Beiträge von Magdalena

    Dann mache ich hier mal den Gegenpart - mir hat das Buch gar nicht gefallen. Ich bin aber auch kein Fan des Genres, aus dem Nora Roberts ursprünglich kommt.


    Die Polizistin Eve Dallas wartet auf ein Disziplinarverfahren, weil sie im Einsatz einen Menschen erschossen hat, und ist deswegen eigentlich vom Dienst freigestellt. Schneller als erwartet wird sie jedoch reaktiviert, um den Mord an einer Edelprostituierten zu untersuchen, die in ihrem Apartment tot aufgefunden wurde. Der Mörder hat eine Videobotschaft hinterlassen, die darauf schließen lässt, dass das nur der Auftakt zu einer Mordserie war.


    Diese Vermutung bestätigt sich rasch, und Eve steht unter enormem Druck, zumal das erste Opfer die Enkelin eines einflussreichen erzkonservativen Senators war, der die ganze Sache am liebsten möglichst schnell unter den Teppich kehren will.


    Wertvolle Hilfe erhält Eve dabei von ganz unerwarteter Seite: Roarke, ein schwerreiches Multitalent von Geschäftsmann, hat die Tote gekannt und weiß einiges, was Eves Ermittlungen voranbringt. Dass er umwerfend sexy ist, schadet natürlich nicht unbedingt, stürzt Eve aber in ziemliche Verwirrung, zumal sie sich nicht sicher ist, ob sie ihm wirklich vertrauen kann.


    Die in den 60er Jahren des 21. Jahrhunderts angesiedelte Eve-Dallas-Reihe von J. D. Robb alias Nora Roberts erfreut sich großer Beliebtheit, doch mich hat dieser erste Band nicht überzeugen können.


    Die Zukunftsvisionen in dem 1995 erstmals erschienenen Buch sind zwar teilweise spannend – Schusswaffen sind verboten, Reisen ins All sind so gängig wie Langstreckenflüge, und einige andere Ideen sind gut 20 Jahre später Wirklichkeit geworden -, teilweise aber auch ziemlich schlecht gealtert. Es ist wohl tatsächlich so, dass man wenigen Werken ihre Entstehungszeit so deutlich anmerkt wie vielen Zukunfts-/Science-fiction-Büchern.


    Das wäre jedoch im Hinblick auf das Erscheinungsjahr durchaus zu verschmerzen. Viel nerviger sind die oftmals furchtbar schwülstigen Personenbeschreibungen, bei denen man deutlich spürt, aus welchem Genre die Autorin ursprünglich kommt, und auch das Männer- und Frauenbild, das transportiert wird, entspringt direkt aus dieser Ecke.


    Zwar ist Eve Dallas eine selbstbewusste, selbständige, toughe Frau, doch kaum taucht mit Roarke ein wahrhaftiges Über-Alpha-Männchen auf, ist es um sie geschehen, und es dauert nicht lange, bis er sie aufgrund seiner umwerfenden Männlichkeit ins Bett gekriegt hat. Da gibt er sich natürlich gerne rauh, hat aber selbstverständlich auch eine äußerst einfühlsame Seite (auch wenn er Eve manchmal regelrecht stalkt), und ansonsten ist er extrem reich, extrem sexy, extrem mächtig und extrem gutaussehend. Das ist einfach nur unsubtil und drängt den leidlich spannenden Kriminalfall viel zu oft in den Hintergrund.


    Da zu befürchten steht, dass auch die anderen Bände einer modernen Nackenbeißerversion lediglich ein durchsichtiges Krimimäntelchen umhängen, verzichte ich dankend aufs Weiterlesen.

    Wobei, da fällt mir noch was ein, was mein Bruder mal vor viiielen Jahren gebracht hatte: Er hat in der Werbung gehört, daß die Tampons ja doch so saugfähig sind, also hat er kurzerhand ein paar geschnappt, in das Waschbecken gegeben, Stöpsel rein und Wasser rennen lassen. Ergebnis: Ja, sie sind saugfähig aber ein Waschbecken voller vollgesogener Tampons, das durfte dann mein Vater wegmachen.

    :totlach:

    Ich kenne bisher nur "Harold" von Einzlkind, aber da haben mir die Wortschöpfungen auch schon sehr gefallen. Was viel bedeutet, weil ich "sowas" ganz oft überhaupt nicht mag und es schrecklich überkreativ daherkommt. Bei Einzlkind hingegen ist es einfach witzig.

    262. Welches Cover hat dir im August am wenigsten gefallen?


    Das Buch hat mir gut gefallen, aber das Cover finde ich eher lieblos gestaltet mit dieser nichtssagenden Schriftart in verschiedenen Größen und dem zu großen Zeilenabstand im Untertitel. Und es gibt auch durchaus schönere Fotos vom großen Meister.

    260. Ein Titel, der eine Blume enthält


    Ich kann es gut verstehen: meine Buchsbäume sind allesamt vom Zünsler

    kahl gefressen worden und stehen wie riesige kegelförmige Mahnmale

    in meinem Garten.

    Der Zünsler ist ein Ar***loch! Unsere Büchschen sind inzwischen auch alle totgezünslert :cry:


    Mir fällt gerade auch nur die allseits beliebte Rose ein :flower:

    Eine Rezension muss definitiv mehr sein als eine bloße Nacherzählung des Buches. Allerdings kann ich mit einer Rezension, die mir gar nichts über den Inhalt des Buches sagt, auch nix anfangen. Deshalb ist eine Inhaltszusammenfassung für mich ein Muss.

    Mir ging es speziell darum, dass oft die Inhaltsbeschreibung von Amazon oder dem Klappentext übernommen wird. Das kann ich ja auch woanders im Internet nachlesen - ich möchte aber doch erfahren, wie es der rezensierende User empfunden hat!

    Ach so - das mag ich auch nicht und lese lieber eine eigene Zusammenfassung.

    Eine Rezension muss definitiv mehr sein als eine bloße Nacherzählung des Buches. Allerdings kann ich mit einer Rezension, die mir gar nichts über den Inhalt des Buches sagt, auch nix anfangen. Deshalb ist eine Inhaltszusammenfassung für mich ein Muss.


    Nicht gelungen sind für mich Rezensionen, die zu 95% aus Statistik zum Buch (ISBN, Seitenzahl etc.), Coverbeschreibung (komplett überflüssig, es sei denn, das Cover ist in irgendeiner Weise "besonders" oder passt überhaupt nicht zum Buch) und Inhaltsangaben bestehen.

    Ich hasse Spoiler, weil ich mich gerne überraschen lassen möchte, wie sich die Geschichte entfaltet.


    Wenn ich ein Buch zum zweiten Mal lese, ist das was anderes - dann hat es mich aus irgendeinem Grund dermaßen beeindruckt, dass ich es nochmals genießen möchte, auch wenn ich schon (grob ... ich vergesse auch viel) weiß, was passiert. Oder es gibt manchmal Bücher, die ich noch mal lesen möchte, weil mich Entwicklungen sehr überrascht haben und ich schauen will, ob ich nicht beim ersten Durchgang einige Hinweise überlesen habe ;)

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