Beiträge von Naraya

    Bei mir hat es diese Woche bei "Das Haus der Frauen" leider nicht geklappt und Netgalley hat es mir auch abgelehnt, meh.

    Mit der gestrigen Folge bin ich ja sehr unzufrieden - was haben sie denn aus "meiner" Bundle gemacht? Sie hatte ja kaum etwas mit der Bundle aus den Büchern zu tun, die ich so mag. Und dann noch der arme Lord Caterham!


    Bei mir schwankt das auch stark. Ich habe jeden Monat eine Mischung aus Rezensionsexemplaren und eigenen, die ich dann entweder neu oder gebraucht gekauft oder getauscht habe. Neu kaufe ich eigentlich nur Mangas und englische Bücher, weil ich da ansonsten schlecht rankomme und Bücher, die ich unbedingt besitzen möchte, aber nicht als Rezensionsexemplar bekommen kann. Im Februar bin ich vielleicht bei ca. 25 Euro, im Schnitt sind es vermutlich eher 50.

    Aber ich kann mir trotzdem nicht vorstellen, dass er der Mörder sein soll. Was hätte er denn für ein Motiv gehabt? Aber vielleicht hat er ja etwas anderes zu verbergen?

    Ich hab' keine Ahnung, aber ich verdächtige ja grundsätzlich mal jeden. :loool: Sollte er tatsächlich der Täter sein, ist es natürlich schwierig, denn dann wäre ja die Frage, ob man sich auf das verlassen kann, was er erzählt. Als Motiv könnte ich mir nur vorstellen, dass er entweder der Erpresser ist oder dass es etwas mit Drogen/Medikamenten zu tun hat.


    Dritter Abschnitt:


    So, ich habe wieder aufgeholt. :thumleft: Nachdem Poirot alle Anwesenden nachdrücklich gebeten hat, ihm doch alles zu sagen, was bisher verschwiegen wurde, kommen nach und nach Dinge ans Licht. Mrs Ackroyd hat in den Papieren auf dem Schreibtisch nach dem Testament von Roger gesucht und wurde von der Haushälterin erwischt. Die suchte daraufhin das Gespräch mit ihm. Raymond hat Geldprobleme und Parker war zumindest früher ein Erpresser, heute aber angeblich nicht mehr. :-k


    Mrs Russell war wohl wegen eines Artikels über Drogenschmuggel in Dr. Sheppards Praxis - ob sie ihn verdächtigt? Oder jemand anderen? Und die Identität des Ringbesitzers scheint ja auch noch nicht geklärt zu sein. Irgendwie bin ich nicht sonderlich schlauer als vorher. Ich frage mich auch, weshalb Poirot unbedingt die Farbe der Schuhe von Paton wissen möchte.

    Autoren (6/23)



    Titel (7/23)


    Nach einem Suizidversuch ihrer Mutter werden die beiden Schwestern Edie und Mae zu ihrem Vater nach New York geschickt. Dennis Lomack, seines Zeichens gefeierter Schriftsteller, hat die Familie schon vor Jahren verlassen und keinen rechten Bezug zu seinen Töchtern. Während Edie, die Ältere, loyal zu ihrer Mutter bleibt und Dennis als Vaterfigur ablehnt, ist Mae von dessen neuer Rolle in ihrem Leben begeistert. Nach und nach entwickelt sie eine richtige Obsession, die nicht nur das Verhältnis der Schwestern zueinander, sondern auch das ganze Beziehungsgeflecht um Dennis herum gefährdet.


    Katya Apekina leuchtet in ihrem Debütroman die Untiefen der menschlichen Seele aus. Eine psychisch kranke Mutter und ein egozentrischer Vater - was soll so aus zwei Teenagern wie Edie und Mae werden? Edie musste stets damit zurechtkommen, dass ihre Mutter Mae mehr liebte als sie, die wurde dafür immer in die Wahnvorstellungen der Mutter hineingezogen. So ist es zunächst kein Wunder, dass die plötzliche Aufmerksamkeit eines Vaters anziehend auf sie wirkt, während Edie ihn ruppig von sich stößt. Beide Mädchen haben, auch wenn sie sich das nicht eingestehen wollen, heftig mit dem Fehlen der Mutter zu kämpfen. Eine Rolle, die nun von einem Frauenhelden gefüllt werden soll, der sich jahrelang nur mit sich selbst befasst hat.


    In "Je tiefer das Wasser" wird eine Vielzahl von schwierigen Themen angesprochen. Hat Edies und Maes Mutter beispielsweise das Recht, ihrem Leben ein Ende zu setzen? Und war es in Ordnung von Dennis, seine psychisch labile Ehefrau zu verlassen und die Kinder in ihrer Obhut zurückzulassen? Im Zentrum steht dabei auch immer der große Altersunterschied zwischen Marianne Lomack und ihrem Exmann; zum Zeitpunkt des Kennenlernes der beiden war Marianne erst fünf Jahre alt. Kann auf solch einer Basis überhaupt eine normale, gesunde Ehe entstehen? Antworten werden dem Leser nicht serviert, die Autorin zeigt nur auf, was geschieht, wenn durch einzelne Ereignisse eine ganze Lawine ins Rollen gerät. Dabei baut sie unterschiedliche Perspektiven und Zeitlinien ein, die die Gegenwart von allen Seiten beleuchten und auch Außenstehende zu Wort kommen lassen.


    Der Roman ist kein einfacher, er ist nicht gefällig - vielleicht überschreitet er sogar eine Grenze. Aber manchmal muss Literatur auch genau das tun, um zum Kern einer Sache zu gelangen; in diesem Fall dem Thema "Obsession". Zum Rest der Handlung passend ist das Ende der Geschichte mehrdeutig und überlässt dem Leser die Entscheidung, wie Edies und Maes Geschichte weitergehen wird. Persönlich hätte ich mir hier mehr Eindeutigkeit gewünscht, aber womöglich gewinnt der Roman so an Eindrücklichkeit.


    Fazit: Ein harter Einblick in obsessive Familienbeziehungen :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Ich hab' jetzt endlich auch mal den zweiten Abschnitt geschafft, tut mir leid. Irgendwie war das nix letzte Woche. :pale:


    Dafür, dass Floras Zukünftiger verschwunden ist, ist sie wirklich ganz schön fröhlich. Entweder haben die beiden zusammen etwas ausgeheckt und sie weiß, wo er sich aufhält oder es passt ihr einfach sehr gut in den Kram, dass sie nun zwar das Geld hat, den passenden Mann dazu aber nicht heiraten muss. :scratch: Und war es tatsächlich ihr Ring im Teich? Von R? ist damit Roger Ackroyd gemeint?


    An dem Hausmädchen, das jetzt gehen möchte (oder muss?), scheint auch etwas faul zu sein. Vielleicht auch nicht zwingend an ihr selbst, aber als Dr. Sheppard ihre ehemalige Arbeitgeberin besucht, weicht die dem Gespräch ja ganz schön aus. Der ist mir übrigens auch suspekt. Klar, er ist unser Erzähler, aber er klebt ganz schön an Poirot, finde ich. Und ob Poirot sich nicht auch etwas dabei denkt, den guten Doktor so einzuspannen? Er sagt ja auch, dass er der Meinung ist, auch er habe etwas zu verbergen. (Und auch als erfährt, dass Poirot in seiner Abwesenheit bei seiner Schwester war, da meine ich herauszulesen, dass ihm das nicht recht war.)


    Aber gut, eigentlich ist jeder verdächtig für mich - abgesehen von den Hausangestellten. Auch diese schreckliche Schwägerin, die schauspielert für mich auch, sie wirkt unehrlich.

    Und "Je tiefer das Wasser" von Katya Apekina für J7, da der Vorname ein Y enthält.


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    So, ich habe zwei Ergänzungen für die Bingo-Challenge:


    "Im Zeichen der Mohnblume. Die Schamanin" von R.F. Kuang nehme ich für D5 "Antiheld".


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    Das Waisenmädchen Fang Runin, genannt Rin, wird von ihren Adoptiveltern wie eine Sklavin gehalten und muss täglich hart in deren Opiumgeschäft arbeiten. Als sie zu allem Überfluss an einen wesentlich älteren Mann verheiratet werden soll, gibt es nur einen Ausweg: Rin muss die Aufnahmeprüfung für die Eliteakademie Sinegard bestehen, was ihr tatsächlich auch gelingt. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass auch hier das Leben für sie nicht einfacher wird. Von ihren zumeist adeligen Klassenkameraden als Bauernmädchen verspottet und ohne nennenswerte kämpferische Fähigkeiten, verliert sie schnell den Anschluss. Als dann ein Krieg gegen das Nachbarreich ausbricht, muss Rin viel zu früh in den Kampf ziehen und über sich hinauswachsen, wenn sie überleben will.


    R. F. Kuang liefert hier den ersten Band einer geplanten Trilogie in asiatischem Fantasysetting. Die Handlung spielt in einem Land, dass das historische China sein könnte, mit einem großen Fokus auf asiatischer Kriegsführung nach Sunzi (der auch immer wieder zitiert wird) und Religion. Ein magisches Element kommt nur durch den beinahe ausgestorbenen Schamanismus ins Spiel, in welchem gewöhnliche Menschen einen Bund mit den Göttern eingehen. Was ihnen unvorstellbare Macht verleiht, verlangt auch ein großes Opfer und endet in den meisten Fällen im Wahnsinn. Leider bleibt diese schwindende Kampfkunst weitgehend undurchsichtig - hier hätte ich gerne noch etwas mehr erfahren.


    Die Geschichte selbst kommt nur schwer in Gang, besonders das erste Drittel zieht sich unnötig in die Länge. Spannung und vor allem Tiefgang erhält alles erst, als die Protagonistin in den Krieg ziehen muss. Vor allem wenn man sich vorstellt, dass es sich hier um einen Teenager handelt, wird noch einmal deutlich, wie schwer alles für Rin sein muss. Als Außenseiterin kommt für sie nur der Dienst bei den Cike in Frage, einer Art Meucheltruppe des Reiches. Dort dient sie unter einem ebenso faszinierenden wie furchteinflößenden Kommandanten, zu dem sie schnell eine Hassliebe entwickelt. Teilweise nahm diese Obsession, die Rin für ihn empfindet, doch etwas zu viel Raum ein.


    Im letzten Drittel wendet sich das Blatt und was bisher als unterhaltsame Jugendfantasy daherkam, wandelt sich zu einer gnadenlosen Gesellschaftskritik. Die Verbrechen, die das Nachbarreich an der Bevölkerung verübt, sollen bewusst an diejenigen des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges erinnern und sind stellenweise nur schwer zu ertragen. Alle nur denkbaren Foltermethoden oder Grausamkeiten wie die so genannten "Entspannungshäuser", in denen gefangen genommene Frauen wie Vieh gehalten wurden, werden hier schonungslos geschildert. Und auch Rin selbst ist ein ungefälliger Charakter, voller Schwächen und falscher Entscheidungen, aber mal ehrlich: Sind wir es nicht manchmal auch leid, immer nur von makellosen Helden zu lesen? Dennoch ist das Ende schockierend, macht aber gleichzeitig auch neugierig darauf, wie es mit unserer Antiheldin in Band zwei weitergehen wird.


    Fazit: Gut geschriebene Jugendfantasy, die erst in der zweiten Hälfte offenbart, aus welchem Holz sie geschnitzt ist :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    45. Welches Buch hat dich überrascht?

    Das war dieses hier. Es begann wie klassische Jugendfantasy und entwickelte sich gegen Ende hin ziemlich gesellschaftskritisch, da es unter anderem die Grauen des Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges verklausuliert anspricht. Ganz schön heftig, aber leider Realität.

    Also, ich fand die Verfilmung gestern eigentlich sehr gut und sehr nah am Original. Ich kann die Kritik gar nicht nachvollziehen. Es gab schon Folgen, die viel deutlicher vom Original abwichen. Der größte Unterschied war natürlich, dass Ariadne Oliver nicht dabei war, was aber Sinn macht, weil sie ja in Poirot-Universum gehört und nicht in eine Folge mit Miss Marple gepasst hätte. Die fehlt dafür im Original, indem - so weit ich mich erinnere - Ariadne mit Easterbrook ermittelt. :-k

    Ich glaube, LeserInnen würden die Neuverfilmungen mehr Spaß machen, wenn man keine 1:1 Umsetzung erwartet. Denn Charme hat die Serie ohne Zweifel. In dieser Folge fand ich die psychologische Komponente recht interessant.

    Ich finde auch, dass man die Folgen isoliert gesehen gut genießen kann, unterhaltsam sind sie allemal. Nur manchmal hängt man vielleicht an einem Buch und hätte sich dann eher eine treuere Umsetzung gewünscht.


    "Das fahle Pferd" habe ich letztes Jahr gelesen und kann mich noch erinnern, dass ich es ziemlich spooky fand, so für Christie-Verhältnisse. Ariadne wird dann wohl nicht dabei sein?