Beiträge von Jisbon(:

    Inhalt: (Verlagsseite)

    Kaum hat Major Jules Gabin seinen neuen Posten im Elsass angetreten, herrscht Unruhe in den verschlafenen Fachwerkgassen von Rebenheim. Vor der mittelalterlichen Stadtmauer wurde eine junge Frau erschlagen. Was wollte die Lokalreporterin auf dem brachliegenden Weinberg? Wurde sie zufällig zum Opfer, oder war sie einer brisanten Story auf der Spur? Während seine alteingesessene Herbergsmutter noch versucht, ihn an Flammkuchen und Silvaner zu gewöhnen, hat Gabin bereits einen ersten Verdächtigen ausgemacht. Doch die Wurzeln des Verbrechens liegen tief in der Geschichte der Region verborgen ...


    Der Autor: (Verlagsseite)

    Jean Jacques Laurent ist das Pseudonym eines deutschen Autors, der bereits zahlreiche Kriminalromane verfasst hat. Mehrmals im Jahr reist er zu seiner Familie ins Elsass, wo er Land und Leute studiert und die gute Küche genießt. Immer mit einem Gläschen Weißwein dazu, denn im Gegensatz zu Rotweinliebhaber Major Gabin hat der Autor nichts gegen den Elsässer Silvaner einzuwenden.


    Aufbau:

    Prologue

    7 Kapitel/Tage

    Remerciements

    Karte


    Meinung:

    "Elsässer Erbschaften" behandelt den ersten Fall von Major Jules Gabin nach seiner Versetzung ins Elsass. Schon kurz nach seiner Ankunft wird eine Leiche aufgefunden, was dazu führt, dass er versuchen muss, seine neue Heimat kennenzulernen und zeitgleich einen Fall aufzuklären. Er macht sich durch seine Ermittlungen jedoch nicht gerade beliebt und es ist für ihn nicht leicht, sich zu integrieren, da die Alteingesessenen nicht unbedingt davon begeistert sind, von ihm ausgefragt zu werden.


    Jean Jacques Laurent erzählt in einem angenehmen, leicht lesbaren Schreibstil einen soliden Krimi. Der Fall war ein wenig vorhersehbar und es gibt nicht besonders viel Spannung, aber ich fand die Ermittlungen dennoch interessant und sie wurden glaubwürdig geschildert. Allerdings war es irgendwie frustrierend, dass Gabin seine Mitarbeiter dauernd motivieren musste. Es wurde so dargestellt, dass sie ihre Arbeit bisher eher gemütlich angegangen sind und immer sehr pünktlich Feierabend gemacht haben, sodass verständlich war, wieso sein Beharren auf rascheren Ergebnissen ungewohnt für sie war, doch ich konnte nicht ganz nachvollziehen, dass ihre Gewohnheiten und ihre Freizeit für sie über der Aufklärung eines Mordes zu stehen schienen. Dennoch gibt es hier ein paar lustige Momente, beispielsweise, wenn der Protagonist versucht, während einer Radtour potentielle Zeugen zu befragen; diese Szenen haben für mich oft funktioniert und die Geschichte aufgelockert, aber gerade gegen Ende fand ich sie ein wenig deplatziert.


    Neben der Polizeiarbeit liegt ein großer Fokus auf dem Lokalkolorit; der Autor verwendet viel Zeit darauf, den neuen Wohnort von Gabin vorzustellen und die Beschreibungen des Lebens vor Ort, der Elsässer Küche und der unterschiedlichen Gewohnheiten der Menschen konnten mich überzeugen, auch wenn ich nicht beurteilen kann, ob sie authentisch oder vielleicht ein wenig überspitzt sind - teilweise kam mir die Darstellung klischeehaft vor. Dennoch hat mir dieser Aspekt der Geschichte gefallen.


    "Elsässer Erbschaften" bekommt von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich mochte den Protagonisten, obwohl er noch ein bisschen blass geblieben ist, aber die Auflösung des Falls war mir zu offensichtlich und mir hat das gewisse Etwas gefehlt, durch das die Erzählung mich dennoch gefesselt hätte.

    "Die Essenz des Bösen" ist der fünfte Teil der Reihe um Max Wolfe, der Detective bei der Londoner Polizei ist. Er wird, wie schon in den vorherigen Bänden, mit einem Fall konfrontiert, der brandaktuelle Themen behandelt - dieses Mal geht es um Terrorismus, muslimische Migranten und ihre Rolle in der britischen Gesellschaft sowie Fanatismus in verschiedenen Formen, vor allem in religiöser Hinsicht.


    Die Geschichte beginnt damit, dass der Protagonist bei einem Terroranschlag, der viele Tote fordert, verletzt wird und so ist die Spannung schon von Anfang an hoch. Es gibt neben den zahlreichen mitreißenden Momenten zwar Phasen, in denen die Ermittlungen nicht wirklich vorangehen, doch das Buch war dennoch durchgehend fesselnd. Parsons hat die Situationen, in die Wolfe und seine Kollegen geraten, sehr gut geschildert und man hat beinahe das Gefühl, dabei zu sein und schreckliche Dinge mitansehen zu müssen. Gerade gegen Ende gab es eine Szene, die mich erschüttert hat, aber auch zuvor hat der Autor sich nicht gescheut, seine Figuren in verschiedener Hinsicht herauszufordern und mit brenzligen Lagen zu konfrontieren. Ein paar der Entwicklungen waren etwas vorhersehbar (andere wiederum konnten mich überraschen) und ich hatte einmal den Eindruck, dass den Figuren recht offensichtliche Hinweise entgehen, doch das sind nur kleine Kritikpunkte.


    Den Fall selbst fand ich interessant; er war sowohl gut durchdacht als auch komplex, ohne überladen oder zu kompliziert zu sein und ich mochte die unterschiedlichen Facetten, die beleuchtet wurden. Die einzelnen Charaktere sind nicht immer einer Meinung und haben teilweise radikal andere Blickwinkel auf die Ereignisse, was dazu anregen kann, sich selbst über diese Konflikte Gedanken zu machen - obwohl man natürlich meistens dazu neigt, Max, den man schon seit mehreren Bänden begleitet, zuzustimmen. Wie bereits erwähnt war das Buch zudem sehr spannend und ich konnte es (gerade in den letzten Kapiteln) gar nicht aus der Hand legen, da ich unbedingt wissen wollte, was noch passieren würde - und die Ereignisse am Ende machen auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band.


    Wie schon in den anderen Büchern wird auch das Privatleben des Protagonisten beleuchtet und das hat mir gut gefallen; es war zwar nicht immer leicht, diesen Handlungsstrang zu verfolgen, da Max in einer schwierigen Situation ist, aber diese wurde sensibel behandelt und zugleich bildeten die familiären Szenen eine gute Abwechslung zu den Ermittlungen, die sich immer weiter zugespitzt haben.


    "Die Essenz des Bösen" bekommt von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:. Das Buch hat mir sehr gefallen, es konnte mich definitiv packen und gerade die emotionale Komponente hat mich überzeugt. Zudem fand ich, dass der Autor gut mit dem brisanten Thema seiner Geschichte umgegangen ist und zum Nachdenken anregt.

    _________________

    Herzlichen Dank an den Verlag, der mir das Buch über Netgalley zur Verfügung gestellt hat.

    Ich habe jetzt die Hälfte des letzten Pensums gelesen und langweilie mich gerade zu Tode... :sleep:

    Das kann ich verstehen - ich kann auch nicht gerade sagen, dass ich den Abschnitt überwiegend spannend fand :| Aber es gab immerhin ein paar interessante Aspekte.

    Ich denke, dass Peter und die Penns eine besondere Verbindung haben. Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber ich habe langsam das Gefühl, dass sowohl Harry Penn als auch Peter mit dem Wolkenwall und den Geschehnissen, die sich gerade häufen, aktiv in Verbindung stehen und eventuell muss Jessica Penn es auslösen oder so. Hach, schwierig, ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll... als wenn Peter und Harry daraufhin gearbeitet haben und Jessica als Bindeglied oder so fungiert und nachher vielleicht die gerechte Stadt erschafft oder so. Immerhin eine Spinnerei, die mir so durch den Kopf geht-

    Die Verbindung besteht definitiv - Peter hat ja scheinbar instinktiv den Ort aufgesucht, an dem sie versammelt waren und wollte sie wiedersehen und Harry weiß definitiv mehr, als bisher ersichtlich wurde. Und die Verbindung zum Wolkenwall ist auch schlüssig, nur würde ich langsam wirklich gerne etwas konkretes an die Hand bekommen... :loool:

    Die Idee, dass Jessica Penn ein Bindeglied sein könnte, ist interessant - mir kam es nur einfach so vor, als wäre eine konkrete Verbindung zwischen Peter und Jessica da, die darüber hinausgeht, weil er nur sie so angestarrt hat, aber es kann natürlich sein, dass sie 'nur' ein Auslöser oder so ist.

    So wie er beschrieben wurde hatte er sicherlich so eine Aura...

    Das ist gut möglich, ja.

    Ehrlich? Das fand ich total gruselig... Stell dir mal vor, da ist ein Mann, der dir einen eisigen Schauer über den Rücken fahren lässt und dein Kind rennt auf ihn zu und schläft auf seinem Arm ein :shock: Ich meine gut, ich wusste, dass es Peter war, aber die Situation hätte mich selber wohl wahnsinnig gemacht8-[

    Natürlich war es unheimlich, aber ich fand es trotzdem SEHR interessant, dass es hier sofort eine Verbindung zu geben schien und die Narrative ganz ausdrücklich betont hat, dass sie jetzt irgendwie zueinander gehören. Es ist mir noch unverständlich (und ja, als Elternteil wäre ich in dieser Situation durchgedreht, vor allem, weil meine Tochter einem Fremden plötzlich so zu vertrauen scheint), aber es ist bestimmt noch von Bedeutung. Dass sich alle irgendwie voneinander angezogen fühlen, ist bestimmt auch darauf zurückzuführen, dass sie durch die Ereignisse verbunden sind.

    Ich frage mich sowieso.. wenn uns das passieren würde, würden wir generell so oft von Zeit reden? Das finde ich doch sehr seltsam und ich glaube einfach, dass der Autor nur darauf aufmerksam machen will, dass es damit zu tun hat. Zugegeben die Sätze sind imemr passend eingestreut, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in normalen Gesprächen solche Sätze auftauchen würden, oder?:-k

    Das ist schwer zu beurteilen... wie du sagst, im jeweiligen Kontext ergibt es Sinn und wenn man die Sätze für sich betrachtet, ist es eine normale Verwendung des Begriffs, aber in dieser Häufigkeit... bezüglich der Erzählung ist es ein logischer Schachzug, solche Hinweise einzustreuen, nur weiß ich wirklich nicht, ob ich nicht selbst stutzig werden würde, wenn ich mich plötzlich dauernd mit der Zeit beschäftigen würde, ohne dass ich vorher ein wissenschaftliches/philosophisches Interesse daran hatte. Aber es sind ja auch immer verschiedene Charaktere, oder? Da fällt es ihnen vielleicht wirklich gar nicht auf, weil sie nicht alles mitbekommen. :scratch:

    Das fand ich auch interessant, was mich wurmt, ist dass wir immer nur minial über ihn erfahren und er dann immer in so fiesen Situationen steckt :wuetend:

    Ja, irgendwie scheint er von allen Charakteren das schlimmste Los gezogen zu haben :cry: Vielleicht auch, weil er magisch/besonders ist und es deshalb "aushalten" kann? Auf jeden Fall ist das nicht schön zu lesen. Ich denke aber, es gibt einen guten Grund, wieso wir so wenig über ihn wissen. Bestimmt erwartet uns hier eine große Enthüllung.

    Vielleicht ist Athansor für den Wolkenwall evrantwortlich? Wenn er die Zeit konsumiert ist er ja auch im Grunde unsterblich oder?:-k

    Stimmt, wenn er die Zeit konsumiert, wäre er unsterblich oder zumindest sehr langlebig... der Konsum stärkt ihn ja auch und verlängert wohl sein Leben, wenn ich bedenke, dass die meisten Pferde in diesen Bedingungen sehr schnell sterben und er das alles überlebt. Dann frage ich mich aber wieder, wie viel davon er selbst weiß? Wenn ich mich richtig erinnere, wusste er am Anfang des Buches nur, dass er zu Höherem bestimmt ist und er deshalb gerne ausgerissen ist, aber der Name, der ihm zugeschrieben wurde, war ihm ja beispielsweise nicht bekannt. Athansor war doch auch irgendwie eine große, bedeutsame mythische Gestalt, oder? (Und er kann fliegen, was auch außergewöhnlich ist und wie Wolken in Verbindung mit der Luft/dem Himmel steht.) Es würde mich also nicht wundern, wenn seine Rolle sich als viel signifikanter erweisen würde, als seine (vergleichsweise seltenen) Auftritte auf den ersten Blick erahnen lassen. Deine Theorie...

    Jetzt muss ich mal überlegen, hat der Wolkenwall vielleicht etwas mit AUftauchen und Gefühlslage des Pferdes zu tun? Ah wieder eine neue Theorie über die ich nachdenken muss :!::totlach:

    ... klingt auf den ersten Blick schlüssig. Leider kann man sie weder bestätigen noch verwerfen, da wir einfach nicht immer wissen, wo der Hengst ist, wenn der Wolkenwall auftaucht :-k Der Wolkenwall stand ja aber definitiv in Verbindung mit der Reise in die Zukunft/dem Verschwinden von ihm und Peter sowie (wie ich mich zu erinnern glaube) ihrem Auftauchen in New York.

    Siehe oben, ich glaube, dass er mit Peter irgendwie in einer Sache drinsteckt, die das Geschehen vorantreibt, auch wenn sie vielleicht sogar aktiv gar nicht wissen, dass sie das tun:-k

    Mittlerweile bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob Harry nicht viel mehr weiß, als er verlauten lässt. Er scheint immerhin einige entscheidende Dinge zu wissen, beispielsweise, dass Mead nie Spuren hinterlässt, was für mich auf tiefgreifenderes Wissen hindeutet. Natürlich kann es aber auch nur sein Instinkt oder eine Eingebung sein:loool:

    aber wenn ich das richtig verstanden habe, hatten sie ja keine Angst, sondern das Gefühl, sie hätten die gerechte Stadt gesehen. Langsam wirds ernst!

    Ja, das habe ich auch so verstanden und ich fand es auch sehr interessant. Vor allem, da wir dem Zeitpunkt, zu dem das gerechte Zeitalter anbrechen soll, schon sehr nahe gekommen sind... ich bin schon gespannt, was dann passieren wird. Das könnte sehr spannend werden. :!:

    Huch :shock: Das hab ich wohl überlesen :shock:

    Na ja, es wird nicht explizit gesagt und man könnte es auch so verstehen, dass er Vergangenheit und Gegenwart durcheinanderbringt, aber im Gespräch mit Virginia sagt Cecil: "Was ist, wenn Pearly plötzlich hereinkommt? Peter Lake ist nicht mehr da, um mich vor ihm zu schützen." (Seite 618) Es hätte uns gerade noch gefehlt, wenn er wieder auftauchen würde... aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Verfolgungsjagd vom Anfang sich in ähnlicher Form noch einmal wiederholen wird, bevor das Buch endet.

    HINWEIS - Bitte immer mit kopieren - UND AUCH LESEN!!


    Beim Weiterführen der Liste darauf achten, dass die Listenfunktion beibehalten wird! Dafür bitte die Editoren-Ansicht benutzen (NICHT die Quelltextansicht)! Listenziffern werden automatisch eingefügt, wenn sie beim kopieren nicht markiert werden! Dass die Liste richtig übernommen wurde, erkennt man daran, dass die korrekte Liste ein wenig nach rechts eingerückt ist, während die falsche Liste, die nicht automatisch nummeriert ist, einfach bündig am linken Rand erscheint.


    Bei den Leuten, welche noch Probleme haben, hier weiterlesen:


    Nur die Namen/Liste markieren - mit der linken Maustaste (dabei stellt sich nämlich heraus, wenn man oben in die Menüleiste schaut, dass statt "nummerierter Liste" nur die normale "Liste", welche eigentlich Punkte statt Zahlen ausgibt, für die Aufzählung markiert ist. Was beim Absenden dazu führt, dass man keine Zahlen mehr davor hat). Nach dem Markieren oben in der Menüleiste auf "Nummerierte Liste" drücken (so dass dieses ausgewählt ist statt der normalen). Absenden. Fertig!


    Und nehmt BITTE immer den letzten Post und nicht euren eigenen!


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    Seta Ich habe für "Jeder wird für sich den eigenen Weg gehen, das eigene Schicksal und die eigene Art und Weise suchen, dem Tod ins Auge zu blicken." gestimmt.

    Ich auch, aber die Sätze klangen alle ziemlich interessant.


    Sinas : Ich habe diesen Band zwar noch nicht gelesen, fand aber die, die ich bereits kenne, sehr gut.

    Das Zeitalter der Maschinen (Seite 529-583)

    Obwohl dieses Kapitel viel länger ist als das vorherige, habe ich mir hier vergleichsweise weniger notiert - vielleicht, weil im letzten Kapitel so viele potentiell wichtige Dinge in kurzer Zeit stattgefunden haben.


    Ich habe mich darüber gefreut zu erfahren, wie es Peter ergangen ist, aber es war traurig, dass er obdachlos war und sich irgendwie durchschlagen musste, gerade, wenn man an seine Vergangenheit denkt. Allerdings hätte er sich wirklich schneller eine Arbeit suchen sollen, selbst wenn ich irgendwie verstehen kann, dass er erst einmal erfahren will, wer er ist.

    Bei seinem Streifzug durch die Stadt ist mir aufgefallen, dass die Gebäude mit Särgen verglichen wurden - ein interessantes Bild. Die Orte, die Peter immer wieder besucht hat, wurden auch schön beschrieben und es war traurig, dass er gehofft hat, die Tischgesellschaft wieder anzutreffen, das aber nie der Fall war, und seine Tagträume waren auch anrührend. Er tut mir wirklich leid und ich habe sehr gehofft, dass seine Lage sich bald bessern würde, vor allem, als er dann noch mit einem Gespenst verglichen wurde. Das ist keine schöne Existenz. Zum Glück hat er schließlich noch etwas gefunden, auch wenn es ein großer "Zufall" (:lol:) ist, dass es sich um die Stelle des Chefmechanikers bei der Sun handelt.


    Sowohl die Beschreibung der ungewöhnlich häufigen Gewitter, die über die Stadt "herfielen" und Wolken mit sich bringen, die "Berge oder Schlangennester" (S. 542) sein könnten… was stark an den Wolkenwall erinnert, als auch die große Intelligenz von Abby und Martin - den Kindern von Virginia - fand ich erwähnenswert, vor allem, da Virginia eine Gänsehaut bei dem Gedanken daran bekommt, ihre Kinder könnten auch so großen Mut haben wie sie früher, da sie wohl oftmals fast gestorben wäre. Die Szene, in der Abby auf der Balkonbrüstung tanzt, fand ich auch entsprechend erschreckend - als Mutter würde mir das Herz stehen bleiben, aber immerhin hat Virginia geistesgegenwärtig reagiert.

    Dann erzählt sie ihren Kindern von dem Wolkenwall, als Geschichte, die sie schon von ihrer Mutter gehört hatte. Es wird erklärt, es sei kein böser Sturm, sondern ein "teilnahmsloser Strom" (S. 547), wobei sie auch selbst sagt, dass sie sich fragen, ob noch mehr dahintersteckt. Die Beschreibung eines goldenen Wolkenwalles, der warm und lächelnd ist und nur in Zeiten der Schönheit und Gerechtigkeit auftaucht, fand ich spannend - ich könnte wetten, dass wir ihm noch begegnen werden, da es ja auch um die Suche nach einer gerechten Stadt geht.


    Als nächstes begegnen wir Althansor, dem Hengst, der mir auch schon wieder gefehlt hatte. Wir erfahren, dass er ein Göpelwerk zieht (und er direkt von der Arena dorthin kam) und dass er pausenlos arbeiten muss, aber er immerhin genügend Nahrung und Wasser bekommen kann. Hier war es wieder grausam, dass die Pferde so lange arbeiten mussten, bis sie starben und auch, dass unser Hengst Wunden hat, die immer aufgeplatzt sind :cry: Aber dann kommt ein SEHR interessanter Satz: dass die Leute vor Ort nicht wissen könnten, dass "dieses Pferd die Zeit konsumierte […] und dass es sich von der Zeit […] ernährte" :!: (S. 551) Er wird immer stärker, je länger sie ihn antreiben… das ist sehr, sehr aufschlussreich, finde ich, vor allem, da es so ausgiebig betont wird. Wir wussten ja schon, dass er besondere Kräfte hat, aber nun wird er direkt in den Zusammenhang mit der 'Zeit' gestellt…


    Die Schilderungen über die Amtszeit des Bürgermeisters fand ich ehrlich gesagt wieder wenig spannend, doch die Konfrontation mit dem Chefredakteur der Sun war schon relativ interessant. Praeger konfrontiert den Bürgermeister damit, dass er das große Schiff betreten und dabei besorgt gewirkt habe. Dann erzählt er, dass sie versucht haben, an Bord zu gelangen, sie es aber nicht geschafft haben… diese Geheimniskrämerei macht schon neugierig darauf, was jetzt vor sich geht, ganz besonders deshalb, weil der Bürgermeister behauptet, sein Schweigen diene dem Interesse der Stadt, es biete sich eine große Gelegenheit und er würde dafür seine Karriere gerne opfern. Hm.

    Das Gespräch zwischen Penn und Praeger war auch… aufschlussreich. Penn sagt, die Sun würde nichts über Jackson Mead schreiben, weil er sowieso immer verschwindet, ohne Spuren zu hinterlassen (S. 571), was Preager gar nicht gefällt. Er droht mit der Kündigung und Harry sagt, dass "niemand weiß, wer ich wirklich bin" :!: (ich habe mich da spontan gefragt, ob das auch auf den Leser bezogen werden kann)

    Die Szenen mit Mead fand ich dagegen nicht besonders fesselnd, weshalb ich sie ehrlich gesagt nur überflogen habe. Aufmerksam wurde ich erst, als er meinte, dass alles bereits einmal passiert sei, sich zugleich aber noch nicht ereignet habe (S. 579); außerdem sagt Mead, er sei schon viele Male gestorben… und wenn man sterbe, höre man ein Pochen, das klingt wie eine alte Maschine :shock:


    Teil 4 – Ein goldenes Zeitalter

    (die Überschrift dieses Abschnittes hat mich ja schon aufhorchen lassen - immerhin war gerade erst die Rede davon, dass ein goldener Wolkenwall auftauchen würde, wenn die Zeit gerecht und gut sei :!:)


    Eine sehr kurze Geschichte der Wolken (Seite 585-586)

    Okay, da hier gleich am Anfang erwähnt wird, dass es den Wolkenwall schon "lange vor Ende des ersten Jahrtausends" gab (S. 585), wird er wohl eher nicht von einer Maschine gesteuert. Stattdessen klingt es fast so, als sei er... lebendig? Immerhin ist die Rede von "Fehler[n] der eigenen Kindheit" und dass der Wolkenwall daraus gelernt habe…

    Die Maschinen werden hier auch erwähnt; es heißt, bei einem der Auftritte des Wolkenwalles seien die Maschinen zu jung und noch nicht am richtigen Platz gewesen. (Das ganze bereitet mir irgendwie eine Gänsehaut und ich kann gar nicht einmal genau erklären warum) Dann wird der Wolkenwall als "zorniger Löwe" (S. 586) beschrieben, was mich an die Szene im letzten Abschnitt erinnert, als die Rede von einem Wutanfall war, der die Stadt niederbrennen würde.

    Der richtige Moment für den goldenen Wolkenwall sei aber zu Beginn des dritten Jahrtausends gekommen - nun hätte es den gerechten Menschen endlich gegeben… das klingt ja alles sehr geheimnisvoll.


    Die Battery-Brücke (Seite 587-629)

    Das Kapitel beginnt damit, dass Peter glaubt, in seinen Maschinen das Nahen der Zukunft zu hören (mir fällt auf, dass die Zeit immer mehr Raum einnimmt und auch die verschiedenen Zeiten miteinander zu verschmelzen scheinen, also noch mehr als zuvor) und es heißt auch, man könnte meinen, er sei selbst Teil der Maschinerie (S. 588) - diese Formulierung ist bestimmt bewusst hier platziert. Es heißt auch, dass er die Maschinen besonders gut verstehe und als ein Kollege versucht, seine 'Gespräche' mit Gegenständen (hier war es glaube ich ein Kamin) zu belauschen, gibt es lauter Störgeräusche. Auffällig ist auch, dass er zwei Tage lang nichts gegessen hat; zwar ist er Entbehrungen gewöhnt, doch trotzdem schien er ja Gelegenheiten zum Essen gehabt zu haben. Die Schlussfolgerung seiner Kollegen ist jedenfalls, dass er kein normaler Mensch sei.


    Dann kommt es zu einem Konflikt zwischen Ghost und Sun, bei dem es um den Bürgermeister und damit auch um das geheimnisvolle Schiff geht. Es wird explizit erwähnt, dass beide Zeitungen Leser einbüßen; niemand versteht, wieso Penn den Bürgermeister unterstützt (ein weiteres Indiz dafür, dass Penn mehr weiß als andere um ihn herum) und viele glauben, es liege an der nahenden Jahrtausendwende, dass alles verrückt spiele. Da ja die Rede davon war, dass zu Beginn des dritten Jahrtausends (also gegen 2000) der Moment des gerechten Menschen gekommen sei und dieser somit naht, haben diese Aussagen vermutlich einen hohen Wahrheitsgehalt.

    Hardesty und Praeger finden dann ein Dokument, in dem Peter erwähnt wird - es geht um die Ermordung von Overweary, den ich schon fast vergessen hatte. Den beiden Männern fällt auch auf, dass sie Männer mit gleichen Namen kennen, die aber unmöglich alt genug sein können.

    Es kommt zu einer Schlägerei und dann taucht auch wieder der Wolkenwall auf - das scheint sich wirklich zu häufen, oder? :-k Blitze kommen daraus hervor, die die Beobachter an Schlangen erinnern, und auffällig fand ich, dass die hohen Gebäude vor diesem Wall verletzlich zu wirken schienen. Die Straßen werden überflutet und natürlich bricht auch Panik aus; der Sturm wird immer schlimmer, aber es wird explizit erwähnt, dass die Stadt aufrecht stehen bleibt und sich nicht "duckt" (S. 603), was garantiert sehr wichtig und entscheidend war - vielleicht sollte das eine Art Test sein, keine Ahnung. Hardesty denkt auf jeden Fall für einen Moment, er habe endlich die gerechte Stadt erblickt, nachdem er dieses Schauspiel gesehen hat :!:

    Ich fand es auch schrecklich zu lesen, dass Peter den Halt zu verlieren scheint und dass er immer mehr ziellos durch die Gegend läuft :( Die Maschinen scheinen das irgendwie auszugleichen, ihn aber auch zu seltsamen Träumen zu verleiten.


    Später erkundigt sich Virginia bei Cecil danach, wer Peter Lake denn war - er erwähnt den Namen und er kommt ihr bekannt vor. Cecil schildert dann, dass er von Peter beschützt worden war - und er erwähnt Pearly, der wohl auch hier gelandet ist. Toll :-? Virginia hat ja ganz richtig bemerkt, dass die Schilderungen wie aus einer anderen Zeit zu stammen schienen und wurde hier hellhörig.

    Sehr interessant ist, dass Mead vor Peters Verschwinden glaubte glaubte, Peter würde "der ewige Regenbogen sein [...], der richtige, der kein Ende hat" (S. 619/620). Das klingt, gerade in Bezug auf den 'gerechten Menschen' und alles, was Peter in diesem Kapitel passiert, sehr aussagekräftig und bedeutsam. Cecil wirft dann in den Raum, dass die Zeit noch nicht reif sei... aber lange kann es nicht mehr dauern, denke ich. Mead spricht dann auch am Ende des Kapitels davon, dass ein neues Zeitalter anbrechen werde, dass alles bisherige völlig verändern wird.

    Vieleicht hats ja was mit dem Seeungeheuer zu tun :mrgreen: Ooooder, und jetzt spinn ich rum, das Seeungeheuer wird auch von der Maschine gesteuert :totlach:

    Das wäre ja wirklich der Gipfel :totlach:

    Nur was genau löst diesen Wutanfall aus?

    Das ist eine sehr gute Frage... im vierten Abschnitt gibt es einen Satz, der mich an diese Szene zurückerinnert hat (das habe ich unten auch entsprechend hervorgehoben), aber ob da ein Zusammenhang besteht?

    Ich kanns mir nicht vorstellen, wie das so laufen soll. Wenn die sich da abends immer wieder was erzählen, und er den heiratsantrag tatsächlich auch so macht, ohne sich mal im Flur zu treffen. Ich fand das irgednwie aufgesetzt, vielleicht fehlt mir hier aber auch die romantische Ader :-,

    Ich habe dann wohl eine romantischere Ader :lol: Ich fand es jetzt nicht ganz so schlimm und albern wie du (es war meiner Meinung nach immerhin besser als dieses "wir sind jetzt einfach verliebt, Punkt" bei Virginia und Hardesty) und fand es eigentlich ganz schön, dass er sich nicht in ihr Äußeres verliebt hat (was man natürlich auch anders hätte darstellen können), aber hundertprozentig war ich von der Umsetzung der Liebesgeschichte auch nicht begeistert, da es - wie du sagst - nicht ganz realistisch war. Andererseits ist es ja ironisch, dass uns DAS stört, wir aber magische Pferde und einen Wolkenwall hinnehmen :loool:

    Ich glaube uns fehlt nur das entscheidene Puzzleteil, was sich der Autor bis zum Schluss aufzuheben scheint :wuetend:

    Und wir haben noch einige Seiten vor uns... da wird uns vermutlich noch ein paar Mal der Kopf rauchen, weil nichts Sinn zu ergeben scheint.

    Wenn es nicht so ellenlos beschrieben wäre, würde es vielleicht noch gehen. Aber er erinnert mich manchmal an Dickens. Wirklich alles was er aufschreibt und wen er vorstellt, ist am Ende sicher wichtig!

    Davon gehe ich auch aus und mittlerweile komme ich ganz gut mit dem Schreibstil klar, aber richtig warm bin ich mit ihm noch nicht geworden und die Ausschweifungen finde ich oft langweilig. Leider.

    Jaa, manchmal.... ich würde das so feiern, wenn sich herausstellt, dass ich mit der Sun Recht hätte :totlach::lechz:

    Das kann ich gut verstehen :lol: Und nach dem Lesen des nächsten Abschnitts würde ich sagen, dass deine Theorie immer noch logisch aussieht.

    aber sie wurde doch beerdigt oder? :scratch: Das lässt mir jetzt keine Ruhe---

    Es wird extra erwähnt, dass ihn die Vorstellung quält, ihr Körper würde für immer in der Erde (oder besser gesagt im "Grab") liegen, also ja. Aber mich irritiert eben auch, dass er nur GLAUBT, dass sie dort für alle Zeiten liegen wird...

    Dann wäre für mich die Frage, ist sie denn dann wirklich noch köroerlich anwesend? Den Wolkenwall hats ja schon vor Peters Beziehung mit ihr gegeben, in seiner Kindheit ja schon. Was wäre, wenn Bethany entweder den Wall mit ihrer Seele steuern würde, oder es eine Kraft gibt, die sich vorübergehend in ihr manifestiert hat?:-k

    Ich fände es ja sehr interessant, wenn ihre Präsenz einen Einfluss darauf hätte oder der Wolkenwall sich in ihr manifestiert hätte... aber was in Teil 4 über den Wolkenwall enthüllt wird, scheint nicht so recht zu so etwas zu passen. Eigentlich schade, das hätte eine spannende Enthüllung sein können - und unerwartet vor allem.

    Auch wenn das Buch nicht so ganz der Knaller ist, macht das Sinnieren und Phantasieren mit dir hier total Spaß :love:

    Definitiv :love:


    Ein frühsommerliches Diner bei ‚Petipas‘ (Seite 517-528)

    Da du ja gerade erst die Theorie aufgeworfen hast, dass die Sun von großer Bedeutung sein könnte, fand ich es natürlich sehr interessant, dass dieser Abschnitt damit beginnt, wie sich Angestellte der Zeitung treffen :lol: [Ich muss auch sagen, dass ich die Beschreibung der Stadt - wie das Sonnenlicht sich an den Fenstern bricht und die Farben hervorstechen - sehr schön fand, obwohl das ja keine typische malerische Szene ist.]

    Dann kommt Harry Penn ins Spiel und wir erfahren, dass er glaubt, er würde bald sterben. In Bezug auf das übergreifende Thema (zumindest dieses Teils) fand ich hier bemerkenswert, dass er von der "zwingende[n] Gegenwärtigkeit von Vergangenheit und Zukunft" spricht, die "endlich lebendig geworden waren" (Seite 518). Das Wort ‚endlich‘ hat mich ein wenig stutzig gemacht, aber letztlich ist es ja nur ein kurzer Satz. Interessanter ist, dass er, Hardesty, Virginia, Marko Chestnut, Asbury und Christiana anwesend sind… also fast alle der wichtigen Personen, was bei mir im ersten Moment ein mulmiges Gefühl erzeugt hat - ich bin mir noch nicht sicher ob es so eine gute Idee ist, wenn sich alle an einem Ort aufhalten wenn man bedenkt, wie ihre Schicksale verknüpft zu sein scheinen.

    Es wird dann darüber gesprochen, wie seltsam es ist, dass Craig Binky einfach so verschwunden ist, da dies ihm gar nicht ähnlich sehe. Als Zeitungsmensch ist es Penn vor allem wichtig, dass SIE zuerst an die exklusiven Informationen kommen, doch ich fand sehr interessant, dass es so gar keine Neuigkeiten gab und wirklich niemand etwas zu wissen schien. Penn dagegen denkt, Binky verfolge eine Geschichte, deren Tragweite ihm vielleicht nicht bewusst sei… hm. Möglich. Vielleicht ist er dem Geheimnis auf der Spur oder so.


    Dann taucht Peter auf - womit die menschlichen Charaktere mehr oder weniger komplett waren (Beverly ist ja offiziell tot). Als Leser wusste man natürlich sofort, wer es sein muss, aber es war auch interessant zu sehen, wie die anderen ihn wahrnehmen. Er wirkt kräftig und ruhig und ich fand besonders auffällig, dass sein Blick den anderen eine Gänsehaut beschert hat. Ich habe ihn noch nie als bedrohlich wahrgenommen, aber ich weiß auch nicht wie ich reagieren würde, wenn mich ein fremder Mensch plötzlich so anstarren würde. Und sein Blick war die ganze Zeit auf Jessica Penn gerichtet - was für mich so ein AHA-Moment war. Ob das wohl mehr zu bedeuten hat?

    Es war auch von großer Bedeutung, dass Harry bei Peters Anblick sofort an seine Kindheit zurückerinnert wurde… und dass Abby ihm sofort vertraut hat und jetzt zu ihm gehört (S. 523) war auch signifikant, denke ich. Aber habe ich irgendetwas verpasst? Hardesty spricht davon, Peter sei einer "Schattenwelt" entstiegen (S. 524) - spürt er das oder gibt es dafür Anzeichen und ich habe das einfach überlesen? Definitiv spannend ist es, dass sie sich alle sofort zueinander hingezogen fühlen, ganz so, als wären sie schon seit jeher verbunden gewesen. Dass Peter dann wieder verschwunden ist, fand ich schade - damit war dieser interessante Moment dann auch schon vorbei, obwohl ich auch seltsam fand, wie Harry davon sprach, Peter sei "der Zeit voraus" - nicht SEINER Zeit, was stimmen würde, da Peter ja aus der Vergangenheit stammt, sondern DER Zeit. Wieso erkennen die Charaktere das alles? :?: Durch diese 'Verbindung', die sie spüren?


    Das Auftauchen des Schiffes war natürlich beunruhigend, vor allem, da es solche großen Auswirkungen hatte. Auffällig war, dass es als "wundersam" beschrieben wurde und der Anblick sich so anfühlte, als sei ein Sieg errungen worden (S. 527)… während ich die Beschreibung eher etwas erschreckend fand in seiner Enormität und Größe. Dann wird erwähnt, das Schiff bringe die Zukunft und in der Folge dessen "erwachte die Stadt [langsam] zum Leben" (S. 528)… das heißt, so nach und nach wird es ernst. Hoffentlich.

    Ja das war mir auch direkt klar, ich glaube wir finden das Muster :totlach: Es scheint ja immer alles miteinander zusammenzuhängen, aber wie??(

    Es ist nicht so, als würde der Autor das Muster gut verstecken :loool: Es ist zwar (wie du sagst) noch unklar, was genau die Zusammenhänge sind und worauf das alles hinauslaufen soll, aber die Parallelen und Verbindungen sind recht offensichtlich.

    Konnte ich mir auch nicht erklären, allerdings vermute ich, dass das eventuell die Aura des Pferdes sein könnte? Es ist ja besonders...:-k

    Das ist gut möglich... auch wenn ich nicht ausschließen möchte, dass es sich um etwas abgedrehteres, ganz enormes handelt, das sich uns nur noch nicht erschließt :lol: Aber Wasser spielt in der Geschichte ja generell eine sehr große Rolle und scheint außergewöhnliche Dinge anzuregen...

    Stand da eigentlich irgendwas von, wie alt sie da ist? Sie ist doch sicher älter als in dem Abschnitt als sie zur Schule ging oder? Sie bkommt ja nachher die Anstellung bei Penn:!: Der sie ja auch trotz halbtags-Arbeit voll bezahlt und ihr sogar ein Studium in Aussicht stellt :-s

    Soweit ich es sehen kann, wird kein Alter erwähnt, nein. Zunächst wird sie als "Mädchen" bezeichnet (Seite 437), das zwar eine Aushilfstätigkeit hat, aber einen richtigen Job sucht und dann ist nur die Rede von der "jungen Frau". Sie muss aber definitiv erwachsen geworden sein - die Szene in der Schule war in ihrer "zweiten oder dritten Klasse" (S. 428) und zudem gab es das Hotel ihres Vaters noch, von dem wir später lesen, dass es abgebrannt ist, weshalb sie ja eine Anstellung sucht. Wobei mir hier gerade auffällt, dass das Hotel durch einen Blitzschlag abgebrannt ist - das hatte ich beim ersten Mal wohl überlesen. Irgendwie kommt es mir nicht wie ein Zufall vor, dass eine Naturgewalt diesen Ort zerstört, da dies die Ursache dafür war, dass sie nach New York gegangen ist... 8-[

    Eine weitere Stelle, die ich überlesen hatte - auf Seite 445 ist die Rede davon, "eine[] Art Wutanfall" würde in der Zukunft dafür sorgen, dass die ganze Stadt niederbrennt - dieses Detail scheint mir irgendwie wichtig zu sein.

    ich hatte vorher schon überlegt das Buch abzubrechen, weil mich nur wenig tatsächlich gereizt hatte das Buch wieder in die Hand zu nehmen und da dachte ich wirklich ich machs... aber kann dich ja nicht alleine lassen.

    Ich war auch schon ein paar Mal kurz davor abzubrechen, aber mir hilft es wirklich, das Buch zusammen zu lesen - das motiviert dann noch ein bisschen. Wenn du aber wirklich abbrechen willst und überhaupt keine Lust hast, dann tu das, um Gottes Willen - du sollst dich ja nicht mit dem Buch quälen :friends:

    die beiden haben einen Balkon. Und wollen sich die ganzen Monate nicht einmal gesehen haben? Aufm Flur? Oder mal ein näherliegendes Treffen als die Wand oder direkt das Dach geplant haben? :-s

    War es nicht Winter, als sie sich "kennen gelernt" haben? Ich glaube mich daran zu erinnern, dass sie ihr Treffen für den Sommer vereinbaren, wenn es wieder wärmer ist... *nachles* Ja, war es. Zitat: "Erst im Winter [...] nahm Christiana von dem Mann Notiz, der in der Wohnung nebenan [...] wohnte." (Seite 458) Also kann ich mir zumindest vorstellen, dass sie sich nie auf dem Balkon gesehen haben, aber dass sie sich nicht zufällig im Flur über den Weg gelaufen sind, ist schon sehr merkwürdig. Wenn wir an die Theorie glauben, dass alles aus einem ganz bestimmten Grund passiert und auf etwas hinausläuft war es vermutlich so, dass sie sich immer knapp verpasst haben, weil der richtige Zeitpunkt für ein Treffen noch nicht gekommen war oder so :roll:

    Da gehe ich stark von aus, denn es scheint jetzt alles aufeinander zutreffen. peter landet in der Zeit in der Hardesty und Virginia zusammen sind, und auch Christiana ist hier in der Zeit zugegen. Und hat mit Asbury ihr Pendant gefunden. Auch der Hengst befinden sich anscheinend in dieser Zeit. Ich bin nur gespannt, was passiert, wenn alle aufeinander treffen 8-[

    Das ist in der Tag die große Frage... irgendetwas scheint dafür zu sorgen, dass sie alle an einem Ort landen und Verbindungen zueinander knüpfen (es sind ja alle wichtigen Figuren irgendwie verbunden). Die Frage ist nur, ob dann etwas Gutes oder Schlechtes passieren wird. Einerseits gibt es definitiv bedrohliche Dinge (der Wolkenwall wirkt alles andere als harmlos), andererseits finden die Charaktere unter anderem durch diese Umstände ihr Liebesglück, selbst wenn es teilweise nur von kurzer Dauer ist.

    Mich würde auch nicht überraschen, wenn noch einmal etwas passiert, das diese neue Theorie komplett über den Haufen wirft.

    Aber wie du schon schreibst, müssen wir ihn dann wieder verlassen :wuetend::wuetend::wuetend:

    Ich sage es ja, ich glaube, der Autor will seine Leser frustrieren :lol: Natürlich ist es in vielen Geschichten so, dass die "Perspektivenwechsel" an den spannendsten Stellen passieren, um zum weiterlesen anzuregen, nur muss dann eben auch der zweite/andere Handlungsstrang spannend oder interessant sein... und hier ist das nicht so ganz der Fall.

    Ich dachte das auch, weil beschrieben wird, dass er so einen komischen Tanz aufführt. musste direkt wieder grinsen, aber dass er auf einmal spanisch sprechen würde, wäre mir sehr merkwürdig vorgekommen :mrgreen:

    Ja, mir auch :loool: Wobei sein neuer Akzent auch ziemlich seltsam ist... aber eine komplett neue Sprache wäre doch noch merkwürdiger gewesen.

    Ich habe bei dem blitz und dem licht an die anderen Erscheinungen gedacht, die ja schon aufgetaucht sind und immer in einem merkwürdigen licht erschienen sind. Ich möchte mal gerne wissen, was in der ganzen Zeit mit Peter passiert ist, war er wirklich in einer Zwischenwelt? Er kann sich ja an gar nichts erinnern?

    Da du hier den Blitz erwähnst - denkst du, dieser Blitz hat einen direkten Zusammenhang zu dem, der das Hotel von Christianas Vater abgebrannt hat? Zeitlich passt es glaube ich nicht ganz, aber ich finde es wirklich seltsam, dass beides Mal ein Blitz so eine bedeutsame Rolle spielt.

    Was mit Peter passiert ist, ist schwer zu beantworten - es könnte zum Beispiel auch sein, dass er direkt von "seiner" Zeit in die "aktuelle" transportiert wurde und für ihn deshalb keine Zeit verstrichen ist, aber bisher gibt der Text ja leider noch keine direkte Erklärung. Das kommt hoffentlich bald.

    Es bestätigt uns aber damit in der Annahme, dass alles auf einen bestimmten Zeitpunkt her fixiert ist, das wurde ja auch schon mehrmals erwähnt. Es gibt keine Zufälle, alles ist vorherbestimmt, die große Maschine, die erwachen soll.

    Irgendwie ist die Vorstellung beunruhigend, dass jemand oder etwas im Hintergrund die Fäden zieht und dafür sorgt, dass all diese Ereignisse stattfinden und quasi die Figuren an ihren Platz rücken...

    allerdings kam mir dann auch kurz in den Sinn, wenn dieses zeitungsgebäude so exorbitant beschrieben wird... wenn ich das richtig verstanden habe, schon mit so einem kleinen Mini-Kraftwerk... dann frage ich mich, ob das Gebäude vielleicht etwas mit den maschinen zu tun hat? Mit der Sun ist ja auch so vieles verbunden, so dass der Höhepunkt (ich gehe ja immer noch davon aus, dass der Wolkenwall zum beispiel von einer Maschine gesteuert wird), durchaus in der "sun" stattfinden könnte?:-k

    :!: Das ist eine sehr interessante Theorie... ich habe die entsprechenden Szenen noch einmal überflogen und dabei ist mir aufgefallen, dass auf dem Gebäude der Sun mehrere Flaggen hängen - die der Stadt New York, die des Staates, die der Sun und die des Whale (was wohl "The New York Morning Whale" sein soll - eine andere Zeitung, die dort herausgegeben wird). Besonders interessant fand ich, dass auf der Flagge des Whale Himmel und Meer zu sehen sind, die mit einer horizontalen Linie voneinander getrennt sind (Seite 492) und zudem gibt es im Inneren des Gebäudes ein Gemälde von einem Walfänger - und Wolken (Himmel) sowie Wasser spielen ja eine SEHR große Rolle bei den mysteriösen Vorkommnissen, was deine Theorie unterstützen würde. Es stimmt, alle Charaktere haben in irgendeiner Form mit der Sun zu tun...

    Und natürlich will ich wissen, ob Peter und der hengst sich wiederfinden:love:

    Ich hoffe es doch!

    Ich frage mich allerdings auch, ob Bethany wieder auftauchen wird... Sie war ja immerhin tot oder ob Peter die beiden Frauen, die jetzt unterwegs sind, irgendwie als Bethany wieder erkennt :-k

    Das hoffe ich nicht - es wäre sehr tragisch, wenn er seine Frau wiederfinden würde, sie aber mit einem anderen Mann glücklich wäre :-?

    Eine ganz blöde Frage... sind wir uns denn sicher, dass Beverly wirklich tot ist oder könnte es sein, dass sie auch irgendwie in die Zukunft gereist ist? Es wird zwar beschrieben, dass Peter bis zuletzt bei ihr bleibt, sie "dahin ging" (die Formulierung in dieser Form kommt mir irgendwie bedeutsam vor, auch wenn direkt danach ausdrücklich gesagt wird "Sie starb") und ihr Körper bleich und ausgemergelt war... aber bevor sie stirbt, spricht sie von "Schleier[n] aus Musik, Schauer[n] von silbernen Funken" und so weiter (Seite 237). Peter denkt, sie stammelt wirr vor sich hin, doch was, wenn das eine Bedeutung hatte?
    Was ich hier ganz interessant finde: es ist die Rede davon, ihr Körper werde für "alle Zeiten" in ihrem Grab ruhen - "Jedenfalls glaubte Peter das." (S. 237) :!: Das hatte ich zuvor definitiv überlesen und vielleicht lese ich hier auch zuviel hinein, aber... dieser Satz ist schon verdächtig. Ich hätte ja an Reinkarnation geglaubt, also dass er "sie" in anderer Gestalt wieder trifft, doch da hier so ausdrücklich auf ihren Körper Bezug genommen wird... :-k

    Mich würde ehrlich gesagt auch nicht mehr überraschen, wenn sie den Wolkenwall steuern würde. Keine Ahnung. Das wäre immerhin eine originelle Enthüllung, auch wenn das natürlich Quatsch ist :loool:

    Hast du die nächsten kapitel eigentlich schon schriftlich verfasst? O:-):-,

    Ich habe mir schon Gedanken und Notizen gemacht, das aber noch nicht ins "Reine" gebracht - darum kümmere ich mich heute Abend, wenn ich von unserem Tagesausflug (:roll:) nach Hause komme. Ich habe das schon fest eingeplant :D