Beiträge von frl_smilla

    Ich hab das Buch unter'm Christbaum gefunden (war sehr postiv vom Christkind überrascht :wink: ) und binnen weniger Tage ausgelesen. Na gut, sonderlich dick ist das Buch ja nicht. Und wenn man es genau nimmt, passiert auch nicht wirklich viel. Und trotzdem, ich könnte nicht erkären warum, aber es war wirklich fesselnd und spannend. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon schon einige Jahre Wallander-los gelebt habe und mich die Figur nun wieder besonders interessiert hat. Auch die Erzählung hatte irgendwas an sich, wenngleich der große Spannungsbogen ausblieb.

    Mir ging es beim Lesen ähnlich wie Rosalita - der Klappentext ist sehr vielversprechend, aber das Buch wird dem leider nicht wirklich gerecht.


    Diese "zufällige Begegnung" findet erst ab ca Seite 80 statt, der daraus folgende Kontakt ist sehr kurz gehalten, kaum Gespräche zwischen den beiden. Der Einbau von Lucy war sehr nett (ihr war es egal, wie Elsie aussieht), aber wirkte irgendwie wie ein Lückenfüller für mich. Das Drumherum (die lieblos wirkende Mutter, der Onkel mit dem Cottage) hat die Sache nicht wirklich verbessert.


    Gut gefallen hat mir aber zum Beispiel die Reaktion der Zwillinge auf das Foto von Elsie - im Wesentlichen war ihnen egal wie die Tante mit den tollen Geschenken aussieht.


    Der Schluss war kurz gehalten, zum Glück kein Happy End a la Hollywood, aber es geht doch gut aus.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Vater Morgana
    (eine persische Familiengeschichte)


    Inhaltsbeschreibung (laut Thalia):
    Es kann zu Verwicklungen kommen, wenn man versucht die deutsch-österreichisch-amerikanisch-schwedisch-britisch-persische Familie endlich einmal unter dem Christbaum zu versammeln oder "Nowrouz"
    - das persische Neujahrsfest zu Frühlingsbeginn - gemeinsam zu feiern. Es kann schon kompliziert werden, alle Cousins und Cousinen, Tanten und Onkel in den Sommerferien zu besuchen. Es kommt aber definitiv zu einer globalen Katastrophe, wenn man den Tod des eigenen Vaters vor dessen Mutter geheim halten muss, weil die liebe Verwandtschaft befürchtet, dass Mamanbosorg, meine persische Omi, diesen Schock nicht
    überleben wird. Eine traurige Angelegenheit, die zu den absurdesten und komischsten Momenten in der Geschichte meiner Familie geführt hat.


    Aber um eines muss ich Sie bitten: Meine Familie weiß nichts von diesem Buch und sie wären mir alle auch sehr böse, wenn sie wüssten, dass ich ihre instimsten Geheimnisse ausplaudere. Also, tun wir einfach so, als hätte ich die Geschichte erfunden!

    Über den Autor:


    Michael Niavarani wurde 1968 in Wien geboren. Er begann 1986 eine Schauspielausbildung. Nach vielen Auftritten im Theater wechselte er 1989 ins Kabarett Simpel, wo er 1993 die künstlerische Leitung übernahm. Michael Niavarani ist in zahlreichen Fernsehserien wie "Was gibt es neues", "Dolce Vita", in Kinofilmen und natürlich auch in seinen Kabarettprogrammen zu sehen. Er wurde 2006 als beliebtester Serienstar, 2007 und 2008 als beliebtester Kabarettist mit dem TV Publikumspreis Romy ausgezeichnet



    Meine Kritik:


    Vorwerg bin ich erstaunt, dass es offenbar noch keine Rezension zu diesem Buch gibt, das doch schon mehrere Jahre im Handel ist. :-k


    Vater Morgana hält jedenfalls die Verwicklungen und Verwechslungen laut der Inhaltsangabe ein und bescherte mir wirklich großes Lesevergnügen, wenngleich natürlich auch teilweise sehr überzeichnet.


    Niavarani nimmt sein persisches Volk großteils auch sehr auf die Schaufel, gewisse Bemerkungen im Büch (zB das viele Essen, die großen Übertreibungen und das ständige Zuspätkommen) waren mir zwar schon durch die Kabarettprogramme des Autors bekannt, sind aber trotzdem immer wieder unterhaltsam und waren perfekt im Buch eingebaut. Auch die ausführlichen Um- und Beschreibungen und Übersetzungen der persischen Schimpfwörter waren wirklich gut . Und die Leser wissen nun auch, warum wir die Perser nie und nimmer als Terroristen fürchten müssen ("Sie hätten niemals mit Flugzeugen in Hochhäuser fliegen können, denn erstens wären sie sich nie einig geworden in welches man reinfliegen solle. Perser kommen immer zu spät und hätten somit sowieso alle ihren Flug verpasst und zuguterletzt hätte niemand es geheim halten können, denn jeder hätte zuvor noch seine Mutter angerufen: Hallo, Maman! Wir werden mit Flugzeug in Hochhaus fliegen! Ja, wir werden alle berühmt! Ja, natürlich bin ich der Chef!") :totlach:


    Ich war auch abwechselnd froh und traurig gleichzeitig, nicht in dieser chaotischen Familie leben zu müssen/dürfen.


    Herrliches, kurzweiliges Lesevergnügen - dafür gibts von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Ich habe das Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen - nachdem ich (zugegeben) davor noch nichts davon mitbekommen habe.


    Die Grundgeschichte ist wirklich sehr amüsant und die unterschiedliche Gemeinschaft, die sich bildet, sehr witzig. Natürlich ist manches sehr weit hergeholt (der Elefant im Schuppen zB), aber wieviele Bücher gibt es denn schon, die einen Realitätscheck bestehen würden.


    Teilweise fühlte ich mich sehr an Forrest Gump erinnert mit all den Geschichten und Erlebnissen und Persönlichkeiten rund um Allan Karlsson. Doch was am Anfang noch recht witzig war, wurde gegen ende dann nur mehr mühseelig und wirkte etwas abgedroschen.


    Der Schluss ist auch für mich etwas zu viel des Guten gewesen.


    Nichts desto trotz :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: für ein amüsantes und in gewisser Weise auch historisch weiterbildendes Buch :wink:

    Unter Strom


    Der 14. Mira Valensky-Krimi


    Inhalt (laut Amazon:
    Wenn es um die Zukunft der Energieversorgung geht, herrscht Hochspannung: Ein kleines Dorf in der Nähe Wiens macht vor, wie in naher Zukunft alle ihre eigene Energie erzeugen könnten. Unterdessen kämpfen die großen Konzerne um die Macht über die internationalen Leistungsnetze. Und die Internetbewegung Cybersolar hackt nicht nur Websites, sondern mobilisiert in ganz Europa mehr und mehr junge Leute gegen die Macht der internationalen Energiemultis. Doch dann werden Gasleitungen gesprengt und ein europäischer Energielobbyist verschwindet spurlos. Sind da Ökoterroristen am Werk? Die Wiener Journalistin Mira Valensky und ihre Freundin Vesna Krajner verfolgen die Spuren von aggressiven Umweltaktivisten, korrupten Politikern und einem Konzern, dessen Eigentümer lieber im Dunkeln bleiben.



    Zur Autorin:


    Eva Rossmann, 1962 geboren, lebt im Weinviertel/Österreich.
    Verfassungsjuristin, politische Journalistin, seit 1994 freie Autorin und Publizistin. Seit ihrem Krimi Ausgekocht auch Köchin in Manfred
    Buchingers Gasthaus Zur Alten Schule . Drehbuchautorin, Gastgeberin der ORF-TV-Talk-Sendung Club 2 . Zahlreiche Sachbücher. Österreichischer Buchliebling 2009 in der Kategorie Krimi & Thriller



    Meine Bewertung:


    Eigentlich bin ich ja ein großer Mira Valensky Fan und wenn dann endlich ein neues Buch herauskommt, gehöre ich normalerweise zu den Ersten, die es kaufen und lesen. Bei "Unter Strom" habe ich mir dann doch ein Jahr Zeit gelassen. Mein Problem war in erster Linie das Grundthema, das mich so gar nicht anspricht und ich mir dazu auch keinen wirklichen Krimi vorstellen konnte. Das Versäumnis habe ich nun doch nachgeholt, wobei sich leider mein "Instinkt" bewahrheitet hat.


    Dabei war der Beginn der Geschichte ganz amüsant: Mira platzt in eine Bundesheerübung im Weinviertel, kommt in Kontakt mit einem sehr gutaussehenden Offizier des Bundesheeres (Flirtgefahr!) und beginnt sich für das Thema Strom und Energie und Energieversorgung zu interessieren. Eine kleine Gemeinde ist Vorreiter und produziert seinen gesamten Strom selbst, auch das passt gut in Miras Geschichte hinein.


    Doch dann wird es langweilig, sieht man mal von kleinen Flirts, längeren Ausführungen zum Thema Energie und den verschiedenen handelnden Personen (deren Fuktion ich teilweise nicht ganz verstanden habe) ab. Zwar ist die Geschichte wieder einmal hervorragend recherchiert und macht auch etwas nachdenklich (zB die von General Motors produzierten Elektroautos, die nach einigen Jahren wieder allesamt verschrottet wurden - warum wohl?) doch mit einem Krimi hat das nicht viel zu tun. Die Autorin lässt MIra wieder sehr gut kochen (ein großer Mitbestandteil in allen Büchern), und besonders gefallen hat mir auch der Einbau der doch schon erwachsenen Kinder von Vesna, die einen Teil der Geschichte ausmachen. Doch ein roter Faden war nicht wirklich da. Hin und wieder gibt es ein paar "Spitzen" in Punkto österreichische Politik (herrlich zB: "... vor seinen treffenden Kommentaren erzittern Österreichs Politiker. Okay, die scheinen inzwischen vor bald etwas zu zittern, das in einer Zeitung steht und kein Inserat ist ..." , aber letztlich war es nur langatmig.



    In diesem Fall leider nur :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von mir :(

    MÄNNERFALLEN


    Der 15. Mira Valensky-Krimi

    Inhalt laut Amazon:


    Männer werden unterdrückt und müssen sich endlich in jeder Beziehung wieder durchsetzen! Mit dieser provokanten These und der Unterstützung
    seiner ehrgeizigen Verlegerin gelingt Thomas Pauer ein Weltbestseller. Paris, Wien, Rom: Sei ein MANN! begeistert auch viele Frauen. Kann das
    damit zusammenhängen, dass der ehemalige Sportmoderator eines kleinen Berliner Privatsenders ziemlich attraktiv ist und eine Menge markiger
    Sprüche über guten Sex drauf hat? Doch dann behauptet eine Wiener Studentin, dass Pauer versucht habe, sie zu vergewaltigen. Wenig später
    ist sie verschwunden. Feministinnen sind empört, die Boulevardpresse hingegen schwingt sich zum Anwalt des Autors auf. Und in den USA erhöht
    man die Startauflage des Buches um ein Vielfaches. Mira Valensky und ihre Freundin Vesna Krajner tappen im Dickicht der Vorurteile. Ist das
    Ganze vielleicht nur ein PR-Gag des Verlags? Welche Rolle spielt die Leiterin eines Frauenclubs? Und warum ist die Studentin untergetaucht?
    Die Suche nach der Wahrheit führt Mira Valensky zu einem Literaturfestival nach Sardinien. Dort überschlagen sich die Ereignisse
    und die Fallstricke des Geschlechterkampfs werden mörderisch.


    Zur Autorin:
    Eva Rossmann, 1962 geboren, lebt im Weinviertel/Österreich. Verfassungsjuristin, politische Journalistin, seit 1994 freie Autorin
    und Publizistin. Seit ihrem Krimi Ausgekocht auch Köchin in Manfred Buchingers Gasthaus Zur Alten Schule . Drehbuchautorin, Gastgeberin der
    ORF-TV-Talk-Sendung Club 2 . Zahlreiche Sachbücher. Österreichischer Buchliebling 2009 in der Kategorie Krimi & Thriller


    Meine Bewertung:


    Eva Rossmann behandelt hier ein sehr interessantes und diskussionwürdiges Thema: Wie unterdrückt werden Männer? Und welche Folgen haben die Sexskandale wie zB Jörg Kachelmann oder Dominique Strauss-Kahn...



    Thomas Pauer bringt das hoch umstrittene Buch "Sei ein MANN!" heraus, Mira Valensky soll darüber für das Magazin berichten. In ihrer Reportage versucht sie alle Seiten zu beleuchten und besucht auch so die Frauenplattform "frauen.com" in der so manche Emanzen tätig sind und sich für Frauenrechte einsetzen - einen größeren Unterschied kann es kaum geben. Das Thema berührt sie nicht allzusehr, bis sie jedoch von einer der Frauen zu einem Hotel gerufen wird: Pauer soll dort versucht haben, eine Studentin zu vergewaltigen. Die Wellen schlagen natürlich hoch. Doch schon bald scheint es um mehr zu gehen: ist etwas wahres dran? Oder doch alles nur ein PR-Gag?


    Mira berichtet und ermittelt und wird schließlich von Pauer nach Sardinien gebeten, um dort einiges klar zu stellen. Doch dort wird es erst richtig spannend.


    Ich muss wirklich sagen, ich bin sehr postitiv überrascht vom Buch, was vor allem wohl am Inhalt liegt. Das Thema ist sicher sehr reizvoll und ich denke, die Autorin hat einen guten Mix geschaffen und alle Seiten ausgeleuchtet. Es dauert in diesem Buch wirklich sehr sehr lange, bis es einen Toten gibt, doch durch das spannende Thema habe ich keine Längen empfunden. Sogar die doch ausführliche Beschreibung von Sardinien und dem Literaturfest fand ich lesenswert. Und apropos Mix: Mira kocht wieder hervorragend - wie gerne wäre ich mal bei ihr Gast :applause:


    Ansonsten möchte ich noch sagen: Alles Gute zum 50. Geburtstag, Mira :wink:


    Für mich ein wirklich gelungener Mira Valensky Krimi, in dem auch Vesna nicht zu kurz kommt.

    Das Buch stand schon länger auf meiner Wunschliste, weil mich das Thema sehr interessiert hat. Besonders gefallen, und das sollte man auch speziell hervorheben, hat mir die Art wie Arno mit seinem Vater umgegangen ist. Ich habe da wirklich großen Respekt vor ihm, wie er sich auf seinen Vater einlässt.


    Es hat mich insofern berührt, weil ich 2 ähnliche Fälle in der Familie habe. In einem Fall wurde überhaupt nicht auf die demente Person eingegangen - entsprechend schwierig war auch der Alltag, im anderen Fall (von meinem Onkel) haben sich alle sehr bemüht, was auch das Leben einfacher gemacht hat. Ich glaube man kann Angehörigen und Pflegepersonen nur tiefen Respekt zollen.


    Die Lebensgeschichte fand ich ganz interessant, wenngleich es oft auch nur angeschnitten wurde.


    Das letzte Kapitel - diese Aneinanderreihung von kurzen Absätzen oder Sätzen - habe ich nicht wirklich verstanden. Irgendwie hat mir das auch den ganzen sonst durchwegs guten Eindruck des Buches zerstört. Dieser Teil passt aber überhaupt nicht wirklich zum Rest, es scheint als wollte der Autor noch schnell ein paar Anekdoten und Sinnsprüche anbringen.


    Eine der für mich ergreifensten Szenen war allerdings das Ausräumen des Hauses. Ich weiß nicht, warum gerade das mich so berührt hat. Der Vater (Augustin) hat es ja nicht mehr registriert, aber trotzdem finde ich es eigenartig ein ganzes Leben von einer noch lebenden Person in den Müllcontainer zu werfen. :(

    Mir hat das 1. Buch (Weiberabend) sehr gut gefallen - ich habe mich in einigen Erzählungen wiedererkannt, sodass ich nun auch die Fortsetzung lesen wollte.


    Vorweg würde ich sagen, das Buch wird wirklich nur eine Mutter interessant finden. Ich kann mir nicht vorstellen, das eine kinderlose Frau sich damit auseinander setzen kann oder will oder Verständnis für manche Beschreibungen und Szenen entwickeln kann. Die Kinder sind nun größer, die Sorgen ganz andere. Finden sich in Band 1 noch ein paar witzige Anektoden, herrschen hier nun eher ernste Themen vor, zB Sorgen um/mit der behinderten Tochter und der oft gängigen Zwangssterilisation, dazu oft auch Pubertätsgehabe. Und sehr viele - ernste - Gedanken zum Loslassen der Kinder. Hier habe ich schon öfter schlucken müssen.


    Sehr offenherzig wird auch über Beziehungen und die Partnerschaft mit dem Mann gesprochen und geplaudert. Ich fand alles sehr real und lebensecht dargebracht (leider, möchte ich schon fast sagen)


    Besonders interessant fand ich die neu besetzten Freundschaften und die geänderten Beziehungen der "Weiber" untereinder. Und ähnlich wie schon bei Band 1 merkt man auch hier erst später in der Handlung, das nichts so ist, wie es scheint.


    Von mir gibt es 4 Sterne

    Angestachelt durch die Serie "Under the dome" habe ich mir das Buch gekauft und in (für mich) ziemlich kurzer Zeit ausgelesen.


    Die TV-Serie hat mit dem Buch außer einigen gleichen Namen und der Grundhandlung (Kuppel über Chesters Mill) überhaupt nichts zu tun - Einerseits finde ich das schade und befremdlich, andererseits war es aber auch ganz gut, so hatte ich doch ungetrübtes Lesevergnügen, weil es überhaupt keine Übereinstimmungen gab.


    Ich finde es wirklich beeindruckend, was Stephen King produziert hat. All die ganzen Charaktere sind sehr ausgereift und gut im Buch verteilt. Typisch King, würde ich sagen, bringt er einen optimalen Mix zwischen "Ach Gott, wie arm ist denn der/die.." und "Am liebsten würde ich jetzt ins Buch reinkraxeln und den Typ eigenhändig umbringen" :lol: Die hier in den Rezensionen schon angesprochenen ausführlichen Beschreibungen, zB der Hund und der Umschlag oder Big Jims Erinnerung an die Basketballspielerin, fand ich nicht so schlimm. Was mich mehr gestört hat, war :




    Alles in allem ein wirklich gutes Lesevergnügen. Ich war vermutlich nicht die Einzige, die am Schluss überlegt hat, wie sie sich bisher verhalten hat ;-)

    Mir wurde das Buch von einer Freundin empfohlen (und letztlich habe ich es auch von ihr geschenkt bekommen) mit dem Worten: Es ist so ähnlich wie die Müttermafia, aber auch etwas ernster. Und jede Mutter wird sich irgendwo in diesem Buch finden.


    OK, was die vielen Namen betrifft, das war schon schwierig zu Beginn - eine oder zwei Freundinnen weniger hätten auch gereicht :wink: Und das Buch ist nicht wirklich mit der Müttermafia zu vergleichen. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen. Grad die Mischung der verschiedenen Mütter bringt es, dass man sich schnell mit dem einen oder anderen Charakter identifizieren kann. Besonders gelungen fand ich die Mischung zwischen Humor und Kindererzählungen aber auch die ernsten Tonlagen im Buch (zB das behinderte Kind, Ehekrisen oder die Erzählungen wie schrecklich die Kinder sein können). Und ganz ehrlich, auch das hinterrücks "Aushauen" und Lästern ist Müttern vermutlich auch nicht fremd :wink:


    Ich glaube schon, dass man Mutter sein sollte, um das Buch gut zu finden. (zum Vergleich: ähnlich ging es mir mit Kinsellas "Shopoholic"-Reihe - mit der kann ich nichts anfangen, weil ich mich für Shoppen und Schuhe nicht wirklich interessieren).


    von mir gibts :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    In einer so schnelllebigen Zeit (auch und gerade im Internet) finde ich es beachtlich, dass der Büchertreff nicht nur bestehen geblieben ist sondern stetig wuchs und wuchs und wuchs.


    PS: Und da soll noch einer sagen, dass Bücher mal aussterben werden :D

    Aufgrund einer sehr positiven Beschreibung in einer Zeitschrift habe ich mir das Buch aus der Bücherei geliehen. Mich hat der Krimi sehr gefesselt, das mag natürlich vor allem auch daran liegen, dass ich ja eine Wienerin bin und somit den beschriebenen Gassen und Plätzen etc viel abgewinnen konnte.


    Der Krimi war recht gut aufgebaut und eigentlich recht spannend. Die Ermittlerarbeit Polizei-Staatsanwaltschaft fand ich sehr interessant, ich bin nicht vom Fach, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es in der Realität so ähnlich zugeht. Nur im Nachhinein, nachdem ich die Erzählung etwas setzen hab lassen,
    waren schon ein paar Punkte, die mir nicht so ganz klar waren, zB warum
    der Täter immer nur alle 14 Tage zuschlug. Und schade fand ich eigentlich auch


    Die politischen Einschläge haben mich gar nicht gestört, im Gegenteil, ich musste sehr an den Wiener Bürgermeister und der Wiener Vizebürgermeisterin denken :wink:


    Ich gebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Eva Rossmann - Unterm Messer
    (Ein Mira Valensky-Krimi - der 14. Fall (obwohl man "Mira kocht" nicht zur Krimi-Reihe zählen kann)
    268 Seiten


    Inhalt:
    In der "Beauty Oasis" läuft alles nach Plan. Dort treffen sich alle, die jung und schön sein wollen. Professor Grünwald ist für seine perfekt modellierten Nasen und seine chemischen Peelings berühmt. Doch dann stirb eine Nonne. Und das geheime Labor des Schönheitschirurgen wird entdeckt.


    Weltweit wird an genetischen Methoden zur Lebensverlängerung geforscht. Aber was, wenn nichts mehr zählt als Geld und Ruhm? Für Mira Valensky und ihre Freundin Vesna Krajner wird es im idyllischen Vulkanland explosiv.



    Leseprobe (vom Klappentext):
    Ein Mann mit halblangen lockigen braun-grauen Haaren und einer Tasche betritt den ehemals so stillen Wellnessbereich. "Wo ist sie?" fragt er.
    Schwester Gabriela deutet auf die Sauna. Mir dämmert etwas. Wenn die Frau tatsächlich drei Tage in der eingeschalteten Sauna gelegen ist... "Nicht anfassen!" schreie ich. Der Mann dreht sich zu mir um. "ich darf. Ich bin der Gerichtsmediziner. Karl Simatschek." Ich schüttle den Kopf, weiß nicht, wie ich mich so schnell am besten ausdrücken soll, mir fällt nur noch ein, was ich aus Billys Küche und diversen Kochbüchern weiß. "Sie ist niedertemperaturgegart!". "Niedertemperaturgegart?" sagt der Gerichtsmediziner einigermaßen verblüfft. "Sie meine, bei geringer Hitze über eine lange Dauer gar gezogen?" Er scheint etwas vom Kochen zu verstehen. Ich nicke erleichtert.



    Meine Bemerkungen:
    Es war ja klar, der neue Mira Valensky Krimi kam heraus, und ich mußte ihn sofort haben. Ich bin mehr und mehr ein Fan von Mira. Auch dieser Band lässt für mich eigentich nichts übrig.


    Mira soll eigentlich nur über den guten Anzeigenkunden des Magazins, Professor Grünwald und seiner Beauty Oasis in der Steiermark berichten und stolpert dort zufällig über eine tote Nonne in der Sauna. Keine Frage, daß sie und Vesna zu ermitteln beginnen. Und es scheint auch wirklich etwas nicht mit rechten Dingen in der Klinik zuzugehen. Wellness, Doping, Anti-Aging sind nur wenige Schlagworte.


    Zwischen allen Ermittlungen und "Schnüffelaktionen" der beiden, bleibt wieder genug Zeit fürs Kochen - Mira in ihrem Bereich. Ich liebe es, wenn sie spontan ein paar Dinge zubereitet (da werde ich immer sehr neidisch). Was mir besonders gefallen hat, waren all die offenen und versteckten Andeutungen in und zur Steiermark, allen voran die Schokoladenfabrik Zotter (wer interessiert ist, sollte sich den Link ansehen: zotter Schokoladen Manufaktur ) Wer da schon beim Lesen nicht Lust auf einen Besuch dort bekommt, dem ist nicht zu helfen.


    De Spannungsbogen selbst läuft ähnlich, wie die anderen Mira Valensky Krimis ab. Insofern wird wenig Überraschung geboten, aber das störte mich nicht. Bei den Mira Krimis zählen andere Dinge. Ich hoffe auch, daß der hier neu vorgestellte Gerichtsmediziner Simacek noch öfter in anderen Krimis auftaucht.


    Ich bin hoch zufrieden. :cheers:

    Das Buch befand sich schon länger auf meiner Wunschliste, vor allem bei Amazon hat es ja hervorragende Kritiken bekommen.


    Ich fand die Geschichte wirklich sehr fessselnd, die drei Mädchen/Frauen, die so unterschiedlich sind und jede (mehr oder weniger) ihren Weg geht.


    Störend fand ich oft die längeren politischen Ausflüge oder die Teile mit dem spanischen Krieg, der natürlich für die Geschichte wichtig ist, aber doch zu langatmig schien.


    Besonders gegen Ende gefielen mir die Charaktäre unterschiedlich. Von Maia, die so hart und (um es mit Helen zu sagen) "gleißend" ist, war ich am meisten überrascht. Ich finde auch, sie ist die stärkste Kraft im Buch, obwohl es gar nicht so scheint und man Robin diesen Part zuschreiben würde. Und das nicht nur auf Maias Selbständigkeit bezogen, sondern auch im Zusammenhang mit den Freundschaften.


    Und ich hätte mir gewünscht, daß Helens Vater gegen Ende noch erwähnt wird

    Ich habe mir das Buch auf gut Glück aus der Bücherei geliehen, weil ich grad Bücher mit historischen Hintergrund mag. Ich wurde nicht enttäuscht!


    Besonders interessant fand ich die Verschleppung und Versklavung der Christen durch Muslime zu der Zeit. Wir kennen es ja oft genug anders herum, insofern war diese Erzählung schon mal eine gelungene Abwechslung und machte es um so interessanter für mich.


    Die Geschichte selbst ist sehr faszinierend, vor allem die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Man merkt auch, daß die Autorin - wie in ihrer Biografie angegeben - selbst auch mit der Kultur von Marokko durch ihre Heirat mit einen Marokkaner verbunden ist und weiß, wovon sie berichtet und erzählt.


    Einzig, was ich nicht wirklich verstehe, ist der Buchtitel :-k

    Beginnend mit Thilo Bode "Die Essensfälscher" habe ich begonnen, mich mit dem Thema Ernährung und "was essen wir" genauer zu befassen. "Tiere essen" ist auf jeden Fall ein starkes Buch mit einem Inhalt, der nachdenklich macht, traurig, erschüttert. Foers Bericht bezieht sich natürlich nur auf Amerika (99 % des Fleisches, das verzehrt wird, stammt aus Massentierhaltung!), und ich glaube auch, das die Zustände in Deutschland oder österreich anders sind, doch letztlich, wie heißt es auch im Buch, ist es egal, wie das Tier gelebt hat, wenn es dann im Schlachthof geschlachtet wird.


    Gerade die Auszüge von Schlachthofmitarbeitern gegen Ende des Buches sind wirklich ekelerregend. Auch das von Foer angeregte Video "meet your meat" habe ich mir angesehen, aber nur im Schnelldurchlauf :cry:


    Diese Punkte/Aussagen im Buch haben mich besonders nachdenklich gemacht:


    "Massentierhaltung - Dieser Begriff wird in der nächsten Generation nicht mehr benutzt werden, weil es entweder keine Betriebe mit Massentierhaltung oder keine bäuerlichen Familienbetriebe mehr gibt, mit denen man sie vergleichen kann." (sicher etwas überspitzt beschrieben, aber vielleicht in 2 Generationen wirklich so...)


    "Wir erkennen langsam die Absurdität darin, dass wir lange nach Shampoo suchen, das ohne Tiervesuche produziert wird, während wir gleichzeitig (und zwar mehrmals täglich) Fleisch kaufen, das in einem zutiefst grausamenen System erzeugt wurde"

    "Wir züchten Kreaturen, die nur in künstlicher Umgebung überlebensfähig sind"
    (bezogen darauf, daß viele "Züchtungen" in klimatisierten Gebäuden gehalten werden müssen; Puten und Hühner die zu einer normalen Fortpflanzung gar nicht mehr fähig sind etc)


    "ist es nicht seltsam, wie die Leute sich aufregen, wenn ein paar Basketballspieler Wachstumshormone nehmen, wo wir mit unseren Nutztieren genau dasselbe machen und sie dann auch noch unseren Kindern zu essen geben?"



    Ich könnte oder werde nie Vegetarier sein, aber ich merke mehr und mehr, daß ich mir beim Wochenendeinkauf überlege, OB ich das Fleisch will und wenn ja, WAS für ein Fleisch ich kaufe und welche Qualität es hat.



    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: von mir

    Im Gegensatz zu den meisten Lesern des Buches hier im Beitrag, hat mir "Still Missing" ausgesprochen gut gefallen. Es ist für mich auf jeden Fall einnmal ein ganz anderer Thriller, nicht blutrünstig und von Massenmördern umgeben, sondern tiefgreifender und berührender.


    Alleine der Umstand, wie Annie anfangs mit ihrer Psychologin spricht, kurz und abgehackt, sie gibt den Ton an und glaubt eigentlich ohnedies nicht an eine Hilfe. Und dann immer mehr die Spracheinflüsse wie "habe versucht Ihren Rat zu befolgen". Aber die ganze Geschichte fand ich überhaupt sehr ergreifend. Bei einigen Stellen mußte ich schon ein paar Tränen verdrücken. Die Vorstellung, wie Annie "Psycho" ausgeliefert war, in allem was sie tut (alleine die WC-Regel....). Die Zeit danach, wie sie versucht wieder mit dem "alten" Leben zurecht zu kommen, Dinge wie ihr vermietetes Haus, alle Sachen verkauft/verschenkt. Und das Ende - war für mich nicht zu erwarten!


    Still missing ist für mich ein außergewöhnliches Buch gewesen! Von mir gibt es volle :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:



    PS: Obwohl, eines hat mir gar nicht bei dem Buch gepasst: Das Umschlagbild, das überhaupt keinen Bezug zur Geschichte hat :wink:


    Zu Mausis aufgeworfene Punkte: