Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Die Freundschaften der Familie Main aus dem Süden und der Familie Hazard werden durch den beginnenden Krieg 1861 auf eine harte Probe gestellt. Nichts ist mehr so, wie es einst war. Im Verlaufe der Gefechte fallen die Würfel der Schicksale neu. Orry Main, inzwischen glücklich mit seiner langjährigen Liebe Madeline verheiratet, verrichtet im Kriegsministerium Dienst. Seine Schwester Brett ist inzwischen mit Billy Hazard verheiratet und wartet treu und voller Sehnsucht im Norden auf ihn.


    Ashton, mit James Huntoon, einem erfolglosen Anwalt, verheiratet, sinniert weiterhin nach Macht und Ruhm. Ihre Gier kennt keine Grenzen, das sie sogar Verrat begeht. Charles Main leistet seinen Dienst als Scout der Konförderierten-Armee und lernt in den Wirren des Krieges Augusta Barclay kennen.

    Die Familie Hazard sind ebenso eng mit dem Krieg verknüpft wie die Mains. George leistet seinen Beitrag im Waffenamt in Washington, während Billy Hazard als Pionier seinen Aufgaben nachkommt. Stanley Hazard, von seiner Frau Isabell beherrscht, mausert sich zu einem Politiker mit einer gewissen Macht und zu einem Kriegsgewinnler.


    Virgilia Hazard, eine starke Anhängerin der Abschaffung der Sklaverei, geht ebenso ganz eigenwillige Wege, um den Tod ihres farbigen Gatten O’Grady zu rächen.


    Mein Fazit:


    Von diesem Epos, wohl durch die Ausstrahlung der Mini-Serie voreingenommen, erwartete ich mehr von den persönlichen Aktivitäten der Familienmitglieder als vom Krieg. Die knapp 800 Seiten sind sehr detailgetrau geschrieben, aber wohl eher für einen Fan dieser Epoche gedacht. Mir waren die vielen Erzählungen über Generäle, Feldzüge und Schlachten einfach zu uninteressant.


    Daher hatte ich Mühe, dem Buch länger als eine halbe Stunde des Tages zu widmen. Die Verfilmung paßt nicht so sehr mit dem Buch überein, dennoch hat es mir in Bild und Ton besser gefallen!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2004.

    Inhaltsangabe:


    Die junge Marie ist schon ihr ganzes Leben lang herum gereicht worden. Nach dem Unfalltod ihrer Eltern wuchs sie bei verschiedenen Pflegeeltern auf, aber wirklich familiäre Nähe hat sie nie erfahren. Doch sie erhielt einen Hinweis auf ihre elterliche Herkunft und landet in einem Seniorenheim in Wiesbaden.


    Die recht eigenwillige, aber sehr liebenswerte Seniorin Betty hat es Marie angetan. Plötzlich taucht Jan auf und bringt Maries und Bettys Leben durcheinander. Ohne es zu ahnen ist er mehr mit ihrer Leben verknüpft, als Marie es ahnen kann.


    Zusammen mit ihrer Kollegin Gertrud machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und sie finden sie ausgerechnet bei Betty und in Norwegen.


    Mein Fazit:


    Ich liebe ja Geschichten, wo Vergangenheit und Gegenwart langsam miteinander verknüpft werden. Und diese Geschichte versprach auch so einiges. Immerhin wird dort ein wichtiger Teil unserer deutschen Geschichte behandelt, nämlich die Besatzungszeit der Deutschen in Norwegen während des 2. Weltkrieges.


    Es ist allgemein bekannt, dass gerade die Norwegerfrauen beim deutschen NS-Regime hoch angesehen waren. Sie stellten den Ursprung der arischen Rasse dar und die Soldaten wurden sogar ermuntert, sich mit den norwegischen Mädchen einzulassen. Wenn die „Deutschenmädchen“ es taten, hatten sie aber oft ein Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.


    Nach dem Ende des Krieges verloren sie die norwegische Staatsbürgerschaft, von deutscher Seite erfuhren sie auch nicht oft Hilfe. Wo die Kinder aus den Beziehungen geblieben sind, wurde verschleiert und vertuscht. Aufarbeitung fand nicht immer statt oder nur ungenügend.


    Die Folgen solcher Beziehungen werden hier nur am Rande beleuchtet. Lisbet und Oda, zwei Freundinnen, verlieben sich in deutsche Männer während der Besatzung. Beide werden schwanger und von den Lebensborn-Heimen aufgenommen, um in Ruhe ihre Kinder zur Welt zu bringen. Denn die Familien und das soziale Umfeld haben sie verstoßen, weil sie sich in deutsche Männer verliebt haben. In Folge dieser Spannungen passiert ein tragisches Unglück, was bis in die Gegenwart ausstrahlt.


    Auch wenn ich die Thematik durchaus interessant finde und die atmosphärische Erzählung genossen habe, so muss ich auch gestehen, dass es mir in einigen Teilen zu langatmig war. Gerade der Gegenwartsstrang war nicht ganz so, wie ich es mir gewünscht habe. Es zog sich manchmal hin und einiges wurde mir zu detailliert beschrieben, während anderes – meiner Meinung nach Wichtiges – zu knapp behandelt wurde.


    Die Figuren allerdings sind alle sehr liebevoll gezeichnet und ich konnte mich sehr gut in sie reinversetzen. Ich spürte die Liebe zum Land und zum Leben in Norwegen in jeder Zeile von Lisbets und Odas Leben.


    Daher ist mir das Buch nur vier Sterne wert. Da die historischen Ereignisse jedoch sehr authentisch wirken und wohl auch sind, ist es in jedem Falle lesenswert und lehrreich.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Luke Carey, ehemaliger Flieger im zweiten Weltkrieg, ständig pleite und immer auf Jobsuche, ist um so überraschter, als er eines Nachts einen Anruf erhält, das seine 13jährige Tochter Danielle den Liebhaber ihrer Mutter umgebracht haben soll. Er hat sie seit 6 Jahre nicht mehr gesehen, aber auch nur, weil Nora, seine erste Frau, es nicht wollte. Obwohl Luke gerade wieder mal seinen Job verloren hat und seine zweite Frau Elizabeth kurz vor der Niederkunft ist, fliegt er nach San Franzisko, um seiner Tochter beizustehen.


    Dort angekommen wird er mit seinen eigenen Vergangenheit konfrontiert und mit der Tatsache, aus dem kleinen Mädchen allmählich eine junge Dame geworden ist. Trotz der blutigen Tat, die sie begangen hat, ist sie überraschend beherrscht und berechnend. Nora, die Mutter des Mädchens, ist sehr darauf bedacht, die äußere Fassade der liebenden Mutter aufrecht zu erhalten, obwohl jeder merkt, das Dani sie nicht im geringsten interessiert.


    Luke wird allmählich klar, das mehr dahinter steckt als nur ein harmloser geschäftlicher Streit zwischen dem Ermordeten und Nora. Und auch allmählich wird ihm bewußt, wie sehr Dani ihrer Mutter immer ähnelt und das ein tiefes Problem in dem Mädchen verwurzelt ist: Große Verlassensangst … Wird Luke seiner Tochter vor Gericht helfen können? Wie wird er der Wahrheit auf die Spur kommen?


    Mein Fazit:


    Ich habe mich sehr durch dieses Buch gequält. Meiner Meinung enthält es viele stilistische Fehler. Wie kann es zum Beispiel angehen, das der Autor die Geschichte aus der Sicht des Luke Carey schildert, er aber auch von Dingen berichtet, wo er gar nicht zugegen war? Erst zum Schluß ist es einigermaßen interessant geworden. Ein Pluspunkt: Die Charakterstudie der Nora Hayden ist dem Autor glänzend gelungen und das gibt dem Buch ein kleines bißchen die Würze in dem doch recht trockenen Stoff.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2003.

    Inhaltsangabe:


    Ian und Jessica Clarke sind ein sonderbares Paar. Sie leben in San Franzisco und führen ein angenehmes Leben. Während Ian sich als Schriftsteller versucht, sorgt Jessica mit ihrer Boutique Lady J für den Lebensunterhalt. Für Jessie war es nie etwas Besonderes, im Gegenteil, dadurch, das sie Ian so eng an sich band, konnte sie ihre Verlustangst verdrängen. Sie hat vor einigen Jahren schon ihre Eltern und ihren Bruder verloren. Seither war Ian ihre ganze Familie und sie klammert sich nahezu an ihn.


    Doch ihre heile Welt wird mit einer unbedachten Handlung zerstört: Ian ist fremd gegangen. Wie Jessica es bereits ahnt, passiert es nicht zum ersten Mal. Doch nun wird er von der Frau Margeret Burton zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt und es kommt zur Anklage. Schon als er wegen dem ersten Verhör und den ersten Untersuchungen in Polizeigewahrsam bleiben muß, durchleidet Jessie die Hölle: Ihr Ian war nicht da und konnte sie trösten. Das er sie betrogen hat, spielt für sie nicht so sehr eine große Rolle.


    Jessie kämpft mit allen Mitteln, um die Kautionssumme zu bekommen, damit er wieder bei ihr sein kann. Schließlich kündigt sich der Prozeß an und trotz allem sieht es für Ian schlecht aus. Die ganze Zeit über scheint Jessie stark zu sein und sie ist voller Hoffnung, das die Angelegenheit bald vorbei ist. Doch es kommt noch schlimmer: Ian wird für schuldig gehalten.


    Für Jessie beginnt ein wahrer Albtraum und sie bekämpft ihre Verlustangst mit Medikamenten. Für eine ganze Weile durchlebt sie ihren Alltag wie durch einen Nebel und auch Ian geht es nicht gut, er muß bei den Besuchen mit ansehen, wie sehr seine Frau leidet. Schließlich streiten sie sich bei einem Besuch und werfen sich häßliche Dinge an den Kopf.


    Als sie einen Nervenzusammenbruch erleidet und von einer guten Freundin für einen Kurzurlaub fortgebracht wird, hat sie die Chance, sich von allem zu erholen und sie erkennt, das sie langsam erwachsen werden muß. Und dabei stellt sie fest, das ihre Liebe eigentlich keine Chance mehr hat. Tut sie es tatsächlich? Warum sonst wirft sie Ians Briefe ungelesen in den Papierkorb?


    Mein Fazit:


    Dies ist schon eines der älteren Romane von Danielle Steel und er hat mich doch sehr überrascht: Sie schrieb über ein Gerichtsdrama. Und dabei legte sie sehr viel Wert aufs Detail, als es um die Personenbeschreibung von Jessie ging. Von Anfang an war klar, das nicht die Vergewaltigung im Vordergrund stand, sondern die allmähliche und sehr schmerzliche Abnabelung Jessies von Ian.


    Ein Buch, was mich persönlich auch sehr bewegt, denn ich habe mit ähnlichen Ängsten zu tun und ich konnte mich sehr gut mit der Hauptfigur identifizieren. Ein Buch, was mitreißt und bis zur letzten Seite spannend ist.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Januar 2003.

    Mein Fazit:


    Mit meinem zweiten Lese-Abenteuer von der Autorin Ines Thorn habe ich mich wieder auf die Insel Sylt begeben. Anfang des 18. Jahrhunderts ist das Leben dort hart und für Witwen und Waisen noch einmal härter. Der örtliche Pfarrer ist noch eine Macht und wer einen anderen Glauben hat, wird verteufelt – auch wenn man ein bisschen nachhelfen muss, um der Gemeinde das zu beweisen.


    Jördis ist gerade 16 Jahre alt geworden und somit im heiratsfähigen Alter. Der Schmied Arjen schenkt ihr eine Hundewelpe und einen Kuss zum Geburtstag, was alle Welt zeigt, wem sein Herz gehört. Jördis ist überglücklich, doch sie ahnt nicht, wie stark Neid sein kann. Ihre Freundin Inge, die Tochter des örtlichen Pfarrers und nicht gerade mit Schönheit gesegnet, will Arjen ebenso haben und erpresst ihn, damit er die Verlobung zu Jördis löst und sie schließlich heiratet.


    In Zeiten, wo eine standesgemäße Heirat das Überleben sichern konnte, war es bestimmt keine Seltenheit gewesen, dass einstige Freundinnen zu Feindinnen wurden. Für Jördis tat es mir dennoch schrecklich Leid, denn sie hatte schon ihre Eltern auf tragische Weise verloren. Niemand sonst trug ihr aufgrund der Geschehnisse die Ehe an, so musste sie für ihre Großmutter allein sorgen. Und dass sie als Hexe gehalten wurde, fand ich einfach nur grausam – aus damaliger Sicht war es jedoch eine natürliche Reaktion. In mancher Hinsicht hat sich der Mensch bis heute nicht verändert.


    Mit einer bildhaften Sprache hat die Autorin die dramatischen Geschehnisse um Jördis, Inge und Arjen beschrieben. Ich konnte eintauchen in die raue Welt der Insel, mir in Gedanken den Wind um die Nase wehen lassen und wie Jördis die unruhige See betrachten. Es war spannend von der ersten Seite an und konnte mich mitnehmen. Alle Figuren wurden wunderbar gezeichnet und bekamen Platz für ihre Entwicklung. Das Ende war für mich etwas überraschend und kam auch etwas plötzlich.


    Es ist ein wunderbarer historischer Roman, der neugierig macht auf mehr. Begeisterte fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen!

    Inhaltsangabe:


    Amy Jane und Claire Chadwick sind unterschiedliche Schwestern. Während Claire die häusliche und zurückhaltende Pensionsinhaberin ist (und sie macht ihren Job als Gastgeberin hervorragend), treibt Amy Jane sich eher als Privatdetektivin herum und läßt sich von niemanden was gefallen. Ihren Beinamen „Sweet“ hat sie deshalb, weil sie das genaue Gegenteil von „süß“ ist.


    Max Armstrong, eine lokale Berühmtheit und ehemaliger Eishockeyspieler, taucht an dem Tag bei Claire und Amy Jane auf, als sie in ihrem Horoskop gelesen hat, das der Mann auftaucht, den sie nicht haben sollte. Doch Max hat ein Problem, auch wenn er es sich gar nicht eingestehen mag. Er bekommt ominöse Fan-Briefe.


    Amy Jane, notorisch pleite und begierig auf einen interessanten Fall, schickt ihre Schwester Claire, damit sie den Mann mit ihren Kochkünsten dazu bewegen kann, Amy Jane den Fall zu übergeben. Doch Max hadert: A. J. Chadwick ist eben eine Frau und eine äußerst attraktive noch dazu.


    Amy Jane beginnt mit den Recherchen. Dabei kommen sie sich langsam näher. Doch sie hat einen Grundsatz: Nichts mit Klienten anzufangen. Um so ungeduldiger wird Max, das sie den Fall endlich abschließt. Doch bis dahin wird der Fan ziemlich aufdringlich und zeigt sein wahres Gesicht.


    Mein Fazit:


    Die Geschichte ist ganz nett und die Autorin hat die Liebe zum Dateil bewiesen. Es ist auch mit viel Witz und Charme geschrieben. Aber dennoch empfinde ich ihn nur als mittelklassig. Die humoristischen Einlagen kamen mir manchmal so vor, als müßte man unbedingt an dieser Stelle lachen.


    Ein besonderes Merkmal dieses Buches: Die Autorin hat am Ende einen Brief an die Leser geschrieben und diese gebeten, ihr zu schreiben – Postadresse mit angegeben!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Januar 2003.

    Inhaltsangabe:


    1939 lernt die Amerikanerin Ruby den Franzosen Marcel Benoit in New York kennen. Sie heiraten und beschließen, ihr Leben gemeinsam in Paris zu verbringen.


    Kurz darauf bricht der Zweite Weltkrieg aus und damit verändert sich auch die Ehe. Wo vorher Liebe und Geborgenheit war, treten nun Einsamkeit und Geheimnisse an deren Platz. Die jüdische Nachbarsfamilie ist ihr hin und wieder ein Trost und deren Tochter Charlotte wächst Ruby ans Herz.


    Schließlich erleidet Ruby eine Totgeburt und Marcel verstirbt unter mysteriösen Umständen. Marcel hatte für den Widerstand gearbeitet und war nun aufgeflogen. Die jüdische Familie steht kurz vor der Deportation und Ruby nimmt die Tochter auf mit dem Versprechen, für sie zu sorgen.


    Eines Tages steht ein verwundeter RAF-Pilot vor ihrer Tür. Sie nimmt ihn auf, sich sehr wohl der Gefahr bewusst, die nun über ihrer kleinen Welt schwebt. In diesen schwierigen Zeiten entwickelt sich eine tiefe Bindung zu Thomas und zum ersten Mal seit langer Zeit hat Ruby wieder ein Gefühl von Hoffnung. Aber werden sie beide den Krieg überleben? Gibt es überhaupt eine Chance auf ein gemeinsames Leben?


    Mein Fazit:


    Kristin Harmel hat mal wieder eine wunderbare Geschichte geschrieben. Wir tauchen ein in die Wirren des Zweiten Weltkrieges, eine Kulisse, die nun mal oft für eine bewegende Liebesgeschichte verwendet wird.


    Doch dieses Mal ist es ein bisschen anders. Denn hier stehen die Gefahren deutlich im Vordergrund. Marcel Benoit hat, was man schon sehr schnell erahnen kann, für den Untergrund, den Widerstand, gearbeitet. Er schleust verletzte RAF-Piloten durch Frankreich, besorgt ihnen falsche Pässe und alltägliche Kleidung. Tagtäglich setzt er sein Leben aufs Spiel, um den verhassten Deutschen ein Schnippchen zu schlagen. Ruby lässt er dabei völlig außen vor, weil er glaubt, sie würde dem Ganzen nicht gewachsen sein.


    Sie hat auch erst mit der lieblosen Ehe zu kämpfen und dem Verlust ihres Babys. Sie steht es mit der jüdischen Nachbarsfamilie durch und Charlotte, die einzige Tochter, mag Ruby besonders gern. Doch als sie alles verloren zu haben glaubt und kaum einen Lichtblick sieht in der dunklen Kriegszeit, begegnet ihr Thomas. Thomas ist RAF-Pilot und hat sich verletzt. Er hat von dem Netzwerk gehört und schlägt sich nach Paris durch. Sein Zusammenbruch vor Rubys Tür kann sie aus ihrer tiefen Trauer holen. Sie übernimmt ohne nachzudenken die Aufgaben ihres Mannes und ist sich allen Gefahren bewusst, weiß, dass sie jederzeit von den Deutschen festgenommen und standrechtlich erschossen werden kann. Vielleicht gerade wegen dieser Gefahr entwickelt sich eine tiefe Liebe, die sie beide durch die Zeit trägt. Aber es ist ungewiss, ob beide den Krieg überleben und was wird dann mit ihren Lieben?


    Es ist wunderbar berührend und sehr atmosphärisch erzählt. Beim Lesen fühlte ich mich in die Zeit zurückversetzt. So oft habe ich schon Bücher aus dieser Zeit gelesen, aber selten habe ich die Figuren vor meinem inneren Auge beobachten können, wie sie litten, liebten, weinten und kämpften. Und wenn man das erste Kapitel gelesen hat, glaubt man zu wissen, wie es ausgeht. Davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Es kommt anders, als man denkt!


    Die Autorin hat bewiesen, dass sie sich in dieser Zeit gut auskennt, auch Paris. Schließlich hat sie selbst mal in der Stadt der Liebe gelebt. Die Geschichte ist lebendig und lässt doch sehr viel Freiraum für die eigene Phantasie. Genau die richtige Mischung. Zwar gibt es die eine oder andere Stelle, die vielleicht etwas langatmig anmutet. Aber das kann man durchaus verschmerzen, wenn man die Geschichte insgesamt betrachtet.


    Eine tolle Geschichte, die ich unbedingt empfehlen kann – begeisterte fünf Sterne von mir.

    Inhaltsangabe:

    von meiner Rezie der Printausgabe:


    München 1995: Anelija wurde in Bulgarien geboren und von ihrer Großmutter und Urgroßmutter aufgezogen, seit die Mutter in den Westen geflohen war. Im Alter von knapp 17 Jahren gelang ihr selbst die Flucht nach Deutschland.


    Inzwischen ist der Eiserne Vorhang gefallen und Reisen in die ehemaligen Ostblock-Staaten sind ohne weiteres möglich. Gemeinsam mit ihrem Freund Enno fährt sie nun in ihre alte Heimat zurück und sie beginnt sich zu erinnern, wie ihr Leben einst war: ärmlich, schmutzig und demütigend durch das Regime von Schiwkow, der in Anelija den neuen Menschen des Sozialismus gesehen hatte.

    Und Anelija erinnert sich auch, was sie fühlte, wenn die selten Briefe der Mutter aus Deutschland eintrafen: Sauberes Papier – sie roch der Duft nach Weiss.


    Mein Fazit:


    Wie man an der Rezie der Printausgabe unschwer erkennen kann, gefällt mir das Buch. Das Hörbuch zu dieser Geschichte zu hören ist praktisch ein Re-Read für mich. Daher brauche ich ja eigentlich nur noch auf die „Vertonung“ einzugehen.


    Und diese hat mir das Thema, nämlich diesen unmenschlichen Kommunismus, ziemlich eindringlich näher gebracht. Die Autorin hat es ja selbst vorgelesen und man spürt mit jeder Sekunde, die man ihr zuhört, dass sie mit vollem Herzblut und Emotionen dabei ist. Ich möchte fast sagen, durch das Hören wurde es für mich noch intensiver, noch klarer, wie sehr die Menschen und vor allen Dingen Anelija unter all dem gelitten hat. Betonung war perfekt und evtl. Pausen hat man kaum gehört und in einigen Momenten bekam ich eine Gänsehaut.


    Es war für mich ein großes Vergnügen, diese Geschichte von Stefanie Gregg zu hören. Ich kann es nur empfehlen!

    Inhaltsangabe:


    Meredith und Steven Whitman sind bereits seit 14 Jahren glücklich verheiratet. Gerade ihre verschiedenen Berufe und einhergehenden Lebensweisen macht ihre glückliche Ehe aus. Dr. Steven Whitman kämpft tagtäglich als Chirurg um die Leben anderer, während Meredith als Investment-Bankerin viel Geld verdient und oft tagelang unterwegs ist. Einen Wehmutstropfen gibt es allerdings schon: Steven wünscht sich sehnlichst Kinder, während Meredith ihren Beruf dafür zu strapaziös hält und es deshalb strikt ablehnt.


    Doch ihrer beider Leben verändert sich nachhaltig und einschneidend, als Meredith für die High-Tech-Firma Dow Tec den Börsengang arrangieren soll. Während der gesamten Zusammenarbeit mit dem Inhaber, Callan Cow, beginnen sie ein unzertrennliches Band der Freundschaft zu knüpfen. Dadurch wird der Börsengang zum vollen Erfolg.


    Während Steven weiterhin als vertretender Leider der Unfall-Chirurgie Leben rettet, macht Callan Dow nach Abschluß der Arbeit Meredith ein attraktives Angebot: Sie soll als seine Finanzchefin fungieren – in Kalifornien. Steven freut sich für seine Frau und unterstützt sie dabei. Doch mit der geplanten kurzweiligen Trennung ergeben sich ungeahnte Probleme und selbst Meredith weiß letztendlich nicht mehr, ob es eine gute Entscheidung war, Steven allein in New York zurück zu lassen.


    Mein Fazit:


    Dieses Buch ist nicht so sehr Danielle Steels beste Arbeit. Es fesselt einen nicht so sehr, wie man es von ihren Büchern gewohnt ist. Ich kann nicht genau sagen, warum. Vielleicht, weil wieder einfach zu viele Klischees drin sind und sich die Geschichte schon mehrfach in der einen oder anderen Form in ihren früheren Romane wiederholt hat.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Januar 2003.

    Inhaltsangabe:


    Ausgehendes 19. Jahrhundert: Felix Kannmacher wächst an der pommerschen Ostsee auf, mit einer psychisch erkrankten Mutter und drei Brüdern, die ihn immer wieder spüren lassen, dass er nicht zu ihnen gehört. Denn die Mutter hat ihn stets als Schlangenkind bezeichnet. Sein Vater, Schulmeister und Anhänger von Kant, gibt sein Bestes, um aus allen gute junge Männer zu erziehen.


    Einzig die Liebe zum Klavier hält Felix aufrecht und so erlebt er eine Odyssee an schicksalhaften Begegnungen, die ihn aus Freiwalde hinausführt und über halb Europa geleitet, während die politischen Ereignisse auch ihn und seine Lieben prägen.


    Mein Fazit:


    Eine Rezension zu dieser Geschichte zu verfassen ist für mich äußerst schwierig. Denn auf den 320 Seiten wird viel erzählt, fast schon in Stammtischmanier und doch ist alles nicht richtig greifbar!


    Viele Menschen nehmen Raum ein, die Felix‘ Leben mit bestimmen. Zwar erzählt das Buch die Geschichte der gesamten Kannmacher Familie, aber eigentlich wird ganz Freiwalde erwähnt. Ein kleines Örtchen an der Ostsee, das dem kulturliebenden Menschen kaum etwa bietet. Fast nach dörflicher Manier kennt hier jeder jeden.


    Der Erzählstil ist so, als würde mein Opa bei Kaffeetisch die abstrusen und haarsträubenden Anekdoten zum Besten geben. Kaum Dialoge begleiten den Leser. Ich hatte damit so meine liebe Mühe, lockert Dialoge doch die langen und ausschweifenden Sätze auf.


    Der Autor beweist große Erzählkunst, die ich so jedoch nicht richtig genießen kann. Daher vergebe ich drei Sterne und eine klare Lese-Empfehlung für diejenigen, die mit dieser Art des Erzählens keine Probleme haben.

    Inhaltsangabe:


    Nina Jones steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Was liegt da näher, als auf Ember Island in ihrem eigenen „Sternenhaus“ ihre Schreibblockade zu überwinden? Doch so schnell lassen sich die Schatten der Vergangenheit nicht abschütteln. Im Gegenteil: Eine Journalistin ist einer Fährte auf der Spur und führt sie nicht nur zu Nina.


    Die junge unglückliche Frau allerdings vergräbt sich nicht nur in ihrem Haus, sondern findet auch noch Tagebuch-Einträge als lose Blätter überall im Haus versteckt. Sie stammen von ihrer Vorfahrin Eleanor Hold, von allen Nell genannt. Ende des 19ten Jahrhunderts verliert Nell früh ihre Mutter. Das Leben erfährt eine entscheidende Wende, als die junge Gouvernante Tilly auftaucht. Doch Tilly hat auch Geheimnisse und eine tiefe Schuld zu tragen.


    Wird Nina doch noch ihr Buch und ihr eigenes Schicksal meistern? Und welchen Einfluss hat Nell auch heute noch auf Ninas Leben?


    Mein Fazit:


    Dies ist meine dritte Geschichte von der Autorin, die auch unter dem Namen Kimberley Freeman veröffentlicht. Eines ist noch auf dem SuB und ich freue mich, wenn ich mal Urlaub oder über die Feiertage Zeit habe, es mir dann greifen zu können.


    Zwei Geschichten habe ich jetzt als Hörbuch gehört und beide Male hat es Elena Wilms vorgelesen. Für mich gehören sie zusammen: Elena Wilms und die Geschichten von Kimberley Freeman. Eindringlich, warmherzig und voller Emotionen liest sie die Geschichten vor und es fühlt sich an, als ob eine geliebte Person ein Geheimnis verrät. Es wirkt sehr vertrauensvoll und doch hat es nichts Kitschiges an sich.


    Kimberley Wilkins hat die Landschaft von Australien wieder vor meinem inneren Auge entstehen lassen, mit dem Klima, der bedrückenden Atmosphäre eines Gefängnisses und der unglücklichen Liebe, die Tilly ereilte. Nein, keine unglückliche Liebe, sondern eine Ehe, die unter falschen Vorzeichen eingegangen wurde. Tilly wurde dabei sehr übel mitgespielt und was dann folgte, ist wirklich tragisch. Ich habe mit ihr gelitten und sie innerlich angespornt, aus der Situation auszubrechen.


    Selten kann mich eine Geschichte so mitreißen. Die dreizehn Stunden vergingen dabei auch wie im Fluge und trotz längerer Pausen dazwischen hatte ich keine Probleme, dem zu folgen. Gedanklich war ich immer wieder mit der Geschichte beschäftigt und vom Wunsch beseelt, sie möge nie aufhören. Gleichzeitig wollte ich wissen, was passiert. Paradox!


    Kurzum: Die Geschichten um Nina und Tilly haben mich gefesselt und Elena Wilms hat mich mit ihrer sehr sympathischen Stimme eingefangen. Das kann nur ein tolles Hör-Abenteuer mit einer klaren Fünf-Sterne-Bewertung sein. Es ist absolut empfehlenswert.

    Inhaltsangabe:


    Als Nastya 15 Jahre alt ist, wird sie Opfer eines Gewaltverbrechens. Ihre linke Hand wird so schwer verletzt, dass sie ihre vielversprechende Karriere als Pianistin begraben muss. Und seit sie sich an die Geschehnisse wieder erinnern kann, schweigt sie.


    Das letzte Schuljahr will sie in Florida bei ihrer Tante absolvieren, weg von zu Hause und weg von den Erinnerungen, die sie mehr und mehr zu erdrücken scheinen. Um sich ihre Umwelt vom Leibe zu halten, versteckt sie sich hinter einer Fassade voll Wut und Resignation.


    Doch ein Junge sieht mehr als nur das schweigsame Mädchen in den schwarzen Klamotten und Highheels. Josh hat auch schon einige Verluste erlitten. Durch den Unfalltod seiner Mutter ist er reich geworden, doch das kann seine Einsamkeit nicht wirklich heilen. Er will einfach nur noch seine Zeit auf der Schule absitzen, um dann in seiner Werkstatt an Holz arbeiten zu können. Dann lernt er Nastya kennen und seine Welt verändert sich mehr und mehr.


    Mein Fazit:


    Ja, zugegeben, es ist eine ungewöhnliche Liebesgeschichte. Schon allein deshalb, weil die zwei Hauptfiguren wirklich harte Schicksale erlitten haben. Man könnte nun meinen, das sei alles übertrieben, aber ich befürchte, solche traurigen Geschichten schreibt das Leben zur Genüge.


    Der Umgang mit den Schicksalen ist für mich allerdings zumindest bemerkenswert. Während ich mich mit Josh noch einigermaßen identifizieren konnte, hatte ich mit Nastya so meine Probleme. Ja, ihr wurde etwas Schreckliches angetan. Und nein, ich mag mir nicht vorstellen, wie es ist, wenn nicht nur die linke Hand, sondern auch noch der Unterleib kaputt ist und der Sinn des Lebens nur noch schwer zu finden ist. Aber mit dem Schweigen hat sie ihre Familie irgendwie indirekt bestraft, die sich alle Mühe gaben, ihr zu helfen und das finde ich einfach nicht richtig. Damit kam ich nicht wirklich gut zurecht.

    Die Art und Weise, wie sie es ausdrückte, war für mich auch manchmal schwer zu verstehen, aber gut, sie hatte sich einen dicken Schutzpanzer aufgebaut und der war fast zu 100% sicher. Nur sehr wenige Menschen konnten zu ihr durchdringen und das waren keine Familienmitglieder.


    Die Liebesgeschichte, die sich teilweise unnötig in die Länge zog, wird aus wechselnden Perspektiven von Nastya und Josh erzählt. Auch das konnte mich nicht wirklich begeistern. Allerdings muss man lobend erwähnen, dass alle Figuren wirklich Tiefgang und Charakter hatten. Sie wurden vielschichtig dargestellt und das ist ein großer Pluspunkt an der Geschichte.


    Trotzdem kann ich nur drei Sterne vergeben, denn ich konnte mich nicht damit identifizieren, wie Nastya mit ihrem Schicksal umgegangen ist.

    Inhaltsangabe:


    Fürth 1995: Nadia Schäfer steht in der Blüte ihres Lebens, hat gerade eine Scheidung hinter sich und die erwachsene Tochter studiert. Aus heiterem Himmel erhält sie einen Anruf von einem gewissen Karim, den sie noch nie zuvor gesehen hat.


    Obwohl Karim sie völlig überrumpelt, verliebt sie sich sofort in ihn und seine braunen Augen. Sie hat keine Ahnung, was ihn als tiefgläubigen Moslem ausmacht und doch heiraten sie bereits beim zweiten Treffen in Amsterdam vor einem Imam.


    Er hat schon eine Frau und drei Kinder, doch die Ehe besteht laut seiner Aussage nur noch auf dem Papier. Das frisch verliebte Paar schmiedet Pläne, in den Oman zu ziehen und sich dort ein neues Leben aufzubauen.


    Nadia verliebt sich an Anhieb in das Land, das auf sie eine besondere Wirkung ausübt. Aber der konservative Islam verlangt einiges von ihr ab. Am meisten jedoch verlangt die Viel-Ehe alles ab, denn Karim lernt eine weitere Frau kennen, die er gedenkt zu ehelichen.


    Mein Fazit:


    Hera Lind kann wirklich wunderbare Geschichten schreiben. Locker und flüssig geht es schon gleich los mit der ersten Bekanntschaft zwischen Nadia und Karim.


    Beim Lesen musste ich manchmal ungläubig den Kopf schütteln. Wie kann man als gestandene Frau so ein Wagnis eingehen? Wie kann man dazu verführt werden, seine eigene Identität und Kultur zu leugnen? Nadia selbst erfuhr in ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis ähnliche Reaktionen. Dennoch hielt sie an diesem Mann fest, der ihr trotz aller Unterschiede auch sehr viel Liebe und Geborgenheit gab. Auch wenn ich Nadias nahezu blinde Verliebtheit nicht nachvollziehen kann, so ist durchaus zu lesen, dass der Islam auch positive Aspekte hat, zumindest dann, wenn die Menschen sich daran halten.


    Ich hätte es nicht ausgehalten, wenn ich ganz ehrlich bin. So ganz allein in einem fremden Land, fremde Kulturen, ja, man versteht die Sprache ja noch nicht einmal. Und dann muss Frau sich auch noch verhüllen und darf noch nicht mal allein das Haus verlassen, geschweige denn, mit fremden Männern reden. So eine Kultur ist für mich sehr schwierig zu verstehen. Akzeptieren? Nur in engen Grenzen. Da prallten tatsächlich zwei verschiedene Kulturen aufeinander und wie Nadia das gemeistert hat, ist schon sehr bewundernswert.


    Ein Buch, das mich sehr bewegt hat, aber auch sehr nachdenklich stimmte. Ich bewerte es mit fünf Sternen und einer klaren Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Jerome, von allen Jem genannt, ist mit einer Gruppe Jugendlicher zum Austausch-Programm in die USA unterwegs. Schon am Flughafen lernt er Lucy und einige andere kennen.


    Das Flugzeug gerät unterwegs in Turbulenzen und schließlich muss der Pilot in Denver notlanden. Sofort wird allen klar, dass irgendetwas passiert ist. Schon beim Landeanflug sieht Jem, dass nirgends ein Licht brennt.


    Und offenbar gibt es auch keine Menschen mehr und die Gebäude wirken, als wären sie vor langer Zeit verlassen worden. Die Flora und Fauna erscheint üppig und in Denver herrscht schon fast subtropisches Klima.


    Es dauert eine Weile, ehe die Gruppe Jugendlicher mit den wenigen Erwachsenen erfahren, was passiert ist und selbst das scheint noch unfassbar!


    Mein Fazit:

    Das ist mal eine Dystopie nach meinem Geschmack.


    Zugegeben, wieder sind es Jugendliche, die irgendwie die Situation einschätzen und meistern müssen, aber der Background (Austausch-Programm) passt ja irgendwie dazu. Ein bunter zusammen gewürfelter Haufen Jugendlicher mit unterschiedlichen Talenten und Charaktereigenschaften landen im verlassenen Denver. Sie glauben eine Zeit lang noch, dass Hilfe unterwegs ist, aber mir als Zuhörerin wird schnell klar, dass keine Hilfe zu erwarten ist. So machen sie sich selbst auf die Suche nach Leben und Informationen.


    Mark Bremer hat es toll vorgelesen und die Betonung gekonnt eingesetzt. Aber ich bin mir nicht sicher, ob er allein alles vorgelesen hat. Es gab Stimmensequenzen von einem mysteriösen Lebewesen, die ich ihm nicht unbedingt abgenommen habe.


    Auch bleibt die Geschichte an vielen Stellen etwas oberflächlich. Man lernt nicht alle Akteure gut kennen und manche sind –wohl gewollt- unsympathisch. Nichts desto trotz ist es eine spannende Geschichte und die Erzählweise ließ vor meinem inneren Auge eine lebendige Welt entstehen.


    Ich bin gespannt, wie es mit dem nächsten Teil weitergeht. Der 1. Teil der Reihe bekommt vier Sterne von mir.

    Inhaltsangabe:


    Die neuen Nachbarn machen Ana Donavan neugierig. Als dann das kleine Mädchen Jessie Sawyer ganz vorwitzig durch die Hecke schaut, ist es um ihr Herz schon geschehen. Was macht es da schon aus, sich auch noch in den Herrn Papa zu verlieben? Nicht nur attraktiv steht er vor ihr. Er entpuppt sich auch noch als Kinderbuchautor mit einer Vorliebe für Feen und Hexen.


    Anas Herz wurde schon einmal gebrochen, als sie sich mit ihrer besonderen Gabe öffnete. Sie ist empathisch und kann mit ihrer Kraft (auch ohne Kräuter) Menschen heilen. Daher ist sie sehr vorsichtig, was Boone Sawyer angeht. Sie ist sich nicht sicher, ob er die Wahrheit verkraften kann.


    Doch alle Vorsicht hilft nichts: Als Jessie sich verletzt, muss sie alles geben, um das kleine Mädchen zu retten. Dabei sieht Boone, wozu sie ist fähig ist. Sein Glaube ist erschüttert.


    Mein Fazit:


    Meine Meinung zu dieser Geschichte kann durchaus kurz und knapp ausfallen, denn er ist eben ein typischer Nora Roberts-Roman, mit sehr viel Erotik und Mystik.


    Ihre Verwandten fehlen natürlich nicht und die doch relativ ernsthafte Geschichte bekommt einen leisen humorvollen Anstrich. In einer solchen Großfamilie zu leben stelle ich mir wunderbar vor. Bunt und voller Überraschungen! Alle sind irgendwie magisch und das wird voll ausgekostet. Ein gewisser Einfallsreichtum ist der Autorin durchaus anzumerken.


    Eine wunderbare Geschichte über die Liebe zum Leben im Allgemeinen und Magie im Besonderen. Wunderbar romantisch und verzaubernd. Fünf Sterne bekommt es von mir und eine klare Lese-Empfehlung!

    Mein Fazit:


    Da ich über dieses Buch einige sehr positive Rezensionen gelesen habe, ging ich mit einer gewissen Erwartungshaltung heran. Schließlich wird nicht sehr oft auf die Zeit nach dem Krieg eingegangen.


    Die Autorin hat vor meinem inneren Auge die zerbombte Landschaft in den Großstädten sehr gut beschrieben und eine beklemmende Atmosphäre herauf beschworen. Vieles funktionierte noch nicht und es gab noch immer nicht alles, was der Mensch brauchte. Dennoch begann sich die Politik im Land wieder zu regen, das Grundgesetz wurde ausgearbeitet, die Entnazifizierung ging weiter voran und die Menschen schöpften wieder Mut und Hoffnung nach dem ganzen Elend des Krieges.


    In dieser Zeit agierten die Journalisten Vera und Jonathan. Verbunden durch eine innige Freundschaft und der Überwindung von tiefen traumatischen Erlebnissen versuchten sie –jeder auf eigene Weise – den Krieg hinter sich zu lassen. Während Vera das Thema Krieg am liebsten vergessen möchte, drängt Jonathan auf schonungslose Aufarbeitung, was ihm letztendlich zum Verhängnis wird.


    Die Erzählung der Geschichte wechselt sehr häufig. Im Grunde habe ich kein Problem damit, aber bei diesem Roman hat es mich manchmal gestört. Einerseits wird Veras abenteuerliche und zum Teil gefährliche Recherche-Reise erzählt. In Rückblicken kommt Jonathan zum Vorschein, wie er seine große Liebe kennen lernt und gleichzeitig bei verschiedenen Menschen unangenehme Fragen stellt. Ich hätte mir da an der einen oder anderen Stelle eine andere Erzählweise gewünscht, ich bin da einfach ein bisschen gestolpert.


    Die Dramatik der ganzen Geschichte wird erst zum Ende wirklich deutlich, denn die Autorin hat eine historische Person geschickt in ihre fiktive Geschichte eingebaut. Das finde ich sehr gelungen. Die Autorin hat alle Figuren sehr gut ausgearbeitet und genügend Raum gegeben, so dass ich sie gut kennen lernen konnte.


    Insgesamt ist es jedoch ein sehr spannender Roman, der mir verdeutlicht hat, dass es den Menschen nach dem Krieg noch lange nicht gut ging. Vier Sterne vergebe ich gerne und spreche eine Leseempfehlung aus.

    Inhaltsangabe:


    Peg Donlon wächst im frühen 20. Jahrhundert auf dem irischen Land auf. Ihr Vater stirbt früh, doch er hat im Testament vermacht, das sie eine akademische Ausbildung bekommen soll, während ihr Bruder die Farm erhält und damit ihre Ausbildung finanzieren soll.


    Im Internat lernt sie Mary und Cissy kennen, beide stammen aus Ballyharris. Sehr schnell freundet sie sich mit den beiden Mädchen an und sie besuchen einander in den Ferien. Als Peg das erste Mal den Berg „Knockshee“ und das Gut „Glenallen“ entdeckt, spürt sie sofort eine geheimnisvolle Aura um diesen Ort. Auch die Geschwister Harriet, Peter und Brian Fitzallen, die auf dem Gut wohnen, kommen ihr sonderbar vor, was Peg aber auf die Privilegien der reichen Familie schiebt. Sie bemerkt auch schnell, das ihre Freundinnen in irgendeiner Weise mit Glenallen verbunden sind, sie wollen sie jedoch nicht genau in das Geheimnis einweihen.


    Während ihrer Universitätszeit in Gallway kommt Peg mit Brian Fitzallen, dem jüngsten der drei Geschwister, näher. Als sie später heiraten, müssen sie nach Glenallen zurückkehren, da seine Mutter erkrankt ist. Doch da erst beginnt für Peg ein langer Leidensweg und es sieht lange so aus, als ob sie sich nie von Glenallen befreien könnte.


    Mein Fazit:


    Ein wunderschöner mysteriöser Roman um Sagen und Legen eines eigentümlichen Berges und Gut. Konservativ und doch spannend beschrieb die Autorin die Geschichte um Peg, die sie in einer faszinierenden Ich-Form dastellt. Das Buch hat eigentlich alles: Ein bißchen von Leidenschaft und Liebe, etwas Historisches und Mysteriöses. Wärmstens zu empfehlen, wer diese Mischung mag.


    Anmerkung: Die Kurz-Rezension stammt aus Februar 2004.