Beiträge von Steffie

    Ich habe mir bei audible eine kostenlose Hörprobe (ca. 1 Stunde) runtergeladen, aber bisher reißt mich das Ganze noch nicht vom Hocker - weder stilistisch noch von der Zeichnung der Charaktere her. Steffie, deine Rezi klingt aber schon deutlich vielversprechender als alles, was ich bisher gelesen und mir vorgestellt habe, vielleicht schaffe ich es mir nun doch als eBook an, dann wärs auch nicht so teuer ... :-,

    Ich persönlich fand auch, dass gerade der Anfang etwas schwächelt. Im Laufe der Geschichte hat es mir wesentlich besser gefallen. Zwar gibt es stilistisch immer noch hier und da ein paar Dinge, die etwas nerven können (ihr Gewissen bspw... das zu allem seinen Senf dazu geben muss :roll: ), aber im Gesamtbild fand ich es doch weitaus besser. Es gibt einfach so viele Meinungen, die sich mit dem Buch nicht anfreunden können, dass ich mit meinen Empfehlungen fast schon lieber vorsichtig bin. :lol: Aber wie gesagt: ich fand es gut. :wink:

    Tatsächlich habe ich dieses Buch nun auch mal gelesen. In erster Linie zugegebener maßen deshalb, weil ich gern zwischen den vielen tausend Diskussionen meine eigene Meinung haben wollte und es mich brennend interessiert hat, welcher „Seite“ ich zustimmen würde (anscheinend kann man das Buch nur hassen oder lieben). Und siehe da: letzten Endes kann ich gar nicht nachvollziehen, warum das Buch so stark in den Himmel gelobt wird. Genauso wenig verstehe ich aber auch, wieso man es so ungeheuer schlecht finden kann. Warum? Weil es sich hier m.E. einfach nur um ein gutes erotisches Buch handelt. Nicht mehr und nicht weniger…


    Zu Anfang muss ich gestehen, kam ich nur schwer in die Geschichte rein. Mir hat der Schreibstil kein bisschen gefallen. Eher fühlte ich mich schrecklich genervt von der übertriebenen Darstellung der Charaktere. Ana’s Ungeschicklichkeit wurde etwas ausgereizt und Christian Greys einführende Kapitel ebenso. Zu häufig musste der Leser sich Anas innere Monologe über Greys perfektem Äußeren oder seine doch so einschüchternde Art anhören. Und da das Buch aus Ana’s Sicht geschrieben ist, und trotzdem jeder noch so sehr auf dem Schlauch sitzende Leser Christian’s Gedankengänge ebenso verfolgen kann, wurden dem guten Herren tausend Varianten an Gesichtsausdrücken zuteil. Wann immer Ana etwas tat, wann immer sie mit ihm sprach, ständig musste man sich anschließend vergewissern, welche Gesichtszüge Christian Grey annimmt, weil er ja nicht öffentlich über Gefühle spricht, aber dennoch irgendwie klar gemacht werden muss, wie er darüber denkt. Kurz gefasst: die ersten paar Kapitel fand ich eher abschreckend.


    Zu meiner Überraschung jedoch, wendete sich im Laufe der Zeit ein wenig das Blatt. Fast, als hätte sich die Autorin warm geschrieben und Unwesentliches endlich mal unberücksichtigt gelassen. Christian’s ungewöhnliche Neigungen kommen ans Tageslicht und er möchte die unerfahrene Ana daran teilhaben lassen. Als die Handlung schließlich in Fahrt kam, schien mir Ana zunehmend sympathischer. Dass sie Christian vollkommen verfallen ist, sich jedoch nicht sofort seinem Angebot hingeben will, wurde glaubwürdig dargestellt und kreierte eine Situation, die ich an diesem Buch tatsächlich richtig spannend fand. Christians mystische Person und seine unausgesprochene Vergangenheit machten ihn zu einem Charakter, der so undurchsichtig blieb, dass man seine Motive ständig in Frage stellen konnte. Ich war ihm gegenüber genauso skeptisch, wie Ana selbst in vielen Momenten. Wieso ist er, wie er ist? Mag er Ana tatsächlich so sehr, oder versucht er sie nur geschickt in seine Welt hineinzuziehen, ohne Rücksicht auf ihre Person? Christian hat zwei Gesichter, die den Großteil der Spannung tragen. Zum einen ist er tatsächlich etwas gruselig, und zwar nicht nur wegen seiner BDSM-Leidenschaft, sondern, weil er Ana kontrollieren will, sie überwacht, ihr hinterherreist und es auch unproblematisch findet diesen Drang offen zuzugeben. Zu oft verfällt sie jedoch seinem Charme, so dass der erotische Teil der Geschichte sich auf weite Strecken verteilt. Und diese Szenen verwandelten das Buch in ein prickelndes, erotisches Abenteuer.


    Mir hat das Buch tatsächlich gefallen. Die vielen Emails, die beide sich regelmäßig schreiben haben mich häufig zum Lachen bringen können, Christian’s Zwiegestalt war wirklich interessant und Ana kam mir keinesfalls als naives Dummchen daher, die sich irgendwem auch nur einen Moment lang willenlos unterwirft. Ich kann die vielen Rezensionen, die ich bisher lesen musste, und Worte wie „Vergewaltigung“ oder „Erniedrigung“ beinhalteten, überhaupt nicht nachvollziehen. Diese Personen scheinen das Buch gar nicht wirklich gelesen zu haben, zumindest konnte ich nicht eine einzige Szene entdecken, in der irgendetwas passiert, dem Ana nicht zugestimmt hätte. Wieso andererseits das Buch solches Aufsehen erregt, bleibt mir ebenfalls ein Rätsel. Wie in diesem Thread schon so schön gesagt wurde: Dies ist mit Sicherheit nicht das erste BDSM-Erotikbuch auf dem Markt. Und ganz unter uns: ich fand diesen Aspekt sogar gar nicht mal so befremdlich, wie ich erwartet hatte.


    Den ganzen Twilight-Diskussionen kann ich mich ebenfalls nicht anschließen. Mich ärgert es, dass es mir stets im Hinterkopf herumschwirrte, denn offensichtliche Parallelen gab es hier nicht. Nur, wenn man mit einem stets wachsamen Auge nach unnötigen Details Ausschau hält, lassen sich vielleicht einige Dinge feststellen. Aber allen Ernstes: da habe ich schon schlimmeres erlebt. Mich hat Christian Grey eher an Mr. Big erinnert, als an Edward.


    Fazit: Mich hat die Intensität der Charaktere positiv überrascht. Ganz besonders die Entwicklungen der beiden fällt deutlich ins Gewicht und macht sie zu glaubwürdigen Protagonisten. Das Buch ist spannend, erotisch und stellenweise sogar richtig amüsant. Der Folgeband ist schon bestellt. Abzug gibt es jedoch für meinen etwas schwierigen Start.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Im dritten Teil von Julie James’ FBI-Serie treffen wir einige bekannte Gesichter wieder. Zum einen ist der Held dieser Geschichte Kyle Rhodes der Bruder von Jordan aus A lot like Love . Rylann’s Vorgesetzte dürfte den meisten aus Something about You bekannt sein. Und daneben gibt es auch ein interessantes Wiedersehen mit den FBI-Agenten Nick und Jack. Zwar kann man dieses Buch einwandfrei als alleinstehenden Roman lesen, jedoch finde ich es immer wieder schön, wenn Charaktere vorkommen, mit denen man durchaus etwas anfangen kann.


    Mir gefiel dieses Buch der Serie bisher am besten. Zum einen freue ich mich immer wieder über die weiblichen Anwaltsrollen, da James diesen Part in ihren Büchern einfach wunderbar miteinbringen kann. Sie schafft es dadurch die Charaktere selbstbewusst, sympathisch und ambitioniert darzustellen. Verbunden mit ein paar humorvollen Anwaltsklischees, gibt es wieder jede Menge zu lachen und schmunzeln. Und da James nun selbst lange Zeit als Anwältin gearbeitet hat, versteht sie ihr Handwerk sehr gut und verpasst der Geschichte die nötige Authentizität.


    Zudem lag hier m.E. diesmal ein viel größerer Fokus auf den Charakteren selbst. Ganz besonders in Bezug auf Kyle’s Entwicklungen bekommt man hier einen wirklich detailliert gezeichneten männlichen Part präsentiert, der mir richtig gut gefallen hat. Umso interessanter wurde es durch die Begegnung zu Beginn der Geschichte, die neun Jahre vor den eigentlichen Geschehnissen spielt. In einer Bar lernen Rylann und Kyle sich zum ersten Mal kennen. Doch zu einem Date kommt es letztendlich aus tragischen Umständen doch nicht. Und neun Jahre später treffen sie schließlich im Gericht wieder aufeinander. Die Beziehung “Verbrecher – Staatsanwältin” hat den romantischen Part des Buches eine durch und durch spannende Sichtweise gegeben. Die Idee hat die Autorin sehr schön umgesetzt und einen Plot geschaffen, der zwar teilweise ziemlich vorhersehbar ist, aber an Unterhaltung absolut nichts vermissen lässt.


    Typisch für James ist für mich mittlerweile, dass während dem Lesen sich ein wirklicher Film vor meinem Auge abspielt. Ich denke das liegt zum Großteil an den vielen charmanten und humorvollen Dialogen zwischen den Personen und daran, dass die Autorin es dem Leser überlässt, zwischen den Zeilen zu lesen. So erhält Kyle bspw. seine sympathische Art indirekt durch seine Handlungen. Dass für ihn – als Billionenerbe – das Geld einfach nur Mittel zum Zweck ist, und er sich darauf allerdings nicht einbildet etwas besseres zu sein, erkennt man durch die Art, wie er damit umgeht. Nicht mit einem Satz wird das jedoch direkt erwähnt. Ich kann gar nicht so recht beurteilen, ob mir das nur so stark aufgefallen ist, weil ich davor miterleben musste, wie aufgesetzt alles wirken kann, wenn ständig mit dem Finger auf alles gezeigt wird , oder weil es hier einfach so wunderbar funktioniert hat. Letzten Endes ist es mir aber egal, denn mir hat es einfach erfrischend gut gefallen.


    Julie James Bücher sind zwar nie besonders lang (auch dieses Mal wurden die 300 Seiten nicht geknackt), aber dafür hat man auch das Gefühl auf keine einzige Seite verzichten zu können. Jeder Dialog, jede Szene und jeder Moment steuert der Geschichte etwas bei und es bleibt von Beginn bis zum Schluss durchweg eine unterhaltsame Liebeskomödie.


    Fazit: James ist und bleibt mein Favorite was Contemporary Romance anbelangt. Ihr Humor ist unverwechselbar und passt einfach wunderbar in die Geschichte. Ihre Charaktere bestechen durch Sympathie und Sarkasmus und die Idee zum Buch wurde für mich wieder einmal einwandfrei umgesetzt. Bei ihr habe ich einfach nichts zu meckern. Im dritten Teil der FBI-Serie sogar am allerwenigsten. Tolles Buch!


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Mein Juni:

    • Manuela Salvi - Tod oder Liebe :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • James Dashner - The Maze Runner (Die Auserwählten: Im Labyrinth) :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Nicolas Barreau - Die Frau meines Lebens :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
    • Jaci Burton - The Perfect Play :bewertung1von5: :thumbdown:
    • Julie James - About that Night :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :thumleft:
    • Jodi Picoult - Nineteen Minutes (Neunzehn Minuten) :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Das sind insgesamt 1.986 Seiten.


    Jodi Picoult bin ich zwar noch am lesen, aber die letzten 100 Seiten werde ich heute sicherlich schaffen. Wenn das Ende nicht überaus bescheuert sein sollte, dürfte sich auch an der Bewertung nichts mehr ändern. :wink:

    Du glaubst gar nicht, wie sehr mich das wegen des Covers ärgert! O:-) Liebend gern hätte ich mir die ganze Reihe in den Schrank gestellt, denn japp! Die anderen Cover habe ich natürlich auch nicht übersehen. :loool: :love: :lechz:


    Aber ich denke ich bleibe dann wohl eher bei den Postkarten. :P :totlach:

    Über die Autorin (goodreads.com):
    Jaci Burton is a New York Times Bestselling author who has written over fifty romances in multiple genres. She writes steamy stories for Berkley Heat and will have a hot new romantic suspense series premiering with MIRA in 2011. Visit her website at www.jaciburton.com for excerpts, her blog and contest information.


    Inhalt:
    Mick Riley ist erfolgreicher Quarterback des San Francisco Footballteams und dank seinem guten Aussehen, ein Magnet für die Frauenwelt. Um seine Karriere zu puschen, hat er deshalb auch nichts dagegen sich regelmäßig mit den Topmodels und erfolgreichen Schauspielerinnen dieser Welt auf diversen Veranstaltungen ablichten zu lassen. Bis ihm plötzlich Eventmanagerin Tara über den Weg läuft. Ganz zu seinem Missfallen ist sie nämlich nicht sofort seinem Charme unterlegen. Und zudem scheint sie so ganz anders zu sein, als die berühmten und karriereorientierten Frauen, die er bisher kennenlernen durfte…


    Eigene Meinung:
    Als ich das Buch begonnen habe, war mir – trotz des vielleicht recht offensichtlichen Covers – nicht ganz klar, um welche Art Buch es sich hier handelt. Der Verlag selbst benennt es als “Erotic Romance”. Über fehlende Erotik kann man sich bei diesem Buch absolut nicht beschweren. Es geht des öfteren heiß her, dabei wird auch mal gern der Schauplatz gewechselt oder mit vielen verruchten Ausdrücken um sich geworfen. Über den “Romance”-Part bin ich mir hingegen nicht ganz sicher…


    Die Story, die Miss Burton versucht hat um ihre Erotik zu packen, hat für mich absolut nicht funktioniert. Ich ahnte bereits Schlimmes, als ich über die ersten Dialoge der beiden Protagonisten stolperte. Und ich denke “stolpern” ist hier der richtige Ausdruck, denn man kennt die beiden eigentlich noch überhaupt nicht (und die zwei sich gegenseitig natürlich genauso wenig!), als sie schon damit anfangen sich während ihrer ersten Unterhaltung das Herz auszuschütten, sich tief in die Augen zu schauen und Mick bereits mit Aussagen wie “You’re real.” oder “You’re something special.” um die Ecke kommt. Für die beiden Sympathien aufzubringen fiel mir ziemlich schwer, weil ich zunächst erstmal von der rasant schnellen emotionalen Hingabe der beiden quasi überrollt wurde. Von nachvollziehbaren Dialogen absolut keine Spur. Zusätzlich gab es, wenn ich mich recht entsinne, so gut wie keine Person, die nicht irgendwie klischeebeladen war. Alle Beteiligten waren wandelnde Stereotypen und ich hätte wahrscheinlich aufs Geratewohl die Lebensläufe von allen runterratten können, und dabei besonders daneben zu liegen.


    Im Laufe des Romans gingen die Gruseligkeiten von Tara und Mick immer weiter. Über die Erzählperspektive der dritten Person wird der Leser kontinuierlich über die inneren Zweifel der beiden aufgeklärt, während die Handlungen allerdings genau das Gegenteil erzählen. Und zwischen den vielen Fragezeichen, die regelmäßig bei mir aufpoppten, gibt es immer mal wieder eine Portion Sex. Ich konnte mich allerdings kein bisschen darauf einlassen, schließlich hatte ich immer noch die diversen Selbstzweifel der eher zurückhaltenden Tara im Kopf, die jetzt aber plötzlich zum Tier mutiert, sobald Mick anfängt sich ihrer Klamotten zu entledigen. Irgendwie schien hier einfach gar nichts zu passen.Und damit die Romanze der beiden Protagonisten nicht nur endlos vor sich dümpelt, dachte sich die Autorin so manchen Konflikt aus, die für sich genommen überhaupt keine waren. Menschen sind plötzlich auf Menschen wütend, obwohl sie nichts getan haben, Agentin Liz mutiert zu Cruella DeVil und Mick vertraut Tara ein unglaublich tiefsinniges Geheimnis an, auf Grund dessen der Leser wohl glauben sollte man hätte es bei Mick mit einem besonders tiefgreifenden Charakter zu tun. Leider Fehlanzeige.


    Schaut man letzten Endes über die seltsamen Handlungen der Protagonisten hinweg, steht man allerdings auch schnell vor dem nächsten Störfaktor. Eigentlich habe ich am Ende des Buches den Satz “Und die Moral von der Geschicht…” vermisst, weil so unglaublich oft versucht wird einen Appell an den Leser zu richten. Jedoch auf solch plumpe und abgedroschene Art und Weise, dass man sich teilweise vorkommt wie in einem Aufklärungsfilm für Kinder und sich einem buchstäblich die Zehennägel nach oben biegen. Gemixt mit der Erotik an den unmöglichsten Stellen, den seltsamen Charakteren, aus denen man einfach nicht schlau wird, und den vielen – vollkommen aus der Luft gegriffenen! – Konflikten, blieb ich am Schluss mit einem reinen Kopfschütteln zurück. Das Buch hatte gegen Ende schon eher was von einer Parodie und ich konnte einfach nicht mehr aufhören, mich über die viele Szenen nur noch lustig zu machen. Dies war der einzige Weg für mich, um das Buch überhaupt bis zum Ende lesen zu können.


    Fazit:
    Ich denke es ist kein Verbrechen in einem “Erotic Romance”-Buch wenigstens ein bisschen Story und nachvollziehbare Charaktere zu erwarten. Jaci Burton hatte beim Schreiben dieses Buches wohl nur eines im Sinn: es muss heiß hergehen. Was außen herum passiert ist nebensächlich und ob die Charaktere oder die Geschehnisse nun glaubwürdig sind oder nicht, schien wohl auch den Verlag nicht zu interessieren. Ich kam mir vor, wie in einem wirklich schlechten Porno. Dies hier war im Gesamtbild betrachtet, das mit Abstand schlechteste Buch, dass ich seit langem gelesen habe.


    :bewertung1von5:

    Die Geschichte um Thomas fing für mich bereits etwas unglücklich an. Der Leser weiß nämlich zu Beginn genauso wenig wie Thomas selbst – wer ist er eigentlich? Wie in Gottes Namen kam er an diesen Ort? Wo befinden wir uns überhaupt? Aber Antworten bekommt man erst einmal keine. Jede von Thomas Fragen wird von den anderen Jugendlichen erstmal abgeblockt, meist mit ungeduldig scharfen Blicken untermalt oder durch pampige Widerworte abgewälzt. Mich als Leser hat das ungeheuer genervt, während Thomas zum Großteil jedoch die Fassung bewahren konnte. Wieso die meisten Thomas erstmal wie den nervenden Neuling behandelten, ohne dass er irgendetwas angestellt hat, konnte ich zumindest nicht nachvollziehen. Mir hat da irgendwie das Verständnis der anderen gefehlt, die schließlich alle mal irgendwann in seinen Schuhen steckten. Nur die zwischenzeitlichen Gespräche mit Chuck – dem einen Jugendlichen, der sich warmen Herzens Thomas annimmt – haben mich letztendlich davon abgehalten die anderen kontinuierlich mit Backpfeifen bombardieren zu wollen. Außerdem hätte ich wohl angefangen jemanden zu schütteln, wenn ich noch ein einziges Mal das Wort “shuck” lesen hätte müssen (ich habe das englische Original gelesen). Ganz offensichtlich war dies das einzige Schimpfwort, das die Jugendlichen kannten und dementsprechend auch bis zur Vergasung ausgenutzt wurde, in vielen tausenden Variationen.


    Das Setting um das Labyrinth war irgendwie nicht meine Welt, auch wenn es an manchen Stellen durchaus unterhalten konnte. Die erste Hälfte des Buches konnte mich aber einfach nicht fangen. Das Kennenlernen der einzelnen Jugendlichen, die Anfänge als “Runner”: nichts davon fand ich spannend. Eher fand ich es hier reichlich übertrieben, dass Thomas an seinem zweiten Abend


    Erst als Teresa mit ins Geschehen einbezogen wurde, konnte so langsam mein Interesse geweckt werden. Das war nämlich auch der Zeitpunkt, an dem plötzlich nichts mehr war wie vorher. Alles ändert sich, Teresa überbringt seltsame Nachrichten und kommuniziert auf äußerst interessantem Weg mit Thomas. Endlich wollte auch ich herausfinden, was es denn nun mit dem Labyrinth auf sich hat.


    Warum mich das Setting nicht vom Hocker gerissen hat, lag wohl auch zum Teil an den Charakteren. Dass man von allen Seiten von Jugendlichen umgeben war, konnte ich zu Beginn dem Autor nicht abkaufen. Ich habe mich eher unter Erwachsenen gefühlt, ganz besonders in Zeiten, in denen richtige “Sitzungen” abgehalten wurden. Das Leben in der Kolonie wurde von allen Beteiligten einfach hingenommen. Dass es Rangordnungen gab schienen alle zu 100% zu unterstützen, selbst als schließlich ein vollkommen unerwarteter Neuling dazu stößt, lassen alle den beiden Anführern den Vortritt und stellen sich brav nach hinten. Mir ist natürlich bewusst, dass nach zwei Jahren dieser Lebensweise Ordnungen aufgestellt werden müssen, um das Überleben sichern zu können. Dennoch hat mir da etwas Leben gefehlt. Wie gesagt, ich hab es dem Autor einfach nicht abkaufen können.


    Nun aber mal zu den positiven Aspekten: Thomas ist ein sympathischer Held, auch wenn ich ihm in manchen Momenten gegenüber den anderen etwas mehr Rückgrat gewünscht hätte. Er führt den Leser schön durch die Kolonie, er ist kein bisschen anstrengend und man wünscht ihm natürlich einen glücklichen Ausgang. Das Ende ist auch der Grund, weshalb ich mir wohl auch mit hoher Wahrscheinlichkeit den Folgeband besorgen werde. Die neuen Erkenntnisse und der Ausblick auf die weiteren Geschehnisse, scheinen viel eher meinen Geschmack zu treffen und haben richtig neugierig gemacht. Auch wurden endlich die brennendsten Fragen beantwortet, ohne dass man jedoch jetzt rundum Bescheid wüsste. Mich macht es zumindest richtig neugierig auf die Fortsetzung!


    Fazit
    Ein schwacher Start und einige – für mich – kleine inhaltliche Mängel, machten mir den Einstieg in die Trilogie ziemlich schwer. Das Buch kann aber nichts desto trotz mit einem sympathischen Helden und einem spannenden Ende punkten, welches definitiv Lust auf die Fortsetzungen macht.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Nun lese ich gerade meinen ersten Katie Fforde Roman Botschaften des Herzens. Bisher sehr angenehm zu lesen.

    Die Autorin wollte ich auch schon immer mal ausprobieren. Ihre Bücher haben immer so schöne Cover. :loool: :drunken:

    Hah, diesem Buch habe ich damals (ok, sooo lange ist's auch nicht her) einen "Extrapunkt" für's Cover gegeben und nachdem die Folgebände besser werden sollen, bin ich - bei den Covern/s - tatsächlich versucht nochmal zuzuschlagen

    Ja, so ging es mir anfangs auch. :loool: Aber ich find's inhaltlich mittlerweile leider so schlimm, dass ich davon wieder abgerückt bin. :roll: Dafür habe ich die Autorin einfach und ein paar Postcards zum aktuellen Buch gebeten. :applause: KLICK

    Zitat von »Inka Loreen«
    Buchpreisbindung gibt es auch auf E-Books, was aber lediglich bedeutet, dass das E-Book in allen Shops denselben Preis haben muss. Es muss nicht so viel kosten wie das Taschenbuch, sondern darf günstiger sein. Sehr viele kleinere Verlage (deutsche) halten das auch so und ich finde das auch korrekt und vorteilhafter, weil dann viel mehr Leser die Bücher auch selbst kaufen. Ich persönlich würde für eine Datei auch nicht den vollen Taschenbuchpreis zahlen.


    Danke, genau das habe ich mir immer gedacht. Das Argument mit der Buchpreisbindung und das eBook nicht billiger sein dürfen, habe ich irgendwie nie verstanden.

    Dann habe ich das in der Vergangenheit immer falsch verstanden. :-k Ich dachte immer eBooks dürften durch die Buchpreisbindung nicht weniger kosten als das Papierbuch. #-o

    Gibts bei uns auch schon, dass manche Bücher und Specials nur noch als E-Book rauskommen. Einige Verlage nehmen auch nur noch Autoren unter Vertrag, wenn zuerst das Buch nur als E-Book erscheint und falls es sich gut verkauft, kommt vielleicht das TB.
    Die Absätze der Taschenbücher gehen auch immer mehr zurück und viele (besonders kleinere) Verlage befürchten, ihre Auflagen nicht mehr abverkaufen zu können. Reine E-Book-Verlage sprießen auch gerade wie Pilze aus dem Boden, weil sich der Druck oft nicht mehr lohnt.
    Der E-Book-Markt wächst im Moment so rasant schnell, dass man echt Angst haben muss, dass es bald gar keine gedruckten Bücher mehr gibt. Und was stelle ich dann in meinen Bücherschrank?

    Ich hab jetzt auch zum ersten Mal eine Webnovel für einen Großverlag geschrieben, die wohl NICHT gedruckt erscheint. Find ich auch schade, denn als Autor hat man schon gerne auch ein Buch, dass man anfassen kann. Aber da müssen wir wohl mit der Zeit gehen :-?

    Oh Gott, das klingt ja schrecklich. :( Mir ist die eBook-Entwicklung genau deshalb wirklich nicht geheuer. 8-[

    Dumping-Preise für Dateien fände ich allerdings den falschen Ansatz, das würde nur dazu führen das herkömmliche Buch vom Markt zu verdrängen und dann hätte uns die Industrie endgültig bei den E....

    Auch hier kann man das schon schön am amerikanischen Markt beurteilen: hier nervt es mich schon, dass einige Bücher gar nicht mehr als gedruckte Version angeboten werden. Vornehmlich zu beobachten bei kürzeren Novellen, die oftmals als Schmankerl zu erfolgreich verkauften Serien angeboten werden oder bei Autoren, die bestimmte Verkaufszahlen einfach nicht mehr erreichen. Da wird dann gar nicht erst der Aufwand betrieben das Buch nochzu drucken. [-(

    • Gernot - 4.143
    • lazar - 2.008
    • dion - 1.613
    • Gartenfee - 1.218
    • xsandria - 870
    • Rincewind66 - 810
    • DarkAurora - 743
    • Teasy79 - 663
    • daniii - 641
    • buechereule - 613
    • DieSylke - 578
    • Anriel - 573
    • Lovely - 559
    • Schattenlady - 546
    • Leen - 488
    • chuups - 472
    • MiriamM35 - 471
    • Suspiria - 465
    • Luthien - 397
    • Leserausch - 396
    • Seestern84 - 382
    • Lilibeth - 360
    • Majora - 340
    • Theabell - 329
    • Dionora - 323
    • Frauke74 - 322
    • backmausi81 - 315
    • Sunclaudi - 312
    • Kadriya - 307
    • sweethoney1980- 265
    • Tweetywoman - 264
    • MamiGeli - 259
    • Taubenbaum - 245
    • Sonea84- 237
    • Didi - 234
    • DaveAndy - 230
    • Nicole B - 222
    • LayaKaichi - 221
    • marinag.z. - 220
    • Nijura - 217
    • Tigerle - 216
    • hasewue, Saiura, kleinemaus - 214
    • Pöppel - 209
    • tinkabell79, sand.korn - 204
    • Gaymax - 196
    • netti031987 - 195
    • Nazena, Falea82 - 193
    • Aylin, magicwoman - 191
    • Nelly2 - 185
    • gfrechdachs, Malle1987 - 182
    • Pendra, ninchen - 167
    • Linda111 - 164
    • emy<3 - 161
    • Sugar - 148
    • Dionora, Floxine, Hirilvorgul - 146
    • Ziva - 145
    • Narenda - 137
    • KadQoku - 129
    • Stefs - 127
    • Olivia97 - 124
    • Suki90, Kermit - 121
    • Manuela - 115
    • sonnenmeer - 114
    • Sandrah - 113
    • alex7578, sonnenschein84, Magicwoman- 110
    • DarVorona - 104
    • Vicidog - 100
    • Frühlingswiese, squirrelan- 99
    • Linda W.- 98
    • hilfan89 - 94
    • Avrinja, moonshadow - 93
    • deanne - 90
    • Eni - 87
    • Paperthin - 86
    • Lizara, Nyalla - 85
    • pesel, Tiniii, apfelsaft - 84
    • syldine - 82
    • Lexii, Joana82 - 81
    • SlyS - 79
    • ibikat - 76
    • Steffie - 74 :winken:
    • Moiroxx - 72
    • Thalion - 71
    • Vogue, Sabella - 70
    • Maya022007, Lilane, Alajina - 66
    • xJeannex, LisaM- 64
    • Coco206, Nina2606 - 63
    • ChaosAngel, Seta - 61
    • Lesemaus01 - 60
    • pesel - 58
    • gaensebluemche - 56
    • bibliophila, Butterfly88 - 55
    • Moudschegiebchen - 53
    • Leila2002, Renesmee - 52
    • bina107 - 51
    • Kerst2607, 1000plus, Pickwick - 50
    • Jisbon(:, Girl from Mystic Falls - 47
    • Nancy84 - 46
    • RoachKitty - 44
    • periculosa, Aventurin - 42
    • LittleDreams, Missy1988 - 41
    • anna!, FabelhafteAmelie, Tausendsassa - 40
    • süßli - 38
    • may26, Ametrin, MrsAlexa, Tarwah - 37
    • maravia, Kapo, xxmarie91xx - 35
    • Kiesy - 34
    • pescador - 33
    • Laurie - 32
    • Marnie, Blonbury - 31
    • Panem, deise79 - 30
    • maravia, jurnee, Barthi - 29
    • Pinki - 28
    • Woelkchen2686 - 27
    • Shiner, Auch Engel mögen's heiß - 24
    • Isamone, Proxima - 23
    • Bücherdiebin - 22
    • gTa, tru:blood - 20
    • KleenesDing, Irongretta - 19
    • dornroeschen, Rapunzel, HotSummer - 18
    • Juno - 17
    • Nalla - 16
    • Milchschnitte - 15
    • Innamorata - 14
    • Bartman1860- 13

    man habe ich eien lust gleich zur Arbeit zu fahren. gestern war meine rster Tag nach drei Wochen Urlaub und da wir einen neuen Chef haben, ändert sich gerade Alles und diese ganze neuen dinge muss man erstmal verarbeiten.

    Sowas hasse ich ja. :roll: Ich hatte mal in Teenager-Zeiten den schönsten Nebenjob der Welt in einem Fitness-Studio. Wir waren alle eine eingeschworene Familie, jeden Tag hat das Arbeiten riesigen Spaß gemacht und es war wirklich immer ein Erlebnis. Da hat man seinen Job noch überaus gern gemacht. Und dann plötzlich wurde die Hütte an jemand anderen verpachtet und plötzlich stand da so ein "Oberboss". Hat riesige Reden geschwungen, Unmengen an Regeln und Abläufen eingeführt und das Arbeitsklima vollkommen zerstört. Selbst ich als Thekenkraft, die eigentlich nur Getränke und Kaffee rausgegeben hat, sollte plötzlich mindestens einen Neukunden pro Monat an Land ziehen. ?( :roll: #-o Bin dann einen Monat später gegangen, weil es unerträglich wurde.


    Hoffe sehr, dass es Dir nicht so gehen wird! :friends:



    Ich lese gerade "The Perfect Play" von Jaci Burton. Und ja... das Cover ist leider das einzig schöne am Buch. O:-) Die Geschichte ist so langweilig und vollkommen undurchdacht. Geschweige denn diese seltsamen Protagonisten mit ihren nervigen Schmacht-Dialogen. :-# Im Rahmen einer Leserunde mit einer Bloggerin macht das ja noch Spaß, aber ansonsten gibt mir das Buch leider gar nix... :-?

    Das ist mir schon bewusst, dass es nicht anders geht. Nur dann muss ich halt versuchen, das ganze Drumherum wertiger und kundenfreundlicher zu gestalten, so dass ich als Käufer nicht das Gefühl hab, nur eine seelenlose Datei gekauft zu haben. Für mich persönlich käme nach momentanen Stand der ebooks nicht mehr als die Hälfte des Preises eines richtigen Buches in Frage.

    Sehe ich auch so. Ich würde momentan nicht im Traum daran denken ein deutsches eBook zu kaufen,wenn ich für das gleiche Geld das Papierbuch bekomme. Schon allein das Geld in einen Reader zu investieren lohnt sich da nicht.

    Es käme für mich nie in Frage, einzig und allein für das Leserecht, fast den Preis eines Papierbuches zu zahlen. Da müssen sich die Verlage schon mal an die eigene Nase fassen anstatt zu jammern.

    Das Anbieten günstigerer eBooks ist in Deutschland durch die Buchpreisbindung einfach nicht möglich. In den USA oder UK ist es dagegen schon normal, dass ein eBook nur die Hälfte kostet. Viele kann man sogar für gerade mal 0,99 EUR abstauben. Leider aber bei uns einfach nicht möglich.


    Hier ein Artikel aus 2010, der aber meines Wissens noch immer Gültigkeit hat: KLICK

    Naja, das wird aber wohl nie kommen ...

    Das gibt es sogar schon. Zumindest zwei Verlage haben ein System, bei dem sie zu Ihren gebundenen Büchern einen Code beilegen, mit dem man sich im Internet das zugehörige eBook herunter laden kann. Das ganze nennt sich dann Hardcover Plus . Ich hoffe, das sowas in Zukunft etwas verbreiteter die Runde machen wird.