Beiträge von ElkeK

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Anna Wimschneider muss schon im Alter von acht Jahren ihre Geschwister versorgen und auf dem bäuerlichen Hof mitarbeiten, nachdem ihre Mutter im Kindbett im Alter von 39 Jahren gestorben ist. Der Vater und ihre Brüder machten ihr das Leben nicht leicht, aber mit ihrer Zähigkeit und Durchhaltevermögen hat sie sich den Respekt in der Gemeinde in Bayern erarbeitett.


    Als sie ihren Mann Albert kennen lernt und ihn 1939 heiratet, geht sie auf seinen bäuerlichen Hof und versorgt noch vier weitere Verwandte, während ihr Mann in den Krieg eingezogen wird. Von ihrer Schwiegermutter gedemütigt, arbeitet sie Tag und Nacht, um alle zu versorgen. Sie muss das Feld bestellen, das Vieh füttern, den Haushalt besorgen und sich um die Wäsche kümmern.


    Und trotz aller Widrigkeiten macht sie weiter ...


    Mein Fazit:


    Anna Wimschneider ist ihr Leben lang ein einfacher Mensch gewesen. Für sie gab es nur den Hof, ihr Mann und ihre Kinder. Obwohl sie oft genug vor Erschöpfung fast zusammen brach, hat sie weiter gemacht und ihren Lebensmut nicht verloren. Das Kochen lernte sie, wo sie selbst kaum auf den Herd gucken konnte. Und wenn sie nicht richtig gekocht hat, gab' es Schläge, vom Vater und von den Brüdern. Nur eine Nachbarin hat sich ihrer angenommen und sie mal aus dem harten und armen Leben heraus geholt.


    Es ist kaum vorstellbar, das es noch gar nicht so lange her ist, wo die Menschen so arm auf ihren Höfen waren, das sie sich noch nicht mal vernünftige Schuhe kaufen konnten. Ein Wochenlohn auf dem Hof waren 1 Mark oder 1 Mark und fünfzig Pfennig. Diese Armut können wir uns nicht mehr vorstellen, auch nicht, wie hart man für dieses Geld arbeiten musste und dennoch waren die Menschen nicht verbittert.


    Die Geschichte ist einfach geschrieben, ohne literarische Ergüsse. Gelegentlich hatte ich das Gefühl, das der Bäuerin beim Schreiben ein Wort verloren gegangen ist. Eine Legende mit dem Dialekt ist am Ende angeschlossen, so das man einige Wörter nachschlagen konnte. Aber ich habe es auch im Zusammenhang oft schon verstanden.


    Bewegend, ergreifend und mit allen Höhen und Tiefen des Lebens gespickt, von mir gibt es 4 von 5 Sternen.


    Veröffentlicht am 03.03.09!

    Inhaltsangabe:


    1975 fand erstmals eine größere Undercover-Operation des FBI statt, in der ein Undercover-Agent in die Mafia-Kreise eingeschleust werden sollte. Am besten eignete sich dafür Joseph D. Pistone, der nicht nur Italiener war, sondern auch das Leben auf der Straße kannte.


    Joseph D. Pistone, fortan nur noch Donnie Brasco genannt, konnte sich in der New Yorker Mafia-Szene allmählich einen Namen machen. Seine wirkliche Identität legte er komplett ab und nur selten fuhr er nach Hause, um seine Frau und seine drei Töchter zu sehen. Das geschah meist auch mit größten Sicherheitsvorkehrungen, denn er wollte seine Familie nie gefährden.


    Donnie lernte viele Männer in der Mafie-Szene kennen. Aber einen wirklich bedeutenden Schritt kam er weiter, als er auf Lefti traf, einen kettenrauchenden Mafia-Killer, der auch ganz unten in der Hierachie stand.


    Mit der Zeit schaffte Donnie es, immer tiefer in die Kreise der engsten und höchsten Mafia-Bosse zu kommen. Immer mehr Agenten schlossen sich ihm an und operierten mit ihm gemeinsam. Mehr als einmal lief er Gefahr, entdeckt zu werden und somit sein Leben zu verlieren.


    Als er nach sechs Jahren seinen ersten Mord-Auftrag erhält, steht für ihn fest, das die Operation beendet ist! Doch der Ausstieg ist genauso schwierig wie der Einstieg!


    Mein Fazit:


    Dies ist ein absolut faszinierendes Buch! Es hat nichts Romantisches an sich, keine Liebe oder Herzenswärme! Es ging hier rein ums Geschäft. Dabei erweckt sich mir der Eindruck, das die Mafia mit der Erfindung des Telefons geboren wurde. Wieviele Dialoge am Telefon stattfanden ... unglaublich!


    Mit diesem Buch habe ich das System der Mafia erst wirklich verstanden, weil der Autor Erklärungen zur Hierachie gab und die strengen Gesetze der Mafia erklärte, die zuweilen gnadenloser sind als die wirklichen Gesetze! Mich beeindruckte auch, wie oft der Agent eine Gradwanderung vollbringen mußte, um seiner Tätigkeit als Bundes-Beamter und seinem Gangster-Image gerecht zu werden. Gewalt lehnte er jedoch grundweg ab und trotz aller Versuchungen blieb er offensichtlich seiner Frau treu! Ein Mann, der hohe Moralvorstellungen hat, ohne dem er den Job des wohl berühmtesten Undercover-Agenten nicht hätte erledigen können. Dabei gab er einigen "berühmten" Mafia-Bossen die Hand, was eine absolute Sensation war! Beeindruckend, erschreckend und doch auf die andere Art faszinierend!


    Veröffentlicht am 06.02.09!

    Inhaltsangabe:


    Candice Armstrong wird ans Sterbebett von John Masters gerufen. John Masters ist ein anerkannter Archäologe und sie hat ihm einst ihre Kenntnisse in der Ägyptologie zur Verfügung gestellt. Bevor er durch die Hand von Philo Thibodeau verstirbt, bittet Professor Masters, den Stern von Babylon zu finden.


    Zusammen mit Detectice Glenn Masters, dem Sohn des Professors, macht sich Candice auf die Suche und reist in den nahen Osten. Dabei kommen sie einem Geheimbund auf die Spur, den Alexandriern. Und Philos Thibodeau glaubt, der Herrscher der Alexandrier zu sein.


    Es ist auch die Spur der Flammen, die sich seit Jahrhunderten durch Europa zieht und nur noch auf Glenn Masters wartet, denn Glenn gehört auch zu den Alexandriern.


    Mein Fazit:


    Barbara Wood hat mit Candice Armstrong eine weibliche Indiana Jones geschaffen. Von Anfang an hat das Buch Tempo. Es ist flüssig geschrieben und geprägt von häufigen Orts- und Zeitwechsel. Dabei kann man als Leser schon mal mit den vielen Namen etwas irritiert werden.


    Die Geschichte ist spannend und spitzt sich immer mehr zu. Der Spannungsbogen wird durch die einfließende Geschichten von den früheren Alexandriern gehalten. Sie geben viele Antworten auf die Fragen, die sich dem Leser unweigerlich aufdrängen. Die vielen Fakten muss man sich allerdings schon etwas merken.


    Mir hat das Buch nicht ganz so gefallen. Die Person Philo Thibodeau war mir zuwider, das ich manchmal das Buch in die Ecke werfen wollte. Und mit einigen Situationen im Buch konnte ich schlichtweg nichts anfangen, es erschloss sich mir einfach nicht.


    Es ist mir 3,5 von 5 Sternen wert.


    Veröffentlicht am 06.02.09!

    Inhaltsangabe:


    Janet Adams hat vier bezaubernde Töchter großgezogen: Sabrina, Tammy, Annie und Candy! Und jedes Jahr zum Feiertag am 04. Juli bittet sie ihre Töchter, für eine Party nach Hause zu kommen. Denn alle vier leben in der weiten Welt vertreut. Sabrina arbeitet in New York als Anwältin für Familienrecht und hat trotz traumhafter Beziehung zu Chris riesige Angst vor einer festen Bindung. Tammy arbeitet in L.A. als Fernseh-Produzentin und hatte bislang nur Pech mit den Männern. Annie lebt und studiert als Malerin in Florenz und ist unbeschreiblich in Charlie verliebt und Candy, die Jüngste der vier Mädels, ist ein berühmtes Model und leidet an Magersucht, die sie sich jedoch nicht eingestehen möchte.


    Janet Adams hat noch ein paar Kleinigkeiten vergessen und fährt mit Annie noch einmal zum Supermarkt. Auf dem Rückweg erleiden sie einen schweren Unfall. Janet ist sofort tod und Annie ist bewußtlos und am Kopf sehr schwer verletzt. So schwer, das sie ihr Augenlicht verliert.


    Die drei Schwestern und Sabrinas Freund Chris kümmern sich um Jim Adams, den Vater der Töchter und um die Bestattung der Mutter. Ebenso sind sie für Annie da, die nach nur wenigen Tagen aus dem Koma erwacht. Doch dann beginnen die Probleme: Sie können Annie nicht allein lassen und suchen nach einem Weg aus der Misere. Sabrina und Candy mieten sich ein Haus und nehmen Annie zu sich, um ihr bei den ersten Schwierigkeiten im Alltag zu helfen. Tammy würde gelegentlich aus L.A. rüber geflogen kommen und so für Annie da sein.


    Doch die jungen Frauen haben die Rechnung nicht mit dem Wirt gemacht: Annie glaubt, ihr Leben sei vorbei!

    Mein Fazit:


    Ich muss ehrlich gestehen, das ich mit diesem Roman nicht gut zurecht kam. Es hat sich für mich hingezogen wie Kaugummi und ich war gestern abend froh, das ich es durchhatte. Es ist das erste Buch der Autorin, wo ich nicht so begeistert bin.


    Erstens mal störte es mich, das die Autorin wieder Figuren nahm, die nicht wirklich was mit dem normalen Leben zu tun haben. Ich konnte mich schwer mit den Frauen identifizieren, am ehesten noch mit Annie. Sie hat ihre Mutter und ihr Augenlicht verloren. So etwas zu verkraften ist nicht leicht und ihre Handlungen und Gedankengänge waren da schon nachvollziehbar.


    Die Autorin hat auch einige stilistische Fehler begangen, was ich schon denkwürdig finde. Sie hat einige Wiederholungsfehler begangen und z. B. den Namen Tammy in einem Absatz fünf Mal genannt, obwohl sie in der Szene allein war. Den Namen mochte ich übrigens vorher schon nicht und dadurch wurde es leider nicht besser!


    Auf das Ende kann ich natürlich nicht groß eingehen. Aber ich finde, das es am Ende dann doch viel zu glatt geht. Und in meinen Augen hat eben eine wichtige Person der Mädels eben doch noch gefehlt.


    Ein Roman, den ich nur mit 2,5 von 5 Sternen bewerten kann, leider!


    Veröffentlicht am 06.02.09!

    Ein unglaubliches Geschenk/ 2008
    von Danielle Steel


    Originaltitel: Amazing Grace
    Verlag: Weltbild Verlag
    Seitenanzahl: 350
    ISBN-10: 382899279X
    ISBN-13: 978-3828992795
    (Bei amazon.de nicht gelistet!


    Inhaltsangabe:


    Sommer 2006: Vier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, haben ein gemeinsames Schicksal. Sie sind alle bei einer Benefiz-Veranstaltung in San Franzisko, als ein starkes Erdbeben passiert.


    Sarah Sloane ist die Organisatorin des "Frühchen"-Balls, da ihre Tochter Molly selbst zu früh geboren wurde. Sie führt ein angenehmes Leben, da ihr Mann Seth als Börsenmakler äußerst erfolgreich ist. Melanie Free ist jung, attraktiv und berühmt. Gerade hat sie einen Grammy gewonnen, doch niemand ahnt nicht, wie sehr sie unter der dominanten Mutter leidet, die mehr Star-Allüren hat als Melanie. Meggie ist leidenschaftliche Nonne und hilft normalerweise den Obdachlosen in der Stadt. Sie ist eigentlich eher zufällig auf dem Frühchen-Ball, wo sie den anderen beiden und auch Everett Carson begegnet. Er ist trockener Alkoholiker und reiste vorher jahrelang zu allen Kriegsgebieten der Welt, um von dort zu berichten. Aber nun muss er sein Leben neu ordnen und berichtet gerade von dieser Veranstaltung, als die Erde bebt.


    Sie (ausgenommen Sarah) werden zusammen im Presidio in ein Flüchtlings-Camp untergebracht, während die Rettungskräfte um Überlebende kämpfen. Everett fühlt sich sofort zu Meggie hingezogen, Melanie findet Gefallen an der Arbeit als Rettungs-Assistentin neben Meggie und Sarah findet heraus, das ihr Mann durch das Erdbeben des Betruges überführt wird und nicht nur die Existenz-Grundlage aufs Spiel gesetzt hat, sondern auch seine Ehe.


    Im Verlaufe eines Jahres verändert sich das Leben aller Beteiligten grundlegend. Während es für einige ein schönes Jahr wird, kämpfen andere mit sich selbst und müssen Abschied nehmen.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein typischer Danielle Steel - Roman. Wenn man alle vorherigen 59 Romane gelesen hat, weiß man schon sehr schnell, was ungefähr wohin steuert. Und es ist ja auch nicht verwunderlich, das sich die Themen aus ihren früheren Romanen irgendwie wiederholen.


    Ich werte es auch positiv, das es nicht nur ein Happy End gibt. Bedauerlichweise lebten die meisten Figuren wieder in der Oberschicht, so das man sich als "normal Sterbliche" nicht immer damit identifizieren kann. Bei Everett und bei Meggie hatte ich damit keine Probleme.


    Ein weiteres Pluspunkt war noch, das die Autorin ganz klar vermittelt hat, das zum Star-Ruhm nicht nur schöne Sachen gehören, sondern das es auch ein hartes Business ist. Das fand ich gut, obwohl viele Teenies das wohl nicht glauben würden, wenn sie es lesen würden. Dieses Buch kann ich durchaus empfehlen, aber ich denke, das man nach 59 Romanen keine Überraschung mehr erwarten kann. Ober mein Lese-Verhalten sich grundlegend geändert. Das kann natürlich auch sein.


    Veröffentlicht am 20.01.09!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Es war ein ganz einfacher Plan gewesen: Sie wollten einfach für immer zusammen bleiben. Doch ein Gehirntumor macht dem einen Strich durch die Rechnung. Gerry verstirbt im Februar und zurück bleibt Holly, die mit der Trauer nicht fertig wird. Kurz vor ihrem 30.ten Geburtstag bekommt sie von ihrer Mutter einen Karton mit Briefen. Zehn Stück an der Zahl, für jeden Monat einen.


    Es sind Briefe von Gerry, die er noch vor seinem Tod geschrieben hat, um Holly über die schwierige Zeit hinweg zu helfen. Er gibt ihr Aufgaben und Anregungen, so soll sie sich z. B. eine Nachttischlampe und ein schönes Kleid kaufen, an einem Karaoke-Wettbewerb teilnehmen und einen Kurzurlaub auf Lanzarote machen.


    In dieser Zeit erlebt Holly Hochs und Tiefs der Trauer, die sie mal allein und mal mit ihren Freundinnen Denise und Sharon durchsteht. Doch dann ändert sich plötzlich alles: Ihre Freundin Sharon ist schwanger und Denise wird heiraten. Und sie bekommt einen tollen Job und hat einen netten Freund - Daniel - dazu gewonnen.


    Wird sie bereit für ein neues Leben ohne Gerry sein?

    Mein Fazit:


    Nach dem ich vor ein paar Monaten den Film auf DVD gesehen habe, hatte ich natürlich eine gewisse Erwartungshaltung. Und ich muss sagen, das ich nicht enttäuscht worden bin. Im Gegenteil, ich habe das Buch in den letzten zwei Tagen regelrecht verschlungen.


    Holly erlebt ein schreckliches Jahr, nachdem sie fünfzehn Jahre lang ihr Leben mit Gerry teilte. Sie ist eine glaubhafte Figur und für mich sympathisch noch dazu. Ich habe jede Sekunde mit ihr gefühlt, wie sie trauerte, wütend und enttäuscht war und ein echtes Problem hatte, etwas Neues anzufangen.


    Mir haben aber auch die Freundinnen gefallen, die sehr unterschiedlich waren und so der Geschichte eine gewisse Würze gab. Auch Hollys Familie war für mich sehr herzerwärmend, wo doch bei allen eine spürbare Veränderung zu verzeichnen ist. Insgesamt gesehen finde ich diese Geschichte als sehr schön und originell. Es ist eine etwas andere Liebesgeschichte, die auf Klischees nicht angewiesen ist, sondern von Schlichtheit und Charme geprägt ist.


    Toll, kann ich nur empfehlen.


    Veröffentlicht am 20.01.09!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Walter Redlich, Jurist, wandert Ende 1937 von Deutschland nach Kenia aus, um sich und seine Familie vor den Nazis zu schützen, denn er und seine Frau Jettel sind jüdischer Abstammung, ebenso ihre kleine Tochter Regina.


    Walter findet eine Anstellung auf einer Farm, kann kaum ein Wort englisch und kann mit Hilfe der anderen jüdischen Emigranten ein einfaches Leben fristen. Jettel, in Leobschütz eine kleine Lebedame und nur Dienstboten gewohnt, findet sich nur schwer in dem Leben in Kenia zurecht, während Regina von ihrem neuen Leben auf der Farm begeistert ist. Sie baut Freunschaften zu den Einheimischen Schwarzen auf und lernt ihre Sichtweise kennen.


    Doch immer wieder holt sie die Vergangenheit ein. Als der Krieg in Europa ausbricht, beginnt eine neue bange Zeit. Nur schwer findet sich Walter damit ab, das er ein Refugee ist, ein Ausgestoßener. Er fühlt sich ohne Heimat leer und ausgebrannt und kann seine Trauer kaum überwinden. Regina wird auf eine teure Schule geschickt und sie lernt auf ihre Art und Weise, mit den Problemen zu Hause fertig zu werden.


    Als der Krieg jedoch vorbei ist, beginnt für Walter erneut die Zeit des Aufbruchs. Denn obwohl viele von ihren Freunden und Bekannten den Krieg nicht überlebt haben, möchte er nach Deutschland zurück.


    Mein Fazit:


    Ich habe mich mit diesem Roman sehr schwer getan. Es ist mein erster Afrika-Roman und ich bin mir nicht sicher, ob ich wieder einen lesen werde. Der Klappentext klang ganz vielversprechend und mit einer gewissen Erwartungshaltung habe ich dann begonnen zu lesen.


    Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich. Ich kam damit fast nicht zurecht, tat mich schwer mit den Erzählungen. An einigen Stellen habe ich den Sinn des Satzes auch nicht verstanden. Zwei oder drei kleine Handlungs-Stränge sind nicht abgeschlossen worden und nach meinem Geschmack wurden manchen Personen, die nur kurz auftauchten, zuviel Bedeutung beigemessen.


    Mir persönlich war es zu wenig Erzählungen von Afrika. Mir fehlten die Bilder der Landschaft, die ich beim Lesen glaubte sehen zu können. Erst im letzten drittel kam es so ein bißchen hervor und auch die Handlung wurde lebhafter und interessanter.


    Ein Buch, dem ich nicht soviel abgewinnen kann, aber auf die Verfilmung wäre ich doch sehr neugierig!


    Veröffentlicht am 20.01.09!

    Eigene Inhaltsangabe:


    Robert Stern ist Strafverteidiger. Nach außen hin gibt er sich als weltgewandt, beherrscht und über jede Situation erhaben. Doch tief in seinem Innern wird er mit der Trauer um seinen Felix nicht fertig. Felix starb vor zehn Jahren an dem unerklärlichen Kindstot. Seither hat Robert sein Privatleben nicht mehr im Griff und erstickt jede Chance, ein neues Leben zu beginnen, im Keim.


    Seine Ex-Freundin Carina trifft sich mit ihm auf einem Industriegelände in Berlin. Dabei der 10jährige Junge Simon. Simon ist Vollwaise und unheilbar an einem Gehirn-Tumor erkrankt. Er behauptet, er hätte vor 15 Jahren an diesem Ort einen Mann ermordet. Und tatsächlich finden sie eine Leiche.


    Dann wird ihm eine DVD zugespielt, wo angeblich sein Sohn Felix zu sehen ist. Der Absender der DVD stellt ihm in Aussicht, ihm das Geheimnis seines Sohnes zu präsentieren, wenn er sich bereit erklärt, den Mord um die gefundene Leiche aufzudecken.


    Robert wird klar, das irgendetwas Grundlegendes nicht in Ordnung ist. Anfänglich bietet er der Polizei seine Mitarbeit an. Doch seinen Weg pflastern immer mehr Leichen und aus dem Zeugen vom Anfang wird ein Verdächtiger, der nicht nur seine Unschuld beweisen will, sondern auch noch einem Kinderhändler-Ring auf die Schliche kommt. Dabei bringt er nicht nur sein Leben in Gefahr ...


    Mein Fazit:


    Dies ist mein dritter Fitzek innerhalb von drei Monaten. Das hat bei mir Spuren hinterlassen. Fitzek schreibt natürlich grandios spannend und mit einem großen Tempo. Aber ich kam anfangs nicht ganz rein in die Geschichte und hatte somit meine Mühe mit Robert Stern, Simon, Carina und dem mysteriösen Typen.


    Aber ab ungefähr der Hälfte wollte ich wissen, was passiert. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, welche Wendung eine Geschichte nehmen kann. Anfangs war noch das Hauptthema "Reinkarnation" und plötzlich wandelt es sich im Kinderpornografie und Kinderhändler. Stellenweise musste ich auch eine Pause machen, da die beschriebenen Szenen mir dann doch etwas an die Nieren gingen. Der Roman ist jedenfalls nichts für schwache Nerven. Und vorhersehbar ist es nun wahrlich nicht.


    Und auch bei diesem Buch lässt der Autor keine Fragen offen. Alles wird erklärt, nichts wird im Dunkeln gelassen. Und auch hier findet man immer wieder Personen-Namen, die auch in anderen Romane auftauchten, wie "Sophie" und "Simon". Dabei hat jede beschriebene Person Charakter und Persönlichkeit. Und mit fast jeder Figur kann man sich identifizieren. Stark!


    Ein Roman, den ich uneingeschränkt empfehlen kann.


    Veröffentlicht am 27.12.08!

    Der Engelmörder tötet 10jährige Mädchen in Rockford, Illinois. Sie sind in der Regel 10 Jahre alt und haben blondes Haar. Kitt Lundgren von der ortsansässigen Polizei untersucht den Fall. Aber sie ist zu sehr mit ihrem Privatleben beschäftigt: Ihre Tochter Sadie ist Leukämie erkrankt und liegt im Sterben.


    Jahre später: Kitt Lundgren ist erst seit kurzem erst wieder im Polizeidienst. Sie konnte den Tod ihrer Tochter nicht verkraften und hatte sich im Alkohol geflüchtet. Ihre Ehe zerbrach und somit verlor sie alles, was ihr wichtig war. Nur mit Mühe kann sie sich nach einer Therapie wieder ins normale Leben und in ihre Arbeit eingliedern.


    Eigentlich ist sie noch gar nicht wieder bereit für die belastende Polizeiarbeit, aber der vermeintliche Engelmörder schlägt wieder zu. Doch einiges ist anders und kurze Zeit später stellt sich heraus, das es ein Nachahmer gibt. Denn der wahre Engelmörder ruft bei Kitt an und erzwingt somit, das sie den Fall übernimmt.


    Für Kitt und ihr Team beginnt die Suche nach den Engelmördern in Rockford.


    Mein Fazit:


    Ich habe mich von Anfang an sehr schwer getan mit diesem Roman. Ich bin leider nicht soo ganz reingekommen. Denn eigentlich steht die Rivalität zwischen Kitt und ihrer Kollegin M.C. im Vordergrund. Die Autorin schweifte auch immer wieder von der eigentlichen Geschichte ab.


    Sehr viele Klischees wurden im Buch erzählt, von Rockford, hochtoupierten Haaren und italienischer Familienbande. Mir ist die Geschichte einfach nichts und somit hab' ich nach 224 Seiten abgebrochen! Schade, man hätte mehr draus machen können.


    Veröffentlicht am 27.12.08!

    Aden Jancker ist bereits über 40, gibt sich aber als Mitte dreißig aus. Bei ihm trifft es zu: Der Schein trügt! Zwar hat er mit seiner Partnerin Sophia Collina zusammen eine Weinhandlung in Freiburg, aber privat nimmt er es mit der Treue auch nicht so genau. Er nennt es: besondere Kundinnenbetreuung!


    Aden ist die personifizierte Faulheit, Arroganz und Egoismus. Und Sophias Gemecker geht ihm schon lange auf den Keks. So beschließt er von heute auf morgen, seine geschäftlichen und privaten Beziehungen zu Sophia zu beenden. Allerdings hat er sich vorher heimlich noch sämtliche Kunden- und Produktdaten von ihrem PC besorgt. Nebenbei versucht er eine reiche Erbin auf sich aufmerksam zu machen. Das gelingt ihm auf Anhieb und beginnt mit der etwas rundlichen Conny eine Liaison zu beginnen.


    Sophia, die in ihm ihren Lebenspartner und Vater ihrer Kinder sah, ist am Boden zerstört. Hat sie zuviel gemeckert? Hat sie zuviel von ihm gefordert? Gerade ist Aden aus der Tür, als Steffen in ihr Leben tritt. Er ist Steuerberater und obendrein noch gut aussehend. Aber Sophia hat noch zu sehr mit Aden zu tun. Und sie bekommt bald eine Gelegenheit, sich für das, was er ihr angetan hat, bei ihm zu rächen.


    Mein Fazit:


    "Die Ziege im Anzug" ist in der Tat ein treffender Titel. Der Autor hat wirklich ein Musterexemplar beschrieben, ein echter Kotzbrocken, der nur an eines denkt: Geld auf die leichteste Art zu verdienen. Mir tat die Sophia zwischendurch richtig Leid. Naiv, ja teilweise gerade zu dümmlich kam sie mir manchmal vor. Es paßte so gar nicht zu der Geschäftsfrau, die sie darstellte. Ich weiß, das der Autor ein Kaufmann ist. Somit hat er sich fast seines Metier's bedient. Und für den Rest brauchte er wohl nicht viel recherchieren, es war ein bißchen Klischee auch dabei.


    Insgesamt gesehen ist das Buch eine herzerfrischende Komödie. Ich musste schon zwischendurch grinsen. Das es ein gutes Ende nehmen musste, war schon fast voraus zu sehen. Ein Buch, das unterhält, wenn auch kurzweilig. Danke schön, Freeman!


    Veröffentlicht am 28.11.08!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Emma Thalmann ist Anfang Dreißig, arbeitet als Kinderbuch-Illustratorin und lebt im "Feenhaus" in Aschau bei München. Ihr Mann Laurenz ist Architekt und wohnt über die Woche in München.


    Emma hat sich zu einer Fahrrad-Tour aufgemacht und war mit ihren Eltern zum Essen verabredet, als sie unterwegs entführt wird. In einer kleinen Waldhütte wird sie von ihm festgehalten und immer wieder in einen tiefen Schlaf versetzt, damit er mit ihrem Mann die Lösegeld-Übergabe organisieren kann. Sie kann ihn nicht direkt erkennen, denn er ist vermummt. Aber seine Worte brennen sich in ihr Gedächtnis.


    Tatsächlich wird sie, nach einer Zahlung von 100.000 Euro Lösegeld, nach fünf Tagen wieder freigelassen. Doch für Emma beginnt damit erst der Alptraum, denn ihre einst gefühlte Sicherheit ist verschwunden. Sie legt sich einen Hund zu, sagt sämtliche Termine ab und beginnt allmählich, selbst auf Spuren-Suche zu gehen. Denn das unfaßbare ist eingetreten: Die Kripo glaubt, Emma hätte ihre eigene Entführung vorgetäuscht.


    Doch mit der Zeit wird klar, warum sie entführt wurde und weshalb das Lösegeld so verhältnismäßig niedrig war.


    Ergo: Der Roman ist sehr flüssig in der Ich-Form geschrieben. Somit konnte ich als Leserin in die Identität der Emma Thalmann schlüpfen. Es war nicht schwer, die geschriebenen Emotionen und Gedankengänge nachzuvollziehen. Sehr eindringlich und doch ohne Verwirrung zu stiften wird die Geschichte um Emma Thalmann erzählt, die sich um Erholung von ihrem Erlebnis bemühte, aber diese nicht fand.


    Für mich blieben keine Fragen offen, ich find ihn spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Der Roman hatte dann irgendwann eine gewisse Vorhersehbarkeit, was daran lag, das die Hauptfigur sich selbst auf die Suche nach dem Täter machte. Aber dennoch war es spannend, letztendlich wollte ich wissen, wie es tatsächlich ausgeht. Auch, was die Figuren der Kripo-Beamtinnen angeht, gibt es nichts zu bemängeln. Meiner Einschätzung nach hat die Autorin die Figuren sehr gut und glaubwürdig dargestellt.


    Ein toller Roman, ich hoffe, das ich bald noch mehr von ihr lesen kann.


    Veröffentlicht am 28.11.08!

    Miriam ist gerade über 40, lebt in München und hat eine kleine Schneiderei. Mit Orhan, dem türkischen Tischler, ist sie schon eine Weile befreundet, als der Arzt bei ihr eine Schwangerschaft feststellt.


    Sie sagt sofort, sie will es nicht und macht sich auf den Weg nach Steinhöring, wo sie bei ihrer Oma, Maria, aufgewachsen ist. Ihre Mutter verschwand, als sie drei Jahre alt war und der Vater spricht mehr dem Alkohol und seinen Affären als seiner Tochter zu. Ihre Oma, längst 1997 verstorben, war im Krieg einst SS-treu und Heinrich Himmler ergeben. Und so zog sie auch ihre Enkelin auf, mit Strenge und Kaltherzigkeit.


    Doch es gibt Geheimnisse in dieser Familie und Miriam will nun endlich wissen, was es mit der Puppe Lailatonka aufsich hat, mit dem Löffelchen und mit dem Kästchen, das sie versehentlich mal gefunden hat. Miriam will nun mehr über ihre Herkunft erfahren, wer sie ist und wo ihre Mutter ist. Und sie entdeckt dabei, das ihre Großmutter der SS und Heinrich Himmler treuer war als man ahnte konnte.


    Mein Fazit:


    Mit Spannung habe ich dieses Buch erwartet, wußte aber nicht, was mich da wirklich erwartete. Und so tauchte ich immer tiefer in die Geschichte um Miriam, Maria und Tonka ein. Die Autorin hat dabei das Thema der Lebensbornheime aufgegriffen. Von den Nazis unterstützte Kinderheime, die eigentlich nur dem Zweck diente, arische Kinder großzuziehen.


    Ich hatte vorher von diesen Heimen nicht gehört und umso mehr versuchte ich, über diese Heime in Erfahrung zu bringen, die Vorgänge zu verstehen. Aber es ist aus heutiger Sicht schwer verständlich. Teils sprachlos, teils schockiert habe ich mich dann mit diesem Thema befaßt.


    In Miriams Fall ist die Aufarbeitung von tragender Bedeutung, da sie ein Kind erwartet und -obwohl sie es erst ablehnt- diesem Kind und auch sich selbst eine Identität geben möchte. Desweiteren interessiert sie sich brennend, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Da Marias und Miriams Schicksal nur bedingt und dennoch wieder erheblich miteinander verwoben sind, muss sie in tief insich gehen und die Zeichen der Zeit deuten.


    Ein Buch, das den Leser bewegt. Die Figuren sind authentisch und in ihren Handlungen menschlich und glaubwürdig. Zuweilen habe ich die eine oder andere Seite zweimal lesen müssen, um den Sinn zu begreifen, weil es einfach -für mich- unglaublich oder unfassbar war.


    Empfehlenswert, mit jeder Seite.


    Veröffentlicht am 23.11.08!

    Die Hambugerin Marion Reuter ist von Herzen her Globetrotterin. Aber gerade hat sie sich von ihrem Freund Thomas getrennt und reist nun allein durch die weiten Wüsten Chinas. Gerade verweilt sie in Kashgar, als sie zufällig einem getöteten jungen Mann über den Weg stolpert. Impulsiv nimmt sie ihm ein Kästchen aus der Hand und versteckt es bei sich.


    Während der Ermittlungen lernt sie den Kommissar Yandao kennen. Er scheint sie sehr zu mögen und auch ihr Herz schlägt höher, wenn sie an ihn denkt. Aber sie hat ihm das Kästchen nicht gegeben. Es beinhaltet kleine Bambusstäbchen und ein zerbrochenes Jadepferd mit goldener Inschrift. Marion spürt, das es etwas ganz Besonderes ist und verwahrt es stets sicher an ihrem Körper.


    Denn schon am Abend nach dem Fund der männlichen Leiche wird ihr Hotelzimmer durchsucht. Und sie bemerkt eigenartige Verfolger. Als sie die Stadt verlassen kann, flieht sie nach Khotan. Doch auch dort sind die Verfolger ihr auf den Fersen.


    Was bedeutet das kleine Jadepferd? Und wird sie Yandao nach ihrer abenteuerlichen Reise wiedersehen?


    Mein Fazit:


    Ein mutiges Thema für ein Debüt-Werk. China in seiner ganzen Vielfalt an sozialen Strukturen und dem geschichtlichen Hintergrund zu beschreiben kann man nur, wenn man nur schon einmal da war. Und das spürt man beim Lesen dieses Buches. Die Autorin hat sicher viele Dinge geschildert, die man nicht aus Geschichtsbüchern recherchieren kann.


    Mich interessierte auch der Weg, den das Kästchen im Laufe der Jahrhunderte zurücklegte, ehe es dann einem armen Bauernjungen fast schon in die Hände fiel. Diese Geschichte hat die Autorin immer wieder in kurzen Kapiteln einfließen lassen. Auch dabei wurde nichts beschönigt, Armut und Leid der Chinesen geschildert, die sie im Laufe der Jahrhunderte erlitten.


    Die Figur Marion Reuter ist beherzt, mutig und clever. Sie kämpft für etwas, wo sie nicht weiß, was es für einen Preis hat. Nichts kann sie so schnell aus der Ruhe bringen und sie genießt das Leben auf ihrer Reise. Sie ist begierig, alles von den Menschen und ihren sozialen Umständen zu erfahren. Gleichzeitig ist sie voller Respekt gegenüber den fremden Kulturen.


    Dieser Roman ist kein Krimi im klassischen Sinne, obwohl ich zugeben muss, das es am Ende doch noch eine unvorhergesehene Wendung gab. Vielmehr ist es ein gesunder Mix, Krimi und eine interessante Reise-Dokumentation! Ich empfehle es uneingeschränkt.


    Veröffentlicht am 19.11.08!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Dieser Titel besagt sinntgemäß, das nur Rache die Würze des Lebens ist. Emma Harte's Antrieb zu Geld und Macht ist einzig und allein Rache.
    Schon mit 12 Jahren beginnt sie Anfang des 19.ten Jahrhunderts im Hause Fairley als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie kommt aus ärmlichen Verhältnissen und die gesamte Familie (Emmas Vater und ihre zwei Brüder) steht in den Diensten der Familie Fairley. Die Erzählung beginnt, als Emmas Mutter stirbt. Stets von ihrem Ehrgeiz getrieben, endlich aus dieser Armut heraus zu kommen, arbeitet Emma sehr hart und unermüdlich. Sie spart jeden Penny, um irgendwann nach Leeds gehen zu können - dort, wo der Reichtum liegen soll.
    Edwin Fairley, der jüngste Sohn des Hauses kann Emma von seiner Liebe zu ihr überzeugen und verführt sie in einer schwachen Minute. Jedoch nicht folgenlos: Sie wird schwanger. Als sie ihm von der Schwangerschaft berichtet, wird ihr der Klassenunterschied nur allzu deutlich bewußt. Was vorher ein Gefühl von Liebe war, erwächst innerhalb von wenigen Minuten zu grenzenlosem Haß, weil er nicht die Verantwortung für das Kind übernimmt.
    Mit ihren Ersparnissen geht Emma nach Leeds und baut sich dort ihr Imperium auf. Angetrieben von dem Wunsch, die Familie Fairley zu vernichten, arbeitet sie Tag und Nacht und bezahlt auch ihren persönlichen Preis dafür. Ihre erste Tochter Edwina haßt sie, ihre zwei Ehen sind ohne aufrichtige Liebe und ihre große Liebe Paul kann sie nicht heiraten.
    Als sie herausfindet, das ihre Kinder nach ihrem Tod das Imperium vernichten wollen, holt sie zu einem letzten Schlag aus und bricht nach über 60 Jahren mit ihren eigenen Prinzipien, zur Überraschung aller!


    Mein Fazit: Dies ist ein Roman der Extra-Klasse. In wunderbarer Erzählform beschreibt die Autorin das Leben und Streben der Emma Harte. Obwohl es sehr konservativ geschrieben wurde und das Buch überwiegend vom Erzählen lebt, ist es spannend bis zur letzten Seite. Und die detailreichen Beschreibungen und die wohlgeformten Dialoge bezeugen nicht nur, das die Autorin sich selbst in diesen Kreisen bewegte, sondern auch aus dem Yorkshire-Milieu stammte. Eine persönliche Anmerkung noch von mir: Es ist das erste Buch, wo ich mir eine Notiz beim Lesen machte. Dieses Buch ist wärmstens zu empfehlen.



    Veröffentlicht am 07.11.08!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Dieses Buch verlangt vom Leser eine gehörige Portion Mut ab. Mut, sich den Dingen, die damals passiert sind, zu stellen. Ich hatte zuerst den Film zu diesem Buch geehen und war äußerst neugierig, was in dem Buch stehen würde. Die unzähligen wie auch ausführlichen Rezensionen bestätigten mich nur noch mehr, das Buch unbedingt zu lesen. Und ich tat es!
    Schon allein die Widmung ließ mir einen Schauer über den Rücken laufen: Für Felice. Das Vorwort allerdings paßte so gar nicht zu dem Buch. Die Anmaßung und Überheblichkeit der Autorin triefte nur so und das fand ich sehr schade, denn die Geschichte verlangt Elisabeth Wust mehr als nur Respekt ab.

    Die Schilderungen von Überlebenden über die KZ's macht einen nicht nur betroffen, sondern auch wütend und beschämend, weil so etwas passiert war und man heute noch darauf aufmerksam gemacht wird. Aber man kann sich davor nicht schützen, so wie auf uns der Finger gezeigt wird, so zeigen wir mit Fingern auf die Amerikaner wegen Vietnam oder auf die Jugoslawen mit Bosnien und Kosovo. Kein Mensch kann sich freisprechen für die Fehler des eigenen Volkes und auch wenn wir lange nicht mehr damit zu tun haben und auch ganz sicher es nicht gewollt hätten und es gern rückgängig machen würden, so existiert es leider und wir müssen in allen kommenden Generationen damit leben.
    Ich halte dieses Dokument der Liebe und der Zeit für mich persönlich als einen wichtigen Schritt, mich mit den Geschehnissen im Zweiten Weltkrieg auseinandersetzen zu können. Man darf die Augen nicht verschließen und es nicht todschweigen. Wir stehen in der Verpflichtung, allen kommenden Generationen darauf aufmerksam zu machen und hoffen und beten, das es nicht noch einmal passiert, egal in welcher Nation.


    Veröffentlicht am 07.11.08!

    Ein Sprichwort besagt: Ein Unglück kommt selten allein. Und dies im Zusammenhang mit dem Buchtitel läßt erahnen, was die Geschichte schildert. Einen Moment der Unachtsamkeit, einen Augenblick des Leichtsinns und schon werden die Lebensumstände verschiedener Menschen verändert, und zwar grundlegend.
    Page Clark bangt um das Leben ihrer Tochter Allyson. Sie liegt durch einen schwerwiegenden Unfall im Koma und ihre Genesung rückt mit jedem Tag in weitere Ferne. Durch dieses zufälliges Ereignis stößt Page Clark aber auf eine weitere Veränderung: Ihr Mann Brad betrügt sie bereits seit längerer Zeit.
    Voll dumpfer Schmerz, Enttäuschung und Verbitterung sitzt sie tagtäglich am Krankenbett ihrer Tochter und hofft auf ein Wunder. Brad erträgt die Situation nicht, das sein kleines Mädchen nicht mehr das sein würde, was sie mal war und flüchtet zu seiner Geliebten.
    Page glaubt, alles in ihrem Leben verloren zu haben. Ihre Tochter, ihren Mann, ihre Ehe! Nur einzig ihr kleiner Sohn Andy erinnert sie noch bruchstückhaft an ein normales Familienleben. In ihren dunkelsten Stunden voller Einsamkeit, Angst und Schmerz erfährt sie eine unerwartete Hilfe und schöpft neue Hoffnung. Sie beginnt ein Leben mit der neuen Page Clark.


    Mein Fazit: "Ein zufälliges Ereignis" ist ein sehr ergreifender Roman, der wohl nicht nur Mutterseelen berührt. Selbst meinem ärgsten Feind würde ich diese Tragödie nicht wünschen. Ich als Hobby-Schriftstellerin habe manchmal so meine Probleme, tiefschürfende Momente darzustellen. So eindrucksvoll wie Danielle Steel werde ich es ganz sicher nie schaffen. Es gab Momente, wo ich mir eine Träne nicht verkneifen konnte. Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen.


    Veröffentlicht am 07.11.08!

    Ian Ross und Miranda Cunningham sind zusammen in den schottischen Highlands aufgewachsen und haben sowohl eine aktive wie auch unbeschwerte Kindheit gemeinsam verbracht. Beide Einzelkinder, sind in ihrer Jugend sportlich, erfolgreich und überall beliebt in dem kleinen kleinen Dorf in einem schottischen Tal. Miranda's Elternhaus ist einladend und voller Herzlichkeit, Ian hingegen verwirft sich ständig mit seinem Vater.


    Sie verlieben sich und gehen zusammen nach Edinburgh zum Studieren. Da passiert das, was vielen anderen Paaren auch passiert: Miranda wird schwanger. Das sonst so unbeschwerte Leben als Studentin ist sofort vorbei und Ian bemüht sich nach Kräften, seine kleine Familie zu beschützen und zu versorgen. Doch Alexy ist von Anfang an ein schwieriges Kind und nimmt viel mehr Raum in Mirandas Leben ein, als es eigentlich sollte.


    Als Ian mit seinem Wirtschafts-Studium fertig ist, verläßt er Miranda aufgrund der für ihn unerträglichen Situation und geht nach Australien. Allerdings kommt er zumindest finanziell für Miranda und Alexy auf. Miranda muss ihr Leben allein mit Alexy bestreiten, die stets nur auf ihre Mutter fixiert ist und ansonsten auch niemanden an sich heran läßt. Selbst im Laufe der Jahren verändert sich Alexys Verhalten gegenüber ihrer Mutter und ihrer Umwelt nicht. Miranda versucht ihr bestes, hat einen ausfüllenden Job, lernt einen neuen Mann kennen und fühlt sich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder wohl. Doch auch dieses Glück ist ihr nicht gegönnt.


    Schließlich und ganz unerwartet meldet sich der Großvater von Alexy. Miranda und Alexy sollen bei ihm wohnen. Und diese Situation wird zu einer Entscheidung des Herzens.


    Mein Fazit: Von Alexandra Raife hatte ich schon mal ein Buch gelesen, und zwar "Das Cottage am See". Diese Bücher sind zwar schon miteinander zu vergleichen, aber "Eine Geste des Herzens" hat nicht gaanz die Qualität erreicht.


    Zeitweilig tut es dem Leser schon weh zu sehen, wie Alexy ihre Mutter behandelt. Grausam und erbarmungslos wird der Konflikt offen zwischen Mutter und Tochter ausgetragen. Ein Teil, der nachdenklich stimmen kann. Diesen Aspekt, die Darstellung der Beziehung, ist der Autorin hervorragend gelungen. Es ist sehr schwierig, weil man sehr viel Fantasie aufbringen muss, um einen solch schwelenden Konflikt sensibel und glaubwürdig beschreiben zu können.


    Stellenweise war es zu langweilig oder aber auch zu langatmig. Ich selbst habe mich zwischendurch schwer getan, weiter zu lesen. Ein Buch wie dieses hätte ich sonst in null-komma-nix ausgelesen! Schade, die Geschichte ansonst war nicht schlecht. Aber da hätte man ein bißchen mehr draus machen können.


    Veröffentlicht am 07.11.08!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Luna Jannik ist 16 Jahre alt und gefangen in ihrer Trauer. Vor zwei Jahren starb ihre Zwillingsschwester an einem Gehirntumor. Seither ist sie und ihre ganze Familie in Trauer und Verzweiflung gefangen. Ihre Mutter, Tabea, versucht ihre Trauer mit ihrer Malerei zu verarbeiten und der Vater Urban vergräbt sich hinter der Arbeit als Steuerberater. Luna bezeichnet sich selbst als das Mondkind und in ihren Träumen begegnet sie Stella immer wieder. Tabea macht sich seit zwei Jahren Vorwürfe, denn sie wollte die Operation an Stella, die schließlich zum Tode führte, verhindern.


    Finn Drostenhagen, 18 Jahre alt und Bluter, zieht mit seiner Mutter und der quirligen Schwester Motte in Lunas Nachbarhaus. Finn ist durch seine Krankheit geprägt. Seine Mutter behütet ihn zu sehr, das er bis dato keinen richtigen Freund hat, geschweige denn eine Freundin. Motte hingegen wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und sie ist ständig am Streiken, da sie zurück zu ihrem Vater will.


    Eines Nachts hat Luna wieder einen Traum und geht im Schneegestöber hinaus. Als sie den Schnee berührt, beginnt dieser zu leuchten und Finn sieht es zufällig. Luna hat das Gefühl, das Stella ganz nah ist und Finn, der sich heftig in Luna verliebt hat, spürt es ebenso. Doch das ist erst der Anfang einer ungewöhnlichen Geschichte um Liebe, Freundschaft und Vergebung.


    Mein Fazit: Es ist ein wunderschöner Roman - passend zur Winterzeit. Christine Spindler ist ein Buch gelungen, in dem man versinken kann, gleichzeitig aber auch immmer wieder innehält, um die Sätze in ihrem Sinn zu begreifen. Es ist herzerwärmend, erfrischend und zugleich voller Melancholie. Es handelt in jeder Hinsicht von Loslösung, Luna und Tabea von der Trauer um Stella, Finn von seiner Mutter. Dabei sind die Figuren in ihren Charakteren so unterschiedlich und zugleich sympathisch und liebevoll.


    In jeder Hinsicht eine empfehlenswerte Lektüre. Ich freue mich schon auf weitere Romane dieser Autorin.


    Veröffentlicht am 07.11.08!

    Eigene Inhaltsangabe und Meinung:


    Dr. Viktor Larenz, Psychiater außer Dienst, hat sich auf die kleine Nordseeinsel Parkum zurück gezogen, um den Verlust seiner Tochter Josy vor vier Jahren zu verarbeiten. Sie litt an einer merkwürdigen Krankheit und ist dann plötzlich bei einem Besuch beim Allergologen verschwunden.


    Dr. Larenz bekommt plötzlich Besuch von einer Dame: Anna Spiegel, Kinderbuchautorin. Sie ist jung und hübsch, aber sie hat offensichtlich ein Problem: Sie ist schizophren und lässt ihre Romanhelden lebendig werden. So auch das kleine Mädchen Charlotte, ihre letzte Romaheldin.


    Anna Spiegel erzählt von Begebenheiten, die Dr. Larenz bekannt vorkommen. Er glaubt, das sie etwas mit Josys Verschwinden zu tun hat, denn ihre Erzählungen lassen darauf schließen, das sie Josy kennt. Je mehr Dr. Larenz in die Geschichte eintaucht, um so verwirrender ist die Geschichte. Außerdem geht es ihm körperlich immer schlechter. Gibt Anna ihm etwas in den Tee? Und was will der Bürgermeister ihm über diese Frau wirklich sagen? Und warum erreicht er eigentlich seine Frau Isabell in New York nicht?


    Mein Fazit:


    Von der ersten bis letzten Minute Spannung pur. Der Autor hat ein spannungsgeladenes Buch geschrieben, ein perfektes Verwirrspiel, dessen Lösung tatsächlich erst auf den letzten Seiten kommt. Die Figuren wirken authentisch, man glaubt sie und man kann sich mit ihnen auch zum Teil identifizieren. Auch die damit verbundenen Emotionen.


    Und jedes abgeschlossene Kapitel wird mit einem neuen Puzzle-Teilchen gespickt, so das man einfach lesen muss. Und der Autor lässt am Ende keine Fragen unbeantwortet.


    Toll geschrieben, ich werde die anderen Bücher auch noch lesen.


    Veröffentlicht am 07.11.08!

    Mit diesem knapp 1000 Seiten-starke Werk will der Pulizerpreis-Träger Carl Bernstein, der damals zusammen mit Bob Woodward die Watergate-Affäre aufdeckte, uns den Mythos um Hillary Rodham Clinton erläutern, näher bringen und diese Person verständlich machen.


    Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater sehr streng und ihre Mutter stets im Schatten ihres Vaters, wurde von ihr schon früh abverlangt. Und gleichzeitig wurde sie dazu erzogen, dafür zu kämpfen und einzustehen, was man erreichen will. Das zieht sich zum College durch, wo sie bereits erste politische Aktionen und Kontakte pflegte. Viele Persönlichkeiten lernt sie im Laufe ihres Lebens kennen, die in irgendeiner Weise das Leben begleitet oder von einem anderen Blickwinkel beleuchtet haben.


    Als sie Bill Clinton kennen lernte, war ihr schnell klar, das er der geeignete Kandidat fürs Weiße Haus wäre. Aber seine zahlreichen Affären haben schon immer ihre Beziehung belastet. Aber mit eiserner Entschlossenheit und einer gehörigen Portion Abgebrühtheit lässt sie an der Seite dieses Mannes wachsen, um letztendlich ihre eigenen politischen Ideen zu verwirklichen.


    Mein Fazit:


    Ich habe damals, als noch Bill Clinton Präsident der USA war und sich die Republikaner an der Affäre mit Monika Lewinsky weideten, gesagt, das Hillary Clinton eines Tages wieder kommt. Ich habe ihr von Anfang an den Biss und die Nerven zugetraut, noch einmal politisch ganz nach oben zu wollen. Mit dieser Kandidatur ist es nun gescheitert, wie man inzwischen weiß, aber dennoch wird sie immer wieder da sein, in den Medien und in der Politik.


    Meine Rezie beschränkt sich lediglich auf die ersten 312 Seiten, die ich bislang gelesen habe. Ich bin politisch nicht ganz so involviert, kann nur oberflächlich mithalten mit den ganzen Fakten und Tatsachen, die der Autor in diesem Buch geschrieben hat. Denn das private nimmt eigentlich eher 25% des Ganzen ein. Es geht viel mehr um den politischen Werdegang von Hillary Clinton, um die politischen Erfahrungen, ihre Kontakte und Ideale. Ganz sicher kann man sich selbstverständlich auch nicht sein, denn der Autor war ja nie wirklich zugegeben. Es ist vielmehr ein Ergebnis von vielen zusammen getragenen Gesprächsfetzen, Interviews, Berichten und Artikel. Daraus hat der Autor dann Schlussfolgerungen zusammen gestellt und dieses Buch geschrieben.


    So sehr mich dieses Buch auch interessierte, aber mir das Gewicht von Politik und Privatleben zu stark (Politik 75-80%). Ich konnte häufig nicht verstehen, worum es ging, weil mir die Tatsachen einfach nicht Gewahr waren. Teilweise ging es mir auch einfach zu tief in die Politik rein. Tausend Namen, Gegebenheiten und Situationen muss man schon auseinander halten. Dafür bin ich nicht geeignet, denn ich habe leider nicht dieses tiefe Fachwissen. Für den Experten ist dieses Buch sicher eine interessante Lektüre.


    Veröffentlicht am 01.11.08!