Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von frl_smilla

    Mir hat der zweite Teil des Buches sehr gut gefallen. Allerdings war er nicht so fesselnd wie Teil 1. All die Vorbereitungen der Siegerreise durch die Distrikte, das ganze um und auf dazu. Zwar war es gut gemacht und nötig, wohl um zu zeigen, wie sehr es in den anderen Distrikten brodelt, aber lange Zeit war wenig Spannung drinnen. Erst als Katniss und Peeta das zweite mal antreten müssen und davor auch die anderen Sieger kennen lernen (die unterschiedlichen Charaktäre fand ich da äußerst spannend!), wird es fesselnd, aber das passiert erst ab gut der Hälfte des Buches.


    In der Arena selbst angekommen, blieb aber dann keine Zeit zu verschnaufen. Es war ausgesprochen spannend, wer sich mit wem verbündet und es haben sich auch einige interessante Konstellationen ergeben.


    Das End von Teil 2 war (für mich) sehr überraschend.

    Dank meinem wahnsinnig trotzigem fast Dreijährigen und weil ich das Buch nun endgültig verscherbeln möchte, habe ich es nun nochmals gelesen. Meine Meinung zum Buch hat sich nicht verändert :wink: Das Buch ist eine wissenschaftliche Abhandlung aber kein Ratgeber oder ein "Helferbuch" wie es andere Autoren bringen. Nützliche Ratschläge findet man nicht, dafür viele viele negative Beispiele und natürlich die allseits beliebten "so nicht"-Szenen.


    Und wieder habe ich mich gefragt: wer hat die beiden Kinder von Winterhoff aufgezogen und ERZOGEN? Liegen die Mängel der heutigen Kinder/Jugendlichen tatsächlich in "zu wenig Bewegung", Faulheit (Stichwort Buggyboard für ältere Geschwister - dieser Absatz hat sich vermutlich für lange lange Zeit in mein Gehirn eingebrandt)? Ich muss nicht ständig und ununterbrochen mit meinem Kind diskutieren (ich halte auch nichts von den Ratgebern die da sagen "auf Augenhöhe gehen und erklären" - wenn das Kind trotz oder wenn etwas zu machen ist, dann ist das so. Aber dieser befehlstonartige Tonfall den Winterhoff da anschlägt oder den die Eltern anschlagen sollen ("wenn ich das will, dann ist das so") gefällt mir trotzdem nicht.


    Nur in einem stimme ich Winterhoff zu: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.


    Ich kann das Buch mit gutem Gewissen auf den Flohmarkt geben und hoffe, dass es der nächste Leser ähnlich sieht wie ich. :-,


    Mache ich ganz genauso. Ich hab mich bei amazon oft schon so gespoilert dass ich mich geärgert habe.
    Und auch aus diesem Grund tue ich mich selbst mit Schreiben von Rezis schwer da ich immer denke, ich verrate zu viel vom Inhalt.


    Mir geht es auch so. Grad bei Thriller fällt es dann schwer eine Rezension zu schreiben, ohne irgendwie zu viel zu verraten und gleichzeitig soll doch ein Inhalt angegeben sein und spannend sollte man es auch noch schreiben.

    Ich habe Mittsommermord nun, nach vielen Jahren, wieder gelesen. Die Geschichte ist sehr fesselnd, vor allem habe ich mich immer wieder gefragt, es sind noch so viele Seiten bis zum Ende des Buches, wie will der Autor da eine Spannung aufrecht erhalten. Und was ich mir auch immer wieder denke: ich habe nun doch auch viele Bücher von Jeffery Deaver gelesen - die Ermittlungen könnten nicht unterschiedlicher sein. Wallander wird in allen Büchern sehr menschlich dargestellt (wobei ich es in diesem Buch schon etwas zu menschlich fand, wie oft er "lang und ausgiebig pinkeln" muss #-o ), er hat viele Selbstzweifel, was durchaus nicht jeder Kommissar hat. Auch die unterschiedlichen Menschen die Wallander in diesem - und auch in den anderen Büchern - trifft, werden immer sehr ausführlich und interessant dargestellt und beschrieben. Henning Mankell hat einen Hang zur Ausführlichkeit, aber das liegt ihm auch.

    Nach über 7 Jahren habe ich auch dieses Buch von Jeffery Deaver wieder gelesen. Ich war ganz gespannt, da die Geschichte nur Bruchteilhaft hängengeblieben ist (woran ich mich aber gut erinnern konnte, war die interessante Kapitelgestaltung mit den binären Codes - die ich leider nicht mehr lesen kann). Ich war auch gespannt, wie ein Buch über 10 Jahre nach Erscheinen mit dem Inhalt von PC und Haker etc wirkt, wo doch grad die Computerwelt eine sehr schnelllebige ist.


    Vieles mag jetzt nicht mehr zutreffen, Disketten gibt es schon lange nicht mehr, aber die Handlung ist trotzdem wirklich gut und sehr spannend gestaltet. Gilette als guter Hacker (muss ja sein), Phate als Bösewicht - wobei ich da über das Motiv schon sehr erschüttert war. Der ominöse SHAWN (hier glaube ich durchaus, das es so was gibt) und ein etwas anderer Ermittler. All die typischen Deaver'schen plötzlichen Wendungen waren mir bewußt, ich glaube, es gibt kein Buch in dem es nicht so ist.


    Ich hab mich, obwohl schon viel Zeit vergangen ist, sehr gut unterhalten gefühlt und bis zuletzt mitgefiebert. Ein Buch, das Jahre überdauert hat!

    Ich habe das Buch gerade beendet. Auch ich war total gefesselt und beeindruckt vom Erzählstil. Auf die Grundgeschichte stößt man als Thriller-Leser immer wieder - was ist wahr, irrt man sich, wird man von Freunden/Familie 'reingelegt, ist alles nur ein Tagtraum? - hier wurde die Geschichte aber, finde ich, sehr packend erzählt. Ich habe übrigens relativ lange gebraucht bis ich einen Verdacht hatte, was passiert sein könnte oder wie die Fäden tatsächlich zusammenlaufen. Mehr möchte ich gar nicht verraten, vor allem das Ende fand ich besonders gelungen :wink:

    Ella und der Neue in der Klasse - der 8. Band der "Ella"-Reihe



    Inhaltsangabe laut Amazon:


    Mit Paavos Aufschneidereien fängt alles an. Er ist der Neue in der Schule und eigentlich ganz nett. Aber er will in allem der Größte sein, und sein Vater ist angeblich der berühmteste Filmregisseur der Welt. Wenn es die anderen nicht glauben, brauchen sie am Samstag nur mitzukommen, da besucht er ihn in der Stadt. Aber plötzlich ist Paavo verschwunden. Will er, dass die anderen ihn suchen? Probieren können sie`s ja mal. Ella und ihre Freunde blasen zur Schnitzeljagd und veranstalten ein Riesenschlamassel.

    Über den Autor:

    Timo Parvela, 1964 geboren, war lange und gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde für seine Kinderbücher vielfach ausgezeichnet. Seine Ella-Bücher sind in Finnland Schullektüre ...

    Meine Bemerkungen:

    Auch dieses Buch ist unglaublich witzig! Nachdem der Neue in der Klasse (Paavo - Ella-Leser kennen ihn aus dem Buch "Ella und die falschen Pusteln") immer nur angibt, alles besser kann, schneller ist und dazu superreich und einen superberühmten Vater hat, macht sich die Clique mit dem Zug auf den Weg in die Stadt, um den Vater kennenzulernen. Es trifft sich das gerade Vatertag ist und Paavo nicht nur eine Karte, sondern gleich 7 Karten gebastelt hat.


    Schon zu Beginn, wo noch alle im Zug sind, musste ich mehrmals schallend beim Vorlesen lachen: Pekkas Vater hatte eine Zugkarte zu wenig eingekauft, seine Geldtasche liegen gelassen und steckte so in Schwierigkeiten. Aber zum Glück gibts siamesische Zwillige die einen Milchkopf haben, wenn der Milchkopf ausfällt, wächst ein neuer nach :wink: Und Kinderkarte muss doch auch gelten, wenn man irgendwann mal ein Kind war, oder ?


    In der Stadt geht es dann frisch fröhlich los: ein Kinderchor wird in die Luft geschickt, Paavo verschwindet alleine im Bus und die restlichen Kinder gehen ihn suchen. Was sie dabei erleben, ist an Witz oft nicht zu überbieten. Der Lehrer und seine Frau sind zum Glück (zum Glück für wen?) auch in der Stadt und so bleiben manche Zusammentreffen nicht aus. In der Eishalle wird eine neue Bundeshymne gesungen (blöd auch, dass die Clique nur 2 Lieder kennt), Kleider lösen sich mir nix, dir nix auf etc.


    Unglaublich amüsant waren die "sieben Doofen im Haus, die immer nur am Sofa rumfläzen und quatschen, während sie im Fernsehen gesendet werden" (wer errät was gemeint ist? :wink: ), zu denen gelangen sie auch mal. Was es dann mit Schweewitchen mit Jedi-Ritter-Stimme auf sich hat ( :totlach: ) und ob sie letztlich Paavo finden und auch Paavos Vater, das verrate ich hier nicht.


    Volle Punktezahl von mir!

    Entgegen den anderen Meinungen fand ich Erwartung wirklich großartig und mitreissend. Marcos Geschichte und Gestalt fand ich äußerst mitreissend. Schon wie er sich alleine durch die Straßen kämpft und dann doch Geld macht, Unterschlupf findet und dann wieder auf der Zielscheibe der anderen landet... - unglaublich. Die Verfolgungsjagden die er sich immer wieder liefern musste, waren hart an der Grenze, aber ich glaube durchaus, dass es solche Kinder gibt - keine Schulbildung, für kriminelle Tätigkeiten mißbraucht, aber im Grunde hochbegabt und "fix" im Denken und Handeln. Die Grundgeschichte hat für mich vollauf gepasst: die Bösen sind richtig böse (ok, Klischee lässt grüßen, Roma-Clan der Kinder vor den Bus wirft, damit sie humpeln und damit noch mehr Mitleid erregen - aber was wissen wir schon, wie es in diesem Teil der Welt wirklich zugeht?), die Guten sind gut und hilfsbereit.


    Den banktechnischen Teil mit dem Geld habe ich ehrlicherweise nicht so recht verstanden. Aber amüsant war der Protagonist Eric, der ja auch in gewisser Weise aus sich herausgewachsen ist ;-)


    Ich finde auch Carl nicht so unsympathisch wie manche von euch. Nach der Begebenheit mit Mona (hier merkt man erst, dass im Buch doch einige Zeit vergangen ist) und der Szene mit Lisebeth ist er ja doch hin und hergerissen. Und das "nicht anrufen" kennen wir ja in gewisser Weise alle. Interessanterweise stelle ich mir Carl ähnlich wie Wallander als groß, stark, bullig und eher unschön vor. Aber offensichtlich dürfte er doch ganz ansehnlich sein. Wirklich beschrieben wurde oder wird er ja nirgends.


    Etwas komisch fand ich hingegen, dass auf den ersten rund 150 Seiten eher ein anderer Fall behandelt wurde, der mit der vorliegenden Geschichte gar nichts zu tun hat. Zwar wird damit in meinen Augen gezeigt, wie taff und clever Rose ist, trotzdem mag ich es nicht, wenn in einem Buch eine andere Geschichte erzählt wird, als beschrieben oder erwartet.


    Einziger Minuspunkt von mir, und der hat nur indirekt was mit dem Buch zu tun: Wieder einmal ein schrecklicher, deutscher Titel. Haben die Verleger keine besseren Ideen? Wie schon bei "Erlösung" (Original "Flaskepost" - Flaschenpost) finde ich "Erwartung" als Titel absolut nichtssagend. Erwartung worauf? Auf wen? Warum? Beim Originaltitel ("Marco effekten") weiß ich zumindest sofort, welches Buch ich in Händen habe.


    Ich vergebe auf jeden Fall 4 von 5 Sterne

    ...und auch dieses Buch habe ich nun nach Jahre nochmals gelesen.


    Nun, beim Nachschauen, was ich seinerzeit über das Buch geschrieben habe, muss ich witzigerweise feststellen, dass ich meine Meinung eigentlich 1:1 übernehmen kann. Bemängeln würde ich den eingeflochtenen Handlungsstrang in EUropa mit dem Protagonisten aus "der gehetzte Uhrmacher" - das war völlig überflüssig und frage ich mich, warum Deaver das gemacht hat. ich bin der Meinung, dass man alle Rhyme/Sachs-Bücher in beliebiger Folge lesen kann oder auch lesen kann, ohne die vorigen Bücher zu kennen. Ein Neuling, der dieses Buch liest, wird sich nicht auskennen und zu dem hat dieser Handlungsstrang keine Bedeutung auf das Geschehen.


    Der Rest vom Buch war wie gewohnt gut recherchiert und hier auch etwas beängstigend. Wie gläsern sind wir denn eigentlich schon? Auch diesesmal habe ich mein Einkaufsverhalten überdacht, all die Karten, die man sich in jedem 2. Geschäft andrehen lassen kann oder "muss" etc. Und ich glaube durchaus, dass es schon ähnliche Anlagen wie im Buch gibt mit Dateien wann wir was wo wie gemacht haben. NSA lässt grüßen (sollte ich mich übrigens in naher Zukunft im Forum nicht mehr melden, dann wurde ich von der NSA aufgrund dieses Beitrags "hopp" genommen :wink: )

    Laut meiner ersten Kritik hier habe ich das Buch 2005 gelesen. Nun bin ich gerade dabei, die Deaver-Bücher nochmals zu lesen, so auch dieses hier:


    Der faule Henker ist immer irgendwie im Hinterkopf geblieben weil mich (wie vermutlich viele andere) die Welt der Magier und deren Tricks sehr interessiert. Die Grundgeschichte war wirklich fesselnd: Der Zauberer, stets einen Schritt voraus, unentdeckt, gut versteckt, mit atemberaubenden Tricks. Dieser Teil hat mich auch gut gefallen. Auch die Ermittlerarbeit von Sachs und Rhyme war wie gewohnt.


    Allerdings bin ich diesesmal nicht restlos begeistert vom Buch. Bei näherer Betrachtung gab es mir einfach zu viele (rasche) Motivwechsel - die sind erprobte Leser von Jeffery Deaver zwar gewohnt, aber es war dann doch eine Spur zu viel



    Die von mir 2005 bemängelte fehlende "zwischenmenschliche" Fortsetzung von Rhyme/Sachs fehlte mir hier dafür wieder gar nicht, auch wenn natürlich nichts großes geschah, so merkte ich beim Lesen doch, wie tief mittlerweile die Beziehung zwischen den beiden ist.

    Erst vor kurzem habe ich mitbekommen, dass es einen dritten Teil von Bridget Jones gibt. Über einige Amazon-Kritiken habe ich zwar gelesen, dass Mark Darcy tot ist (neeeeiiiiin..... :cry: ) aber nichts desto trotz wollte ich natürlich wissen, was Bridget so alles anstellt.


    Der Stil, nämlich die Tagebuchform, ist gleich geblieben und das fand ich prima. Ganz wie in alten Zeiten werden wir über Gewicht informiert, Alkoholeinheiten, SMS und Tweets (jaja, Bridget ist modern geworden) etc. Und wie gewohnt tappt sie auch in allerlei Fettnäpfchen, ist lustig und sie ist MUTTER.


    Womit ich persönlich schwer zu kämpfen hatte war die Tatsache, das sie nun Ü50 ist. Bridget war immer altersmäßig in meiner Nähe angesiedelt, und plötzlich ist sie 50! Die Zahl ist dann doch noch weit weg von meinem Alter (hihi) und ich tat mir schwer, mich etwas in sie reinfinden zu können. Ihre Witwenschaft und wie es dazu gekommen ist, beschreibt sie sehr berührend, ihre Erlebnisse und die Partnersuche sind durchwegs amüsant. Manches war schon sehr weit hergeholt (geht es nach dem Buch, müssen wohl alle Leute Läuse kriegen nur vom ANSCHAUEN, denn die Vermehrung der Läuseköpfe im Buch ist unglaublich :wink: ) Daniel als Babysitter, auch das hat Potential!


    Tja, und wer die vorigen Bücher kennt, weiß wohl auch nach den ersten 10 Seiten auf was es rauslaufen wird :love:


    Sollte es zu einer Verfilmung des 3. Teiles kommen,


    Der und kein anderer!


    Mir hat das Buch großartig gefallen. Von mir gibts 5 Sterne!

    Nachdem ich nun zwei Bücher hintereinander von Cody McFadyen gelesen habe, war dieses Buch ungewohnt "ruhig" mit wenig Blut und Ekelfaktor. Das war eine größere Umstellung für mich. Und eigentlich ist es schon makaber zu sagen, dass einem eben diese Psychopathen-Szenen abgehen. Dafür sind die eingebauten Beichten der Frauen oft viel verstörender und beängstigender als jede Metzelei gewesen.


    Die Gesichte selbst war schon sehr gut gemacht. Mich wundert allerdings, dass es beim FBI bzw. der Polizei keine Mindestkörpermaße gibt. Smokey mit ihren 150 cm (!) und noch einige andere, denen sie grad mal bis zur Schulter geht. Aber ok, vielleicht spielt das dann doch keine so große Rolle. Die eingebauten privaten Sequenzen waren auch gut gemacht. Ich finde auch, dass man nicht unbedingt die Bücher in der Reihenfolge lesen muss. Natürlich ist es spannender, aber da die Autorin ohnedies in jedem Buch das Wesentliche kurz umreisst, ist es nicht unbedingt nötig.



    Alles in allem eine gute Unterhaltung, aber wirklich mitgerissen hat mich die Erzählung nicht. Ich würde 3 von 5 Sternen geben

    "Die Liebe deines Lebens" ist erst mein 2. Buch von der Autorin - nach PS Ich liebe dich. Nach all den Thrillern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, wollte ich wieder mal was anderes. Was soll ich sagen: ich habe ganz vergessen, wie witzig und berührend sie schreiben kann.


    Die Geschichte von Christine und Adam ist wundervoll. Christine mit all ihren Ratgebern (auch die Aufmachung im Buch, die einzelnen Kapitel, die wie Ratgeber klingen) versucht Adam von einem Selbstmordversuch abzuhalten und verspricht ihn in 14 Tagen mit seiner Liebe zusammenzubringen. All die Ideen die sie dabei hat, waren wirklich amüsant zu lesen. Ich dachte mehrmals, so eine Freundin würde ich mir wünschen :)


    Natürlich ahnt man bald, wie das Buch ausgehen wird (oder man hofft, das es so ausgeht). Nichts desto trotz ist es sehr vergnüglich gewesen. Ich denke, ich muss mir mehr Lesestoff von Cecilia Ahern (zwischen all dem Mord und Todschlag, den ich momentan lese) zulegen :)

    Nachdem ich mich nach den ersten beiden Kapiteln (und nachdem ich hier etwas zum Buch gelesen habe) von der Vorstellung verabschiedet habe, dass es ein "blutiger Thriller" wird, habe ich mich vorbehaltlos auf das Buch eingelassen. Hesketh hat mich von Anfang an in den Bann gezogen vor allem durch seine besonder Art. Die Origamis die er gefaltet hat (oft auch nur im Kopf), die unzähligen Farben, die er benennen konnte, und natürlich sein großes Wissen. Aber gleichzeitig auch sein Umgang mit Freddy.


    Auch wenn die Geschichte selbst etwas utopisch war, waren viele gute und interessante inhaltliche Aspekte vorhanden, die zum Nachdenken anregen sollten. Den Schluss habe ich nicht so recht verstanden. Aber offenbar bin ich nicht die einzige, die damit ein Problem hat. Allerdings muss ich auch sagen, ich glaube für so eine Art von Buch gibt es kaum ein "gutes" Ende.


    Das Titelbild finde ich etwas irritierend bzw. "reisserisch" - andererseits muss ich aber auch zugeben, wäre das Cover "neutraler" (zB Kinder am Strand), hätte ich kaum zum Buch gegriffen ;-)


    Sehr interessante Lektüre!

    Ich habe das Buch "Der Todeskünstler" schon vor einigen Jahren gelesen, nun bin ich wieder über das Buch gestolpert und war wie beim ersten mal lesen sehr gefesselt von der Geschichte. Acuh wenn ich im Wesentlichen noch wußte, wie die Geschichte verläuft, war die Spannung voll da.


    Sarahs Geschichte ist unglaublich berührend und ergreifend. Ich musste mich oft richtig gewaltsam daran erinnern, dass ich hier nur ein Buch in den Händen habe und so etwas (hoffentlich!) keinem Kind wirklich passierte. Gerade die schreckliche Kombination, dass beinahe alle Geschehnisse Kindern passierten, hat mich ziemlich angegriffen (seit ich selbst Kinder habe, sehe/lese ich solche Bücher mit ganz anderen Augen).


    Die Verbindung der Geschichte zu Smoky Barrett bzw. ihrem "Adoptivkind" Bonnie hat mir sehr gut gefallen. Überhaupt finde ich den Charakter von Smokey sehr interessant - auch ihr eigener Kampf mit der Realität und das Besiegen der Geister der Vergangenheit. Die diversen kleinen Rückblenden in das vorige Buch bzw in das Leben davor haben mich nicht gestört.


    Band 3 und 4 stehen bereits auf meiner Wunschliste!

    Ella in der zweiten Klasse - Band 2 der Ella-Reihe


    Inhaltsangabe laut Amazon:
    Die lustigsten Sachen passieren immer in der Schule, darum gehen Ella und ihre Freunde auch in der zweiten Klasse noch gern hin. Lustig ist zum Beispiel, dass der Lehrer mit ihnen für die Schülerolympiade Sackhüpfen trainiert und sogar mit der Direktorin um die Wette hüpft. Gewonnen hätte die Direktorin, wenn sie nicht die Gießkanne vor der Rosenhecke beim Eingangstor übersehen hätte. Dabei hatte sie die selber dort abgestellt. Zum Glück ist ihr nichts wirklich Schlimmes passiert. Höchstens zwei Wochen, sagt die Schulkrankenschwester, dann ist alles wieder heil.


    Über den Autor:
    Timo Parvela, 1964 geboren, war lange und gern Lehrer, bevor er Schriftsteller wurde. Er schreibt für Erwachsene und Kinder und wurde für seine Kinderbücher vielfach ausgezeichnet. Seine Ella-Bücher sind in Finnland Schullektüre ...


    Meine Bemerkungen:


    Nachdem uns Band 1 (Ella in der Schule) so gut gefallen hat, habe ich aus der Bücherei zwei weitere Bücher mitgenommen. Ella in der zweiten Klasse spielt, das sagt ja schon der Titel, im Anschluss an Band 1. Auch hier ist das Buch in drei größere Hauptgeschichten unterteilt.


    Geschichte 1: Die Schülerolympiade - 2 Mitschüler der Schule sollen die Schule bei der Schülerolympiade vertreten. Und wen erwischt es: Ella und Pekka. Allerdings werden sie großartig von der Direktorin und dem Lehrer unterstützt. Die Geschichte hat übrigens auch einen klitzekleinen ernsten Beigeschmack - denn wie repariert man einen kaputten Haushalt?
    Geschichte 2: Der Rambo - ein neuer Mitschüler taucht auf und er ist wirklich anders, haut und schlägt alle anderen und manch einer meit "er ist nicht von dieser Welt". Also muss er ein Außerirdischer sein, oder? Und warum müssen die Kinder zu einem Reifetest - wollen die Außerirdischen nur reife Kinder?
    Geschichte 3: Die Schulnacht - Der Lehrer will nicht, die Schüler schon: eine Schulnacht, und sie soll ja auch sehr lustig sein. Aber bis es so weit ist, muss erst mal Geld aufgetrieben werden. Zum Glück singt der Lehrer jedesmal, wenn jemand "Schulnacht" sagt, ein lustiges Lied.


    Alle 3 Geschichten sind wieder sehr unterhaltsam. Auch hier kommen, finde ich, sowohl Jungleser wie auch erwachsene Vorleser auf ihre Kosten. Viele Pointen und Seitenhiebe werden wohl nur von Großen verstanden werden, aber es gibt genug amüsante Szenen, sodass sich auch jüngere Leser unterhalten fühlen werden.

    Göttergleich ist der 8. Band der Felidae-Reihe

    Inhaltsangabe laut Amazon:
    »Keine Zeit, keine Zeit . . .« Nach einem Unfall läuft für Kater Francis plötzlich nicht nur die Zeit rückwärts, nein, die gesamte Welt funktioniert von nun an »umgekehrt«. Leidet er an Halluzinationen, ist er einfach senil oder gibt es dieses höchst mysteriöse Universum, in das ihn sein neuer Bekannter Pi einführt, wirklich? Der Klugscheißer scheint auserkoren, das große Geheimnis um die Herkunft seiner Art zu lösen – unter Einsatz seines Lebens.


    Kater Francis steht in der Tat vor einer schwierigen Aufgabe, denn die Zeit läuft zwar rückwärts, doch das jeweils nur exakt 8 Minuten und 56 Sekunden lang, dann ist alles wieder wie gehabt. Zudem sind nicht alle Zeitsprünge so ohne Weiteres nachvollziehbar, was das Leben deutlich erschwert. Im Grunde fühlt sich Kater Francis eh viel zu alt für solche Abenteuer. Doch kneifen geht nicht. Denn da warten noch Pi und der Geheimbund der Schwarzen: Zwar sehen sie aus wie normale Katzen, tatsächlich verfolgen sie aber eine gefährliche Mission. Jedem, der die Zeitsprünge am eigenen Leib erfahren hat, trachten sie nach dem Leben. Und das ohne Ausnahme. Erbarmungslos. Beim ersten Mal entkommt Francis seinen Häschern nur durch Zufall. Dann ist sein Pioniergeist entfacht. Er will dieses große Geheimnis lüften. Koste es, was es wolle. Nur so viel sei verraten: Katzen sind keine gewöhnlichen Haustiere.


    Über den Autor:
    Akif Pirinçci wurde 1959 in Istanbul geboren und wuchs in der Eifel auf. Mit seinem Katzenkrimi Felidae, der als Trickfilm auch das Kinopublikum eroberte, schrieb er sich in die Herzen einer internationalen Fangemeinde. Die folgenden Romane stürmten ebenfalls die Bestsellerlisten, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und erzielten weltweit Millionenauflagen. 2010 wurde Akif Pirincci mit dem Katzen-Krimi-Ehrenpreis ausgezeichnet. Der Autor lebt in Bonn.



    Meine Bemerkungen dazu:


    Schon bei Band 7 war ich am Überlegen, ob ich das Buch (Felipolis) noch unter der Rubrik Krimi rezensieren soll oder eher bei Science Fiction. Damals habe ich mich für Krimi entschieden. Bei DIESEM Buch habe ich nicht einmal einen Moment gezweifel: Das Buch gehört unter Fantasy/Science Fiction, mit einem Krimi hat das ger nichts mehr zu tun. Eine so abstruse Handlung habe ich wirklich nicht erwartet #-o


    Die Geschichte beginnt noch relativ normal: Francis sonnt sich im Garten, lernt eine mysteriöse Katze namens PI kennen, wird gleich darauf in einen Unfall verwickelt und landet am OP-Tisch. Er schläft medikamentbedingt ein und wird wieder im Garten wach, als wäre nichts gewesen... Aber eines ist dann doch anders, plötzlich läuft die Zeit für wenige Minuten rückwärts und nur ihm fällt es auf. So weit so gut. Es wäre nicht Francis, wenn er versuchen würde, die Sache aufzulösen: Sind diese Zeitrückschritte tatsächlich passiert? Sind es Nachwirkungen durch die OP? Oder etwas ganz anderes?


    Und damit landen wir nun bei einer sehr abstrakten Geschichte. All die Thesen und Gespräche zum Thema Zeit und Zeiterfassung setzen meiner Meinung nach größeres Physik- oder Philosophieinteresse voraus. Ich muss gestehen, ich habe beides nicht. All diesen Ausführungen konnte (und ja, wollte!) ich nicht folgen. Hochbegabt waren die Katzen in den Felidae-Romanen schon immer, aber hier nähern wir uns einer utopischen Erzählung an. Am allerschrägsten war mM nach Francis und die Atombombe. McGyver kann sich da ein Scheibchen abschneiden :totlach: Aber der Hälfte des Buches ist klar, wie die Geschichte eigentlich nur enden kann (und so war es dann auch).


    Was ich Pirincci/Francis zu Gute halten muss: sein Sarkasmus und teilweise sehr treffsichere Bemerkungen. In diesem Buch zB zum Thema technische Geräte. Mein persönliches Highlight:


    "Das Zeichen des Herrn prunkte auf allen bereits oben erwähnten liturgischen Gerätschaften: der doofe Apple-Apfel.... - ... All diese iGeräte schienen zu sprechen, gerade zu schreien "Betrachte uns, spiel mit uns, beschäftige dich mit dem cleveren Quatsch, den wir uns für dich ausgedacht haben. Verschwende deine wertvolle Lebenszeit mit uns, denn erst auf dem Sterbebett wirst du dahinterkommen, dass wir dich mit all dem Kinderkram die ganze Zeit nur verarscht haben, damit die Kasse von Steve, Gott hab ihn selig, gut gefüllt sind."..."


    Mit einem guten Felidae-Krimi hatte das Buch leider gar nichts mehr zu tun. Ich vergebe 3 Sterne, nur Francis und Blaubart wegen.


    Aus heutiger Sicht muss ich auch sagen, dass ich nicht weiß, ob ich einen weiteren Felidae Roman lesen würde. :-k

    Nach über 7 Jahren habe ich wieder im Zuge meines Projektes "Stapel nochmals zu lesender Bücher" Der Insektensammler gelesen. Einiges war noch im Hinterkopf gespeichert - die Grundzüge der Geschichte. Meine letzte Meinung zum Buch aus 2007 war wohl nicht die Beste. Das Hin-und-Her in Jeffery Deavers Büchern kenne ich mittlerweile zu gut - ich glaube das kann man der Geschichte nicht anlasten. Sehr gut fand ich wieder Rhymes Ermittlungsarbeit auf völlig fremden Boden. Und ganz hin und weg war ich vom Schluss - die Szene am Friedhof. Wenn ich nicht gewußt hätte, dass es noch mehrere Sachs/Rhyme Bücher gibt, hätte man doch glatt glauben können.... :wink: Aber auch das ist ein Stilmittel von Deavers Büchern, die er fast immer einsetzt. Nichts ist so wie es im ersten Moment scheint.