Beiträge von ElkeK

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    "Damals war es Friedrich" ist eine tragische Geschichte um eine Jungen-Freundschaft, die über alle Konventionen hinaus Bestand hatte. Doch der Nationalsozialismus zerstörte diese auf ziemlich brutale Weise, denn Friedrich war ein Jude.


    Beide Jungen wurden zu selben Zeit geboren, wuchsen im selben Haus auf und gingen in die gleiche Klasse. Friedrichs Vater war Beamter, der andere arbeitslos. Und dennoch konnte die Freundschaft wachsen. Doch sehr bald lernen sie, was es bedeutet, Jude zu sein. Der Nationalsozialismus greift um sich und damit auch die braune Suppe der Verfolgung, Demütigung und Unmenschlichkeit.


    Mein Fazit:


    Das Buch wird aus der Sicht eines Jungen erzählt, dessen Name nie genannt wird. Somit wird nicht Anonymität, sondern Authentizität geschaffen. Damit übernimmt der Leser die Rolle des Erzählers, ohne sich dessen bewußt zu werden. Das war wohl auch der Grund dafür, das ich erst annahm, das Buch wäre in der dritten Person geschrieben.


    Es ist ein interessantes Jugendbuch. Mein Sohn musste es in der Schule lesen und beschäftigte sich auch privat mit dem Thema. So haben wir einige Unterhaltungen geführt über die damalige Zeit, wo ich auch alles nur aus den Medien weiß. Das Buch greift das Thema dem Alter entsprechend noch einmal auf. Der Autor schildert die Ereignisse schlicht, aber wirkungsvoll. Es gibt keine hochtrabenden Worte voller Tadel. Nein, auf die wird gänzlich verzichtet.


    Ich kann dieses Buch empfehlen für Jugendliche, die sich an das Tagebuch von Anne Frank nicht rantrauen. Es hat knapp 170 Seiten und die sind schnell gelesen, auch für einen Jugendlichen.


    Veröffentlicht am 01.11.08!

    Luise Fairbanks ist sehr einsam und traurig. Sie hat gerade ihre langjährige und engste Freundin Colette auf mysteriöse Weise verloren, ihr Mann Duncan ist nach Vandiemensland aufgebrochen, um ihren Bruder zu retten und Friedensrichter Steel setzt ihr auf unverschämte Art und Weise so zu, das sie kurzerhand beschließt, nach London zurück zu kehren, um dort ihr Baby zur Welt zu bringen und auf ihren Mann zu warten.


    Doch ihre Reise nimmt einen anderen Verlauf als geplant. Ihre Tochter -zuerst "Floh" genannt- kommt mit einem Kaiseschnitt in Kapstadt zur Welt und das auch noch um einige Wochen zu früh. Endlich in London angekommen, kehrt sie bei ihren Freunden, den Gibson's ein, die das Haus eines alten verstorbenen Freundes hüten.


    Duncan hingegen ist völlig enttäuscht. Gerade ist er nach Hause, zur Farm "Second Chance" zurück gekehrt, als er feststellt, das seine geliebte Frau ihn verlassen hat. Und er findet keine Erklärung dafür. Er sieht sie noch mit dem Schiff davon fahren und wochenlang brütet er über seine Enttäuschung hin. Als er heraus findet, das Luise ihm doch eine Nachricht hinterlassen, sie ihn aber nicht erreicht hat, entschließt er sich doch, mit seinem Adoptivsohn Bobby nach London zu reisen, um seine Frau zu finden.


    Luise indes versucht mit ihrer Tochter das Leben in London zu meistern und stößt dabei auf Schwierigkeiten. Auch die Einsamkeit übermannt sie immer wieder und sie fragt sich, warum ihr Mann noch immer nicht aufgetaucht ist. Und dann findet sie noch andere Dinge heraus, z. B. das Totgesagte eben doch länger leben als gedacht! Dunkle Geheimnisse erwarten Luise und sie wartet sehnsüchtig auf Duncan. Doch dieser läßt einfach auf sich warten!


    Mein Fazit: Dies ist ja ein Fortsetzungs-Roman und da wir ja bereits den ersten Teil gelesen hatten im Januar, ist noch einiges frisch in Erinnerung; Colettes Schicksal und die Umstände um Elizabeth und Duncan! Und auch die "Weiße Feder" ist uns noch gut in Erinnerung!


    Die Autorin hat nahezu nahtlos an dem ersten Teil angeknüpft, wobei sie stets Erläuterungen beibrachte für die Leser und Leserinnen, die nicht den ersten Teil gelesen haben. Allerdings ist es ohne dem ersten Teil schon sehr schwierig, dem ganzen zu folgen. Viele Namen können einen zuweilen verwirren!


    Ein kleiner Kritik-Punkt ist auch, das das Buch eine gewisse Vorhersehbarkeit hat. Zeitweilig kann man einfach ahnen, was als nächstes passiert!


    Aber man merkt mit jeder Seite das Herzblut der Autorin in ihren Erstlings-Werken. Liebe und die Hingabe zur Geschichte ist deutlich zu spüren und das macht das Buch auch wieder zu etwas Besonderem!


    Ich denke, das sich die Autorin noch weiter entwickeln wird und wir sicher noch einige Werke in die Hände bekommen werden! Ich freue mich darauf!


    Veröffentlicht am 29.10.08!

    Johnny Depp, der Rebell unter den Schauspielern, der Sensible unter den Männern und das große Kind unter den vielen Erwachsenen! In diesem Buch wird seine Karriere beschrieben, seine Rollen analysiert, Kommentare von Regisseuren und Kollegen eingefangen und der Lebensweg genau studiert.


    Schwarz-weiß-Aufnahmen und farbliche Bilder untermauern das Portrait von Johnny Depp. Einblicke in das Privatleben von Johnny Depp sind eher rar; werden am Rande mal kurz angezeigt!


    Die Filmografie geht von "Nightmare on Elm Street" (1984) bis "Charlie und die Schokoladenfabrik" (2005). Vieles erkennt der Zuschauer wieder, einiges ist neu. Aber alles in allem ist eine Lobeshymne auf den grandiosen wie auch schwierigen Johnny Depp!


    Mein Fazit: Ich hatte mir das Buch besorgt in der Hoffnung, meinem Star etwas näher zu kommen. Ich bin total verschossen in diesen Schauspieler und sobald ich diesen irgendwo sehe, sei es Fernsehen, Zeitung etc., dann gerate ich ganz aus dem Häuschen!!! Nicht umsonst habe ich ihn über meinem Bett hängen *hi hi*


    Nun zum Buch: Vieles von dem, was dort geschrieben steht, konnte ich für mich übernehmen bzw. bin ich der gleichen Überzeugung! Die Autorin hat allerdings sehr viele Fremdwörter benutzt. Das liegt sicher an ihrer journalistischen Ausbildung, aber nicht jeder hat eben diese und so ist dieses Buch für einen normalen Leser meist schwer zu verstehen, auch für mich! Ich habe mir den Rest halt zusammen gereimt oder im Duden nachgeschlagen.


    Ansonsten gibt dieses Buch sehr viele Informationen her und ich werde dieses Buch hüten wie ein Augapfel. Die Bilder sind sehr sehenswert. Vor allen Dingen die Schwarz-Weiß-Fotos gefallen mir sehr.


    Veröffentlicht am 29.10.08!

    John Tyree ist 23 Jahre alt, als er bei einem Urlaub zu Hause die junge und dynamische Studentin Savannah Lynn Curtis kennen lernt. John ist Soldat und in Deutschland stationiert. Er hat nur seinen Vater und zu ihm hat er keine besonders gute Beziehung.


    Savannah ist in den Bergen von South Carolina aufgewachsen und träumt davon, eines Tages behinderte Kinder mit Tieren eine Therapie-Möglichkeit anbieten zu können.


    Der Urlaub geht viel zu schnell vorbei und John muss nach Deutschland zurück. Dennoch glauben beide fest an ihre Liebe und fiebern seinem nächsten Urlaub entgegen. Eigentlich will er Weihnachten 2001 die Armee verlassen, aber der 11.te September verändert auch sein ganzes Leben. Zudem wird sein Vater schwer krank und die Beziehung zu Savannah leidet in jeder Hinsicht darunter. Bereits kurz nach seiner Ankündigung, noch länger in der Armee bleiben zu müssen (wegen dem bevorstehenden Irak-Krieg), verändert sich die Beziehung. Als er schließlich im Irak kämpft, erhält er von Savannah einen Abschies-Brief. Sie hat einen anderen Mann kennen gelernt und würde ihn heiraten.


    Es bricht eine schwere Zeit an, denn sein Vater ist noch schwerer erkrankt als zuerst gedacht. Nach seinem Tod schließlich zieht es John nach Lenoir, wo Savannah mit ihrem Mann lebt. Und ehe er es sich versieht, steht er vor ihr. Wie wird es weitergehen? Kann er seine verloren geglaubte Liebe je überwinden oder gibt es einen Neuanfang?


    Mein Fazit: WOW!!! Nicholas Sparks hat mal wieder einen Knaller geschrieben. Innerhalb von drei Tagen habe ich die 400 Seiten verschlungen. Todmüde und völlig ausgelaugt bin ich, aber ich mußte die Geschichte um John und Savannah unbedingt weiterlesen und wissen, wie es ausgeht.


    Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, was diesem Buch einen besonderen Charme verlieh. Denn so habe auch ich mich als Leserin immer wieder gefragt, wie geht es Savannah? Wie verkraftet sie die Trennung? Die Rätsel lösen sich mit der Zeit auf und es ist einfach nur ergreifend. Und der Autor hat ein neues Hintergrund-Thema gewählt: Irak-Krieg! Inzwischen wohl eine weitere schmerzende Archilles-Verse nach Vietnam und er ist recht nüchtern ans Thema heran gegangen, hat nichts beschönigt oder dramatisiert. Das fand ich schon recht interessant! Allerdings spürt man auch sein weiteres großes Anliegen in diesem Buch: Behinderte Kinder!


    Was mich allerdings schon etwas störte, war die Tatsache, das Savannah mit 21 Jahren offensichtlich noch Jungfrau war und selbst nach über einem Jahr Beziehung Probleme mit Sex hatte. Ich finde so ein Verhalten bei der heutigen Zeit schon etwas unnatürlich. Aber gut, der Geschichte hat es keinen Abbruch getan.


    Wer was für Romantik übrig hat, sollte sich in keinem Falle dieses Buch entgehen lassen.


    Veröffentlicht am 29.10.08!

    Al Pacino ist am 25.04.1940 in New York geboren. Seine Kindheit ist von Armut und von Trauer geprägt. Sein Vater verließ die Familie früh und so wurde Al Pacino eher von seinem Großvater groß gezogen.


    In diesem Buch erzählt Al Pacino über seine Karriere, die eigentlich mehr mit dem Theater zu tun hat. Er sinniert über seine Rollen als Michael Corleone und Tony Montana und gibt Eindrücke, wie er seine Persönlichkeiten auf die Leinwand bringt. Er spricht über die Frauen in seinem Leben und über seine drei Kinder. Außerdem gibt er seine größte Leidenschaft preis: William Shakespeare! Er rezitiert ständig Sätze aus den Stücken Shakespeare und auch seine eigene Regie-Arbeit wurde von dem großen Dramatiker inspiriert.


    Insgesamt gesehen gibt Al Pacino, der medienscheu und sogar einstweilen schüchtern ist, in diesen Interviews, die über einen Zeitraum von 25 Jahren stattfanden, einen tiefen Einblick in seine Persönlichkeit und seine Arbeit. Er hat sein Herz am Theater verloren, spielt gerne vor dem Publikum und arbeitet nie um des Geldes wegen.


    Al Pacino hat zu Lawrence Grobel eine ungewöhnliche Freundschaft aufgebaut, die im Laufe der Jahre sehr tief und fest wurde. Aufgrund dieser Freundschaft und den vielen Interviews ist dieses Buch entstanden, das sowohl berührend wie auch erkenntnisreich ist.


    Was mich gelegentlich störte, war die Tatsache, das ich die Rollen nicht alle kannte, über die er sprach. Ich habe leider nicht alle Filme von ihm gesehen (was ich aber nachholen werde). Ein sehr starker Wesenszug von Al Pacino ist allerdings, das er über die Frauen niemals hergezogen hat, mit denen er eine Beziehung hatte. Ein sehr angenehmer Wesenszug!


    Das Buch ist jedem, der diesen einfühlsamen Schauspieler mag, zu empfehlen!


    Veröffentlicht am 29.10.08!

    Teil 1 der Sturmzeit-Trilogie


    Felicia Degnelly ist blutjunge 18 Jahre alt, als in Deutschland 1914 der erste Weltkrieg ausbricht. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Gut Lulinn in Ostpreußen, wo sie bislang eine unbeschwerte Kindheit und erstklassige Erziehung erlebt hat. Sie ist in Maksim Marakow verliebt, der jedoch hat andere Pläne in seinem Leben. Er möchte nach Russland und dort das Leben der Menschen verbessern.


    Felicia ist unglücklich über Maksims Abweisung und stürzt sich kurzerhand in einer Ehe mit dem Münchener Industriellen Alex Lombard. Doch kaum ist das frisch verheiratete Paar in München angekommen, stellt sie fest, das er dem Alkohol sehr zugesprochen ist und die Ehe nur einging, um seinen Vater zu ärgern.


    Als Maksim Marakow sie schließlich in München aufsucht und Geld für seine Reise nach Russland erbittet, kommt es zu einem peinlichen Eklat zwischen Felicia und Alex. Alex geht daraufhin an die französische Front und Felicia geht als Krankenschwester zu ihrem Vater an die Front in Galizien.


    Felicia muss viele Wege beschreiten, die ihr nicht gefallen, um ihre Familie zu schützen und zu ernähren. Und es sind immer diese zwei Männer im Hintergrund: Maksim Marakow und Alex Lombard. Wird sie je ihre Ruhe finden?


    Mein Fazit: Die Autorin hat mit diesem Buch ein ergreifendes Werk geschrieben. Ziemlich flott wurden die Geschehnisse um den Ersten Weltkrieg erzählt und dabei hat die Autorin bewiesen, das sie sehr gut recherchiert hat. Sie hat allgemein die historischen Ereignisse mit in die Geschichte einfließen lassen. Der Aufstieg der NSDAP und der Börsenkrach 1928 sind da nur zwei Beispiele.


    Die Person Felicia Degnelly ist in der Tat sehr widersprüchlich charakterisiert. Ihre Handlungsweisen sind nicht immer nachvollziehbar und das machte sie für mich manchmal unsympathisch. Oft konnte ich nur verständnislos mit dem Kopf schütteln.


    Der Anfang des Romans ist sehr verwirrend. Es ist eine Geschichte über eine große Familie und alle spielen in irgendeiner Weise eine gewichtige Rolle. Daher muss man als Leser schon mal ein bißchen aufpassen.


    Insgesamt ein interessanter erster Teil einer Trilogie, die ansich abgeschlossen ist. Aber ich bin auf den zweiten Teil gespannt.


    Veröffentlicht am 29.10.08!

    Ich glaube, ich hatte das Buch mal im Buchladen in der Hand und wollte mal "reinlesen". Dabei ist mir gleich auf der ersten Seite ein relativ obszöner Sprachstil aufgefallen. Kann das sein oder war es doch ein anderes Buch?


    :flower:


    Hallo gauensebluemche,


    nein, einen obszönen Sprachstil hat das Buch nicht. Da wirst Du es wohl mit einem anderen Buch verwechseln :|

    Hallo Frühlingswiese,


    wenn Du die Chance hast, es Dir mal auszuleihen, würde ich es Dir empfehlen. Was für mich nicht so ganz okay war, kann für andere widerum gut sein :) Ich habe soo viele gute wie schlechte Kritiken gelesen, das man da wirklich sich selbst ein Bild machen sollte.

    Johnny Peterson ist 17 Jahre alt und ein ganz normaler Teenager. Er hat eine langjährige Freundin, Becky, mehrere Jobs, eine große Familie und große Zukunftspläne. Im Sport ist er erfolgreich und bei seinen Mitschülern beliebt.


    Doch dann geschieht das Unfaßbare: Am Abend des Abschlussballes ereilt ihn ein tödlicher Autounfall. Zurück bleibt seine trauernde Mutter Alice und Freundin Becky, sein verbitterter Vater Jim und seine Geschwister Charlotte und Bobby. Jim zieht sich schon seit Jahren von seiner Familie zurück, da er vor fünf Jahren mit Bobby einen Autounfall erlitten hat und Bobby spricht seitdem nicht mehr.


    Der plötzliche Tod des ältesten Sohnes bringt die ganze Familie ins Schleudern. Alice versucht, für die Familie da zu sein. Doch in ihrer Sorge um ihre Kinder bekommt sie ein Magengeschwür, das auch noch aufplatzt. Als sie im Krankenhaus liegt, erscheint ihr ihr Sohn Johnny. Zuerst glaubt sie, sie würde halluzinieren. Doch Johnny ist offenbar noch recht lebendig. Er hat noch einen Auftrag auszuführen und möchte seiner Mutter nahe sein.


    Alice glaubt es nicht, dennoch ist ihr Sohn noch einmal zurück gekommen, auch wenn nur sie ihn sehen kann. Aber im Laufe der Zeit merkt sie, wie sehr Johnny der Familie hilft, über die Trauer hinweg zu kommen.


    Mein Fazit: Ich habe das Buch "Sein strahlendes Licht" von Danielle Steel gelesen und darin steht tatsächlich, das die Autorin ihm verstorbenen Sohn versprochen hatte, ein Buch für ihn zu schreiben. Und wenn man das Vorwort liest, weiß man, was die Autorin mit den Worten gemeint hat.


    Die Geschichte selbst ist natürlich nicht von gewohntem Tiefgang, wie man es sich bei einer solchen Geschichte vielleicht wünscht. Aber wer das oben besagte Buch über Nick Traina gelesen hat, der weiß, worum es in diesem Buch geht. Um die unerschütterliche und bedingungslose Liebe einer Mutter zu ihrem Kind und auch umgekehrt. Es geht darum, den Verlust in wunderschöne Erinnerungen zu umkehren und das Leben dennoch als wertvoll und lebenswert anzusehen, wie schwer es auch sein mag.


    Mich hat die Geschichte sehr ergriffen und ich mußte mir an der einen oder anderen Stelle schon ein Tränchen verkneifen. Es berührt ungemein und regt zum Nachdenken an. Ich werde es sicher irgendwann noch mal lesen.


    Veröffentlicht am 28.10.08!

    Kalkutta 1875: Alec Delaney wird nach 10 Jahren Haft entlassen. Sein Vater ist vor Kummer gestorben, sein Elternhaus herunter gekommen und seine Existenz ist praktisch ausgelöscht. Aber es treiben ihn auch die Rachegedanken voran, denn er wurde für ein Verbrechen inhaftiert, was er gar nicht begangen hatte. Seine einzigen Informationen sind, das er etwas gestohlen haben soll und das Lord Ashington das Urteil gesprochen hatte.


    Lord Ashington lebt jedoch mit seiner Familie wieder in England. Der Despot und Tyrann herrscht über seine Frau und die erwachsenen Kinder wie ein Herr über seine Sklaven. Der Familienname darf niemals beschmutzt werden und alle haben sich nach seinem Wort zu richten. So fällt es auch der 17jährigen Tochter Helena schwer, sich ihm zu fügen. Gerade in die Gesellschaft eingeführt, ist es allen bald klar, das sie Matthew Vanderley heiraten soll. Helena jedoch liebt Matthew nicht und kämpft mit allen Mitteln, um diese Ehe nicht eingehen zu müssen.


    Alec Delaney hat inzwischen Arbeit gefunden und baut sich ein neues Leben auf. Mit Mr. Seymour muss er geschäftlich nach England reisen und lernt so zufällig Helena Ashington kennen. Ziemlich schnell wird ihm bewußt, wessen Tochter sie ist und er beginnt eine Romanze mit ihr. Auch sie verliebt sich in ihn und hofft, das er sie aus ihrer Misere mit der Verlobung retten kann. Für Alec ist es jedoch ein großes Problem! Er will sie nicht für seine Rache benutzen und doch kann er von ihr nicht loskommen.


    Als Helena ungewollt schwanger wird, scheint es jedoch so zu sein, das er sich auf diese Weise an Lord Ashington rächen wollte. Alec verschwindet wieder nach Indien und Helena muss Matthew heiraten. Aber damit hat Alec immer noch nicht erfahren, warum er zehn Jahre unschuldig im Gefängnis von Kalkutta saß und es ist noch ein weiter Weg, ehe er es erfährt.


    Mein Fazit: Dies ist ein gelungenes Erstlingswerk der Autorin. Anfangs glaubte ich, eine abgewandelte Form von "Der Graf von Monte Christo" zu lesen. Aber ziemlich schnell wandelt sich das Augenmerk von Alec zu Helena, ihrem Kampf gegen den despotischen Vater und ihre Liebe um Alec.


    Dies ist ein Buch, das den Leser fesselt, flüssig und mit Tempo wird die Geschichte um diese ungewöhnliche Liebesgeschichte erzählt, die sämtliche Emotionen beim Leser auslöst. Man kommt nicht umhin, mit der jungen Frau mitzufiebern. Die Autorin hat gut recherchiert, was die Umgangsformen in der höheren Gesellschaft betrifft. Man bekommt einen sehr guten Einblick, was die Frau damals wert war und was sie sich erlauben durfte und was nicht.


    Eine kleine Bremse im Lesevergnügen sind die vielen Namen und die häufigen Sprünge zwischen den Handlungsorten. Das Buch bedarf schon einer hohen Aufmerksamkeit, um dann nicht vor Verwirrung der vielen Namen wegen die Lust am Lesen zu verlieren. Aber nach 150 Seiten legt es sich etwas, die Personen werden einem allmählich vertraut.


    Die Heldin ist glaubwürdig und realistisch. Jeder Leser kann sich mit ihr identifizieren, es bleibt nichts unklar, sowohl bei Helena als auch bei Alec. Ein Buch, das insgesamt fesselt und spannend ist bis zur letzten Seite. Wunderbar, ich freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin!


    Veröffentlicht am 28.10.08!

    Kim Sangmi erblickt 1923 in Seoul, Korea, das Licht der Welt. Ihre Familie ist wohlhabend, doch wirklich Liebe erfährt sie nur von ihren Großeltern! Sie genießt eine gute Schulbildung und auch sehr früh spürt sie, das sie anders ist. Wie sie später von ihrem Großvater erfährt, hat Sangmi Kim einen französischen Vater.


    Sangmi kommt sehr früh mit dem Krieg in Berührung. Die Japaner haben Korea besetzt und unterwerfen das Volk. Als die Japaner schließlich in China ihren Krieg ausbauen, wird Sangmi verschleppt. Im Alter von 14 Jahren muss sie den japanischen Soldaten als "Trostfrau" zu Willen sein. Brutal und erniedrigend wird sie täglich erniedrigt und vergewaltigt, und das alles im Namen des Kaisers.


    Ihre Verschleppung zieht sich über ganz Südostasien, Shanghai, Georgetown bis hin zu Hiroshima. Jahrelang wird sie durch eine Nummer in der Haut als "chosen pi" (Japanische Hure) gekennzeichnet und als solche behandelt. Nur wenige sind ihr wohl gesonnen und schenken ihr Augenblicke des Glücks und des Friedens.


    Und tatsächlich überlebt Sangmi ihre Odyssee. Aber es erfordert einen hohen Preis.


    Mein Fazit: Dies ist wahrlich kein Buch für schwache Nerven.


    Es hat mich fasziniert und schockiert gleichermaßen. Diese unglaublichen Greueltaten und wie sie dennoch an ihr Leben hing und hoffte und kämpfte. Diese Geschichte beruht auf Tatsachen, was den Leser noch betroffener macht. Man hat einfach keine Vorstellung, wozu der Mensch fähig ist, wenn er nur genug sadistisches Blut in den Adern hat.


    Dabei ist sie nicht so abgestumpft, wie man es vielleicht vermuten würde. Sie war dennoch fähig zu lieben und Liebe zu schenken. Sie trauerte um ein zwangsabgetriebenes Kind und hat selbst in der größten Not noch andere Mädchen oder Kinder getröstet.


    Ein Buch, das man so schnell nicht vergißt und worüber man das eine oder andere Mal nachdenkt.


    Veröffentlicht am 28.10.08!

    Wenn ein Paar sich für ein Kind bewußt entscheidet, geht es in der Regel davon aus, das es mit ein bißchen Zeit und Geduld schon ganz von allein klappt. Welche emotionalen Berg- und Talfahrten das Paar mitmacht, wenn es nach einer gewisssen Zeit nicht gleich klappt mit dem Wunschbaby, können nur diejenigen nachvollziehen, die es selbst mit gemacht hat.


    Dieses Buch gibt Hilfestellung und Lösungsvorschläge, um den emotionalen Teufelskreis zu duchbrechen. Dabei muss Frau dem eigenen Körper Vertrauen schenken, positive Gedanken zulassen und natürlich nicht ständig den eigenen Körper kontrollieren.


    Auf gut 150 Seiten bietet die Autorin Erklärungen und Übungen zur Lockerung der Seele und des Gefühlszustandes und geht dabei eingehend auf die Gefühle der Frau ein, die versucht, das Kind zu empfangen. Das aber auch der Geist entscheidend ist für eine glückliche Empfängnis, habe ich nicht für möglich gehalten.


    Mein Fazit: Dieses Buch kann man sich zwar mit einem Mal durchlesen, aber in Gedanken begleitet es den ganzen Tag, die negativen Eindrücke in positive Impulse zu verwandeln, ansich und mit sich zu arbeiten. Es ist keine leichte Aufgabe für die Frau, das vorherige Kontrollverhalten loszulassen und der Natur den freien Lauf zu lassen.


    Von den Übungen selbst habe ich einige gemacht. Und es hilft wirklich. Aber ich glaube, das die Frau es auch wollen muss. Ohne dem Willen hilft es nicht.


    Es ist ein dünnes Buch, aber ich werde es noch einige Male in die Hand nehmen.


    Veröffentlicht am 28.10.08!

    Drei Paare in New York beschließen, gemeinsam einen Urlaub in Frankreich zu verbringen. Anne und Robert, John und Pascale und Eric und Diana kennen sich schon seit vielen Jahren und haben sich gemeinsam durch schöne und schlechte Zeiten begleitet.


    Doch als Anne plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, wird die Freude auf den gemeinsamen Urlaub getrübt. Robert kann sich kaum erholen von dem plötzlichen Tod, zu sehr hängt er an den 38 Ehejahren. Zwischen Diana und Eric scheint es zu kriseln und nur John und Pascale können weiterhin eine liebevolle Ehe führen. Als Robert nach einigen Monaten eine neue Frau kennen lernt, haben sich Diana und Pascale gegen diese verschworen, um Anne's Andenken zu wahren.


    Pascale reist nach Süd-Frankreich vor, um das Haus in Beschlag zu nehmen. Aber sie findet eher eine Bruchbude vor als eine Villa. Die Haushälterin könnte eher Peggy Bundy heißen und ihr Mann trinkt lieber als zu arbeiten. Die Villa selbst hat schon lange keinen Putzlappen, geschweige denn Putzmittel, gesehen. Pascale bringt das Haus auf Hochtouren, ehe die anderen erscheinen!


    Doch dann beginnt auch schon der schwierige Teil: Eric scheint Diana betrogen zu haben und sie kann den Treuebruch kaum verwinden. Robert wird erst von seiner zickigen Tochter Mandy begleitet, dann reist seine neue Bekanntschaft nach und John und Pascale haben zu tun, den Urlaub dennoch interessant zu gestalten. Aber auch für sie bringt dieser Urlaub eine höchst erfreuliche Überraschung!


    Mein Fazit: Ich habe mir dieses Buch gleich bestellt und ich hatte gedacht, üblicherweise würde ich es in eins durchlesen. Tatsächlich hat es ja auch nur 221 Seiten, die einen vermuten lassen, mal für zwei Stunden abtauchen zu können.


    Aber bei diesem Buch fiel es mir sichtlich schwer. Die Übersetzung hat einige stilistische Fehler reingebracht und auch das Lektorat hat da wohl nicht ganz aufgepaßt. Danielle Steel selbst hat da wohl auch ihre eigenen Erinnerungen mit einfließen lassen, was sicher eine tolle Idee ist, aber auf mich wirkte der Roman nicht sonderlich. Ich konnte mich mit keinem der Helden wirklich identifizieren und meiner Meinung nach wurden die Charaktere sehr oberflächlich gehalten. Und der humorvolle Teil der Geschichte konnte auch nicht auf mich wirken. Es wirkte abgedroschen und nach der Hälfte des Buches wurde es vorhersehbar!


    Das ist leider kein besonders gutes Werk der Autorin. Ich hoffe, das Danielle Steel bald wieder bessere Romane schreibt.


    Veröffentlicht am 28.10.08!

    Mary lebt in Kenmare, Irland, allein in einem Häuschen mit ihrem schon betagten Labrador Mr. Monkels. Ihre große Liebe verlor sie mit 18 bei einem Unfall, bei dem sie schwanger war und ebenfalls schwer verletzt wurde. Ihren Sohn Ben verlor sie ebenfalls durch einen Unfall. Seither hat sie keine engere Beziehungen gehabt und ist immer für ihre Freunde Penny, Ivan und Adam da.


    Sam ist sehr erfolgreich in der amerikanischen Musik-Szene gewesen. Aber er nahm Drogen und hat gerade einen Entzug hinter sich, als er in dem kleinen Küstenstädchen Kenmare einzieht, um sich von dem Entzug zu erholen und sein Leben neu zu gestalten. Außerdem hat er dort seine Wurzeln, denn seine Großmutter Lena kam aus diesem kleinen Städtchen.


    Sam ist Marys neuer Nachbar und eigentlich mag sie ihn nicht. Aber dennoch laufen sie sich immer wieder über den Weg. Und mit seinem Einzug ins Nachbarhaus begannen auch ihre merkwürdigen Träume. Denn sie steht im Ruf, gelegentlich übersinnliches zu spüren.


    Mit der sich doch allmählich beginnenden Freundschaft zu Sam wird aber nicht nur ihr Leben verändert, sondern auch noch das ihrer Freunde. Aber das bemerken sie alle erst später ...


    Mein Fazit: Eine seichte Geschichte für zwischendurch.


    Mehr ist dieser Roman im Grunde nicht. Ich habe mich die ersten 250 Seiten ein bißchen durchgequält. Erst die letzten 200 Seiten wurden packend und interessant. Es ist eigentlich auch keine Liebesgeschichte in dem Sinne. Für mich kam die Geschichte einfach nicht richtig in die Gänge und dafür das Ende dann doch unglaubwürdiger.


    Mary wurde anfangs schon fast nonnenhaft hingestellt. Irgendwann taucht dann plötzlich ein Gelegenheits-Lover auf. Hm ... tja, irgendwie unglaubwürdig, oder? Sam hat über einen gewissen Zeitraum Heroin genommen. Viel weiß ich über Drogen nicht (und will auch nicht mehr wissen), aber eines weiß ich ganz gewiss, das der Konsum von Heroin den Körper kaputt macht. Selbst nach kurzer Zeit sieht man es den Junkies an. Da ist es doch recht unglaubwürdig, Sam als einen Strahlemann hinzustellen.


    Die Freunde von Mary sind jeder glaubwürdig. Aber meiner Meinung nach waren zuviele Personen involviert. Es hätte auch ein oder zwei Personen weniger sein können.


    Alles in allem kein Roman, den ich empfehlen kann. Kein echter Spannungsbogen, zu viele Hauptpersonen und ein viel zu plattes Ende.


    Veröffentlicht am 27.10.08!

    Insel der Versuchung
    von Henri Crouzat


    - Sonderausgabe des Lingen Verlag Köln
    - Keine weiteren Infos aus dem Buch entnehmbar!

    Patrick will eigentlich in die USA reisen, um sich von einer Kriegsverwundung zu erholen. Doch die "Timberley Castle" wird vom Feind versenkt und er bleibt mit Katleen, Joan und Victoria als Überlebende dieses Unglücks übrig.


    Sie erreichen die kleine Insel "Neu-Amsterdam" im südpazifischen Ozean. Diese Insel, früher mal kurzweilig bewohnt, ist klein und birgt keine besonderen Schätze, gibt ihnen jedoch die Möglichkeit, sich ein neues Leben aufzubauen, bis die Hilfe naht.
    Der Franzose und die drei englischen Frauen sind stolz auf jeden mühselig errungenen Sieg im Kampf ums Überleben und finden immer mehr zueinander.
    Patrick, zu allen drei Frauen ungleich hingezogen, fühlt sie wie der Herrscher der Insel. Und doch schleicht sich immer mehr und mehr der animalische Urinstinkt ein und letztendlich muß er feststellen, das er die ganze Zeit der Beherrschte war und nichts dem Zufall überlassen geblieben war. Aber dann ist es schon zu spät - zuviel Leid ist geschehen!!!


    Mein Fazit: Dieser Roman ist mein erster, den ich von einem französischen Autor gelesen habe. Daher überraschte er mich umso mehr. Mit welch' psychologischen Geschick und Selbstironie diese doch einfache Geschichte erzählt wurde. Eigentlich ist es ein Stoff für einen exzellenten Psycho-Thriller, sollte er verfilmt werden! Wärmstens zu empfehlen.


    Veröffentlicht am 26.10.08!

    Franzi und Alex sind seit knapp einem Jahr ein Paar. Und obwohl sie sich ihrer Liebe sicher sind, gibt es drückende Probleme. Das Ereignis des "Coming-Out" schwebt wie ein Damokleschwert über ihnen. Denn Alex' Vater hat die beiden vor einiger Zeit erwischt und er war von den vollendeten Tatsachen gar nicht begeistert. Aufgrund dessen fällt es Franzi schwer, es ihren Eltern zu sagen.
    Alex hat auch mit der neuen Freundin ihres Vaters zu kämpfen. Es ist für sie eine neue Situation, denn sie war mit ihrem Vater jahrelang allein.
    Franzi besucht einen Schreibkurs im Nachbarort und lernt dort die ältere und offene Lydia kennen. Schnell erfährt Franzi, das auch sie lesbisch ist und ihr "Coming-Out" sie von einer drückenden Last des Versteckspiels befreit hat. Franzi ist von Lydia fasziniert und schnell bauen sich Geheimnisse vor Alex auf. Kann sie die Situation noch in die richtige Bahn lenken? Wie weit wird sie mit Lydia gehen? Wird sie es schaffen, es endlich ihren Eltern zu sagen?


    Mein Fazit: Es ist zwar die zweite Geschichte um Franzi und Alex, dennoch findet man sich sehr gut zurecht. Vor allem kann man die Probleme um das "Coming-Out" sehr gut nachempfinden, auch wenn man nicht lesbisch ist. Sensible und einfühlsam geht die Autorin an das Thema heran und es soll wohl Mut machen, immer sich selbst trau zu bleiben und dazu zu stehen! Das Buch ist wärmstens zu empfehlen!


    Veröffentlicht am 26.10.08!

    Lisi Badichi ist nicht unbedingt eine außergewöhnlich schöne Frau, aber sie ist ehrgeizig, pflichtbewußt und versteht ihren Job als Journalistin sehr gut. Sie fährt zu jeder Pressekonferenz in der kleinen Stadt Be'er Schewa und versucht für die Zeit im Süden jeden lukrativen Artikel zu bekommen.
    So ist sie auch mit einem alten Bekannten Jacki Danzig auf der Party von Richter Pincha Hornstick eingeladen. Sie soll in ihrem Artikel das tolle Klavier erwähnen, worauf Jacki den ganzen Abend spielen soll. Bevor sie gehen möchte, zeigt der Richter ihr das Haus und entjungfert sie auf dem Bett einer Hausangestellten.
    Als sie am nächsten Morgen erwacht, geht schnell die Kunde um, das die Frau vom Richter, Alexandra Hornstick, kaltblütig ermordet wurde. Lisi erweist dem Richter ihre Beileidsbekundung und beginnt schnell Nachforschungen anzustellen. Warum war Jacki Danzig wirklich auf der Party? Denn schnell wird klar, daß er Alexandras Liebhaber war und sie zu erpressen begann. Warum war die Frau in Geldschwierigkeiten geraten und wo waren 100.000 Doller, die für den Bau einer Siedlung vorgesehen war?
    Im Laufe der Ermittlungen lernt Lisi Archimedis Levi kennen, ein charmanter und gutaussehender Mann, der zudem viel Geld über seine Immobilien und über andere dubiose Geschäfte besitzt. Und er war ein langjähriger Freund von Alexandra Hornstick. Lisi ist irritiert. Ist der Mann, in den sie sich verliebt hat, der Mörder?


    Mein Fazit: Ich habe mich mit diesem Roman sehr schwer getan. Die Autorin wandte zum Teil sehr lange Sätze an, so daß man am Ende des Satzes nicht mehr wußte, was am Anfang stand und man somit die halbe Seite nichts verstand. Außerdem tauchten immer wieder kurze Anekdoten auf, die sicherlich die Geschichte allgemein aufheitern sollten, aber mich eigentlich eher verwirrten. Ich finde es auch sehr schade, daß die Autorin die Entjungferung dieser Heldin auf so unromantische Art und Weise geschehen ließ, wenn diese schon bis zum 30.ten Lebensjahr darauf warten mußte.
    Ich gebe diesem Roman eine eher mittelmäßige Note!


    Veröffentlicht am 26.10.08!

    Lisa Anusch ist mit ihrem Werk 'Ein Jahrhundert Weiblichkeit' in ein Gebiet eingedrungen, was mir bislang verborgen geblieben ist. Gnadenlos und offen erzählt sie über ihre Studie, basierend auf wahrheitsgemäßen Erzählungen von betroffenen und überzeugten Frauen. Was genau eine Frau wirklich ausmacht, habe ich bislang nicht gewußt. Ob es nun an meiner Erziehung oder an meiner inneren Einstellung liegt, aber es wirkte teilweise recht abstoßend auf mich. Neugierig war ich jedoch trotzdem und las das Buch innerhalb von 12 Stunden durch.


    Mein Fazit: Es ist für mich kaum vorstellbar, daß es sogar noch im heutigen Europa Frauen gibt, die sich nicht nur freiwillig beschneiden lassen, sondern auch sich unterwürfig und (in meinen Augen) demütigend als Sklavinnen ausbilden lassen. Ebenso ist es für mich unvorstellbar, daß es Frauen gibt, die daran Gefallen finden, solche Sklavinnen zu halten - mit diesen Methoden und Eigenschaften.


    Mir erweckte beim Lesen auch der Eindruck, daß die Männer grundsätzlich nur vergewaltigend, dominant und beherrschend die Frauen bemächtigen. In meinen Augen ist das Buch durch und durch Männer verachtend und selbstgefällig, allerdings bestätigen die authentischen Geschichten irgendwie auch diese Einstellung. Doch ich denke, daß es nur die Ausnahmen sind und es hoffentlich auch bleiben.


    Wer mal die krasse Seite der Frau kennen lernen möchte, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen, allerdings muß ich vorwarnen, es ist - wie im Klappentext schon beschrieben - kein Buch für schwache Nerven.


    Veröffentlicht am 26.10.08!

    Ihre Begegnung war Zufall.
    Ihre Gefühle waren nicht geplant.
    Aber fünf Tage in Paris haben
    zwei Leben verändert.
    Für immer.


    Diese fünf Zeilen sagen eigentlich den Kern von "Fünf Tage in Paris" aus. Dennoch erzählt es mehr als nur eine Liebesgeschichte. Obwohl die Geschichte um tiefe Liebe, Seelenverwandtschaft, Verständnis und Zugehörigkeit handelt, befaßt es sich auch mit dem Weg aus den inneren Zwängen in die Freiheit hinaus.
    Peter Haskall und Olivia Thatcher bürdeten sich vor langer Zeit Verpflichtungen auf, die sie nun als zweifelhaft oder gar falsch empfinden. Während Olivia bereits nach einem Ausweg aus ihrer Situation sucht, macht sie ihn unbewußt auf sein unfreiheitliches Leben mit seiner Frau und seinem Schwiegervater aufmerksam. Dabei gewähren sie sich gegenseitig tiefe Einblicke ins Seelenleben des anderen, obwohl sie sich erst ein paar Stunden kennen.
    Sie machen sich gegenseitig Mut, ihren Weg zu gehen und ihren Idealen und Wertvortellungen nach zu kommen, gleichwohl daß diese von verschiedener Natur sind. Dabei stellen sei beide nach nur "Fünf Tage in Paris" fest, daß nichts mehr sein wird wie früher.


    Mein Fazit: Das ist ein Buch ganz nach meinem Geschmack und ich habe es regelrecht verschlungen. Es wird nicht nur eine teifgreifende und gefühlvolle Liebesgeschichte erzählt, sondern auch der Standpunkt von Idealen, Wertvorstellungen und moralischen Grundsätzen dargestellt. Ein jeder hat seine eigenen Vorstellungen von seinem Leben, seine Ziele, Wünsche und ganz besonders eigene Ideale und innere Werte.
    Ich persönlich setze mich immer dafür ein, seinen eigenen Idealen nachzukommen, seinen Lebenstraum zu verwirklichen. Und wenn dieses einen hohen Preis fordert, sollte jeder für sich entscheiden, ob man diesen auch bezahlen will. Jeder, der dieses Buch liest, wird sich danach fragen, ob er alles so macht, er es sich einst irgendwann mal erträumt hat. Was man mit der Antwort anfängt, bleibt jedem selbst überlassen.


    Veröffentlicht am 26.10.08!

    Ein ergreifendes Plädoyer von einer Mutter an ihren Sohn!


    Nick Traina wurde als zweites leibliches Kind von Danielle Steel geboren. Trotz eines Not-Kaiserschnitts hatte die Mutter eine tiefe Bindung zu dem Kind. Nick entwickelte sich sehr schnell; mit einem Jahr bereits lief er und begann zweisprachig Diskussionen über seine Welt. Der Vater war kaum der Rede wert, er war lange drogenabhängig und unterstützte Danielle Steel gar nicht und und zeigte auch kein aufrichtiges Interesse an seinem Sohn.


    Als die Mutter erneut heiratete und noch weitere fünf Kinder zur Welt brachte, nahm Nick immer mehr Raum in der Familie ein. Er wurde aufsässig, konnte seine Wut nicht kontrollieren und zeigte auf seine Schwester Sam unverhohlenen Hass, weil sie ihm die Mutter wegnehmen würde. Er besaß jedoch Charme und war hochintelligent, konnte mit seinen vier Jahren jeden um den Finger wickeln und er liebte Streiche. Seine große Leidenschaft war seit jeher die Musik und er begann die Umwelt mit seinem Fachwissen und seinem Interesse zu beeindrucken.


    In der Schule fiel er zunächst nicht auf, aber seine Familie beschäftigte er jeden Tag. Danielle Steel versuchte inzwischen Hilfe zu holen, denn sie spürte schon lange, das etwas nicht mit ihrem Kind stimmte. Aber alle sagen, er sei ein ganz normales Kind, nur eben etwas schwierig. Das könnte an der berühmten Mutter liegen. Selbst die Tatsache, das er düstere Bilder malte oder ganze Märchengeschichte erzählte, schien niemanden wirklich zu beunruhigen. Seine Wutanfälle, Aggressionen und seine Drogengeschichten beunruhigten nur die Familie.


    Als die Pubertät bei Nick einsetzte, wurde offensichtlich, das Nick Traina an einer psychischen Störung litt. Der Unfalltod seiner besten Freundin Sarah hatte ihn ebenso vollkommen aus der Bahn geworfen. Händeringend versuchte Danielle Steel Hilfe für ihren Sohn zu finden, fand sie in Julie und mußte dennoch viele steinige Wege gehen. Die Diagnose kam spät: Bipolar-II-Erkrankung. Einzig und allein die Musik war Nicks Halt. Dennoch konnte weder Danielle Steel noch Julie ihm die Dämonen aus seinem Kopf nehmen; er hatte einfach die Sehnsucht nach dem Tod in sich. Er hatte den Kampf aufgegeben! Im September 1997 starb er schließlich im Alter von 19 Jahren.


    Mein Fazit: Eigentlich ist mein Herz noch immer selbst voller Trauer, vielleicht gerade deshalb oder trotzdem nahm ich mir gestern das Buch zur Hand, was ich erst gestern geliefert bekommen hatte. Ich ahnte nicht, wie sehr mich dieses Schicksal bewegen würde. Ich las es durch, an einem Abend. Eine Geschichte, die von der Liebe einer Mutter zu ihrem Kind erzählt, aber auch von einem Kampf, den viele Menschen nicht verstehen, die psychische Erkrankungen generell nicht nachempfinden können. Da ich selbst an Depressionen leide und meine letzte Beziehung unter anderem auch wegen meinem Kontrollverlust verlor, bin ich sehr wohl in der Lage, nach zu empfinden, wie es in Nick aussah. Und ich habe ihn verstanden. Er tut mir so unsagbar Leid, er litt Qualen und konnte es selbst nicht genau definieren. Er nahm Drogen und trank, um sich Erleichterung zu verschaffen, um die Geister in sich für eine Weile zu vergessen. Und nur diese unerschütterliche Liebe von seiner Mutter hatte ihn auf überhaupt 19 Jahre alt werden lassen. Hätte sie ihn früher aufgegeben, wäre er früher gestorben. Bilder, die in dem Buch mit eingebunden wurden, zeigen stets einen scheinbar "gesunden" jungen, attraktiven und pure Lebensfreude ausstrahlenden Nick Traina. Seine Erkrankung hatte er immer gut versteckt.
    Ich zolle seiner Mutter meinen allergrößten Respekt ab. Sie hat viel geleistet für ihren Sohn, war immer für ihn da und hat oft genug Nerven behalten, wo viele Mütter aufgegeben hätten (mich eingeschlossen). Diese Liebe und dieses starke Band der Liebe spürt man immer wieder in diesem Buch. Danielle Steel macht mit diesem Buch anderen Menschen Mut, für ihre Lieben einzustehen, die ebenso an dieser Krankheit leiden.


    Mein allergrößter Respekt, mir kamen die Tränen bei der Liebe dieser zwei Menschen und der Trauer, die dann zum Schluß so eindrucksvoll und doch so ganz nach Nick Traina erzählt wird.


    Veröffentlicht am 25.10.08!