Beiträge von Berch

    Also mir geht es auch ziemlich ähnlich in den meisten Punkten.
    Das Internet allgemein schränkt meinen Lesekonsum ein (Bücherforen und vor allem auch Browsergames).
    Mein Fernsehkonsum ist mittlerweile auf Friends und Scrubs eingeschrumpft.
    Radio habe ich allerdings auch so schon seit Jahren nicht mehr gehört und mein SUB erhöht sich eigentlich weniger durch Bücherforen (habe leider bisher kaum jemanden gefunden, der wirklich einen ähnlichen Lesegeschmack hat. Der erhöht sich zum Einen durch Empfehlungen von Kommilitonen, aber auch dadurch, daß ich inzwischen systematisch online Leselisten von Unis durchpflüge und mir die Reclam Literaturliste angeschafft habe.

    Also, ich habe zwei reguläre Lesezeichen (neben allem, was aus Papier ist und mir zur Not grade so in die Finger gerät :wink: ): Eine August Macke-Lesezeichen und eine uralte Spice Girls Autogrammkarte aus der Bravo...
    Ansonsten schlage ich jedes neue Buch in transparente, selbstklebende Schutzfolie ein, damit nix drankommt...

    Quasi so nebenbei habe ich heute den in Deutschland recht neu erschienenen Gedichtsband 'Suche nach Glück' in Angriff genommen.
    Nachdem ich an Romanen schon alles gelesen habe, was Hoeullebecq bisher veröffentlicht hat, versuche ich jetzt mit seinen Gedichten meine Sucht nach ihm bis zum (hoffentlich baldigen) Erscheinen seines nächsten Romans zu überbrücken.
    Schon rein von der Aufmachung her ist dieses Buch sehenswert. Man findet parallel den französischen Originaltext und die deutsche Übersetzung (gerade bei Gedichten ist die Übersetzung ja oft etwas heikel), zudem ist das Buch nicht senkrecht, sondern wagerecht gedruckt, was schon eine recht ungewöhnliche Leseerfahrung ist.
    Ich bin sehr gespannt, wie mir seine Gedichte gefallen werden!


    Klappentext:
    Ein Autor, der Skandale produziert - und klassisch schöne Verse
    Lange vor seinen Epoche machenden Romanen ist Michel Houellebecq unserer finsteren Gegenwart in Versen von klassischer Schönheit auf den Leib gerückt. Hier dichtet ein düsterer Romantiker, ein Glückssucher.

    Also ich habe einmal ein ebook gelesen und nachdem ich dann sowohl das wohlige Gefühl, etwas feines in der Hand zu haben, als auch den Papiergeruch vermißt habe und dann noch befürchten mußte, Augenkrebs zu kriegen :wink: , habe ichs wieder sein gelassen und den Rest des Buches ausgedruckt...

    Also ich habe mir in letzter Zeit einige älteren dt. Literaturgeschichten und Literaturlexika zugelegt. Sind Ende 19. Jh., bzw. Jahrhundertwende.
    Die habe ich mir aber weniger wegen der Schrift, etc. gekauft, als vielmehr, weil mich die Betrachtung und Wertung der Literatur im Wandel der Zeit sehr interessiert. Da kann man z.B. bei ebay teilweise sehr günstig schöne Sachen bekommen...

    Also, man kommt ohne Probleme durch, das Buch hat nur gute 100 Seiten (dabei noch relativ großzügig gedruckt, Reclam würde da wohl maximal 30 Seiten raus machen), somit also kaum Platz um zwischendurch entnervt aufzugeben.
    Ich würde das Buch definitiv nicht in die Horror-Abteilung stellen. Ich denke es ist vielmehr eine sehr skurrile Umsetzung des Themas: Identitätsverlust, Suche nach Einordnung in eine fremde Gesellschaft, Selbstfindung im weitesten Sinne. Es ist sicherlich lesenswert, zumal ich derartiges bisher noch nirgendwo gefunden habe, aber es ist sicherlich nichts für die reine Unterhaltung zwischendurch...

    Jetzt brauche ich es ja eigentlich nicht mehr zu schreiben, da Ihr es ja beide gefunden habt, aber: Diese Special-Ausgaben sind eigentlich relativ lange erhältlich, da sie nicht so oft erscheinen, wie die normale Ausgabe und sie können, wenn ich richtig informiert bin, auch beim Verlag nachbestellt werden...

    Also das Parfum war auch nicht mein Fall, weniger weil es, diese Bewertung habe ich auch schon öfter gehört, ekelhaft war, sondern viel mehr, weil der Autor schlicht erbarmungswürdig schreibt...
    Vollkommen überbewertet sind, meiner Ansicht, nach auch: Goethe, Shakespeare und Thomas Mann...

    Das Spiegel Special Bücher 2003 liefert, pünktlich zur Buchmesse erschienen, einen guten Überblick über die Neuerscheinungen dieses Jahres.
    Neben Rezensionen zu zahlreichen Neuerscheinungen, finden sich einige interessante Artikel zum Thema 'Die dunklen Seiten der Supermacht USA', Porträts zahlreicher russischer Schriftsteller (Rußland als Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse), Hintergrundinformationen zum deutschen Verlagswesen (z.B. eine nähere Beschreibung ds Arbeitsbereiches von Lektoren), sowie u.a. zwei sehr interessante Interviews mit Harry Rowohlt und Wladimir Kaminer.
    Für 5€ eine sehr interessante und empfehlenswerte Lektüre!

    Nachdem mir dieses Buch in zwei Vorlesungen wärmstens ans Herz gelegt wurde, habe ich mich dann doch mal durchgerungen und die 10,50€ für die knapp 100 Seiten umfassende Taschenbuchausgabe des Werkes investiert.
    Was zunächst positiv auffällt, ist die extrem aufwendige Aufmachung des Buches. Das Papier ist für Taschenbuchausgaben sehr dick und jede Seite ist, einem Wasserzeichen ähnlich, dezent mit einer in braun gehaltenen japanischen Grafik hinterlegt. Rein äußerlich ist dieses Buch also ein absoluter, wenn auch stets dezenter Hingucker, aber zum wesentlichen, zum Text:
    Ich habe selten etwas derart Verwirrendes gelesen. Hier mal eine kurze Inhaltsangabe:
    Die Protagonistin, eine Japanerin, die wohl als Dolmetscherin arbeitet, soll bei einem Essen japanischer und deutscher Geschäftsleute übersetzen. Bevor sie ins Restaurant fährt, bemerkt sie, daß sich an ihrem Körper Schuppen bilden, die sie jedoch erfolgreich abreibt. Im Restaurant wird sie ohnmächtig, von einer Hotelangestellten mit nach hause genommen in eine Kellerwohnung, in der es von Ratten nur so wimmelt. Die Hotelangestellte hat etwa 50% ihres Körpers mit Brandnarben bedeckt. Die Protagonistin schläft in dieser Wohnung bei der Hotelangestellten und merkt, als sie die Wohnung verläßt, daß diese ihr ihre Zunge entwendet hat, sodaß sie nunmehr sprachunfähig ist. Sie kehrt in ihre Wohnung zurück zu ihrem Geliebten?, und erfährt bei einem erneuten Besuch in der Wohnung von einer Nachbarin, daß die Hotelangestellte einen Monat zuvor verbrannt ist. Sie schläft nochmal bei eben dieser Verbrannten, die sie noch einmal in deren Wohnung sieht. Es tauchen ominöse Männer auf, sie kehrt in ihre Wohnung zurück und bemerkt, daß die Tote quasi in ihr selber steckt. Der letzte Satz des Buches ist: Ich bin ein transparenter Sarg.
    Prinzipiell kann man hinter jeder Aussage dieser Zusammenfassung ein Fragezeichen setzen, da a) eine klare Unterscheidung zwischen Traumwelt und Realität fast unmöglich ist, b) das Bild der Transformation der Protagonistin in ein 'Schuppentier' mehrmals auftaucht und c) die Autorin den Text geschickt mit, das vorherige revidierenden, Aussagen gespickt hat...
    Wem Kafka zu gradlinieg und durchschaubar ist, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen! Vielleicht findet sich ja jemand, der dieses Buch noch liest, das böte mir eine Ansatzfläche für Diskussionen...

    Also ich habe hier so etwa 80-100 ungelesene Bücher stehen. Das Problem ist einfach, daß ich bei ebay-Schnäppchen nicht weggucken und an Mängelexemplarstapeln auch nicht vorbeigehen kann. Dann ködert mich amazon zwischendurch mit einer 'Sie haben bei einer ihrer Rezensionen einen 10€ Gutschein gewonnen'-Aktion, bei der ich dann auch wieder zuschlage. Und dann gibts natürlich noch Autoren, die so gut sind, daß ich mir dann direkt auch noch andere Werke von Ihnen zulege und schwupps kommt man nicht mehr hinterher...
    Zwar klappt es immer mal wieder, daß ich mir 1-2 Wochen nichts kaufe und dann entsprechend 2-3 Bücher vom SUB abarbeiten kann, aber dauerhaft wird sich dies mindestens wohl in dieser Größenordnung bei mir bewegen...

    Ich bastel mal wieder meine Top5 der besten jemals von mir gelesenen Bücher (ändert sich relativ häufig):


    1. Michel Houellebecq - Elementarteilchen
    2. Bert Brecht - Die Dreigroschenoper
    3. Hermann Hesse - Siddhartha
    4. Nick Hornby - High Fidelity
    5. Michel Houellebecq - Plattform

    Ja, diese Studiwohnungen sind wirklich extrem klein, vor allem wenn man dann noch in so einem tollen Wohnheim wohnt. Der Vorteil: Da sind standartmäßig sechs Regale drin. Aber ich lager auch deshalb Bücher zu meinen Eltern aus, da ich am Wochenende und in den Semesterferien meist dort bin und in einem komplett buchfreien Zimmer kann man sich ja nicht wohlfühlen... :wink:

    Nachdem ich von seinem Roman 'Der 21. Juli', welches mit der historischen Idee spielt, Deutschland habe den II. Weltkrieg nicht verloren und Nazi-Deutschland besteht weiterhin, absolut begeistert war, habe ich direkt mit diesem Buch angefangen.
    Auch hier spielt die Überlegung: Was wäre wenn die Geschichte anders verlaufen wäre? eine große Rolle. In diesem Fall hat die Wiedervereinigung unter sozialistischen Vorzeichen stattgefunden. Die BRD hat sich der DDR angeschlossen und steht nun sozialistischer Herrschaft.
    Scheint etwas trockener zu sein, als der 21. Juli...

    Also ich bin aktuell bei 325 Büchern. Ich kann das zwar auch noch soweit überblicken, daß ich mir beim Neukauf relativ sicher bin, keine Doppelten zu kaufen. Die Datebank erfüllt eher den Sinn, daß ich den Standort meiner Bücher relativ schnell bestimmen kann, da ich sowohl in meinem Zimmer bei meinen Eltern, als auch in meiner Studiwohnung einige stehen habe. Ist relativ oft vorgekommen, daß ich in der einen Wohnung ein Buch gesucht habe, daß dann in der anderen stand. Da reicht mir jetzt ein Blick in die Datenbank...

    Ich weiß genau, daß es eins gibt, daß sich speziell mit dem Englisch Shakespeares beschäftgigt. Es steht sogar bei uns im Institut. Habs auch schon in der Hand gehabt, nur leider weiß ich nicht mehr den Titel und die Signatur... Wird nen fröhliches Suchen :wink: