Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Lilian Plumley kann eigentlich glücklich sein. Ihr Mann David hat sich nach zweijähriger Affäre von seiner Frau getrennt und sie geheiratet. Er liebt sie und weil sie ihn auch über alles liebt, hat sie für ihn ihren Job beim Fernsehen aufgegeben.


    Doch ein unheilvoller Gang beginnt seinen Lauf, als ihr eine junge und äußerst attraktive Frau -Nicole Clark- beim Firmenpicknick der Anwaltskanzlei Weatherby & Partner sagt, das sie ihren Mann heiraten will. Lilian ist natürlich bestürzt über diese Aussage, aber sie verschließt ihre Augen vor den Anzeichen, die sie eigentlich schon früher in ihrer Ehe mit David bemerkt hat.


    Die Ereignisse überstürzen sich allerdings noch mehr, als Al Weatherby, der Seniorpartner der Kanzlei, von seiner eigenen Frau ermordet wird, aus Notwehr, wie diese sagt. Niemand glaubt Beth Weatherby, als sie sagt, das ihr Mann sie jahrzehntelang misshandelt hat. Aus Loyalität zu seinem früheren Boss stellt David es als reine Lüge hin, während Lilian ihrer Freundin glaubt. Doch auch ihre eigene Ehe steht immer mehr auf dem Spiel, denn Nicole scheint sich immer mehr in ihre Ehe zu drängen.


    Mein Fazit:


    Diesen Roman finde nicht ganz so spannend wie die herausragenden Bücher, die ich bisher von Joy Fielding gelesen habe. Allerdings ist die Heldin absolut glaubwürdig und ihre Gedankengänge nachvollziehbar. Es ist ein Resumée des Geschlechterkampfes und ich glaube, das er auch noch lange nicht ausgefochten ist. Es ist ein klassisches Bild der Gesellschaft.


    Anmerkung: Die Kurz-Rezension stammt aus Februar 2005.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von Argon Verlag: London – eine Stadt im Bann der Bücher. Mercy Amberdale ist in Buchläden und Antiquariaten aufgewachsen. Sie kennt den Zauber der Geschichten und besitzt das Talent der Bibliomantik. Für reiche Sammler besorgt sie die kostbarsten Titel, pirscht nachts durch Englands geheime Bibliotheken.

    Doch dann folgt sie der Spur der Bücher zum Schauplatz eines rätselhaften Mordes: Ein Buchhändler ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass ein Stück Papier zu Schaden kam. Mercy gerät in ein Netz aus magischen Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen, bis die Suche nach der Wahrheit sie zur Wurzel aller Bibliomantik führt.

    Mein Fazit:


    Ach, was hatte ich mich gefreut, dass Kai Meyer sich weiter mit der Bibliomantik beschäftigte. Die Geschichten um Furia und Siebenstein haben mich bezaubert und für sich eingenommen.


    Umso enttäuschter bin ich mit der nachträglich eingefügten Vorgeschichte. Mercy Amberdale, ein Waisenkind, welches sich auf das Aufspüren von wertvollen Büchern spezialisiert hat. Obwohl sie sehr mächtig ist, verzichtet sie auf ihre Gabe der Bibliomantik. Zu groß ist der Schmerz des Verlustets ihres Freundes Grover. Weil sie ihn in einem Kampf gegen eine Unterweltgröße nicht retten konnte, hatte sie sich von allen zurückgezogen. Doch nun wird ihr Ziehvater Valentine Amberdale getötet, ist in Mitten seiner Bücher verbrannt, ohne dass diesen auch nur etwas anhaftete. Mercy macht sich auf die Suche nach dem Mörder und muss dabei das eine oder andere Mal über ihren eigenen Schatten springen.


    Schon allein der Anfang ist ein einziges Durcheinander. Keine erklärenden Worte, keine kurze Einleitung, gleich hinein mitten ins Geschehen. Das fand ich sehr bedauerlich und ich brauchte lange, um das Ganze zu entwirren. Durch den schlechten Start verlor ich im Laufe des Hörens immer mehr den richtigen Draht zur Geschichte, denn es tauchten viele Personen auf, die irgendwie mit der Sache zu tun haben können. Es war für mich teilweise sehr verwirrend. Der Autor hat hier auch allerdings seine vielfältige Fantasie und seine Liebe zum Detail nicht vermissen lassen. Das London der damaligen Zeit mit allem ihrem Schmutz und Geruch konnte ich mir sehr gut vorstellen.


    Simon Jäger hat es wunderbar vorgelesen, ihm ist die schlechte Bewertung nun gar nicht anzulasten. Er gibt der Geschichte wirklich sehr viel Dynamik und Emotionen. Allerdings kann ich trotz allem nicht mehr wie drei Sterne vergeben und hoffe, dass der zweite Band etwas besser gelungen ist.

    Inhaltsangabe:


    Dickie Dickson ist 43 und eigentlich aus dem Ruhrpott, doch seit Jahren schon lebt sie in Hamburg. Doch Momentan geht ihr ganzes Leben den Bach runter: Sie hat keinen Job, kein Geld und ihre Liebe Jette hat sie auch verlassen. In tiefster Trauer um die verlorene Liebe muß sie einen Umzug bewältigen und das schafft sie nur mit ihren vielen Freunden und den Gelegenheit-Jobs als Dichterin.


    Ihre Tante Lissi in Wanne-Eickel ist 83 Jahre alt und noch immer eine Frau voll im Leben. Auf Dickie läßt sie nichts kommen und just nach ihrem Umzug taucht Tante Lissi auf, um ihrer Nichte mit materiellen und immateriellen Dingen unter die Arme zu greifen. Doch niemand ahnt im Voraus, wie sehr sich das Leben doch wandeln kann und welche Überraschungen das Leben noch zu bieten hat.


    Mein Fazit:


    Das ist ein Buch, das natürlich völlig darauf aus war, den Leser zu erheitern. Man spürte es förmlich und das bremste das Lesevergnügen schon manchmal. Die Situationskomik fand ich da schon besser. Alles in allem eine nette und amüsante Geschichte um das Leben und die Liebe – und ausnahmsweise mal total mitten aus dem Leben geschrieben.


    Anmerkung: Die Kurz-Rezension stammt aus Oktober 2004.

    Inhaltsangabe:


    Anna, Francesca und Patsy leben in Bristol, sind in der Mitte der Vierziger und wurden von ihren Männern wegen einer jüngeren Frau verlassen. Und die Geschichte um ihre Wege aus der Abhängigkeit ihrer Männer sind sehr unterschiedlich und beginnen mit dem Tod von Mrs. Snape, die Direktorin von „Avon Towers“ war, eine Mädchenschule, die alle drei Frauen einst besucht hatten.


    Anna war über 20 Jahre die Ehefrau eines angesehenen Arztes, hat zwei Kinder und schon drei Enkelkinder. Der Wehmutstropfen ist ihre verbitterte Mutter, die sie versucht, in ein Heim unterzubringen, da sie kaum noch in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Ihr schon immer angespanntes Verhältnis zur Mutter wird schlimmer, als es Anna schließlich gelingt, sie im Bexley House unterzubringen. Sie trauert ihrem Mann Rupert nicht mehr nach, aber sie ist unsicher in ihren Entscheidungen. Erst nach und nach, als sie einen Job in Brandon Logde, einem Erwachsenen-College, bekommt, findet sie zu ihrem eigenen Weg. Sie lernt allmählich, für sich selbst einzustehen und bekommt am Ende sogar ein lukratives Angebot.


    Francesca genießt ihre Freiheit nach der Scheidung. Ihre zwei Söhne hat sie mit ihrer Liebe einst erdrückt, so das einer sich in der Weltgeschichte herumtreibt und nie eine Adresse hinterläßt. Ihr anderer Sohn Hugo scheint sie auch nur aufzusuchen, wenn er Geld braucht, da er schon seit Jahren von der Stütze lebt und seine Frau und seine Kinder immer am Hungertuch nagen. Ihr Leben ist die Arbeit im Brandon Lodge und ihre wechselnden Affären. Sie kann sich nicht mehr festlegen und zieht aus jeder Affäre einen persönlichen Nutzen. Doch auch sie muß lernen, ihre Lehren darauszuziehen.


    Patsy war einst eine erfolgreiche Schriftstellerin. Als ihr Mann Marc sie verlassen hat, fiel sie in ein tiefes Loch. Lange trauert sie ihm nach und hofft immer wieder, das er zu ihr zurückkehrt. Ihr Ein und Alles ist Old Place, das herunter gekommen war und mit ihren finanziellen Mitteln und Marcs Arbeit zu einem wunderschönen und wertvollen Haus wurde. Doch nun soll sie allein in diesem großen Haus leben und sie sieht keinen Sinn mehr darin. Erst durch einen windigen Handel mit ihrem Mann wird sie wach und nimmt ihr Leben selbst wieder in die Hand.


    Mein Fazit:


    Meine Begeisterung für dieses Buch hält sich in Grenzen. Die Autorin hat es nicht sehr geschickt angestellt, die Leben dieser drei Frauen miteinander zu verbinden. Es war teilweise verwirrend und ich mußte einige Male auf den Klappentext schauen, wer denn nun gemeint war. Ein großer Pluspunkt dieses Buches ist die dargestellte Realität, die nicht nur in England heutzutage herrscht, sondern auch in Deutschland. Aber ansonsten halte ich das Buch für recht langweilig und undurchsichtig!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2005.

    Inhaltsangabe:


    Der Montgomey-Clan ist schon ein besonderer Haufen. Nicht nur, das einige Familienmitglieder US-Bundesstaaten als Vornamen haben. Nein, der Montgomery-Clan ist auch bekannt für seine außergewöhnlichen Familientreffen. Der Familienvorstand veranstaltet jedes Mal einen fiktiven Mordfall, den es zu lösen gilt.


    Denn die Montgomery’s sind bekannt für ihren detektivischen Spürsinn.


    Zum ditten Mal hintereinander bestreiten Tennesee Montgomery und Reece Carpenter den Wettkampf. Reece ist eingeheirateter Stiefsohn und schon von der ersten Begegnung an Tennessee verfallen. Doch ihr bisheriger Umgang war alles andere als liebevoll. Dieses Mal werden die zwei Meisterdetektive zur Partnerschaft verdonnert. Was allen anderen Familienmitglieder schon lange wissen, erkennen die beiden fast zu spät. Und dann ist da noch der Fall Big Bock Taylor zu lösen, der allen Rätsel aufgibt.


    Mein Fazit:


    Dies ist eine herzerfrischende und mit humorvollen Anektoden gespickte Geschichte, das der Montgomery-Clan einem richtig sympathisch ist. Die Liebesgeschichte steht an erster Stelle, aber der comedyhafte Mordfall ist auch nicht von der Hand zu weisen!!!


    Man sollte sich diesen Zwerchfell-Stimulator nicht entgehen lassen!


    Anmerkung: Die Kurz-Rezension stammt aus Juli 2004.

    Inhaltsangabe:


    Olivia Lilyfield hat es bisher nicht leicht im Leben gehabt. Als Halbhexe hat sie versehentlich ihre Eltern in Asche verwandelt und seither kämpfte sie sich durch Pflegefamilien und anschließend mit unzähligen Jobs durchs Leben. Mit ihrer Gabe will sie nichts zu tun haben, hat sie doch selbst mit eigenen Augen gesehen, was sie anrichten kann. Daher versucht sie, trotz allem das Richtige im Leben zu tun, um die Schuld wieder gut zu machen.


    Der ehemalige Navy SEAL Jaxson River ist ein Shifter, ein Wolf in Menschengestalt. Und sein River-Rudel wie auch alle anderen in und um Seattle werden gejagt. Niemand weiß jedoch, warum. Um seinen Alpha-Status im Rudel zu festigen, benötigt er jedoch eine Partnerin. Allerdings ist er mit einem Fluch belegt, der seine Partnerin beim ersten Biss sofort töten würde.


    In einer vermeintlichen Notsituation trifft er auf Olivia. Er ahnt nicht, dass sie eine halbe Hexe ist, denn dann würde er sie nicht so nah an sich herankommen lassen. Völlig ahnungslos und längst bereit, den Alpha-Status an einen seiner Brüder abzugeben, lässt er sich auf Olivia ein, wenn es da nicht die Jäger auf die Shifter gäbe …


    Mein Fazit:


    Ich bin ja eher nicht in diesem Genre bewandert, aber vieles in diesem Roman erinnerte mich an eine andere Buch-Reihe, die ich mit Haut und Haar verschlungen habe. Trotz der auffälligen Parallelen habe ich die Geschichte um Olivia und Jaxson genossen. Ein großer Dank geht an den Übersetzer Michael Drecker, der mir ein kostenloses Exemplar zur Verfügung stellte.


    Es gibt keine einleitenden oder erklärenden Worte. Die Hexen und Shifter existieren halt einfach schon. Das finde ich sehr bedauerlich, ein bisschen Hintergrund-Wissen wäre für mich zum besseren Verständnis angenehmer gewesen. So wird man eigentlich ziemlich schnell in die Liebes- und Fantasy-Geschichte reingeworfen. Die Erotik kommt nicht zu kurz, wahrlich nicht. Mir war es dann auch zuweilen auch etwas zu viel. Auch die Beschreibungen von Jaxson waren mir an einigen Stellen zu perfekt. Olivia hingegen wurde mutig etwas kurviger beschrieben, aber auch das wirkte manchmal sexistisch. Ich finde, die Autorin hätte den Protagonisten durchaus mehr Charakter zutrauen können, so bekam ich den Eindruck, dass es fast ausschließlich nur um körperliche Attribute ging.


    Es ist eine Geschichte für zwischendurch, die durchaus ihre Reize hat. Aber ich hätte mir mehr Investitionen in die Charaktere und Hintergrundgeschichte gewünscht. Vielleicht ist es beim zweiten Band interessanter. Dieser erste Band bekommt nur drei Sterne.

    Inhaltsangabe:


    Terry Painter ist um die vierzig, lebt in Florida in einem kleinen Häuschen, das sie von ihrer Mutter geerbt hat und arbeitet als Krankenschwester in der Mission-Care-Klinik. Sie ist sehr einsam, hat keine Freunde und auch keine andere Familie mehr. Daher hat sie sich dazu entschlossen, trotz der schlechten Erfahrungen mit der Vormieterin Erica Hollander eine neue Mieterin für das kleine Gartenhäuschen zu suchen. Und fand sie: In Alison Simms.


    Alison scheint naiv, ja, nahezu kindlich, aber dennoch für alles Neue aufgeschlossen. Und diese Art zieht Terry besonders an und sie gibt ihr das kleine Häuschen. Schnell schließen die beiden Freundschaften und beginnen, eine engere Bindung zueinander aufzubauen. Aber ziemlich schnell kommen in Terry Zweifel auf. Zweifel, ob Alison tatsächlich die Alison ist, die sie vorzugeben scheint. Und was hat es mit ihren Freunden Denise und K.C. aufsich? Und wer ist plötzlich Lance?


    Terry fühlt sich immer unsicherer und unwohler bei der ganzen Sache. Als dann schließlich ihr vermeintlicher Freund Josh Whylie ihr sagt, das er wieder zu seiner Frau zurück gekehrt ist, kommt noch eine andere Person mit ins Spiel: Die Mutter!


    Mein Fazit:


    Ich habe die zweite Hälfte des Buches an einem Abend gelesen. Eigentlich dachte ich, ich wäre zu müde. Aber die Geschichte um Terry und Alison ließ mir keine Ruhe und so las ich, las ich und las ich!


    Toll, Joy Fielding hat sich mal wieder selbst übertroffen. Diese plötzliche Wendung in diesem Buch. Daher auch die Ich-Erzählung. Denn aus dieser Sicht hat selbst der Autor nur einen Blickwinkel. Und der kann genauso trügerisch sein wie alles andere! Ich finde dieses Buch spannend und mitreißend. Vor allen Dingen die Demütigungen der Mutter sind grausam! Wo holt sie das bloß her?


    Unbedingt Lesen, mein persönlicher Tipp!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Februar 2007.

    Inhaltsangabe:


    Gerade ist die Schlacht um Helms Klamm geschlagen und ausgestanden, so müssen Gandalf, der Graue, Aragorn, der Streicher, Legolas, der Elb, Gimli, der Zwerg und die zwei Hobbits Pippin und Merry in die nächste Schlacht ziehen. Denn der Ring-Krieg ist in vollem Gange und der Feind -Sauron- ruht nicht eher, bis der letzte Mensch in Mittelerde geschlagen ist. So schickt er seine Streitmacht in Richtung Gondor auf die Stadt Minas Tirith.


    In Minas Tirith jedoch herscht der Truchsess von Gondor, Denethor. Der Vater von Boromir und Faramir. Denethor jedoch verkennt die Lage, als er Faramir in den Kampf schickt. Und Gandalf hat alle Hände voll zu tun, Aragorn und seine Gefährten auf den richtigen Weg zu lenken. Denn Eile ist geboten.


    Während dessen kämpfen Sam und Frodo mit ihrer Aufgabe, den Ring in den Schicksalsberg zu werfen. Frodo, von den Orks gefangen genommen, wird von Sam mit einer waghalsigen Aktion befreit. Sie stiefeln schließlich weiter, doch der Ring will nicht in das Feuer des Schicksals-Berges. Doch das ist nicht die einzigste Gefahr, die auf die beiden lauert.


    Mein Fazit:


    Man muss es mal gelesen haben, soviel steht fest. Und wer -so wie ich- den Film vor dem inneren Auge hat, wird einiges wiederfinden. Allerdings findet man im Film längst nicht alles wieder, was im dritten Teil der Trilogie geschrieben steht.


    Dieses Band lebt vom Krieg um Gondor und es hatte erstaunlich Tempo. Zuweilen gab es noch hier und da Stellen, die unnötig in die Länge gezogen waren, aber ansonsten war es recht flott zu lesen. Und die Geschichten um das Auenland zum Schluss sind für jeden Leser eine Überraschung, der vorher den Film gesehen hat.


    Alles in allem eine Geschichte, die unvergessen ist. Aber ich habe das Buch nun einmal gelesen und ich denke, das ich es nicht noch einmal tun werde. So sehr Tolkien sich auch Mühe gab und eine neue Welt erschuf, mir war es zwischendurch ein bißchen zuviel des Guten.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2008.

    Inhaltsangabe:


    Treffender konnte man einen Roman nicht nennen. Alex Parker hat alles, was man sich nur wünschen kann. Einen fürsorglichen und liebevollen Ehemann und Vater, eine aufgeweckte Tochter und ist im Beruf überaus erfolgreich. Auch wenn sie sich durch ihre beruflichen Erfolge, sowohl von ihr als auch von ihrem Mann Sam, ein glamouröses Leben leisten könnten, so bleiben sie bescheiden.


    Um so schlimmer schlägt der buchstäbliche Blitz bei der Familie Parker ein, als die Diagnose von Brustkrebs laut wird. Völlig geschockt versucht Alex sich mit dieser Thematisk auseinander zu setzen, während ihr Mann es von sich weist. Das Problem, die kleine Tochter mit in diese Angelegenheit ein zu beziehen, beschwört sogar seinerseits Wutausbrüche und schwere Vorwürfe hinauf. Er glaubt sogar zeitweilig, Alex simuliert, um sein Mitleid zu erregen.


    Innerhalb weniger Tage entfremdet sich das Paar. Als schließlich die Chemotherapie beginnt, läßt er sie völlig im Stich und flieht in die Arme einer anderen Frau. In ihren schwersten Stunden erfährt Alex jedoch etwas Wunderbares: Die Zuneigung, Hilfsbereitschaft und grenzenloses Verständnis ihrer Freunde, die sie vorher nie als solche betrachtet hatte. Der überaus liebenswerte und nette Brock Stevens, in ihrer Anwaltskanzlei ebenfalls tätig, steht ihr in den entscheidenden Momenten bei und macht ihr Mut, den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen und zu Ende zu führen.


    Plötzlich sieht Alex die Welt mit anderen Augen. Was ihr vorher als selbstverständlich erschien, wird zur Qual und das Unerwartete zum Himmelsgeschenk. Während ihr Mann Sam sich immer mehr der anderen Frau zuwendet, gewinnt sie Mut, das Leben neu zu beginnen. Aus der eifrigen Hilfsbereitschaft des Brock Stevens wird Zuneigung und letztendlich tiefe Liebe, die Alex nur zu gern erwidert.


    Doch auch diese Liebe wird auf eine harte Probe gestellt und während sie den Krebs erfolgreich bekämpft, eröffnen sich ihr neue Probleme.


    Mein Fazit:


    Mich beeindruckt an diesem Buch, wie umgänglich mit dem Thema Brustkrebs die ganze Geschichte geschildert wird. So wird auch zwischendurch und mit einfachen Worten die ganzen Vorgänge der Brustamputation und Chemotherapie wie selbstverständlich erklärt. Andererseits denke ich, daß diese Art Problembewältigung mit dem Thema doch eher die Ausnahme ist (und das hoffe ich auch sehr stark). Sicher ist es nicht leicht zu verkraften, die Schwierigkeiten mit der Angst ums Ungewisse. Dennoch hoffe ich, daß Paare dieses gewiß eher gemeinsam schaffen als allein. So ist das Buch in dem Sinne zwar beeindruckend, wie der Kampf um’s Überleben geschildert wird, aber in meinen Augen doch eher realitätsfern.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juni 2006.

    Inhaltsangabe:


    Ridge und Sydney sind endlich zusammen. Lange Zeit haben sie versucht, das richtige zu tun, um Maggie nicht zu verletzen. Denn Ridge war vorher mit Maggie zusammen, aber lange Zeit aus Pflichtgefühlt. Denn sie leidet an Mukoviszidose und braucht häufig Unterstützung.


    Sydney liebt Ridge gerade dafür, weil er ein großes Herz und ein starkes Verantwortungsbewußtsein hat. Dennoch tut es weh, wenn sie wieder anruft und ihn braucht. Außer ihn und Warren hat sie niemanden mehr, der ihr in Krisensituationen hilft.


    Maggie kann sich kaum vorstellen, nach der Beziehung und der schmerzhaften Trennung von Ridge noch einmal einen Versuch zu wagen. Aber ausgerechnet bei einem Fallschirmsprung – ein Punkt auf ihrer Bucket-Liste – lernt sie Jake kennen, einen Kardiologen. Aus Angst, ihn zu sehr ansich zu binden, stößt sie ihn vor den Kopf. Und dennoch kann sie ihn nicht vergessen …


    Mein Fazit:


    Tja, das war ja mal eine Überraschung. Ich habe schlichtweg nicht gewusst, dass es eine Fortsetzung von Maybe Someday ist. Somit bräuchte ich den ersten Teil der Reihe gar nicht mehr zu lesen. Rein theoretisch!


    Leider hat mir dieser Band überhaupt nicht gefallen. Vielleicht lag es daran, dass ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe. Oder an die stereotypischen Personen, die sich im Laufe der Geschichte, die sich nur über wenige Monate zieht, einfach nicht ändern und dabei irgendwie auch noch Klischees erfüllen. Vielleicht bin ich es irgendwann auch leid gewesen, so viel „Ich liebe dich“ zu lesen und ständig durch die rosa Brille der Erzähler*innen zu lesen. Ich weiß, am Anfang einer Liebe ist es so, aber mir war es irgendwann zu viel. Es erschien mir an vielen Stellen einfach einfallslos und obwohl es alle Studenten sind, hatte ich nicht das Gefühl, dass sie wirklich produktiv waren. Irgendwie lief alles nebenher.


    So wirklich Spannung kam auch nicht auf, es gab für mich keinen echten Herzschmerz und irgendetwas Besonderes. Das Ridge nun gehörlos ist, hat der Sache etwas Pepp gegeben. Und sein großes Herz für Maggie hat mir auch imponiert.


    Nun, die letzten Seiten habe ich mehr oder weniger so überflogen, denn ich ahnte schon, was kommen würde. Und genau das trat auch ein. Nein, ich hatte genug und war froh, dass die Geschichte zu Ende war. Vielleicht lag es auch an mir, womöglich war ich nicht in der richtigen Stimmung, letztendlich aber kann ich dem Buch nur ganze drei Sterne geben. Schade.

    Inhaltsangabe:


    von meiner Film-Rezension: Claire ist wieder in ihrer Zeit. Nur mit schwerem Herzen hat sie Jamie zurückgelassen, weiß sie doch, dass ihm die Schlacht von Culloden bevorsteht.


    Während Claire versucht, neben Frank ein normales Leben zu führen, überlebt Jamie die Schlacht und gerät in Gefangenschaft. Eigentlich soll er am Galgen hängen und doch kann ein glücklicher Umstand ihn davor retten. Es ermöglicht ihm die Flucht und lebt sechs Jahre lang in der Wildnis, ehe er seine Schwester Jenny dazu bringt, ihn zu verraten. Denn auf seinen Kopf ist Lösegeld ausgesetzt und dieses Geld kann die Familie mehr als nur gebrauchen!


    Claire bringt Jamies Tochter Brianna zur Welt und beginnt Medizin zu studieren, wird schließlich eine erfolgreiche Chirurgin. Die Ehe mit Frank besteht nur noch auf dem Papier, aber wegen Brianna bleiben sie zusammen. Als Brianna erwachsen ist und Frank bei einem Autounfall ums Leben kommt, sieht Claire ihre Chance gekommen, um nach Jamie zu forschen. Und tatsächlich gibt es Hinweise, dass er die Schlacht von Culloden überlebt hat.


    Nach reiflicher Überlegung beschließt Claire, in Jamies Zeit zurückzukehren und kaum ist sie angekommen, geht die abenteuerliche Reise weiter. Jamie und Claire sind wieder vereint, doch Freunde und Familie wundern sich, wo sie so lange geblieben ist. Jamie war nach der Gefangenschaft auch nicht so ganz untätig und muss Claire eine Menge Dinge erklären. Und natürlich gibt es noch andere Mächte, die ihnen immer wieder nach dem Leben trachten. Sie treten eine Reise in die Kolonien an und erleben immer wieder neue Überraschungen.


    Mein Fazit:


    Meine Erinnerung an die dritte Staffel der TV-Serie ist ja noch relativ frisch, auch wenn inzwischen die vierte Staffel gezeigt und an der fünften gedreht wird. Aber ein paar sehr berührende Szenen haben sich schon eingebrannt.


    Das Buch mit seinen starken 1.228 Seiten ist natürlich vollgepackt mit Liebe, Abenteuer, Freundschaft, Verrat und es hat sogar ein mysteriöser Serienmörder Zugang gefunden. Die ersten 500 Seiten flogen auch nur so dahin, die Anbahnung des Wiedersehens, der Neuentdeckung der Liebe zueinander, die 20 Jahre, die manchmal unausgesprochen zwischen ihnen standen. Die übrigen 700 Seiten waren vollgepackt mit Abenteuer-Geschichten, die irgendwie kein Ende zu nehmen schienen. Logisch, die TV-Serie hat sich da ziemlich nah ans Buch gehalten, ich habe fast alles im Buch gefunden, so grob aus der Erinnerung heraus. Und die Erlebnisse auf See waren schon sehr interessant und abenteuerlich. Diana Gabaldon hat alles sehr bildhaft beschrieben, manchmal glaubte ich, ich würde neben ihn hergehen und alles erleben.


    Die Autorin hat sehr viel Humor bewiesen, die Charaktere konsequent weitergezeichnet und dennoch allen Raum zur freien Entfaltung gegeben. Am Anfang wechselte häufig die Erzählperspektiven zwischen Jamie und Claire, manchmal innerhalb einer Szene auch in die dritte Person, was mich oft irritierte, aber es wurde der Grundstein für den vierten Band gelegt, nämlich die Liebesgeschichte zwischen Brianna und Roger.


    Das Ende zog sich dann auch immer mehr und mehr hin. Irgendwie fanden die Abenteuer kein Ende und ich wusste nicht, wen ich bemitleiden musste: Jamie und Claire oder mich. In diesem Punkt ist eindeutig: weniger ist mehr. Aber wie hätte man sonst eine ganze Staffel füllen können?


    Die Liebesgeschichte ist für mich immer noch sehr berührend, aber die Abenteuer waren mir dann zuweilen etwas zu viel, das Ende zog sich immer mehr, daher gibt es auch nur vier Sterne.

    Inhaltsangabe:


    Belle hatte es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter hat sie vernachlässigt, weil sie eine dunkle Hautfarbe hat. Den Vater lernte Belle nie kennen und so kam sie schon als kleines Mädchen in die Obhut des Jugendamtes. Von einer Familie zur anderen wurde sie gebracht, bis sie bei Tessa unter kam.


    Tessa war schon betagt, gab dem kleinen Mädchen jedoch sehr viel Liebe und Nähe. Als dann auch noch der gleichaltrige Jim in den Haushalt kam, war es fast perfekt. Denn Belle hatte sich vom Weihnachtsmann einen Freund gewünscht. Aber Jim wurde nach zwei Jahren von der Mutter wieder nach Hause geholt.


    2005: Jim ist nach Dublin zurückgekehrt, um nach Belle zu suchen und fand sie. Inzwischen ist er wie sie erwachsen und hat eigene Vorstellungen vom Leben. Belle hat er nie vergessen, nur die äußeren Umstände führten dazu, dass sie keinen Kontakt pflegen konnten. Es ist Liebe auf den ersten Blick und sie wollen Kindern ein kurz- oder längerfristiges Zuhause geben.


    Doch Jahre später hadert Belle mit sich. Sie kommt über die Totgeburt ihres eigenen Kindes nicht hinweg und nun soll sie ein kleines Mädchen wieder hergeben, was ihr ziemlich nah ans Herz gekommen ist. Und dann verbeißt sie sich an dem sehr niederträchtigen Verhalten ihrer Mutter und fühlt sich schuldig, überhaupt geboren zu sein.


    Kurz nach einem heftigen Streit erleiden sie einen Unfall und Belle bangt um Jim, den es doch ziemlich erwischt hat. Wieder hadert Belle mit sich und ihrer Welt. Dann taucht plötzlich ein Mädchen namens Nora auf und zeigt ihr, dass das Leben doch nicht so schlecht ist.


    Mein Fazit:


    Ein Weihnachtsbuch im Sommerurlaub zu lesen ist vielleicht nicht die allerbeste Entscheidung. Aber ich hatte es mir nun einmal vorgenommen, also begab ich mich gedanklich in das weihnachtliche Dublin.


    Die Autorin, mir bislang unbekannt, konnte mit ihrer bildhaften Art eine bezaubernde Atmosphäre schaffen und vor meinem inneren Auge entstand eine Welt voller Engel, Lichter und leise fallenden Schneeflocken. Es hatte schon so etwas wie Magie.


    Aber an manchen Stellen war es mir schlichtweg zu viel an Magie. Auch die Liebe zwischen Belle und Jim war mir an einigen Stellen einfach zu perfekt. Belle war mir an einigen Stellen viel zu sehr ich-Bezogen, während Jim an vielen Stellen zu nachsichtig war. Er gab sich wirklich Mühe, aber Belle hatte nur ihre eigenen Kummer und Schmerz im Sinn. Dabei litt er genauso. Oft genug ist Jim mir auch zu blass geblieben, zu wenig Profil, zu wenig von sich selbst erzählt. Das lag vielleicht auch an der Erzählperspektive, denn Belle beschrieb die Geschichte aus ihrer Sicht.


    Belle war mir von Anfang unsympathisch, ich kann es noch nicht einmal genau erklären. Manchmal wollte ich sie anbrüllen: „Nun werde doch endlich erwachsen!“ Aber das kann man bei einer Romanfigur bekanntermaßen schlecht. Sie ließ sich von der Vergangenheit so vereinnahmen, obwohl sie allen Grund hatte, zufrieden mit ihrem Leben zu sein außer vielleicht mit dem Verlust des Kindes. Das kann ich sehr gut nachempfinden, da mir ja ähnliches passiert ist. Aber nach zwei Jahren noch so eine emotionale Starre zu haben ist schon echt heavy.


    Und dann passiert ihr so etwas wie „Christmas Carol“. Das war für mich dann auch wieder zu viel Gefühlsduselei, einfach zu viel Zucker. Nun ja, wie schon erwähnt, ich las es im Sommerurlaub, da hat man eine andere Stimmung. Insgesamt hat mir die Geschichte um Belle und Jim nicht so gut gefallen, daher bewerte ich es mit drei Sternen.

    Inhaltsangabe:


    Wales 1861: Die 17-jährige Meriel Ellis sitzt im Gefängnis, weil sie, um die Familie vor dem Hunger zu bewahren, gewildert hat. Der junge Spross der Familie Vaughan, Trevor, zu dem Meriel eine zarte Liebe verband, konnte sie vor diesem Schicksal nicht bewahren, obwohl sein Vater, der Gutsherr, dafür sorgt, dass sie nach Australien verschifft wird.


    Im australischen Busch angekommen, muss Meriel im Arbeitslager hart in der Zuckerrohrfeldern arbeiten. Sie fügt sich dem Schicksal, ihre Liebe zur Familie und zu Trevor lässt sie allerdings weiter hoffen. Eines Tages ist sie wieder frei.


    Ihre Freiheit kommt in Person von Dylan Ayreheart daher. Nach vier Jahren kann sie durch eine Heirat aus dem Arbeitslager entlassen werden. Dylan ist selbst ein Kind von Wales und nimmt sie mit auf eine Rinderfarm, wo er eine feste Anstellung hat und bereits ein eigenes Haus besitzt.


    Das Leben auf einer Farm ist hart und Meriel muss oft um ihre Liebsten fürchten und kämpfen. Als ihre kleine Tochter Eira geboren wird, scheint das Glück perfekt. Aber ihre größte Prüfung steht ihr noch bevor und da erhält sie Hilfe von unerarteter Seite …


    Mein Fazit:


    Erst einmal geht mein großes Danke an den Edel Elements Verlag für die kostenlose Überlassung des eBooks.


    Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, die strengen Verhältnisse in der walisischen Gesellschaft zu beschreiben. Hungersnot und bitterste Armut herrschten in den Dörfern vor, während die Gutsbesitzer alles hatten und ganz sicher keinen Hunger litten. Die Hungersnot ließ Babies sterben. Oft blieb nur die Wilderei, das wurde aber über Gebühr bestraft. Offenbar wurde es von der Regierung auch so angedacht, um die australische Kolonie zu bevölkern. Freiwillig wollte dort scheinbar niemand hin.


    Auch im weiteren Verlauf sind die Beschreibungen auf dem Schiff oder auf dem australischen Kontinent sehr bildhaft und lebendig. Und welchen Kampf Meriel dort ausfocht, konne ich sehr gut nachempfinden. Allgemein kam sie mir sehr pragmatisch vor, packte eher an, als mit dem Schicksal zu hadern. Das ist sehr bewundernswert. Aber auch sie hatte Schwächen und trauerte um verstobene Weggefährtinnen.


    Nun, leider verrät der Klappentext eigentlich schon die ganze Geschichte. Während des Lesens dachte ich immer, da ist doch noch etwas, was passiert noch Unvorhergesehenes. Nun ja … Obwohl die Autorin ein wirklich schöne Geschichte voller Dramatik und Abenteuer geschrieben hat, fehlte mir das gewisse Etwas. Ich konnte mich nie lange auf das Buch konzentrieren und war leicht ablenkbar. Vielleicht, weil ich irgendwie schon alles wusste durch den Klappentext. Das hat mir erheblich die Spannung genommen. Trevors Werdegang wurde auch immer wieder einen kleinen Abschnitten erzählt und es war irgendwie klar, was kommen musste. Es war also auch etwas vorhersehbar!


    Es war eine sehr interessante Lese-Reise auf den australischen Kontinent, aber sie konnte mich trotzdem nicht fesseln. Daher gibt es nur vier Sterne! Ich würde mir wünschen, dass der Verlag den Klappentext ändert, um nicht ganz so viel zu verraten.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Kelly Murphy lebt mit ihrem Vater Jeff auf der Farm in Tulpen Crossing. Die Mutter hatte sie vor 13 Jahren verlassen. Die Schwester Olivia landete auf dem Internat, da sie dem Beispiel der Mutter zu folgen drohte. Marilee Murphy nahm es mit der Treue nicht so genau und demütigte die Familie mit unzähligen Affären, ehe sie über Nacht verschwand und danach kein Interesse mehr an ihren Töchtern zeigte.


    Helen liebt Jeff, schon seit Ewigkeiten. Aber Helen ist auch die beste Freundin von Kelly. Und Jeff ist 16 Jahre älter. Sie versucht die Freundschaft zu Jeff zu genießen, kommt er doch jeden Morgen in ihr Café zum Frühstücken. Die gemeinsame Liebe zur Musik verbindet sie ebenso. Doch die Sehnsucht wird immer stärker, aber sie weiß nicht, was sie tun soll, denn sie möchte weder Kelly noch Jeff verlieren.


    Olivia hat es satt, von ihrer Mutter Marilee so behandelt zu werden. Gemeinsam arbeiten sie in Phoenix im Immobiliengeschäft. Aber der Wunsch nach Veränderung und Abnabelung treibt Olivia dazu, in ihre Heimat – Tulpen Crossing – zurück zu kehren. Mit ihrer plötzlichen Rückkehr wirbelt sie das Leben ihrer Schwester und des Vaters durcheinander. Aber mit der Zeit gewöhnen sie sich aneinander.


    Das Chaos ist perfekt, als Marilee plötzlich in Tulpen Crossing auftaucht und so tut, als wäre nichts gewesen. Kelly kann mit der neuen Situation gar nicht umgehen, Olivia ist geschockt und muss sich den Wahrheiten stellen. Und Helen geht durch die Hölle, denn gerade haben Jeff und sie zueinander gefunden und nun wird die frische Liebe auf eine harte Probe gestellt.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein etwas anderer Roman von Susan Mallery.


    Drei Frauen, drei Liebesgeschichten. Aber es ist doch ein bisschen mehr. Es geht auch um Freundschaft und die wahre Familie, die nicht immer blutsverwandt sein muss. Zugegeben, am Anfang kam ich nicht so ganz rein in die Geschichte. Ja, ich war sogar etwas verwirrt, weil es eben so untypisch für Susan Mallery ist.


    Es geht bei Kelly um sehr viele Gefühle – zur Mutter, die niemand vermisst und doch plötzlich wieder da ist. Zum Vater, der trotz allem kein schlechtes Wort über seine Ex-Frau verlauten lässt. Zur Schwester Olivia, die sich allein durchschlagen musste, nachdem die Mutter über Nacht verschwunden war. Und dann sind da noch die Männer: Sven, dem Ex, der nach fünf Jahren die Beziehung beendete und es machte ihr überhaupt nichts aus. Und dem neuen Kandidaten Griffith, der sie attraktiv findet und ihr eine Freundschaft mit Vorzügen anbietet, aber bloß nicht in Liebe enden soll. Einziger Ankerpunkt in der ganzen Geschichte ist Helen, ihre beste Freundin. Aber sie hat selbst ihre Probleme mit den Gefühlen, denn sie ist schon seit Jahren in Jeff -Kellys Vater- verliebt. Ihre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit wird so groß, dass sie sich ein Herz fassen und ihm ihre Liebe gestehen muss. Doch dann beginnt das ganze Drama, denn Marilee taucht plötzlich auf und stellt das Leben aller Beteiligten auf den Kopf.


    Zugegeben, es gibt wieder jede Menge Sex. Sexuelle Probleme werden intensiv erörtert (von wem bei wem, erzähle ich nicht) und die alten und neuen Verbindungen überschneiden sich gelegentlich, so dass es Gefühlschaos hoch drei gibt. Es ist aber sehr schön beschrieben, dass sich die Figuren auf die neue Situation einlassen und das Beste daraus machen. Einzig Marilee ist ein echter Störfaktor und das gefühlsmäßige Erbrechen kann ich zu 100% nachvollziehen. Eine solche Mutter braucht man nicht, weder im Buch noch im wahren Leben. Auch wenn das eine oder andere etwas konstruiert wirkt, halte ich es dennoch für eine spannende Geschichte, die das Leben geschrieben haben könnte.


    Es ist kein anspruchsvoller Roman, kurzweilig, erotisch und zuweilen chaotisch. Aber ich wurde wunderbar unterhalten und vergebe daher vier Sterne und eine Lese-Empfehlung als Urlaubslektüre.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    von Audible Studios: Die Foodbloggerin Alice ist von Paris in einen malerischen Ort mitten in der Provence gezogen. Dort hat sie in dem Restaurantbesitzer Georges und der 70-jährigen Nachbarin Jeanine gute Freunde gefunden. Fehlt nur noch ein gemütliches Haus mit Garten für sie und ihre beiden Katzen – dann wäre das Glück (fast) perfekt.

    Doch ihr Leben scheint komplett aus den Fugen zu geraten, als eines Tages eine kleine Findelkatze auf gar nicht leisen Pfoten bei ihr einzieht: Alice‘ Katzen suchen das Weite; ihr wird überraschend die Wohnung gekündigt, und bei Jeanine zeigen sich erste Anzeichen von Demenz. Und zu allem Überfluss steht Alice plötzlich auch noch zwischen zwei Männern…

    Mein Fazit:


    Die erste Hälfte der Geschichte war mir nicht so wirklich bewusst, worum es eigentlich geht. Es war ziemlich verwirrend, die Namen und Orte auseinander zu halten und einen Sinn in der Geschichte zu finden.


    Aber dann wurde mir bewusst, dass es sich um ein verfallenes Hotel handelt, dass immer mehr in Mittelpunkt rückt. Denn Alice‘ Katzen flüchten in das kleine Paradies, als eine kleine Glückskatze einzieht – die Katze aus dem Lavendelfeld. Alice und ihre Freunde, allen voran der Koch George, werden auf das Kleinod aufmerksam und beginnen allmählich zu verstehen, warum die alte Dame Jeanine sich immer wieder dort zurückzieht. Dort hängt sie ihren Erinnerungen an ihre große Liebe nach.


    Alice jedoch hat ihr eigenes kleines Päckchen zu tragen. Ihr Geliebter Leon ist vor drei Jahren gestorben und die Trauer ist noch immer greifbar. George, der einst mit Leon befreundet war, hat sie in all der Zeit begleitet und in jeder Lebenslage geholfen. Eine tiefe und innige Freundschaft ist entstanden. Für George ist jedoch mehr daraus geworden, er liebt sie. Allerdings, so muss er bald feststellen, gibt es noch jemanden, der Alice liebt. Aber der andere Mann kämpft mit gänzlich anderen Mitteln, die Alice überhaupt nicht gefallen und sie muss eine Entscheidung treffen.


    Es ist eine leicht plätschernde Geschichte über Trauer, Freundschaft und Liebe. Einige kleine Geschichten innerhalb dessen runden das Ganze ab und präsentieren ein Bild über eine Familie, die zwar nicht blutsverwandt ist, aber dennoch innere Werte lebt. Man hält zusammen, komme, was wolle. Die Katzen spielen dabei natürlich auch eine Rolle, aber weniger, als der Titel vermuten lässt. Durch die kleine Glückskatze kommt eher alles ins Rollen.


    Die Sprecherin hat es sehr gut vorgelesen und betont. Ich konnte mir beim Hören ein gutes Bild machen über die Menschen, die Landschaft und die Atmosphäre.


    Es ist eine wunderbare Geschichte für zwischendurch, die unterhält und ein kleines bisschen nachdenklich stimmt. Vier Sterne ist es mir wert und ich spreche eine klare Hör-Empfehlung aus.

    Inhaltsangabe:


    von eigener Film-Rezie: Louisa Clark, von allen Lou genannt, braucht dringend einen neuen Job. Denn ihr Vater ist seit Jahren arbeitslos und die Mutter kümmert sich um den kranken Großvater.


    Sie erhält die gutbezahlte Stelle bei den Traynor’s. Will Traynor hatte vor zwei Jahren einen schweren Unfall und ist seitdem von der Brust abwärts gelähmt. Im besten Fall kann er seine Finger bewegen! Lou gibt sich alle Mühe, ihren Job richtig auszufüllen, aber Will ist verbittert und hadert mit sich selbst. Vor dem Unfall liebte er das Leben und testete stets seine Grenzen. Nichts war ihm gefährlich genug, doch nun ist er ständig auf die Hilfe anderer angewiesen und erleidet offenbar auch starke Schmerzen.


    Seine Verzweiflung und Verbitterung lässt er an Lou aus, doch sie gibt nicht so schnell auf. Sie erfährt, dass Will in die Schweiz will, um sich dort in einem Hospiz das Leben zu nehmen. Für ihn ist das Leben vollkommen sinnlos geworden und er möchte die unendlichen Qualen seiner Behinderung nicht mehr ertragen. Seine Eltern konnten ihm noch ein halbes Jahr abringen, um es sich noch einmal zu überlegen und diese Zeit sollte Lou mit ihm verbringen.


    Lou fühlt sich dazu berufen, ihn umzustimmen und zieht alle Register …


    Mein Fazit:


    Vor drei Jahren habe ich den Film zu diesem Buch im Kino gesehen. Ich fand ihn ganz reizend. Dass das Buch vor einigen Jahren so gehyped wurde, war mir hinlänglich bekannt. Irgendetwas musste ja dran sein, also kaufte ich mir das Buch und nun habe ich es endlich gelesen.


    Louisa lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt, dessen einzige Attraktion eine alte Burg ist. Mit Arbeit ist es nicht weit her und so muss sie die Arbeit annehmen, die ihr geboten wird, auch wenn sie eigentlich keine Qualifikation dazu hat. Louisa nimmt die Stelle der Pflegerin im Privathaushalt der Traynors an, ohne zu wissen, wie sehr diese Begegnung ihr Leben verändern wird.


    Louise erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, was mir tiefe Einblicke in ihr Seelenleben gewährt. Sie gibt es nicht gerne zu, aber sie fühlt sich tief in ihrem Innern schon gefangen in dieser Stadt. Aber ihr Verantwortungsbewußtsein und die Liebe zur Familie gewähren ihr kaum Extravaganzen. Sie hat kaum Geld und eine Beziehung zu Patrick, der sich a) kaum um sie kümmert und b) ihr ebenfalls keine Perspektive bietet, trotz der langen Zeit, die sie zusammen sind.


    Will Traynor sieht vieles in Louisa und versucht sie ständig aus der Reserve zu locken. Er ist gefesselt an den Rollstuhl, kann gerade mal so eine Hand leicht bewegen. Er ist ständig auf Hilfe angewiesen und trotz aller Prognosen weiß er, dass es niemals besser wird. In einiger Hinsicht sind sich Louisa und Will ähnlich. Nur kann Louisa noch ein völlig normales Leben (mit vielen Abenteuern) führen, während Will seines unbedingt beenden will. Und aufgrund seines vorherigen beruflichen Erfolges hat Will ein Vermögen, aber selbst das ist ihm nicht mehr wichtig. Seine Möglichkeiten sind beschränkt.

    Wie auch bei der Film-Rezension kam die Frage auf: Wo endet die Selbstbestimmung und beginnt die von Gott gegebene Pflicht, weiter leben zu müssen, unter allen Umständen? Es ist ethisch eine sehr sensible Frage, zu der jeder Mensch eine eigene Meinung hat und sie scheinen alle richtig und doch auch falsch zu sein. Es gibt da kein schwarz oder weiß, kein gut oder schlecht. Ich weiß nicht, wie ich entscheiden würde. Dennoch wüsste ich: wer eine solche Entscheidung getroffen hat, der hat es nicht leichtfertig getan und diese Entscheidung muss man auch respektieren.


    Das Buch ist wirklich wunderbar geschrieben, hat mich mitgenommen und berührt. Mehr noch wie der Film, obwohl ich die Hauptdarsteller beim Lesen stets vor Augen hatte. Manchmal wurden Louisas Erzählungen unterbrochen durch kurze Kapiteln von anderen Mitgliedern der Geschichte. Das fand ich sehr hilfreich, weil es in der Regel Situationen waren, die Louisa nicht wissen konnte. Das finde ich ist sehr gelungen. Auch entwickeln die Figuren sich in der Geschichte, erweitern ihren Horizont, müssen Rückgrat beweisen und Entscheidungen treffen, die sie sonst nie getroffen hätten.


    Es hängt mir noch lange nach und ich hätte glatt Lust, den Film noch mal dazu zu sehen. Begeisterte fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung von mir.

    Inhaltsangabe:


    Australien, Queensland: Abby Bardot ist wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. In der Nähe von Gundara hat sie ein kleines Haus bezogen und arbeitet als freie Journalistin. Während einer Joggingrunde am frühen Morgen findet sie im Schutzgebiet ein offenbar verletztes Mädchen, doch als sie Hilfe holt, ist das Mädchen plötzlich verschwunden.


    Es erinnert sie an die Zeit, als schon einige Mädchen plötzlich verschwanden und nicht mehr zurückkehrten. Auch sie wurde mal im Schutzgebiet gefunden und identifizierte vor 20 Jahren einen Mann, dessen Schuld sie heute nicht mehr überzeugt.


    Der Schriftsteller Tom Gabriel hat das Haus Ravenscar bezogen, auf der anderen Seite des Schutzgebietes von Gundara. Doch leider ist er unglücklich gestürzt und nun sich selbst ziemlich hilftlos. Als Abby bei ihm auftaucht, um ein Interview von ihm zu erhalten, schreitet sie selbstlos zur Tat und hilft ihm, sich zurecht zu finden. Sehr zu Toms Mißfallen. Irgendwie scheint die Journalistin ihn zu berühren, dabei suchte er doch gerade die Einsamkeit, um an seinem neuen Roman schreiben zu können.


    Ravenscar ist ein großes Haus mit einem verwilderten Garten. Abby quartiert sich ein und findet zufällig ein Geheimzimmer. In diesem Zimmer wurden Menschen, junge Mädchen, gefangen gehalten, wie eine Seite aus einem Tagebuch beweist. Aber was ist mit den beiden Mädchen geschehen? Wo sind sie nun? Und was hat das mit ihren eigenen Erinnerungen zu tun?


    Mein Fazit:


    Dies ist mein zweiter Roman, den ich von Anna Romer gelesen habe. Der Plot hörte sich interessant an und so kaufte ich mir das Buch. Australien ist ja auch immer eine gedankliche Reise wert, der unbekannte rote Kontinent voller Geheimnisse.


    Anna Romer entführt uns nach Queensland, genauer gesagt nach Gundara, einer kleinen Stadt, wo die Protagonistin Abby einst aufwuchs. Ihre Kindheit ist nicht nur von Sonnenschein geprägt und die unsichtbaren Narben trägt sich noch immer mit sich. Sie hat Angst, länger an einem Ort zu bleiben, es würde sie einengen. Eine enge Bindung hat sie nur zu ihrem Bruder Duncan.


    Vor vielen Jahren verschwanden in dem Schutzgebiet immer wieder Mädchen, die aus schwierigen Verhältnissen stammten. Soziale Ausgrenzung und fehlende liebevolle Bindungen im Elternhaus verführten die Mädchen im Alter von etwa zwölf bis vierzehn Jahren zum Ausreißen. Dabei verschluckte sie das Schutzgebiet und kamen nur noch als zufällig gefundene Leiche zu Tage. Auch Abby hatte damals ihre Erfahrung gemacht, aber sie hat überlebt, was ihr bis zum heutigen Tage unerklärlich ist. Tom Gabriel, renommierter Schriftsteller, spielte dabei eine wesentliche Rolle, das wird ihnen jedoch erst später bewusst. Als Abby in seinem Haus das geheime Zimmer findet, wo offensichtlich junge Mädchen festgehalten und womöglich getötet wurden, ist ihre Neugier geweckt und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit.


    Anna Romer erzählt die Geschichte in verschiedenen Erzählsträngen und -perspektiven. Nur Abby erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, die zwei anderen Erzählperspektiven sind in der dritten Person, was ich manchmal etwas nervig fand, zumal in einigen Passagen Abby beteiligt war. Dann gibt es da noch die Geschichte einer weiteren Ausreißerin, die irgendwo im Schutzgebiet gefangen gehalt wird. Und ein Vergangenheitsstrang berichtet von zwei Schwestern, die kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Ravenscar gefangen gehalten wurden. Die Auswirkungen dessen strahlen bis in die Gegenwart aus.


    Wenn man davon absieht, ist es ein spannendes Werk um dunkle Geheimnisse und leidende Seelen in der australischen Wildnis. Ich wollte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert war. Sehr schnell hatte ich eine leise Ahnung, aber es trug sich nicht ganz so zu, wie ich dachte. Das Ende dafür ist konsequent und traurig berührend. Abby und Tom haben eine nachvollziehbare Entwicklung gemacht, haben sich ihren eigenen Dämonen gestellt. Und beide Figuren waren trotz ihrer eigenbrödlerischen Art sehr sympathisch und liebenswert.


    Für mich ein kleines Highlight in diesem Jahr, ich bin gespannt, wann ich die anderen Romane der Autorin lesen kann. Dieses bekommt von mir trotz der Kritikpunkte fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Im November 1959 wird in Holcomb, Kansas, eine vierköpfige Familie ermordet. In dem kleinen Städtchen geht die Angst um: Wer kann denn um Himmels Willen diese friedfertige und beliebte Familie Clutter einfach so umbringen? Wer folgt als nächstes?


    Die zwei ungleichen Knastbrüder Perry und Dick streifen durch das Land auf der Suche nach dem großen Geld. Beide stellen auf ihre Art gescheiterte Existenzen da. Perry, in der Kindheit Zeuge von häuslicher Gewalt, wächst später bei seinem Vater auf, der sich redliche Mühe gibt, aus ihm ein anständiger junger Mann zu machen. Dick, ein guter Schüler mit einer soliden Zukunft, kommt vom Weg ab, als er die Stipendien ablehnt und sich mit Jobs verdingt. Er will mehr Geld verdienen und beginnt kleinere Diebstähle und Scheckbetrügereien.


    Während die Polizei die Mörder der Clutter-Familie ermittelt, erleben die zwei jungen Männer ihre eigene Odyssee, die geradewegs in die Arme der Ermittler führt.


    Mein Fazit:


    Endlich habe ich mich an die Geschichte von Truman Capote herangewagt. Schon ziemlich lange stand es in meinem Regal.


    Der Autor hat es geschafft, mit seinen Erzählungen die damalige Zeit herauf zu beschwören. Die Menschen, die Stadt, ja selbst die Landschaft konnte ich mir gut vorstellen. Holcomb ist ein kleines Nest gewesen, jeder kannte jeden und die Clutter-Familie war zu allen nett und freundlich. Und dann kommen mitten in der Nacht zwei junge finstere Burschen und beenden ihr Leben – für 40 Dollar!


    Der Autor hat die Mörder in den Mittelpunkt der Geschichte gestellt. Das bisherige Leben, die Kindheit, der berufliche Werdegang und evtl. Ehen wurden hier beleuchtet und bezeugen das tragische Ausmaß, warum sie so geworden sind. Bei Perry ist es noch eher verständlich als bei Dick. Dick machte auf mich den egoistischen, berechneten Menschen, der mehr auf kleine Mädchen stand als auf Mord. Und natürlich eint beide die Sehnsucht nach dem großen Geld, welches sie offenbar nur durch Betrügereien bekommen konnten.


    Die Geschichte ist interessant und manchmal auch erschreckend, aber Mr. Capote hat es oft sehr blumig und in langen verschachtelten Sätzen beschrieben. Nach wie vor bin ich keine Freundin dieser ausschweifenden Erzählweise und hatte damit entsprechend meine Probleme. Die 350 Seiten kamen mir wie 700 Seiten vor. Zeitweise sprang der Autor auch innerhalb eines Absatzes mal hin und her. Es war gelegentlich sehr anstrengend, wenn ich einen Abschnitt noch einmal lesen musste, um das zu verstehen.


    Insgesamt gesehen ist es eine lesenswerte Geschichte, ein Tatsachenberichtet, der tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lassen kann. Von mir bekommt das Buch vier Sterne und eine klare Empfehlung.