eine Nacht, in der sie alles verloren hat, verfolgen sie noch immer. Es vergeht keine Sekunde, in der sie nicht daran denkt, nicht davon träumt. Nur selten verlässt sie die schützenden Wände ihres Zuhauses – am liebsten würde sie sich für immer vor der Welt verstecken. All das ändert sich jedoch, als plötzlich Roman "Bane" Protsenko in ihr Leben tritt und ihr scheinbar aus heiterem Himmel einen Job als Barista in seinem Café sowie seine Freundschaft anbietet. Jesse kennt die Gerüchte, die sich um den stadtbekannten Draufgänger ranken – es heißt, er sei ein Lügner und ein Betrüger, weshalb sie weder Interesse an seinem Angebot hat noch daran, Bane näher kennenzulernen. Doch dieser lässt nicht locker. Stück für Stück beginnt er, Jesses Schutzmauern zu durchbrechen und sie so zurück ins Leben zu holen. Und auch Jesse gelingt es immer mehr, hinter Banes Maske zu blicken. Sie erkennt, dass der Mann, der sich dahinter verbirgt, genauso gebrochen ist wie sie. Dabei ahnt sie nicht, dass der wahre Grund für Banes Annäherung ihr Herz ein für alle Mal zerstören könnte …


    Die Autorin: (Verlagsseite)

    L. J. Shen lebt mit ihrem Ehemann, ihrem Sohn und einer faulen Katze in Kalifornien. Wenn sie nicht gerade an ihrem neuesten Roman schreibt, genießt sie gern ein gutes Buch mit einem Glas Wein oder schaut ihre Lieblingsserien auf Netflix.


    Aufbau:

    Leserhinweis

    Playlist

    Prolog

    29 Kapitel

    Epilog

    Danksagung

    Leseprobe: "King of New York" von Louise Bay


    Meinung:

    "Broken Love" ist alles andere als leichte Kost. Schon zu Beginn gibt es einen Leserhinweis, der davor warnt, dass sexuelle Gewalt thematisiert werden wird, und diese Szenen waren schwer zu lesen. Die Beschreibungen waren nicht besonders graphisch, doch es wurde deutlich, wie sehr die Protagonistin gelitten hat und dass die Vorkommnisse sie noch Jahre später belastet und beeinflusst haben. Die Autorin ist meiner Meinung nach sensibel und einfühlsam mit dem Thema umgegangen und es war schön zu sehen, wie Jesse im Lauf der Handlung langsam gelernt hat, mit ihrer Vergangenheit umzugehen und nach vorne zu blicken. Sehr gut gefallen hat mir, dass ihre aufblühende Beziehung zu Roman nicht alles gut gemacht hat; er hilft ihr zweifellos, das Leben wieder zu genießen, doch sie findet auch von ihm unabhängig eine innere Stärke und zeigt, dass sie ihn nicht als Retter braucht, was ich toll fand.


    Die Dynamik der beiden Charaktere ist recht komplex. Zu Beginn scheint es schwer vorstellbar, dass sie sich ineinander verlieben könnten, da er keine Beziehungen führt und sie Männern abgeschworen hat, doch sobald sie Zeit miteinander verbringen, wird deutlich, dass sie sich verstehen und einander gut tun. Es knistert auch zwischen ihnen, doch für mich waren die emotionalen Momente wichtiger, obwohl die Entwicklung ihrer körperlichen Beziehung aufgrund von Jesses Trauma natürlich von entscheidender Bedeutung war und für sie eine große Rolle gespielt hat. Ich mochte, dass beide füreinander da waren und sie sich gegenseitig helfen konnten, selbst wenn es Dinge gibt, die zwischen ihnen stehen. Allerdings muss ich sagen, dass die Annäherung der beiden mir ein bisschen zu schnell ging, obwohl Shen für mich glaubwürdig damit umgegangen ist und auch thematisiert wurde, was in den Charakteren vor sich geht, sodass ich ihr Handeln nachvollziehen konnte.


    Die Geschichte entwickelt sich teilweise vorhersehbar, da der Leser von Anfang an weiß, was Roman Jesse verschweigt und es offensichtlich war, wie sie auf die Wahrheit reagieren würde. Es war ein wenig frustrierend, dass er nicht mit ihr gesprochen hat, doch zugleich konnte ich verstehen, wieso es ihm mit dem Fortschreiten der gemeinsam verbrachten Zeit immer schwerer fiel. Dennoch mochte ich, dass sein Verhalten Konsequenzen hatte und sie nicht sofort bereit war, ihm zu vergeben, obwohl ich natürlich auf ein Happy End für die beiden gehofft habe; die Protagonisten waren sehr sympathisch und ich mochte, wie sie sich entwickelt haben. Zudem gab es gut ausgearbeitete Nebencharaktere, die entweder einen positiven oder negativen Einfluss auf die Figuren hatten.


    Alles in allem würde ich "Broken Love" mit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: bewerten. Es gab ein paar Aspekte, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten, doch die Charakterisierung der Hauptpersonen und die Entwicklung ihrer Beziehung hat dies aufgewogen. Ich fand toll, wie sensibel die Autorin mit den vergangenen Erlebnissen der Charaktere umgegangen ist und wie sie ihr Innenleben dargestellt hat.

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    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

    "Mopsball" ist meiner Meinung nach der bisher beste Band der Reihe. Zum einen hat mir gut gefallen, dass die Ereignisse aus dem Vorgänger Konsequenzen hatten und Holmes' Verhalten von den Geschehnissen beeinflusst wurde (auch wenn dies ruhig noch mehr in den Mittelpunkt hätte rücken können), zum anderen fand ich den aktuellen Fall sehr interessant und gut ausgearbeitet. Er war wendungsreich, trotz der recht großen Anzahl an beteiligten Personen und einer gewissen Komplexität überschaubar und ich mochte, dass die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund wie gewohnt zwar sehr gut, aber eben nicht reibungslos funktioniert.


    Mir hat zudem gut gefallen, dass Watersons Kollege in diesem Band eine größere Rolle gespielt und man mehr darüber erfahren hat, was in ihm vor sich geht. Er trat dabei sehr menschlich auf, hat Fehler gemacht und war nicht immer objektiv, was ich unter den gegebenen Umständen überaus glaubwürdig und realistisch fand. Das Buch ist gut mit seinem Interessenkonflikt umgegangen und ich mochte, wie der Handlungsstrang sich entwickelt hat. Deshalb hat es mich auch nicht gestört, dass Holmes' Besitzer in "Mopsball" kaum vorkamen - die anderen Figuren haben die Lücke, die sie hinterlassen haben, problemlos geschlossen. Dennoch hoffe ich, dass sie im nächsten Band wieder aktiver an den Ermittlungen beteiligt sein werden.


    Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die familiären Beziehungen aller Charaktere, auch der Hunde, wie schon in den vorherigen Büchern wieder von enormer Bedeutung sind und alle sich gegenseitig unterstützen, was ich wirklich schön fand - vor allem, da die Situation für Holmes zu Beginn der Handlung alles andere als leicht war. Wie bereits erwähnt haben die Ereignisse des vorherigen Bandes ihre Spuren hinterlassen und obwohl ich fand, dass der Konflikt etwas zu schnell abgehandelt wurde, mochte ich, wie die Autorin damit umgegangen ist.


    Die Ermittlungen wurden, wie man es bereits von Richter kennt, mit einem gewissen Humor geschildert, doch es war durchaus Spannung vorhanden, gerade in den letzten Kapiteln. Es gibt viele potentielle Verdächtige sowie Intrigen und Unstimmigkeiten im Fußballverein, was dem Polizeimops die Arbeit nicht gerade erleichtert. Dennoch wurden die nach wie vor bestehenden Kommunikationsschwierigkeiten von Mensch und Tier gut gelöst und es kam mir in Anbetracht von Holmes' bereits etablierter Intelligenz glaubwürdig vor, wie er und seine menschlichen Kollegen vorgegangen sind, selbst wenn die Situationen natürlich überspitzt waren.


    "Mopsball" bekommt von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:, vielleicht sogar :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, ich fand den Fall wirklich interessant und es hat mir wie immer sehr gefallen, Holmes und Waterson bei ihrer Suche nach dem Täter zu begleiten.

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    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.