Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Die 13jährige Jenna Metcalf fahndet bereits seit Jahren nach ihrer Mutter Alice. Vor zehn Jahren wurde im Elefanten-Reservat in Boone, New Hampshire, eine Frau tot aufgefunden und Alice verschwand in der gleichen Nacht spurlos. Der Tod der Frau wurde als Unfalltod deklariert und zu den Akten gelegt.

    Jenna sucht das Medium Serenity auf, in der Hoffnung, diese könne ihr sagen, ob ihre Mutter überhaupt noch lebt. Doch Serenity hat ihre Geisterführer verloren und seither tappt sie im Dunkeln.


    Dann ist da noch Virgil, ein abgewrackter Ex-Polizist, dessen bester Freund Jack Daniels heißt. Der Todesfall im Reservat hat auch ihn nie ganz losgelassen und so lässt er sich eher widerwillig in die Ermittlungen ziehen, die Jenna und Serenity bereits anstellen.


    Die Spuren führen sie immer wieder zum Tatort und schließlich nach Tennessee, wo ein ehemaliger Angestellter – und Alice‘ Geliebter – noch arbeiten soll. Aber der Wahrheit kommen sie nur durch einen Zufall auf die Spur …


    Mein Fazit:


    Ein Buch mit überraschenden Wendungen!


    Dabei gleicht es einer Liebeserklärung an die sanftesten Dickhäuter, die auf der Erde wohnen, nämlich den Elefanten. Sie sind den Menschen ähnlicher, als man denkt, das wird mit diesem Buch klar. Hauptsächlich geht es um Trauer. Wie sehr sich dieses Thema wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht, wird zum Ende deutlich – mehr als deutlich.


    Alice ist Forscherin und hat in Afrika die Dickhäuter studiert, als sie Thomas kennen lernt. Eine folgenschwere Nacht unterm afrikanischen Himmel führt sie schließlich nach New Hampshire, wo er ein Reservat für misshandelte Elefanten mit drei Angestellten leitet. Was er ihr jedoch verschweigt: Er leidet an der Bipolar II-Störung. Diese Krankheit belastet die junge Familie immer wieder aufs Neue, denn er ist dann zuweilen auch aggressiv.


    Jenna, die bei ihrer Großmutter aufwächst und kaum soziale Kontakte in der Schule hat, durchkämt tagtäglich das Internet nach vermissten Personen. Sie kennt nahezu alle Portale zu diesem Thema, denn sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter sie zurück lassen konnte. An der Theorie stimmt etwas nicht und sie sucht die Wahrsagerin Serenity und den alkoholkranken Ex-Polizisten Virgil auf, um endlich die Wahrheit über ihre Mutter heraus zu finden.

    Und gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, die eigentlich direkt vor ihren Augen lag und doch sich so verschleiert hat, dass man da einfach nicht drauf kommt.


    Die vier Hauptfiguren –Jenna, Alice, Serenity und Virgil- haben so ihre Probleme mit der Gesellschaft. Irgendwie haben sie alle so ihren eigenen Zwist und wirken daher als verschrobene Charaktere. Allerdings macht sie das auch liebenswert. Ihre Geschichten haben sie zu Figuren mit Ecken und Kanten gemacht und machten sie für mich emotional sehr greifbar. Die Geschichten über die afrikanischen Elefanten waren oftmals sehr bewegend und brachten mir die Dickhäuter näher. Natürlich durften auch die Geschichten der Wilderer nicht fehlen, was mich teilweise auch fassungslos zurück ließ.

    Manchmal schien es, dass die Autorin irgendwie abschweifte. Während des Lesens hatte ich das eine oder andere Mal das Gefühl. Aber das änderte sich schlagartig, als die Auflösung des Falls näher rückte. Was vorher vielleicht überflüssig erschien, wurde nun ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Das Ende war sehr bewegend und berührte mich ganz tief im Herzen.


    Zwischendurch kommt schon das Gefühl auf, dass die Autorin etwas abschweifte. Andersherum hat sie sehr viel Energie in die emotionale Entwicklung ihrer Figuren investiert und somit wieder ein vielschichtiges Drama geschrieben, dass ich es nur mit fünf Sternen bewerten kann.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Berlin, zum Ende des 19. Jahrhunderts: Victoria von Gentzsch, die Nichte von Theo und Friederike von Hartung, hat es nicht leicht. Nach ihrer Geburt verstarb Gunda und Gustav, der seine Frau innig liebte, macht ihr seitdem den Tod zum Vorwurf. In seiner Trauer heiratete er Malwine, die Vicky und ihre zwei älteren Brüder jedoch mehr als Ballast empfindet als Freude.


    Theo von Hartung hat die Tuch-Fabrik inzwischen übernommen, doch raffgierige Obere im Staatsdienst melden vermeintliche Qualitätsmängel an, um dann nur einen Teil des Preises zahlen zu müssen. Das bringt Theo an den Rand des Ruins. Deshalb sucht er nach privaten Abnehmern, um nicht mehr von den Staatsverträgen abhängig zu sein.


    Ein reicher Mann im Hintergrund versucht nicht nur Theo von Hartung in den finanziellen und gesellschaftlichen Ruin zu treiben. Er spannt die Geliebte und den Sohn in seine Machenschaften ein und ergattern dabei die völlig unschuldige Vicky, die nach einem erfolgreichen Jahr an der Oberen-Töchter-Schule genug Selbstbewusstsein entwickelt hat, um zaghafte Zukunftspläne zu schmieden.


    Aber Vicky ist kämpferisch und gibt nicht so schnell auf.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein würdiger Abschluss der Trilogie.


    Es spielt eine Generation weiter nach Friederike und Theo, ca. 20 Jahre. Die vielen Kinder sind schon beinahe alle groß und füllen die Villa der von Hartung, in der noch immer die Matriarchin Theresa von Hartung aus dem ersten Band der Reihe lebt und waltet. Auch wenn sie eine Frau ist, so herrscht sie mit liebevoller Strenge und Fürsorge. Vicky tut ihr von allen Enkelkindern am meisten Leid. Denn ihre Tochter Gunda hätte nie gewollt, dass Vicky so kaltherzig behandelt wird. Malwine, die zweite Frau an der Seite des Schwiegersohnes, passt eigentlich so gar nicht in die Familie, aber man nimmt sie hin. Sie befeuert die schlechte Behandlung noch und hält Vicky klein, wo es nur geht. Das rächt sich schließlich und Vicky beginnt eigene Pläne zu schmieden, zeichnet und kann ihre Bilder an Modejournale verkaufen. Sie verheimlicht ihre Tätigkeit, würde Malwine ihren Vater doch nur wieder aufstacheln und sie der Unsittlichkeit bezichtigen.


    In der gewohnt ruhigen Erzählart hat das Autoren-Paar das Berlin der damaligen Zeit herauf beschworen. Es herrscht so etwas wie Umbruchstimmung, die Adligen hatten oftmals kein Geld mehr und die „Neu-Reichen“ wurden nicht einfach so in die höhere Gesellschaft aufgenommen. Es entsteht Neid und Missgunst, daraus resultieren schließlich widerwärtige Rachepläne und Vernichtungsanschläge. Die Familie von Hartung war dem nicht zum ersten Mal ausgesetzt, sah sich dieses Mal jedoch mit finanziellen Problemen konfrontiert, die sie so noch nicht kannten.


    Auch gibt es hier wieder äußerst schmutzige Szenen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Solche „Orgien“ hat es wohl in der Tat gegeben, aber in welchem Ausmaß ist umstritten. Wegen der verheerenden Folgen für die einzelnen Folgen gab es wohl nur wenige Aufzeichnungen. Es zeigt aber, damals wie heute ist die Gesellschaft nicht immer hui, sondern oft auch pfui.


    Es dauert eine Weile, ehe der Spannungsbogen der Geschichte sich anspannt. Ab ca. Mitte des Buches führen die einzelnen Fäden zu einem Ganzen zusammen, dessen Entwicklung durchaus realistisch und glaubhaft ist. Die Figuren sind in der großen Anzahl nicht immer auseinander zu halten, Vicky und ihr näheres Umfeld wurden jedoch ausreichend beleuchtet und weiter entwickelt.


    Für die gewohnt detaillierte Milieustudie und der Veranschaulichung der komplizierten Standesregeln gibt es von mir vier Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Gwendolyn Shepherd, 16 Jahre alt, hat vor einigen Tagen erst erfahren, das sie das Zeitreise-Gen trägt und seither ist ihr Leben nicht mehr so, wie es vorher war.


    Sie wird zum Elapsieren mit einer Limousine abgeholt, muss sich anstrengendem Tanz- und Geschichs-Unterricht unterziehen und zu allem Überfluss trifft sie immer wieder auf Gideon, der noch immer ihr Herz flattern lässt. Als sie bei einem Elapsieren auf ihren Großvater Lucas trifft, versuchen sie gemeinsam Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.


    Doch auch Lucas versteht noch nicht viel davon und so muss sich Gwen immer mehr auf Gideon verlassen, der sich ebenso merkwürdig benimmt. Als sie beide auf ein Soiree zum Grafen von St. Germain eingeladen sind im 17. Jahrhundert, weiß Gwen, das ein nächstes Abenteuer bevorsteht.


    Mein Fazit:


    Der zweite Teil der Trilogie ist für mich deutlich spannender und hinreißender geschrieben als der erste. Ein paar Fragen aus dem ersten Teil werden beantwortet (im Nachhinein lagen die Antworten klar auf der Hand), aber eher kommen noch mehr unbeantwortete Fragen hinzu.


    Gideon und Gwen sind eben nicht das typische Teenager-Pärchen. Sie tragen eine hohe Verantwortung und müssen in Rollen schlüpfen, die ihnen von anderen aufgetragen werden – im Sinne der Geheimloge. Dabei finden sie kaum Zeit und Gelegenheit, sich näher kennen zulernen, geschweige denn, mal ihre Beziehung zu erörtern.


    Kerstin Gier schlüpft in eine Teenager-Figur und nimmt auch die Denk- und Handlungsweise an. Gwen wirkt echt, glaubhaft und sympathisch und man muss sie einfach liebhaben. Und die Abenteuer, die sie zusammen mit Gideon erlebt, sind einfach in der Situation sehr komisch und auch berührend.


    Ich freue mich auf den dritten Teil und hoffe daher, das dort alle meine Fragen beantwortet werden. Hierfür vergebe ich 4 von 5 Sternchen.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    Von Knaur TB: Der Kampf der Geschlechter geht seinem Höhepunkt entgegen. Die Frauen rücken immer weiter in die Stadt der Männer vor, da treffen der Abt des Klosters und eine alte Heilerin aufeinander – und machen eine unglaubliche Entdeckung. Kann es gelingen, die Zeit zurückzudrehen?

    Mein Fazit:


    Das Finale dieser Serie bedarf keiner tieferen Inhaltsangabe. Alles, was man wissen muss, ist in den vorherigen Bänden sehr detailliert beschrieben. Der dritte Band ist die Zuspitzung dessen, was vorher geschah.


    Logan und Gwen wurden getrennt. Logan, eingesperrt im Verlies unter der Kathedrale, sucht einen Weg hinaus ins Freie, um seine Gwen wiederzufinden. Auch wenn es für die Gruppen sehr befremdlich ist, so hat er sich in sie verliebt und will mit ihr zusammen bleiben.


    Gwen ist bei den Brigantinnen, denn sie erhofft sich durch die aktive Teilnahme am Krieg, dass sie Logan wiederfindet. Sie hatte einst nicht ihre Freundin Juna nicht verstanden, die mit David, einem Mönch, geflohen war. Doch nun, nachdem sie selbst vom Nektar der Liebe genascht hatte, verstand sie ihre Freundin nun. Umso mehr ist ihr der Krieg zuwider.


    Die Führer der Gruppen stehen sich unversöhnlich und erbittert gegenüber, können den wahren Kern der Geschehnisse nicht erkennen und glauben an Teufelszeug und Hexerei. Dass sie ihre eigene Spezies dabei an den Rand der Auslöschung bringen, haben sie nicht im Blick. Für sie zählt nur der persönliche Rachefeldzug.


    Sehr interessant ist der Anfang des dritten Bandes: Ben und Magda sind junge Erwachsene im Jahre 2015. Sie erleben den Beginn einer Pandemie und den Folgen von ungetesteten Impfstoffen. Denn nicht das Virus selbst (ein Grippevirus), sondern die Impfung hatte zur Folge, dass die Frauen auf die Männer losgehen. Innerhalb weniger Tage bricht die Infrastruktur zusammen und es herrscht das Recht des Stärkeren. 65 Jahre später treffen sie wieder aufeinander – mitten im Kriegsgetümmel. Sehr bewegend und glaubhaft hat Thomas Thiemeyer die Geschehnisse von „damals“ und „jetzt“ beschrieben.


    Der Erzähler Erik Borner hat genauso gut die Emotionen transportiert wie in den Bänden zuvor, auch wenn ich die Stimme am Anfang nicht so mochte. Aber am Ende hat alles gepasst. Die Stimme, die Geschichte und die Botschaft der Reihe. Nämlich diese: Krieg und Fanatismus bringt einen nie weiter! Frieden, Verhandlungen und Toleranz sind die Kredos der Stunde, die in dieser besonderen Zeit aktueller denn je sind.


    Für mich ist der dritte Band ein toller und gelungener Abschluss, den ich gerne mit fünf Sternen bewerte.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    Von AIKA Consulting GmbH: Mann weg, Job weg, Wohnung weg kurz vor ihrem 30. Geburtstag hat Alys alles verloren. Zutiefst unglücklich kehrt sie zurück ins romantische Cornwall, ins Haus ihrer Großmutter. Mit Schokolade, Büchern und ihren besten Freundinnen versucht sie sich zu trösten, aber das Leben erscheint ihr leer. Um nicht mehr so allein zu sein, adoptiert sie Mr. Cat, einen missmutigen Kater aus dem Tierheim. Gerade hat Alys sich ihrem Dasein als einsame Katzenfrau abgefunden, da treten gleich zwei Männer in ihr Leben: der sympathische Jory, mit dem Alys lachen kann, und der erfolgreiche Daveth, der sie verwöhnt. Kann sie ihrem Herzen vertrauen oder steht ihre Vergangenheit ihrem Glück im Weg? Eine bewegende Liebesgeschichte vor der bezaubernden Kulisse Cornwalls, die uns vor die Frage stellt, was wahre Liebe wirklich ausmacht und ob wir sie erkennen, wenn sie vor uns steht.

    Mein Fazit:


    Dies ist mein erstes Buch dieser Autorin. Hinter dem Pseudonym Cara Lindon verbirgt sich die deutsche Autorin Christiane Lind, die ich ebenfalls nicht kenne. Der Klappentext versprach eine interessante Geschichte zu werden. Tatsächlich muss ich gestehen, dass meine Erwartungen wohl einfach zu hochgeschraubt waren.


    Alys kam als Vollwaise zu ihrer Großmutter nach Cornwall. Auf der neuen Schule lernte sie ihre Freundinnen Bree und Chesten kennen und die Freundschaft sollte bis ins Erwachsenenleben halten. Alys ist eigentlich künstlerisch begabt und ihre Großmutter hatte sie ermuntert, eine Kunstakademie zu besuchen. Stattdessen nahm sie einen Studiengang, der ihr die Sicherheit versprach. Sicherheit, jederzeit einen guten Job zu finden. Aber kurz vor dem 30.ten Geburtstag muss Alys feststellen, dass es für nichts Garantien gibt: Ihr Freund hatte sie betrogen, der Job fiel Rationalisierungsmaßnahmen zum Opfer und obendrein verstarb ihr Großmutter. Nun sitzt sie im Cottage ihrer Kindheit und muss sich ein neues Leben aufbauen. Es fällt ihr unendlich schwer, die Trennung nagt noch an ihr und auch die Einsamkeit im Cottage macht ihr schwer zu schaffen. Dann tauchen zwei Männer in ihrem Leben auf und sie weiß plötzlich nicht mehr, was sie wirklich will.


    Mir fehlte oft der Tiefgang bei den Figuren. Sie waren für mich emotional nicht richtig greifbar. Einzig Alys wurde etwas näher beleuchtet, doch mit ihr hatte ich so meine Probleme. Ständig verglich sie die Männer in Gedanken und wenn auch nur einer eine unbedachte Geste oder Äußerung machte, war sie zutiefst verunsichert. Mir war sie an manchen Stellen einfach zu devot und um des lieben Friedens willen ließ sie sich einiges gefallen. Gut, sie hatte auch einiges mitgemacht, aber weil sie einiges mitgemacht und ihre Erfahrungen gesammelt hatte, konnte ich ihre Haltung nicht immer nachvollziehen. Aber vielleicht bin ich da auch etwas zu streng!


    Das positive an der Geschichte waren die zwischendurch eingeflochtenen Landschaftsbeschreibungen von Cornwall. Ja, es wurde sehr einladend beschrieben und ich verspürte sofort den Wunsch, es einmal zu besuchen.


    Die Serie der Cornwall Seasons werde ich nicht fortführen. Den ersten Teil kann ich nur mit drei Sternen bewerten, was ich sehr schade finde, denn der Plot hörte sich sehr vielversprechend an.

    Inhaltsangabe:


    An einem Wochenende werden alle drei Schwestern von den Männern verlassen:


    Finola, die Älteste, ist mit Nigel, einem Schönheitschirurgen verheiratet. Er will die ganze Zeit schon die Familienplanung angehen, aber Finola arbeitet im TV-Business und wollte erst einmal Karriere machen. Just zu der Zeit, als sie ihm ihre Bereitschaft für ein Kind während eines geplanten Urlaubs offenbaren will, eröffnet er ihr, dass er eine Affäre hat – eine halbe Stunde vor der Live-Sendung.


    Zennie, die Mittlere, ist ausgebildete OP-Schwester und sehr zufrieden mit ihrem Leben. Sie hat ihren Sport und ihre Freunde. Männer und Sex scheinen für sie nicht so besonders reizvoll zu sein und so ist es nicht verwunderlich, dass Clark nach dem dritten Date die Bekanntschaft beendet. Für ihre beste Freundin Bernie hat sie ein besonderes Geschenk: Aufgrund ihrer überstandenen Krebserkrankung kann Bernie keine eigenen Kinder bekommen und Zennie fungiert für sie als Leihmutter – zum Entsetzen aller!


    Ali steht ein paar Wochen vor ihrer Hochzeit mit Glenn. Sie hat als einzige kein College-Abschluss und arbeitet in einem Handel für Kfz-Ersatzteile. Glenn hat noch nicht einmal den Schneid, die Verlobung selbst aufzulösen und schickt seinen Bruder Daniel vor. Der erste Schock ist groß, aber Daniel steht ihr hilfreich zur Seite. Was sind seine wahren Beweggründe dafür? Ali ist sich nach der Enttäuschung unsicher, was sie von all dem halten soll.


    Und alle drei Schwestern werden von der Mutter malträtiert, doch endlich mal an ihre Enkel zu denken, die sie sich so sehr wünscht.


    Mein Fazit:


    Ich habe ja schon einige Susan Mallery-Romane gelesen. Dieser sticht hervor, denn er ist schon anders, sehr viel anders.


    Drei Schwestern, unterschiedliche Leben, teilweise auch unterschiedliche Väter, aber eine Mutter, die ihnen schon seit langem in den Ohren liegt: Sie will endlich Enkelkinder und ihre Töchter haben gefälligst zu „liefern“. Als ob sie gerade nichts anderes zu tun hätten.


    Man kann sie schon sehr bedauern, die Töchter. An einem Wochenende werden alle drei Herzen gebrochen – mehr oder weniger. Finola hat am meisten zu kämpfen, denn sie arbeitet nicht nur in der Welt der Illusionen, sie hat sich zum Teil auch ihre eigene Illusion aufgebaut. Die Affäre ihres Mannes kommt für sie völlig überraschend, aber in stillen Momenten erkennt sie durchaus, dass sie auch ihren Teil dazu beigetragen hat. Sie ist mir von allen dreien am Unsympathischsten, allerdings verurteile ich das aufs Tiefste, was Nigel ihr angetan hatte. Das wünscht man seiner ärgsten Feindin nicht! Aber sie ist meist auf sich selbst bezogen und ihr fehlt oft das Feingefühl für die Probleme ihrer Geschwister. Vielleicht ist es auch das Los als älteste Schwester, ich weiß es nicht!


    Mit Zennie konnte ich auch nicht immer so warm werden, denn ihre Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen Geschlecht konnte ich nicht nachvollziehen. Sicher, solche Frauen gibt es einfach, aber das heißt nicht, dass ich es verstehen kann. Dafür hat sie große Pluspunkte bei mir gesammelt, als sie für ihre Freundin die Leihmutterschaft übernommen hat. Das ist eine ganz große Geste und sehr mutig, vor allen Dingen für Erstgebärende. Was alles damit zusammenhängt, hat sie aber auch nicht bedacht und Bernie macht ihr das Leben mit ihrer übertriebenen Fürsorge auch nicht leichter.


    Für mich war Ali die Heldin des Tages: bodenständig, eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten und nicht so abgehoben. Allerdings hatte sie stets darunter zu leiden, das sie niemandes Lieblingskind war. Als jüngste von den Dreien lief sie immer irgendwie mit, ohne dabei aufzufallen. Und bei der aufgelösten Verlobung stand ihr niemand groß zur Seite – außer Daniel. Ein sympathischer Kerl, der … nun ja!


    Susan Mallery hat durchaus interessante Lebensgeschichten geschildert, die aber insgesamt ohne nennenswerte Höhepunkte erzählt wurde. Bis zur Hälfte plätschert es so vor sich hin. Ein Spannungsbogen wird gerade so minimal aufgebaut, dass man die Geschichte nicht aufgeben möchte. Yara Blümel hat es wunderbar vorgelesen und die Emotionen gut transportiert.

    Das Buch ist leichte Kost mit ein paar kleinen versteckten Weisheiten ohne besonderen Spannungsbogen, eben ein etwas anderer Susan Mallery, vier Sterne bekommt das Hörbuch von mir.

    Inhaltsangabe:


    Isa hat gerade die Trennung von ihrem langjährigen Freund Tom überwunden. Sie hat sich geschworen, das sie ihre Gefühle fortan abstellen will, die sie möchte nicht noch einmal so verletzt werden unter dem Motto: Sex ja, Liebe nein.


    Bei einem sogenannten „Hühnerabend“ mit Freundin Pia kommt Isa eine Idee: Wie wäre es, wenn man sich Männer für einen schönen Abend (oder Nacht) einfach bestellen könnte?


    Anfangs nur eine Schnapps-Idee, entwickeln sie den verrückten Plan weiter und sie führt ihre ersten „Bewerbungs-Gespräche“. Die Kandidaten sind alle vielversprechend und teilweise „testet“ sie die Männer für den Service selbst.


    Tatsächlich kann sie eine Auswahl zusammenstellen und das „Männer-Taxi“ startet. Und es beginnt eine turbulente Zeit, denn natürlich geht einiges schief. Und mit der Zeit merkt Isa, das Sex allein nicht ausreicht, um glücklich zu sein und bemerkt nicht, das ihr Glück schon die ganze Zeit vor der Nase rumtanzt.


    Mein Fazit:


    Der Debüt-Roman von Andrea Koßmann hat etwas Herzerfrischendes. Isa ist eine gestandene Person, mitten im Leben und völlig normal. Man kann sich mit ihr identifizieren und ihr Gefühls-Chaos nachvollziehen. Ihre aufgeschriebenen Gedanken sind jederfrau verständlich und vieles hat man sicher selbst schon gedacht.


    Zuweilen kam ich etwas durcheinander bei den vielen „Herren“, aber dafür sind die Geschichten um diese sehr geschickt miteinander und mit Isa verstrickt.

    Mehr kann man dazu nicht schreiben, einfach lesen und genießen, von mir bekommt der Roman 4 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2010!

    Inhaltsangabe:


    Avery Stafford plant die politische Karriere ihres Vaters fortzusetzen, sollte er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Deshalb ist sie vorübergehend wieder ins Elternhaus in South Carolina gezogen. Ihre Verlobung mit Elliott soll die politische Karriere fördern.


    Bei einem Öffentlichkeitstermin in einem Seniorenheim trifft Avery auf die 90jährige May Crandall. Sie mopst ihr kurzerhand das Libellenarmband, das Großmutter Judy ihr einst geschenkt hatte. Als Avery es zurückfordert, gibt May ihr zu verstehen, dass es eine Verbindung zwischen ihr und Judy gibt. Auch die Großmutter macht geheimnisvolle Andeutungen, die Avery einfach nicht in Ruhe lassen. Sie macht sich auf die Suche nach Spuren aus der Vergangenheit.


    Memphis, Tennessee, 1939: Auf dem Hausboot „Arcadia“ lebt die arme Familie Foss mit fünf Kindern. Die Mutter Queenie liegt mit Zwillingen in den Wehen, doch es kommt zu Komplikationen. Der Vater muss sie ins Krankenhaus bringen. Rill Foss, die älteste der fünf und gerade mal 12 Jahre alt, trägt nun die Verantwortung für ihre Geschwister. Am nächsten Morgen erscheinen Polizisten, die die Kinder mitnehmen und ins Kinderheim von Mrs. Murphy bringen. Dort versucht Rill ihre Geschwister zusammenzuhalten. Doch sie und ihre Geschwister sind den Erwachsenen, allen voran Georgia Tann, hilf- und schutzlos ausgeliefert.


    Mein Fazit:


    Eines der dunklen Kapitel in der amerikanischen Geschichte sind die Machenschaften von Georgia Tann.


    Mit List und Betrug wurden unter dem Deckmantel der Fürsorglichkeit und Barmherzigkeit Kinder aus ihren (meist armen) Familien gerissen, um sie dann für viel Geld an reiche und oft prominente Paare zu vermitteln. Währenddessen erlebten die Kinder in den Heimen ein Martyrium. Misshandelt, missbraucht und in jeder Hinsicht vernachlässigt wurden sie in Kinderheimen „geparkt“. Manche Kinder verschwanden spurlos, vermutlich, wenn diese aufmüpfig waren und Erinnerungen an ihre Eltern hatten und demzufolge schwer zum Schweigen zu bringen waren. Geogia Tann hatte weitreichende Verbindungen zur Politik, so dass ihre Machenschaften nie vollständig aufgedeckt wurden. Als der Skandal ihren Weg in die Presse und damit in die amerikanische Öffentlichkeit fand, starb Georgia Tann kurze Zeit später an Krebs.


    Die Geschichte um Rill Foss ist zwar fiktiv, steht aber exemplarisch für viele Schicksale, die sich in den Kinderheimen zutrugen. Beim Lesen zog sich mir oft das Herz zusammen. Wie konnten Menschen Kinder als Ware anpreisen oder als solche ansehen? Die Organisation, aber auch die Adoptiveltern, nahmen sich da nicht viel. Die Kinder litten an Hunger und Mangelernährung und wurden von den Betreuern kaum beachtet. Es drohten drakonische Strafen, die an Grausamkeit kaum zu überbieten waren. Und wenn ein interessiertes Pärchen vorstellig wurde, putzte man die Kinder heraus und sie wurden zum Lügen gezwungen – auch unter Androhung von Strafen. Und wenn Eltern ihre Kinder zurückholen wollten, wurden sie belogen.


    Die Geschichten von Avery und Rill wechseln sich ab, beide erzählen aus ihrer Perspektive und lange Zeit wird nicht klar, welche Verbindung sie zueinander haben. Aber Avery gibt nicht so schnell auf und während ihrer Recherchen lernt sie auch einiges über sich selbst kennen. Zwar ist sie privilegiert aufgewachsen und hat eine gute Ausbildung als Anwältin genossen, aber ihr Herz ist auf dem richtigen Fleck. Durch die Geschichte mit Rill Foss weiß sie schließlich, wo ihr richtiger Weg ist. Sie wurde mir mit der Zeit richtig sympathisch. Rill Foss hatte ich gleich in mein Herz geschlossen, sie hat gekämpft wie eine Löwin um ihre Jungen.


    Nach „Der Zug der Waisen“ ein weiteres beklemmendes Thema, das einen fasziniert und erschreckt zugleich. Doch man kann es nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, wie es endet. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von HörbucHHamburg: Eine große Liebe. Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann.

    Mein Fazit:


    Ein Satz mit X, das war wohl nix! Sehr sehr schade, dass ich mit diesem Hörbuch überhaupt nicht zurecht kam.


    325 Minuten bzw. 38% habe ich der Geschichte gelauscht. Die Stimme von Dagmar Bittner hat mir gefallen, aber sie konnte die minutiös aufgeschrieben beginnende Liebesgeschichte zwischen Sky und Dean nicht spannender erzählen. Es war einfach so unerträglich im Detail und dann natürlich die Zickereien, die es zwischendurch gab. Klar, Jugendliche. Aber in dieser Geschichte hat es mich extrem gestört.


    Dann finde ich den Background auch so völlig unglaubwürdig. Sky wächst ohne TV, Computer und Handy auf und wird bis zur Abschlussklasse zu Hause unterrichtet. Ihre Adoptivmutter lebt allein mit ihr und ist keine 40 Jahre alt. Ich finde es reichlich realitätsfremd. Als Sky dann schließlich zur Abschlussklasse in die Schule kommt, wird sie aufgrund von Gerüchten so dermaßen gemobbt und es scheint ihr nichts auszumachen und obendrein versteht sie sich mit ihrer Mutter. Also wirklich, nein, das ist für mich so daneben und total unglaubwürdig.


    Erst bei ca. 35% gibt es dann einen kurzen Abschnitt in die Vergangenheit, aber dieser konnte mich auch nicht wirklich überzeugen. Ich bin sicher, da ist noch jede Menge mehr im Hintergrund. Aber ich finde, dieses Mal hat es Mrs. Hoover wirklich übertrieben mit den Charakteren und der Liebesgeschichte. Deswegen habe ich es abgebrochen und bewerte es mit zwei Sternen. Ich bin sicher, es gibt viele, die es toll finden.

    Inhaltsangabe:


    von meiner Hörbuch-Rezie: Die Welt ist eine andere geworden. Die Engel sind von ihrem Himmel hinabgestiegen und schlachten die Menschen in Arenen ab. Sie suchen die 19 Schlüsselträgerinnen, die die Schlüssel zum Paradies tragen. Die Engel wollen unbedingt wieder hinein ins Paradies und sie sehen die Menschheit als niedere Rasse an.


    Moon de Angelus lebt mit ihrer Zwillingsschwester Star und dem kleinen Bruder Tizian in Venedig. Der Vater wurde von den Engeln ermordet, die Mutter hat die Familie verlassen, als sie die Ausbildung zur Selbstverteidigung bei Moon beendet hatte. Seither kämpft Moon Woche für Woche darum, Geld für die Flucht ihrer Geschwister zu sparen. Dabei muss sie sich jedes Mal konzentrieren, denn viele Venezianer sind schon mit den Füßen voraus aus der Arena getragen worden.


    Nach einem Kampf macht Moon unbewusst auf sich aufmerksam, weil Nero, der Statthalter, ihr den versprochenen Lohn nicht auszahlen will. Mit Hilfe von Lucifer bekommt sie ihr Geld, aber sie muss am nächsten Tag den nächsten Kampf absolvieren – natürlich gegen Lucifer selbst.


    Aber sie bekommt unerwartet Hilfe: von einem anderen Engel namens Cassiel. Sie kann ihr Glück gar nicht fassen. Die Stimmung schlägt jedoch um, als eine geheime Organisation die Arena in Schutt und Asche legt. Cassiel wird dabei schwer verletzt und Moon sieht sich verpflichtet, ihre Schuld einzulösen. Sie hilft ihm und bringt ihn mit nach Hause – zum Entsetzen aller!


    Mein Fazit:


    Wenn das Lese-Vergnügen beim Hörbuch schon toll ist, was soll da bei der Printversion schon schief gehen? Nichts, es kann sogar höchstens noch besser werden!


    Ein Jahr nach dem Hörbuch habe ich mir den Beginn der Geschichte von Moon und Lucifer buchstäblich vor Augen geführt. Die Spannung bei den Kämpfen, die kleinen Scharmützel mit den Engeln und der pure Kampf ums Überleben, das so noch einmal zu lesen war schon ein besonderes Highlight für mich. Trotz der Selbstzweifel, die Moon immer wieder plagen, kann sie es nicht lassen, sie trägt ihr Herz auf der Zunge und verteidigt die, die schwach und ihr wichtig sind. Eine mutige junge Frau, die eigentlich unsichtbar bleiben will und doch die Aufmerksamkeit aller auf sich zieht.


    Im Grunde kann ich die Rezension von der Hörbuch-Version so abschreiben, an meiner Begeisterung hat sich nichts geändert. Nach dem ich letztes Jahr den dritten Band zu Ende gehört hatte (und die letzte Stunde davon mehrfach), plante ich, ein Drehbuch zu dieser Trilogie zu schreiben. Ein paar Minuten sind auch schon zusammen gekommen, aber ich stolpere da wieder mal über meine Unerfahren- und Unwissenheit. Wahrscheinlich wird es wohl wieder nur ein Wunsch bleiben, denn des Leben hat andere Pläne mit mir.


    Auch das Re-Read begeisterte mich, während dessen hatte ich immer wieder die mitreißende und eindringliche Stimme von Ann Vielhaben im Ohr, was mir dann auch wieder Gänsehaut verpasste. Selbstredend, dass ich auch die Print-Version mit 5 Sternen bewerte.

    Inhaltsangabe:


    Juli 1990: Die jungen Ärztinnen Page, Kat und Honey treten gemeinsam ihre Assistenzzeit im Embarcadero County Hospital in San Francisco an. Da sie sich auf Anhieb gut verstehen, ziehen sie zusammen in eine Wohngemeinschaft und werden Freundinnen.


    Page hat lange Zeit mit ihrem Vater in Afrika gelebt. Er praktizierte aus Überzeugung und Leidenschaft als Arzt für die arme Bevölkerung. Er geriet jedoch in lokale Unruhen und wurde dabei getötet, gerade, als Page aufs College gehen möchte. Ihr langjähriger Freund Alfred arbeitet ebenfalls bei der WHO und sie haben sich einander versprochen.


    Kat ist schwarz und versucht aus der sozialen Unterschicht herauszukommen. Um Ärztin zu werden, hat sie hart gearbeitet. In ihrer Jugend wurde sie sexuell missbraucht und lässt seither keine Männer an sich heran. Diese Haltung wird ihr später zum Verhängnis. Ihr Bruder Mike, der stets in Schwierigkeiten steckt, macht es ihr auch nicht leichter.


    Honey entstammt aus einer Familie, wo alle mehr oder weniger Medizin studiert haben. Sie beugt sich dem familiären Druck, obwohl sie lieber Krankenschwester ist. Sie hat im Laufe ihres bisher jungen Lebens so ihre eigene Methode entwickelt, wie sie an gute Zensuren kommt und so fällt es kaum auf, dass sie eigentlich für den anstrengenden Beruf der Ärztin nicht geeignet ist.


    Im Laufe der nächsten Jahre wechseln sich persönliche und berufliche Erfolge und Niederlagen bei den drei jungen Frauen ab. Als Kat eines Tages tot in der Wohnung aufgefunden wird und Page wegen Mordes an einem Patienten angeklagt wird, sieht es nicht gut aus.


    Mein Fazit:


    Dies ist mein erster Roman des Autors, der ja bekanntlich für einige schöne Serien die Drehbücher geschrieben hat. Wie ich gerade recherchiert habe, ist dieses Buch auch schon verfilmt worden und Erinnerungsfetzen tauchen auf. Ich glaube, ich habe diesen sogar schon mal gesehen.


    Nun aber zum Buch: Die Geschichte um die drei Ärztinnen ist flott und flüssig geschrieben. Die Atmosphäre im Krankenhaus wirkt authentisch und es gibt einige deutliche Parallelen zu „Emergency Room“ und „Greys Anatomie“. Ja, in dieser Hinsicht wirkt es glaubhaft. Die drei Frauen entwickeln sich über die Zeit gut weiter und reifen zu einer Persönlichkeit heran, die ihren Beruf und die damit verbundene Verantwortung sehr ernst nehmen. Höhen und Tiefen begleiten die jungen Frauen und sie gehen unterschiedlich mit ihrer Situation um. Es ist alles für mich nachvollziehbar und realistisch. Mir fehlte nur manchmal etwas Tiefe.


    Ebenso sind einige Nebenfiguren interessant. Leider bleiben diese jedoch oft blass und nicht greifbar, denn einige stellen sich später als Schlüsselfiguren heraus. Dies sollte wohl ein Krimi sein, dabei ist es eher eine gesellschaftskritische Erzählung. Der Mordprozess ist am Anfang und am Ende präsent, in der Mitte wird das Leben der Frauen über einen Zeitraum von fünf Jahren erzählt. Ich habe darauf gewartet, dass da noch etwas bezüglich der Mord-Anklage passiert, aber das kam tatsächlich erst zum Ende. Und das wirkte dann auch etwas übereilt und schnell dahin geschrieben.


    Der Roman ist unterhaltsam und an einigen Stellen auch bewegend. Im Großen und Ganzen hatte ich etwas anderes erwartet, aber ich bin deswegen nicht enttäuscht. Mit vier Sternen bewerte ich das Buch und spreche eine Lese-Empfehlung aus.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    Seite 117: Ich bin der Absicht hierhergekommen zu reparieren, was zu Bruch gegangen ist, und mich dann wieder in meine Zuflucht auf der anderen Seite der Welt zurückzuziehen, doch jetzt hat sich alles verändert. Ich kann nicht reparieren, was zerbrochen ist, nicht meinen Vater, nicht mich und auch nicht meine Familie. Ich kann nur ein wenig flicken und hoffen, dass es hält.

    Luke Warren, renommierter Wolfsforscher, erleidet zusammen mit seiner 17jährigen Tochter Cara einen schweren Unfall. Während Cara mit einer Gehirnerschütterung und einer gebrochenen Schulter davon kommt, hat Luke schwere Kopfverletzungen. Er verfällt nach einer OP ins Koma. Die Prognosen sind äußerst schlecht, auch wenn er noch nicht hirntot ist.


    Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Georgie, Caras Mutter, informiert ihren ältesten Sohn Edward. Da Georgie von Luke geschieden und Cara noch minderjährig ist, ist nur Edward berechtigt, diese Entscheidungen zu fällen. Aber er hat vor sechs Jahren über Nacht die Familie verlassen und damit viele ungelöste Konflikte zurückgelassen.


    Entsprechend angespannt ist die Situation für alle Beteiligten. Cara glaubt noch an ein Wunder, dass ihr Vater wieder erwacht. Edward hingegen betrachtet die Situation realistisch. Doch zugleich muss er sich vorwerfen lassen, den Vater, den er so sehr hasst, loswerden zu wollen.

    Die Situation eskaliert und die Justiz wird eingeschaltet.


    Mein Fazit:


    Das Buch hat mich sehr für sich eingenommen. Das liegt zum einen an dem ungewöhnlichen Grundthema, nämlich die Wölfe. Und dann ist da noch der Schreibstil, der mir sehr gefallen hat.


    Die Autorin hat jede wichtige Figur zu Wort kommen lassen. In abwechselnden Abschnitten erzählen die Personen aus ihrer Sicht, wie sie die Situationen wahrnehmen und dann gibt es auch kleine Rückblicke in ein Familienleben, das nur nach außen hin intakt schien. Georgie, die einen Wissenschaftler geheiratet hat und mit seiner Leidenschaft für die Wölfe nicht mehr klargekommen ist. Luke hat sich schließlich zwei Jahre aus der Zivilisation verabschiedet, um in der kanadischen Wildnis mit einem Wolfsrudel zu leben. Welche Familie würde da Hurra rufen? Luke kehrt wieder zurück, aber das Leben wie vorher kann er nicht mehr aufnehmen. Edward, das älteste Kind, war schon immer anders und konnte Lukes Leidenschaft für die Natur nicht teilen. Seine Homosexualität scheint ein großer Streitpunkt zwischen Vater und Sohn zu sein. Cara liebt ihren Vater abgöttisch und zog vier Jahre zuvor zu ihm, weil sie sich in Georgies Familie nicht mehr wohlfühlte. Georgie hatte neu geheiratet und Zwillinge bekommen. Und auch Joe, Georgies Ehemann, erzählt seinen Teil zu dieser Familientragödie, die zwangsläufig auch ihn betrifft, denn er ist Anwalt und vertritt Edward.


    Die Geschichte ist sehr vielschichtig und für mich sehr realistisch. Aller Personen handelten aus ihrer Motivation heraus so, dass man es nachvollziehen kann. Sie wirken authentisch und alle auf ihre Art sympathisch. Luke, der ja zu der ganze Sache nichts sagen, weil er im Koma liegt, hat hingegen hat nur seine Wölfe. In regelmäßigen Abständen gibt es auch Abschnitte über diese faszinierenden Wesen, die entweder geliebt oder gehasst werden. Und diese Abschnitte begleiten die Geschichte und ziehen kleine Parallelen zu der menschlichen Familie, die Luke mehr oder weniger hatte. Sehr gelungen, wie ich finde!


    In jeder Familie gibt es Konflikte und Geheimnisse. So ist es auch in dieser Familie. Die Folgen davon sind sehr gravierend und lassen der Familie kaum eine Wahl. Das war spannend und beklemmend zugleich. Ich konnte mit allen mitfühlen und doch auch nicht für eine Seite Partei ergreifen.


    Ich werde mir mal die anderen Bücher der Autorin ansehen, denn dieses Buch bleibt im Sinn und hat mir im Ganzen ausgesprochen gut gefallen. Ich vergebe fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Posy Montague ist 70 Jahre alt und blickt auf ein bewegtes Leben zurück, zum großen Teil in Admiral House in Suffolk verbracht. Ihre beiden Söhne Sam und Nick hat sie als Witwe allein groß gezogen. Nick ist ein erfolgreicher Antiquitätenhändler, der nach jahrelangem Auslandsaufenthalt wieder nach Großbritannien zurückkehrt. Sam ist mit Amy verheiratet und hat zwei kleine Kinder, doch er glänzt eher durch Misserfolge im unternehmerischen Bereich. Für den Lebensunterhalt muss Amy aufkommen, was ihr zunehmend schwerer fällt.


    Posy trifft eines Tages Freddie Lennox wieder. Er war einst die Liebe ihres Lebens, aber dann hatte er sich ohne weitere Erklärungen aus ihrem Leben gestohlen. Sie erfuhr nie, weshalb er sich von ihr getrennt hatte.


    Als Nick, Freddie und der charmante Schriftsteller Sebastian Girault in Posys Leben erscheinen, werden Ereignisse in Gang gesetzt, die unumkehrbar sind. Und dann ist da noch das Geheimnis um das geliebte Schmetterlingszimmer ihres Vaters, das nach all den Jahren noch gelüftet werden muss.


    Mein Fazit:


    Ein wunderbares Buch, ich kann es nicht anders sagen. Es ist ähnlich in dem Stil geschrieben wie die Bände der Sieben Schwestern-Reihe. Vergangenheit und Gegenwart spielen eine wichtige Rolle und es werden Brücken gebaut und somit beide Zeitformen geschickt miteinander verknüpft.


    Zugegeben, das eine oder andere kleine Detail konnte man schon ein bisschen vorher ahnen. Warum Nick heimlich so viel in Suffolk verweilte, obwohl seine frische Liebe Tammy in London auf ihn wartete. Und Sam ist mir von allen am unsympathischsten gewesen: alkoholkrank und kümmerte sich kaum um seine Frau und Kinder. Für seine Misserfolge übernahm er auch kaum Verantwortung. Logisch, dass es da eskalierte. Kleine Liebeleien, kleine versteckte Andeutungen und ein riesiges Haus, das niemand unterhalten kann und doch will man es im Grunde nicht verkaufen.


    Die Rückblenden beschreiben Posy als Mädchen und junge Frau, die ohne ihre Eltern den Weg finden musste. Der Vater verstarb früh und sie kam zu ihrer Großmutter. Die Mutter floh nach Frankreich und später nach Italien und interessierte sich kaum noch für ihre Tochter. Um dennoch alle stolz zu machen, lernte Posy fleißig und konnte später auf einem frisch gegründeten Mädchen-College studieren. Über all dem Hing der Geist ihres Vaters, den sie über alles geliebt hatte und ihr viel zu früh entrissen wurde. Ihre Erinnerungen an die Ausflüge mit ihm waren immer gegenwärtig.


    Ich habe die Geschichte um die Montagues genossen, ihre Tiefschläge und Höhenflüge, ihr Glück und Leiden und immer wieder Posy in der Mitte, wie ein Fels in der Brandung. Eine solche Mutter ist wirklich bemerkenswert. Und was ich ganz toll finde ist die Tatsache, dass in diesem Buch nicht nur junge Menschen Liebe finden können. Posy und Freddie, beide über 70 und verwitwet, scheinen an alte Zeiten anknüpfen zu wollen. Ich finde das wunderbar und so herrlich romantisch.


    Ein absolutes Wohlfühlbuch für zwischendurch, um sich das Herz ein bisschen erwärmen zu lassen. Es bekommt fünf Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Die Kinderärztin Andi Gordon wird nach zehn Jahren Beziehung von ihrem Verlobten vor dem Altar stehengelassen. Zu ihrem Entsetzen gibt ihre Mutter ihr auch noch die Schuld dafür. Andi bleibt nichts anderes übrig als die Reißleine zu ziehen.


    Sie kauft sich auf Blackberry Island ein renovierungsbedürftiges Haus und arbeitet vorübergehend bei Dr. Harrington in der Hausarzt-Praxis. Die Renovierung soll ein gewisser Zeke und sein Bruder Wade übernehmen. Zufällig ist Zeke Andis Nachbar, der mit Boston nebenan im Haus wohnt. Wade ist ein attraktiver Witwer, der den Job sehr gern für seinen Bruder übernimmt.


    Boston und Zeke sind schon seit der High School zusammen, aber ein Schicksalsschlag bringt ihre Ehe gehörig ins Wanken. Der kleine Liam ist vor ein paar Monaten unerwartet gestorben und die Trauer um das geliebte Kind schwebt über dem Paar, das sich offenbar noch liebt, aber mit der Situation nicht umgehen kann.


    In dem anderen Haus lebt Deanna Phillips mit ihrem Ehemann und den fünf gemeinsamen Kindern. Nach außen hin sind sie die perfekte Familie, aber im Inneren gibt es viele Probleme. Deanna leidet an einer Zwangsstörung aufgrund ihrer schwierigen Kindheit und Colin möchte mehr Anteil an der Familie haben.


    Alle drei Frauen freunden sind an und erleben einen turbulenten Sommer auf Blackberry Island!


    Mein Fazit:


    Dieser Roman ist etwas anders als die, die ich von der Autorin bislang gelesen habe. Daran muss man sich erst einmal gewöhnen.


    Susan Mallery hat hier nicht die klassische Liebesgeschichte geschrieben. Es ist erfrischend zu lesen gewesen, dass hier mehr die Freundschaften zwischen den Frauen im Vordergrund standen. Natürlich gab es auch Sex, aber bis zur Mitte des Buches gab es noch nicht einmal einen Kuss.


    Alle drei Frauen waren mir sympathisch – auf ihre eigene Art und Weise. Andi wurde vor dem Altar sitzen gelassen und emanzipiert sich nun von ihrer Familie, die allesamt hochspezialisierte Ärzte sind und ziemlich herablassend auf Andi schauen. Aber Andi ist mit ihrem Beruf als Kinderärztin sehr zufrieden. Um die verkorkste Beziehung zu Matt hinter sich zu lassen, kauft sie sich ein baufälliges Haus auf Blackberry Island. Sie hat oft an ihrem Entschluss gezweifelt, aber sie gibt nicht so schnell auf. Ihre neuen Freudinnen helfen ihr dabei.


    Auch die anderen Frauen haben reichlich Gepäck dabei. Sie sind nicht perfekt und daher so greifbar für mich. Es gibt immer wieder Prüfungen im Leben und irgendwie übersteht man diese Zeit, mit sympathischen Freundinnen und Mut und Entschlossenheit. Das macht die Geschichte für mich so authentisch. Ich konnte mich mit allen identifizieren und gönnte ihnen ihre kleinen und größeren Erfolge. Rückschlage mussten natürlich auch verkraftet werden. Die aufgezeigten Lösungen sind durchaus realistisch und können Vorbild für andere Frauen in ähnlicher Lage sein.


    Bis zur Mitte des Buches passiert recht wenig und es gab selten wirklich interessante Spannungsbögen. Aber dann gewann die Geschichte an Fahrt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Definitiv ist dies ein etwas anderer Roman von Susan Mallery, aber sehr lesenswert und stellenweise auch berührend. Vier Sterne bekommt er von mir.

    Inhaltsangabe:


    Roger Samson taucht in London Anfang der 80er Jahre auf und beginnt, sich ein Imperium aufzubauen. Er heuert die besten Leute an, die ihn beim Aufbau von Samson International unterstützen und den Menschen, die Samson begegnen, wird klar, das Roger ein skrupelloser Geschäftsmann ist. Er ist eiskalt und kann Liebe weder geben noch empfangen.


    Lilah Dooley ist eine begabte Simultandolmetscherin, die ihr Leben lang aufrichtig und treu geblieben ist. Sie trauert noch Jonathan nach, der in Südafrika einen Job als Arzt annahm, um dort den Menschen zu helfen. Lilah lernt Roger Samson im Zuge ihrer Arbeit als Dolmetscherin kennen und er ist von dieser Frau sofort fasziniert. Er macht sie zu seiner Ehefrau und übergibt ihr einige Bereiche seines Unternehmens.


    Sophie Weiss arbeitet in New York als Börsenhändlerin in dem Bereich Edelmetalle. Und sie stellt seit Jahren schon Nachforschungen über ihren Onkel Simon Weiss an. Dieser ist im zweiten Weltkrieg vor der Judenverfolgung nach Südafrika geflohen, während ihr Vater nach New York gegangen war. Während der Recherchen stößt sie immer wieder auf den Namen Roger Samson, der sein Startkapital für Samson International aus der Platinmine in Südafrika bezogen hat.


    Sophie Weiss und Lilah lernen sich zufällig in Südafrika kennen, als Lila ihren alten Freund Jonathan im Krankenhaus zur Hilfe geht. Sowohl Sophie als auch Lilah haben Gründe, sich wegen eines herben Vertrauensbruches an Roger Samson zu rächen. Und Roger ahnt bis zur letzten Minute nicht, wer ihm das Leben schwer macht.


    Mein Fazit:


    Der Roman begann, wie ich es eigentlich inzwischen hasse. Tausend Szenen, tausend Menschen und es entstecht ein völliges Durcheinander beim Lesen, wenn man kein gutes Gedächtnis hat. Manchmal wäre weniger eben doch mehr. So ab ca. Seite 150 bekam der Roman eine klare Linie und die Puzzleteile fügten sich langsam zu einem ganzen Bild zusammen und man wird mitgerissen von genialen Schachzügen, Intrigen, Leid und Hass. Das Ende ist furios, das muss man schon sagen, aber der Anfang war schwierig.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2006.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von audible Studios: Australien 1926: Im mondänen Evergreen Spa Hotel treffen sich die Reichen und Schönen. Fasziniert beobachtet das neunzehnjährige Dienstmädchen Violet deren scheinbar sorgloses Leben. Doch als ein Unwetter das Hotel von der Außenwelt abschneidet, bröckelt die sorgsam gehütete Fassade. Leidenschaften flackern auf, Geheimnisse treten ans Licht – und müssen um jeden Preis gewahrt werden, als der Sturm wieder abzieht.

    2014 wird das Evergreen Spa renoviert. Bei den Umbauarbeiten entdecken der Architekt Thomas und die junge Lauren ein Bündel alter Liebesbriefe, unterzeichnet mit den Initialen SHB. Sie erzählen von einer leidenschaftlichen Affäre – und von den dramatischen Ereignissen, die sich daran entzündeten…

    Mein Fazit:


    Kimberley Wilkins bzw. Kimberley Freeman ist bekannt für spannende Geschichten, die in verschiedenen Gesellschaftsschichten und wechselnden Zeiten spielen.


    Evergreen Falls: In der Gegenwart (2014) hat sich die 31 jährige Lauren Beck von ihren Eltern in Tasmanien gelöst. Lange war ihr Bruder Adam krank, doch nach seinem Tod zieht es Lauren in die Ferne. Die überfürsorgliche Mutter hatte es ihr bislang unmöglich gemacht, ein normales Leben zu führen. So ist sie auch in diesem Alter noch Jungfrau und auch ansonsten völlig unerfahren in den Dingen des täglichen Lebens. Adam hat in den Blue Mountains nahe Sidney seine schönste Zeit erlebt, ehe er erkrankte. Andenken an diese Zeit lassen Lauren Nachforschungen anstellen und sie stößt dabei auf ein dunkles Familiengeheimnis. Nebenbei forscht sie auch in alten Briefen aus dem geschlossenen Evergreen Spa Hotel, denn die Briefe zeugen von einer leidenschaftlichen und tiefen Liebe. Allerdings ist ungewiss, was daraus geworden ist, denn plötzlich sind diese Personen aus den Verzeichnissen verschwunden. Lauren und der dänische Architekt Thomas sind sich sicher, dass eine Angestellte sich mit einem Hotel eingelassen hat, der die Initialen SHB besitzt. Das war damals strikt verboten und wurde in der Regel zum Nachteil der Angestellten geregelt.


    Kimberley Wilkins bzw. die Erzählerin haben die Geschichte mit Leben gefüllt. Mit ihrer weichen und melodischen Stimme hat Elena Wilms eine dichte Atmosphäre hergestellt, die in jeder Minute des Hörbuchs nahezu greifbar war. Natürlich begann alles recht harmlos und unschuldig, dennoch wird mit jeder Minute, die verstreicht, klar, dass es auf eine Katastrophe hinaus läuft. Es werden Geheimnisse und Mythen geschaffen, nur um Skandale zu verhindern. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Opium-Missbrauch, arrangierte Ehen und den Erhalt des Status Quo um jeden Preis. Die Beschreibungen des Hotels, der Landschaft, der illustren Gästeschar und die dramatischen Ereignisse sind bildhaft und eindringlich. Ich fühlte mich zuweilen wie ein Teil des Ganzen, konnte laufend im Kopfkino verfolgen, wie die Ereignisse voranschritten.


    Die Figuren sind sehr gut gezeichnet und konnten teils widersprüchliche Emotionen in mir auslösen. Allgemein begleitete ich die Geschichte mit großer Neugier, denn ich hatte ab etwa der Mitte der Geschichte eine Ahnung, die sich dann auch bestätigte.


    So schnell werde ich Violet Armstrong und Lauren Beck nicht vergessen, das Hörbuch hat mich tief bewegt und zu 100% abgeholt. Daher erhält es auch fünf begeisterte Sterne mit einer klaren Hör-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Gwendolyn ist 16 Jahre alt und führt ein ganz normales Leben als Teenagerin in London. Außer das sie Geister sehen kann. Ihre Familie hingegen ist nicht ganz so normal, wie man es sich wünschen würde.


    In einer Familie ist das Zeitreise-Gen. Man dachte ursprünglich, das Gwens Cousine Charlotte es hätte. Aber als Gwen plötzlich in der Zeit reist, wird klar, das sie es hat. Zögerlich vertraut sie sich ihrer Mutter an und diese reagiert sie sofort und bringt sie zur Geheimloge.


    Dort ist noch ein Zeitreisender, Gideon, 18 Jahre alt und ein bißchen hochnäsig. Gwen erfährt das Geheimnis um den Chronografen und warum sie nun mit Gideon gemeinsam in die Zeit reisen soll – so ganz ohne Vorbereitung. Es beginnt ein aufregendes Abenteuer mit einem haarsträubenden Fechtkampf, schaukelnden Kutschfahrten und außergewöhnlicher Mode. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn sie für Gideon nicht auch noch romantische Gefühle hegen würde.


    Mein Fazit:


    Gwendolyn ist mir als Leserin sofort sympathisch gewesen. Herzerfrischend, humorvoll und mit einer gehörigen Prise Selbstironie wird die rasante Geschichte in der Ich-Form erzählt. Es wurde mir dabei nie langweilig und die vielen geheimnisvollen Kapitel-Eröffnungen, wunderbar in roter Schrift verfaßt, geben dem Leser mehr Rätsel auf als sie enthüllen.


    Zuweilen irritierten mich die vielen Verwandtschafts-Verhältnisse. Ich kam durcheinander mit Grace, Maddy, Tante Arista und noch mehr. Aber allmählich kommt man rein und das Schmunzeln verlässt das Gesicht selten. Die Situationen sind unfreiwillig komisch und doch auch mit Ernst. Und die vielen Charaktereigenschaften der einzelnen Personen sorgen für ein herrliches Durcheinander.


    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, denn ich bin nun neugierig, ob meine Vermutungen stimmen. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2010!

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von Kiepenheuer & Witsch: Schillernd und magisch sind die Erinnerungen an die Sommerferien bei der Groß­mutter, geheimnisvoll die Geschichten der Tanten. Katharina Hagena erzählt von den Frauen einer Familie, mischt die Schicksale dreier Generationen. Ein Roman über das Erinnern und das Vergessen – bewegend, herrlich komisch und klug. Als Bertha stirbt, erbt Iris das Haus. Nach vielen Jahren steht Iris wieder im alten Haus der Großmutter, wo sie als Kind in den Sommerferien mit ihrer Kusine Verkleiden spielte. Iris bleibt eine Woche allein im Haus. Sie weiß nicht, ob sie es überhaupt behalten will.

    Mein Fazit:


    Ich hatte mir aufgrund der positiven Reaktionen von diesem Buch sehr viel Versprochen. Denn geheimnisvolle Familiengeschichten üben ja doch einen gewissen Reiz aus.


    Dieser Roman von Katharina Hagena macht da leider eine sehr große Ausnahme. Ich habe es abgebrochen, weil ich selbst nach 74 Seiten keinen Bezug zur Geschichte und zu den Personen fand. Die vielen Tanten und andere Verwandten waren für mich teilweise so verwirrend, das ich sie nicht auseinander halten konnte. Einige Passagen empfand ich als langatmig.


    Eines weiteres großes Minuspunkt ist die neue Form der Dialog-Führung. Neuerdings ist es wohl in Mode, die Dialoge nicht mehr in Anführungszeichen zu setzen. Was bezweckt man damit? Druckerschwärze sparen? Mich hat es unheimlich gestört, denn damit war es nicht immer eindeutig klar, ob es sich nun um einen Dialog oder um einen Nebensatz handelte.


    Von mir bekommt das Buch 2 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Dezember 2010!

    Inhaltsangabe:


    Tammy ist 17 und steht kurz vor ihrem Schulabschluss. Sie trauert noch ihrer ersten großen Liebe hinterher, vermisst ihre Freunde und mit den Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz ist auch nicht so weither. Kurzum: In ihrem Leben läuft alles schief!


    Und zu allem Überfluss zieht auch noch die neue Freundin von Papa mit ins Haus. Alle drei Töchter sind außer sich, aber Tammy und ihre große Schwester Rebecca haben eine tolle Idee: Sie bewerben sich als Animatuere in einem Urlaubs-Club auf Furteventura! Und tatsächlich wird ihre Bewerbung angenommen.


    Für die 17jährige beginnt ein großes Abenteuer …


    Mein Fazit:


    Dies ist leichte Kost für junge Mädchen ab 16 Jahre. Tammy erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht und sie selbst macht sich ziemlich klein und kommt sich nutzlos vor. Im Verlaufe der Geschichte ändert es sich jedoch, sie wird eine starke und selbstbewußte Persönlichkeit, die es sogar schafft, eigene Ideen erfolgreich umzusetzen und sich gegen die zickige Schwester durchzusetzen.


    Eine Punkte in dem Roman haben mich schon etwas gestört, wie z. b. der Satz „… und es war gerade kein Lover da.“ Bei einem 17jährigen Mädchen würde ich eine solche Aussage noch nicht unbedingt vermuten. Es mag zwar schon modern sein, aber ich persönlich finde es ein bißchen unpassend. Die Entwicklung auf Furteventura hingegen empfand ich als sehr gelungen und diesen Teil der Geschichte habe ich in einem Rutsch ausgelesen. Tammy hat sich entwickelt und hat sich selbst etwas kritischer beäugt.


    Insgesamt ist es ein schönes kurzweiliges Strandbuch und verdient daher 3 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Dezember 2009.