Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Anni Bar ist in dem kleinen Dorf Perlitz aufgewachsen. Den Vater verlor sie im ersten Weltkrieg und die Mutter Helene zog ihre drei Kinder allein groß, neben der Landwirtschaft ein schwieriges Leben.


    1946, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, gedenkt sie ein zweites Mal zu heiraten und sinniert über ihr bisheriges Leben: mit Bruno, der ihr glückliche Tage beschert hatte; die Brüder Alfred und Willi, die ebenfalls heirateten und die Mutter, die vor lauter Gram irgendwann das Bett nicht mehr verließ und somit Anni für alles allein die Verantwortung übertrug.

    Doch würde es dann besser werden? Würde das Leben ihr noch einmal schöne Tage schenken, mit ein bisschen gestohlenem Glück?


    Mein Fazit:


    Erst einmal ein herzliches Dankeschön an die Autorin, die mir das Rezie-Exemplar überlassen hat. Es war für mich eine sehr spannende Angelegenheit.


    Der Roman umfasst ein ganzes Leben, über 60 Jahre Lebensgeschichte, die mit Annis Geburt beginnt und mit dem Tod in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts endet. Es ist für den Leser bzw. die Leserin besonders interessant zu erfahren, wie es nicht nur während des Zweiten Weltkrieges für die Menschen war, sondern auch danach, denn Perlitz lag in der ehemaligen DDR. Es wird sehr gut beschrieben, wie sich das System änderte, die Menschen unter den Folgen zu leiden hatten (Familientrennungen, Bespitzelungen etc.). Auch die Aufarbeitung der Vergangenheit, die in der damaligen DDR praktisch nicht stattfand, wird gut geschildert. Die glühenden Schuldzuweisungen und das perfekte sozialistische System, dem sich jedoch nicht alle beugen wollten.


    Daneben gab es für Anni nur ein schweres Leben voller Entbehrungen und harter Arbeit. Ihr erster Mann Bruno war liebevoll und kümmerte sich rührend um sie. Der zweite Mann war das genaue Gegenteil davon. Sie hielt durch und arbeitete, kümmerte sich um den Hof und das Kind, versuchte das Beste aus allem zu machen. Heute ist es nicht mehr vorstellbar, dass eine Frau solche Grausamkeiten auf sich nehmen muss, leider passiert es dennoch immer wieder.


    Die Geschichte selbst ist an vielen Stellen eindrucksvoll beschrieben, aber es gibt auch immer wieder kleine Längen zwischendurch. Die Autorin selbst nichts dafür kann, aber so muss ich doch kritisieren, dass es nicht gut lektoriert wurde. Es gab einige Fehler, die durchaus hätten vermieden werden können.


    Die Geschichte ist mir drei Sterne wert. Wer Lebensgeschichten mag, die authentisch anmuten, ist mit diesem Buch gut beraten.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Rachel Devlin steht am Grab ihres Mannes, als sie Jacob Donovan nach sechs Jahren wieder sieht. Sie hatte ihn damals überstürzt verlassen und Bob Devlin geheiratet.


    Jacob Donovan, leidenschaftlicher Flieger und Besitzer einer Ölbrand-Bekämpfungsgruppe, hat Rachels Verrat nie überwunden und ihren Lebenslauf als Sängerin und Ehefrau aufmerksam verfolgt. Da ihr Mann nun tot ist, denkt er, ist es an der Zeit, die Wahrheit ihres Verrats zu erfahren.


    Doch Rachel gibt sich geheimnivoll und wehrt ihn ab, obwohl ihr Herz in Flammen steht. Bei einer erfolglosen Flucht vor ihm brennt die Leidenschaft zwischen ihnen erneut auf, und doch gibt es ein kleines Geheimnis, was sie ihm sechs Jahre vorenthalten hat.


    Mein Fazit:


    Dieses Buch ähnelt in einigen Dingen meinem eigenen Roman. Dennoch habe ich die spannende Geschichte um Rachel und Jacob genossen. Eine wunderbare Lektüre zum Träumen!


    Anmerkung: Die Kurz-Rezension stammt aus August 2004.

    Inhaltsangabe:


    Nick Abella ist ein angeseher Detective der Mordkomission in Segdwick, Indiana. Unter seiner harten Schale ist ein sehr wicher Kern, der sehr verletzt wurde, als seine Mutter früh die Familie verließ und sein Vater – ebenso Polizist – zu trinken begann.


    Nick wird just zu dem Mordfall des Staatsanwaltes Cain gerufen, als er die hübsche Kelly Wylie kennen lernt. Doch sein Verhalten ändert sich schlagartig, als er von seinem Vorgesetzten erfährt, das kelly seine Ermittlungen begleitet. Sie ist Beamtin der polizeiinternen Angelegeheit. Nicks Welt gerät aus den Fugen, als klar wird, warum Kelly da ist: Sein Bruder Joey, auch Polizist, wird als der Mörder des Staatsanwaltes verdächtigt!


    Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Nick dazu, mit Kelly zusammen zu arbeiten. Ihre Reise auf der Suche nach Joey führt sie in die Sümpfe von Louisiana und sie erleben auch eine liebevolle und leidenschaftliche Zeit. Kelly weiß, das die Angelegenheit irgendwann vorbei ist und sie fragt sich immer wieder, ob Nick seine Angst vor Ablehnung und Zurückweisung je überwinden kann?!


    Mein Fazit:


    Dies ist einer der wenigen Romane dieser Reihe, der Tiefgang hat und die Helden mit einer ausgeprägten Charakterdarstellung beschreibt. Neben dem spannenden Effekt – der sehr geschickt angewendet wurde – kam der erotische Teil in keinster Weise zu kurz! Das ist eine Story, die mich sehr gefesselt hat und ich hoffe, ich kann mehr von der Autorin lesen!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2004.

    Inhaltsangabe:


    Lucy hat ihr Gedächtnis verloren und wird im Haus des alten Mannes –ihrem Verlobten- Beaufort gefangen gehalten. Unter dem Deckmantel der Fürsorge versuchen sie Lucy zu einer schnellen Heirat zu bewegen. Außerdem muss sie unter großer Kraftaufbringung die Bücher auslesen.


    Baptiste de Tremain verabreicht Lucy einen betäubenden Tee, um sie gefügig zu machen. Aber er hat nicht damit gerechnet, dass ihre Freunde Colin, Mary und Jules nicht ruhen, um sie aus dem Hause Beaufort zu befreien. Auch Nathan muss unter ständiger Überwachung arbeiten, dennoch findet er einen Weg, um Lucy eine Nachricht überlassen zu können.


    Kurz vor dem Empfang, um ihre Verlobung mit Beaufort offiziell bekannt zu geben, setzen ihre Erinnerungen wieder ein und sie findet eine dankbare Verbündete im Dienstmädchen Klara. Doch da haben schon die Freunde ebenfalls einen Plan geschmiedet und der große Tag kann kommen.


    Werden Nathan und Lucy ihre Bestimmung erfüllen? Werden sie die Bücher aus den Fängen des Geheimbundes retten können?


    Mein Fazit:


    Als ich mit dem Hörbuch begann, habe ich mich regelrecht erschreckt. Lucy hatte ihr Gedächtnis verloren. Und die alten Geifer erzählen ihr Märchen, um sie gefügig zu machen. Nein, das war keine schöne Situation. Das auszuhalten war schwierig, aber sie fand ihr Gedächtnis ja zurück.


    Die Dynamik der Geschichte aus den vorherigen zwei Bänden setzt sich auch im dritten Band fort. Es muss zeitweilig sehr schnell gehen, denn Beaufort und de Tremain haben es eilig. Sie wollen die Ziele des Geheimbundes unbedingt erfüllen und haben aufgrund ihres Alters keine Zeit zu verlieren. Das ist auch gleichzeitig ihr Fehler, denn die Freunde und auch Nathan machen sich große Sorgen um Lucy, die doch völlig wehrlos ist, solange sie nicht weiß, was ihre Bestimmung ist.


    Die Figuren sind auch hier wieder sehr liebevoll gezeichnet. Es ist spannend bis zum Schluss und die Vorleserin Merete Brettschneider konnte die Geschehnisse mit ihrer Stimme und der entsprechenden Betonung gut transportieren. Die acht Stunden sind ziemlich schnell rumgegangen.


    Es ist eine wunderbare Geschichte um Magie und Bücher. Die vielen Zitate über Bücher am Anfang der Kapitel sind sehr inspirierend und haben oft einen hohen Wahrheitsgehalt. Und die Liebe kommt auch nicht zu kurz, es ist die perfekte Mischung. Ich habe es sehr genossen.


    Es bekommt von mir fünf Sterne und eine klare Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Dylan Matheson ist nicht nur ein Schotte. Er lebt auch die Traditionen seiner Vorfahren, verweilt auf Schaukämpfen und unterrichtet Kampfsport auch.


    Gerade hat seine Freundin mit ihm Schluss gemacht, da geht er wieder auf ein Turnier. Einerseits, um zu kämpfen und andererseits, um neue Kunden zu gewinnen. Als er zum ersten Mal ein echtes schottisches Schwert sieht, kann er nicht widerstehen und es berühren.


    Doch da macht er eine Zeitreise von Tennessee Ende des 20. Jahrhundert bis in die schottischen Highlands Anfang des 18.ten Jahrhunderts. Eine kleine Elfe klärt ihn über die Lage auf, doch er kann nicht glauben, das er tatsächlich ins Land seiner Vorfahren eingekehrt ist.


    Nur mit Mühe findet er sich in der neuen Situation zurecht und er beginnt sich mehr und mehr für das Land und die Menschen interessieren.


    Mein Fazit:


    Ich habe das Buch leider nicht ausgelesen. Ich habe nicht unbedingt ein Problem mit Zeitreisen, aber die Autorin hat es in meinen Augen nicht verstanden, der Geschichte den richtigen Spannungsbogen zu geben. Ich habe mich durch die paar Seiten gequält, obwohl ich Zeit genug hatte zum Lesen bedingt durch meinen Krankenstand. Schade, aber dieses Buch ist nicht mein Favourit!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2006.

    Inhaltsangabe:


    Schon kurz nach der Machtergreifung Adolf Hitler im Jahr 1933 spürt Anni Kluger den Wind der dunklen Zukunft. Sie darf nicht mehr ihrem Beruf als Sopranistin an der Frankfurter Oper nachkommen, ihre kleine Tochter Ruth wird als Jüdin drangsaliert und zuweilen mit Steinen beworfen. Sogar von denen, die vorher mit ihr zusammen zur Schule gingen. Die Liebe zur Musik eint Mutter und Tochter. Und zu Walter Sommer pflegt Ruth eine tiefe Freundschaft, denn auch dort ist die Liebe zur Musik allgegenwärtig.


    Anni und Ruth schlagen sich irgendwie durch, trotz der Repressalien. Allerdings wird die Situation immer bedrohlicher und sie wollen ausreisen, wie so viele andere Juden in der Stadt. Einzig für Ruth gibt es die Möglichkeit: mit den Kindertransporten nach Großbritannien. Und so schickt Anni ihre Tochter 1938 mit dem Zug ins Ausland mit vielen anderen Kindern, damit wenigstens sie ein sicheres Leben zu hat.


    Anni versucht ihrer Tochter zu folgen, doch alle Mühen sind vergebens. Als am 1. September der Krieg ausbricht, ist die Chance auf eine Ausreise vertan. Anni versucht der Dinge auszuharren, aber sie ist auf die Hilfe von verschiedenen Menschen angewiesen. Kann sie die Zeit überstehen? Wird sie ihre Tochter je wiedersehen?


    Mein Fazit:


    Vierzehnundeinhalb Stunden dauert dieses Hörbuch. Das hat mich am Anfang schon etwas abgeschreckt. Aber alle Sorgen waren völlig unbegründet.


    Ich habe schon einige Bücher gelesen über die Zeit des NS-Regimes, welche Schrecken es verbreitete. Allerdings kann ich mich nicht erinnern, es je so intensiv aus der Sicht einer Jüdin gelesen zu haben. Natürlich weiß ich, was für schreckliche Dinge damals passiert sind. Aber schon lange vor dem Holocaust mussten die Juden in ständiger Angst leben, sich vor den Angriffen der Bevölkerung und der Gestapo fürchten. Das wird in dieser Geschichte um Anni Kluger sehr plastisch und eindringlich erzählt und oft genug lief mir vor Schreck eine Gänsehaut über den Rücken. Die Erzählerin Eva Gosciejewicz hat es mit ihrer eindringlichen und sanften Stimme sehr gut transportiert, so dass ich mich sehr gut in Anni hineinversetzen konnte. Allgemein war die Stimme sehr ruhig und konzentriert, was die Geschichte für mich glaubhafter machte.


    Auch das Schicksal von Ruth ließ mich nicht unberührt. Sie kann in England zur Schule gehen, trifft dort auf ihren Freund Walter und sie können gemeinsam die Liebe zur Musik pflegen. Vermeintliche englische Familien sind aber eben auch nur das: englische Familien, die durchaus Vorbehalte gegen deutsche Kinder haben, auch wenn sie Juden sind. Und das alles übergreifende Thema, die Musik, begleitet alle Figuren durch den Krieg, wie auch immer dieser für sie ausgehen mag.


    Dieses Thema, Faschismus und Fremdenhass, ist heute aktueller denn je und deshalb bin ich froh, dass es solche Geschichten wie diese gibt, die den Leser bzw. die Leserin wieder daran erinnert, was nie wieder passieren darf. Es ist erschreckend, dass trotz intensiver Aufarbeitung die Geschichte sich wiederholen kann – aber hoffentlich nicht passieren wird.


    Linda Winterberg hat eine sehr schöne, traurige, emotionale und gut recherchierte Geschichte erzählt, die mir nachhaltig im Gedächtnis bleibt und mich auch nach längerer Zeit noch etwas beschäftigt. Die Figuren sind sympathisch und wirken echt, sie haben Ecken und Kanten. Und das Background, die Oper bzw. die Welt der Bühne, wurde auch mir als Laien sehr verständlich näher gebracht.


    Ich spreche eine klare Lese- und Hörempfehlung aus und vergebe beeindruckte fünf Sterne.

    Inhaltsangabe:


    Nach knapp 30 Ehejahren muss der New Yorker Drehbuchautor und Schriftsteller Enrique Sabas seine Frau Margaret beim Sterben begleiten. 30 Jahren Ehe, die ihre Anfänge in den 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts hatte und durchaus holprig war.


    Gute und schlechte Zeiten hat das Paar begleitet: zwei Söhne wurden geboren, eine Affäre die Ehe enorm gefährdet und berufliche Misserfolge den Alltag zusätzlich belastet. Und doch blickt Enrique immer wieder zurück und stellt am Ende fest, dass er sie doch liebt und ihren bevorstehenden Tod durch die Krebserkrankung weder akzeptieren noch begreifen kann.


    Mein Fazit:


    Es gibt am Anfang des Buches den Hinweis, dass das Buch Fiktion ist und alle genannten Personen frei erfunden wären. Aber der Roman ist autobiografisch, denn die Parallelen zm wahren Leben des Autors sind einfach zu offensichtlich. Er hat über seine Ehe mit der Malerin Margaret geschrieben, die das genaue Gegenteil von dem war, was er ist.


    Ein gefeiertes Wunderkind war er, mit 16 Jahren seinen ersten Roman veröffentlicht und gleich von der Schule gegangen, ohne Abschluss, um sich dem Schreiben zu widmen. Inspiriert von seinen Eltern, Exil-Kubaner und ebenfalls Künstler, lebte er das Leben eines Boheme, während Margaret aus einer bürgerlichen Familie entstammte. Was genau sie die 30 Jahre zusammen hält, kann er selbst nicht sagen. Er fühlte sich ihr oft unterlegen und von ihrer kontrollierten Art erschlagen. Er flüchtete sich sogar zwischendurch aus der Ehe und pflegte eine Affäre, da ihn das New Yorker Familienleben einengte. Dabei versuchte seine Frau durchaus die Familie über Wasser zu halten. Sie arbeitete und spannte ihn in die Organisation des Familienalltags ein, damit er weiter seiner schriftstellerischen Tätigkeit nachgehen konnte, obwohl er keinen erfolgreichen Roman mehr veröffentlichte. Um Geld in die Kasse zu spülen, begann er (das allerdings erfolgreich) Drehbücher zu schreiben.


    Die Abschnitte wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit ab, dabei wird gerade der Anfang ihrer Beziehung ziemlich genau beleuchtet. Enrique ist zwar schon erfahren, aber im Angesicht seiner Traumfrau linkisch und unsicher. Jedes Treffen wird zum Minenfeld und seine Stimmungen schwanken zwischen Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt.


    In der Gegenwart, während Margaret von Freunden und Familien Abschied nehmen kann, analysiert Enrique genau die Personen, die seine Frau noch einmal sehen will. Er sehnt sich danach, selbst von ihr Abschied zu nehmen. Und doch kommt immer wieder etwas dazwischen. Nebenbei hat er einige weitreichende Erkenntnisse. Eine gewisse Unsicherheit ist ihm nach wie vor geblieben, aber er ist an der Seite seiner Frau.


    Der Autor hat sehr viel Witz und Charme an den Tag gelegt, allerdings hat er auch eine ausschweifende Erzählweise, die lange Absätze zur Folge hat. Mit Dialogen ist er oft recht sparsam umgegangen, was mich leider auch immer wieder ermüdete. Ich kam nur langsam mit dem Buch voran. Allerdings ist es schon erstaunlich, wie er seine Ehe analysiert. Und Leser bzw. Leserinnen, die selbst schon lange verheiratet sind, werden sich bestimmt an der einen oder anderen Stelle wiederfinden. Ich tat es zumindest!


    Zu diesem Buch gab es in der Kirchengemeinde, wo ich arbeite, einen Literaturgottesdienst. Diesen habe ich mit großem Interesse verfolgt, ebenso die Meinung des Lektors, der den Gottesdienst leitete. Und es stimmt, was er sagt: Das Buch hätte auch „Eine glückliche Ehe“ heißen können, das wäre zumindest dem Original-Titel gerecht geworden – aber auch der Geschichte!


    Von mir gibt es vier Sterne und eine klare Empfehlung!

    Inhaltsangabe:


    Lucy ist nur knapp dem Feuer entkommen und liegt nun im Krankenhaus. Doch die Ereignisse lassen sie nicht in Ruhe. Von Nathan ist sie enttäuscht, denn sie glaubt, er stecke mit seinem Großvater Baptiste de Tremain unter einer Decke.


    Die Schergen des skrupellosen und machtgierigen Vorsitzenden des Geheimbundes entführen sie dennoch. Auf dem Landsitz in Cornwall will Baptiste sie zwingen, für den Bund zu arbeiten. Nathan geht es gehörig gegen den Strich und er rettet sie aus dem Landsitz.


    Lucys Misstrauen jedoch ist schwer zu überwinden. Missverständnisse führen dazu, dass Nathan sich vergeblich bemüht, ihr Vertrauen zu gewinnen, denn ihm wird allmählich bewusst, dass die Ziele des Geheimbunds nicht mehr zeitgemäß sind und die Art und Weise, wie es durchgesetzt werden soll, nicht mit seinem Weltbild übereinstimmt.


    Als die Schergen des Bundes ihnen erneut auf den Fersen sind, flieht Lucy allein weiter. Ihr Medaillon verrät ihr jedoch, dass sie auf Nathan angewiesen ist. Nur mit ihm zusammen kann sie ihr Vermächtnis als Hüterin erfüllen. Sie braucht ihre Freunde in London, um einen Plan auszuhecken. Dennoch weiß Lucy, sie ist nach wie vor in großer Gefahr.


    Mein Fazit:


    Nach der Angelus Saga fiel es mir am Anfang schon etwas schwer, der Geschichte von Lucy und Nathan zu folgen. Aber mit der Zeit gewöhnte ich mich daran.


    Lucy ist knapp dem Feuer in der Londoner Bibliothek entkommen. Nathan hatte sie gerettet. Diese Tatsache allerdings kann sie nicht davon abbringen, ihn wütend und enttäuscht fortzuschicken. Ihr Freund Colin versucht die Wogen zu glätten, aber Lucy hat kaum Zeit, sich zu erholen, denn die Hunde der de Tremains sind bereits auf dem Weg, um zu sie zu finden.


    Lucy ist seither ständig auf der Flucht und auf die Hilfe von Freunden angewiesen. Dabei erweisen sich diejenigen als Freunde, von denen sie es kaum erwartet hatte. Und dem Rätsel der Hüterin ist sie kaum näher gekommen. Das Medaillon hat ihr nur verraten, sie soll ihrem Herzen folgen und zusammen mit Nathan den Bund bekämpfen. Allerdings fällt es ihr anfangs noch schwer, Nathan überhaupt zu vertrauen, geschweige denn, ihn um Mithilfe zu bitten. Was ist seine Rolle im Bund? Wie nah steht er seinem Großvater?


    Merete Brettschneider hat es wunderbar vorgelesen. Ihre doch jugendlich anmutende Stimme wirkte für mich positiv auf die Geschichte aus, denn Lucy ist halt eben erst 17 und Nathan 19 Jahre alt. Es passte wunderbar zusammen. Es gibt ein Auf und Ab der Gefühle, immer wieder brenzlige Situationen und durchaus leicht romantische Momente. Aber die beiden haben schlichtweg keine Zeit, sich näher kennenzulernen. Ich finde sie jedoch beide sympathisch und fiebere regelrecht mit ihnen.


    Lucy und Nathan entwickeln sich weiter, ihnen wird die Tragweite ihrer Entscheidungen bewusst und sie kämpfen trotz allem um das, was vor ihnen steht. Der zweite Teil der BookLess-Reihe ist eine gelungene Fortsetzung und ich bin gespannt auf den dritten und letzten Teil der Reihe, der dann hoffentlich alle Fragen beantwortet.


    Dieser Teil bekommt eine klare Hör-Empfehlung mit fünf Sternen.

    Inhaltsangabe:


    Ramona Williams ist 25 Jahre alt und ist am Zenit ihrer Karriere. Sie bringt gerade wieder ein neues Album raus, hat eine Tournee im Auge und glaubt, nun endlich zu Hause zu sein, zumal sie aus einem zerrütteten Elternhaus stammt und ihre Mutter stark an Alkoholismus erkrankt ist.


    Gerade denkt sie, es ist alles im Lot, taucht Brian Carstairs im Studio auf. Und ganz unverblümt teilt er ihr mit, das er mit ihr sprechen müsse. Ramona ist hin- und hergerissen.


    Bereits vor fünf Jahren waren Brian und sie ein Paar gewesen. Doch sie konnte ihm nie rückhaltlos vertrauen und somit hatte er sie plötzlich und ohne weitere Worte verlassen. Ramona hat nicht vergessen, wie weh es getan hat, dennoch spürt sie, das die Anziehungskraft auch nach fünf Jahren noch immer nicht erloschen ist.


    Brian möchte mit Ramona zusammen an einem Musical arbeiten. Er kann den Traum seines Lebens verwirklichen und möchte es mit ihr zusammen schaffen. Seine Liebe zu ihr ist dabei eigentlich eher nur ein Hindernis. Dennoch sagt Ramona zu, weil die Verlockung zu groß ist.


    Nach ihrer Tournee reisen sie zusammen nach Cornwall in sein Haus, um das Musical mit ihrer ganzen Hingabe und Liebe zur Musik zu schaffen. Doch es gibt da noch die andere Hingabe, die beide miteinander teilen. Noch immer ist Mißtrauen da. Werden sie lernen, einander zu vertrauen?


    Mein Fazit:


    Ein schöner Lesespaß für zwischendurch ist diese schnell gelesene Geschichte um Ramona und Brian. Was mich allerdings gestört hat, war, das Ramona mit 25 immer noch Jungfrau war. Selbst in den 80er Jahren empfinde ich es als sehr ungewöhnlich und auch unglaubwürdig.


    Ramona war mir zeitweilig zu störrisch und zickig und Brians Charakter kann ich gar nicht so wirklich einschätzen. Dennoch spürte man von der ersten Seite an, das diese Geschichte einen mitreißt. Es war schön, in diese Welt mit einzutauchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2006.

    Inhaltsangabe:


    Theodora Korsakova ist mit dem gleichnamigen russischen General verheiratet, den sie bis aufs tiefste hasst. Die Ehe war einst wie viele anderen arrangiert und seit einigen Jahren schon erlitt sie die Hölle. Ihr Gatte ist als Schlächter bekannt und behandelt auch seine Gattin nicht gerade feinfühlig.


    André Duras ist der beste General, den Frankreich gegen Ende des 18. Jahrhunderts hat. Er kämpft gegen die Österreicher, Deutschen und gegen die russischen Streitkräfte. Im Auftrage von Frankreich soll er die Schweiz halten und schützen, doch angesicht der starken Bedrohung der Alliierten ist es keine leichte Aufgabe. In diesen Wirren lernt er Theodora Korsakova kennen. Erst glaubt er, sie würde ihn ausspionieren wollen. Doch schnell spürt er, das sie tatsächlich nur vor ihrem Mann flieht und ein neues Leben beginnen will – mit André. Es entbrennt eine starke Leidenschaft, woraus sich auch eine Schwangerschaft ergibt.


    Duras ist von diesem neuen Gefühl – der Liebe – sowohl betört als auch beängstigt. Sicherlich hat er viele Frauen gehabt, doch keine war wie Theo. Als sie dann auch noch von Agenten entführt wird, die sie zu ihrem Gatten zurückbringen soll, wird André schnell klar, das er ohne diese Frau nicht mehr leben will und sucht sie persönlich, obwohl er seine Armee nicht im Stich lassen kann.


    Doch die Gefahr ist trotz aller Sicherheitsmaßnahmen nicht gebannt. Wird André heil zu ihr zurückkehren? Wird André seinem Widersacher die Besitzverhältnisse klarmachen? Selbst die größte Leidenschaft steht mal auf des Messers Schneide!


    Mein Fazit:


    Dieses Buch hat mich nicht unbedingt so sehr vom Hocker gerissen. Zuviel Sex und zuviel politische Handlung. Sicherlich ist Sex der schönste Ausdruck von Liebe, aber man bekommt bei diesem Buch schlicht den Eindruck, als ob es nichts anderes gäbe. Die politische Handlung war mir auch zu genau und die vielen Details sind oft überflüssig. Daher bekommt der Roman auch nur eine mittelmäßige Benotung von mir.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Februar 2005.

    Inhaltsangabe:


    Seitdem ihr Mann Josh tot ist, fühlt sich Rachel wie im Hamsterrad, um ihren kleinen Sohn Sam und sich selbst in London über Wasser zu halten. Nachdem Sam einen kleinen Unfall hat, beschließt sie, einen Neuanfang zu wagen und zieht zu ihrer Großmutter Annie McViccar.


    Annie lebt im Nordwesten Schottland auf den Hebriden, doch ihr Herz gehört seit jeher St. Kilda, wo sie 1930 als kleines Mädchen durch Evakuierung ihre Heimat verlor. Seit dem ist sie auf der Suche nach ihrem Freund Finlay. Trotz ihrer 83 Jahre ist sie noch rüstig und betreibt einen kleinen Tearoom.


    Rachel braucht jedoch auch einen Job und ausgerechnet auf St. Kilda wird für einige Wochen eine Köchin gesucht. Nur widerstrebend nimmt sie ihn an, ohne zu wissen, dass die Insel ihr Leben für immer verändern wird.


    Mein Fazit:

    Isabel Morland kann wirklich wunderbare Geschichten erzählen, von wilden Kulissen berichten und ungewöhnliche Liebesgeschichten kreieren.


    Mit dieser Geschichte ist es nicht viel anders, denn dieses Mal steht die Insel St. Kilda im Vordergrund, die viele Jahrhunderte bewohnt war, aber 1930 evakuiert wurde, weil beim nächsten Winter eine Hungersnot befürchtet wurde. Diese Aktion ist geschichtlich belegt, auch, dass ein tragischer Todesfall der Auslöser dafür war. Im Roman hat die Autorin zwar eine gewisse künstlerische Freiheit an den Tag gelegt, dennoch stimmen die grundlegenden Fakten!


    Rachel hat sich trotz der vielen Jahre noch nicht wirklich daran gewöhnt, mit Sam allein zu sein. Ihren verstorbenen Mann vermisst sie noch immer, aber sie ist die ganze Zeit damit beschäftigt, das Geld zu verdienen, um ihrer Familie ein angenehmes Leben bieten zu können. Doch sie stößt immer wieder an ihre Grenzen und merkt, dass das Leben eben nicht angenehmer, sondern nur noch anstrengender wird. Eigentlich widerstrebt es ihr, aber sie kehrt zu ihrer Familie zurück, zu Annie McViccar, die einzige Überlebende aus ihrer Familie. Alle anderen Familienmitglieder ereilte ein früher Tod.


    Obwohl sie bei ihrer Großmutter Unterschlupf gefunden hat, braucht sie einen Job und dieser kommt wie gerufen: als Köchin auf St. Kilda! Die Trennung von ihrem Kind fällt ihr schwer, aber sie nimmt auch die Chance wahr, ihre Wurzeln zu erforschen, immerhin ist sie eine Nachfahrin der Insel, auch wenn sie dort nie gelebt hat.


    Während sie dort arbeitet, fallen ihr die Geschichten ein, die Annie immer wieder erzählt hat und verfällt dem Bann der Insel, die durch die Rauheit und Ursprünglichkeit einen ganz besonderen Charme hat. Aber auch ein neuer Mann tritt in ihr Leben. Die Gefühle laufen über, dennoch steht die Liebe auf der Kippe, denn Ailic ist ein unruhiger Geist und scheint sich ungern festzulegen.

    Mich hat die Geschichte um die Insel wirklich in den Bann gezogen. Die Menschen haben dort fast isoliert vom Festland gelebt. Keine Telefone, noch nicht mal regelmäßige Zeitungen gab es. Der Geistliche regierte mit eiserner Hand und die jungen Leute zog es aufs Festland. Somit blieben immer weniger Menschen dort, die die Arbeit erledigen konnten, um genug für den Winter zu haben. Denn die Winter konnten wegen der Stürme sehr streng sein und die Boote blieben oft wochenlang aus. Ein sehr ausführlicher und interessanter Artikel ist auf Wikipedia mit anschaulichen Bildern nachzulesen und bestätigen die Schilderungen der Autorin.


    Die Liebesgeschichte zwischen Rachel Ailic ist präsent und sehr gefühlvoll ausgearbeitet. Die Geschichte um Finlay und Annie hingegen wurde ein wenig stiefmütterlich behandelt. Doch zum Ende wurde ich mit sehr emotionalen Momenten versöhnt. Die Beschreibungen der Landschaft und wilden Natur sind der detailliert und wecken in einem den Wunsch, diesen Ort mal zu besuchen.

    Ein Roman, der mich gedanklich auf eine sehr interessante Reise mitgenommen und berührt hat. Volle fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Hans Peter Kerkeling, in Deutschland besser bekannt unter dem Namen Hape Kerkeling, beschließt 2001, nach einer Gallen-OP im Sommer den Jacobs-Weg von Frankreich aus über bis fast an die spanische Atlantik-Küste nach Santiago zu gehen. Der Weg umfaßt über 600 km und unterliegt gewissen Gesetzmässigkeiten.


    Hape Kerkeling, von den internationalen Mitpilgern kaum erkannt und als ihresgleichen wahrgenommen, lernt auf diesem Weg seine körperlichen und geistigen Grenzen kennen zu lernen, erlebt verschiedene verstörende wie auch erheiternde Ereignisse und macht sich Gedanken zu verschiedenen Themen wie „Die Suche nach Gott“.


    Und immer kommt ihm täglich alles entscheidende Frage: Breche ich ab oder laufe ich weiter?


    Mein Fazit:


    Ich war schon lange neugierig auf dieses Buch. Erstmal interessierte mich die Erfahrung zu diesem Jacobs-Weg. Nicht wegen dem Jacobs-Weg selbst, sondern die Beweggründe, eine Weg wie diesen überhaupt gehen zu wollen. Zum anderen kann ich natürlich Hape Kerkeling ganz gut leiden, seine Shows oft genug gesehen und stets herzhaft mitgelacht, mal von einer anderen, etwas ernsteren und privaten Seite kennen zu lernen.


    In der Tat lernt man den Pilger von einer anderen Seite kennen. Er gab einige Anekdoten aus seinem Leben zum Besten, die einen nachdenklich zurücklassen. Seine Erfahrungen mit dem Tod, mit der Reinkarnation oder auch nur die Tatsache, wie die Spanier mit den Hunden umgehen. Als Leser liest man zwar auch einen heiteren und humorvollen Hape Kerkeling, aber die ernste und spirituelle Seite ist auch sehr interessant.


    Einige Längen hat das Buch und als Leser muss man sich schon tapfer durchkämpfen. Aber ab der Hälfte ungefähr wird die Geschichte immer interessanter, da er mit seinen -dort kennen gelernten- Freundinnen Anne und Sheelagh einige skurile und erheiternde Geschichen erlebt hat.


    Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Punkten und ich werde es meinem besten Freund empfehlen, ich habe ihn häufig in diesem Buch wiedergefunden.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Januar 2010.

    Inhaltsangabe:


    10 Tage vor der Fußball-Weltmeisterschaft passiert das Unfaßbare: Die Fußball-Nationalmannschaft wird entführt. Bis auf die letzte Minute geplant lotsen die Geiselnehmer den Bus auf einen Rastplatz an der A5 zwischen Freiburg und Basel und können die Sicherheitsleute davon überzeugen, das ein Anschlag auf den Bus verübt werden sollte. Damit haben sie mindestens 20 Minuten Zeit geschaffen, ehe bemerkt wird, das die Nationalelf in den Händen von falschen Polizisten ist.


    Silvia Harter und Karsten Perch sind Kriminalbeamte in Freiburg und arbeiten in der Soko Nationalelf mit. Es wird ein Ringalarm 30 ausgelöst und Spuren und Indizien deuten wohl darauf hin, das die Entführer die Nationalelf zum Berg „Schauinsland“ gebracht haben. Hundertschaften von Polizei, THW und Bundeswehr suchen den Berg ab, doch es gibt einfach keine richtige Spur von den Geiseln. Und die Spuren, die da sind, können nicht verwertet werden, weil einfach nichts da ist.


    Größen aus Politik und Sport beginnen sich in die Suche einzumischen und es kommt zu einem Kompetenzgerangel zwischen BKA und LKA. Es wird ein politisch motiviertes Verbrechen vermutet, während das LKA und die Freiburger Polizei von einem kriminellen Hintergrund ausgeht.


    Als schließlich bei verschiedenen Vereinen und dem DFB Pakete eintreffen und mit einer dazu gehören Lösegeldforderung, kommen die entscheidenden Hinweise aus den eigenen Reihen mit Hilfe eines gestürzten Mountain-Biker und einem Handy-Klingelton.


    Mein Fazit:


    Ich muss sagen, dem Autor ist mit dieser Geschichte ein Coup gelungen. Es ist eine echte Idee gewesen, die er sehr gut und vor allen Dingen auch realistisch umgesetzt hat. Der Autor ist dabei jedoch nicht detailierter auf die Charaktere eingegangen, aber dazu war auch viel zu wenig Platz in seinem Roman. Mir kam es am Anfang so vor, das der Autor den Roman „Enthüllung“ (von Micheal Chrichton) mit der Struktur und dem Aufbau als Vorbild genommen. Ein spannender Roman, den man sich nicht entgehen lassen sollte.


    Ein sehr großer Fehler ist allerdings, das beim Druck die Seiten 193-216 komplett fehlen und durch bereits vorhandenen Seiten ersetzt wurden. Das hat mich schon geärgert, denn als ich bei 217 weiter las, wußte man auf einmal, wer die Täter sein könnten. Da sollte man womöglich die Druckerei oder den Verlag ein kleines bißchen auf die Finger hauen. So etwas darf nun nicht passieren.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2006.

    Inhaltsangabe:


    Moon ist am Boden zerstört. Erzengel Lucifer, mit dem sie trotz allem eine leidenschaftliche Zeit erlebte, hat ihre Schwester Star gesehen und es war offenbar um sie beide geschehen. Moon glaubte, dass sie etwas Besonderes mit Lucifer verbinden würde, doch da hatte sie sich offenbar getäuscht.


    Sie wählt einen anderen Hof, da sie die Demütigung nicht ertragen kann. Erzengel Michael ist nicht so sanft wie Lucifer, allerdings geht es ihr da auch nicht schlechter dank Cassiel, der auf sie aufpasst wie – eben ein Schutzengel. Allerdings hindert es Lucifer nicht, ihr immer wieder mal nachzustellen. Gefangen zwischen Sehnsucht und Verrat versucht sie den durchaus selbstbewussten und attraktiven Engel auf Abstand zu halten.


    Ihre Mutter findet den Weg zu ihr und macht mysteriöse Andeutungen. Vor allen Dingen verlangt sie von Moon, die Schlüsselträgerinnen zu vergiften. Das kann Moon jedoch nicht, denn jedes einzelne Leben ist kostbar, selbst wenn es einen höheren Zweck hätte.


    Aber sie kann in der Bibliothek verweilen, wo ihre Eltern unzählige Bücher und Schriften über Engel und die Apokalypse gesammelt haben. Allmählich wird ihr klar, dass sie zusammen mit Star eine höhere Aufgabe hat. Und doch ist noch so vieles im Unklaren. Kann sie es schaffen, die Menschheit vor dem Untergang zu retten? Was wird nach der bevorstehenden Apokalypse von all dem noch übrig sein? Und kann sie Lucifer von seinem schrecklichen Plan abhalten?


    Mein Fazit:


    Marah Woolf schafft es immer wieder, wunderbare Geschichten zu erzählen. Geschichten, die mitreißend sind und unter die Haut gehen. Und beim finalen Band um Moon und Lucifer ist es nicht viel anders. Da toppt ein Band das nächste und das Finale ist einfach nur … aber sowas von!


    Moon glaubt sich zu Anfangs geschlagen, nicht körperlich, sondern seelisch. Sie hat gesehen, wie Lucifer und ihre Schwester einander begegnet sind und sie glaubt, es ist Liebe auf den ersten Blick. Die Liebe zu ihrer Schwester jedoch ist stärker als jeder Verrat und so macht sie nur Lucifer für diese Demütigung verantwortlich. Sie kann ihre Zwillingsschwester einfach nicht hassen. Auch wenn es oft schwer war, sie ist dafür da, um auf sie aufzupassen – bis zur letzten Minute!


    Ja, die Engel sind durchtrieben, intrigant, zuweilen auch ziemlich arrogant und dekadent. Was soll man auch von Wesen erwarten, die sowohl im Himmel als auch auf der Erde Paläste haben und sich mit Magie praktisch alles wünschen können. Sie sehen die Menschen als niedere Rasse an, obwohl sich vor Urzeiten die Engel mit den Menschen verbunden haben, dessen Folgen bis zur Gegenwart ungemein wichtig sind.


    Aber es gibt auch sympathische Engel. Und einige Menschen, die man so nicht eingeschätzt hätte, entwickeln sich im Laufe der Geschichte auch weiter. Es folgt alles einer gewissen Logik und Moon bleibt sich selbst und ihrer Schwester treu. Einzig Lucifer, der Schlingel, macht ihr das Leben unnötig schwer. Er hat einen Plan, aber niemand darf davon erfahren. Dennoch begehrt er Moon und kann sich kaum zusammen reißen. Misstrauen, Verrat, Liebe, Lügen … ach, so viele Dinge passieren in den über elf Stunden, die seltsamerweise sehr schnell verflogen sind. Schade, gerade bei solchen Geschichten könnte ich einfach endlos zuhören.


    Das Ende ist grandios und rundet es ab. Man kann der Autorin nur dazu beglückwünschen, dass sie ihre tapfere, starke und mutige Heldin so sehr für ihre Mühen belohnt hat. Ann Vielhaben hat die Emotionen zu 100% transportiert. Ich brauchte kein Taschentuch, aber ich bekam immer wieder Gänsehaut.


    Einziger Makel an dem Ganzen war die schwankende Qualität beim Hörbuch. Es klang leider hin und wieder ein wenig blechern. Auch die Lautstärke schwankte gelegentlich. Ansonsten hat Ann Vielhaben es wunderbar vorgelesen und sehr viele Bilder und Emotionen produziert wie selten ein Hörbuch es vorher gekonnt hat.


    Trotz allem vergebe ich fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Hör-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Prue Shackelton, selbst ein Scheidungskind und nur von ihrer Mutter in London großgezogen, begegnet dem zehnjährigen Mädchen Charlotte im Zug nach Cornwall, wo Prue ihre Tante Phoebe besuchen möchte. Diese hatte sich den Arm gebrochen und fordert Prue’s Unterstützung an.


    Von Anfang an versteht sich Prue mit dem Mädchen und scheint irgendwie mit ihr verbunden zu sein. Oder es ist einfach nur Mitleid, denn Charlotte ist von niemanden gewollt, wird immer nur weggeschickt oder abgelehnt. Phoebe hat das Kind immer herzlich aufgenommen und so ist es auch nicht verwunderlich, das Charlotte auch dieses Mal in Holly Cottage auftauchte.


    Aber nicht nur sie stattet den Shackelton’s ein Besuch ab. Auch Daniel Cassens taucht plötzlich auf. Er hat vor elf Jahren fluchtartig Cornwall verlassen, um eine erfolgreiche Karriere als Künstler zu starten. Gelernt hat auf Holly Cottage beim verstorbenen Hausherrn. Nun ist er da, um Phoebe wieder zu sehen.


    Prue ist fasziniert von Daniel, doch sie weiß auch, das er ein unstetes Leben führt, um erfolgreich in seiner Arbeit sein zu können. Wird es für die beiden doch noch eine Chance geben und was hat Charlotte mit ihrer Zukunft zu tun?


    Mein Fazit:


    Dies ist mein erster Roman dieser Autorin und ich muß ganz ehrlich gestehen, das ich von dem Heftchen (156 Seiten) enttäuscht bin. Sicher war schon Witz und Charme da, aber die Geschichte ist so unwirklich dargestellt. Wer das Buch liest, wird es wissen. Die Heldin ist in meinen Augen sehr unglaubwürdig und das Einzigste, was mir gefiel, waren die Beschreibung der Region Cornwall.


    Meine Ma hat ein paar Bücher geerbt und sie mir gegeben, daher habe ich noch ein paar andere Rosamunde Pilcher-Bücher. Vielleicht gibt es ja doch noch ein Roman, der mir besser gefällt. Mal schauen …


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2005.