Beiträge von Alexander Felden

    Vielen, vielen Dank für all die netten und lieben Worte und Rezensionen. Ihr könnt euch wahrscheinlich nicht recht vorstellen, wie viel mir das bedeutet - gerade jetzt, wo ich durch den permanenten Schmerz sehr dünnhäutig und leider auch häufig frustriert bin.


    Welche Wohltat ist es dann, solch netten Kommentare zu lesen.


    So, und schließlich - denn das muss einfach gesagt werden - danke ich meiner Zaubermaus (Pöppel), die niemals aufgibt und immer neue Wege findet, "Rabenschwarz" irgendwo ins Gespräch zu bringen. Durch Pöppels Glauben an mich und ihre nie endende Unterstützung wird bestimmt auch ein weiteres Buch Realität werden - vielleicht ja "Blutrot"...


    Also, nochmal ganz herzlichen Dank an euch, ihr habt mir eine riesige Freude gemacht!

    Hallo ihr alle!


    Tut DAS gut, eine so treue Fangemeinde hier zu haben! 8)


    Leider bin ich mit dem Projekt Fortsetzung noch nicht weiter - ich habe inzwischen vier Rücken-OPs hinter mir, und das kostet so viel Kraft, dass nichts für Kreativität übrig bleibt.


    Zwischenzeitlich hat sich ein Verlag sehr für eine Zusammenarbeit mit mir interessiert - allerdings nicht mit "Rabenschwarz", sondern einem neuen Projekt, da sie meinen Stil wohl sehr gut findet, aber meinen Roman thematisch nicht unterbringen kann/will.


    Also stehe ich ohnehin vor der Frage, ob ich denn überhaupt Band 2: "Blutrot" in Angriff nehmen soll - oder eben mich auf den Verlag einlasse und mir von denen sagen lasse, was sie von mir haben wollen. Hat beides sein Für und Wider. "Blutrot" wäre MEINE Geschichte, aber die müsste ich wohl wieder im Selbstverlag herausbringen. Wenn ich für einen Verlag arbeite, würde mein Buch zwar herausgebracht. aber will ich denn nach Anweisung schreiben?


    Was meint denn ihr? Vielleicht gibt es ja ein paar Denkanstöße von euch - das würde mich doch sehr freuen! 8)


    Viele liebe Grüße


    Alex

    Wow, danke für die tolle Rezi bei Amazon! Und ich freue mich sehr, dass euch mein Erstling so gut gefällt!


    Wenn ich bei Amazon erstmal 20 Bewertungen habe, erscheine ich auch in der Liste der am besten bewerteten Bücher, also wäre mir eine kurze Wertung von allen TeilnehmerInnen sehr wichtig - denn damit würde ich vielleicht auch ein paar LeserInnen erreichen, die einfach nur mal so stöbern und bei Amazon gut bewertete Bücher suchen. 8)


    Viel Spaß noch an alle anderen!

    Schönes Thema, und ich bin zudem hocherfreut, dass alle Teilnehmer an dieser Diskussion eine sehr fundierte und vernünftige Meinung vertreten - Gott sei Dank, es ist wohl nicht alles verloren in dieser Welt. ;)


    Ich sehe es im Prinzip ganz genauso wie mein lieber Kollege K.-G. - Sprache ist immer ein Prozess und deshalb permanent in der Entwicklung begriffen. Deshalb ist es, meiner Meinung nach, ein Verbrechen, in diese Entwicklung nachträglich einzugreifen, zumal in einer Zeit, in der die kulturelle Identität des Deutschen sehr an Konturschärfe verloren hat (Stichwort "Denglisch").


    Richtig ist auch, dass Sprache immer auch ein Spiegel der Zeit und der Gesellschaft ist. Oder warum ist unsere Sprache heute so durchsetzt mit Anglizismen und Fachtermini aus dem Bereich der EDV? Analog dazu kann man anhand der Sprache Blytons, Preußlers etc. immer auch eine historische Dimension anknüpfen. Aber ich möchte mich ungern zu sehr auf den Bereich Schule und Unterricht einschießen, denn ich habe auch ganz persönliche Gründe, gegen eine solche Verunstaltung literarischer Texte zu argumentieren.


    Zunächst einmal ganz pragmatisch nachgefragt: Wenn "Neger" und "Zigeuner" nicht mehr länger vertretbare Begriffe sind, durch was ersetzen wir sie dann in Zeiten der politischen Überkorrektheit? "Extrempigmentierter" und "Rotationseuropäer"? Laufen wir - Achtung, Polemik! - nicht Gefahr, dass sich diejenigen Roma-Gruppierungen diskriminiert fühlen könnten, die sich nicht als Europäer verstanden wissen wollen?


    Ich habe zudem nie ganz verstanden, warum man alles Böse, das gewissen ethnischen Gruppen angetan wurde, plötzlich auf einen Begriff reduziert wird. Verbieten wir ab sofort das Wort "Neger", und schon ist alles vergessen, was bis vor wenigen Jahrzehnten in den USA den farbigen Bürgern angetan wurde. Ich halte das für blindwütigen Aktionismus, nach dem Motto: "Wir tun ja was!"


    Weder Blyton noch Preußler verbreiten in ihren Werken irgendwelches rassistisches Gedankengut, sie verwenden nur den zu ihrer Zeit gängigen Begriff. Und ich denke mit Grausen an "Der Herr der Ringe", in dem in der (völlig überflüssigen, wie ich finde) Neu-Übersetzung Sam seinen Herrn Frodo mit "Boss" anspricht. Und an dieser Stelle beißt sich die Katze doch in den Schwanz: Wenn wir denn so überkorrekt sein wollen, wie, bitteschön, kann man dann dem etwas einfältigen, aber kreuzbraven Arbeiter Sam das Wort "Boss" in den Mund legen bzw. schreiben? Bin ich der Einzige, der hier eine überdeutliche Konnotation mit einem Schwarzen mit Strohhut sieht?


    Das Sprachgefühl, besonders das intuitive Wissen um unterschiedliche Sprachebenen, geht ohnehin immer mehr verloren, und wir Lehrer kämpfen verbissen gegen die Abstumpfung an. Mit meiner 8. Klasse las ich zuletzt Kellers "Kleider machen Leute", und es wurde allenthalben gemault, wie schwer der Text doch zu verstehen sei. "Komisches Deutsch", hieß es. Das darf einfach nicht so weiter gehen, und es ist der falsche Weg, Texte immer weiter zu vereinfachen und sie somit ihres ursprünglichen Zaubers zu berauben.

    Ich mag als "Außenstehender" noch einmal etwas zu diesem Buch äußern.


    Kerstin hatte sich ja nun mehrmals über die doch sehr derbe und vulgäre Sprache geärgert. Daraus ist dann eine Diskussion bei uns entstanden, und ich meinte, dass die englische Arbeiterklasse nunmal tatsächlich flucht wie die Kesselflicker, zumal in der Gegend um Birmingham, die für ihren rauen Umgangston berüchtigt ist.


    Trotzdem kommt es im Englischen nie so unpassend vulgär rüber. Das ist auch der Grund, warum Kerstin und ich eine Serie wie "Coupling" nur im Orginalton anschauen - den englischen Humor sowie den Grundtenor der Sprache ins Deutsche zu übertragen, ist ungemein schwierig, wenn nicht unmöglich.


    Meine Überlegung war dann, dass das Buch "How to be a Woman" vielleicht nur unter der Übersetzung ins Deutsche so sehr gelitten hat, denn schließlich sind die Amazonbewertungen für das englische Orginal auch im Schnitt um einen ganzen Stern besser.


    Ich habe dort jetzt mal die "Blick ins Buch" Funktion genutzt und einige Seiten miteinander verglichen.


    Ergebnis: Die Übersetzung ist teilweise wirklich schlecht und gibt GAR NICHT das wieder, was Moran schreibt.


    Beispiel aus dem Epilog:


    Zuerst die vorliegende Übersetzung:


    Ich schmecke nicht süß - nicht wie Kuchen oder Honig. Dabei habe ich Unmengen Schmuddelbücher gelesen, aus denen für mich klar hervorging, dass eine Muschi einem Mann in etwa das selbe Schleckvergnügen bereitet wie eine Kugel Häagen-Dazs Pralines & Cream.


    Und hier das Orginal:


    "I don't taste sweet - like cake, or honey. I can't tell you the amount of filthy books I've read that led me to believe that, when a man went down on you, he was basically lapping away on a Sherbet Dip Dab."


    Während der erste Satz noch wörtlich übersetzt wird, ist die Übersetzerin danach doch sehr frei mit ihrer Wortwahl. Das Wort "Muschi" kommt überhaupt nicht vor, und "Sherbet Dip Dab" ist für uns Deutsche wohl tatsächlich kein Begriff, aber es mit einem Nobeleis zu vergleichen ist nicht nur unpassend, sondern vollkommen falsch.


    "Sherbet Dip Dab" ist eine Süßigkeit, die besonders in den 80er Jahren in England der absolute Renner war. Es handelt sich dabei um eine Tüte mit Brausepulver, die zusätzlich einen Erdbeerlutscher enthielt. Man konnte nun den Lolli lutschen, und ihn dann immer wieder in das Brausepulver tunken, wodurch aus dem normalen Erdbeerlolli eine prickelnder Erdbeerlolli wurde. Sherbet Dip Dab war (und ist, denn es gibt das Zeug heute noch) dabei niemals teuer oder für seine Hochwertigkeit und Qualität bekannt wie die Exklusivmarke "Häagen Dazs". Man kann es viel eher mit dem allseits beliebten "Prickelpitt" vergleichen, das wir damals pfundweise in uns reingeschüttet haben (in den 80ern).


    Man mag sich nun streiten, ob es denn SO wichtig ist für die Übersetzung, ob da von Eis oder Brausepulver die Rede ist, aber ich wollte an diesem einen Satz nur zeigen, wie fahrig da mit dem Orginaltext umgegangen wird. Aus "to go down on someone" wird "Muschi lecken" - die englische Formulierung ist weniger vulgär und deutlich humorvoller, verspielter - typisch englisch halt. Und Morans kindliche Vorstellung (denn sie schreibt ja hier von ihrer frühen Jugend, in der sie heimlich "Schmuddelbücher" gelesen hat), dass es für einen Mann so toll sein muss wie Brausepulver auf der Zunge, wenn er denn "bei einer Frau da runter geht", dann zeigt das eine absolut kindliche, unschuldige Annahme, die rückblickend mit einem Augenzwinkern aufgezeigt wird.


    In der Übersetzung kommt nichts Kindliches rüber, der Grundton ist völlig anders, anrüchiger, vulgärer.


    Ich bin zudem ziemlich sicher, dass Worte wie "Fickschlitz" im Orginal ebenfalls nicht vorkommen, bestenfalls "slit" (also Schlitz, was ein durchaus gebräuchliches Wort ist und in etwa mit unserem deutschen "Scheide" gleichgesetzt werden kann). Das Wort "cunt" hingegen wird tatsächlich übersetzt mit "Fotze", aber es hat im Englischen keinen gar so "bösen" Klang, ähnlich wie auch "fuck" ein absolut gebräuchliches Wort in der Umgangssprache ist. Dazu kommt der Wolverhampton (sprich: Wuuwerhem'en)-Slang, der sich noch weniger wörtlich übersetzen lässt - und schon hat man ein vollkommen anderes Bild von den Aussagen der Autorin.


    Punktum, das Orginal liest sich (zumindest die paar Seiten der "Blick ins Buch" Funktion) GANZ anders, ich habe das Schmunzeln nicht aus dem Gesicht gekriegt und erwäge ernsthaft, es mir zu bestellen - ja, als Mann.

    Ja, auch als Mann versucht man ja immer mal wieder, die Frauen zu verstehen - und deshalb habe ich mal reingelesen in der Hoffnung, etwas über das geheimnisvolle, vermeintlich "schwache" andere Geschlecht zu lernen.


    Ich habe nur ein paar Kapitel quer gelesen, aber ich muss sagen, dass mir die Schreibe durchaus zusagt. Witzig, locker, flockig - ich musste mehrfach doch sehr schmunzeln. Dabei ist es weder gewollt provokativ-vulgär wie z.B. "Feuchtgebiete" noch klischeehaft feministisch ("Männerhassend"), sondern ein offenbar sehr ehrlicher und vor allem moderner Erfahrungsbericht.


    Ich kann mir deshalb gut vorstellen, durchaus noch einen zweiten und dritten Blick zu riskieren, denn die Autorin hat einfach eine charmant-witzige Art. Unverblümt und witzig spricht sie Dinge aus, und ich als Mann fühle mich dabei überhaupt nicht an den Pranger gestellt.

    Eine Rezension ist zunächst mal eine subjektive, wenngleich (hoffentlich) begründete Meinungsäußerung . Hierbei kann und soll natürlich auch etwas mehr in die Tiefe gegangen werden als "Ich find's halt doof!", so dass man zum Handlungsaufbau, der Figurenkonstellation, den Charakteren im Einzelnen etc. seinen Senf abgibt.


    Allerdings ist eine Rezension auch immer adressatenbezogen. So macht es einen Unterschied, ob man z.B. hier im Forum als Abschluss einer gemeinsamen Leserunde das Buch noch einmal ausführlich rezensiert. In diesem Fall haben es alle gelesen, so dass man natürlich auf auf das Ende eingehen kann, ob man es denn plausibel, spannend, gelungen usw. fand etc.


    Bei Amazon hingegen sollen die Rezensionen andere potenzielle Käufer zum Kauf animieren bzw. davon abhalten. Hier ist es schlicht unangebracht, zuviel vom Inhalt des Buches zu verraten, weil dadurch der Anreiz, das entsprechende Buch selbst zu lesen, deutlich geschmälert bzw. ganz verdorben wird. Vergleichbar wäre es, wenn in einer TV-Programmzeitschrift grundsätzlich das Ende der Filme/Serien preisgegeben würde. Wer würde dann noch mit derselben Spannung die Sendung verfolgen?


    Also, hier ist schlicht und einfach Rücksichtnahme oberstes Gebot. Eine Aussage wie "Ich finde das aber nicht, ich will das so und ich mache das auch weiter so!" ist völlig unangemessen, denn man verdirbt vielen anderen Leser/innen die Freude, wenn man zuviel vom Inhalt verrät.

    "Ein Lied von Eis und Feuer" ist sicherlich keine leichte Kost, da in der Tat sehr viele handlungstragende Figuren vorkommen und fleißig intrigiert wird. Zur Übersicht wird im Anhang der Bücher aber eine Liste von Stammbäumen der Adelshäuser beigefügt, sodass man im Zweifel einfach nochmal rasch nachschlagen kann, wer jetzt in welcher Verbindung zu wem steht.


    Ansonsten ist es richtig, dass die Saga nicht abgeschlossen ist und zeitweilig etwas ins Stocken geraten ist. Aber es gibt etliche Tausend Seiten allerbester Unterhaltung, die man sich als Fantasy-Fan nicht entgehen lassen sollte.


    Du hast aber insofern Recht, als es sich nicht so sehr um klassische High Fantasy handelt, also keine Orks, Elfen etc. Wohl aber gibt es Drachen und auch Magie, nur halt keine Feuerball schleudernden Zauberer mit Spitzhut. Es gibt auch Wiedergänger und allerlei mystisches, okkultes Brimborium, von daher dürfte auch dein Wunsch nach etwas düsterer Kost befriedigt werden.


    Schau dir doch einfach mal die eintsprechende Rezension an, zu der ich auch ausführlich meinen Senf gegeben habe:


    George R.R. Martin "Das Lied von Eis und Feuer" Saga


    Von mir bekommt George R. R. Martins Saga auf jeden Fall eine uneingeschränkte Emfehlung - wenn ich nun daran denke, dass diesen Sommer HBO (US Pay TV Sender) mit der Ausstrahlung der TV Adaption "Game of Thrones" beginnt (mit Sean Bean in der Hauptrolle!), werde ich beinahe um den Schlaf gebracht! :lechz:

    Hey Tamiami,


    die Homepage wird in den nächsten Tagen/Wochen komplett überarbeitet - wir hoffen, sie viel attraktiver gestalten zu können und auch den Direktverkauf etwas zu vereinfachen (z.B. über PayPal usw.) - und auch das Farbschema wird vermutlich etwas abgeändert.


    Es wird düster bleiben, denn es soll ja zur Thematik des Buches passen, aber augenfreundlicher wird es dann wohl doch.


    Danke dir für das Feedback!


    Liebe Grüße


    Alex

    Dann nehme ich doch dieses Thema zum Anlass, mich auch endlich einmal wieder zu melden - Kerstin hatte ja geschrieben, dass es mir gesundheitlich nicht gut ging. Tatsächlich habe ich seit Juni mit massiven Rückenschmerzen herumlaboriert und war öfter im Krankenhaus und mit kleinen Unterbrechungen permanent in ärztlicher Behandlung. Erst vor ein paar Wochen, nachdem keine Behandlung/Therapie/Anwendung länger als ein paar Tage Linderung gebracht hat, wurde dann endlich in einem Upright MRT (das wird im Stehen gemacht) festgestellt, dass ich drei Bandscheibenvorfälle habe. :krank:


    Einer davon war sehr schwerwiegend und musste nun letztendlich operativ behoben werden - seit ein paar Tagen bin ich jetzt wieder daheim und auf dem Wege der Besserung. Allerdings erfuhr ich am Entlassungstag dann, dass mein lieber Patenonkel viel zu früh und völlig unerwartet von uns gegangen ist... :cry:


    Zu Kerstins Post:


    Ja, es ist unfassbar, wie machtlos man als Privatperson dasteht, wenn der Branchenriese Amazon es einfach nicht als nötig erachtet, seine Vertragsbedingungen auch zu erfüllen. Bereits im April, zu Zeiten der Leserunde hier, gab es ja massive Schwierigkeiten, nun hat man also beschlossen, mir auch noch das Weihnachtsgeschäft zu versauen. [-(


    Es bleibt mir also nur noch, nun doch noch einmal verstärkt den Kontakt zu großen Verlagen zu suchen - in der Hoffnung, verlegt zu werden, auf dass nicht mehr Pöppel und ich diejenigen sein mögen, die sich mit Amazon herumplagen müssen.


    Eigentlich hatten wir ja ganz bewusst den Weg des Selbstverlags gewählt (auch wenn ich somit gar nicht ein richtig echter Autor bin, wie sich manche hier erinnern werden... :evil: ), aber es scheint so, als habe man keine Chancen auf diesem Wege. Es sind nunmehr ca. 1000 Bücher verkauft - aber wie soll man überregional zu Bekanntheit gelangen bzw. als Autor ernstgenommen werden, wenn das eigene Buch nicht einmal bei Amazon verfügbar ist? :-k


    Nun ja, man wird sehen. Ich erwäge derzeit rechtliche Schritte, muss aber erst einen Anwalt nach den voraussichtlichen Kosten befragen. Es ist schon traurig, dass man einen Vertrag mit Amazon abschließt, dafür gutes Geld bezahlt, über die Hälfte des Gewinns zusätzlich noch an Amazon abführt - und dann, wenn man auf Vertragserfüllung klagt, erst einmal in Vorleistung treten muss und selbst im Erfolgsfall womöglich auf den Kosten sitzen bleibt. Ein entstandener Schaden ist nur schwer zu beziffern, also wird sich die Rechtsabteilung von Amazon dahingehend auf nichts einlassen.


    Hach ja, was für eine wundervolle Weihnachtszeit das ist dieses Jahr.


    Aber genug gejammert, bin wieder da und wünsche allen BTlern ein Frohes Weihnachten!


    Liebe Grüße


    Alex

    Hohlbein, ja? Und dann noch mit Vampiren? Sorry, ich weiß ja, dass ich voreingenommen bin, aber wenn der Fließbandschreiber jetzt (mal wider, nach seiner "Chronik der Unsterblichen" etc.) auf den Twilight-Zug aufspringt, dann ist das für mich gleichbedeutuend mit einem großen Stoppschild, was dieses Buch angeht.


    Aber viele mögen Hohlbein, der Erfolg gibt ihm Recht, und ich bin auch schon still....


    <schweigt verbissen und lässt nur noch seinen Blick über die auf der ersten Seite dieser Rubrik gelisteten Titel wandern - und wünscht sich, dass Knoblauch nicht nur gegen Vampire, sondern vor allem gegen die hunderttausend AutorInnen von Vampirgeschichten wirken möge>


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    Obwohl ich Kai Meyers Schreibe unheimlich gern mag (ich gestehe auch freimütig, dass mich "Der Schwarze Storch" aus der Reihe "Sieben Siegel" ziemlich inspiriert bei der Wahl des Settings für "Rabenschwarz"), so traue ich mich an genau dieses Buch nicht so richtig heran. Ich hatte es schon so oft in der Hand und war drauf und dran, es zu kaufen, aber irgendwie spricht es mich dann letztlich doch nicht so an.


    Wenn ich jetzt einige Kommentare lese von LeserInnen, die sich an den Fantasy-Elementen stören, dann fühle ich mich ein bisschen bestätigt - ich befürchte nämlich selbst, dass die verschiedenen Elemente in dem Roman schlussendlich ein zu großes Wirrwarr ergeben und einen zu "seltsamen" Genremix. Das missfiel mir schon bei der "Wellenläufer"-Trilogie, die ich zunächst absolut genial fand, aber am Ende dann mit Kopfschütteln las, weil gar zuviel Mythologie eingeflochten wurde.


    Andererseits sprechen die Bewertungen (mehrheitlich) wieder für sich - naja, vielleicht kriegt Arkadien ja doch noch eine Chance von mir.


    Solange ich aber noch nicht alle Teile von "Der Alchimistin" kenne, weiß ich, welchen Kai Meyer ich als nächstes lese... :study:

    Zu spät? Wie, zu spät?


    Ich bin auf gar keinen Fall zu spät, eher war die Ankündigung hier zu früh! :P


    Aber sei's drum, natürlich gratuliere auch ich ganz herzlich zum Jubiläum - dieses Forum ist echt eine Wucht! :thumleft:


    Vielen Dank an das Team - und auch an die User! Ich denke immer noch an die Leserunde, die man mir hier ermöglicht hat und die für mich etwas ganz Besonderes war!


    Also, immer nur weiter so!

    niveauloses Gesabbel, bei dem es mehrheitlich um Sex geht, und eine Art Humor, die selten oberhalb der Gürtellinie ist und über den man vermutlich nur lachen kann, wenn das eigene Nievau selbst nicht höher ist oder man soviel Alkohol intus hat, dass man selbst soweit hinunter gesunken ist.

    Hmmja, ich empfand das Buch jetzt auch nicht als die Offenbarung, zumal der Protagonist tatsächlich ein solcher Unsympath ist, dass mir jede Art von Mitleid abgeht.


    Aber ich störe mich doch an solchen verallgemeinernden Aussagen wie der oben zitierten. Wenn etwas nicht der eigenen Neigung oder Vorliebe entspricht, ist es nicht automatisch schlecht. Und alle, die nicht die eigene Meinung teilen, als "niveaulos" zu titulieren, ist nicht die feine englische Art... [-X

    Ich finde es sehr schwer, die Balance zu finden zwischen extrem grausamen und auch abartigen Elementen, die für den Plot notwendig sind bzw. den Antagonisten als wahrhaft verabscheuungswürdiges Monstrum aufzubauen, und effektheischenden Tabubrüchen.


    Sicher, ein Psychopath ist kein "Rehstreichler", und er tut abscheuliche Dinge. Aber inwieweit muss ins Detail gegangen werden? Muss man denn wirklich über mehrere Seiten minutiös ausbreiten, wann welcher Körperteil wie abgetrennt wird etc.?


    Es wurden bereits Filme wie "Hostel" usw. angeführt - für mich sind die echt krank. Ich habe für derlei Filme mehrfach die lakonische Bezeichnung "Folter-Porno" gelesen, und ich finde diese absolut zutreffend. Es geht nur um das Zurschaustellen von Dingen, die alles übertreffen, was man vorher gesehen hat.
    Ich mochte den ersten Teil der "Saw"-Reihe zum Beispiel noch ganz gern, denn der hatte einen erkennbaren Plot und eine überraschende Wendung am Schluss. Alle Teile danach verzichten - finde ich - weitgehend auf eine Handlung. Es wird lediglich ein Szenario entworfen und dann geht es nur noch um explizite Darstellung von Verstümmelungen usw. Bei Teil 3 bin ich nach der Hälfte des Filmes aus dem Kino gegangen, das brauchte ich mir echt nicht länger anzusehen...


    Ich würde mich gar nicht als sonderlich zart besaitet sehen, aber z.B. die am Anfang des Themas zitierte Stelle, in der ein Hund, dem die Beine abgehackt wurden, verzweifelt und mit traurigen Augen auf sein Herrchen/Frauchen zukriecht - das ist zuviel für meinen Geschmack.


    Leider ist in den letzten Jahren der Trend immer deutlicher geworden, dass sowohl in Filmen als auch in der Literatur immer mehr und immer gezielter Tabus gebrochen werden. Was ich schlimm finde ist, dass derartige Machwerke dann auch noch großen Erfolg haben, weil sie die Sensationslust und den Voyeurismus vieler Menschen ansprechen. Mann denke an "Feuchtgebiete" und so weiter...


    Wie gerne denke ich da an Hitchcocks "Psycho" - Norman Bates war ebenfalls irre, sowas von irre, dass man Albträume kriegen konnte. Trotzdem kam der Film OHNE explizite Gewaltdarstellung aus, man denke an die berühmt-berüchtigte Duschszene.


    Klar, es gibt immer eine Entwicklung, und man muss auch neue Wege beschreiten und etwas Neues ausprobieren - aber ich wiederhole mich gerne: so manches ist für mich eiskalt kalkulierte Effekthascherei.


    Sorry, war jetzt ein bisschen off-topic, deshalb von mir auch ein konkretes Beispiel:


    "Cold Heart Canyon" von Clive Barker. Es wird eine Orgie beschrieben - was mir jetzt keine schlaflosen Nächte bereitet -, aber die perversen Details hätte ich echt nicht gebraucht. Genau an dieser Stelle habe ich die Lektüre abgebrochen und das Buch nie wieder angefasst. Für mich war die Beschreibung einfach derartig unglaubwürdig, so als habe Barker einfach alle Abartigkeiten, die im irgendwie in den Sinn gekommen sind, in diese Szene gepresst.

    Herzlichen Glückwunsch zu der Veröffentlichung - ich bin sicher, dass dem E-Book eine große Zukunft bevorsteht, auch wenn ich persönlich nach wie vor ein Fan von gutem alten bedruckten Papier bin. Aber bei den schon räuberisch zu nennenden Geschäftsgebahren mancher Verlage ist dies mit Sicherheit eine gute Alternative, um sein Werk unter die Menschen zu bringen. :thumleft:

    Ich selbst bin sowas von durch mit Hohlbein, dass ich - obwohl mich die Klappentexte seiner Bücher immer wieder sehr ansprechen - keines seiner Werke mehr auch nur anlese. Sein Stil klingt für mich dermaßen nach Groschenroman, dass ich mich frage, warum nun ausgerechnet ER die große Ikone der deutschen Phantastik sein soll. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, und seine Verkaufszahlen geben ihm offenbar Recht.


    Stephen King habe ich als Jugendlicher geliebt - auf Dauer fand ich seine Stories aber irgendwie zu eintönig - irgendwie schien es mir doch immer wieder ein ähnlicher Handlungsaufbau zu sein, wobei die Gewaltdarstellungen aber zunehmend drastischer und abartiger wurden. Schließlich hatte ich das Gefühl, dass mir sofort tausend Liter Blut entgegenschwappen, wenn ich ein King-Buch nur aufschlage - auch hier geht mir die Einsicht ab, warum nun ausgerechnet ER so eine Offenbarung sein soll im Horror-Genre.


    Dann verabscheue ich grundsätzlich AutorInnen, die sich nur durch Provokation etablieren können - und dann von einer unfassbar vernagelten Fachpresse auch noch dafür honoriert werden ("Axolotl Roadkill", "Feuchtgebiete" etc.) - kein Talent, kein Stil,keine Kreativität, einfach nur möglichst viel Perversion, Sex, Gewalt, Fäkalien usw. zwischen zwei Buchdeckel pressen, und die sogenannten Experten sehen darin aus irgendeinem Grund eine Sensation - selbst dann, wenn im Fall von Hegemanns "Axolotl Roadkill" über die Hälfte des Buchs beinahe eins zu eins aus irgendwelchen Internetblogs abgeschrieben wurde.


    Schließlich und endlich muss ich noch auf die sogenannte pädagogische Jugendliteratur zu sprechen kommen. Als Deutsch- und Englischlehrer bin ich ja eigentlich immer auf der Suche nach möglichen Lektüren für meinen Unterricht (man will ja auch immer mal gerne was Neues durchnehmen und nicht siebenundzwanzigmal "Krabat" in einer sechsten Klasse lesen). Dabei stieß ich unlängst auf dieses Meisterwerk der Literatur: http://www.hase-und-igel.com/a…tnbr=3867600804&type=book


    Soviel Unkenntnis, soviele Vorurteile und Klischees, eine solche überzogene, pathetische, unfassbar unrealistische Darstellung habe ich noch nie irgendwo gefunden. Da ist der Autor aber voll auf die "Killerspiel"-Debatte eingestiegen: Ein Junge wird gemobbt und weiß sich nicht zu helfen (so weit, so schlimm, das passiert ja nun bekanntermaßen häufig genug) - er sucht sich also einen Ausgleich im Internet. Und jajaja, WAS finden Jugendliche natürlich immer SOFORT im Internet, weil es sowas ja ÜBERALL da gibt? Genau: Spiele, bei denen man mit Kettensägen Menschen verstümmeln muss! Und als nächstes findet man nämlich ein Selbstmordforum, wo man ganz offen über seine Pläne diskutiert, wann man sich umbringen bzw. Amok laufen will!


    Ein in der Tat pädagogisch wertvoller Beitrag: Das Internet ist Teufelszeug! Da gibt es überall nur ganz fiese Killermetzelschlitzerspiele und Jugendliche, die Amokläufe gemeinsam planen... :twisted: