Beiträge von Luxy

    "Ich gehe immer noch. Die Hälfte der verbliebenen Strecke
    wird wieder eine Hälfte haben und diese wieder eine, und da da verstehe ich,
    dass Zeit nicht nur unendlich lang ist, sondern auch unendlich dicht, zwischen
    einem Moment und dem nächsten liegen immer unendlich viele andere Momente; wie
    kann sie überhaupt vergehen?"

    Daniel Kehlmann, "F" - Seite 302

    Ich lese immer zunächst den letzten Satz (nicht mehr), bevor ich mit dem ersten beginne. Warum, kann ich mir nicht erklären. Vielleicht weil ich einfach irgendwie Wert auf besonders schöne Schlusssätze lege, die mich auch noch ein paar Minuten, Stunden vielleicht sogar Tage danach beschäftigen oder mich in diesem Moment einfach stark berühren. Gibt es so einen Satz bei einem Buch nicht, bin ich irgendwie enttäuscht und das trübt den Eindruck des Gesamtwerkes ein wenig.
    Wie ich dazu gekommen bin, weiß ich nicht, es ist einfach so :D

    Ich finde "Inferno" deutlich besser als "Das verlorene Symbol". An Spannungsaufbau usw. kann man, wie immer, wenig bis gar nichts aussetzen. Die ganzen Wendungen, die sich zum Ende hin herauskristallisieren fand ich echt gelungen und größtenteils, jedenfalls für mich, nicht hervorsehbar.
    Mich hat an diesem Langdon-Roman allerdings gestört, dass Robert die Schauplätze in Europa wirklich bis in die kleinste Nebengasse in- und auswendig kennt und auch sonst fast eher ein Super-Held als ein Harvard Professor zu sein scheint. Mag sein, dass das auch in den voran gegangenen Teilen der Fall war, da ist es mir aber nicht so stark und teilweise unangenehm aufgefallen.

    Ich mach gerade mein Abitur und war mit den Lektüren, die wir gelesen haben eigentlich recht zufrieden:


    Damals war es Friedrich - Hans Peter Richter
    Der Richter und sein Henker - Dürrenmatt
    Das Leben des Galileib - Brecht
    Prinz von Homburg - Kleist
    Iphigenie auf Tauris - Goethe
    Woyzeck - Büchner
    Buddenbrooks - Mann
    Tauben im Gras - Koeppen


    Hm das müssten alle gewesen sein. Einzig die Buddenbrooks finde ich als Schullektüre vollkommen ungeeignet, das fängt schon bei der Länge an (ich habs am Ende dann auch nicht gelesen, wie der Großteil des LKs). Allgemein als Schullektüre geeignet finde ich die Dramen von Brecht, die fand ich privat sehr angenehm zu lesen und zu verstehen, an einigen Stellen auch ganz witzig, was bei der aktuellen Auswahl eher selten der Fall ist. Kafkas Verwandlung fand ich auch gut und hätte mir als Schullektüre sehr gefallen.
    Als Romane fänd ich was von Kehlmann (muss ja nicht unbedingt Die Vermessung der Welt sein, auch die anderen Werke sind sehr gut) ganz angemessen, in wie weit man daran allerdings auch Kennzeichen einer Epoche etc. (darum gehts ja auch zu einem großen Teil denke ich) erkennen und verstehen kann ist fraglich.


    Ah und zum Englischen:


    Da haben wir, finde ich, zu wenige Lektüren gelesen. Ich kann mich da gerade noch an "A Street Car named Desire", "Falling Man" und an ein Tagebuch irgendeines Indianers oder so erinnern. Wir haben auch erst in der 9. oder 10. Klasse damit angefangen. Klar muss man zunächst einmal die grammatikalischen Grundlagen und Besonderheiten einer Sprache erlernen, allerdings fänd ichs interessant wenn man zum Beispiel auch in früheren Jahrgangsstufen mit Harry Potter anfängt. Ich denke (mit Hilfe des Lehrers) ist das sprachlich nicht so schwer und die meisten Kinder werden wohl schon mal Harry Potter auf Deutsch gelesen oder wenigstens davon gehört/die Filme gesehen haben, sodass sie da auch schon die Geschichte in Grundzügen kennen und das Ganze mit dem Deutschen vergleichen könnten.

    Danke euch dreien! Bei den Ausgaben mit den Gemälden von Chagall werd ich mich auch nochmal umschauen, gefallen mir ganz gut obwohl ich am Anfang eher an etwas schlichteres gedacht habe...

    Guten Abend!


    Ich bin auf der Suche nach einer Ausgabe der Bibel, die auch optisch was hermacht. Im Moment lese ich in einer alten Familienbibel, die hie und da schon auseinanderbricht, nun hät ich doch gern eine die schön in der Hand liegt und die man sich gern im Bücherregal mal anschaut.


    Hat von euch jemand Vorschläge (am besten nicht teurer als 30/40€)?




    Vielen Dank schon mal!

    Danke euch allen! Die Wahl ist ja relativ eindeutig ich denke dann wirds 1Q84...obwohl mich heute morgen auch ein dicker roter Band voller Herr der Ringe angelächelt hat. :lol:

    Wär dankbar für jede Hilfe, hab echt überhaupt keine Idee was ich als nächstes lesen könnte/will 8-[
    Hab mal ne bunte Liste aus meinem Regal aufgeführt...danke!

    Ich habe vor kurzem erstaunt festgestellt, dass ich im Grunde nur Bücher von Autoren und keine von Autorinnen gelesen habe. Das war mir nie wirklich bewusst, das wär auf jeden Fall ein Vorsatz für das neue Jahr.
    Außerdem würd ich gerne die Non-Maigret Romane von Georges Simenon mir komplett zulegen und lesen.




    Abgesehen davon, möchte ich auch selbst wieder mehr und vor allem strukturierter schreiben. Ich hab einige Ideen und Projekte rumliegen, die ich eigentlich als ziemlich gut erachte, ich komm aber nicht dazu sie wirklich weiter zu führen.

    Kurs gesetzt, als Ziel das Glück.
    Augen zeigen uns die Träume,
    Ufer noch als leere Räume,
    Hofft erfüllt kommt man zurück.


    Liebe trieb uns auf zur Flucht.
    Geleitet wird man von den Sternen,
    Überm Meer dort als Laternen,
    Sie führen uns zur großen Bucht.


    Zeit als Wind in unserm Segel,
    Am Ufer wächst dort bittre Frucht.
    Nichts zu finden wird zur Sucht
    Grausam wird dies uns zur Regel:


    Die Sonne trügt zu jeder Zeit,
    Legt uns Hoffnung in den Blick.
    Greifen tränend diesen Strick,
    Ach führe uns aus Einsamkeit!


    Ihr Schein geht unter, ganz im Meer,
    Und die Träume in den Wellen,
    Tränen, die am Bug zerschellen:
    Die Reise ohne Wiederkehr.