Beiträge von evalotta

    Klappentext:
    Warnung! Dieses Buch ist gefährlich: Ab jetzt ist Ihr Lieblingskuchen immer nur 5 Minuten von Ihnen entfernt!


    Schnelle, unkomplizierte kleine Kuchen aus der Mikrowelle, ohne Küchenwaage, ohne Mixer: Mit einem Löffel werden die Zutaten in einen großen Kaffeebecher abgemessen, dann zwei Minuten in die Mikrowelle, und fertig ist der Kuchen für ein bis zwei Personen.
    Und weil er so schnell gemacht ist, kann man sofort wieder eine neue Variante backen: mit Orange, mit Joghurt, mit Banane, mit Marzipan, mit Schokolade, mit Vanille, mit Himbeeren oder Äpfeln… 32 wundervolle Variationen und 7 verführerische Soßen können immer wieder neu kombiniert werden.
    Egal ob für den überraschenden Besuch der Freundin, für die Pause im Büro oder als spontaner Stimmungsaufheller an einem verregneten Nachmittag: Sie werden die Mug Cakes nicht mehr missen wollen.


    Kein Trick, keine Backmischung: Ein richtiger Rührkuchen in 5 Minuten!


    Meine Meinung:
    Kuchen backen erfordert in den meisten Fällen Zeit, Geduld, Muße – und oft auch mehrere Personen, die ihn, wenn er fertig ist, essen. Spontan „mal eben“ einen Kuchen backen, weil unangekündigte Gäste vor der Tür stehen, ist in den meisten Fällen nicht drin. Dieses kleine, aber feine Backbuch schafft da Abhilfe! Hat man die passenden Zutaten im Haus, ist der Teig in wenigen Augenblicken und ohne großartig was dreckig zu machen zusammengerührt. Den Rest erledigt dann in zwei Minuten die Mikrowelle und voila, der Kuchen ist fertig und der Besuch in den besten Fällen schwer beeindruckt.


    32 Cake- Rezepte bietet dieses Buch, unterteilt in die Kategorien:
    „Mug Cakes klassisch“
    „Überraschend anders“
    „Schön schokoladig“
    „Tuttifrutti“
    „Cookies im Becher“


    Nach ein paar Infos und Tipps bzgl. der Zutatenmengen, Mikrowelleneigenschaften etc. finden sich die Rezepte für die sieben Soßen, mit denen die Mug Cakes nach dem Backen gekrönt werden. Und dann geht es auch schon los mit den Cake- Rezepten.


    Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet, und, oh mein Gott, zu jedem Küchlein gibt es ein Foto. Ganz ehrlich, ich besitze viele Backbücher und in den meisten davon sind großartige Fotos zu sehen, aber wenn ich „Mug Cakes“ aufschlage, muss ich wirklich aufpassen, dass ich nicht anfange zu sabbern. Die Fotos sind wirklich mehr als appetitanregend und lassen einem im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Mund zusammenlaufen.
    Auf der anderen Seite befinden sich Zutatenliste und Backanleitung, schön übersichtlich durch einen Strich getrennt, so dass man mit einem Blick sieht, was man braucht. Die Backanleitung kommt mit kurzen, knappen Sätzen aus, ebenso zackig, wie der Teig zusammengerührt ist. Am Ende steht jedes Mal noch die genaue Backzeit, ein kurzer Satz zur eventuellen Dekoration, fertig.


    Ich habe mittlerweile so gut wie alle Rezepte ausprobiert und jeder einzelne Kuchen schmeckte hervorragend. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, schokoladig, fruchtig, leicht, mit Nüssen, Kokos, Mandeln, Karotten, hier wird eigentlich jeder fündig. Ich empfehlen allerdings, den Teig auf zwei Tassen aufzuteilen, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass a) meine großen Kaffeebecher oft zu klein für die Teigmenge sind und dann in der Mikrowelle überlaufen und b) ein ganzer Becher voll Kuchen meistens für eine Person zu viel ist. Gerade bei den gehaltvolleren Schokoladen- oder Karamellkuchen bleibt schnell was über und muss dann weggeworfen werden, weil sich der Mikrowellenkuchen nicht aufbewahren lässt.


    Was auch super geht: den Teig anrühren und dann auf mehrere kleine Behältnisse (z.B. diese kleinen Formen, die man auch für Creme Bruleé nehmen kann) verteilen und backen. So kann man aus mehreren verschiedenen Teigen und Zutaten ein kleines Kuchenbuffet zusammenstellen.


    „Mug Cakes“ gefällt mir richtig richtig gut und hat sich schon einen Stammplatz in meinem Kochbuchregal gesichert. Diese kleinen Kuchen werde ich sicher noch oft backen.

    Inhalt:
    Obwohl sie nur knapp einer grausamen Ermordung entgangen ist, kann Liv Silber das Traumwandeln einfach nicht sein lassen, denn nur nachts kann sie ihren Problemen entfliehen und sich mit ihrem Freund Henry treffen. Zwar birgt auch die Traumwelt neuerdings Gefahren für Liv, doch die scheinen ihr klein im Vergleich zu all den Sorgen, mit denen sie am Tage zu kämpfen hat. Als allerdings ihre kleine Schwester Mia beginnt, im Schlaf zu wandeln und dabei beinahe mehrfach gefährliche Unfälle erleidet, wird deutlich, dass die Gefahr, in der die Silber- Schwestern schweben, keinesfalls so klein ist wie zunächst angenommen. Im Gegenteil, jemand hat es auf Liv und Mia abgesehen und scheut keine Mühen, sein teuflisches Werk dieses Mal zu vollenden.


    Meine Meinung:
    Nachdem das erste Buch der Träume in elegantem Schwarz daherkam, ist die Farbe der Wahl dieses Mal ein wunderhübsches Lindgrün. Insgesamt ist die Aufmachung wieder eine absolute Augenweide und eine Zierde für jedes Bücherregal. Aber auch der Inhalt kann sich erneut sehen lassen! Kerstin Gier schafft es im zweiten Buch der Träume wieder, von Anfang an Spannung aufzubauen und bis zum letzten Buchstaben auf hohem Level zu halten. Sie kreiert eine unterschwellig bedrohliche Atmosphäre und sorgt so für Nervenkitzel und Gruselmomente. Geschickt führt sie den Leser immer wieder auf falsche Fährten, um genau dann, wenn man denkt, ein Rätsel gelöst zu haben, eine Bombe platzen zu lassen und alle Überlegungen über den Haufen zu werfen. So gelingt es ihr, auch über das Ende des Buches hinaus die Spannung zu erhalten und die Neugier auf den finalen Band ins unermessliche zu steigern.


    Die Handlung ist dieses mal etwas gemäßigter als im ersten Band, so, wie es oft im Mittelteil einer Trilogie ist. Es passiert jedoch genug, so dass es keine Längen gibt – manchmal fast ZU viel, denn auch dieses Mal dürfte die Wartezeit auf den dritten Band viel zu lang werden.


    Wo Kerstin Gier drauf steht, ist natürlich auch Kerstin Gier drin, also hat ihr unvergleichlicher Humor auch in diesem Buch seinen Platz. Es gibt diverse herrliche Szenen, die so amüsant sind, dass man gar nicht anders kann als laut zu lachen. Und natürlich ist auch Secrecy, der/die/das anonyme Tratschweib der Highschool, wieder mit von der Partie und stiftet Unfrieden.


    Es gibt einige Entwicklungen in diesem zweiten Buch der Träume, die mir nicht so sehr gefallen. Wer die Geschichte gelesen hat, kann sich vermutlich denken, worauf ich hinaus will. Dies ist aber mein ganz persönliches Empfinden und hat mit der Qualität des Buches überhaupt nichts zu tun. Bezüglich der Spannung, des Witzes und auch der Originalität steht es dem ersten Band in nichts nach. Dafür, dass die Richtung, in die sie ihre Geschichte lenkt, nicht die ist, die ich gerne hätte, kann die Autorin ja nichts. Silber hat mit trotzdem wieder gut gefallen und ich kann es kaum erwarten, endlich zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.

    Klappentext:
    Wohnen ist für Mina Hesse Leidenschaft. Entspannung findet sie beim Umdekorieren ihres weißen Hauses, das vor allem einladend und gemütlich sein soll. Je nach Stimmung verschiebt sie Möbel und tauscht Wohnaccessoires wie Kissen, Decken, Schilder und Laternen aus.
    In diesem Buch führt sie durch ihre liebevoll dekorierten Räume und den Garten. Sie zeigt ihre schönsten DIY- Projekte, gibt Anregungen für spannende Arrangements und teilt leckere, aber einfach nachzumachende Rezepte.
    Alles verschönern – das ist ihre Welt. Sei es eine romantisch- florale Wohnzimmerdekoration für kuschelige Nachmittage, eine ruhige Einrichtung in Schwarz- Weiß für arbeitsreiche Stunden oder gepunktete Accessoires für ein Kaffeetrinken im Frühlingsgarten – Mina dekoriert mit Herz.
    Seit 2012 begeistert Mina Hesse die Dekowelt auf myvillavanilla.blogspot.de mit liebreizenden Texten und Bildern aus ihrer Villa Vanilla.


    Über die Autorin:
    Mina Hesse lebt mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und Hund Sam in der Nähe von Hamburg und arbeitet als freiberufliche Stylistin.


    Meine Meinung:
    Obwohl ich zahlreiche Blogs verfolge, war Mina Hesses Blog bisher völlig an mir vorbei gegangen. Das wird sich aber ab sofort ändern, denn in ihre Art, Wohnräume einzurichten und zu dekorieren, habe ich mich total verliebt. Ihr Stil ist einfach wundervoll und gemütlich, wirkt dank der hellen Farben aufgeräumt, aber nie steril und ebenso wenig kitschig. Natürlich gibt es Dekovorschläge, die ich mir nicht in meine Wohnung stellen würde, aber im Großen und Ganzen gefallen mir ihre Ideen.


    Nach einem kurzen Vorwort beginnt Mina Hesse mit der Führung durch ihr Haus und zeigt uns als erstes den Eingangsbereich, ihre Diele. Viele schöne Fotos sorgen dafür, dass man sich genau vorstellen kann, wie es dort aussieht. Vereinzelt werden bestimmte Dekoelemente genau unter die Lupe genommen und Mina erzählt ihre Geschichte und was sie (ihr) bedeuten. Außerdem gibt es zwei Do- it- Yourself- Tipps, einmal für eine Holzmatte und einmal für eine Korbtasche mit Peacezeichen (welche ich übrigens ein paar Tage, bevor dieses Buch in meinen Besitz kam, für sehr viel Geld in einem Laden entdeckt habe).


    Weiter geht es ins Esszimmer, das ebenfalls auf vielen vielen Fotos abgebildet ist. Zusätzlich zeigt Mina ihre Deko für ein „Sonntagsfrühstück mit Margerite“ sowie „Ein Abendessen am Wochenende“. DIY- Tipps gibt es in diesem Kapitel keine, dafür aber ein Rezept für kandierte Fliederblüten auf Muffins und Brot im Blumentopf.


    Als nächstes führt der Rundgang in den Garten, wo verhältnismäßig wenig Deko gezeigt wird, es dafür umso mehr DIY- Tipps und Rezepte gibt. Man erhält Anleitungen für eine selbstgemachte Wimpelkette, ein Holzschild, ein Sternentablett und das Rezept für selbstgemachten Hugo. Hmmmmmm…


    Anschließend geht es zurück ins Haus, in einen Raum, den ich für einen der wichtigsten im ganzen Haus halte – die Küche. Minas Küche ist ein Traum in weiß und sie besitzt Geschirr und Küchenaccessoires, bei denen ich am liebsten meine Schränke ausräumen und alles neu kaufen würde. Ich könnte mir die Bilder stundenlang anschauen! Natürlich dürfen auch in diesem Kapitel Rezepte nicht fehlen, es gibt eines für Brot und, passend dazu, für Erdbeermarmelade mit Vanille.


    Der nächste Raum, der vorgestellt wird, ist das Wohnzimmer. Ein wunderschöner, großer Raum, in dem die Autorin ihrer Kreativität freien Lauf gelassen hat. In so einem Wohnzimmer kann man sich nur wohlfühlen und bekommt viele tolle Anregungen für die eigenen vier Wände. Zum selber machen gibt es Anleitungen für einen „spruchreifen Lampenschirm“, „ein Stoffkleid für die Hutschachtel“ und „Kissen mit Lavendeldruck“ sowie ein Rezept für belgische Waffeln.


    Aus dem Wohnzimmer geht es wieder hinaus ins Freie und Mina Hesse präsentiert ihre Ideen für einen Sommergarten. Dieses Kapitel ist das längste im ganzen Buch und enthält viele DIY- Tipps und Rezepte – natürlich mit allem, was der Garten hergibt, wie Erdbeeren, Äpfel, Johannisbeeren, Gurken und Rosen.


    Frisch gestärkt geht es erneut ins Haus zurück, dieses Mal ins Dachgeschoss, wo sich das Elternschlafzimmer und die Zimmer der zwei Kinder befinden. Zuerst wird der Flur mit seiner Deko gezeigt, anschließend das Zimmer von Minas Sohn Jonas, dann das der Tochter Jana und zum Schluss das Schlafzimmer von Mina und ihrem Mann. Zum selber machen gibt es hier einen Lampenschirm, einen Teppich mit Streifen und einen Sternenkrug.


    Als letztes geht es ganz hoch nach oben unters Dach, wo Mina ein kleines Reich nur für sich hat. Hier arbeitet, malt und näht sie und lebt ihren ganz speziellen Kleinmädchentraum. Mit diesem kurzen Kapitel endet das Buch schließlich, es folgen noch eine kurze Info über die Autorin sowie die Danksagung.


    Ich habe dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen und es liegt immer parat, weil ich es ständig wieder in die Hand nehme und darin blättere. Der Mix aus inspirierenden Fotos, Anregungen zum selber machen und Rezepten macht dieses Buch zu einem Allrounder, in dem es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt. Bei der Einrichtung unserer nächsten Wohnung werde ich sicherlich die ein oder andere Idee aus dem Buch verwirklichen und mich von ihm inspirieren lassen. Und auch das Blog werde ich weiter verfolgen und mich weiter von Minas Kreativität begeistern lassen.

    Ich als Erwachsene bin schon länger ein großer Fan der lustigen Kuh Lieselotte und konnte auch bei meiner Arbeit viele Kinder mit meiner Begeisterung anstecken. Meine Bücher sind mir allerdings heilig und kommen nach Möglichkeit nicht in die Nähe meines sabbernden, alles in den Mund nehmenden Babys, denn das würden sie über kurz oder lang wohl nicht überleben. Mit den schönen Pappbilderbüchern kann er, obwohl er noch so klein ist, trotzdem schon mit Lieselotte Abenteuer erleben und es ist nicht weiter schlimm, wenn eine der Seiten mal in seinem Mund landet oder mit nassen Spuckehändchen betatscht wird.


    Die Geschichte ist natürlich deutlich weniger komplex als in den normalen Büchern. Auf jeder Seite stehen nur ein bis zwei Sätze, dafür gibt es aber viel zu entdecken! Alexander Steffensmeier spart auch in diesem Buch wieder nicht an lustigen Details, von denen man jedes Mal, wenn man das Buch aufschlägt, wieder neue entdeckt. Besonders sind dieses Mal die Fenster, in denen Lieselotte etwas zu sehen glaubt, was sich dann beim Umblättern als etwas ganz anderes entpuppt. Rückseitig ist das jeweilige Fenster ebenfalls mit einem lustigen Bild versehen, was das ganze Buch zu einem Kunstwerk macht. Nicht nur für Kinder ist das Betrachten der Bilder immer wieder ein Erlebnis! Wir lieben dieses Buch!

    Klappentext:
    Backen macht Spaß – und es ist eine wunderbare Gelegenheit, sich zu entspannen. Kuchen sind von Natur aus etwas Besonderes, und besondere Dinge teilt man am besten mit anderen. Wen sonst sollte man verwöhnen, wenn nicht die, die man am meisten liebt? Für jede Gelegenheit ist etwas dabei: schnelle und einfache Leckereien für den Nachmittagstee oder –kaffee, nahrhaftes Naschwerk für die Familie und raffinierte Desserts für die Dinnerparty. Alle Rezepte sind sorgfältig ausgewählt und das Ergebnis schmeckt garantiert fantastisch.


    Meine Meinung:
    Für „Kuchenliebe“ öffnet der Brite Julian Day das Rezeptbuch seiner berühmten „Meg Rivers Cake“ Bäckerei und macht sie damit der breiten Masse zugänglich. Die Rezeptsammlung ist in sechs Kapitel unterteilt:
    * Familienkuchen
    * Kleine Kuchen
    * Brownies, Schnitten und Riegel
    * Kekse
    * Kastenkuchen und Brote
    * Tartes


    Außerdem gibt es eine kurze Einführung, ein Register, in dem sämtliche Rezepte verzeichnet sind und ein kurzes Dankkapitel.


    Wie beim Thorbecke Verlag üblich ist jedem Rezept eine Doppelseite gewidmet. Auf einer Seite befinden sich Zutatenliste, Backanleitung und ein paar persönliche Worte des Autors zum jeweiligen Gebäck, auf der anderen ein appetitanregendes Foto des fertigen Produkts. Bezüglich der Übersichtlichkeit gibt es wieder mal keinen Anlass zur Kritik, da auf den ersten Blick ersichtlich ist was wo steht und was man braucht. Ein absoluter Pluspunkt, der das Backen deutlich vereinfacht.


    Die Fotos des Fotografen Steve Painter sind eine Augenweide! Nicht nur, dass einem beim Anblick der vielen verschiedenen Gebäcke das Wasser im Mund zusammenläuft, auch das Drumherum, das sich zusätzlich noch auf den Rezeptseiten findet, ist wunderbar stimmig und sieht einfach toll aus. Zwischen den Rezepten finden sich zusätzlich noch Bilder aus der Heimat des Autors, so dass es richtig viel anzusehen gibt und man das Buch gerne auch ohne konkretes Backvorhaben in die Hand nimmt um sich die schönen Bilder anzusehen.


    Ein kleiner, persönlicher Kritikpunkt ist dieses Mal die Auswahl der Rezepte. Klar, der Autor ist Brite und verkauft in seiner Bäckerei traditionell britisches Gebäck. Somit finden sich in diesem Buch eher reichhaltige Rezepte, leichte Joghurttorten etc. darf man nicht erwarten. Von 60 Rezepten sind jedoch 14 mit Rosinen und/ oder Sultaninen, die man auch nicht unbedingt immer weglassen kann. Es gibt aber bekanntlich sehr viele Menschen, die keinen Rosinen und Sultaninen mögen, von daher finde ich es sehr bedauerlich, dass so viele Rezepte für sie wegfallen. Das Gleiche gilt für Rezepte mit getrockneten Früchten, speziell Datteln, die ja auch längst nicht jedermanns Sache sind und die in einigen „Kuchenlieb“- Rezepten vorhanden sind. Des Weiteren muss ich leider die Vielzahl an Backvorschlägen, für die Pekannüsse von Nöten sind, bemängeln, denn diese Nusssorte ist, zumindest in meiner Umgebung, unglaublich schwer zu bekommen.


    Trotzdem gibt es in „Kuchenliebe" viele tolle Rezepte, die ohne die unerwünschten Zutaten auskommen. Ob Torten, Küchlein, Plätzchen oder Brot, die meisten Geschmäcker dürften in diesem Buch mindestens ein Rezept finden, das ihnen zusagt.

    Wie schon in ihrem Buch „Rot wie das Meer“ legt Maggie Stiefvater auch ihrem neusten Werk eine alte, eher unbekannte Sage zu Grunde und baut ihre ganz eigene Geschichte darauf auf. Dieses Mal geht es um den walisischen Rabenkönig Owain Glyndwr, dessen Grab Blue, Gansey und seine Freunde suchen. Ein interessanter Ansatz mit Potenzial, das Maggie Stiefvater dieses Mal aber leider nicht ganz auszuschöpfen weiß.


    Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Handlung des Buches sehr verwirrend fand und große Schwierigkeiten hatte, sie zu durchschauen. Die Autorin fängt immer neue Handlungsstränge an ohne bereits bestehende zu beenden und lässt diese dann zu einem schier undurchschaubaren Knäuel zusammenlaufen, das sich erst auf den allerletzten Seiten wieder halbwegs entwirrt. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob es wirklich alle waren. Meine Fragen wurden nicht alle beantwortet, es ist aber durchaus möglich, dass ich im ganzen Handlungswirrwarr einfach nicht mitbekommen habe dass ein Rätsel gelöst wurde.


    Zusätzlich zur unübersichtlichen Handlung gelingt es Maggie Stiefvater dieses Mal nur schwer, Spannung zu erzeugen. Stellenweise musste ich mich richtig durch das Buch quälen, besonders, wenn Gansey sich wieder in seitenlangen Schwärmereien über den Rabenkönig verliert. Einige Infos über Owain Glyndwr sind sicherlich interessant und auch nötig, um den Überblick über die Suche nach ihm und ihre Hintergründe nicht vollends zu verlieren, aber irgendwann wird es einfach zu viel und man läuft Gefahr, die Passagen nur noch halbherzig zu überfliegen. Erst im letzten Drittel ist die Spannung soweit aufgebaut, dass sie den Leser fesseln kann.


    Dass „Wen der Rabe ruft“ nicht zu einem totalen Flop wird ist wieder einmal Maggie Stiefvaters unvergleichlichem Schreibstil zu verdanken. Außerdem ist es ihr gelungen, einige interessante Charaktere zu erschaffen, die der Geschichte ebenfalls ordentlich Auftrieb geben, so dass am Ende doch noch ein mittelmäßiges Buch herauskommt. Sicherlich nicht das beste Werk der Autorin, aber alles in Allem ganz annehmbar.

    Inhalt:
    Immer noch hat die Alchemistin Sydney Sage große Probleme, ihre Sympathien für Vampire und Moroi vor ihrer Zunft zu verbergen. Dass sie sich zu allem Überfluss auch noch in den attraktiven Vampir Adrian Ivashkov verliebt hat, ist ihrer Sicherheit zusätzlich wenig förderlich. Außerdem betreibt sie weiterhin Magie und findet immer mehr Gefallen daran. Ihre Loyalität zu den Alchemisten nimmt immer weiter ab und Sydney beginnt alles, woran sie je geglaubt und wovon sie immer überzeugt war, zu hinterfragen. All diese Probleme werden jedoch in den Schatten gestellt als Jagd auf junge Mädchen mit magischen Fähigkeiten gemacht wird. Sydney will helfen, diese Mädchen zu schützen, und gerät dabei als eine von ihnen selbst in größte Gefahr.


    Meine Meinung:
    Nachdem Richelle Mead in den ersten beiden Bänden ihres Spinn- Offs „Bloodlines“ nicht an den Erfolg der „Vampire Academy“ anknüpfen konnte, läuft sie im dritten Teil „Magisches Erbe“ endlich wieder zur altbekannten Form auf. Sie befreit Sydney endlich ein Stück weit aus den Fängen der Alchemisten und gesteht ihr die Eigenständigkeit, die ihr bislang so sehr fehlte, zu. Zwar sind die Ängste des Mädchens, in ein Umerziehungslager gesteckt zu werden, immer noch sehr groß, doch sie lässt nicht mehr zu, dass sie von diesen beherrscht wird. Die junge Alchemistin wird immer kritischer, hinterfragt vieles und lässt damit endlich ihre grenzenslose Naivität hinter sich, was sie sehr im Ansehen des Lesers steigen lässt. Außerdem ist es ungemein förderlich für die Spannung!


    Sydneys Gefühle für Adrian, gegen die sie sich zwar immer noch wehrt, gegen die sie aber machtlos ist, sorgen ebenfalls für einen rasanten Sympathie- und Spannungsanstieg. Adrian ist göttlich wie eh und je, legt in diesem Buch aber noch zu und erobert damit auch das Herz des letzten Zweiflers. Umso erfreulicher, dass der Fokus der Geschichte auf seiner und Sydneys „Beziehung“ liegt, denn so kommt man in den Genuss einer vollen Ladung Adrian Ivashkov.


    Sydneys angehende Karriere als Magierin bringt zusätzlichen Schwung in die Geschichte. Was der „Vampire Academy“ Roses und Dimitris Kampfszenen sind, scheinen „Bloodlines“ Sydneys Hexenrituale zu sein. Und da die Vermutung naheliegt, dass es davon in Zukunft noch einige geben wird, bin ich guter Dinge, dass die Autorin in den folgenden Bänden das Spannungslevel ohne Probleme halten und vielleicht sogar noch steigern kann.


    Wie schon bei der „Vampire Academy“ braucht Richelle Mead auch bei „Bloodlines“ eine ziemlich lange Vorlaufzeit die Spannung betreffend. Mit „Magisches Erbe“ hat sie es aber endlich geschafft, zu altbekannten Höhen aufzusteigen und dem Leser das zu bieten, was er erwartet und eigentlich auch gewohnt ist. Zwar ist durchaus noch etwas Luft nach oben, doch es darf erfahrungsgemäß davon ausgegangen werden, dass sie sich im nächsten Band noch steigern wird.

    Klappentext:
    Sie sind gefährlich, geheimnisvoll und der Traum einer jeden Frau. In diesem Kompendium führt die Autorin Sie durch die dunkle und aufregende Welt der „Midnight Breed“ – Vampire. Erfahren Sie alles über Ihre Lieblingshelden und –heldinnen, über die Geschichte des Ordens und die außergewöhnlichen Fähigkeiten der attraktiven Blutsauger. Mit spannenden Hintergrund- Infos, einem Fan- Quiz und ganz persönlichen Geschichten der Autorin über ihre Welt.


    Meine Meinung:
    Als glühender Midnight- Breed- Fan habe ich alle elf bisher auf Deutsch erschienenen Bände sowie die Novelle über Danika und Malcolm verschlungen und kenne die Welt des Ordens ziemlich gut. Trotzdem war ich sehr neugierig auf dieses Kompendium, das, neben neuen Infos über Lara Adrians Vampire, auch endlich die Geschichte liefert, die tausende Fans sich seit Beginn der Reiher ersehenen: die Liebesgeschichte von Gideon und Savannah! Genug gute Gründe also, sich dieses Buch einmal genauer anzusehen.


    Anders als die meisten anderen Bücher startet dieses Buch mit der Danksagung, denn laut der Autorin haben ihre Leser einen sehr großen Teil dazu beigetragen, dass das Kompendium überhaupt entstanden ist. Danach folgt eine kurze Einleitung, in der Lara Adrian beschreibt, wie sie dazu kam, Midnight Breed zu schreiben. Ich durfte sie nun bereits zwei Mal treffen, habe ihr bei Lesungen, Interviews und anderen Gelegenheiten zugehört und diverse Interviews mit ihr gelesen. Trotzdem hielt dieses Kapitel ein paar Überraschungen und Neuigkeiten für mich bereit.


    An nächster Stelle steht ein kurzes Glossar mit den wichtigsten Begriffen, die in der Serie eine Rolle spielen. Es birgt nichts wirklich Neues, ist aber durchaus interessant zu lesen. Und dann geht es los mit der Welt von Midnight Breed. In diesem Kapitel beschreibt die Autorin sehr ausführlich die Eigenschaften der Welt, die sie sich für ihre Stammesvampire ausgedacht hat. Man erfährt viel über die Herkunft der Ältesten, ihr Leben auf dem außerirdischen Planeten und ihre Ankunft auf der Erde. Außerdem gibt es umfassende Infos über den Stamm, die Stammesgefährtinnen, ihre Rituale als Paare und den Orden an sich.


    Anschließend folgt eines der in meinen Augen interessantesten Kapitel dieses Buches: Die Romane der Midnight- Breed- Serie. Darin werden die zehn Romane vor der ersten Morgendämmerung noch einmal kurz beschrieben. Adrian nennt das jeweilige Liebespaar, die Handlungsorte, an denen das Buch spielt und eine Playlist der Lieder, die sie beim Schreiben des jeweiligen Buches gehört hat. Auch eine Kurzbeschreibung der Handlung sowie die Hintergrundgeschichte zum entsprechenden Roman fehlen nicht. Dieses Kapitel zu lesen hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe es sehr genossen, noch einmal in die einzelnen Liebesgeschichten einzutauchen, mich an sie zu erinnern und zu lesen, was die Autorin beim Schreiben bewegt hat. Sehr schön finde ich auch die Idee mit der Playlist, denn die Lieder geben noch mal einen tiefern Einblick in die Gefühlswelt Lara Adrians während des Schreibprozesses. Dieses Kapitel eignet sich auch hervorragend dazu, die Erinnerungen an die einzelnen Bücher aufzufrischen. Man kann einfach noch mal nachschlagen, worum es in einem bestimmten Band ging wenn einen das Gedächtnis im Stich gelassen hat.


    Nach den Zusammenfassungen wird endlich Gideons und Savannahs Geschichte erzählt. Man erfährt, wie sich die beiden kennen- und lieben lernten und erhält Antworten auf Fragen zu ihrer Beziehung, die man sich vielleicht schon seit Jahren stellt. Und natürlich ist die Geschichte so schön, wie man es erwartet!


    Auf die Novelle folgen Charakterporträts zu den wichtigsten Figuren aus der Serie. Sie tragen dazu bei, die Charaktere (noch) besser kennenzulernen. Allerdings werden auch viele Figuren beschrieben, die nur sehr kleine Rollen gespielt haben und an die man sich kaum oder gar nicht mehr erinnern kann. Manchmal ist dies interessant, an einigen Stellen aber auch nicht. Ob dieses Kapitel wirklich so ausführlich hat sein müssen, ist sicherlich Ansichtssache. Ich fand es allerdings höchst spannend zu sehen, wie viele Figuren in den zehn Büchern schon gestorben sind!


    Während sie dieses Kompendium schrieb, hatte Lara Adrian auf ihrer Homepage dazu aufgerufen, ihr Fragen zur Buchserie zu stellen. Die am häufigsten vorkommenden beantwortet sie nun im Anschluss an die Charakterporträts. Auch konnten Fragen an die Figuren gestellt werden, deren Antworten sich ebenfalls im Buch finden. Die Fragen an die Autorin fand ich sehr interessant zu lesen, die an die Figuren weniger. Das liegt allerdings daran, dass ich es grundsätzlich etwas seltsam finde, fiktiven Figuren Fragen zu stellen und kann daher keinen wirklichen Kritikpunkt darstellen.


    Zum Schluss gibt die Autorin noch einen Ausblick auf das, was sie in Zukunft mit ihrer Serie vorhat und gibt anderen Autoren Tipps für eine erfolgreiche Karriere. Ebenfalls gibt es ein Quiz, Informationen zu ihren Verlagen in aller Welt, ihrer Biografie und ihrer Internetpräsenz. Zu guter Letzt findet sich schließlich eine kurze Leseprobe aus dem elften Band „Vertraute der Sehnsucht“.


    Obwohl „Midnight Breed Alles über die Welt von Lara Adrians Stammesvampire“ nicht nur neue Informationen, sondern auch viel Altbekanntes enthält, bietet es interessantes Lesevergnügen. Neue Leser der Reihe sollten dieses Buch allerdings meiden, denn es enthält diverse Spoiler! Allein schon wegen Savannahs und Gideons Geschichte lohnt es sich, es im Regal zu haben, aber man kann es auch gut als Lexikon für die Serie betrachten, in dem man immer wieder etwas nachschlagen kann. Ein Muss für echte Adrian- Fans!

    Bei der Arbeit mit Kindern kommt man um das Martinsfest nicht herum. Schon Wochen im Voraus freuen sich die Kleinen auf das Laternensingen und möchten sich ausgiebig mit dem Thema „Sankt Martin“ beschäftigen. Aber bitte nicht jedes Jahr auf die gleiche Art! Rita Efinger- Kellers Buch schafft hier Abhilfe und bietet eine große Auswahl an Dingen, mit denen man sich als Vorbereitung zu Sankt Martin beschäftigen und den Kindern die Wartezeit vertreiben kann.


    Das Buch ist in fünf Kapitel unterteilt:
    * Was uns reich macht: Teilen
    * So kommt das Licht in die Welt
    * Kunterbunter Gänsespaß
    * Komm mit auf Entdeckungsreise!
    * Sankt Martin – mehr als ein Kinderfest


    Im ersten Kapitel “Was uns reich macht: Teilen“ geht es, wie der Name ja bereist sagt, um das Teilen. Spielerisch und niedrigschwellig werden die Kinder an das Thema herangeführt und es wird ihnen verdeutlicht, was und auf welche Art man teilen kann. Geschichten, Lieder und Gebete sind dazu das Mittel der Wahl, aber es gibt auch Mal- und Bastelvorschläge. Rezepte wie beispielsweise „Glückskekse zum Teilen“ oder „Armer Ritter mit Apfelmus“ runden das Angebot ab. Außerdem gibt es Vorschläge für Aktionen wie den „Teil- Tag“ oder eine Martinsparty.


    Das zweite Kapitel „So kommt das Licht in die Welt“ beschäftigt sich ausgiebig mit dem Bauen der Laternen. Mehrere Anleitungen garantieren eine Laterne für jeden Geschmack und jeden Schwierigkeitsgrad. Doch nicht nur für die Umzugs- Laterne wird gesorgt, auch Bastelvorschläge für Fensterbilder und Lichterdekoration für zu Hause bietet dieses Kapitel. Und selbstverständlich gibt es auch wieder Lieder und Geschichten.


    Dass die Gans in der Martinsgeschichte eine große Rolle spielt, wissen die Meisten. Warum das so ist, allerdings nicht. „Kunterbunter Gänsespaß“ stopft diese Wissenslücke und informiert mit Geschichten und Liedern über das für Sankt Martin so wichtige Tier. Darüber hinaus finden sich in diesem dritten Kapitel Back- und Kochrezepte für Gansgerichte, Bastelanleitungen, Malvorschläge und Vieles mehr.


    Das Kapitel „Komm mit auf Entdeckungsreise!“ gibt Tipps für Ausflüge und Aktionen rund um das Martinsfest.


    Zum Schluss des Buches findet sich ein kurzes Kapitel, in dem die Erwachsenen angesprochen werden. Ein „Laternenlied für Große“ und kurze Texte geben Gelegenheit, in sich zu gehen und sich auf die Martinszeit einzulassen. Mit einer „kurzen Lebensgeschichte des heiligen Martin“ endet das Buch.


    Obwohl das Buch mit seinen 96 Seiten eher dünn ist, beinhaltet es alles, was man für ein gelungenes Martinsfest und eine ausführliche Vorbereitung braucht. Vielfältige Mal-, Bastel- und Aktionsvorschläge sowie Rezepte, Lieder und Geschichten bieten für jede Altersgruppe und jeden Schwierigkeitsgrad das passende Angebot. Von diesem Buch hat man sicherlich auch länger als ein Jahr etwas, denn die ganzen Ideen, die es bietet, kann man gar nicht in einem Jahr umsetzen. „Und unten leuchten wir“ eignet sich sowohl für die Arbeit im Kindergarten und in der Schule als auch für die Kirchengemeinde, lohnt sich aber sicherlich auch als Anschaffung für zu Hause.

    Klappentext:
    „Man könnte fast meinen, dass ein halber, geteilter Mantel mehr wärmt als ein ganzer, den man für sich alleine behält.“


    Es gibt Geschichten, die möchte man immer wieder hören – so wie die von Sankt Martin. Wie es dazu kam, dass er seinen Mantel teilte, und warum wie uns heute noch gerne an ihn erinnern, davon erzählt dieses Buch mit einfachen Worten und farbenfrohen Bildern.


    Meine Meinung:
    In gut einem Monat ist es wieder soweit und der Sankt Martins- Tag steht ins Haus. Tausende Kinder ziehen dann mit ihren Laternen durch die Straßen, singen Lieder und erinnern an den barmherzigen Martin, der seinen Mantel mit einem armen Bettler teilte und ihn so vor dem Erfrieren bewahrte. Das Bilderbuch „Wie Sankt Martin seinen Mantel teilte“ erzählt seine Geschichte auf eine etwas andere Art und bringt sie so auch kleineren Kindern auf verständliche Weise nahe.


    Die Autorin wählte einfache Worte und kurze Sätze, um die Legende von Sankt Martin zu erzählen. Nur wenige Sätze befinden sich auf den einzelnen Seiten, der größte Teil wird von liebevoll gemalten Bildern dominiert. Diese beschränken sich allerdings auf das Wesentliche und zeigen wirklich nur das, was gerade im Text passiert, so dass sich die Kinder bei der Betrachtung der Bilder immer noch gut auf das Vorgelesene konzentrieren können. Die Illustratorin hat sich allerdings zwei kleine „Freunde“ gegönnt, einmal eine kleine Eule, die Martin begleitet, und eine rote Katze. Sehr niedlich und liebenswert!


    Der gute Soldat Martin bekommt in diesem Buch einen bösen Widersacher, den Soldaten Darius. Dieser ist arrogant und gemein, nicht nur zu Martin, sondern auch zu dem Bettler, dem die beiden Soldaten vor dem Stadttor begegnen. Zwar dürfte den Kindern schon vorher klar gewesen sein, dass Martin ein guter Mensch ist, aber durch Darius wird dieses noch mal deutlicher. Es ist auch für die ganz Kleinen einfach zu erkennen sein, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.


    Das Buch wird für Kinder ab drei Jahren empfohlen und ich halte diese Angabe für sehr sinnvoll. Kinder in diesem Alter sollten dank der schönen Bilder und des verständlichen Textes absolut in der Lage sein, die Geschichte zu verstehen. Aber auch für größere Kinder eignet sie sich wunderbar, um ihnen die Legende von Sankt Martin nahezubringen. Volle Punktzahl!

    Klappentext:
    Ein ganzes Blech mit süßem Kuchen, noch warm aus dem Ofen – das ist Glück pur! „Frisch vom Blech“ enthält 40 leckere Blechkuchenrezepte für jeden Geschmack und jede Gelegenheit. Perfekt für die große Runde, wenn viele hungrige Nachkatzen am Kaffeetisch sitzen: feine Schnitten mit Erdbeeren, Käsesahne oder Schokolade, schnelle Blechkuchen für eilige Bäcker, überraschend Neues und natürlich die klassischen Kuchenlieblinge wie Donauwellen, Bienenstich, Butter- oder Mohnkuchen. Hier ist für jeden was dabei!
    Sie mögen gern Herzhaftes vom Blech? Auch dafür ist gesorgt! Saftiger Zwiebelkuchen, eine herzhafte Käsewähe oder ein pikanter Kartoffelkuchen machen jede noch so hungrige Gästeschar satt und zufrieden.
    Ob süß oder herzhaft – spätestens wenn sich beim Backen der leckere Duft in Haus oder Wohnung ausbreitet, werden sich alle auf das erste Kuchenstück freuen!


    Meine Meinung:
    „Frisch vom Blech“ ist ein kleines, aber feines Rezeptbuch, welches ganz ohne überflüssigen Schnickschnack auskommt. Nach einem kurzen Vorwort (welches dasselbe wie der Klappentext ist) geht es direkt los mit den Rezepten für süße Blechkuchen. Die Autorin lamentiert nicht groß und lange über irgendwas, sondern startet sofort durch mit dem, was der Leser haben will und weswegen er dieses Buch gekauft hat.


    Zuerst einmal gibt es 33 Rezepte für süße Kuchen. Neben Klassikern wie Butter-, Pflaumen- oder Schokoladenkuchen gibt es auch außergewöhnlichere Rezepte wie beispielweise Milchreiskuchen mit Rotweinpflaumen oder Apfelweinkuchen vom Blech. Ob fruchtig, sahnig oder mit Schwips, für jeden Geschmack ist was dabei.


    Das Kapitel „Herzhafte Blechkuchen“ ist deutlich kürzer und enthält nur sieben Rezepte, die es aber in sich haben. Natürlich dürfen Kartoffel- Zwiebel- und Lauchkuchen nicht fehlen, aber auch ein mediterraner Gemüsekuchen oder ein Winzerkuchen mit Speck und Äpfeln sind mit von der Partie.


    Dem größten Teil der Rezepte ist eine Doppelseite gewidmet, wobei sich Zutatenliste und Zubereitungsanleitung auf der einen und ein Bild des fertigen Kuchens auf der anderen Seite finden. Die Bilder sind er appetitlich anzuschauen und machen große Lust, direkt den Mixer aus dem Schrank zu holen und selbst eine der 40 Köstlichkeiten zuzubereiten. Leider verfügt jedoch nicht jedes Rezept über ein Foto, was ich persönlich sehr schade finde. Klar, bei Donauwellen z.B. weiß man in der Regel, wie sie aussehen, aber über ein Bild der Erdbeer- Butter- Creme- Schnitten oder der Kaffee- Sahne- Schnitten mit Kirschen hätte ich mich sehr gefreut.
    Ansonsten sind die Seiten wunderbar übersichtlich gestaltet. Zutatenliste und Backanleitung sind räumlich von einander getrennt, so dass man auf den ersten Blick sieht, was man für das Rezept benötigt. Die Anleitung ist überschaubar in verschiedene Arbeitsschritte gegliedert, so dass die Zubereitung wirklich ein Kinderspiel ist.


    Das Ende des Buches ist ähnlich schnörkellos gehalten wie der Anfang: ein Register mit allen Rezepten alphabetisch geordnet, ein kurzer Text zur Autorin und der Bildnachweis, mehr nicht. „Frisch vom Blech“ konzentriert sich wirklich ausschließlich auf das, was vorne draufsteht, nämlich die Rezepte für Blechkuchen – und nichts sonst. Aber es braucht auch keine Lobhudeleien über die Karriere der Autorin oder seitenlange Informationen zu Backutensilien, Temperatur usw. Die Rezepte sind selbsterklärend und so einfach, dass man sie auch ohne großartige Vorkenntnisse hinbekommt. Dabei sind sie aber nie langweilig und eignen sich wirklich für jeden Geschmack und jede Gelegenheit.

    Klappentext:
    Nähen ist toll und liegt voll im Trend! Egal ob einzigartige Taschen aus recycelten Pullovern, maßgeschneiderte Etuis für den MP3- Player oder individuelle Kissenhüllen – kreativ sein macht Spaß und zaubert den Beschenkten ein Lächeln ins Gesicht. 20 kleine Nähideen und eine ausführliche Einführung in die Grundtechniken des Nähens machen Sie im Handumdrehen zum Nähprofi.
    So macht Nähen einfach Spaß!


    Meine Meinung:
    20 kleine Nähideen hat die Amerikanerin Cheryl Brown in diesem hübschen kleinen Büchlein zusammengestellt, die sich sowohl für Nähanfänger als auch für fortgeschrittene Nähmaschinenbenutzer eignen. Grob unterteilt sind die Anleitungen in drei Kapitel:
    * Zauberhafte Taschen
    * Reizvolle Geschenke
    * Kissen in Vollendung


    Außerdem gibt es eine kurze Einführung ins Thema, ein Kapitel über Nähtechniken und Schablonen zu den einzelnen Vorschlägen.


    Jede Nähanleitung erstreckt sich über mehrere Doppelseiten. Auf der ersten gibt es jeweils ein Bild vom fertigen Produkt und Hinweise auf Besonderheiten (Applikationen, Borten etc.). Auf den folgenden Seiten erfolgen dann detaillierte Anweisungen zum Materialverbrauch und zum Nähvorgang, ebenfalls reich bebildert. Jeder Arbeitsschritt wird ausführlich erklärt und gegebenenfalls durch Skizzen ergänzt, so dass man immer genau weiß, was zu tun ist. Einige Anleitungen wirken dadurch auf den ersten Blick sehr kompliziert, doch beim genaueren Hinsehen merkt man schnell, dass es oftmals schwieriger aussieht, als es wirklich ist.


    Die Auswahl der Nähideen ist geschickt getroffen und bietet für jeden Geschmack und jeden Anlass das Richtige. Auch für Kinder sind einige Vorschläge dabei, sowohl wenn sie beschenkt werden sollen als auch wenn sie selber nähen möchten. Die Duftkissen beispielsweise lassen sich auch von kleinen Näherinnen und Nähern wunderbar mit der Hand nähen.


    Das Kapitel „Techniken“ ist in mehrere Unterkapitel aufgeteilt. Zuerst geht es um die Näh- Grundausstattung, danach beschäftigt man sich mit den Arbeitsvorbereitungen, die vor dem Nähen getroffen werden müssen. Danach wird ausführlich auf das Nähen mit der Nähmaschine und der Hand eingegangen. Zuletzt gibt es jeweils ein Kapitel zu den Themen „Applikationen“ und „Verzierungen“. „Techniken“ bietet diverse Tricks und Kniffe, die das Nähen noch einfacher und schöner machen und erläutert auch Begriffe, die vor Allem Nähanfängern vielleicht nicht so geläufig sind.


    „Ich näh´ dir was“ ist ein kleines, feines Buch, in dem wunderbare Nähideen für alle Gelegenheiten und jeden Schwierigkeitsgrad gesammelt sind. Außerdem kann man daraus sehr gut Anregungen für andere Nähprojekte, z.B. mit Kindern, ziehen. Gut ausgearbeitete Anleitungen machen den Nähvorgang zu einem Kinderspiel und garantieren das Gelingen des Projektes.

    Inhalt:
    Genau an ihrem neunten Geburtstag verlor Emma Edwards ihre Zwillingsschwester Laura und fühlt sich seitdem sehr allein auf der Welt. Ihre ganze Familie kommt mit dem Verlust kaum zurecht, doch Emma trifft er am härtesten. Dass Laura ihr abends vor dem Einschlafen regelmäßig erscheint, ist nur ein schwacher Trost. Eines Tages trifft Emma in der Schule auf Lexi, die ebenfalls einen Schicksalsschlag hinter sich hat, sich davon aber nicht unterkriegen lässt. Nach einigen Startschwierigkeiten schließen die beiden Mädchen Freundschaft und Emma lernt, dass sie auch ohne Laura mit dem Leben zurecht kommen wird.


    Meine Meinung:
    „Mein Herz schlägt für uns beide“ ist der erste Kinderroman der Autorin Suzi Moore. Darin greift sie ein bewegendes Thema auf: den Verlust eines Kindes bzw. einer Zwillingsschwester, der das ganze Familienleben auf den Kopf stellt. Erzählt wird aus der Perspektive der neunjährigen Emma, der Zwillingsschwester der verstorbenen Laura. Dementsprechend einfach ist die Sprache, derer sich die Autorin bedient, woran man sich als erwachsener Leser erst einmal gewöhnen muss. Doch man findet recht schnell hinein in die Geschichte und ist bald mittendrin im Edwardschen Familienchaos.


    Mit recht direkten Worten macht Moore deutlich, wie verwirrt Emma nach Lauras Tod ist und wie wenig sie den Verlust verarbeiten kann. Dazu kommen Probleme in der Schule, mit Mutter und Bruder, so dass jedem klar wird: Emma geht es ganz und gar nicht gut. Den Eltern natürlich auch nicht, aber um die Hinweise darauf herausfiltern zu können, bedarf es schon etwas feinerer Antennen, die der Zielgruppe dieses Buches eventuell noch fehlt. Was aber nicht schlimm ist, denn die Botschaft, die die Autorin vermitteln will, kommt auch bei den jungen Lesern an.


    Mit viel Feingefühl und Tiefgründigkeit ist es Suzi Moore gelungen, ein Buch zu schreiben, dass trotz seines traurigen Themas nicht (nur) traurig ist. Natürlich gibt es Szenen, die einem die Tränen in die Augen treiben, doch unterschwellig ist immer die Gewissheit da: es geht weiter, auch ohne den geliebten Menschen, und irgendwann werden die schönen Erinnerungen an ihn überwiegen. Der Weg dorthin ist lang, das ist klar, aber irgendwann kommt man an. Emma und ihre Familie haben noch ein Stück vor sich, doch sie sind auf einem guten Weg und das ist es, was diesem Buch ein gutes Ende gibt. Nicht nur Kindern kann es so ein guter Begleiter im Umgang mit Tod und Trauer sein, auch Erwachsene können sicherlich Mut und Zuversicht aus dieser Geschichte schöpfen.

    Klappentext:
    Bei der nunmehr einzig offiziellen Nudelbibel hat Gott die Hände im Spiel. Denn wer würde anzweifeln, dass ein Teller verlockend dampfender Pasta mit frisch geriebenem Parmesan nicht einfach göttlich ist? Und dass der Leiter der Johann- Lafer- Kochschule, Manuel Weyer, mit der Gnade des außergewöhnlichen Talents gesegnet ist, lässt an den höheren Weihen seiner Kunst gewiss keinen Zweifel aufkommen. Lasset uns Nudelteig kneten – und Weyers Wille geschehe. Seine Kreationen sind so sicher wie Pastanamen in der Küche. Genüsse, die jeden in Versuchung führen. Und wem nach Abbitte zumute ist, möge sich sein „Mea Pulpa“ auf der Zunge zergehen lassen und frohlocken: Ein Halleluja auf Habemus Pasta!


    Meine Meinung:
    Rein äußerlich betrachtet trägt „Habemus Pasta“ den Untertitel „Die Nudelbibel“ zu recht, denn der edle violette Leineneinband mit goldenem Druck, der goldene Schnitt und das farblich passende Lesebändchen lassen das Buch wirklich wie eine Bibel aussehen. Doch bereits die Innenseite des Einbands zeigt, dass dies mit einem Augenzwinkern betrachtet werden sollte. Sowohl das Vorwort als auch die einzelnen Kapiteleinführungen und sämtliche Bilder, die nichts mit den Gerichten zu tun haben, bauen darauf auf und bringen eine Prise Humor in das Buch. Die Rezepte tragen klangvolle Namen wie „Nudeln cum laude“ oder „Knobi et Orbi“ und runden den „Bibel- Charakter“ des Buches perfekt ab.


    Jedes Rezept hat mindestens eine Doppelseite für sich, wobei sich auf der einen Seite (bei einigen Rezepten sind es auch zwei Seiten) immer Zutatenliste und Zubereitunganleitung befinden und auf der anderen ein appetitanregendes Foto. Zutatenliste und Anleitung sind optisch voneinander getrennt, so dass auf den ersten Blick ersichtlich ist, was man für das jeweilige Rezept einkaufen muss. Werden für das Gericht selbstgemachte Nudeln verwendet, steht direkt zu Beginn der Liste, welcher Teig und wie viel davon benötigt wird. Die dazugehörigen Rezepte sind leider etwas ungeschickt ganz am Ende des Buches platziert, ich hätte es besser (und auch logischer) gefunden, wenn diese Rezepte direkt am Anfang ständen. Zwischen den einzelnen Rezepten finden sich immer wieder Doppelseiten, auf denen näher auf die einzelnen Nudelsorten und – Formen eingegangen wird.


    Die Gerichte sind in vier Kapitel unterteilt:
    * Fisch
    * Gemüse
    * Fleisch
    * Nachtisch


    Besonders das Kapitel „Fisch“ bietet mit Jakobsmuscheln, Hummer und Kaviar einige Rezepte für den anspruchsvollen Gaumen, aber auch am Kapitel „Fleisch“ dürften sich Liebhaber der etwas außergewöhnlicheren Küche erfreuen, denn dort finden sich Gerichte mit Kaninchen, Kalbsfilet und Taubenkoteletts um nur einige Beispiele zu nennen. Hat man für derartige Genüsse eher wenig übrig muss man auf das Kapitel „Gemüse“ ausweichen, welches glücklicherweise auch Rezepte mit weniger ausgefallenen Zutaten wie z.B. Penette Diavolo oder Käsemakkaroni bereithält.
    Im Kapitel „Nachtisch“ kommen dann die Naschkatzen zu ihrem Recht. Zwar sind diese Rezepte nicht weniger außergewöhnlich als die anderen, aber nicht so speziell und sprechen daher eine größere Bandbreite an. Dieses Kapitel hat mir persönlich im ganzen Buch am Besten gefallen, denn jedes einzelne Rezept schreit förmlich danach, nachgekocht zu werden.


    Am Ende des Buches befinden sich schließlich die Rezepte zur Herstellung der selbstgemachten Nudeln sowie ein kurzes Nachwort der Autoren.


    Als großer Pasta- Fan habe ich mir von diesem Buch viele neue Ideen und eine Erweiterung meines Lieblingsrezepte- Repertoires erhofft. Leider wurde ich etwas enttäuscht, denn besonders die Rezepte mit Fleisch und Fisch sind doch sehr speziell und sicherlich nicht jedermanns Sache. Meine leider auch nicht. Ich hätte mir mehr „normale“ Rezepte mit weniger außergewöhnlichen Zutaten gewünscht. Lediglich die Kapitel „Gemüse“ und „Nachtisch“ konnten mich überzeugen.
    Optisch ist dieses Buch allerdings ein absoluter Hingucker. Nicht nur die edle äußere Aufmachung, sondern auch die appetitlichen Fotos führen dazu, dass man dieses Buch immer wieder gerne in die Hand nimmt und darin blättert. Trotzdem konnte mich „Habemus Pasta“ nur bedingt begeistern.

    Inhalt:
    Robert DeGrasse ist ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt, doch in letzter Zeit langweilt ihn sein Leben immer mehr. Um ihm neuen Schwung zu geben, macht er seiner Freundin Sylvie einen Heiratsantrag – und stößt damit besonders bei seinen Brüdern auf Unverständnis. Um Rob zum Umdenken zu bewegen schenken sie ihm einen Trip durch den Yosemite- Nationalpark, über den dieser sich so lange freut, bis er seinem Tourguide Cat Johnson gegenübersteht. Diese gibt ihm unmissverständlich zu verstehen, dass sie auf eine Tour mit einem Städter und Anwalt eigentlich gar keine Lust hat. Überraschenderweise schaffen es die beiden, sich zusammen zu raufen, doch ihre traute Zweisamkeit wird jäh gestört, als skrupellose Verbrecher sich in den Nationalpark zurückziehen und Jagd auf Rob und Cat machen.


    Meine Meinung:
    Bereits im zweiten Band der DeGrasse- Serie durfte man den dritten DeGrasse- Bruder Rob, einen Wirtschaftsanwalt, kennenlernen. Ich muss zugeben, dass dieser mir ein bisschen Angst vor seinem eigenen Buch einjagte, denn Anwälte in Büchern sind oftmals so gar nicht meins. Viel zu trocken und langweilig. Allerdings wurde mir von der Autorin glaubhaft zugesichert, Rob sei kein typischer Anwalt, so dass ich mich mit großer Neugier an dieses Buch wagte. Und sie hatte Recht, Rob kann man nicht in eine Schublade mit vielen seiner Kollegen stecken.


    Robert DeGrasse ist ein brillanter Kopf, der seine Talente als Wirtschaftsanwalt wirklich verschwendet. Er weiß, was er kann, ist dabei aber nie arrogant oder herablassend, sondern versucht, sich für gute Sachen einzusetzen. Rob ist eher ein nachdenklicher Typ, zwar nicht so sehr wie Luc, aber auch nicht so unbeschwert wie Jay. Er denkt, bevor er handelt, wägt das für und wider ab und trifft dann seine Entscheidungen. Dabei gewinnt aber häufig sein Beschützerinstinkt Oberhand und er lässt sich doch zu wagemutigen Aktionen hinreißen, was ihn aber sehr liebenswert macht. Dies merkt auch Cat recht schnell und muss ihren Eindruck, den sie bis dahin von Rob hatte, revidieren.
    Cat selbst ist eine Frau mit Vergangenheit, die sich langsam entschlüsselt, so dass man immer besser versteht, warum sie ist wie sie ist. Wie auch Beth und Jasmin ist sie nicht auf den Mund gefallen und liefert sich mit Rob amüsante Wortgefechte, bei denen der Anwalt oft den kürzeren zieht. Beide sind sehr sympathisch und, was mir sehr sehr gut gefallen hat, unglaublich menschlich. Obwohl sie in großer Gefahr schweben, versuchen sie, die Gewalt gegen ihre Feinde in Grenzen zu halten. Hier kann sich so manch anderer Autor eine Scheibe von Stefanie Ross abschneiden!


    Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit allen anderen lieb gewonnenen Figuren, denn auch Luc, Jay, Murat, Kalil und die ganzen anderen finden wieder einen Platz in der Geschichte. Ein bisschen vermisst habe ich hingegen Dom, den vierten Bruder, der im nächsten Buch die Hauptrolle spielen wird. Er wird leider nur an einer Stelle ganz kurz erwähnt. Bzgl. der Charaktere ist ebenfalls positiv anzumerken, dass es dieses Mal keine Verwirrung wegen zu vieler verschiedener Namen gibt! Ob man die Figuren mittlerweile einfach kennt oder ob die Autorin einfach weniger Namen verwendet hat, kann ich allerdings nicht sagen.


    Spannungstechnisch steht „Rob“ seinen Brüdern in nichts nach. Stefanie Ross sorgt wieder erfolgreich dafür, dass man dieses Buch nicht aus der Hand legen kann. Immer wieder lässt sie Unvorhersehbares geschehen und hält so die Spannung dauerhaft auf höchstem Level. Das Ende hält dann noch mal ein paar Überraschungen bereit, die die Vorfreude auf den vierten Band ins Unermessliche steigern – auch wenn man so gar kein Bild davon hat, was einen in diesem Buch erwartet, da man Dom noch gar nicht kennt oder einordnen kann. Ich freue mich sehr auf den vierten DeGrasse Bruder und hoffe, dass Stefanie Ross danach eine Möglichkeit finden wird, die Serie weiterzuführen, auch wenn alle Brüder ihre Geschichte erzählt haben.

    Morgan Matsons zweiter Roman trägt im Original den Titel „Second Chance Summer“ und einen besseren Namen hätte sich die Autorin für dieses Buch kaum ausdenken können. Er sagt alles, aber wirklich alles über dieses Buch aus und trifft den Nagel auf den Kopf. „Vergiss den Sommer nicht“ ist ein Buch der zweiten Chancen, auch wenn es manchmal dafür schon zu spät scheint.


    Der Einstieg in die Geschichte fällt ein bisschen schwer, denn es gilt erst einmal, Informationen über die Edwards zu sortieren und sich einen Überblick über deren gegenwärtige Situation zu machen. Außerdem macht es Taylor dem Leser anfangs nicht ganz leicht, sie gernzuhaben, denn ihre Angewohnheit, vor allem, was ihr nicht gefällt oder nicht in den Kram passt, wegzulaufen, macht sie nicht gerade zu einer Sympathieträgerin. Dies gibt sich aber mit der Zeit und nach einigen Seiten kann man sich wunderbar in die Geschichte hineinfallen lassen.


    Immer wieder streut die Autorin Kapitel ein, in denen Taylors Vergangenheit beleuchtet wird. Nach und nach erfährt man so, was fünf Jahre zuvor geschah, aber auch, wie das Familienleben der Edwards vor der Krankheit des Vaters aussah. Man lernt die ganze Familie immer besser kennen und schließt jeden einzelnen von ihnen in sein Herz – was natürlich bedeutet, dass einem die Geschichte sehr nahe geht. Doch gerade das ist das Besondere an diesem Buch und auch an der Autorin, denn so wie sie schafft es kaum jemand, das Leserherz anzurühren. An Tiefgründigkeit sind ihre Geschichten kaum zu überbieten und trotzdem gelingt es ihr stets, einen locker- leichten Ton beizubehalten, der aus vermeintlich schwerer Kost ein echtes Lesevergnügen zaubert.


    Die Fußstapfen, die Matsons Erstling „Amy on the Summer Road“ getreten hat, sind groß, doch mit „Vergiss den Sommer nicht“ gelingt es ihr gut, diese zu füllen. Es gelingt ihr, den Leser gefangen zu nehmen und an eine wunderschöne Geschichte zu fesseln, die lange im Kopf und im Herzen nachhallt. Für mich ist „Vergiss den Sommer nicht“ ein absolutes Must- Read in diesem Sommer.

    Inhalt:
    Eigentlich war Sam Hinkel immer ein recht artiger Junge, doch als er aus Versehen seine Lehrerin mit einem fliegenden Apfel tötet, landet er an „Kilters Akademie für Problemkinder“. Dort soll er wieder auf den rechten Weg gebracht werden – das ist zumindest die Hoffnung seiner Eltern. In Wahrheit ist die Akademie jedoch die „Akademie für Ärger“, an der Sam der neue Star ist, denn er scheint großes Talent im Ärgermachen zu haben. Schuljahresziel ist es, jeden einzelnen Lehrer ein Mal richtig reingelegt zu haben. Keine leichte Aufgabe für Sam, der eigentlich nichts lieber möchte als vor seinen Eltern als rehabilitiert zu gelten und wieder nach Hause zu dürfen.


    Meine Meinung:
    „Sam Hinkel und die Akademie für Ärger“ ist der erste Band der mehrteiligen Reihe „Merits of Mischief“, in dem T.R. Burns den heimlichen Traum eines jeden Kindes wahr werden lässt: eine Schule, in dem Streiche und Unsinn auf dem Stundenplan stehen und man Bestnoten fürs Lehrer- ärgern bekommt. Witzig und intelligent erzählt sie Sam Hinkels Geschichte, der durch ein dummes Versehen auf der Schule landet und eigentlich nur wieder ein braver Junge sein möchte.


    Dass Sam das Herz am rechten Fleck hat, wird bereits nach wenigen Seiten klar. Er ist keiner von den coolen Jungs, niemand, der auffällt, sondern eher ein Opfer- Typ, der versucht, sich irgendwie unauffällig durch das Schulleben zu wurschteln. Als er an die Akademie für Ärger kommt, ist er plötzlich ein Star und kommt damit gar nicht zurecht. Er ist nicht stolz auf seine Tat, ganz im Gegenteil, und versucht alles in seiner Macht stehende, sie vor seinen neuen Mitschülern zu verheimlichen. Das macht ihn zu einem ganz normalen Jungen, einem von vielen, einem wie man vielleicht selbst einer ist. Sam Hinkel könnte für jeden normalen Teenager an einer ganz normalen Schule stehen und bietet somit enormes Identifikationspotenzial für die jungen Leser.


    Der Schreibstil der Autorin ist, obwohl für eher jüngeres Publikum gemacht, auch für erwachsene Leser durchaus ansprechend. Auch als „Großer“ kann man sich wunderbar in die Geschichte hineinfallen lassen und in ihr versinken. Jungen Lesern dürften vor Allem die Spannung und der Witz, den dieses Buch mit sich bringt, zusagen.


    Am Ende wird die Geschichte ein wenig zu schnell und dadurch etwas undurchsichtig, außerdem bleiben einige Fragen offen. Ein Bonuskapitel aus „Sam Hinkel der Ärger geht weiter“ deutet jedoch darauf hin, dass sie im zweiten Band beantwortet werden und schürt die Neugier auf das Buch. Im Frühjahr 2014 geht es mit Sam Hinkel weiter und ich bin sicherlich auch bei diesem Abenteuer dabei!

    Inhalt:
    Auf der Suche nach neuem Lesestoff landet die fünfzehnjährige Aurora Bianchi in einer magischen Buchhandlung und bekommt 100 Wünsche geschenkt. 99 davon muss sie anderen Menschen erfüllen, der 100. Wunsch ist für sie selbst. Einige Wünsche sind einfach zu erfüllen, andere hingegen gar nicht, und dann wurde Aurora auch noch das Versprechen abgenommen, niemandem von der Magie zu erzählen! Schnell findet sich das Mädchen mitten in einem Wunschchaos wieder, das sie manchmal an den Rand des Wahnsinns treibt. Und dann ist da noch Alejandro, der Junge aus Madrid, den sich Auroras Freundin als ersten Freund für Aurora herbeigewünscht hat und für den sich Aurora gar nicht interessiert. Oder doch?


    Meine Meinung:
    „99 und (m)ein Wunsch“ ist das Debüt der erst dreizehnjährigen Erica Berteligni, welches nicht nur in ihrer Heimat Italien für Furore sorgte. Über 300 Seiten stark ist ihre Geschichte um das junge Mädchen Aurora, das durch einen Zufall in die Welt der Magie gerät und deren Leben auf einmal völlig auf den Kopf gestellt wird. Die Idee hinter der Geschichte ist sehr einfallsreich und niedlich und die Umsetzung durchaus gelungen. Zwar gibt es hier und da ein paar winzige Logikfehler und ab und an mal einen Handlungsstrang, der ins Leere läuft, aber grundsätzlich ist die Handlung gut durchdacht.


    Bzgl. des Schreibstils darf nicht erwartet werden, dass er sich von dem erwachsener Autoren nicht unterscheidet. Die Wortwahl ist einfach, ebenso der Satzbau und Erica Berteligni hält sich nicht großartig mit dem Ausschmücken ihrer Sätze auf. Dementsprechend schnell schreitet natürlich auch die Handlung voran. Trotzdem schafft die junge Autorin es, den Leser in den Bann ihrer Worte zu ziehen, auch wenn man sich immer vor Augen halten sollte, dass sie erst dreizehn Jahre alt ist.


    Erica Berteligni hat mit „99 und (m)ein Wunsch“ gezeigt, dass großes Potenzial in ihr steckt und eine in meinen Augen beachtliche Leistung für ein erst dreizehnjähriges Mädchen abgeliefert. Sicherlich gibt es sowohl an der Handlung als auch am Schreibstil Verbesserungsbedarf, doch die Geschichte ist in sich stimmig und schafft es zu begeistern. Mir hat die Lektüre dieses Buches viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass von dieser talentierten jungen Autorin in Zukunft noch mehr zu hören ist.

    Nach einer Wartezeit, die mir ewig vorkam, in Wirklichkeit aber (glaube ich) gar nicht so lang war, ist es endlich da: Silber, der Auftakt zu Kerstin Giers neuer Jugendbuchtrilogie. Schon das Cover ist ein Highlight, schwarz mit grauem, silberfarbenem, rotem und weißem Spotlack, ein Cover zum Anfassen und Streicheln. Herrlich! Direkt unter dem Deckel dann das nächste Schmankerl: ein gedrucktes ExLibris mit Platz für den Namen oder eine schöne Widmung. „Silber“ begeistert bereits bevor man die erste Zeile überhaupt gelesen hat.


    Und dann erst die Geschichte! Olivia und ihre Familie sind Menschen, die man von der ersten Begegnung an gern hat (na ja, die Mutter vielleicht nicht so, sie ist schon sehr karrieregeilbesessen und ihre Kinder müssen dahinter zurückstehen) und schnell stellt sich das Gefühl ein, zu Gast bei alten Freunden zu sein. Man fühlt sich einfach wohl in ihrer Nähe, was sicher zu großen Teilen an der Herzlichkeit, die Kerstin Gier ihren Figuren zuschreibt, liegt. Die Handlung an sich ist nämlich an einigen Stellen etwas unheimlich, manchmal fast ein wenig gruselig. Was aber selbst einem bekennenden Angsthasen wie mir überhaupt nichts ausmacht, denn der Spannung, die die Autorin erzeugt und dem daraus resultierenden Sog, den das Buch ausübt, kann man sich einfach nicht entziehen.


    Geschickt verwebt Kerstin Gier auch in diesem Buch Realität und Fiktion, bleibt dabei aber immer im Bereich des Möglichen, Greifbaren, so dass auch Leser, die für fantastische Literatur wenig übrig haben, auf ihre Kosten kommen. Ebenso darf „Silber“ nicht als reines Jugendbuch verstanden werden, eher als All- Age- Roman, auch wenn die Protagonistin erst sechzehn Jahre alt ist. Das perfekte Zusammenspiel aus Spannung, Gruselfaktor, Humor und kleinen Liebeselementen macht es zudem für eine noch breitere Leserschaft interessant.


    Die „Edelstein- Trilogie“ zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Ich bin mir nun aber nicht ganz sicher, ob „Silber“ mir nicht vielleicht sogar noch ein winziges bisschen besser gefallen hat als Rubinrot und Co. In meinen Augen gibt es an diesem Buch nur zwei Kritikpunkte: dass es viel zu kurz ist und dass es viel zu lange dauern wird, bis die Fortsetzung endlich auf dem Markt ist. Liebe Kerstin Gier, mit diesem Buch ist dir ein Meisterwerk gelungen! Vielen Dank für diese großartige Geschichte!

    Klappentext:
    Lindenhof heißt eine neue Schülerin, Olivia, willkommen. Sie wird im Zimmer von Hanni und Nanni untergebracht, die sich um das schüchterne Mädchen kümmern sollen. Olivia möchte so gerne eine Freundin haben und verbringt immer mehr Zeit mit Nanni. Hanni fühlt sich allmählich wie das fünfte Rad am Wagen und versteht nicht, warum ihre Schwester sie links liegen lässt. Schließlich kommt es zu einem heftigen Streit zwischen den Zwillingen…


    Meine Meinung:
    45 Jahre nach dem Tod der erfolgreichen Autorin Enid Blyton bringt der Egmont Schneider Verlag zu seinem 100jährigen Jubiläum neben vielen anderen Jubiläumsbänden ein neues Abenteuer der quirligen Zwillinge Hanni und Nanni heraus. Dieses stammt selbstverständlich nicht aus der Feder der Autorin selbst, sondern aus der eines Ghostwriters, wie auch schon einige der älteren Bände. Der Stil ist aber der altbekannte, so dass überhaupt nicht auffällt, dass nicht Enid Blyton selbst diese Geschichte verfasst hat. Leider ist sie jedoch der momentan in vielen Verlagen üblichen Modernisierung zum Opfer gefallen und aus „Fräulein Theobald“, „Fräulein Roberts“ und den anderen Fräuleins wurden „Frau Theobald“ und „Frau Roberts“ etc. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig, denn nach über 30 Abenteuern hat man sich sehr an das förmliche „Fräulein“ gewöhnt, so dass „Frau Roberts“ und „Frau Theobald“ zumindest am Anfang etwas komisch klingen.


    Die Geschichte ist ansonsten jedoch denen, die man bereits kennt, sehr ähnlich. Man kehrt mit Hanni und Nanni nach den Ferien nach Lindenhof zurück und trifft dort auf die anderen bekannten, liebgewonnen Schülerinnen. Neben Hausaufgaben, Mamsels französischen Quälereien und Handballtraining gibt es natürlich das ein oder andere Problem zu lösen und selbstverständlich auch ein kleines Abenteuer zu bestehen. Dass Hanni und Nanni den größten Teil des Buches über im Streit liegen, finde ich nicht schlimm, denn natürlich kommt so etwas auch zwischen Zwillingen einmal vor. Dass die Geschichte nicht das übliche, pädagogisch wertvolle Ende hat, stört mich allerdings mehr, denn die Nachricht, die den jungen Leserinnen nun vermittelt wird, halte ich nicht für richtig.


    Alles in Allem macht aber auch „Nannis neue Freundin“ viel Spaß und bringt ein Stück Kindheit zurück. Echte Fans der Zwillinge, aber auch die, die es noch werden wollen, sollten sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen.