Beiträge von Steffie

    Im September 2013 erscheint das neue Buch von Jonathan Stroud: Lockwood & Co - Die seufzende Wendeltreppe - Der erste Band einer geplanten Trilogie


    Inhalt (Quelle: Random House):
    LONDON, ENGLAND: In den Straßen geht des Nachts das Grauen um. Unerklärliche Todesfälle ereignen sich, Menschen verschwinden und um die Ecken wabern Schatten, die sich nur zu oft in tödliche von Geisterwesen ausgesandte Plasmanebel verwandeln. Denn seit Jahrzehnten wird Großbritannien von einer wahren Epidemie an Geistererscheinungen heimgesucht. Überall im Land haben sich Agenturen gebildet, die in den heimgesuchten Häusern Austreibungen vornehmen. Hochgefährliche Unternehmungen bei denen sie, obwohl mit Bannkreisketten, Degen und Leuchtbomben ausgerüstet, nicht selten ihr Leben riskieren. So auch die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. Dem jungen Team um den charismatischen Anthony Lockwood ist allerdings bei einem Einsatz ein fatales Missgeschick passiert. Um die Klage abwenden und den Schadenersatz dafür aufbringen zu können, müssen die drei Agenten von LOCKWOOD & CO. einen hochgefährlichen und zutiefst dubiosen Auftrag annehmen. Dieser führt sie in eines der verrufensten Herrenhäuser des Landes und stellt sie auf eine Probe, bei der es um nichts weniger als Leben oder Tod geht ...


    Das Cover gibt es bislang nur bei der cbj-Verlagsvorschau zu sehen. Zum pdf geht es hier land ---> KLICK

    Am 10. Juni 2013 erscheint die deutsche Ausgabe zu "My Name is Memory" von Ann Brashares unter dem Titel: So nah und doch so fern.


    Inhalt (lt. Amazon.de):
    Die Geschichte einer großen Liebe jenseits von Zeit und Raum.


    Nur ganz wenige Menschen verfügen über die Gabe, sich an ihre früheren Leben zu erinnern. Daniel ist einer von ihnen. Sein Gedächtnis reicht viele Jahrhunderte, viele Leben zurück – und er erinnert sich an eine junge Frau, die er einst unglücklich geliebt hat. Nach jeder Rückkehr in eine neue Existenz begibt er sich auf die Suche nach ihr, bis er im heutigen Virginia auf Lucy trifft. In ihr erkennt er seine schicksalhafte Liebe wieder. Für Lucy aber ist Daniel ein völlig Fremder, auch wenn sie sich auf unheimliche Weise zu ihm hingezogen fühlt. Und beide ahnen nicht, dass ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit ihre gemeinsame Zukunft bedroht.


    Ergreifend erzählt Ann Brashares die Geschichte einer magischen Liebe, die alle Zeit und Widerstände überdauert, und eröffnet dabei einen ganz eigenen, faszinierenden Blick auf Tod und Wiedergeburt.


    Meine Rezi zu dem Buch findet ihr hier .

    Im April erscheint das Buch auch auf Deutsch unter dem Titel "Wiedersehen macht Liebe":


    Inhalt (Amazon.de): Nach einem Gefängnisaufenthalt soll der Milliardärssohn Kyle Rhodes bei einem brisanten Fall als Zeuge auftreten. Im Gerichtssaal trifft er die hübsche Anwältin Rylann Pierce wieder, mit der er vor neun Jahren eine kurze Affäre hatte. Erneut flammt eine Leidenschaft zwischen beiden auf, der sie sich nicht entziehen können.

    Das Buch erscheint am 01. Juni 2013 auch auf deutsch unter dem glorreichen :roll: Titel "Ich habe mich verträumt":


    Klappentext (Amazon.de): Er ist groß, gut aussehend, erfolgreich, liebevoll, einfühlsam und existiert nur in ihrer Fantasie. Weil Grace es leid ist, sich ständig Bemerkungen über ihren Singlestatus anzuhören, erfindet sie kurzerhand einen Verehrer. Dumm nur, dass sich die Geschichte schnell herumspricht und auch ihrem neuen Nachbarn Cal zu Ohren kommt. Der erstaunlich viel Ähnlichkeit mit ihrem Traummann hat Doch bevor Grace sich näher mit ihm beschäftigen kann, muss sie ein paar katastrophale Blind Dates hinter sich bringen, ihren Exfreund auf seiner Hochzeit mit einem Kinnhaken niederstrecken und ein paar Senioren Tanzunterricht geben.

    Ich möchte mich auch noch mal schnell für den Adventskalender und die tollen Gewinnspiele bedanken! Wirklich klasse! :applause: :pray: :thumleft:


    Heute habe ich dann auch gleich mal mitgemacht, denn die Literaturposter sind richtig klasse! :bounce:

    gibt es nicht, da es den Autor auch nicht gibt, er ist nur eine Erfindung, siehe hier:
    http://www.welt.de/print/die_w…/Autor-ueberfluessig.html
    Liebe Grüsse Mara

    Ich hatte es schon geahnt. :roll: "Das Lächeln der Frauen" war ja quasi schon ein Wink mit dem Zaunpfahl. Und spätestens wenn man sich auf die Suche nach Barrau in den Weiten des Internets begibt, und wirklich rein GAR NICHTS findet, dann wird es wirklich suspekt.


    Trotzdem danke für den Link. Schwarz auf Weiß hatte ich es bisher dann doch noch nirgends gesehen. 8-[

    Wenn man soviel Gutes über einen Autor hört, dann erwartet man natürlich auch Gutes. Bei John Green muss man diesen Umstand allerdings nochmal um ein Vielfaches multiplizieren, denn dieses Buch wurde bisher von so vielen meiner Online-Bekanntschaften mit 5 Sternen bewertet. Ich finde es ja wirklich erstaunlich, dass Green es geschafft hat bei so vielen unterschiedliche Personen einen Nerv zu treffen. Und ganz besonders nachdem ich den Autor persönlich auf einer Lesung in Frankfurt treffen durfte, war ich ungeheuer neugierig auf das Buch.


    Ich traue mich es ja fast nicht zu sagen, aber das Buch hat letztendlich “nur” 4 Sterne von mir bekommen. Gut war es auf jeden Fall! Greens Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er beschreibt die Dinge durch Hazel’s Augen relativ nüchtern. Sie hat als 17jährige mittlerweile mit Ihrem Schicksal abgeschlossen, sie weiß, dass sie an Ihrem Schilddrüsenkrebs bald sterben wird und wartet eigentlich nur noch auf den Tag, andem es soweit ist. Die Art, wie die Geschehnisse im Buch beschrieben werden, lesen sich zum Teil nunmal genau so. Hier wird nicht die Tragik der Krebskrankheit in aller Offensichtlichkeit an den Leser getragen, niemand drückt hier auf die Tränendrüse und das letzte, was Hazel in ihrem Leben gebrauchen kann, ist Mitleid. Es ist nunmal wie es ist, und Hazel versucht möglichst ohne große Schäden ihr Leben bis zum Ende zu leben.


    Die Geschichte liest sich schnell und man erwischt sich in kürzester Zeit dabei das Buch nicht mehr weglegen zu wollen. Nach drei Tagen hatte ich es beendet, weil mich Hazel’s Schicksal so sehr interessiert hat, weil mir ihre Persönlichkeit gefiel und weil ich Verständnis für ihre Situation hatte – soweit das denn überhaupt möglich ist. Die Beziehung, die sich zwischen ihr und Augustus schließlich aufbaut, war für mich nicht mal das beste am Buch. Die Liebesgeschichte hätte man hier m.E. auch weglassen können. Schön war allerdings, dass Green in diesem Aspekt auch das Auge auf das Wesentliche gelenkt hat. Es gab nicht viel Knutscherei, sondern eher schöne Unterhaltungen über das Leben und ihre Situation. Es gab jede Menge Momente zum Nachdenken, zum lächeln und natürlich auch zum traurig seufzen. Die letztliche Entwicklung des Buches hatte ich allerdings anders erwartet und so gab es für mich sogar noch kleine Überraschungen.


    Das besondere an diesem Buch ist aber auch die Nachwirkung der Geschichte. Noch Tage, nachdem man die letzte Seite gelesen hat, spuken einem Hazel und Augustus durch den Kopf. Man fragt sich, was die beiden wohl so sehr aneinander geschweißt hat, wieso ausgerechnet diese beiden Personen von Anhieb einen Draht zueinander hatten. Die Antwort liegt m.E. zwischen den Zeilen und wurde mir immer bewusster, je weiter das Lesen zurück lag. Bücher, die mich zum Nachdenken bewegen und nicht gleich mit dem Zuklappen in die hinterste Stube des Gedächtnisses rücken, gefallen mir immer gut.


    Warum also nicht 5 Sterne? Die Charaktere waren toll, die Geschichte war toll, der Schreibstil war toll. Dennoch ist bei mir aber kein Funken übergesprungen. Zwar dachte ich über dieses und jenes nach und werde mir sicher bald ein weiteres Green-Buch zulegen, aber irgendwie fehlte das gewisse Etwas. Hazel und Augustus zu folgen war wirklich schön und auch tragisch, aber zu meinen Favorites gehört es leider trotzdem nicht.


    Ein sehr, sehr schönes Buch, dass definitiv Lust auf mehr Green macht! Ich empfehle es eigentlich uneingeschränkt. Ein tragisches Schicksal wird beschrieben, ohne dabei eine depressive Stimmung aufkommen zu lassen, sondern eher im Gegenteil. Hazel ist eine Persönlichkeit, von der man gerne etwas mitnehmen möchte.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Originaltitel: ?


    Über den Autor (Amazon.de): Nicolas Barreau (geboren 1980 in Paris) studierte Romanistik und Geschichte an der Sorbonne und ist heute freier Autor. Mit seinen im
    Thiele Verlag erschienenen erfolgreichen Romanen Die Frau meines Lebens (2007) und Du findest mich am Ende der Welt (2008 ) hat er sich ein begeistertes Publikum erobert. Sein Buch Das Lächeln der Frauen (2010) brachte ihm den internationalen Durchbruch und war in mehreren Ländern auch in Deutschland auf der Bestsellerliste.


    Inhalt (Amazon.de):
    Alain Bonnard, Besitzer eines kleinen Programmkinos in Paris, das früher seinem Onkel gehörte, ist Nostalgiker aus Überzeugung. In seinem Cinéma Paradis gibt es keine Eimer mit Popcorn, keine XXL-Colabecher, keine Hollywood-Blockbuster. Ein schlechtes Konzept zum Überleben. Doch Alain hält an seinen Qualitätsansprüchen fest. Er möchte Filme zeigen, die Träume schenken, und er mag die Menschen, die in sein Kino kommen. Ganz besonders diese bezaubernde schüchterne Frau im roten Mantel, die jeden Mittwoch erscheint und sich immer in die Reihe 17 setzt. Was für eine Geschichte sie wohl hat?


    Eines Abends fasst sich Alain ein Herz und bittet die schöne Unbekannte zum Abendessen. Die zarteste aller Liebesgeschichten bahnt sich an, da passiert etwas, das das Leben des eigenwilligen Kinobesitzers völlig auf den Kopf stellt: Das Cinéma Paradis soll Schauplatz in Allan Woods neuem Film Zärtliche Gedanken an Paris werden. Solène Avril, die Lieblingsschauspielerin des berühmten amerikanischen Regisseurs, kennt das Kino noch aus Kindertagen und hat es sich in den Kopf gesetzt, dort zu drehen. Alain ist völlig überwältigt, als er den kapriziösen Star persönlich kennenlernt. Mit einem Mal stehen das kleine Filmtheater und sein Besitzer im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Der plüschige Kinosaal ist nun jeden Abend ausverkauft. [...]


    Eigene Meinung:
    Ich merke schon wieder, wie mir beim Schreiben die Finger kribbeln. Ich würde ja nichts lieber tun, als in dieser Rezi die gleiche charmante Stimmung zu erzeugen, den schönen französischen Flair hier zu verbreiten und jedem das Gefühl vermitteln, er müsste mal eben kurz seufzen. Genauso lesen sich diese Bücher nunmal eben und ich würde immer wieder zu Nicolas Barreau greifen, egal was auch immer sein nächstes Thema sein sollte.


    Eines Abends in Paris beinhaltet den gleichen gewohnten Stil: wir haben einen sympathischen Protagonisten, der mit all seinen liebenswerten Zügen, Ecken und Kanten eigentlich nur Franzose sein kann. Er besitzt ein altes, kulturträchtiges Kino, das er von seinem Onkel übernommen hat und legt dabei stets Wert auf gute, alte Tradition. Bei ihm gibt es keine Cola und auch kein Popcorn, sondern einfach nur gute Filme. Viele seiner Stammgäste wissen diese Einstellung allerdings sehr zu schätzen, allen voran die schöne Unbekannte im roten Mantel. Per Ich-Perspektive folgt man den romantischen und verträumten Gedankengängen von Alain und wie er sich endlich traut die Frau anzusprechen…


    Natürlich geht aber mal wieder alles schief. Just in dem Moment, als Alains Kino als Hollywood-Schauplatz ausgewählt wurde, verschwindet die Frau plötzlich spurlos und erscheint von heute auf morgen nicht mehr in Alains Kino. Als Leser ist es natürlich nicht allzu schwer den Zusammenhang herzustellen, aber Alains Unwissenheit gibt dem Buch dennoch etwas Authentisches. Es ist eigentlich nur die Art und Weise, wie er das Leben sieht und seinen Weg geht, der das Buch wieder mal zu einer schönen Geschichte werden lässt. Ich werde davon auch einfach nicht müde, egal wie austauschbar die Protagonisten seiner Bücher mittlerweile erscheinen. Es ist schon offensichtlich, dass sich Alain kaum von den anderen Helden von Barreaus Geschichten unterscheidet, aber wie gesagt: das stört mich einfach nicht.


    Viel eher lag der Störfaktor woanders: Alain begibt sich auf die Suche nach der Frau in dem roten Mantel. Und egal, wie die Umstände auch sein mögen, vieles kennt man schon aus “Die Frau meines Lebens”, das so ziemlich die gleiche Thematik beinhaltet. Barreau wollte wohl witzig sein, als er Alain sogar auf seiner Suche auf ein paar Bekannte aus eben diesem Buch stoßen ließ, aber ich empfand es eher so, als wäre dem Leser nochmal der Finger in die Wunde gedrückt worden. Aber auch wenn das ein Punkt ist, der mich höchstwahrscheinlich bei jedem anderen Autor furchtbar gestört hätte, Nicolas Barreau kann ich eher für solche Dinge verzeihen. Wahrscheinlich einfach deshalb, weil es nicht darum geht was er erzählt, sondern wie. Und das tut er nunmal auf ganz einzigartige Weise.


    Fazit:
    Es mal wieder eine wunderschöne Geschichte, die den unverkennbaren Barreau-Stempel aufgedrückt bekommen hat und man sich für einige hundert Seiten mal wieder in das charmante und romantische Paris versetzt fühlt. Tolle Stimmung, schnuckelige Atmosphäre und ein Pärchen zum Träumen…


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Wobei es schon gemein ist, dass man wenn man die Zeit für viele Bücher hätte, das Geld fehlt. Und wenn das Geld dann endlich stimmt, fehlt die Zeit. :-?

    Das stimmt allerdings! :roll:


    Noch schlechter war allerdings "Eve" von Anne Carey. Ein "Young Adult/Dystopie" Auftakt zu einer Serie. Die Grundidee und der Schreibstil warren nicht schlecht, dafür aber der gesamte Rest. Auch hier war der Hauptcharakter an Naivität nicht zu überbieten. Hinzu kam das sie weinerlich und egoistisch war. Noch getoppt wird das ganze dadurch, das die Handlung vor "Zufällen" nur so strozt, bei denen man sich eigenltich nur an die Stirn fassen möchte. :roll: Mein Top Tipp der Woche lautet also: "Finger weg!"

    Sowas scheint mir in YA in letzter Zeit öfter so zu sein. Daher habe ich momentan eher keine Lust auf dieses Genre. Wie naiv so manche Protas dargestellt werden, ist echt nicht mehr zu ertragen. Oder aber sie sind so dermaßen zickig, dass man genauso keine Lust mehr hat. :roll:


    Dann habe ich endlich auch mal "Matched" von Ally Condie gelesen. Nach den ganzen positiven Kritiken habe ich irgendwie mehr erwartet. Mir gefiel das Buch zwar und ich möchte auch wissen wie es weitergeht, aber so richtig begeistert war ich auch nicht. Vor allem die ersten zwei drittel dümpelt die Story schon ein wenig vor sich hin.

    Das kann ich nur unterschreiben!


    :huhu: Cehoernchen, Liath und Steffie!
    Wer könnte euch schon vergessen! :D

    :friends: :loool:

    So, nun werde ich mal gleich Amy-Road-Buch (Hab den langen Titel schon wieder vergessen) googlen und gleich mal sehen, ob das auf meine Wunschliste muss.

    Naraya hat recht, es ist Young Adult. Aber Du weißt gar nicht, was Du verpasst... [-( :P :loool:



    Auch nochmal von mir ein kurzes "in die Runde winken"! :winken: Ich habe mich berufsbedingt lange nicht mehr gemeldet und meine freie Zeit lieber mit Lesen, statt über das Lesen zu schreiben, verbracht. Steffie geht ja jetzt offiziell einer normalen Beschäftigung nach und ist keine Studentin mehr, deshalb kann sie jetzt 10 x so viel Bücher kaufen wie vorher! :cheers: :totlach:

    Ich hätte da eine Frage:
    Ist denn die Reihe zusammenhängend? Oder sind das immer wieder andere Charaktere und man kann wild durcheinander lesen? :-k


    Hmmm... ich denke es besteht schon die kleine Gefahr, dass man an gewissen Stellen im Buch vielleicht zum Vorgänger gespoilert wird. Die Bücher bauen chronologisch schon aufeinander auf, aber es geht immer wieder um ein anderes Kind der Familie, die dann auch alle ihre eigene Geschichte bekommen. Aber da bei diesen Büchern das Happy End wirklich keine Überraschung ist, nehme ich an kommt es darauf an, wie empfindlich Du bist. Meist wird nie groß was zum Inhalt verraten und Verständnisprobleme wird es m.E. auch nicht geben, wenn man die Bücher durcheinander liest.


    Ich hoffe ich konnte helfen. :wink:

    Ich glaube ja fast, dass wir uns die Spoiler mittlerweile sparen können. :loool:


    Ja, Kevin hat beides getan. Nach dem Frühstück hat er seine Schwester am Schießstand hingerichtet, und so wie Eva die beiden gefunden hat, muss es wohl so gewesen sein, dass Franklin zu Hilfe eilen wollte, und Kevin ihn dabei ebenfalls erschossen hat. Im Anschluss daran ist er dann in die Schule und hat seine weiteren Opfer (die er sich alle vorher speziell ausgesucht und über eine Falle in die Turnhalle gelockt hat) hingerichtet. Und als die Polizei eingetroffen ist, hat er sich widerstandslos festnehmen lassen.

    Ich denke einfach, dass Kevin nie ein Junge war, der wirklich Spaß in und an seinem Leben hatte. Er konnte sich für nichts begeistern, ihm war alles egal, er hatte keine Hobbies, keine Freunde. Und ja - wahrscheinlich ging es ihm im Endeffekt wirklich einfach nur darum, ein mal im Leben etwas zu tun, was jeder mitbekommt, worüber jeder spricht, wofür er jede Menge Aufmerksamkeit bekommt. Er wollte eine Show abliefern, die für Gesprächsstoff sorgt. Mehr "Sinn" kann ich hinter der Tat nicht entdeckern. Vermutlich war es eine Mischung aus Langeweile und Gier nach Aufmerksamkeit.

    Ich muss sagen, dass Deine Aussage ziemlich treffend klingt. Ich kann auch partout nichts anderes aus dem ganzen herauslesen. Es ist zwar ein wirklich, wirklich trauriger Grund, aber wahrscheinlich gibt es für solche Taten auch keine "guten" Gründe. Dennoch bleibt mir Kevins Charakter ein gewisses Rätsel...


    Was Franlin und Celie betrifft, hatte ich ja gedacht, dass Franklin Selbstmord begangen hat und Celie in eine Pflegefamilie gesteckt worden ist.

    Du hattest tatsächlich mit Franklins Tod gerechnet? Ich ja zugegeben überhaupt nicht, daher war das Ende eine RICHTIGE Überraschung für mich. :lol: Aber wahrscheinlich habe ich mir um Franklin auch von Beginn an zu wenig Gedanken gemacht. Dass er nie antwortet, fand ich zwar schon mit der Zeit komisch, aber so richtig mit beschäftigt hatte ich mich dann doch nicht. :roll:


    Dass Kevin seine Mutter am Leben gelassen hat, erklärt er ja damit, dass er nicht sein bestes Publikum töten konnte.

    Ui, der Satz muss vollkommen an mir vorbei gegangen sein. #-o Er will also weiterhin seine Mutter auf möglichst effektive Weise quälen... :-?


    Wir haben ja schon darüber gesprochen, ob Eva es mit ihren Darstellungen nicht ein wenig übertreibt. Aber ich denke, man sollte nicht ihr die Schuld geben, sondern der Autorin. Diese hat es wohl an einigen Stellen zu gut gemeint und übertrieben. Das Buch wirkt etwas überladen an dramatischen Szenen. :-k

    Ja, das finde ich auch. Rückblickend muss ich aber sagen, macht es für mich mittlerweile mehr Sinn. Hätte mein Sohn meinen Mann und meine Tochter ermordet, dann würde ich wahrscheinlich vieles auch etwas anders sehen. Ganz besonders würde ich vieles auch mit anderen Augen sehen. Dennoch blöd, dass man sich das ganze Buch über lang fragen muss, wie krank die Mutter doch eigentlich ist, und erst auf den letzten Seiten einen Grund dafür erfährt.


    Die letzten Seiten haben dem Buch noch mal eine etwas andere Wendung gegeben und das hat mir sehr gut gefallen. Die vielen Seiten davor waren sehr deprimierend und irgendwie auch beängstigend. Aber die letzten Seiten geben irgendwie wieder Hoffnung und fand ich sehr gut.

    Das kann ich eigentlich auch so unterschreiben. Das letzte Drittel des Buches fand ich auch am besten. Aber die zwei Drittel vorher nehmen für mich einfach zu viel Platz ein, daher gab es von mir nur drei Sterne. Deine Aussage "ein krasses Buch" kann ich aber dennoch bestätigen! :wink:


    Vielen Dank für die Leserunde ihr zwei! :friends: (Auch wenn Lettersalad kläglich aufgegeben hat :P Ich hoffe unser nächstes gemeinsames Buch wird endlich mal ein gutes! :lol: )

    Ich denke nicht, dass Kinder von Grund auf böse sind. Das geht meiner Meinung nach gar nicht, weil sie überhaupt keinen Grund dafür haben, böse zu sein.

    Das denke ich auch. Es gibt zwar durchaus Kinder, die eine gewisse Aggressivität an den Tag legen, aber so durch und durch "böse" muss schon einen Grund haben.



    So, ich habe das Buch nun mittlerweile zu ende gelesen. Die letzten 200 Seiten gingen für mich etwas einfacher von der Hand, als der Rest des Buches, da Kevin nun wesentlich präsenter ist und einiges mehr passiert. Dennoch geht das Buch für mich nicht über eine 3-Sterne-Bewertung hinaus. Dafür war es mir einfach zu langatmig und ausschweifend. Ein gewisser Grad an Spannung war aber durchaus vorhanden, daher würde ich Kevin's Geschichte nicht als "schlecht" bezeichnen wollen. Teilweise hat es mir richtig gut gefallen, teilweise habe ich aber an gewissen Stellen das Interesse verloren. 150 Seiten weniger hätten dem Buch m.E. vielleicht ganz gut getan.


    Zum Ende selbst:


    Dieses Buch ist definitiv eine tolle Grundlage für Diskussionen! :thumleft:

    Ich hoffe nicht, dass die komplette Geschichte schlussendlich darauf hinausläuft, dass Eva ganz einfach spinnt.

    Ich kann es mir momentan ja eigentlich kaum noch anders erklären... :roll:


    ... nachdem was ich da bei dir gelesen habe (besonders der erste Spoiler), weiß ich nicht, ob ich überhaupt weiterlesen will.

    Ich könnte verstehen, wenn Du abbrichst. Mich hindert meine angeborene überdurchschnittliche Neugier, wie das ganze denn nun endet, am Abbruch. Ich kann das Buch nicht einfach so da liegen lassen. :loool:


    Da das Buch ja auch eine Rückschau ist, kann ich mir vorstellen, dass Eva nun wirklich zu viel in manche Ereignisse hineinliest und versucht, sich selbst zu rechtfertigen oder zu entschuldigen. So nach dem Motto, dass der Amoklauf kein Produkt einer falschen Erziehung ist, sondern Kevin schon immer so ein schwieriges Kind war. :-k

    Das kann natürlich sein. Rückblickend sieht man ganz bestimmt viele Dinge anders! Aber dennoch verstehe ich bisher absolut nicht, ob Eva nun eine Schuld für Kevins Tat verspürt oder auch nicht. Sie hat bisher so unendlich viel über Schuld geredet, aber dennoch habe ich nicht ganz verstanden, wie das nun eigentlich sieht. Mal stellt sie es so hin, als sei Kevin einfach von Natur aus so gewesen und sie hätte gar nichts anders machen können, aber andererseits erwähnt sie auch oft genug, dass sie eine schlechte Mutter war. :scratch: Ich hab deswegen noch nicht so ganz verstanden wie das nun genau sieht...


    Aber Siobhan, die Baby-Sitterin, hat ja auch bestätigt, dass Kevin kein einfaches Kind ist, um es mal vorsichtig auszudrücken. Und letztlich ist sie ja auch an dem Job kaputtgegangen. Also wird schon das Meiste von dem, was Eva erzählt, stimmen.

    Ich bin auch fest davon überzeugt, dass Kevin ein schwieriges Kind ist und Babysitter es sicher nicht leicht haben. Dennoch glaube ich übertreibt Eva bei sehr vielen Dingen. In der Familie meines Freundes lungern derzeit sehr viele Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren und wenn ich mir überlege, wie die so ticken, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein 6jähriger so berechnend an die Beziehung seiner Eltern rangehen soll. Zwar können Kleinkinder schon durchaus frech und hinterlistig sein, aber nicht auf solch durchdachte Art und Weise, wie ich finde. Zumindest kommt mir das - wie schon gesagt - absolut fremd vor.


    Das sind alles Sachen, über die sie eigentlich während ihrer Ehe schon längst mit Franklin hätte reden müssen.

    Genauso sehe ich das auch! Dass die beiden irgendwie nie miteinander über irgendwas geredet haben - gerade bei solch wichtigen Dingen! - konnte ich auch nicht ganz nachvollziehen. Das muss einen doch zwangsläufig innerlich auffressen.


    Und Franklin kauft einfach mal so ein Haus... :roll:

    Das fand ich auch ein starkes Stück. :lol: Ich hätte meinem Kerl sonstwas erzählt, wenn der einfach loszieht und solch grundsätzliche Dinge allein entscheidet. Eva reagiert ja normalerweise bei jeder Kleinigkeit total zickig, aber da hält sie auf einmal den Mund und sagt gar nichts dazu. :roll:

    Zugegeben ich habe seit gestern ein gehörigen Sprung im Buch gemacht und bin nun auf Seite 360 von 560. Leider liegt das aber nicht daran, dass das Buch so toll ist. Lettersalad hat ja schon von Beginn an die depressive Stimmung angesprochen, aber ich finde es mittlerweile eigentlich kaum noch zu ertragen. Eva ist eine furchtbare Person und mittlerweile sind einige Dinge passiert, die sie mir vollkommen unsympathisch machten. Ich würde sie ja am liebsten mal kräftig durchschütteln und ihr raten zu einem Psychologen zu gehen. Die Frau hat sie einfach nicht mehr alle. [-( Und dem Sohn solch ein berechnendes Verhalten vorzuwerfen ist für mich mittlerweile so befremdlich geworden, dass ich meine Theorie von Evas Wahnvorstellungen immer häufiger bestätigt sehe. Ich kann einfach nicht glauben, dass ein 6jähriges Kind so dermaßen gewitzt sein soll und ständig und immer die Kontrolle über alles zu haben scheint. Solche Psychospielchen würde ich vielleicht einem Teenager noch zutrauen, aber einem Kind, welches noch nicht mal die Schule besucht?! ?( Die Stimmung im Buch ist immer erdrückender und ich muss gestehen, so langsam freue ich mich dann doch auf ein baldiges Ende. :-?


    Da ich schon so weit bin, setze ich lieber mal ein paar Spoiler, dann müsst ihr nicht mühsam die Augen zupetzen. :lol:


    Die bisher schwierigste Szene diesbezüglich war für mich die, in der


    Und natürlich das nächste große Ereignis, in dem


    Also irgendwie mag ich Eva noch nicht wirklich. Sie hat schon einige komische Ansichten und ich finde sie sehr schwierig.

    Das kann ich nur bestätigen.


    Ich hoffe, dass sich das noch ändert, denn irgendwie ist mir das wichtig, um Gefallen an dem Buch zu finden...

    M.E. wird das leider immer schlimmer. :-?


    Franklin lernt man zwar kaum kennen, aber irgendwie ist er mir auch noch nicht sonderlich sympathisch...

    Franklin wurde mir im Laufe der Zeit auch immer unsympathischer. Er
    kümmert sich keine Minute um die Bedürfnisse seiner Frau. Auch scheinen
    die beiden generell ziemlich wenig miteinander geredet zu haben.
    Vielleicht sind daher auch die Briefe zu erklären. Schlimm fand ich
    jedoch auch, was


    Ich denke nicht, dass das unbedingt bedeutet, dass man das Kind dann am Ende weniger liebt, nur weil es vielleicht Mittel zum Zweck oder so war... Schwierig!

    Ich kann mir dennoch gut vorstellen, dass das Kind eine etwas andere Rolle spielen könnte, wenn man es in erster Linie wollte, um seine Zukunft zu sichern/nicht allein sein zu wollen. Mir kommt es zumindest auch erstmal befremdlich vor, sowas als primären Grund zu haben.

    Die Szene am Anfang des Kapitels, als Eva so verzweifelt auf ihren Mann wartet und er sich einfach nicht meldet, fand ich furchtbar. Und ich konnte Eva total gut verstehen. Ich mache mir auch immer super schnell Sorgen, wenn sich mein Freund mal nicht meldet...

    Das kann ich auch so unterschreiben. Manchmal denke ich, bin ich da sogar etwas überempfindlich, aber wenn ich meinen Freund spät abends nicht erreiche, obwohl er nur mal "kurz" wegwollte, könnte ich regelmäßig am Rad drehen. :-#


    Wie weit seid ihr denn inzwischen?

    Ich bin nun bei Seite 201, mitten im Kapitel zum 01.01.2001. Ich kann nur sagen, dass einige Erzählungen der guten Eva auf mich manchmal richtig übertrieben wirken. Sorry, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass so ein kleiner Winzling solch eine Boshaftigkeit an sich haben soll. Ich frage mich derzeit wirklich, ob Eva nicht einfach unter Wahnvorstellungen leidet und ihrem Sohn Dinge unterstellt, die einfach nicht richtig sind, nur allein aus Angst ihren Mann und ihr eigenes Leben an ihren Sohn verloren zu haben. :-k Prägend war da für mich die Szene im Restaurant, nachdem Eva aus Afrika zurück kommt. Als ob der kleine der Kellnerin gezielt solch unangenehme Fragen stellen würde, um irgendjemanden bloß zu stellen?! Können sowas Kleinkinder überhaupt wissentlich? Blöd ist, dass ich nicht genau herauslesen kann wie alt Kevin mittlerweile ist, aber ich schätze einfach mal um die 3. Ich weiß auch nicht... mir kommt das alles irgendwie etwas weit hergeholt vor. Genauso wie die gezielte Art, in der Kevin die Eva und Franklin gegeneinander ausspielt, bzw. seiner Mutter so richtig frech begegnet. Dass Kevin als Kleinkind seine Mutter schon so dermaßen gehasst haben soll...? :scratch: