Beiträge von Der_Angeber

    Inhaltangabe:
    Ein kleines malerisches Dorf in Portugal wird durch seine Bewohner zum Leben erweckt: Monica Ali erzählt von Jungen und Alten, von Armen und Reichen, von Einheimischen und Ausländern – sie alle fragen sich, was aus ihren Träumen und Hoffnungen geworden ist. Abends trifft sich ganz Mamarrosa in Vascos Bar. Vasco hat für eine Weile im Ausland gelebt und glaubt daher, den anderen überlegen zu sein, auch wenn er reumütig zurückgekehrt ist. Teresa ist eine schöne, verträumte junge Frau, die den Ort endlich verlassen will – wäre da nicht der englische Schriftsteller, der seit einiger Zeit im Dorf lebt. Die Familie Potts dagegen hofft auf ein harmonisches Leben hier in der Region Alentejo. So wie Eileen, die in der dörflichen Idylle von einem Neuanfang träumt. Während sie träumt, denkt der alte Juao über sein langes, beschwerliches Dasein nach. Auf einem Fest für den berühmtesten Sohn des Ortes, von dem sich alle einen Rat erhoffen, werden ihre Sehnsüchte und Ängste sichtbar – und auch ihre Trauer über ein verpasstes Leben.


    Rezi:
    Das Buch erzählt episodisch verschiedene Szenen die sich in der Region Alentejo abspielen. Als Leser lernt man so vielerlei Charaktere und Schauplätze kennen. Wirklich verwoben ist die Handlung allerdings nicht. Immer dann, wenn man sich als Leser eine Fortsetzung des Geschehens erhofft, wechselt die Ich-Perspektive in einen anderen Charakter. Die Stimmung wird so im Buch öfters aprupt unterbrochen.


    Monica Ali schreibt sehr malerisch, umschreibt Orte nahezu perfekt und wunderschön. Darüber stolptert das Buch schlussendlich, denn die zwanghaftge verbliderlichung des Romans bringt eine schwer zu verdauende Langatmigkeit in die gesamte Handlung. Bei mir kam Spannung auf den 360 Seiten kein einziges mal auf.


    Auch das Leben der Charaktere bleibt grösstenteils erschreckend Ereignislos und lässt das Buch so eher von den Gedanken und Gefühlen der Charaktere tragen. Und diese sind reichlich vorhanden! Konflikte, wenn auch nur untergründig, weiss Ali gezielt zu vermitteln. Und so kommt einem manchmal auch schon ein mulmiges Gefühl auf. Dabei bleibt es leider auch bis zum Schluss.


    Fazit:
    Monica Ali präsentiert uns in "Alentejo Blue" eine wunderschön verfasste Charakterstudie die schlussendlich an Trägheit scheitert. Lesenswert, falls man sich nicht die grosse Spannung erhofft. Ich gebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: drei Sterne.

    Letzte Woche einen Abstecher in die Buchhandlung gmacht, verarmt wieder nachhause gegangen:


    Todegott; Arni Thorarinsson (Gelesen) :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: hat mir super gefallen!
    Alentejo Blue; Monica Ali (Am lesen) Extrem feinfühlig, wunderschön, atemberaubend. Rezi folgt. :mrgreen:
    Shanghai Baby; Wei Hui
    Der verbotene Ort; Fred Vargas
    Die Fahrt; Sybille Berg


    Auf die unteren drei bin ich nun besonders gespannt. :dance:

    Hab vor kurzem das TB gekauft und daraufhin innert 4 Tagen auch schon verschlungen.


    Der Krimi ist sehr kurzweilig, locker und trotzdem auf seine Art sehr packend. Geschrieben ist der 400-Seiter sehr flocking und liest sich wirklich wie im Fluss - nur ein interesse an Island sollte man aufbringen können, sonst wird man vom Autor im Norden des Inselstaates fehlplatziert.


    Die Charaktere sind allesamt lustige, etwas skurrile und äusserst Unterhaltsame Genossen. Der Protagonist Einar, ein nachdenklicher nikotinabhängiger Journalist, sowie seine lesbische und sehr gutmütige Gefährtin Joa treffen in der nordischen Porvinz aber nicht nur auf Freunde. Antigonisten stellt das Buch auch eine ganze Reihe auf um die Auflösung gekonnt zu verschleiern.


    Ich empfehle das Buch für Fans des typisch-skandinavischen "kalten" Krimis, die eine unterhaltsame Story suchen aber doch keine weltbewegende Literatur erwarten.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Ich hatte einen riesen Spass an diesem Buch und gebe deshalb 4.5 Punkte. Ein Stieg Larsson ist's dann doch nicht ganz. :wink:

    Liebe Forumsgenossen :mrgreen:


    Wie das Leben so mit einem spielt werde ich demnächst einige Monate in Taiwan sowie in Shanghai verbringen.
    Natürlich besuche ich fleissig den Mandarinunterricht und habe mich durch unzählige Sachbücher durchgekämpft.


    Nun aber möchte ich gerne mehr ein Feeling für das moderne Asien entwickeln und suche deshalb moderne Bücher aus China und Taiwan,aber auch Thailand, Nord- und Südkorea, eben diese Länder die mit der chinesischen Kultur enger verknüpft sind. Was Themen anbelangt bin ich absolut offen; Biografien, Familienepos, Hetero- oder Homoliebesgeschichten, Reiseberichte oder auch Krimis/Thriller. Möchte einfach einen Einblick in den fernöstlichen Alltag der Grossstädte bekommen.


    Hoffe ihr könnt mir da ganz viele möglichst aktuelle Titel vorschlagen.


    Danke im Voraus.

    Der_Angeber:
    Ich wünsche dir viel Spaß, ich habe die Wolkenvolk-Trilogie sehr gern gelesen.

    Danke. Bis jetzt ist es echt fabelhaft! :mrgreen:

    Der_Angeber: Die Wolkenvolk Trilogie steht noch auf meiner Wunschliste. Bin gespant wie es dir gefällt.

    Ich kann dir echt nur empfehlen Seide und Schwert auf deiner Wunschliste vorzuschieben. :thumleft: Den Schreibstil finde ich sehr angenehm und es het was unglaublich Episches.



    Und noch so eine allgemeine Frage an die Büchertreffler:
    Gibts neues bezüglich des TB's von "Leichenblässe" (Simon Beckett)???
    Ich brenne darauf den dritten Teil zu lesen aber finde nichtmal einen groben Erscheinungszeitpunkt. :scratch:

    Hey Hey Ho! :winken:


    Mein Lesenacht-Buch: Seide und Schwert von Kai Meyer.


    Nach unzähligen Thrillern, Krimis und Horrorromanen endlich wiedermal einbisschen Fantasy! Bis jetzt bin ich absolut überwältigt und gefesselt! Diese Fantasy-Story im alten China - ein genialer Plot.


    Worum gehts?
    Niccolo lebt im Reich des Wolkenvolks. Ihr Wolkenreich wird seit 250 Jahren vom Wind rund um die Welt geflogen - jedoch stürzt ihr Wolkenreich auf einmal ab und bleibt zwischen den Gipfeln in Chinesischem Gebirge klemmen. Der Grund: Die Substanz, welche das Wolkenreich zusammenhielt schwindet allmälich dahin - es ist der Aether. Eine Substanz, welche Drachen ausatmen. Niccolo wird von den Gelehrten des Wolkenvolks hinabgesandt, in das Südchina des 17. Jahrhunderts, um die Drachen zu finden.
    Nugua, wurde als Neugeborenes von den Drachen aufgenommen und verbrachte ihr ganzes Leben bei Ihnen, bis das Mädchen eines Tages feststellen muss, dass die Drachen spurlos verschwunden sind. Auch sie macht sich auf die suche nach ihren verschwundenen Verwandten.


    Bin erst auf seite 137 aber total gespannt wie es weitergeht. :mrgreen:

    Ich lese so zwischen 50 und 70 Seiten pro Stunde, je nachdem wie sehr mich das Buch fesselt.
    Lesen ist eine Fähigkeit die man verbessern und ausbauen kann, Leute die schon seit Jahren regelmässig Lesen kommen oft viel schneller voran.

    Ich krieg manchmal flauten. Sie gehen so lange, bis ich sie selber durchbreche (indem ich wieder was lese)...
    Manchmal einige Tage, hatte aber auch schon buchfreie Wochen.

    Bin eben fertig geworden. :applause:


    Also ehrlich: Mir hat das Buch toll gefallen!
    Die erste Hälfte ist zwar eher Ereignislos aber liest sich trozdem sehr gut. In der zweiten Hälfte gabs dann mehr Spannungsmomente - ja, richtige Nervenkitzel-Szenen.
    Aber das Ende hat mir am besten gefallen - echt atemberaubend! Der Schluss ist so unfassbar gut, da hat sich das Buch absolut gelohnt!


    Ich empfehle es wärmstens weiter! :cheers:


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Lese gerade meinen zweiten Katzenbach, die Rache. Gefällt mir gut...
    Hab vorher auch der Patient gelesen und war echt begeistert!
    Zum Film findet man nicht viele Informationen, nur dass er anscheinend in der Produktion steckt.