Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Es gibt einen Planeten in einem anderen Universum, auf dem Menschen stranden, die ihr Liebstes auf dieser Welt verloren haben. Er hat viele Namen: Trauer, Schmerz, Leid, Verlassenheit, nicht enden wollender Kummer, Verzweiflung, Trostlosigkeit, Finsternis. Nachdem ich dorthin geschleudert worden war, merkte ich, dass dort nichts, nicht einmal mein eigenes Spiegelbild, vertraut schien. Alles ist anders, unwiderruflich. Ich bewege mich wie in einem Nebel durch das, was von meinem Leben auf der Erde übrig geblieben ist, doch meine Realität spielt sich Tag für Tag auf diesem Planeten mit den vielen Namen ab.
    bei ca. 4,5%

    Susanna Weber hat vor einem Jahr ihre Tochter Marie verloren. Der Krebs hatte sie ihr und ihrem Mann Martin fortgerissen und seither ist das Leben nicht mehr das, wie es früher war. Obwohl sie von ihrer 31jährigen Tochter Abschied nehmen konnten, fällt es Susanna schwer, sich von der Trauer zu lösen.


    Am ersten Todestag erhält Susanna einen Anruf von einer lieben Freundin ihrer Tochter. Sie hat sie eingeladen, nach Italien zu reisen. Schließlich hatte Marie gar nicht lange vor ihrem Tod eine Reise über mehrere Stationen gemacht und wunderbare Postkarten geschickt. Einer Eingebung folgend bucht Susanna kurzerhand die gleiche Reise, die ihre Tochter damals machte.


    Ihr Mann Martin kann sich nicht freinehmen und sieht das Unternehmen sehr skeptisch. Dennoch begibt sich Susanna auf die Spuren ihrer Tochter und erfährt nicht nur das eine oder andere kleine Geheimnis von Marie, sondern lernt auch einiges über sich selbst.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein sehr bewegendes Buch über die Liebe zum eigenen Kind, aber auch über Trauer, Verlust, Freundschaft und Hoffnung. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für die Überlassung des Rezie-Exemplares. Auch wenn ich mich am Anfang etwas schwer tat mit der erdrückenden Trauer, so bot sich mir auch eine wunderbare Geschichte über geheimnisvolle Orte und Legenden.


    2011 erlebte ich ebenfalls einen schwerwiegenden Verlust, der mich innerlich zu zerreißen drohte. Ich entschied mich damals ganz bewusst, die Gefühle zu durchleben, denn ich wollte nicht, dass die Trauer mich ein Leben lang gefangen hält. Meine Tochter Franziska, ein Wunsch- und Sternenkind, hätte es sicher nicht gewollt. Mir ist durchaus klar, dass jeder Mensch anders mit Trauer umgeht. Aber bei Susanna auch ein Jahr nach dem Tod noch so intensive und starke Trauer zu spüren war für mich schwer zu verstehen.


    Ich war dann auch froh zu lesen, dass Susanna sich auf den Weg machte. Nicht nur, um auf Maries Spuren zu wandeln und zu erfahren, was sie erlebt hatte. Sondern das auch ihre Seele allmählich begann zu heilen und sie wieder schöne Dinge erleben konnte. Ja, das machte ihr Mut und die Entwicklung war für mich dann auch nachvollziehbar und authentisch.


    Sehr interessante Begebenheiten, liebevolle Figuren und einige wichtige Erkenntnisse prägen die Herzenswege, die zuvor Marie, aber nun auch Susanna geht. Ein lockerer Schreibstil rundet es ab und am Ende könnte man es fast als seicht bezeichnen. Nein, das Thema ist dafür zu ernst.


    Eine wunderbare Geschichte über die Überwindung von Trauer und Schmerz. Es ist mir vier Sterne wert.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Clementina Grey hat es bislang nicht einfach im Leben gehabt. Nach dem Tod ihrer Eltern wuchs sie bei mißgünstigen und herrschsüchtigen Verwandten auf, die nur allzu froh sind, das der König von England Anfang des 17.ten Jahrhunderts sie nach Schottland verheiraten will. Und daher ist es auch nicht verwunderlich, das ihre Verwandten sie allein den beschwerlichen Weg nach Schottland schicken, wo sie sicher nicht willkommen geheißen wird.


    Jamie Cameron, Herrscher des Clans und ebenfalls Vollwaise, kann nicht glauben, was der König von ihm verlangt. Und genauso empfängt er die verängstigte Clementina – nämlich gar nicht. Erst vor dem Traualtar sieht sie ihn zum ersten Mal und er erscheint ihr groß und furchteinflößend. Auch während der Feierlichkeiten läßt er sie mehr oder weniger links liegen. Nur als er die Ehe vollziehen will, um dem Wunsch des Königs nach einem Erben nachzukommen, bemerkt er, wie sehr er Clementina in ihrer Unschuld verletzt hat.


    Recht schnell entwickelt Jamie Cameron Gefühle für sie und er beginnt um sie zu werben, doch so schnell kann Clementina nicht Vertrauen fassen. Um so unsicherer wird sie, als sie hört, das Jamie eigentlich mit Meredith McDonald, ihrem Gast im Haus, eine Affäre hätte, da er angeblich auf ältere und erfahrene Frauen stehen würde. Und auch die Tatsache, das ihr scheinbar jemand nach dem Leben trachtet, macht die Sache nicht vertrauenerweckender.


    Und fast schon zu spät erkennt Jamie, das er Clementina mehr wie sein eigenes Leben liebt. Doch da ist sie auch schon vor seiner rohen Gewalt und vor den Intrigen der Gäste geflüchtet, genau in die Gefahr hinein …


    Mein Fazit:


    Dies ist ein mittelmäßiger Roman um einen großen starken Helden und eine zierliche schutzbedürftige Person. Welche Frau träumt nicht davon? Aber der Held ist mir nicht unbedingt immer sympathisch, obwohl die Autorin sich sehr viel Mühe gab, die Intrigen zu schüren. Recht schnell weiß man, wer Clementina nach dem Leben trachtet. Für’s Träumen ist der Roman bestens geeignet und wie er um ihre Liebe kämpft, läßt sicher einige Leserinnen schmachtend aufseufzen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2005.

    Inhaltsangabe:


    Königin Rosamunde ist von ihrem barbarischen Gatten Alboin, dem mächtigen Langobardenkönig und Eroberer Italiens, vor aller Augen zutiefst gedemütigt worden. Fortan beherrscht sie nur noch ein Gedanke: Die Rache an dem Mann, der auch ihren Vater tötete. Durch eine inszenierte Liebesintrige und falsche Versprechungen gewinnt Rosamunde Verbündete für ihren Plan. An einem Sommertag des Jahres 592 ermorden die Verschwörer ihren König. Doch der listige Plan der Königin geht nicht auf. Schließlich wird Rosamunde selbst zum Opfer ihrer Intrige, und zu spät entdeckt sie, daß Alboin trotz allem die Liebe ihres Lebens war …


    Mein Fazit:


    Ich habe Wochen für ein paar Seiten gebraucht. Ich bin sonst der Geschichte – egal welcher Kultur – sehr aufgeschlossen. Bei diesem Werk hat sich in mir jedoch eine gewisse Abneigung entwickelt. Womöglich liegt es am Autor, an der Übersetzung … ich weiß es nicht. Die Geschichte um Rosamunde konnte mich weder richtig fesseln noch ermutigen, weiterzulesen. Ich kann zu diesem Werk nur meine persönliche negative Bewertung abgeben, bin mir aber sicher, das einige andere es bestimmt anders sehen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2005

    Inhaltsangabe:


    Elektra d’Aplièse wurde im Alter von 16 Jahren über Nacht berühmt, in Paris entdeckt, als sie gerade ein eigenständiges Leben zu führen begann. Der Ruhm und Reichtum haben allerdings ihren Preis, denn sie kann ihre Tage zwischen den Terminen in aller Welt nur noch mit Alkohol, Kokain und Tabletten bewältigen. Eine gerade zerbrochene Beziehung zu einem erfolgreichen Musiker geben ihr den Rest und das Leben droht ihr vollends zu entgleiten.


    Da taucht plötzlich ihre leibliche Großmutter Stella Jackson auf. Stella hat von Pa Salt kurz vor seinem Tod erfahren, das Elektra ihre Enkelin ist. Elektra wehrt sich zuerst dagegen, aber dann beginnt sie sich für ihre Herkunft zu interessieren.


    Cecily Huntley-Morgan wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von ihrem Verlobten sitzen gelassen. Um dem Klatsch zu entgehen, lässt sie sich von ihrer Patentante Kiki aus New York nach Kenia entführen. Dort taucht sie in eine Welt voller Abenteuer und unbekannte Kulturen ein. Aber die Dinge entwickeln sich dort anders, als sie sich wünschte …


    Mein Fazit:


    Es war ja so spannend, auf den 6. Teil dieser Reihe zu warten. Pünktlich zur Weihnachtszeit erschien der Band und tatsächlich lag er dann unter dem Weihnachtsbaum. Zugegeben, die 832 Seiten erschreckten mich zuerst, aber ich habe ihn doch innerhalb von vier Tagen gelesen!


    Lucinda Riley schafft es immer wieder, den geneigten Leser in den Bann zu ziehen. Allerdings hatte ich bei den ersten 120 Seiten ein bisschen zu kämpfen, denn Elektra war für mich sehr unsympathisch. Alkohol und Tabletten-Sucht sind für mich nicht ganz so abstoßend wie die Drogenproblematik. Aber alles zusammen erzeugte bei mir eine erhebliche Abneigung. Zwar kann ich es nachvollziehen, dass so ein Leben durchaus stressig sein kann und das ein erheblicher Druck auf einen lastet. Aber wenn es im Umkehrschluss bedeutet, dass man dieses Leben nur mit Drogen übersteht, ist es sicher kein erstrebenswerter Beruf bzw. Zustand.


    Dann kommt Stella Jackson in ihr Leben, die ihr auch noch ähnlich erscheint. Ihre Großmutter, die offensichtlich gebildet ist und auf ihre eigene Art Erfolg hat, nämlich als Bürgerrechtsaktivistin. Elektra ahnt das aber noch nicht. Die Erzählungen von Cecily Huntley-Morgan interessieren Elektra, aber es ist eine ganze Weile unklar, wie Stella tatsächlich in das Leben der amerikanischen Gesellschaft kam, denn das Leben begann in Afrika, genauer gesagt in Kenia.


    Hier war der Vergangenheitsstrang, wie üblich in mehrere Abschnitte eingeteilt, wieder deutlich interessanter. Die Autorin ist auch hier ihrem Konzept treu geblieben und hat eine wunderbare Kulisse geschaffen, die mich oft an den Film „Jenseits von Afrika“ erinnerte. Ich konnte gedanklich voll eintauchen und habe Cecily mit sehr viel Interesse und Mitgefühl begleitet. Auf Elektras Mutter wurde hier an dieser Stelle leider zu wenig eingegangen, was in den vorherigen Bänden allerdings auch schon so war.


    Ich kann hier nicht mehr allzu viel schreiben ohne zu spoilern. Aber ich möchte noch anmerken, dass mir Elektras Entwicklung durchaus gefällt und auch Stella selbst immer sympathischer wurde. Am Anfang erschien sie mir etwas arrogant und ein bisschen abgehoben.


    Ganz zum Schluss gibt es dann einen vagen Hinweis, dass im letzten Band hoffentlich alle Rätsel gelöst werden, die im Laufe der Serie eingestreut wurden. Ich bin mehr als gespannt, wie die Reihe ausgeht. Dieser Band bekommt von mir fünf begeisterte Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Als Bea Kramer vor Jahren bei Nacht und Nebel das kleine Örtchen Wolfville in Nevada verließ, schwor sie sich, ein besserer Mensch zu werden. Doch es glückte ihr nicht so wirklich. Nach einer ziemlich bösen Auseinandersetzung mit ihrem Ex-Verlobten muss sie in die kleine Stadt zurückkehren, die einst nur ihre dunkle Seite hervor gebracht hat, um noch einmal ganz von vorn anfangen zu können.


    Kaum ist sie wieder in der Stadt, trifft sie Charlie Hanson wieder, der sich nun Blaze nennt und Vizepräsident eines Motorradclubs ist. Charlie übt noch immer eine gewisse Faszination auf sie aus, allerdings ist er auch ein Mahnmal an ihre Jugend, die aufgrund der schwierigen Verhältnisse nicht immer ganz geradeaus lief.


    Sein Ruf eilt ihm voraus und die Stadt scheint in der Hand des MCs zu sein. Wenn sie ihn erhört, ist es vorbei mit ihren Plänen, bald wieder zu verschwinden. Kann sie ihm widerstehen?


    Mein Fazit:


    Ich bedanke mich ganz herzlich beim Edel Elements Verlag für die Überlassung des Rezie-Exemplares. Als ich den Klappentext las, ahnte ich, was kommen würde. Und tatsächlich ließen die Sons immer wieder grüßen. Beim Lesen wartete ich regelrecht darauf, dass jemand „Jackieboy“ ruft!


    Die Autorin hat im Nachwort angegeben, dass einiges wohl auf ihre eigenen Erfahrungen beruht, wo sie ein familiäres Mitglied eines Motoradclubs war. Aber es fließen unverkennbar auch Einflüsse aus der TV-Serie mit ein. Die Beschreibungen der einzelnen Members können nicht wirklich zufällig sein. Und dass der Vizepräsident ausgerechnet Charlie heißt, ist schon eindeutig; Jax Teller (ebenfalls Vizepräsident) wurde in der Serie schließlich von Charlie Hunnam gespielt.


    Wer also die TV-Serie kennt, wird vieles in dieser Geschichte wiederfinden, einschließlich der Old Ladies, den kleinen Plänkeleien und den geheimnisvollen Geschäften. Daher überrascht es nicht, dass die Story um Bea und Charlie sehr vorhersehbar ist. Und die Entwicklung von Bea ist auch so zu erwarten gewesen, denn wer kann schon einem so attraktiven Bad Boy widerstehen? Ich ganz sicher nicht!

    Nichts desto trotz gibt es einen fiesen Cliffhanger am Ende, den ich so nicht erwartet habe und der mich dazu veranlasst, auch den Folgeband lesen zu müssen. Trotz aller Parallelen war es für mich ein interessantes Lese-Vergnügen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die 240 Seiten sind schnell weggelesen.


    Ich freue mich auf den Folgeband und vergebe dem ersten Band vier Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Tilda steht kurz vor ihrem 60.ten Geburtstag. Doch es läuft nicht gerade rund. Gerade hat ihr Lebensgefährte die Beziehung beendet, da springt auch noch ein Großkunde ab, ohne den sie ihr Schreibbüro nicht mehr ordentlich betreiben kann. Sie braucht einen neuen Job.


    Den hat sie relativ schnell gefunden, bei der betagten Dame namens Ruth. Sie möchte ihr Leben ordnen und aufgeschobenes abschließen. Tilda ist von Ruth ganz angetan, denn sie verströmt Lebensfreude und Energie.


    Aber auch Ruth hat so ihre kleineren und größeren Geheimnisse und Tilda bemerkt eins ums andere Mal, das auch sie noch dazu lernen kann. Und ehe sie es sich versieht, sieht die Welt nicht mehr ganz so düster aus wie noch vor ein paar Wochen.


    Mein Fazit:


    Diese leichte Lektüre wurde mir von der Autorin angeboten, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Manchmal möchte man auch einfach nur etwas Herz erwärmendes lesen und das gibt die Geschichte eindeutig her.


    Tilda wurde jung Witwe. Ihren Mann Kai, ihre große Liebe, hält sie noch immer in Ehren, dennoch hat sie Sehnsucht nach einem Leben zu zweit. Doch das scheitert immer irgendwie. Und das Schreibbüro hat sie nur aus der Not heraus eröffnet, als ihre Firma einst in die Insolvenz ging und sie so schnell keinen neuen Job fand. Aber ausgerechnet ihr Großkunde beendet aus gesundheitlichen Gründen die Zusammenarbeit. Sie sieht sich mit Problemen konfrontiert, die für sie unüberwindbar erscheinen. Und der nahende 60.te Geburtstag macht es ihr da nicht leichter. Da kommt der Job bei der betagten Ruth wie gerufen und er ist irgendwann auch mehr als nur ein Job.


    Locker und leicht erzählt Tilda aus ihrer Sicht, wie die Dinge geschehen. Ohne Schnörkel, aber doch klar und zuweilen auch berührend verfolgte ich die Geschehnisse um Tilda und Ruth, wie sie sich anfreunden und gemeinsam die eine oder andere Hürde überwinden, um an das Ziel – der inneren und äußeren Ordnung – zu gelangen. Manchmal hätte ich mir dabei ein bisschen mehr Tiefgang bei den Figuren gewünscht, wenngleich ich mir alles auch so schon gut vorstellen konnte. Und ein paar interessante Rezepte gab es auch noch gratis dazu.


    Ich bewerte diesen Roman mit vier Sternen und spreche eine klare Lese-Empfehlung aus.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Carole Barber ist 50 Jahre alt, Film-Star und seit zwar Jahren Witwe. Ihre Kinder Anthony und Chloe sind erwachsen und leben ein eigenes Leben. Schon immer wollte sie ein Buch schreiben, doch sie hat eine Schreibblockade. Um diese zu überwinden, reist sie nach Paris.


    Doch dann geschieht das Unfaßbare: Sie wird Opfer eines Terror-Anschlages und erleidet eine fast tödliche Kopfverletzung. Eine Weile bleibt sie den Behörden verborgen, da sie keine Papiere bei sich hatte. Aber doch schon bald machen sich ihr Ex-Mann Jason und ihre Assistentin Stevie Sorgen. Jason fliegt nach Paris und identifiziert sie als seine Ex-Frau.


    Die Kinder kommen nach Paris, um mit ihrem Vater zusammen Wache an Carole’s Krankenbett zu halten. Auch Stevie ist da. Als sie nach einigen Tagen aufwacht, kann sich Carole an nichts mehr erinnern. Das gesamte Gedächtnis ist weg!


    Alle Anwesenden versuchen ihr zu helfen, sich zu erinnern, aber es fällt ihr schwer. Und es wird auch nicht besser, als ihr ein geheimnisvoller Mann einen Besuch abstattet. Er ist der ehemalige französische Innenminister und sie scheinen sich schon seit Ewigkeiten zu kennen. Aber Carole kann sich an dieses nicht erinnern …


    Mein Fazit:


    Mein 62.ter Danielle Steel – Roman und wie auch nach letzten Büchern von ihr bin ich auch bei diesem etwas enttäuscht. Mit diesem Roman bestätigt es sich, das die Autorin sich nicht weiter entwickelt. Ihr Schreibstil ist noch genauso wie vor 20 Jahren. Die Thematik allerdings hat eine aktuelle Brisanz und das, so finde ich, hat sie gut gemeistert.


    Nach 100 Seiten ging es mir gehörig auf den Keks, das Carole wie eine Göttin dargestellt wurde. Ohne Schönheits-OP’s und jahreslanges Makeup noch ein mädchenhaftes Antlitz zu haben, und das mit 50, ist irgendwie unglaubwürdig. Das hat mein Lesevergnügen schon erheblich gestört.


    Die Geschichte hat auch keinen wirklichen Spannungsbogen, die Geschichte plätscherte so vor sich hin. Es berührte mich auch nicht groß und letztendlich bin ich einfach nur froh, das Buch durchzuhaben.


    Alles in allem ist es mir enttäuschte 3 von 5 Sternchen wert.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus April 2010!

    Inhaltsangabe:


    London, Mai, 1940: Dora möchte wieder arbeiten. Die ständige Sorge um ihren Nick macht sie verrückt, der nun für Großbritannien in den Krieg gegen Hitler gezogen ist. Ihre Mutter Rose und Großmutter Winnie kümmern sich um die knapp einjährigen Zwillinge. Und kaum hat sie ihren Dienst im Krankenhaus wieder angetreten, trifft sie auf ihre alte Freundin Helen, die eine heimliche Liebe zu einem Arzt pflegt. Die Sorge, dass auch er bald eingezogen wird, schwebt über ihr.


    Das Nightingale-Krankenhaus ist nur noch halb besetzt, einige Stationen geschlossen und ausgebildet wird eigentlich gar nicht, denn der Krieg hält alle in Atem. Dennoch fehlt es an Personal. So werden Hilfsschwestern eingestellt, um das qualifizierte Personal zu unterstützen.


    Jennifer und Cissy sind beste Freundinnen. Sie müssen ihren Dienst am Vaterland leisten und werden Hilfsschwestern. Doch so romantisch, wie sie sich das vorstellen, ist es dann doch nicht. Sie werden für die niederen Arbeiten herangezogen, wobei Cissy durchaus geschickt darin ist, dies immer wieder zu umgehen. Meist drückt sie es der schüchternen Eve auf. Eve jedoch, von ihrer strengen Tante ohne Liebe großgezogen, saugt jedes freundliche Wort wie ein Schwamm auf. Und Jennifer sieht die aufkeimende Freundschaft zwischen Cissy und Eve mit Argwohn. Aber auch sie hat ihre Päckchen zu tragen, denn der Dienst im Nightingale-Krankenhaus fordert auch sie immer mehr und mehr heraus.


    Und während all dessen fallen die Bomben auf die Stadt und fordern immer wieder ihren Tribut, einerlei, ob im Krankenhaus oder im privaten Umfeld der Schwestern …


    Mein Fazit:


    Es ist immer wieder bewegend, einen weiteren Band der Reihe zu lesen.


    Es ist Krieg und London steht unter massivem Beschuss der deutschen Bomber. Zuerst steht die Sorge um die Soldaten in Dünkirchen im Vordergrund, aber dann fallen sie Nacht für Nacht, die todbringende Fracht der Flieger. Auch das Krankenhaus wird mehrmals getroffen. Mit viel Engagement, Liebe und Loyalität zum Nightingale machen sich die Menschen jedoch daran, es immer wieder aufzubauen. Entgegen der ersten Annahme brauchen die Menschen nämlich doch ihr Krankenhaus.


    Wir sind mit Dora wieder in der Griffin Street, bei ihrer mürrischen Oma und den vielen Geschwistern. Die vertraute Atmosphäre war immer wieder ein wichtiger Bestandteil dieses Teils, aber auch das Nightingale mit ihren kleineren und größeren Dramen, ob nun bei den Patienten oder dem Personal. Es ist vertraut gewesen und doch habe ich neue Figuren kennen gelernt, die mich auf verschiedene Weise berührten. Am meisten erschütterte mich, wie Eve von ihrer Tante behandelt wurde. Seelische Grausamkeit kann man es nur nennen, wie klein ihre Tante sie immer wieder daran erinnerte, dass in ihr die Sünde und Verderbtheit sei und sie somit kein Anspruch auf ein bisschen Freude im Leben hätte.


    Das Zusammenwirken der Figuren ist hier auch wieder sehr gelungen und die Seiten flogen nur so dahin. Die Atmosphäre von einst spiegelt sich wider und ich konnte es mir sehr gut vorstellen. Und ja, es gab auch wieder den einen oder anderen bewegen Moment, so völlig überraschend.


    Ich freue mich auf den nächsten Band, dieser bekommt von mir fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung. Es ist von großem Vorteil, die vorherigen Bande zu lesen, aber notwendig ist es nicht unbedingt.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von Rowohlt Verlag: Henry N. Brown wird am 16. Juli 1921 als Teddybär geboren. Er erblickt das Licht der Welt, als ihm das zweite Auge angenäht wird. So beginnt ein Leben, wie es turbulenter nicht sein könnte. Eine Odyssee durch Europa, durch das zwanzigste Jahrhundert, durch Krieg und Frieden, Angst und Hoffnung, Sehnsucht und Glück – gesehen durch die Augen und erlebt mit dem Herzen eines Teddybären. Und überall, wo Henry hinkommt, bemerkt er, dass die Menschen vor allem ein Bedürfnis haben: Sie brauchen jemanden, der ihnen zuhört …

    Mein Fazit:


    Ich konnte mir anfangs nicht so recht vorstellen, wie die Geschichte um den Teddybären Henry N. Brown erzählt werden könnte. Wie ich zu meiner Überraschung bemerkte, erzählt Henry die Erlebnisse der vergangenen 80 Jahre aus seiner Sicht.


    Anfangs fand ich die Idee entzückend, ja richtig süß. Mit einer gewissen Kindlichkeit beschreibt er die Vorgänge um sich, wie die Menschen auf ihn wirken und welche Schlüsse er aus allem zieht. Seine Unfähigkeit, sich mit der Umwelt in irgendeiner Weise zu artikulieren, wirkt gelegentlich amüsant, aber oft auch traurig und deprimierend.


    Bedauerlicherweise verlor die Geschichte um den Teddybären, der in Bath geboren wurde, dann nach London und schließlich mit dem Schiff nach New York reiste, an Fahrt. Auch wenn zufällig berühmte Persönlichkeiten seinen Weg kreuzten, so war seine Sicht auf die Dinge naturgemäß immer etwas eingeschränkt. Es gab durchaus tiefsinnige Monologe in seiner Teddybären-Seele, die mich aber nicht weiter fesseln konnten.


    Die Grundidee an sich ist toll, aber ich konnte mich nur noch bis Seite 196 dafür erwärmen. Sehr schade, aber der Teddybär Henry N. Brown hat sicher seine Fans, ich gehöre leider nicht dazu.

    Inhaltsangabe:


    In Stinkelfurt herrscht ein Fluch: Das Schwiegermutter-Phänomen! Auch Victoria Maiwald, karrierebewußte und moderne Jounalistin, spürt diesen Fluch bereits schon, obwohl sie ihren Rüdiger Schutenspecht noch nicht geehelicht hat. Aber Erna, seine Mutter, plant bereits bis ins Detail ihre Hochzeit, was Victoria gehörig nervt.


    Sie wird hellhörig, als eine Neubürgerin versucht, in der Stadt Fuß zu fassen: Eine Psychotherapeutin! Sie eröffnet ihre Praxis direkt an der Hauptstraße und möchte eine Selbsthilfe-Gruppe für Schwiegermuttergeschädigte gründen. Victoria, von Ernas Attacken regelrecht angeschlagen (und ihr Rüdiger hält immer zur Mami), geht aus Neugier zu diesem Termin und sie ist erstaunt, wer alles sich zu diesem Kreis zählt.


    Angesteckt von den Ideen der anderen Frauen beginnt auch Victoria gegen Erna rebellieren und aus Frust, weil Rüdiger immer wieder zur Mami hält, geht sie eine Affäre mit dem Fridolin Hänsel ein, der ihr mit seinem „besten“ Stück regelrecht imponiert. Doch das ganze eskaliert, als Erna Besuch von Tante Elfriede bekommt, die sie noch nie ausstehen konnte. Victoria begreift sehr schnell, warum und Tante Elfriede wird ihr sehr sympathisch. Doch damit steht ihre Beziehung zu Rüdiger auf dem Spiel. Wird die Hochzeit tatsächlich noch statt finden? Wird Erna ihren Sohn endlich loslassen?


    Mein Fazit:


    Eine wunderbare und herzerfrischende Geschichte über die Stadt Stinkelfurt, denn die Autorin schreibt nicht nur über Victoria Maiwald, sondern auch über die Stadt, die irgendwie die Emanzipation verpaßt zu haben scheint. Es ist ein dünnes Buch und schnell zu lesen, mal was anderes zu den dicken Schmökern, die inzwischen mein Bücherregal füllen. Wärmenstens zu erzählen, wer über das Leben in Stinkelfurt einmal herzlich lachen möchte.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2004.

    Inhaltsangabe:


    Vor acht Jahren hat Sasha ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall verloren. Seither lebt sie bei ihrer Großmutter auf der Atlantikinsel Alderney. Ihre Seelenmagie will sie in sich verschließen, doch es gelingt ihr nicht wirklich. Der inzwischen verstorbene Großvater hat sie einiges in Selbstverteidigung gelehrt, damit sie sich immer gegen Seelenjäger wappnen kann.


    Ende August 2019 taucht plötzlich Cedric de Grey auf der Insel auf. Der Zirkel der Magierinnen sieht die Ankunft der Verfluchten und Wanderer mit gemischten Gefühlen. Sasha ist völlig hin und weg, denn sehr schnell stellt sich eine große Anziehungskraft ein. Viele Geheimnisse schwirren um ihn und seine Freunde und der Zirkel gibt sich auch etwas zugeknöpft.


    Schließlich versuchen Seelenjäger Sashas Seele zu erhaschen und sie begibt sich mit Cedric auf eine sonderbare Reise durch Raum und Zeit. Wird das Geheimnis um ihre Magie gelüftet? Kann sie seinen Fluch durchbrechen? Hat ihre Liebe überhaupt eine Chance?


    Mein Fazit:


    Marah Woolf kann es einfach.


    Fantasy ist ja eigentlich gar nicht so mein Hauptgenre. Natürlich habe ich so ein paar Bücher dazu gelesen und sie auch toll gefunden. Aber für viele Geschichten fehlt mir auch einfach die nötige Fantasie. Bei Marah Woolf ist es eindeutig nicht so.


    Bisher fand ich alle Bücher von ihr einfach toll. Diese Geschichte um Sasha und Cedric bildet da keine Ausnahme. Zugegeben, ich musste genau hinhören, wie es sich nun mit den Zeitreisen und der Seelenmagie verhielt, aber irgendwie erklärte die Autorin es auch noch mal im Kontext. Es klingt dabei so glaubhaft, als gäbe es das tatsächlich.


    Die Charaktere sind sehr liebevoll gezeichnet, den Zirkel konnte ich mir gut in allen Einzelheiten vorstellen, wie alle Frauen sich verantwortlich für Sasha fühlten und sie liebevoll zur jungen Erwachsenen begleiteten.


    Es werden dabei Orte und Zeiten bereist, die schon intensiver Recherche bedarf. Aber ich habe mich immer gut zurechtgefunden und konnte mir alles genau vorstellen, so wie Sasha es aus ihrer Sicht beschrieben hat. Und dabei wird ein großes Geheimnis gelüftet, welches ich aber durchaus ahnte. Des Rätsels Lösung um Sashas Seelenmagie konnte nur damit zusammen hängen. Es erklärte vieles, wie z. B. Cedrics Beschützerinstinkt. Jodie Ahlborn hat wie immer toll vorgelesen, es wunderbar betont und mitreißend erzählt.


    Ein Hörbuch, was mich unterhalten und gefangen hat. Eine klare Empfehlung mit fünf Sternen.

    Inhaltsangabe:


    Jaime McPherson lebt schon seit über einem Jahr am Kenninghall Pallace in England, die entfernte Verwandte von ihr sie sind. Sie war aus Schottland geflüchtet, da sie mit ansehen musste, wie ihr geliebter Malcom McLeod, der Herr von Sky, eine andere Frau ehelichte, um sein Erbe zu retten und Frieden auf die Insel zu bringen.


    Am Kenninghall Palace, beim Graf Howard und seinen Söhnen, findet ihre Seele Ruhe. Doch Edward Howard, ein Rohling und Pirat, wirbt heftig um sie und es ist ein offenes Geheimnis, das im Hause Howard bald eine Hochzeit statt finden soll. Doch Jaime kann sich mit dem Gedanken an eine Ehe mit dem Grobian einfach nicht anfreunden. Doch nach Hause nach Schottland möchte sie auf keinen Fall mehr hin. Also bleibt sie weiter ein geduldeter Gast als entfernte Kusine.


    Eines Tages stellt sie bestürzt fest, das Edward Malcom McLeod als Gefangenen genommen hat, um ein hohes Löselgeld von seiner Familie zu bekommen. Eigentlich ist er schon tot, doch Jaime kann ihn mit ihrer Liebe und ihrer Willenskraft am Leben erhalten und gewinnt so seine aufrichtige und leidenschaftliche Liebe. Doch im Hintergrund werden Intrigen geschürrt, da Edward zu gierig war beim Kentern seiner Feinde. Und auch war er mit seiner Gunst ziemlich geizig, denn die zukünftige Königin, Catherine Howard, hatte er aufs tiefste gedemütigt und schwört mit Hilfe ihres zukünftigen Gatten Rache.


    Werden Jaime und Malcom doch noch ein gemeinsames Leben finden? Werden sie die Geister ihrer Feinde besiegen können?


    Mein Fazit:


    Dieses Buch war ansich ganz spannend, aber es gab da schon ein paar Dinge, die mich etwas störten. Daher las ich es wohl nicht wie gewohnt schnell durch, sondern kleckerte so durch die Seiten. Das Buch hat schon fast pornografisches an sich und die Heldin kam mir dann doch etwas unglaubwürdig vor. Wenn man mich so sehr gedemütigt hätte, wäre ich mit meiner Gunst vorsichtiger. Aber alles in allem eine nette Geschichte!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2004.

    Inhaltsangabe:


    Lilli Paal, eigentlich verheiratete Wartenberg, wurde schon in ihrer Jugend vom Filmgeschäft angezogen und wurde Cutterin. Ihre Eltern betrieben das Kino am Jungfernstieg, bis es im Zweiten Weltkrieg zum Zusammenbruch kam.


    Im November 1946 erhält sie die Nachricht, dass ihre Mutter schwer erkrankt ist. Der britische Offizier John Fontaine ermöglicht ihr die Reise von Berlin nach Hamburg, wenn sie im Gegenzug bereit ist, mit ihm einige verschollene Filmrollen zu einem skandalträchtigen Film zu suchen. Nur widerwillig lässt sie sich darauf ein, denn gesicherte Informationen zum Verschwinden des Films hat sie nicht.


    In Hamburg angekommen muss sie sich mit ihrer Halbschwester und dessen eiskalten Ehemann herumschlagen. Ihre Mutter liegt nicht im Sterben, würde aber sicher bald wegen gebrochenen Herzen erliegen, denn ihr Ehemann ist aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Und Captain John Fontaine will sich mit ihr auf die Suche machen. Es wäre viel leichter, wenn er nicht so attraktiv und sie nicht verheiratet wäre. Aber die Anziehung ist deutlich spürbar.


    Mein Fazit:


    Wieder spielt die Geschichte kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In Moment scheint diese Epoche mich anzuziehen. Vielleicht kam ich deshalb am Anfang nicht so richtig in hinein. Denn es gestaltete sich für mich schwierig.


    Die Dialoge zogen sich in die Länge durch die vielen Erklärungen nebenher. Es ist ja richtig, dass man als Leserin das alles verstehen muss. Aber es zog sich einfach zu sehr hin und nahm nicht richtig Fahrt auf. Es passierte schlichtweg wenig. Da halfen auch die Erzählungen aus dem Filmgeschäft nicht immer viel. Ich finde, in diesem Punkt hätte die Autorin etwas mehr aus dem Nähkästchen plaudern können. Allgemein ist die Atmosphäre der damaligen Zeit jedoch sehr plastisch erzählt und ich konnte es mir vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen.


    Dann machte mich die Unsicherheit der Lilli Paal manchmal verrückt. Ihr Gemüt wankte und haderte mit sich, sie machte sich manchmal selbst klein und achtete zu sehr darauf, was andere von ihr denken mochten. Ihre Gefühle für den Captain gingen auf und ab, weil sie jeder Kleinigkeit Bedeutung beimaß. Auch das fand ich an der einen oder anderen Stelle anstrengend. Eine Frau mit einem so außergewöhnlichen Beruf und Ruf kann ruhig ein bisschen mehr Selbstvertrauen haben.


    Erst ab der Mitte der Geschichte wurde es besser, nahm an Fahrt auf und es passierte auch mehr. Ich fieberte dann regelrecht mit und hoffte und bangte. Aber das Schicksal nahm seinen Lauf und ich hätte diesem am liebsten in den Allerwertesten getreten.


    Das Ende ist erwartungsgemäß offen, was mich nach der besseren zweiten Hälfte dazu veranlassen wird, den Folgeband zu lesen. Nun möchte ich auch wissen, wie die Geschichte weitergeht. Dieser erste Band jedoch bekommt nur vier Sterne wegen dem schwierigen Anfang!

    Inhaltsangabe:


    2015 wird ein Virus frei gesetzt, der zwischen den Geschlechtern eine tiefe Abneigung hervorbringt. Frauen gehen plötzlich auf Männer los, die sie vorher liebten. Das Virus ist für viele Menschen tödlich und die Infrastruktur bricht komplett zusammen. Die Hälfte der Menschheit wird ausgerottet und es bricht ein neues Zeitalter an.


    65 Jahre später: Die 17jährige Juna und der 18jährige David leben in zwei verschiedenen Welten. Sie ist die Tochter einer Hohepriesterin und als Kriegerin ausgebildet. David lebt abgeschottet bei den Mönchen und möchte sich am liebsten nur mit Büchern beschäftigen.


    Doch die Zeiten sind schwer, es werden kaum noch Kinder geboren und der Frieden zwischen den Geschlechtern ist äußerst fragil. Während die Männer sich ihre Absolution aus der Bibel holen und die Frauen verteufeln, versuchen die Frauen sich gegen die scheinbare Übermacht der Männer wehren.


    David und Juna sind zwischen die Fronten geraten und doch eint sie mehr als nur das Schicksal. Sie stammen von herrschenden Menschen ab, deren Ansichten unterschiedlicher kaum sein könnten. Und doch gibt es kaum eine Chance, den Krieg zu beenden.


    Mein Fazit:


    Thomas Thiemeyer hat ein Szenario gemalt, das durchaus realistische Züge haben könnte. Ein Virus ist schuld, dass Frauen und Männer aufeinander losgehen. Sie bekämpfen sich mit tiefster Abneigung, wo sie vorher friedlich zusammen gelebt haben. Infrastruktur gibt es nicht mehr, kein fließendes Wasser, Strom, Fabriken, alles bricht zusammen und der Haufen, der den Zusammenbruch überlebt hat, trennt sich in Männlein und Weiblein.


    Allerdings ist beiden Gruppen mehr oder weniger klar, dass sie doch einander brauchen. Der Geschlechtsakt wird als notwendiges Opfer angesehen, im Schandkreis, um den Fortbestand der Menschen zu bewahren. Doch es werden immer weniger Kinder geboren. Die Gruppe der Männer erscheint dabei ziemlich fanatisch. Sie verschanzt sich hinter der Bibel und verteufeln die Frauen. Sie sehen in ihnen die Wurzel allen Übels auf der Welt.


    Juna und David sind natürlich indoktriniert und begegnen einander zuerst mit tiefem Misstrauen. Skeptisch nähern sie sich an und spüren, dass sie etwas sehr wichtiges empfinden, Zuneigung und Liebe, in seiner reinsten Form. Doch der Krieg zwischen den Geschlechtern lässt ihnen kaum Zeit, dies zu erforschen.


    Mit einer recht langen Einleitung wird die Welt beschrieben, die 65 Jahre nach dem Zusammenbruch Junas und Davids Leben beherrschen. Sie beide sind jung und unerfahren, aber dennoch voller Inbrunst für ihre Sache: Juna als Kämpferin und David für seine Bücher. Die Geschichte um Romeo und Julia begleitet ihn verbotenerweise schon lange. Juna lässt sich auf das Wagnis „David“ ein und erfährt so viel mehr als nur eine Geschichte. Aber auch ihr Leben ist nicht so, wie es auf dem ersten Blick scheint. Ihre Mutter hat viele Geheimnisse, die sie ihr offenbart und damit muss Juna auch erst einmal fertig. Auch David erfährt von seiner Herkunft, was ihm wiederum Mut macht.


    Eine sehr gut ausgearbeitete Geschichte mit interessanten Ansätzen, die sehr viel Fingerspitzengefühl beweist. Die Ethik spielt eine große Rolle, aber auch die Liebe zur Literatur und Natur. Der Spannungsbogen baute sich sehr langsam auf, das erste Drittel plätschert so ein bisschen dahin, aber dann geht es ans Eingemachte.


    Die Stimme von Erik Borner war für mich allerdings extrem gewöhnungsbedürftig. Es hat lange gedauert, ehe ich mich an seine Erzählart gewöhnt habe, da der Stimme das gewisse Etwas fehlt. Aber das ist sicherlich Geschmacksache.


    Die Geschichte ist für Jung und Alt zu empfehlen und ich freue mich auf den zweiten Band. Der erste Band erhält vier Sterne!

    Inhaltsangabe:


    Eine Frau steht mitten in Boston, mit einem blutverschmierten Kleid und den Taschen voller Geld. Ebenso findet sie eine Notiz, doch auch dadurch erfährt die Frau nicht, wer sie ist.


    Im Krankenhaus wird sie schließlich als Jane Whittaker identifiziert, die Gattin eines hochangesehenen Kinderchirurgen und Mutter von der siebenjährigen Emely. Michael Whittacker erzählt Jane, das sie zu ihrem Bruder nach San Diego wollte.


    Zuhause geht es Jane jedoch immer schlechter. Michael verabreicht ihr starke Medikamente, die Jane immer schläfriger machen. Paula, die Haushälterin, gibt sich alle Mühe, Michaels Anweisungen zu folgen. Doch schon bald tauchen die ersten Ungereimtheiten auf. Aber was soll sie tun? Jeder hält sie für verrückt, sogar ihre Freunde, die ihr noch immer genauso fremd sind wie ihr eigener Ehemann. Aber die entscheidende Frage war: Was ist mit Emily passiert?


    Mein Fazit:


    Ich muss ehrlich gestehen, das ich die ersten Seiten nicht gern gelesen habe. Spannend wurde es tatsächlich erst, als Jane nach zurück kehrte. Dann baute sich die Spannung systematisch auf. Es ist ein gutes Buch, ein perfekt aufeinander abgestimmtes Werk. Aber es ist nicht ihre beste Arbeit.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juni 2006.

    Inhaltsangabe:


    Anni Bar ist in dem kleinen Dorf Perlitz aufgewachsen. Den Vater verlor sie im ersten Weltkrieg und die Mutter Helene zog ihre drei Kinder allein groß, neben der Landwirtschaft ein schwieriges Leben.


    1946, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, gedenkt sie ein zweites Mal zu heiraten und sinniert über ihr bisheriges Leben: mit Bruno, der ihr glückliche Tage beschert hatte; die Brüder Alfred und Willi, die ebenfalls heirateten und die Mutter, die vor lauter Gram irgendwann das Bett nicht mehr verließ und somit Anni für alles allein die Verantwortung übertrug.

    Doch würde es dann besser werden? Würde das Leben ihr noch einmal schöne Tage schenken, mit ein bisschen gestohlenem Glück?


    Mein Fazit:


    Erst einmal ein herzliches Dankeschön an die Autorin, die mir das Rezie-Exemplar überlassen hat. Es war für mich eine sehr spannende Angelegenheit.


    Der Roman umfasst ein ganzes Leben, über 60 Jahre Lebensgeschichte, die mit Annis Geburt beginnt und mit dem Tod in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts endet. Es ist für den Leser bzw. die Leserin besonders interessant zu erfahren, wie es nicht nur während des Zweiten Weltkrieges für die Menschen war, sondern auch danach, denn Perlitz lag in der ehemaligen DDR. Es wird sehr gut beschrieben, wie sich das System änderte, die Menschen unter den Folgen zu leiden hatten (Familientrennungen, Bespitzelungen etc.). Auch die Aufarbeitung der Vergangenheit, die in der damaligen DDR praktisch nicht stattfand, wird gut geschildert. Die glühenden Schuldzuweisungen und das perfekte sozialistische System, dem sich jedoch nicht alle beugen wollten.


    Daneben gab es für Anni nur ein schweres Leben voller Entbehrungen und harter Arbeit. Ihr erster Mann Bruno war liebevoll und kümmerte sich rührend um sie. Der zweite Mann war das genaue Gegenteil davon. Sie hielt durch und arbeitete, kümmerte sich um den Hof und das Kind, versuchte das Beste aus allem zu machen. Heute ist es nicht mehr vorstellbar, dass eine Frau solche Grausamkeiten auf sich nehmen muss, leider passiert es dennoch immer wieder.


    Die Geschichte selbst ist an vielen Stellen eindrucksvoll beschrieben, aber es gibt auch immer wieder kleine Längen zwischendurch. Die Autorin selbst nichts dafür kann, aber so muss ich doch kritisieren, dass es nicht gut lektoriert wurde. Es gab einige Fehler, die durchaus hätten vermieden werden können.


    Die Geschichte ist mir drei Sterne wert. Wer Lebensgeschichten mag, die authentisch anmuten, ist mit diesem Buch gut beraten.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Rachel Devlin steht am Grab ihres Mannes, als sie Jacob Donovan nach sechs Jahren wieder sieht. Sie hatte ihn damals überstürzt verlassen und Bob Devlin geheiratet.


    Jacob Donovan, leidenschaftlicher Flieger und Besitzer einer Ölbrand-Bekämpfungsgruppe, hat Rachels Verrat nie überwunden und ihren Lebenslauf als Sängerin und Ehefrau aufmerksam verfolgt. Da ihr Mann nun tot ist, denkt er, ist es an der Zeit, die Wahrheit ihres Verrats zu erfahren.


    Doch Rachel gibt sich geheimnivoll und wehrt ihn ab, obwohl ihr Herz in Flammen steht. Bei einer erfolglosen Flucht vor ihm brennt die Leidenschaft zwischen ihnen erneut auf, und doch gibt es ein kleines Geheimnis, was sie ihm sechs Jahre vorenthalten hat.


    Mein Fazit:


    Dieses Buch ähnelt in einigen Dingen meinem eigenen Roman. Dennoch habe ich die spannende Geschichte um Rachel und Jacob genossen. Eine wunderbare Lektüre zum Träumen!


    Anmerkung: Die Kurz-Rezension stammt aus August 2004.

    Inhaltsangabe:


    Nick Abella ist ein angeseher Detective der Mordkomission in Segdwick, Indiana. Unter seiner harten Schale ist ein sehr wicher Kern, der sehr verletzt wurde, als seine Mutter früh die Familie verließ und sein Vater – ebenso Polizist – zu trinken begann.


    Nick wird just zu dem Mordfall des Staatsanwaltes Cain gerufen, als er die hübsche Kelly Wylie kennen lernt. Doch sein Verhalten ändert sich schlagartig, als er von seinem Vorgesetzten erfährt, das kelly seine Ermittlungen begleitet. Sie ist Beamtin der polizeiinternen Angelegeheit. Nicks Welt gerät aus den Fugen, als klar wird, warum Kelly da ist: Sein Bruder Joey, auch Polizist, wird als der Mörder des Staatsanwaltes verdächtigt!


    Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Nick dazu, mit Kelly zusammen zu arbeiten. Ihre Reise auf der Suche nach Joey führt sie in die Sümpfe von Louisiana und sie erleben auch eine liebevolle und leidenschaftliche Zeit. Kelly weiß, das die Angelegenheit irgendwann vorbei ist und sie fragt sich immer wieder, ob Nick seine Angst vor Ablehnung und Zurückweisung je überwinden kann?!


    Mein Fazit:


    Dies ist einer der wenigen Romane dieser Reihe, der Tiefgang hat und die Helden mit einer ausgeprägten Charakterdarstellung beschreibt. Neben dem spannenden Effekt – der sehr geschickt angewendet wurde – kam der erotische Teil in keinster Weise zu kurz! Das ist eine Story, die mich sehr gefesselt hat und ich hoffe, ich kann mehr von der Autorin lesen!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2004.

    Inhaltsangabe:


    Lucy hat ihr Gedächtnis verloren und wird im Haus des alten Mannes –ihrem Verlobten- Beaufort gefangen gehalten. Unter dem Deckmantel der Fürsorge versuchen sie Lucy zu einer schnellen Heirat zu bewegen. Außerdem muss sie unter großer Kraftaufbringung die Bücher auslesen.


    Baptiste de Tremain verabreicht Lucy einen betäubenden Tee, um sie gefügig zu machen. Aber er hat nicht damit gerechnet, dass ihre Freunde Colin, Mary und Jules nicht ruhen, um sie aus dem Hause Beaufort zu befreien. Auch Nathan muss unter ständiger Überwachung arbeiten, dennoch findet er einen Weg, um Lucy eine Nachricht überlassen zu können.


    Kurz vor dem Empfang, um ihre Verlobung mit Beaufort offiziell bekannt zu geben, setzen ihre Erinnerungen wieder ein und sie findet eine dankbare Verbündete im Dienstmädchen Klara. Doch da haben schon die Freunde ebenfalls einen Plan geschmiedet und der große Tag kann kommen.


    Werden Nathan und Lucy ihre Bestimmung erfüllen? Werden sie die Bücher aus den Fängen des Geheimbundes retten können?


    Mein Fazit:


    Als ich mit dem Hörbuch begann, habe ich mich regelrecht erschreckt. Lucy hatte ihr Gedächtnis verloren. Und die alten Geifer erzählen ihr Märchen, um sie gefügig zu machen. Nein, das war keine schöne Situation. Das auszuhalten war schwierig, aber sie fand ihr Gedächtnis ja zurück.


    Die Dynamik der Geschichte aus den vorherigen zwei Bänden setzt sich auch im dritten Band fort. Es muss zeitweilig sehr schnell gehen, denn Beaufort und de Tremain haben es eilig. Sie wollen die Ziele des Geheimbundes unbedingt erfüllen und haben aufgrund ihres Alters keine Zeit zu verlieren. Das ist auch gleichzeitig ihr Fehler, denn die Freunde und auch Nathan machen sich große Sorgen um Lucy, die doch völlig wehrlos ist, solange sie nicht weiß, was ihre Bestimmung ist.


    Die Figuren sind auch hier wieder sehr liebevoll gezeichnet. Es ist spannend bis zum Schluss und die Vorleserin Merete Brettschneider konnte die Geschehnisse mit ihrer Stimme und der entsprechenden Betonung gut transportieren. Die acht Stunden sind ziemlich schnell rumgegangen.


    Es ist eine wunderbare Geschichte um Magie und Bücher. Die vielen Zitate über Bücher am Anfang der Kapitel sind sehr inspirierend und haben oft einen hohen Wahrheitsgehalt. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz, es ist die perfekte Mischung. Ich habe es sehr genossen.


    Es bekommt von mir fünf Sterne und eine klare Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Dylan Matheson ist nicht nur ein Schotte. Er lebt auch die Traditionen seiner Vorfahren, verweilt auf Schaukämpfen und unterrichtet Kampfsport auch.


    Gerade hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, da geht er wieder auf ein Turnier. Einerseits, um zu kämpfen und andererseits, um neue Kunden zu gewinnen. Als er zum ersten Mal ein echtes schottisches Schwert sieht, kann er nicht widerstehen und es berühren.


    Doch da macht er eine Zeitreise von Tennessee Ende des 20. Jahrhundert bis in die schottischen Highlands Anfang des 18.ten Jahrhunderts. Eine kleine Elfe klärt ihn über die Lage auf, doch er kann nicht glauben, das er tatsächlich ins Land seiner Vorfahren eingekehrt ist.


    Nur mit Mühe findet er sich in der neuen Situation zurecht und er beginnt sich mehr und mehr für das Land und die Menschen interessieren.


    Mein Fazit:


    Ich habe das Buch leider nicht ausgelesen. Ich habe nicht unbedingt ein Problem mit Zeitreisen, aber die Autorin hat es in meinen Augen nicht verstanden, der Geschichte den richtigen Spannungsbogen zu geben. Ich habe mich durch die paar Seiten gequält, obwohl ich Zeit genug hatte zum Lesen bedingt durch meinen Krankenstand. Schade, aber dieses Buch ist nicht mein Favourit!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2006.