Beiträge von Magdalena

    Coraline lebt mit ihren Eltern in einem ganz normalen Haus mit etwas skurrilen Nachbarn. Dachte sie zumindest, bis sie entdeckt hat, dass sich hinter der Tür am Ende des Ganges plötzlich kein zugemauerter Durchgang mehr befindet, sondern ein Flur, der zu einem Haus führt, das genauso aussieht wie ihres, inklusive Doppelgängern ihrer Eltern, die sich nur in einem gruseligen Detail vo ihren tatsächlichen Eltern entscheiden: statt Augen haben sie große schwarze Knöpfe.


    Insbesondere ihre "andere Mutter" versucht immer wieder, Coraline ganz auf ihre Seite zu locken, doch die ist clever genug, um die finstere Absicht dahinter zu erkennen und setzt sich mit allen Kräften zur Wehr, vor allem, als sie merkt, dass sie wohl nicht die erste ist, die dieser unheilvollen Figur in die Hände gefallen ist.


    Neil Gaiman versteht es einfach, mit wenigen Worten eine angenehm schaurige Atmosphäre in eigentlich alltäglichem Setting zu schaffen und die Grenzen zwischen der Realität und einer anderen, etwas sinistren Welt verwischen zu lassen. Coraline, deren Alter schwer zu schätzen ist (ich tippe auf irgendwas zwischen zehn und zwölf) ist kindlich genug, um glaubwürdig zu sein, aber auch pfiffig und erfinderisch in der Auseinandersetzung mit der merkwürdigen Lage, in der sie sich plötzlich befindet. Manches ging mir ein bisschen zu schnell, oder ich hätte mir hier und da doch noch eine genauere Erklärung für die abnormalen Geschehnisse gewünscht, aber insgesamt war es ein rundes Lesevergnügen mit einem gelungenen Schluss.


    Was ich richtig klasse fand, war der immer wieder aufblitzende oft etwas sarkastische Humor und witzige Dialoge, insbesondere Coralines Telefonat mit der Polizei. Und Gaiman kennt sich wohl sehr gut mit Katzen aus. Coralines Zwiegespräche mit der schwarzen Katze, die selbstverständlich keinen Namen hat, weil Katzen sowas nicht nötig haben, gehörten zu meinen Highlights im Buch.

    Moirin vom Volk der Bärengöttin, den Maghuin Donn, führt mit ihrer Mutter ein naturnahes, zufriedenes Leben in Alba und weiß kaum etwas über die große weite Welt, bis sie eines Tages erfährt, dass ihr Vater, den sie nie kennengelernt hat, kein Einheimischer war, sondern ein Priester Naamahs aus Terre d'Ange auf der anderen Seite der Meerenge.


    Um ihren Wurzeln väterlicherseits nachzuspüren, geht sie, die lange Zeit nichts anderes kannte als ihre primitive Wohnhöhle, schließlich auf Reisen und wird in Terre d'Ange in eine völlig andere Kultur hineinkatapultiert, wo man sie aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten, mit der Natur zu kommunizieren, mit einer Mischung aus Faszination und Furcht betrachtet. Sie lernt sowohl die Heil- als auch die Liebeskünste der D'Angelines kennen und wandelt dabei zeitweise auf gefährlichen Pfaden, bevor ihr Weg sie dann auf eine neuerliche Reise in weit entfernte Lande führt, wo eine schier unlösbare Aufgabe auf sie wartet.


    Zunächst war ich ein wenig enttäuscht, dass die dritte Trilogie innerhalb des Kushiel-Zyklus nicht unmittelbar an die Imriel-Bücher anschließt, sondern einige Generationen später spielt, so dass die alten Bekannten nur noch ferne Erinnerungen sind. Dennoch vermochte mich auch Moirins Geschichte rasch zu fesseln. Insbesondere den Part, als das unbedarfte Mädchen, das nicht einmal an feste Behausungen gewöhnt ist, sich in der raffinierten Metropole und sogar bei Hofe zurechtfinden muss, fand ich sehr faszinierend (wenngleich sich das Muster der abwechselnd kratzbürstigen und leidenschaftlichen Prinzessin aus der Imriel-Trilogie fast 1:1 wiederholt). Die Thematik der Heilkunst hat mich auch sehr angesprochen, dazu hätte ich gerne sogar noch mehr gelesen. Ebenso mochte ich die fernöstlich anmutenden Meditations- und Kampfkunsttechniken, die eine wichtige Rolle einnehmen.


    Insgesamt ist das Buch eine recht typische Story des ungeschliffenen jungen Mädchens, das innerhalb ziemlich kurzer Zeit eine beachtliche Entwicklung durchmacht, mit den höchsten Kreisen der Macht in Berührung kommt und dabei die ihr eigenen besonderen Fähigkeiten einsetzen kann aber originell umgesetzt. Dass Moirin nicht die üblichen Heil- oder Zauberkräfte hat, sondern ihre spezielle Gabe darin besteht, mit Pflanzen und anderen Lebewesen in Kontakt zu treten, fand ich mal eine schöne Abwandlung.


    Ihre große Reise in den fernen Osten der stark an die unsrige angelehnten Welt des Kushiel-Kosmos liest sich im großen und ganzen spannend, wenn sie auch ein paar kleinere Längen hatte. Auf jeden Fall ist auch dieser Band phantasievoll ausgestaltet, mit einiger Erotik gewürzt, die aber nie platt daherkommt und Frauen in erfreulich aktiven Rollen zeigt, und hat nicht nur mit dem bösen Cliffhanger am Ende dafür gesorgt, dass ich auch die letzten beiden Bände noch lesen werde.

    James Alexander Malcom McKenzie Fraser. :love:


    Aber sowas von.

    Hachja... 8-[

    Jamie mag ich, aber mein Liebling in der Reihe ist Roger McKenzie - ich steh eher auf die dunkelhaarigen Kelten. Und singen kann er auch noch ...

    Den Serien-Jamie finde ich blöd. :-#

    Ich war erst skeptisch angesichts der Bilder, aber ich fand ihn letztendlich in der Serie gar nicht so schlecht. Dafür bin ich mit Roger nicht so zufrieden. Der kommt zwar supersympathisch rüber, aber in meinem Kopf ist er viel hübscher :D