Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Roger Samson taucht in London Anfang der 80er Jahre auf und beginnt, sich ein Imperium aufzubauen. Er heuert die besten Leute an, die ihn beim Aufbau von Samson International unterstützen und den Menschen, die Samson begegnen, wird klar, das Roger ein skrupelloser Geschäftsmann ist. Er ist eiskalt und kann Liebe weder geben noch empfangen.


    Lilah Dooley ist eine begabte Simultandolmetscherin, die ihr Leben lang aufrichtig und treu geblieben ist. Sie trauert noch Jonathan nach, der in Südafrika einen Job als Arzt annahm, um dort den Menschen zu helfen. Lilah lernt Roger Samson im Zuge ihrer Arbeit als Dolmetscherin kennen und er ist von dieser Frau sofort fasziniert. Er macht sie zu seiner Ehefrau und übergibt ihr einige Bereiche seines Unternehmens.


    Sophie Weiss arbeitet in New York als Börsenhändlerin in dem Bereich Edelmetalle. Und sie stellt seit Jahren schon Nachforschungen über ihren Onkel Simon Weiss an. Dieser ist im zweiten Weltkrieg vor der Judenverfolgung nach Südafrika geflohen, während ihr Vater nach New York gegangen war. Während der Recherchen stößt sie immer wieder auf den Namen Roger Samson, der sein Startkapital für Samson International aus der Platinmine in Südafrika bezogen hat.


    Sophie Weiss und Lilah lernen sich zufällig in Südafrika kennen, als Lila ihren alten Freund Jonathan im Krankenhaus zur Hilfe geht. Sowohl Sophie als auch Lilah haben Gründe, sich wegen eines herben Vertrauensbruches an Roger Samson zu rächen. Und Roger ahnt bis zur letzten Minute nicht, wer ihm das Leben schwer macht.


    Mein Fazit:


    Der Roman begann, wie ich es eigentlich inzwischen hasse. Tausend Szenen, tausend Menschen und es entstecht ein völliges Durcheinander beim Lesen, wenn man kein gutes Gedächtnis hat. Manchmal wäre weniger eben doch mehr. So ab ca. Seite 150 bekam der Roman eine klare Linie und die Puzzleteile fügten sich langsam zu einem ganzen Bild zusammen und man wird mitgerissen von genialen Schachzügen, Intrigen, Leid und Hass. Das Ende ist furios, das muss man schon sagen, aber der Anfang war schwierig.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2006.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von audible Studios: Australien 1926: Im mondänen Evergreen Spa Hotel treffen sich die Reichen und Schönen. Fasziniert beobachtet das neunzehnjährige Dienstmädchen Violet deren scheinbar sorgloses Leben. Doch als ein Unwetter das Hotel von der Außenwelt abschneidet, bröckelt die sorgsam gehütete Fassade. Leidenschaften flackern auf, Geheimnisse treten ans Licht – und müssen um jeden Preis gewahrt werden, als der Sturm wieder abzieht.

    2014 wird das Evergreen Spa renoviert. Bei den Umbauarbeiten entdecken der Architekt Thomas und die junge Lauren ein Bündel alter Liebesbriefe, unterzeichnet mit den Initialen SHB. Sie erzählen von einer leidenschaftlichen Affäre – und von den dramatischen Ereignissen, die sich daran entzündeten…

    Mein Fazit:


    Kimberley Wilkins bzw. Kimberley Freeman ist bekannt für spannende Geschichten, die in verschiedenen Gesellschaftsschichten und wechselnden Zeiten spielen.


    Evergreen Falls: In der Gegenwart (2014) hat sich die 31 jährige Lauren Beck von ihren Eltern in Tasmanien gelöst. Lange war ihr Bruder Adam krank, doch nach seinem Tod zieht es Lauren in die Ferne. Die überfürsorgliche Mutter hatte es ihr bislang unmöglich gemacht, ein normales Leben zu führen. So ist sie auch in diesem Alter noch Jungfrau und auch ansonsten völlig unerfahren in den Dingen des täglichen Lebens. Adam hat in den Blue Mountains nahe Sidney seine schönste Zeit erlebt, ehe er erkrankte. Andenken an diese Zeit lassen Lauren Nachforschungen anstellen und sie stößt dabei auf ein dunkles Familiengeheimnis. Nebenbei forscht sie auch in alten Briefen aus dem geschlossenen Evergreen Spa Hotel, denn die Briefe zeugen von einer leidenschaftlichen und tiefen Liebe. Allerdings ist ungewiss, was daraus geworden ist, denn plötzlich sind diese Personen aus den Verzeichnissen verschwunden. Lauren und der dänische Architekt Thomas sind sich sicher, dass eine Angestellte sich mit einem Hotel eingelassen hat, der die Initialen SHB besitzt. Das war damals strikt verboten und wurde in der Regel zum Nachteil der Angestellten geregelt.


    Kimberley Wilkins bzw. die Erzählerin haben die Geschichte mit Leben gefüllt. Mit ihrer weichen und melodischen Stimme hat Elena Wilms eine dichte Atmosphäre hergestellt, die in jeder Minute des Hörbuchs nahezu greifbar war. Natürlich begann alles recht harmlos und unschuldig, dennoch wird mit jeder Minute, die verstreicht, klar, dass es auf eine Katastrophe hinaus läuft. Es werden Geheimnisse und Mythen geschaffen, nur um Skandale zu verhindern. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Opium-Missbrauch, arrangierte Ehen und den Erhalt des Status Quo um jeden Preis. Die Beschreibungen des Hotels, der Landschaft, der illustren Gästeschar und die dramatischen Ereignisse sind bildhaft und eindringlich. Ich fühlte mich zuweilen wie ein Teil des Ganzen, konnte laufend im Kopfkino verfolgen, wie die Ereignisse voranschritten.


    Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und konnten teils widersprüchliche Emotionen in mir auslösen. Allgemein begleitete ich die Geschichte mit großer Neugier, denn ich hatte ab etwa der Mitte der Geschichte eine Ahnung, die sich dann auch bestätigte.


    So schnell werde ich Violet Armstrong und Lauren Beck nicht vergessen, das Hörbuch hat mich tief bewegt und zu 100% abgeholt. Daher erhält es auch fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Hör-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Gwendolyn ist 16 Jahre alt und führt ein ganz normales Leben als Teenagerin in London. Außer das sie Geister sehen kann. Ihre Familie hingegen ist nicht ganz so normal, wie man es sich wünschen würde.


    In einer Familie ist das Zeitreise-Gen. Man dachte ursprünglich, das Gwens Cousine Charlotte es hätte. Aber als Gwen plötzlich in der Zeit reist, wird klar, das sie es hat. Zögerlich vertraut sie sich ihrer Mutter an und diese reagiert sie sofort und bringt sie zur Geheimloge.


    Dort ist noch ein Zeitreisender, Gideon, 18 Jahre alt und ein bißchen hochnäsig. Gwen erfährt das Geheimnis um den Chronografen und warum sie nun mit Gideon gemeinsam in die Zeit reisen soll – so ganz ohne Vorbereitung. Es beginnt ein aufregendes Abenteuer mit einem haarsträubenden Fechtkampf, schaukelnden Kutschfahrten und außergewöhnlicher Mode. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn sie für Gideon nicht auch noch romantische Gefühle hegen würde.


    Mein Fazit:


    Gwendolyn ist mir als Leserin sofort sympathisch gewesen. Herzerfrischend, humorvoll und mit einer gehörigen Prise Selbstironie wird die rasante Geschichte in der Ich-Form erzählt. Es wurde mir dabei nie langweilig und die vielen geheimnisvollen Kapitel-Eröffnungen, wunderbar in roter Schrift verfaßt, geben dem Leser mehr Rätsel auf als sie enthüllen.


    Zuweilen irritierten mich die vielen Verwandtschafts-Verhältnisse. Ich kam durcheinander mit Grace, Maddy, Tante Arista und noch mehr. Aber allmählich kommt man rein und das Schmunzeln verlässt das Gesicht selten. Die Situationen sind unfreiwillig komisch und doch auch mit Ernst. Und die vielen Charaktereigenschaften der einzelnen Personen sorgen für ein herrliches Durcheinander.


    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, denn ich bin nun neugierig, ob meine Vermutungen stimmen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2010!

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von Kiepenheuer & Witsch: Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Groß­mutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen – bewegend, herrlich komisch und klug. Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will.

    Mein Fazit:


    Ich hatte mir aufgrund der positiven Reaktionen von diesem Buch sehr viel Versprochen. Denn geheimnisvolle Familiengeschichten üben ja doch einen gewissen Reiz aus.


    Dieser Roman von Katharina Hagena macht da leider eine sehr große Ausnahme. Ich habe es abgebrochen, weil ich selbst nach 74 Seiten keinen Bezug zur Geschichte und zu den Personen fand. Die vielen Tanten und andere Verwandten waren für mich teilweise so verwirrend, das ich sie nicht auseinander halten konnte. Einige Passagen empfand ich als langatmig.


    Eines weiteres großes Minuspunkt ist die neue Form der Dialog-Führung. Neuerdings ist es wohl in Mode, die Dialoge nicht mehr in Anführungszeichen zu setzen. Was bezweckt man damit? Druckerschwärze sparen? Mich hat es unheimlich gestört, denn damit war es nicht immer eindeutig klar, ob es sich nun um einen Dialog oder um einen Nebensatz handelte.


    Von mir bekommt das Buch 2 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Dezember 2010!

    Inhaltsangabe:


    Tammy ist 17 und steht kurz vor ihrem Schulabschluss. Sie trauert noch ihrer ersten großen Liebe hinterher, vermisst ihre Freunde und mit den Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz ist auch nicht so weither. Kurzum: In ihrem Leben läuft alles schief!


    Und zu allem Überfluss zieht auch noch die neue Freundin von Papa mit ins Haus. Alle drei Töchter sind außer sich, aber Tammy und ihre große Schwester Rebecca haben eine tolle Idee: Sie bewerben sich als Animatuere in einem Urlaubs-Club auf Furteventura! Und tatsächlich wird ihre Bewerbung angenommen.


    Für die 17jährige beginnt ein großes Abenteuer …


    Mein Fazit:


    Dies ist leichte Kost für junge Mädchen ab 16 Jahre. Tammy erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und sie selbst macht sich ziemlich klein und kommt sich nutzlos vor. Im Verlaufe der Geschichte ändert es sich jedoch, sie wird eine starke und selbstbewußte Persönlichkeit, die es sogar schafft, eigene Ideen erfolgreich umzusetzen und sich gegen die zickige Schwester durchzusetzen.


    Eine Punkte in dem Roman haben mich schon etwas gestört, wie z. b. der Satz „… und es war gerade kein Lover da.“ Bei einem 17jährigen Mädchen würde ich eine solche Aussage noch nicht unbedingt vermuten. Es mag zwar schon modern sein, aber ich persönlich finde es ein bißchen unpassend. Die Entwicklung auf Furteventura hingegen empfand ich als sehr gelungen und diesen Teil der Geschichte habe ich in einem Rutsch ausgelesen. Tammy hat sich entwickelt und hat sich selbst etwas kritischer beäugt.


    Insgesamt ist es ein schönes kurzweiliges Strandbuch und verdient daher 3 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Dezember 2009.

    Inhaltsangabe:


    Heidi Simpson hat auf der Castle Ranch mit ihrem Großvater endlich eine Heimat gefunden. Als Vollwaise hat sie ein Leben im Schaustellermilieu mit ihm verbracht. Nun möchte sie in Fools Gold ein bescheidenes Dasein mit ihren Ziegen leben.


    Doch ihr Großvater hat Mrs. Stryker über das Ohr gehauen. Um seinem Freund Harvey bei der Krebserkrankung zu helfen, hat er ihr 250.000 Dollar abgeluchst. Das ruft ihren Sohn auf den Plan: Rafe Stryker! In der Kindheit in bitterer Armut gelebt, ist er nun ein Selfmade-Millionär und er muss immer gewinnen, um jeden Preis.


    Heidi kämpft um ihr Zuhause, um ihr neues Leben, aber sie hat nicht viel zu bieten. Und Rafe ist ein großer Sturkopf, der zudem auch noch gut aussieht. Schon bald knistert es zwischen ihnen, doch da ist immer noch der Streit um die Castle-Ranch.


    Mein Fazit:


    In meiner Not, die Leseflaute zu beenden, habe ich spontan dieses eBook gekauft. Susan Mallery steht für leichte, sehr erotische und überaus witzige Unterhaltung. Und mit diesem Roman wird sie ihrem Ruf gerecht.


    Es ist wie nach Hause kommen. Schon einige Romane habe ich aus dieser Reihe gelesen. Auch wenn die Figuren aus vorherigen Bänden nicht mehr präsent sind, so tauchen sie hin und wieder kurz auf. Und in Fools Gold sind alle liebenswert verschroben. Die Charaktere haben etwas Schrulliges, was die Geschichten abrunden.


    Rafe Stryker ist in Fools Gold aufgewachsen. Der Vater starb früh und er musste die Rolle des Familienoberhaupts übernehmen, was für einen acht Jahre alten Jungen nicht ganz einfach ist. Die Bewohner der Stadt haben ihm stets und unauffällig geholfen, doch er hat es als Demütigung empfunden und seither ist er bestrebt, nie wieder so arm zu sein. Ja, er hat es tatsächlich geschafft. Er hat für sich und seine Lieben ein Leben in Luxus aufgebaut, er kann immer helfen, wenn es sein muss. Aber der Preis dafür ist hoch: er stülpt damit seinen Mitmenschen seine Meinung auf und das finden nicht alle wirklich gut.


    So versucht er es auch mit Heidi, die auf der Castle Ranch endlich eine Heimat gefunden hat. Sie ist naturverbunden und bescheiden. Sie möchte sich ein kleines Geschäft mit ihren Ziegen aufbauen und braucht daher den Platz, den die Ranch bietet. Ihr Großvater, ein Schwerenöter und überzeugter Junggeselle, nimmt es mit dem Recht jedoch nicht ganz so genau und verkauft die Ranch, obwohl er gar nicht der Besitzer ist. Die 250.000 Dollar hat er bereits für die Krebsbehandlung seines Freundes ausgegeben. Streit ist also vorprogrammiert und der Großvater muss sogar für eine Nacht ins Gefängnis. Die Damen von Fools Gold haben da so ihre eigenen Methoden, mit der ganzen Sache umzugehen und so beschäftigt der Fall die ganze Stadt. Für Rafe Stryker nicht ganz leicht zu verdauen, zumal ihm Heidi immer anziehender erscheint.


    Eine wunderbare Liebesgeschichte voller spritziger Dialoge und hitzigen Momenten. Ich habe mich einfach entführen lassen, denn der Anspruch an die geneigte Leserin ist nicht sonderlich hoch. Dennoch ist es sehr unterhaltsam und trägt eindeutig die Handschrift von Susan Mallery. Für zwischendurch eine wunderbarer Zeitvertreibt, der von mir vier Sterne bekommt.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Der Schäfer George Glennkill wird eines Tages tot aufgefunden, mit einem Spaten in der Brust! Seine Schafe, eine inzwischen seltene Rasse, stellen dies pragmatisch fest. Allen voran Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, läßt dieses Ereignis nicht los, so hatte George sie doch liebevoll behandelt.


    Doch der Tot von George lockt plötzlich viele Menschen auf die Weide. Den Metzger, Gott, Georges Tochter und viele andere, die sie vorher noch nie gesehen hatten. Mit ihrem Erfindungsgeist und ihrem natürlichen Verständnis gehen sie den Dingen auf den Grund und entdecken dabei, das sie noch viel mehr können als nur grasen und blöken.


    Mein Fazit:


    Ein Buch der besonderen Art!


    Die einzelnen Schafe haben eine besondere Begabung, einen markanten Wesenszug und sind überaus menschlich in ihren Reaktionen. Das Verständnis der Schafe ist sehr leicht nachvollziehen, da es einfach und unkompliziert ist. Die beschriebenen Reaktionen laden zu köstlichen und humorvollen Momenten ein, machen sie sympathisch und man kann die Schafe einfach nur liebhaben.


    Zwar ist es als „Schafskrimi“ deklariert, ich würde es aber auch in die Sparte „Humor/ Satire“ packen. Denn der Krimi ist eigentlich eher nebensächlich. Stellenweise war das Buch etwas langatmig, wenn auf die einzelnen Lebensgeschichte der Schafe eingegangen wurde. Und die vielen Personen, die plötzlich auf der Weide auftauchten, konnten den Leser sehr schnell verwirren.


    Aber alles in allem ist es ein Buch, das ausschließlich zur Unterhaltung dient. Wer Tiere mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2008.

    Inhaltsangabe:


    Jeremias Katoen, Amtsinspektor, lebt im Amsterdam im Jahre 1671. Die goldenen Zeiten der Tulpen sind schon lange vorbei und es droht ein Krieg mit Frankreich und England.


    Umso ungewöhnlicher ist es, das er mit den Ermittlungen der „Tulpen-Morde“ beauftragt wird. Immer am Montag nach dem Treffen der „Verehrer der Tulpe“ geschieht ein Mord an einem hochangesehen Herrn. Die Tulpen-Morde sind deshalb so seltsam, weil der Tote jedes Mal ein Blatt einer schwarzen Tulpe in der Hand hält.


    Jeremias Katoen macht sich auf die Suche nach dem Tulpen-Mörder und dringt dabei immer tiefer in die Kreise der Tulpen-Verehrer ein, die alle irgendwie ein Geheimnis tragen. Wird Jeremias das Rätsel um die schwarze Tulpe lösen? Wird er den Mörder finden?


    Mein Fazit:


    Mit diesem Buch habe ich endgültig festgestellt, das historische Krimis nicht so ganz mein Genre sind. Und dabei bedaure ich es außerordentlich, denn ich war zur Lesung zu diesem Buch zugegen. Diese Lesung aus dem Buch war für mich wesentlich viel versprechender als das Buch selbst.


    Zu Gute muss man halten, das der Autor das Amsterdam der damaligen Zeit wirklich schön beschrieben hat, mit all seinen Eigenheiten und Besonderheiten. Auch die Sprache ist durchaus angemessen und das soziale Leben ist in all seinen Facetten beschrieben.


    Dennoch hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Roman: Zuviele Personen spielten eine Rolle, gelegentlich musste ich mal Stellen nachlesen. Es gab mehrere Handlungsstränge, die sehr fein miteinander verwoben waren und mich auch zuweilen irritierten. Zu meiner Entschuldigung muss ich allerdings gestehen, das ich das Buch sehr oft unterbrochen habe, da einige andere Leseprojekte kamen. Wäre das nicht gewesen, wäre mein Urteil womöglich etwas besser.


    Insgesamt gesehen ist mir das Buch 3 von 5 Punkten wert.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2009.

    Inhaltsangabe:


    Clare Wingate stammt aus gutem Haus, ist 33 Jahre alt und Schriftstellerin von Beruf. Einzig um ihr Liebesleben ist es nicht gut bestellt. Gerade musste sie ihre Verlobung mit Lonny auflösen, da er sich im begehbaren Wandschrank vom Servicetechniker begatten ließ und sie sie dabei erwischte.


    Sebastian Vaughan kennt Clare schon seit ihrer Kindheit. Damals hat er sie jedoch mehr geneckt als gemocht. Schließlich haben sie sich Jahre nicht gesehen, als Clare am morgen nach der Hochzeit ihrer besten Freundin neben ihm im Bett erwacht – in einem Hotel. Völlig verzweifelt und verstört verläßt sie das Hotel und hofft, das sie ihn bald vergessen kann.


    Aber Sebastian hat noch ganz andere Pläne. Er besucht seinen Vater, Leo. Leo arbeitet für Clare’s Mutter im Garten und so passiert es zwangsläufig, das sie sich immer wieder treffen. Beide spüren eine gewisse Anziehungskraft, aber Clare’s Herz ist noch zu sehr verletzt und Sebastian muss den Nachlass seiner Mutter verwalten und die Beziehung zu seinem Vater wieder kitten.


    Können sie lange ihrer Anziehungskraft widerstehen? Wie wird das Umfeld auf das Paar reagieren? Wird Clare’s Herz wirklich heilen können?


    Mein Fazit:


    Spritzig und erotisch!


    Mal eine leichte Lektüre. Es tat gut, diesen Roman zu lesen. Er bot Unterhaltung pur und stellte an den Leser keine besonders hohen Ansprüche. Es genügte einfach, sich zurück zu lehnen und beim Lesen sich das tolle Paar vorzustellen, das umeinander kreiste wie die Katzen um den heißen Brei.

    Die Autorin hat dem Helden Sebastian dabei sehr viel Tiefgang verliehen. Er war mir sehr sympathisch und hatte durchaus nachvollziehbare Veränderungen durchgemacht. Clare hingegen war stocksteiff und immer darauf bedacht, perfekt auszusehen.


    Es war eine sehr schöne leichte Lektüre, ich hoffe, das ich bald wieder so etwas lesen kann!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2008.

    Inhaltsangabe:


    Paris 2014: Monsieur Cho lebt ein ruhiges und beschauliches Leben in der Stadt der Liebe, nachdem er jahrelang vergeblich versucht hat, seine Herzensdame, Emilie Berwanger, dort wieder zu finden. Monsieur Cho ist ein Meister des Tees und er konkurriert mit der Tee-Dynastie der Berwangers.


    Sein Leben gerät aus den Fugen, als eines Morgens eine junge Frau in sein Kontor tritt und zu ihm sagt, er sei ihr Vater. Lin Berwanger, Erbin der Dynastie, verschwindet dann von einem Moment auf den anderen. Die Mutter, Emilie, war bis vor kurzem noch schwer krank, doch auch diese ist plötzlich unauffindbar.


    Monsieur Cho macht sich auf die Suche nach seiner Familie und entdeckt dabei ein grausiges Familiengeheimnis.


    Mein Fazit:


    Anja Jonuleit schreibt wirklich sehr interessante Romane. Schon „Rabenfrauen“ hat mich sehr für sich eingenommen.


    Allerdings war der Anfang nicht ganz einfach. Die Zeiten wechselten sehr häufig, es waren nur kurze Abschnitte, wo man die jeweilige Hauptfigur ein wenig kennen lernen konnte. Bei Monsieur Cho blieb es bis zum Ende so, dass man ihn auch nach den vielen Zeilen nicht richtig einordnen konnte. Er war für mich emotional nicht richtig greifbar!


    Allerdings werden die Persönlichkeiten der Familie Berwanger schon gut beschrieben, gerade mit Emilie litt ich sehr, denn sie fühlte sich von ihrer Mutter bevormundet. Sie sollte in den Familienbetrieb mit einsteigen, allerdings schlug ihr Herz für die Kunst. Mit diesem Konflikt kam sie nur schwer zurecht und sie flüchtete sich in Drogen. Emilie wurde schließlich nach China abgeschoben, wo sie unter einfachen Verhältnissen wieder zu sich finden sollte. Und dort lernte sie Monsieur Cho kennen und lieben. Diese Verbindung, so weit weg von Heimat, hatte jedoch tragische Folgen bis in die Gegenwart.


    Wie schon erwähnt, war der Anfang nicht ganz einfach. Aber als ich mich dann damit arrangierte und reingefunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte wissen, was passiert war, das Emilie und Lin fast zerstört hatte. Irgendwann hatte man eine Ahnung, aber die Gewissheit war eigentlich noch viel entsetzlicher. Die Erzählart mit den wechselnden Zeiten trieb sogar die Spannung voran, das muss man so sagen. Letztendlich bleiben auch am Ende keine Fragen offen.


    Für mich ganz klar ein fünf Sterne Buch mit einer deutlichen Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Kripochef Bergmann will eigentlich nur Besorgungen machen, als an einem Samstagvormittag das Modeschmuckgeschäft „Engelsgleich“ überfallen wird. Heimlich kann er seinen besten Ermittler Jan Tommen informieren, doch der Überfall wirft mehr Fragen auf. Es werden keine Wertgegenstände mitgenommen und im Keller wird kräftig gebohrt, anschließend mit Napalm alles verbrannt.


    Jan Tommen beginnt sich zu fragen, was wirklich hinter dem Überfall steckt. Es fand keine Geiselnahme und auch kein Raub statt. Seine Spuren führen zum früheren Besitzer, der jedoch auch nichts mehr beitragen kennen, denn er wurde offensichtlich kurz dem Überfall ermordet.


    Offenbar kann die Halbschwester des Toten etwas beitragen. Denn sie hat drei Namen, die in irgendeiner Weise mit dem Tod ihres Bruders und dem Überfall auf das „Engelsgleich“ zu tun haben. Aber fast zu spät bemerken er und seine Kollegen Chandu, Max und Zoe, dass sie in ein Lügenkonstrukt gezogen werden, dessen Spuren bis in die Stasi-Zeit der DDR reichen.


    Mein Fazit:


    Nun, eigentlich mag ich die Krimi-Reihe ganz gern. Auch wenn ich offiziell wenig Krimis oder Thriller lese, so habe ich an den Ermittlern im Team von Bergmann doch Gefallen gefunden. Ein bisschen voller Klischee, aber dennoch amüsant und spannend.


    Bei diesem Band war die Luft raus. Ich kam sehr schwer in die Geschichte rein, obwohl es gleich zu Anfang recht klar war, was da abging, bis auf die Hintergründe vielleicht. Und diese Verwirrung blieb auch im weiteren Verlauf, denn es flogen Namen umher, Agenden wurden erzählt und irgendwann kam ich da nicht mehr so ganz mit. Auch die Auflösung des Falles fand ich nicht so gelungen. Es ging nicht nur um Stasi-Akten, sondern auch um eine persönliche Rache, die leider nur unzureichend beleuchtet wurde.


    Es ist auch ein neuer Erzähler, der mit seiner tiefen Stimme dem vorherigen ziemlich ähnelt. Manche Betonung wirkte nicht ganz so geglückt, denn in den Dialogen wurden die Rollen auch mal vertauscht, so erschien es mir zumindest. Davon abgesehen hat Oliver Schmitz durchaus eine interessante Stimme.


    Die Bände können einzeln gelesen bzw. gehört werden, denn sie sind abgeschlossen. Aber das eine oder andere private Detail taucht doch auf und um das besser zu verstehen, ist die richtige Reihenfolge der Bände schon wichtig.


    Nein, dieser Teil der Reihe war für mich nicht ganz so gelungen, vielleicht war es auch die falsche Zeit. Ich kann nur drei Sterne vergeben und hoffen, dass es beim nächsten Band wieder besser ist.

    Inhaltsangabe:


    Die 19jährige frisch verheiratete Gwendolyn Hooper reist zu ihrem Mann Laurence in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Ceylon nach. Er besitzt dort eine Teeplantage und kann seiner jungen Frau ein Leben in Wohlstand und Sicherheit bieten.


    Doch kaum ist sie auf der Insel angekommen, ist das Leben nicht mehr so unbeschwert, wie sie es sich erträumt hat. In der Villa schwebt der Geist der früheren Mrs Hooper, die auf mysteriöse Art ums Leben kam, genauso wie der kleine Sohn. Die Schwägerin Verity nimmt ihren Bruder fast wie eine Geliebte ein und eine unkonventionelle Amerikanerin hat es ebenfalls auf Laurence abgesehen.


    Immer wieder erscheint ein liebenswürdiger und freundlicher Singhalese, der von Laurence allerdings auch nicht gern gesehen wird. Und nach einer durchgefeierten Nacht auf einem Ball wird Gwen schwanger. Sie freut sich auf das Kind und Laurence kann sein Glück nicht fassen.


    Gwen bringt schließlich Zwillinge zur Welt und binnen Minuten muss Gwen eine folgenschwere Entscheidung treffen.


    Mein Fazit:


    Der Roman war schon eine ganze Weile auf meinem SuB. Das Cover und der Plot hatten mich magisch angezogen, es berührte mich innerlich. Allerdings ist dies eines der Fälle, wo die Verpackung mehr verspricht als Inhalt.


    Die Autorin hat es sich nicht nehmen lassen, die Insel Ceylon, heute Sri Lanka, zu beschreiben. Das war ja ganz gut und schön, aber manchmal verlor sie sich ein wenig darin. Es passierte allgemein zwischendurch wenig, außer vielleicht das angespannte Verhältnis zwischen Kolonialherren und Einheimischen. Da offenbarte sich die menschenverachtende Politik des britischen Empire. Ein Kapitel, das fast jede europäische Seefahrer-Nation geschrieben hat: Die Kolonialisierung und der Versuch, die einheimische Bevölkerung zu unterdrücken. Es gelang ihnen ja nur bedingt! Unruhen und politische Prozesse fand auch in diesem Buch Erwähnung, gehörte aber nur zum kleinen Teil zur Geschichte.


    Gwen wird über die erste Mrs. Hooper nicht die Wahrheit gesagt. Warum sie einen erweiterten Suizid beging. Laurence hätte seine Frau einweihen müssen, aber aus Angst, sie zu verlieren, tat er es nicht. Durch dieses Schweigen wurden Schicksale bestimmt, die großes Leid erfuhren und womöglich wäre der Lauf der Dinge anders gewesen. Sie selbst hat sich eine kaum zu ertragende Bürde aufgeladen, das war deutlich in den Zeilen zu spüren. Da hatte sie mein ganzes Mitgefühl.


    Die Auflösung des Geheimnisses kam für mich überraschend, das war eindeutig ein Pluspunkt. Meist hat man ja immer so eine Ahnung und in den überwiegenden Fällen passt es auch. Aber bei dieser Geschichte kam ich nicht auf das Offensichtliche.


    Aber immer wieder gab es Passagen, die für mich zu detailgetreu, zu genau beschrieben wurden. Es zog sich oft hin. Gelegentlich kam mir in den Sinn, das Buch abzubrechen, aber dann hätte ich mich selbst um die Auflösung gebracht.


    Trotz der positiven Dinge kann ich dem Roman nur drei Sterne vergeben. Schade, es klang so vielversprechend.

    Inhaltsangabe:


    Juna ist fort und zurück bleibt Gwen, die es nach wie vor nicht begreifen kann, warum Juna sie wegen einem Mann –nämlich den Mönchen David- verlassen hat. Es beschäftigt sie so sehr, dass sie ihre Prüfung zur Heilerin vermasselt.


    Logan macht seinem Clan alle Ehre. Mit List und Cleverness kann er das jährliche Turnier gewinnen und macht seinen Vater Gunnar und den Bruder Dachs stolz. Doch der Sohn des Warlords, Cedric, will ihn zu sehr für sich vereinnahmen. Dabei hat Cedric nicht viel Gutes im Sinn. Dieser trachtet offen nach der Macht seines Vaters.


    Gwen wird mit einigen Kriegerinnen auf eine hoffnungslose Mission geschickt. Diese endet abrupt in der Kanalisation, als ihnen die „Bleichen“ begegnen: Menschliche Mutationen, die sich zu kanibalistischen Bestien verwandelt haben und jegliche zivilisierten Wesenszüge verloren haben. Logan kann zufällig Gwen aus einer brenzligen Situation retten und nimmt sie mit nach Hause. Logan entwickelt langsam Gefühle für die hübsche junge Frau, weiß aber nicht, wie er damit umgehen soll.


    Gwen jedoch erregt Aufsehen im Clan, gerade Cedric scheint es auf sie abgesehen zu haben. Sein Vater unterschätzt die Situation und es gerät außer Kontrolle. Kann Logan Gwen außer Gefahr bringen? Wird er sich zu ihr bekennen?


    Mein Fazit:


    Es geht weiter im verbotenen Eden, wobei das noch nicht einmal erreicht wurde. Wir sind immer noch in einem Land, wo sich männliche und weibliche Gruppen einander feindlich gegenüber stehen. Fanatismus verhindert die Veränderung, die in der Luft liegt. Denn einigen Menschen wird klar, nach 65 Jahren hat das Virus, dass für die radikale Trennung der Geschlechter sorgte, seine Wirkung verloren.


    Die erste Hälfte des Hörbuches zieht sich ein bisschen in die Länge. Das Leben der zwei Hauptfiguren wird eingehend beleuchtet, was sicher sehr interessant ist, aber es hätte deutlich verkürzt werden können. Dieses Mal hat der Autor eine Welt beschrieben, die zwar von den Männern dominiert wird, wo Frauen aber durchaus geduldet werden; als Sklavin. Sie haben keinerlei Rechte und sind nur dazu da, den Männern zu dienen, was auch immer damit gemeint ist. Familienstrukturen gibt es eher sporadisch, wenn Männer Babys finden und sie allein großziehen. Es sind dann jedoch ausschließlich Söhne.


    Gwen, Junas ehemalige Lebensgefährtin, ist enttäuscht und hadert mit der abrupten Trennung. Sie kann nicht verstehen, wie ihre Freundin sich plötzlich einem Mann zuwendet. Erst im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und ihre Seele heilt. Schließlich kann sie sehr wohl erkennen, warum Juna mit David geflohen ist. Die Ereignisse in Logans Stadt tun ihr Übriges dazu und es entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Aber in diesen Zeiten, wo Fanatismus über den gesunden Menschenverstand herrscht, gibt es kaum eine Aussicht auf ein friedvolles Leben. Oder doch?


    Wie schon erwähnt, die erste Hälfte des Hörbuches zog sich etwas in die Länge, es passierte zwar etwas, aber der Sinn erschloss sich mir nicht sofort. Erst in der zweiten Hälfte wurde es spannender und auch düsterer. Da vermischt sich die Welt mit dem ersten Teil der Reihe, die doch etwas anders – radikaler – dargestellt wurde. Auch einige Gegenspieler tauchen wieder auf, die mir nach wie äußerst unsympathisch sind.


    Erik Borner hat es gut vorgelesen, jedoch ist es noch immer gewöhnungsbedürftig für mich, denn die Stimme transportiert nicht immer die Emotionen, wie sie in der Geschichte erzählt werden.

    Ich habe lange geschwankt zwischen drei und vier Sterne, mich dann aber doch für vier Sterne entschieden. Auch wenn die erste Hälfte sich etwas in die Länge zog, so hat es in der Gesamtbetrachtung einen Sinn. Ich bin gespannt, wie das Finale sein wird und habe es mir schon vorgemerkt.

    Inhaltsangabe:


    Silvia und Holger führen ein Leben, wie sie es sich erträumt haben. Sie leben in einer schicken Wohnung in München und können sich alles leisten, was sie wollen. Doch der Preis dafür ist hoch: sie sehen sich kaum, da sie beide ständig in verschiedenen Richtungen unterwegs sind. Silvia wollte niemals wieder arm sein, nie wieder etwas entbehren müssen, deshalb hat sie mehrere Studiengänge gleichzeitig abgeschlossen und arbeitet nun erfolgreich als selbstständige Unternehmensberaterin. Holger ist Immobilienmakler von Luxus-Anwesen.


    Eines Tages erhält Silvia eine Erbschaft von ihrer langvergessenen Tante Lucie: Eine Gärtnerei an der französischen Atlantik-Küste. Holger bietet sich gleich als Makler an, denn er hat sich das Anwesen in ihrer Abwesenheit angeschaut und es für heruntergewirtschaftet befunden. Im vollen Vertrauen darauf willigt Silvia ein und es findet sich schnell ein solventer Käufer.


    Als Silvia unerwartet ein paar Tage Urlaub hat, beschließt sie nach Frankreich zu reisen, um sich das Anwesen ihrer verstorbenen Tante anzuschauen. Sie kommt auf die Kamelien-Insel und ist erstaunt, welche Pracht sich ihr bietet. Eine Insel mit einer Kamelien-Gärtnerei. Und freundliche Menschen, die ihre Tante liebten. Der Gärtner Maël hat es ihr ganz besonders angetan.


    Silvia ahnt, dass Holger nicht ganz ehrlich zu ihr war und sie versucht den Verkauf noch zu verhindern. Aber er hat sie belogen und betrogen. Nur noch eines kann die Kamelien-Insel retten: das verschollene Testament ihrer Tante, das bislang unauffindbar war.


    Mein Fazit:


    Meine liebe Kollegin und Freundin hat mir öfter von diesem Buch vorgeschwärmt und irgendwann fand ich es dann in einem Wühltisch als preisreduziertes Mängel-Exemplar. Nun gut, da greift man gerne zu.


    Tabea Bach hat einen flotten Schreibstil, hält sich nicht lange mit Erklärungen auf, lässt aber auch kein wichtiges Detail aus. So lernte ich gleich das Ehepaar kennen, dessen Leben ich für mich nicht vorstellen kann. Während Silvia mir sogleich sympathisch war, konnte ich mit Holger nicht viel anfangen. Für mich war er ein rücksichtsloses A…ch.


    Silvia wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, denn Tante Lucie wurde vor vielen Jahren von der Familie verstoßen. Warum, konnte Silvia nicht mehr sagen, der Grund lebt jedoch mit auf der Kamelien-Insel, die droht, verkauft und zerstört zu werden. Und nicht nur die Insel-Bewohner kämpfen darum, sondern auch die Menschen im Ort. Silvia ist nur deshalb die Erbin, weil kein Testament gefunden wurde. Allerdings war man sich sicher, dass es dieses gibt, man hatte es nur nicht gefunden, trotz intensiver Suche. Juristisches Tauziehen, erbitterte Gespräche unter Eheleute und Beschwichtigungsversuche wechseln sich ab. Dabei wird klar, dass die Ehe von Silvia und Holger schon länger nicht zum Besten steht. Nebenbei hat Silvia selbst eine Liebelei, der sich ohne große Wehr hingibt. Das habe ich Silvia schon etwas übel genommen. Auch wenn die Ehe nicht gut bestellt ist, so sollte man wenigstens den Anschein von Abwehr wahren. Aber sie ließ sich von ihren Gefühlen leiten, was ja auch menschlich ist. Und so ganz ehrlich war sie zum Gärtner auch nicht, also Gefühlschaos pur.


    Ansonsten ist es eine sehr bewegende Geschichte um menschliche Schicksale und einer Insel, die schon etwas ganz Besonderes ist. Ich konnte das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen. Dennoch vergebe ich nur vier Sterne, weil es ja auch eine gewisse Vorhersehbarkeit hatte.

    Inhaltsangabe:


    Sarah Conway hat das Internat an der Ostküste von Amerika verlassen, um nun endlich bei ihrem Vater leben zu können. Schließlich hat er ihr in seinen Briefen blumig geschildert, wie sie zusammen leben würden, wenn sie erst einmal erwachsen wäre.


    Kaum im Arizona-Territorium angekommen, erlebt sie gleich einen Überfall von Indianern auf den Kutschenwagen. Der Revolverheld und Vagabund Jake Redman kann zur Hilfe eilen. Im Örtchen Lone Bluff angekommen, muss Sarah jedoch erfahren, dass ihr Vater kürzlich verstorben sei – während seiner Arbeit in der Goldmine.


    Jake Redman rät Sarah zum Verkauf und Abreise, diese denkt jedoch gar nicht daran, das Vermächtnis ihres Vaters aufzugeben. Störrisch bleibt sie auf der kleinen Farm in der Nähe der Mine. Jake, von seinen Gefühlen zu Sarah überhaupt nicht begeistert, sieht sich verpflichtet, Sarah in einigen Dingen beizustehen. Er selbst ist sogar einmal der Grund, warum sie Gefahr gerät.


    Warum kann Jake Sarah nicht allein lassen und was hat es mit der Mine auf sich? Ist dort tatsächlich Gold oder ist es ein wertloser Hügel?


    Mein Fazit:


    Dies ist der Roman, den Jackie McNamara in „Geheimrezept zum Glücklichsein“, also dem 1. Teil der Reihe, schreibt. Nun, er ist ein Western und damit fällt er so ein bisschen aus der Rolle. Vielleicht habe ich ihn auch deshalb nicht so verschlungen.


    Denn natürlich passieren all‘ die Dinge, die in den Western-Filmen auch vorkommen: verruchtes Freudenhaus, ständige Schlägereien in Saloons, Schießereien, Getratsche im Gemischtwarenladen usw. Man kennt das alles – mehr oder weniger. Mich hat es irgendwie nicht so wahnsinnig beeindruckt. Außer vielleicht Sarah, die sich von dem rauen Klima nicht so schnell ins Bockshorn jagen lässt. Trotz aller Gefahren weigert sie sich, wieder in den Osten der Staaten zu reisen. Jake Redman, der sich zwar zu ihr hingezogen fühlt, das aber eher als lästig empfindet, kann sie ebenso nicht umstimmen.


    Die Geschichte enthält nichts Besonderes, auch die Liebesgeschichte ist durchaus so das, was man von Nora Roberts kennt. Es bietet pure Unterhaltung mit der Mahnung, nicht alles so ernst zu nehmen. Daher fällt meine Rezension entsprechend kurz aus: Vier Sterne und eine Lese-Empfehlung für echte Nora Roberts-Fan.

    Inhaltsangabe:


    Jillian ist eine echte Baron. Sie leitet mit Stolz, Hartnäckigkeit, unerschütterlichen Glauen an sich selbst und mit ihrer ganzen Kraft die Utopia-Ranch ihres Großvaters. Schon seit fünf Jahren kämpft sie als Viehzüchterin um Anerkennung und sie scheint das erste Jahr gute Geschäfte zu machen.


    Aaron Murdoch ist der Nachbar und der Erbe der Double-M-Ranch. Jahrelang war er in Billings, doch nun ist er auf die Ranch seines Vaters zurück gekehrt, um seine Stellung zu übernehmen. Auch er ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie Jillian.


    Aaron und Jillian lernen sich an der Grenze ihrer Ländereien kennen. Es trifft sie beide völlig unvorbereitet und dennoch ist da etwas, was sie beide abhält. Sie lernen sich näher kennen, als Jillian heraus findet, das sie Opfer von Viehdieben wird. An die 500 Tiere werden ihr gestohlen. Das Loch im Zaun zeigt zur Murdoch-Ranch, aber sie glaubt nicht daran, das Aaron so etwas tun kann.

    Bei einem Rodeo-Festival zum 4. Juli wird Jillian schwer verletzt, und da stellt Aaron zum ersten Mal fest, das er sie liebt. Aber schneller als er denkt, reisst sie ihm das Herz heraus, als sie ihm die Worte nicht glaubt.


    Mein Fazit:


    Dies ist sicher eine wunderbare Abwechslung zwischen den Zeiten. Er ist leicht plätschernd und wunderbar gegen schlechtes Wetter und kalte Stürme. Mir persönlich hat Aaron Murdoch nicht so sehr gefallen, er war mir einfach zu arrogant. Aber womöglich ist der Cowboy im heutigen Wilden Westen ja wirklich so.


    Ein entspanntes Lesevergnügen bringt es in jedem Falle.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2006.

    Inhaltsangabe:


    Graham und Quinn lernen sich unter denkbar ungünstigen Umständen kennen: als sie ihre jeweiligen Partner zusammen beim Seitensprung erwischen. Beide lösen sich aus der Beziehung und sehen sich ein halbes Jahr nicht mehr. Durch Zufall treffen sie sich dann wieder und ihrer gemeinsamen Zukunft steht nichts mehr im Weg.


    Jahre später: Graham und Quinn sind inzwischen sieben Jahre verheiratet. Sie führen ein perfektes Leben – nach außen hin. Denn ein tiefer Keil hat sich zwischen sie gegraben: der Keil der ungewollten Kinderlosigkeit. Quinn wünscht sich so sehr ein Kind, aber die Endometriose verhindert eine Schwangerschaft. Sie leidet darunter und auch Graham lässt dieses Thema nicht kalt.


    Nahezu unbemerkt haben sie sich über die Jahre immer weiter entfernt, die Missverständnisse wachsen und die Gefühle türmen sich zu einem Hurrican der Kategorie 6 auf. Als Graham auch noch eine andere Frau kennen lernt, zu der er sich hingezogen fühlt, brechen die aufgestauten Gefühle aus und die Ehe steht deutlich auf der Kippe.


    Mein Fazit:


    Ich habe die vorherigen Bücher von Colleen Hoover gelesen, dieses ist mein erstes Hörbuch. Die Entscheidung bereue ich nicht eine Sekunde.


    Colleen Hoover hat sich dieses Mal die Thematik mit der ungewollten Kinderlosigkeit befasst und ich finde, sie hat es großartig gemacht. Ich kann die Gefühle, die bei Quinn Monat für Monat Achterbahn gefahren sind, so gut nachfühlen, haben wir auf unseren kleinen Prinzen auch fünf Jahre gewartet. Nur mit dem Unterschied, dass wir beide schon (zum Teil erwachsene) Kinder hatten. Aber die stetige Hoffnung, die Gefühle und dann die wahnsinnige Enttäuschung, das zermürbt einen auf Dauer. Dann bekommt man auch noch so wohlmeinende Ratschläge zu hören wie „Macht euch kein Druck!“ oder „Fahrt doch mal in den Urlaub!“, die einen eigentlich ziemlich frustriert und wütend zurücklassen. Graham und Quinn ging es oftmals nicht anders, was sie zu sympathischen und glaubwürdigen Figuren machte. Völlig normale Menschen, aus dem Leben gegriffen sozusagen, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann. Und ich habe mit beiden gefühlt. Vor allen Dingen Graham tat mir oft Leid, denn er bemühte sich sehr und stieß doch immer wieder gegen eine Wand. Dennoch hat er den Glauben an ihre Liebe und Ehe nicht verloren.


    Quinn erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven, damals und jetzt. Und immer kommt das Thema Schatulle auf. Mich hat wahnsinnig interessiert, was in dieser Schatulle drin sein sollte und ich habe oft mitgerätselt. Die Auflösung ist genial wie völlig logisch, warum ich da nicht drauf gekommen bin? Es hat mich zutiefst bewegt und beim Hören kam mir nicht nur Gänsehaut, sondern auch Tränen. Die ganze Zeit spürte man, es geht auf den Showdown zu und es hatte mit dieser verdammten Schatulle zu tun. Sehr spannend geschrieben, muss ich schon sagen.


    Carolin Sophie Göbel hat eine sehr sympathische Stimme und sie hat die Geschichte ganz locker und der Stimmung entsprechend vorgelesen. Es kam mir oft so vor, als würde Quinn bei mir auf dem Sofa sitzen und die Geschichte erzählen. Sie sich mich sehr für sich eingenommen.


    Dies ist klar ein fünf-Sterne-Buch mit einer unbedingten Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Schwester Jago wird von der Oberin des Nightingale Krankenhauses in London aufs Land nach Kent geschickt. Dort sind sie scheinbar noch strenger als in London. Dennoch fügt sie sich in den Alltag ein. Ihr Herz ist schwer, denn ihr Freund ist im Krieg, wie so viele andere junge Männer. Schwester Jago ist hoch erfreut, als plötzlich ihre Freundin Effie auftaucht, um im Krankenhaus ihren Dienst zu leisten.


    Lady Amelia Rushton, ehemals Schwester Benedict im Nightingale Krankenhaus, muss hilflos zusehen, wie das britische Kriegsministerium ihren Landsitz in Beschlag nimmt, um es in ein Quartier für Piloten zu verwandeln. Dabei trifft sie auf den Verbindungsoffizier Dr. William Tremayne. Jener William, der ihr damals fast das Herz gestohlen hätte und zudem der Bruder von Helen Dawson ist. Um nicht vollends verrückt zu werden, beschließt sie in die Schwesterntracht zu schlüpfen und wieder als Krankenschwester zu arbeiten. Aber das ist leichter gesagt als getan.


    Die britischen Piloten sind in dem kleinen Dorf eingetroffen und die Krankenschwestern sind ganz aus dem Häuschen. Liebeleien, Tanzabende und einige zarte Bande der Liebe werden geknüpft. Manchmal vergessen sie viel zu schnell, dass sie sich noch im Krieg befinden und auch hier im kleinen Dorf kann der Krieg seine hässlichen Seiten zeigen.


    Mein Fazit:


    Der siebte Band führt den geneigten Leser bzw. Leserin aus London heraus aufs Land. Dieses wird von einer verbitterten Oberin geführt und die Stationsschwestern sind nicht weniger unfreundlich. Man vermisst schon London, der Ton ist noch mal rauer als er eh schon ist.


    Ein paar alte Bekannte sieht man wieder: Jess Jago aus Band 4, Effie aus Band 5 und Millie zusammen mit Dr. William Tremayne aus den Bänden 1-3. Die Autorin hat die Charaktere wunderbar in diesem einen Band vereint, der so ein bisschen aus der Rolle fällt. Allerdings finde ich den Titel ein wenig irreführend. Es kommt zwar ein Mistelzweig in der Geschichte vor, aber das ist eher so beiläufig, dass es fast schon untergeht. Und wie immer erzählt die Geschichte über einen größeren Zeitraum und nicht nur, wie man im Titel vermutet, zur Weihnachtszeit.


    Wie in all den anderen Bänden auch gibt es hier nicht nur Happy Ends. Die Geschichten sind wie immer bewegend. Die Zeiten damals waren nicht leicht, weder für das Krankenhauspersonal noch für die Patienten. Auch die Landbevölkerung hatte so mit den Kriegsgeschehnissen zu kämpfen, denn sie brauchten Platz für die Piloten (später kamen ja noch die Amerikaner dazu). Donna Douglas hat die gesamte damalige Atmosphäre gut eingefangen und die kleinen und großen Geschichten wunderbar darin eingebettet.


    Die Serie hat an Charme nicht verloren und ich freue mich schon auf Band 8, dieser bekommt auch wieder fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.