Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Silas VanDyke ist besessen von der Aussicht, das berühmt-berüchtigte Amulett „Fluch der Angelique“ zu finden. Seit über 400 Jahren existiert es schon, dennoch ist es seit über 200 Jahren auf dem Meeresboden der Karibik verschollen, zusammen mit der Marguerite untergegangen. James Lassiter hatte einst eine Ahnung, wo es sich befinden könnte, doch er hat es niemanden erzählt. Deshalb mußte er fast vor den Augen seines Sohnes Matthew und seinem Bruder Buck sterben.


    Jahre später lernt Matthew die Familie Beaumonts kennen. Sie tummeln sich gerade in der Karibik, um ihrem Hobby – dem Tauchen – nachzugehen. Die bezaubernde Tochter Tate studiert sogar Meeresarchäologie. Matthew und Tate verlieben sich ineinander, während sie die Marguerite finden und die verborgenen Schätze daraus bergen. Gerade, als sie im Taumel ihres Glücks und Triumphes sind, passiert ein Ungluck: Ein Hai greift Buck an und nimmt ihm ein Bein ab. Um sein Leben zu retten, verlassen sie das Wrack. Später müssen sie tatenlos mit ansehen, wie VanDyke bereits erneut die Lassiters demütigt und die Marguerite hebt und bergt.


    Da er sich nun um Bucks Genesung kümmern muss, trennt Matthew sich von Tate. Mit gebrochenem Herzen kehrt Tate ans College zurück und versucht den wunderbaren Sommer mit Matthew zu vergessen.


    Acht Jahre später wagt Matthew sich erneut in die Meere hinaus, nachdem er seine Schulden bezahlt, ein neues Boot und neue Pläne geschmiedet hat. Ray Beaumont, Tates Vater, zettelt eine weitere private Expedition an. Denn es steht fest: Der „Fluch der Angelique“ wurde auf der Marguerite nicht gefunden, somit muß das Schmuckstück auf der Isabella gewesen sein, die unweit ihres Schwesterschiffes gesunken ist. Tate ist allerdings trotz ihrer herausragenden Ausbildung skeptisch, ob eine neue Expedition Sinn macht, zumal sie sich mit der Tatsache vertraut machen muß, das sie erneut mit Matthew Lassiter zusammen arbeiten wird.


    Zu sechst machen sie sich erneut auf den Weg in die Karibik und sie sind sich sicher, sie finden das sagenumwobene Amulett. Aber in welche Gefahren sie sich wirklich begeben, erkennen sie erst viel später, als sie Isabella tatsächlich auf dem Meeresboden finden!


    Mein Fazit:


    Es ist ein wunderbares Buch über die Welt im Wasser. Anschaulich hat die Autorin die Welt der Wracks, Moränen, Haie und Barakudas beschrieben und ich bin in Gedanken mit eingetaucht. Ich habe förmlich das Salz auf meiner Haut gespürt. Wenn man einmal mit diesem Buch anfängt, muß man einfach weiterlesen. Ich habe es genossen, mal eine andere Welt kennen zu lernen und ich bin gespannt, wann ich den nächsten Roman dieser Autorin lesen werde. Atemberaubend und bis zur letzten Seite spannend.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2005.

    Inhaltsangabe:


    Tina Turner, geboren 1939 als Anna Mae Bullock in Nutbush, Tennessee, blickt auf fast 80 Jahre Leben zurück. Ein Leben, das turbulenter nicht sein konnte.


    Angefangen von ihrer Kindheit, wo sie sich von ihrer Mutter verlassen fühlte, über ihre Jugend bis hin zu den Anfängen ihrer Karriere mit Ike Turner. Ike Turner selbst war ungebildet, aber dennoch hat er oftmals den richtigen Instinkt bewiesen, wenn es ums Geschäft ging. So hat er sich schon früh den Namen Tina Turner eintragen lassen. Er selbst konnte es jedoch nie zugeben, dass er ohne seine Frau nie diesen Erfolg gehabt hätte.


    Tina Turner, von ihrem Mann gedemütigt und geschlagen, pausenlos zur Arbeit angetrieben, hat dennoch nie ihren Mut und ihren Glauben an das Gute im Menschen verloren. Nach 14 Jahren Ehe und ständiger Tourneen verlässt sie ihn und beginnt ein Leben ohne Ike, um dann zu spüren, dass sie ohne ihn erfolgreicher ist.


    Im hohen Alter wagt sie noch einmal den Schritt vor den Traualtar. Sie erfährt kurze Zeit später, dass auch sie vor weiteren Schicksalsschlägen nicht gefeit ist.


    Mein Fazit:


    Das ist bereits mein zweites Buch über Tina Turner. Und es hat mich genauso mitgerissen wie damals das Buch von Kurt Loder, wonach auch der Film mit Angela Bassett gedreht wurde. Vielen Dank an den Penguin Verlag für die Überlassung des Rezie-Exemplares.


    Das Buch, das einige tolle Hochglanzfotos mit Tina enthält, ist recht flott und flüssig zu lesen. Ohne Umschweife kommt Tina, die zusammen mit Deborah Davis und Demonik Wichmann an ihren Memoiren gearbeitet hat, zum Thema: Zu ihrer Beziehung mit Erwin, ihrem Ehemann und zu dem, was ihr im hohen Alter noch passiert ist. Dabei lässt sie immer wieder das Leben Revue passieren, analysiert und reflektiert die Geschehnisse, die gelegentlich dramatisch anmuten, mich aber auch zuweilen fassungslos zurückließen. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was sie durch gemacht hat. Und trotz allem hat sie sich davon losgelöst, hat es überwunden und nach vorn geschaut. Sie nimmt sogar einiges mit einer gewissen Portion Humor. Hut ab!


    Es ist einfach zu bewundern und kann Frauen in ähnlicher Situation nur Mut machen. Tina Turner gibt sich zwar in dem Buch bodenständig und normal, gelegentliche Erwähnungen von bekannten Designern empfinde ich dann doch wie versteckte Werbung. Sei es drum, sie hat hart dafür gearbeitet und viel eingesteckt.


    Wer Tina Turner liebt, wird auch dieses Buch lieben. Für mich ist es fünf Sterne wert mit einer klaren Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    London 2017: Elodie Winslow arbeitet als Archivarin und findet eine sehr alte Tasche mit einem Foto und einem Skizzenbuch von Edward Radcliffe. Radcliffe war seinerzeit ein gefragter Maler und ihm stand eine vielversprechende Karriere bevor. Doch eine Tragödie in seinem Landhaus Birchwood Manor hat Radcliffe sein Talent verlieren lassen.


    Elodie selbst ist jedoch auch nicht so ganz sicher, was ihr Leben betrifft. Die Hochzeitsvorbereitungen kommen nicht gut voran und über allem, was sie tut, steht ihre verstorbene Mutter Lauren Adler, eine hoch gefeierte Cellistin, die plötzlich bei einem Unfall verstarb, als Elodie noch ganz klein war.


    Elodie macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Tasche und trifft dabei den Detektiv Jack im Haus Birchwood Manor, der den Auftrag hat, etwas Wertvolles zu finden. Dabei begleitet ihn eine Seele, die bereits seit 150 Jahren in dem Haus festsitzt.


    Mein Fazit:


    Wo fange ich an mit meiner Rezie? Was kann ich verraten, ohne zu spoilern?


    Das wirklich positive an dem Buch ist die ausgeklügelte Geschichte. Es gibt viele kleinere Geschichten in einer großen, die sehr geschickt miteinander verknüpft sind. Wie ein roter Faden erscheint dabei das Haus Birchwood Manor, welches auch der Ort der Tragödie ist, was sich im Sommer 1962 ereignete und viele Menschen im Verlaufe von Jahrzehnten beschäftigte – mehr oder weniger. Als Leserin hatte ich eine Ahnung, doch letztendlich war es ganz anders als vermutet. Die Geschichten sind also nur bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar!


    Aber diese vielen kleinen Geschichten, die durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, sind unglücklich im Buch platziert worden. Zwar werden bei Ort- und Zeitwechsel die richtige Jahreszahl und Ort angegeben, aber manchmal war es viel zu früh. Da fühlte ich mich gerade in der Geschichte wohl und machte mir Gedanken, was da passiert sein könnte, so wurde ich auch schon wieder herausgerissen. Der Stil ist soweit okay gewesen, aber ein bisschen mehr Chronologie hätte dem Buch gut getan, zumindest empfinde ich es so.


    Dementsprechend war es für mich manchmal schwierig zu lesen. Oft genug kam ich nur ein paar Seiten voran, ehe ich ermüdet von den Ereignissen und vielen Personen, die irgendwie eine Rolle spielten, das Buch zur Seite legte. Erst am Wochenende, wo ich mehr Zeit hatte, konnte ich mich richtig reinknien.


    Es ist also definitiv kein Buch für nebenbei, man sollte sich darauf schon konzentrieren, denn es tauchen sehr viele Personen auf, die oberflächlich eine Nebenrolle spielen, aber doch wertvoll sind für die Gesamtbetrachtung der Geschichte. Es werden verschiedene Epochen beschrieben – mit dem viktorianischen London, dem zweiten Weltkrieg und dem modernen England und die Erzählweise ist durchaus lebendig und atmosphärisch. Auch die Figuren konnte ich mir gut vorstellen.


    Dennoch kann ich nur drei Sterne vergeben und das finde ich in Anbetracht der tollen Geschichte sehr schade.

    Inhaltsangabe:


    Maggie Faraday ist die einzige Enkelin von Leo Faraday. Doch nicht nur das: Ihr Leben wurde bislang von drei Tanten und ihrer Mutter beherrscht, die sich alle um sie gekümmert hatten, als sie noch klein und schutzbedürftig war! Und um wenigstens einmal im Jahr alle wiederzusehen, hat Leo Faraday ein Ferienhaus in Irland gekauft.


    Doch es ist nicht alles so, wie es scheint: Maggies Großmutter Tessa ist schon lange tot. Ihr Geist ist jedoch immer dabei. Und noch ein Geist ist nicht anwesend: Tante Sadie. Diese hat die Familie verlassen, als Maggie sechs Jahre alt war und nur noch einmal im Jahr eine Karte geschickt.


    Als Maggie zum jährlichen Treffen nicht erscheinen will, reist Leo an, um sie davon zu überzeugen, das sie doch noch kommen sollte. Denn er will sie um einen ganz großen Gefallen bitten: Sie soll die Tagebücher ihrer Großmutter Tessa lesen, um hinter das Geheimnis von Tante Sadies Verschwinden zu kommen.


    Maggie sagt zu und sie ahnt nicht, welche Reise ihr bevorsteht.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein Buch um eine sehr sympathische, wenn auch gewöhnungsbedürftige Familie. Die fünf Mädchen sind als Halbwaisen groß geworden und die älteste Tochter Juliet hat die Verantwortung für ihre Geschwister übernommen, während der Vater noch zu sehr in der Trauer versunken war. Leo hingegen glorifiziert seine Frau Tessa und lässt sie trotz der vielen Jahre, die sie schon tot ist, immer wieder mit in die Mitte kommen. Letztendlich hat er sich nie lösen können von ihr.


    Es beginnt damit, das die jünste Tochter – Clementine – schwanger ist. Maggie wächst in einem Pool voller Weiblichkeit auf, Leo ist da nur ein entspannter Gegensatz, der Maggie so nimmt, wie sie ist mit ihren Zahlen im Kopf. Der Anfang dieser Geschichte ist insofern spannend, das man alle Mädchen kennen lernt, mit ihren unterschiedlichen Eigenarten und Charakterzügen. Diese dann auch auseinander zu halten muss man sich beim Lesen erst ein wenig anlernen!


    Nach etwa ein drittel des Buches beginnt es dann auch wirklich spannend zu werden. Vorher habe ich mich oft gefragt, wo der rote Faden ist, der Kern der Geschichte. Es war schon interessant, aber eben -für mich- nicht spannend. Aber dann hat die Geschichte um die Töchter der Faradays mich einfach gefesselt. Ich wollte wissen, was aus den einzelnen Mädchen geworden war, ob Sadie noch lebte, wie Maggie sich entwickelt hat und so vieles mehr.


    Dabei stößt man auf diverse kleine Familiengeheimnis, die alle irgendwie auf Lügen aufgebaut sind. Und da hat die Autorin für mich eine wunderbare Gratwanderung vollzogen. Sie hat das Glück der Familie über die Wahrheit gestellt. Allen voran für Leo, der schon sehr betagt ist und dem sicher am meisten zugesetzt worden wäre. Aber ist es denn trotzdem richtig? Muss man nicht doch die Wahrheit sagen, auch wenn sie anderen Menschen weh tut?

    Diese Fragen muss sich der Leser selbst stellen und beantworten. Für mich persönlich hatte der Schluss einen leicht faden Beigeschmack, weil ich diese Fragen für mich nicht wirklich beantworten kann. Ein Buch, über das ich noch eine Weile nachdenken werde. Es bekommt 4 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus November 2009.

    Inhaltsangabe:


    Taygeta d’Aplièse, von allen Tiggy genannt, hat einen Abschluss in Zoologie und sich für den Erhalt der Tierwelt entschieden. Für die Umsiedlung ihrer geliebten Wildkatzen hat sie einen Job auf dem schottischen Landsitz Kinnaird angenommen. Und Charlie, der Besitzer des Landgutes, ist ihr auch nicht so ganz egal.


    Doch wirklich viel zu tun hat die fünfte Schwester der d’Aplièse-Familie nicht. Der Zigeuner Chilly, die auf dem Landsitz lebt, erzählt ihr eine Geschichte – ihre Geschichte. Denn Tiggy ist ebenso wie die anderen Schwestern adoptiert und ihre wahren Wurzeln liegen im spanischen Andulsien.

    Chilly erzählt von Lucia, die Anfang des 20. Jahrhunderts in einer Höhle in Sacromonte geboren wird und deren Gabe der Flamencotanz ist. Aber diese Gabe hat einen hohen Preis, denn sie ist noch immer eine gitano, eine Zigeunerin.


    Nach einem traumatischen Erlebnis reist Tiggy überstürzt nach Spanien ab und taucht in die Welt der gitanos und dem Flamenco ein.


    Mein Fazit:


    Nun habe ich die fünfte der sieben Schwestern kennengelernt. Dieses Mal beginnt die Geschichte jedoch nicht mit der Nachricht von Pa’s Tod, sondern später. Bislang ist Tiggy wohl diejenige, die sich der Natur am meisten verbunden fühlt.


    Dementsprechend geht es auch etwas zäh los. Ich hatte am Anfang etwas Mühe, mit Tiggy warm zu werden. Auch wird ihre Geschichte etwas langatmig erzählt, das eine oder andere hätte man durchaus kürzen können. Die aufkeimende Liebesgeschichte findet nur zaghaft ihre Anfänge und konnte mich nicht so ganz überzeugen, dafür war einfach zu wenig Kontakt zum geliebten Menschen vorhanden, auch im gesamten Verlauf der Geschichte.


    Die Geschichte um die exzentrische Lucia hingegen hat mich richtig mitgerissen. Es war sehr faszinierend zu lesen, wie Lucia im Alter von zehn Jahren zusammen mit ihrem Vater die Familie verließ und seither zielstrebig und ehrgeizig ihre Karriere verfolgte. Die Entscheidungen waren nicht immer richtig, aber sie ist doch stets vorangekommen. Und selbst politische Unruhen konnten ihr nicht wirklich was anhaben. Ich habe sehr viel gelernt über die Zigeuner, über ihre Traditionen und Lebensart, vor allen Dingen mit den Höhlen in Sacromonte. Wenn man ein bisschen im Internet stöbert, findet man wertvolle Informationen und interessante Bilder zu diesen Höhlen, die es tatsächlich gibt und in denen die Zigeuner lange gelebt haben. Somit hat die Autorin wieder geschickt Fiktion und Wirklichkeit miteinander verknüpft.


    Der Roman um Tiggy und Lucia ist eine wunderbare Fortsetzung der Reihe und es tauchen auch andere Geschwister auf und begleiten Tiggy ein wenig. Konsequent wird die Familiengeschichte der d’Aplièses fortgesetzt. Dennoch kann man den Band unabhängig von den anderen Bändern lesen, auch wenn ich eher dazu rate, die Reihenfolge einzuhalten.


    Trotz des zähen Anfangs bekommt die Geschichte fünf Sterne, denn neben den hohen Unterhaltungswert habe ich auch wieder sehr viel über andere Kulturen und Länder dazu gelernt. Thank you, Mrs. Riley!

    Inhaltsangabe:


    Faith Madison weiß nicht, das sich ihr Leben ändert, als sie auf der Beerdigung ihres Stiefvaters Brad Patterson wieder begegnet.


    Faith lebt mit ihrem Mann Alex in New York, hat zwei erwachsene Töchter und langweilt sich seit dem Auszug der jüngsten Töchter. Alex verdient als Investmentbanker gut und ermöglicht der Familie ein angenehmes Leben.


    Brad war der beste Freund von Faith‘ Bruder Jack, der vor einigen Jahren gestorben ist. Faith war damals in Brad verliebt, aber ihre Wege trennten sich, als er aufs College ging. Er arbeitet als Anwalt für straffällige Minderjährige. Mit seiner Frau Pam verbindet ihn im Grunde nur noch die erwachsenen Zwillingssöhne, die ein Jahr in Afrika verbringen.


    Faith möchte gern ihr Jura-Studium wieder aufnehmen, doch Alex führt als erstes ihr Alter mit 47 an. Er weigert sich, seinen Segen dazu zugeben. Brad und Faith stehen per eMail udn Telefon in Kontakt und er baut sie immer wieder auf.


    Als Faith entdeckt, das Alex schon länger eine Affäre zu haben scheint, eskaliert die Situation.


    Mein Fazit:


    Danielle Steel behandelt mit diesem Buch ein altbekanntes Thema: Ehefrau will aus der lieblosen Alltagssituation entfliehen. Es ist eine schöne Liebesgeschichte, wo der Glaube eine wesentliche Rolle spielt. Was ich auch als sehr angenehm empfinde: Die Autorin hat moderne Kommunikationsmittel gewählt. Ein Buch für einen faulen Tag am Strand, Balkon auf oder auf der Couch.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2006.

    Inhaltsangabe:

    Zitat


    von Knaur TB: Er ist von seiner Kunst besessen und kennt keine Kompromisse. Bereits als Kind hat Matthias Grünewald nur ein Ziel: Ein Werk zu schaffen, das Gott und der Schöpfung gerecht wird. Nichts kann ihn von seiner Vision abbringen – nicht sein eifersüchtiger Bruder, nicht die harten Lehrjahre und auch nicht Magdalena, mit der ihn eine innige Liebe verbindet. Heiraten wird er sie nie, denn seine Kunst steht immer an erster Stelle. Doch in seiner berühmten Magdalenenklage setzt er ihr ein unvergängliches Denkmal …

    Mein Fazit:


    Diesem Roman in seiner Gänze gerecht zu werden halte ich für äußerst schwierig. Denn die Autorin hat sehr viel Wissen um die Zeit des Aufbruchs und des Widerstands, also um 1500 nach Christi, in diese Geschichte gepackt. Selbst die Ausdrucksweise stammt wohl aus dieser Zeit.


    Ich tauchte ein in die verschwiedenen Zünften, aber vorangig der Maler und Bildhauer, denn Matthias ist ein Maler, ein Künstler, der sich dazu berufen fühlte, etwas Besonderes zu schaffen, vor dem die Menschen in die Knie gehen, weil es sie bis in ihr innerstes berührt. Eigenbrödlerisch ging er seinen Weg über verschiedene Stationen und suchte immer nach Etwas, was er nicht selbst benennen konnte.


    Seine Gottesfurcht war groß, genauso aber auch seine Zweifel. Jedoch hat er sich nie gegen die Obrigkeit aufgelehnt, das hat er den Bauern überlassen, doch auch das hinterließ bei ihm Spuren. Trotz allem konnte ich mit dem Menschen Matthias nicht wirklich viel anfangen. Es liegt sicherlich an der großen Thematik Religion.


    Da die Geschichte ausschließlich nur von Matthias aus Grünberg erzählt und keine anderen Nebenhandlungen stattfanden, war ich beim Lesen immer schnell ermüdet. Er konnte mich nicht für sich einnehmen und so quälte ich mich durch das Buch, auch wenn der historische Hintergrund durchaus beeindruckend erzählt ist. Es fühlt sich auch gut recherchiert an, das eine oder andere ist ja noch aus dem Geschichtsunterricht hängen geblieben. Die Liebe zu Magdalena, wie sie in der Inhaltsangabe beschrieben wird, ist nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte.


    Der Klappentext versprach sehr viel, für mich ist es jedoch eine Enttäuschung. Daher vergebe ich drei Sterne!

    Inhaltsangabe:


    Claire Randall erlebt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ihre zweite Flitterwochen in Schottland, da sie ihren Mann acht Jahre zuvor kaum gesehen hat. Sie war als Krankenschwester an der Front und ihr Mann Frank beim Geheimdienst.


    Während Frank sich der Ahnenforschung hingab, erlebte Claire die Flora und Fauna, so auch einen ominösen Steinkreis. Gerade berührte sie einen Stein, da wird sie in eine andere Zeit geschleudet, über 200 Jahre zurück ins 18.te Jahrhundert. Und nicht nur das: Sie landet gerade in einem Gefecht zwischen englischen Soldaten und schottischen Clan-Mitgliedern.


    Kaum in der Lage, ihre Existenz zu erklären, lässt sich Claire mitreißen und trifft so auf den jungen Jamie Fraser, der schwer verletzt ist. Mit ihren Kenntnissen als Krankenschwester kann sie Eindruck schinden und so nehmen die Schotten sie mit zu den McKenzies. Claire ist sich durchaus bewußt, würde sie ihre gesamte Geschichte erzählen, würde sie der Hexerei angeklagt. Und so erzählt sie eine Geschichte, die ziemlich nah an der Wahrheit dran ist. Dennoch vertraut ihr wirklich niemand. Jamie Fraser läuft ihr immer wieder zu verschiedenen Angelegenheiten über den Weg und es erwächst sich daraus Freundschaft.


    Doch Jamie wird gesucht von den englischen Rotröcken, allen von von einem gewissen Jonathan Randall, ein entfernter Vorfahr ihres Mannes Frank. Und auch Claire wird von ihm gesucht, da dieser glaubt, sie sei eine Spionin. Um dem zu entgehen, heiraten Jamie und Claire. Und die Chance, in ihre Welt zurückzureisen, wird immer geringer, denn Jamie und Claire verbindet eine tiefe und leidenschaftliche Liebe. Als er sie jedoch in den Steinkreis führt und ihr die Chance gibt, sich zu entscheiden, ringt sie mit sich.


    Mein Fazit:


    Ein Buch, das schon seit Jahren in meinem SUB schlummerte. Und ich entdeckte erst jetzt, welches Juwell es ist.


    Die ersten Seiten waren nicht so besonders spannend, sie erzählt die Geschichte von Claire und Frank, wie sie ihre Flitterwochen erleben nach der langen Trennung während des Krieges. Spannung kam erst auf, als Claire in die Zeit zurück reiste und von einem Abenteuer ins nächste taumelt.


    Ich kann noch nicht einmal genau sagen, weshalb es mir so gut gefällt. Ich denke, es ist eine tolle Mischung aus Schreibstil (er wirkt natürlich, als würde die Autorin vor mir sitzen und es beim Lagerfeuer erzählen) und Handlung. Und die Autorin hat es in der Ich-Form geschrieben und auch das wirkte überzeugend, denn sie schreibt nichts, was Claire nicht wirklich erlebt hat oder ihr wurde es von den anderen Protagonisten erzählt. Die Geschichte hat viel Humor, besitzt aber auch viele grausame Erzählungen. Aber das gehört wohl auch einfach dazu.


    Und die Figuren sind allesamt sogar durchweg symathisch bis auf womöglich Jonathan Randall und Anhänger. Zugegeben, Jamie war mir nicht immer sympathisch (z. B. wo er Claire den Po versohlt hat), aber das muss man wohl der Zeit zuschreiben. Vor zweihundert Jahren herrschten eben noch andere Sitten! Die geschichtlichen Hintergründe wirken ebenso authentisch und die schottischen Gepflogenheiten wirken auf mich genauso glaubwürdig.

    Ich habe dieses Buch in einer für mich sensationellen Geschwindigkeit gelesen und ich werde mir auch noch die anderen Bände zulegen. Ich kann es 100%ig empfehlen, gerade für Fans der schottischen Kultur. Das Buch bekommt 5 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2009.

    Inhaltsangabe:


    Meteoriten-Einschläge, Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche suchten die Erde heim. Die Menschheit ist bis auf ein Minimum reduziert und die wenigen Menschen, die überlebten, müssen sich eine neue Heimat suchen.


    Die 17jährige Judy ist mit ihren kleineren Geschwistern Luke und Hope unterwegs, mit nicht mehr als den Kleidern auf dem Leib und bisschen Essbaren. Sie suchen eine neue Heimat, doch die Welt ist nicht nur grauer, sondern auch gefahrvoller geworden.


    Gerade sieht sie sich und ihre Geschwister in höchster Gefahr, als sie den 18jährigen Raphael kennen lernt. Doch auch er trägt eine Menge Gepäck mit sich herum und die Zukunft ist auch mit ihm durchaus ungewiss.


    Mein Fazit:


    Das Armageddon hat die Erde erreicht. Es gibt keine Zivilisation mehr, Strom- und Wasserversorgung sind zusammengebrochen und wo Meteoriten und Erdbeben kein Unheil angerichtet haben, brennen Feuer. Die Häuser sind verlassen und geplündert, vielerorts liegen Leichen an der Straße. Und wer die Naturkatastrophen überlebt hat, wurde krank oder beging Selbstmord, denn für viele Menschen ist die Lage einfach zu aussichtslos.


    Es gibt keinen Rechtsstaat mehr, es herrscht das Recht des Stärkeren und der Waffen. Die besonders Schutzbedürftige, z.B. Kinder, sind den vagabundierenden Gruppen schutzlos ausgeliefert und das wird auch Judy fast zum Verhängnis. In Notwehr muss sie einen Mann töten, denn sonst hätte er sie vergewaltigt und getötet. Ihre Liebe zu den Geschwistern ist Fluch und Segen zugleich. Sie lernen mit wenig auszukommen und nicht zu klagen, auch wenn die Lage immer aussichtsloser wird. Und sie lernen zu überleben.


    Judit Müller hat einen sehr interessanten Roman geschrieben über ein Endzeit-Szenario, der durchaus realistische Züge aufweisen könnte. Für mich ist es zwar unvorstellbar, in einer solchen Welt leben zu müssen, aber wer weiß schon, wie es wirklich sein könnte? Ich vermag es nicht zu beurteilen. Auf jeder Seite spürt man die Trostlosigkeit, die ein solches Szenario auslöst. Manchmal empfand ich es als zu bedrückend. Bei den Wanderungen, die Judy mit ihren Geschwistern durch das verwüstete Land machte, empfand ich es auch als etwas befremdlich, dass so wenige Menschen überlebt haben. Denn die Geschichte spielt in den USA und das Land ist so riesig. Es passte mir persönlich nicht richtig ins Bild, dass Judy auf so wenig menschliches Leben stieß.


    Es passieren natürlich auch einige dramatische Dinge in der Geschichte, aber zwischendurch erzählt die Autorin immer wieder von Momenten, die von Hoffnungslosigkeit und Resignation geprägt sind. Manchmal zog es sich auch ein bisschen an diesen Stellen.


    Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und die Landschaft gut beschrieben. Ich konnte mir ein gutes Bild von der Lage machen. Menschliche Abgründe tun sich auf und zeigen erschreckende Wahrheiten.


    Alles in allem ist es ein sehr interessantes Buch, dem aber das gewisse Etwas fehlt und mir stellenweise atmosphärisch zu düster wirkt. Vier von fünf Sternen vergebe ich und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Bay McCabe glaubt eigentlich, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen. Der Mittelpunkt ihres Lebens sind ihr Mann Sean und die drei gemeinsamen Kinder Annie, Billy und Peggy. Sie liebt ihren Garten über alles und pflegt mit aller Innbrunst die Freundschaft zur Seelenschwester Tara O’Toole. Doch zu Beginn eines Sommers gerät ihre Welt gehörig ins Wanken.


    Sean ist ehrgeizig, sportlich und erfolgreich in seinem Job als Vermögensverwalter in einer Bank. Seine Schwäche sind die Frauen, sein Boot und das Spielcasino. Eigentlich wollte er wieder zu dem Ehemann werden, den Bay kennen gelernt hatte, doch dazu gibt es keine Gelegenheit mehr. Just, als Bay Sean zu Hause erwartet, kommt ein Anruf aus der Bank, das Sean nicht zu einer Konferenz erschienen ist. Und eigentlich soll er Peggy vom Sport abholen. So sehr er auch seinen Job liebte, seine Kinder hat er zuvor nie vernachlässigt. Bay ist sofort innerlich alamiert und noch am gleichen Abend finden sich Spuren von einem Kampf und Blut auf Seans Boot. Für Bay bricht eine Welt zusammen und auch die Kinder müssen sich langsam mit der Tatsache vertraut machen, das Sean nicht so sehr der Mann war, den er vorgab zu sein glaubte.


    Als das FBI hinzu kommt, stellt sich heraus, das Sean und ein unbekannter Komplize Gelder veruntreut haben. Und Bay erfährt, das Sean offensichtlich eine neue Frau kennen gelernt hatte, denn in einer Notiz ist von „das Mädchen“ und dem Kürzen „ED“ die Rede. Bay findet aber auch längst vergessene Briefe. Diese hatte sie vor langer Zeit mit einem gewissen Dan Conolly getauscht, der ihre erste große Liebe war – vor 25 Jahren. Sie fragte sich, was Sean mit ihm zu schaffen hat und macht sich auf die Suche nach ihm. Und tatsächlich, Sean wollte Dan – einem Bootsbauer – ein Auftrag für ein neues Boot geben. Die Vorlage, ein Geschenk der ältesten Tochter Annie, ist in Conolly’s Werkstatt.


    Warum hat Sean das Modellboot Dan Conolly gegeben und wie sehr ist der Bootsbauer selbst in die Sache verstrickt? Und warum hört die Tochter Eliza Day Stimmen unter ihrem Fenster? Und wo befinden sich gewisse Gegenstände von den Opfern Sean McCabes?


    Mein Fazit:


    Ein wunderschöner Roman um die wichtigsten Themen dieser Welt, Liebe und Trauer, Tod und Leben. Sanft behandelt die Autorin diese gegensätzlichen Themen in einem überaus gefühlvollen Roman. Man weiß nicht, was wichtiger ist, die Liebesgeschichte zwischen Dan und Bay oder die Aufklärung des Fall’s Sean McCabe. Beides scheint irgendwie miteinander vereint zu sein und dennoch sind es zwei verschiedene Geschichten. Ich finde diesen Roman als sehr gelungen und kann ihn für einen langen Abend auf der Couch nur zu gerne empfehlen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Dezember 2005.

    Inhaltsangabe:


    Pride und Prudence Andros sind Vollwaisen. Ihre Mutter verstarb früh und der Vater, ehrenwerter Händler, versank mit seinem Schiff und seiner wertvollen Fracht in den Tiefen des Meeres.


    Aus Rache an den Piraten bestehlen die fast volljährigen Zwillinge als Nye und Haskell die Piraten im Hafen von Portsmouth Island. Damit versorgen sie ihre Großmutter und das schwarze Dienstmädchen Lillah. Die Inselbewohner und auch der Franzose Claude Delarouche glauben, Urias Andros habe sein Vermögen auf der Insel versteckt. Claude Delarouche wurde von dem Verstorbenen um sein Vermögen gebracht, daher hat er ein besonderes Interesse an den Zwillingen.


    Als Nye und Haskell verkleidet fallen sie dem Walfänger-Kapitän Gideon McNair in die Hände. Er bringt sie in sein Lager und läßt sie für sich arbeiten, um sie wieder auf den rechten Weg zu bringen. Während Pride bei der harten Arbeit zum Manne ranreift, wird Prudence’s Situation immer prikärer, denn niemand ahnt, das sie ein Mädchen ist. Prudence ihrerseits entwickelt leidenschaftliche Gefühle für den sonderbaren Kapitän. Als dieser hinter ihrem Geheimnis kommt, will er sie bestrafen. Doch das läßt die Gefühle und sein Verlangen auch nicht mildern. Werden sie zueinander finden?


    Mein Fazit:


    Ich bin es nicht gewöhnt, historische Romane zu lesen. Doch dieser zeigte mir, das diese Epoche sehr viele Reize hat. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, es ist spannend bis zur letzten Seite!


    Anmerkung: Die Kurz-Meinung stammt aus August 2004.

    Inhaltsangabe:


    Ruhrgebiet 1979: Selma, 17 Jahre alt und Türkin mit Herz und Seele, steht kurz vor ihrer ersehnten Hochzeit mit Ismet, als ihr Leben aus den Fugen gerät. Orhan, Sohn von entlassenen Mitarbeitern ihres Vaters, kann sie in einem unverfänglichen Moment entführen und raubt ihr die Ehre, ihre Fröhlichkeit und die Lust zum Leben.


    Mit Gewalt herrscht er über sie, hält sie in der Wohnung gefangen und manipuliert sie in jeder Sekunde. Den Kontakt zu ihrer Familie lässt er nicht zu. Als sie ihre Tochter zur Welt bringt, weiß sie, dass sie handeln muss. Doch sie braucht dazu Hilfe.


    Mein Fazit:


    Meine Eltern haben früher nicht mit Geschichten gespart, wenn es um die türkischen Gastarbeiter ging. Sehr viele Vorurteile wurden geschürrt, aber vieles stimmte auch einfach – so im Nachhinein betrachtet.


    Inzwischen bin ich erwachsen und habe mir schon mein eigenes Bild über meine Mitmenschen gemacht, die türkische Wurzeln haben. Es sind durchweg positive Erfahrungen gewesen, dennoch ist immer ein Rest Vorsicht geblieben.


    Das, was Selma in ihrer Geschichte schildert, hätte aber durchaus auch jedem deutschen Mädchen passieren können, wenn es in einer ähnlichen Familienstruktur aufgewachsen wäre. Jungs durften alles und die Mädchen mussten ihre Tugend bis aufs Blut verteidigen. Welche zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, die dort immer wieder geschildert wird und die Selma für sich auch so verinnerlicht hat.


    Die Geschichte ist bewegend, bestätigt das eine oder andere Klischee und Vorurteil, doch offenbahrt sich an manchen Stellen, das auch in anderen Kulturen nicht alles gedulded wird. Doch der Preis scheint dafür oftmals sehr hoch zu sein.


    Ich habe mit Selma gelitten, mich mit ihr gefreut und sie für ihren Mut und ihren Kampfeswillen bewundert. Es ist schon fast unmenschlich, was sie geleistet hat. Aber sie hat sich vom Schicksal nicht klein kriegen lassen. Es soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mehr als nur schwer ist, aus so einer Situation auszubrechen.


    Mit überzeugten und nachdenklichen fünf Sternen kann ich das Buch sehr empfehlen.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Als Halbwaisen wachsen die eineiigen Zwillige Olivia und Victoria Henderson auf dem Landgut Croton-on-Hudson auf. Ihr Vater Edward Henderson kann sie auch nicht auseinander halten, obwohl sie vom Wesen her sehr verschieden sind. Olivia ist eher die bescheidene, häusliche Person. Sie führt mit Hingabe und Perfektion den Haushalt ihres Vaters, während Victoria eher wild und unbezähmbar ist. Sie fährt heimlich Auto, raucht und möchte an der Frauenrechts-Bewegung teilnehmen.


    Während eines längeren Aufenthaltes in New York verliebt sich Victoria in den verheirateten Toby Whitticomb. Er hat den gefürchteten Ruf, sich an unschuldige Mädchen ranzumachen und mit ihnen zu spielen, bis er dann wieder zu seiner Frau zurückkehrt. Als die Affäre von Victoria und Toby public wird, kehrt Edward Henderson mit seinen Töchtern nach Croton-on-Hudson zurück. Um den Namen der Familie wieder herzustellen, soll Victoria Charles Dawson heiraten. Er ist Witwer und braucht eine Mutter für seinen Sohn.


    Nur schwer findet sich Victoria mit der Rolle ab und das erste Jahr der Ehe gleicht einem Fiasko. Als schließlich der erste Weltkrieg ausbricht, sieht Victoria ihre Chance: Sie geht nach Europ, während Olivia ihren Platz neben Charles Dawson einnimmt. Eigentlich sollte Olivia entrüstet sein, wäre sie nicht schon seit Jahren in Charles verliebt. Doch für Victoria wird eine Reise ohne Widerkehr.


    Mein Fazit:


    Das Buch ist sicher eine Abwechslung gegenüber den anderen Romanen dieser Autorin. Aber ich kann leider nicht sagen, das es mich besonders gefesselt hat. Ich finde, es zeichnet sich nur durch die verschiedenen Charaktere der Zwillinge aus, ansonsten ist es einfach zu sehr vorhersehbar. Ich hoffe, das die Autorin bald wieder spannendere Bücher schreibt.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2003.

    Inhaltsangabe:


    Jenny Johnson und Carter Dalton haben eine sichtbare Gemeinsamkeit: Sie erziehen allein ihre Töchter. Ansonsten sind unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Jenny eher der spontane und chaotische Typ ist, ist Carters Leben straff durchorganisiert.


    Dennoch leidet seine Tochter Tyffany an den Folgen der Scheidung und letztendlich auch am Tod ihrer Mutter. Deshalb sucht Carter Jenny auf. Jenny leitet den Sonnenschein-Club, eine Selbsthilfe-Gruppe für Kinder, die nur von einem Elternteil erzogen werden. Carter möchte seiner Tochter durch die Trauer helfen und sieht mit dem Sonnenschein-Club eine Chance.


    Jenny und Carter – eine sonderbare Komibination – finden sehr großen Gefallen aneinander. Ihre Verbidnung wird durch die innige Freundschaft ihrer Kinder unterstütz. Aber Carter hat Angst, seine Gefühle zu zeigen. Wird er es überwinden und zu seinem Glück stehen?


    Mein Fazit:


    Dieser Roman ist nichts Besonderes. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, als kenne ich die Geschichte schon. Es ist ohne einen nennenswerten Spannungsfaktor geschrieben und den Helden mag ich auch nicht sonderlich, der zu seiner Tochter „Milchgesicht“ sagt. Ein liebender Vater tut es meiner Meinung nach einfach nicht!


    Schade, es hätte mehr sein können!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2003.

    Inhaltsangabe:


    1966, Tulsa, Oklahoma: Der 14jährige Ponyboy Curtis wird von seinen Brüdern Sodapop und Darrel erzogen, nachdem die Eltern einen tragischen Unfalltod erlitten haben. Und die drei Brüder sind Greasers, die der unteren Schicht angehören und häufig kriminell sind.


    Ständig geraten sie mit den Socs aneinander, die reich sind und alles für sich beanspruchen.


    Als Ponyboy mit seinem Freund Johnny Cade einen Abend unterwegs ist, werden sie von den Socs angegriffen. Aus Notwehr ersticht Johnny einen Soc und sie fliehen zu Dallas, der bereits schon im Knast gesessen und deshalb viele Tricks und Ratschläge hat.


    Ponyboy und Johnny verschanzen sich in einer verlassenen Kirche und warten darauf, dass die Lage sich beruhigt. Doch dann gerät die Kirche in Brand und ein paar Kinder geraten in ernsthafte Gefahr.


    Mein Fazit:


    Diese Geschichte ist mir schon lange bekannt, ich habe den Film damals schon gesehen und fand sie sowohl tiefsinnig wie auch bezeichnend für die Mehr-Klassen-Gesellschaft, die sich bis heute gehalten hat.


    Man ist das, wo man reingeboren wird. Ist deine Familie vermögend, hat man alle Chancen der Welt. Gerät man jedoch in eine Familie, die außerhalb der Gesellschaft ein armes Dasein fristet, ist es schwer, sich der Fesseln zu entledigen. Die meisten schaffen es eher nicht. Dieses Bild wird von Ponyboy, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, untermauert. Einmal Greaser, immer Greaser! Familienbande werden groß geschrieben, aber der soziale Status garantiert nicht immer ein gutes Umfeld, das trifft auch auf die Socs zu. Nur haben sie andere Probleme: Langeweile, gleichgültiges Familienumfeld und kaum soziale Kompetenzen.


    Ponyboy muss mit seinen 14 Jahren schon eine Menge einstecken. Dennoch versucht er das Richtige zu tun – und zwar mit allen Konsequenzen. Und das ist sowohl bewundernswert wie auch tragisch.


    Der Sprecher Max Riemelt konnte mich bei diesem Hörbuch nicht mitreißen. Sein Vortrag klang oft monoton und langweilig. Es gab kaum eine nennenswerte Betonung und ich schweifte oft mit meinen Gedanken ab. Das finde ich sehr schade, denn Ponyboys Erzählungen sind eigentlich sehr eindringlich und authentisch.


    Obwohl mir die Geschichte selbst vier Sterne wert ist, kann ich dem Erzähler nur magere drei Sterne geben.

    Inhaltsangabe:


    Nathan Richardson ist mit dem Taback groß geworden. Als der Vater die Familie verlassen hatte, war Nate gerade mal 15 und schon das Familienoberhaupt über die Farmerfamilie. Sein ältester Bruder Gideon wird als Wunderkind angesehen und hatte somit die Möglichkeit, ein Studium abzuschließen und Wanderprediger zu werden. Als Gideon schließlich auch noch Lilly heiratet, Nates große Liebe, gibt es für Nate nur noch ein Ziel: Reich zu werden!


    Amerika um 1880! Der Bürgerkrieg ist lange zu Ende, und dennoch hat sich der Süden verändert. Und doch kämpft sich Francesca Standish auf ihrer Plantage ab. Sie betreut ihre Mutter, die geistig noch immer in der Zeit vor dem Krieg lebt (und in keinster Weise akzeptiert, das ihr Mann und ihr Sohn dort umgekommen sind). Einzig ihr Großvater bringt Francesca die Liebe und Aufmerksamkeit entgegen, die ihr gebührt. Ihr Großvater ist Erfinder und er hat viele Maschinen erfunden, aber nicht alles patentieren lassen. Nate Richardson hat von dem Erfinder gehört und sucht ihn auf, da er eine Maschine haben möchte, die Zigaretten herstellen könne. Denn seiner Meinung nach lag darin die Zukunft von Amerika! Er bekommt das Modell der Zigarettenmaschine, aber Francesca hat das Patent und gehen sie eine Partnerschaft ein: Er heiratet sie, damit er das Patent hat und sie möchte Kinder. Nate geht auf den Handel sofort ein und noch am selben Tag werden sie getraut. Doch Nate liebt Francesca nicht, sie ist älter, hat ein unscheinbares Wesen und scheint auch ansonsten nicht allzu viel bieten zu können, außer eine Lady aus dem Süden zu sein.


    Er bringt Francesca mit auf seine Farm, wo er noch weiter arbeiten muß, um mehr Geld für sein Unternehmen zusammen zu bekommen. Seine Frau hingegen wird in der Familie nicht gerade freudig empfangen und es gibt wenig, was Francesca dagegen tun kann. Als er dann später ein Landstück nach seinen Vorstellungen findet und mit seinem Plan beginnt, kann auch sie wieder glücklicher in die Zukunft sehen. Aus der kleinen Mühle am Bach in der Nähe von Durnham wird im Laufe der Jahre eine ganze Stadt. Und was braucht eine Stadt dringend? Einen Wanderprediger! Und somit kommt Gideon mit seiner Lilly nach Standish (nach Francescas Mädchennamen benannt!) und es scheint, als ob die Ehe das erste Mal in eine feste Krise gerät.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein sehr schöner Roman über die harte Arbeit und den errungenen Sieg. In diesem Buch wird auch von dem Charme der Südstaaten erzählt und ich interessiere mich immer mehr für diese Region. Einige Stellen in diesem Buch sind gewiß überflüssig, das gebe ich zu, aber ansonsten ist es leicht zu lesen, trotz der 540 Seiten. Ich habe noch einen weiteren Roman dieser Autorin, mal sehen, wie dieser sich so entwickelt! Dieser Roman ist jedenfalls wärmstens zu empfehlen!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus September 2004.

    Inhaltsangabe:


    Tess Hartley ist eine anerkannte Künstlerin, doch seit dem tragischen Tod ihres Mannes und ungeborenen Kindes vor zwei Jahren hat sie kein Bild mehr gemalt. Um wieder Zugang zu sich selbst zu finden, mietet sie sich auf der schottischen Insel Skye ein Haus an. Das es auf den Winter zugeht, sind die Einheimischen zunächst skeptisch ihr gegenüber.


    Eine weitere verletzte Seele kreuzt jedoch ihren Weg: Ian MacLeod, der Heer von Skye, der Erbe des MacLeod-Clans. Durch einen tragischen Unfall erlitt er sichtbare und tiefe Narben. Aus dem beliebten Playboy war ein verschlossener und mürrischer Mann geworden, der zudem von der Presse gehetzt worden war.


    Sie lernen einander als Nachbarn kennen. Doch ihre gegenseitige Anziehungskraft wächst. Als Ian sie aus dem Moor rettet und Tage und Nächte danach an ihrem Krankenbett wacht, wird ihm bewußt, wie sehr er sie begehrt. Schließlich schenken sie sich eine Nacht voller Leidenschaft und Ekstase, eher er für Wochen ins Krankenhaus nach Edinburgh muß, um sich weiteren Korrekturen zu unterziehen.


    Tess blüht in der dörflichen Gemeinschaft auf und verhilft den Menschen, sich ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie ist sogar so beliebt, das man es ihr nachsieht, das sie als unverheiratete Frau schwanger ist. Auch wenn sie kein Wort verlauten läßt, weiß doch jeder, das Ian MacLeod der Vater des Kindes ist. Und dieser ist nach seiner Rückkehr überglücklich über diese Nachricht.

    Doch Tess hat Angst. Sie möchte nicht noch einmal verlassen werden wie vor zwei Jahren und lehnt eine Heirat ab. Kann Ian sie doch noch von seinen Absichten und ehrlichen Gefühlen überzeugen?


    Mein Fazit:


    Dies ist ein Buch, was im erotischen Sinne sehr großzügig ist. Ich finde jedoch, das es diesem Buch gerade diesen Charme gibt. Man legt es nur ungern aus der Hand. Die politischen Hintergründe sind eigentlich eher dürftig beschrieben. Zumindest zu dürftig, um am Ende so wichtig zu werden, meiner Meinung nach. Dennoch ein Buch, welches ich dringend empfehle und wo mir sicher auch ohne grippales Fieber sehr heiß geworden wäre.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2003.