Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Der Schäfer George Glennkill wird eines Tages tot aufgefunden, mit einem Spaten in der Brust! Seine Schafe, eine inzwischen seltene Rasse, stellen dies pragmatisch fest. Allen voran Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, läßt dieses Ereignis nicht los, so hatte George sie doch liebevoll behandelt.


    Doch der Tot von George lockt plötzlich viele Menschen auf die Weide. Den Metzger, Gott, Georges Tochter und viele andere, die sie vorher noch nie gesehen hatten. Mit ihrem Erfindungsgeist und ihrem natürlichen Verständnis gehen sie den Dingen auf den Grund und entdecken dabei, das sie noch viel mehr können als nur grasen und blöken.


    Mein Fazit:


    Ein Buch der besonderen Art!


    Die einzelnen Schafe haben eine besondere Begabung, einen markanten Wesenszug und sind überaus menschlich in ihren Reaktionen. Das Verständnis der Schafe ist sehr leicht nachvollziehen, da es einfach und unkompliziert ist. Die beschriebenen Reaktionen laden zu köstlichen und humorvollen Momenten ein, machen sie sympathisch und man kann die Schafe einfach nur liebhaben.


    Zwar ist es als „Schafskrimi“ deklariert, ich würde es aber auch in die Sparte „Humor/ Satire“ packen. Denn der Krimi ist eigentlich eher nebensächlich. Stellenweise war das Buch etwas langatmig, wenn auf die einzelnen Lebensgeschichte der Schafe eingegangen wurde. Und die vielen Personen, die plötzlich auf der Weide auftauchten, konnten den Leser sehr schnell verwirren.


    Aber alles in allem ist es ein Buch, das ausschließlich zur Unterhaltung dient. Wer Tiere mag, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus März 2008.

    Inhaltsangabe:


    Jeremias Katoen, Amtsinspektor, lebt im Amsterdam im Jahre 1671. Die goldenen Zeiten der Tulpen sind schon lange vorbei und es droht ein Krieg mit Frankreich und England.


    Umso ungewöhnlicher ist es, das er mit den Ermittlungen der „Tulpen-Morde“ beauftragt wird. Immer am Montag nach dem Treffen der „Verehrer der Tulpe“ geschieht ein Mord an einem hochangesehen Herrn. Die Tulpen-Morde sind deshalb so seltsam, weil der Tote jedes Mal ein Blatt einer schwarzen Tulpe in der Hand hält.


    Jeremias Katoen macht sich auf die Suche nach dem Tulpen-Mörder und dringt dabei immer tiefer in die Kreise der Tulpen-Verehrer ein, die alle irgendwie ein Geheimnis tragen. Wird Jeremias das Rätsel um die schwarze Tulpe lösen? Wird er den Mörder finden?


    Mein Fazit:


    Mit diesem Buch habe ich endgültig festgestellt, das historische Krimis nicht so ganz mein Genre sind. Und dabei bedaure ich es außerordentlich, denn ich war zur Lesung zu diesem Buch zugegen. Diese Lesung aus dem Buch war für mich wesentlich viel versprechender als das Buch selbst.


    Zu Gute muss man halten, das der Autor das Amsterdam der damaligen Zeit wirklich schön beschrieben hat, mit all seinen Eigenheiten und Besonderheiten. Auch die Sprache ist durchaus angemessen und das soziale Leben ist in all seinen Facetten beschrieben.


    Dennoch hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Roman: Zuviele Personen spielten eine Rolle, gelegentlich musste ich mal Stellen nachlesen. Es gab mehrere Handlungsstränge, die sehr fein miteinander verwoben waren und mich auch zuweilen irritierten. Zu meiner Entschuldigung muss ich allerdings gestehen, das ich das Buch sehr oft unterbrochen habe, da einige andere Leseprojekte kamen. Wäre das nicht gewesen, wäre mein Urteil womöglich etwas besser.


    Insgesamt gesehen ist mir das Buch 3 von 5 Punkten wert.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2009.

    Inhaltsangabe:


    Clare Wingate stammt aus gutem Haus, ist 33 Jahre alt und Schriftstellerin von Beruf. Einzig um ihr Liebesleben ist es nicht gut bestellt. Gerade musste sie ihre Verlobung mit Lonny auflösen, da er sich im begehbaren Wandschrank vom Servicetechniker begatten ließ und sie sie dabei erwischte.


    Sebastian Vaughan kennt Clare schon seit ihrer Kindheit. Damals hat er sie jedoch mehr geneckt als gemocht. Schließlich haben sie sich Jahre nicht gesehen, als Clare am morgen nach der Hochzeit ihrer besten Freundin neben ihm im Bett erwacht – in einem Hotel. Völlig verzweifelt und verstört verläßt sie das Hotel und hofft, das sie ihn bald vergessen kann.


    Aber Sebastian hat noch ganz andere Pläne. Er besucht seinen Vater, Leo. Leo arbeitet für Clare’s Mutter im Garten und so passiert es zwangsläufig, das sie sich immer wieder treffen. Beide spüren eine gewisse Anziehungskraft, aber Clare’s Herz ist noch zu sehr verletzt und Sebastian muss den Nachlass seiner Mutter verwalten und die Beziehung zu seinem Vater wieder kitten.


    Können sie lange ihrer Anziehungskraft widerstehen? Wie wird das Umfeld auf das Paar reagieren? Wird Clare’s Herz wirklich heilen können?


    Mein Fazit:


    Spritzig und erotisch!


    Mal eine leichte Lektüre. Es tat gut, diesen Roman zu lesen. Er bot Unterhaltung pur und stellte an den Leser keine besonders hohen Ansprüche. Es genügte einfach, sich zurück zu lehnen und beim Lesen sich das tolle Paar vorzustellen, das umeinander kreiste wie die Katzen um den heißen Brei.

    Die Autorin hat dem Helden Sebastian dabei sehr viel Tiefgang verliehen. Er war mir sehr sympathisch und hatte durchaus nachvollziehbare Veränderungen durchgemacht. Clare hingegen war stocksteiff und immer darauf bedacht, perfekt auszusehen.


    Es war eine sehr schöne leichte Lektüre, ich hoffe, das ich bald wieder so etwas lesen kann!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2008.

    Inhaltsangabe:


    Paris 2014: Monsieur Cho lebt ein ruhiges und beschauliches Leben in der Stadt der Liebe, nachdem er jahrelang vergeblich versucht hat, seine Herzensdame, Emilie Berwanger, dort wieder zu finden. Monsieur Cho ist ein Meister des Tees und er konkurriert mit der Tee-Dynastie der Berwangers.


    Sein Leben gerät aus den Fugen, als eines Morgens eine junge Frau in sein Kontor tritt und zu ihm sagt, er sei ihr Vater. Lin Berwanger, Erbin der Dynastie, verschwindet dann von einem Moment auf den anderen. Die Mutter, Emilie, war bis vor kurzem noch schwer krank, doch auch diese ist plötzlich unauffindbar.


    Monsieur Cho macht sich auf die Suche nach seiner Familie und entdeckt dabei ein grausiges Familiengeheimnis.


    Mein Fazit:


    Anja Jonuleit schreibt wirklich sehr interessante Romane. Schon „Rabenfrauen“ hat mich sehr für sich eingenommen.


    Allerdings war der Anfang nicht ganz einfach. Die Zeiten wechselten sehr häufig, es waren nur kurze Abschnitte, wo man die jeweilige Hauptfigur ein wenig kennen lernen konnte. Bei Monsieur Cho blieb es bis zum Ende so, dass man ihn auch nach den vielen Zeilen nicht richtig einordnen konnte. Er war für mich emotional nicht richtig greifbar!


    Allerdings werden die Persönlichkeiten der Familie Berwanger schon gut beschrieben, gerade mit Emilie litt ich sehr, denn sie fühlte sich von ihrer Mutter bevormundet. Sie sollte in den Familienbetrieb mit einsteigen, allerdings schlug ihr Herz für die Kunst. Mit diesem Konflikt kam sie nur schwer zurecht und sie flüchtete sich in Drogen. Emilie wurde schließlich nach China abgeschoben, wo sie unter einfachen Verhältnissen wieder zu sich finden sollte. Und dort lernte sie Monsieur Cho kennen und lieben. Diese Verbindung, so weit weg von Heimat, hatte jedoch tragische Folgen bis in die Gegenwart.


    Wie schon erwähnt, war der Anfang nicht ganz einfach. Aber als ich mich dann damit arrangierte und reingefunden hatte, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte wissen, was passiert war, das Emilie und Lin fast zerstört hatte. Irgendwann hatte man eine Ahnung, aber die Gewissheit war eigentlich noch viel entsetzlicher. Die Erzählart mit den wechselnden Zeiten trieb sogar die Spannung voran, das muss man so sagen. Letztendlich bleiben auch am Ende keine Fragen offen.


    Für mich ganz klar ein fünf Sterne Buch mit einer deutlichen Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Kripochef Bergmann will eigentlich nur Besorgungen machen, als an einem Samstagvormittag das Modeschmuckgeschäft „Engelsgleich“ überfallen wird. Heimlich kann er seinen besten Ermittler Jan Tommen informieren, doch der Überfall wirft mehr Fragen auf. Es werden keine Wertgegenstände mitgenommen und im Keller wird kräftig gebohrt, anschließend mit Napalm alles verbrannt.


    Jan Tommen beginnt sich zu fragen, was wirklich hinter dem Überfall steckt. Es fand keine Geiselnahme und auch kein Raub statt. Seine Spuren führen zum früheren Besitzer, der jedoch auch nichts mehr beitragen kennen, denn er wurde offensichtlich kurz dem Überfall ermordet.


    Offenbar kann die Halbschwester des Toten etwas beitragen. Denn sie hat drei Namen, die in irgendeiner Weise mit dem Tod ihres Bruders und dem Überfall auf das „Engelsgleich“ zu tun haben. Aber fast zu spät bemerken er und seine Kollegen Chandu, Max und Zoe, dass sie in ein Lügenkonstrukt gezogen werden, dessen Spuren bis in die Stasi-Zeit der DDR reichen.


    Mein Fazit:


    Nun, eigentlich mag ich die Krimi-Reihe ganz gern. Auch wenn ich offiziell wenig Krimis oder Thriller lese, so habe ich an den Ermittlern im Team von Bergmann doch Gefallen gefunden. Ein bisschen voller Klischee, aber dennoch amüsant und spannend.


    Bei diesem Band war die Luft raus. Ich kam sehr schwer in die Geschichte rein, obwohl es gleich zu Anfang recht klar war, was da abging, bis auf die Hintergründe vielleicht. Und diese Verwirrung blieb auch im weiteren Verlauf, denn es flogen Namen umher, Agenden wurden erzählt und irgendwann kam ich da nicht mehr so ganz mit. Auch die Auflösung des Falles fand ich nicht so gelungen. Es ging nicht nur um Stasi-Akten, sondern auch um eine persönliche Rache, die leider nur unzureichend beleuchtet wurde.


    Es ist auch ein neuer Erzähler, der mit seiner tiefen Stimme dem vorherigen ziemlich ähnelt. Manche Betonung wirkte nicht ganz so geglückt, denn in den Dialogen wurden die Rollen auch mal vertauscht, so erschien es mir zumindest. Davon abgesehen hat Oliver Schmitz durchaus eine interessante Stimme.


    Die Bände können einzeln gelesen bzw. gehört werden, denn sie sind abgeschlossen. Aber das eine oder andere private Detail taucht doch auf und um das besser zu verstehen, ist die richtige Reihenfolge der Bände schon wichtig.


    Nein, dieser Teil der Reihe war für mich nicht ganz so gelungen, vielleicht war es auch die falsche Zeit. Ich kann nur drei Sterne vergeben und hoffen, dass es beim nächsten Band wieder besser ist.

    Inhaltsangabe:


    Die 19jährige frisch verheiratete Gwendolyn Hooper reist zu ihrem Mann Laurence in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Ceylon nach. Er besitzt dort eine Teeplantage und kann seiner jungen Frau ein Leben in Wohlstand und Sicherheit bieten.


    Doch kaum ist sie auf der Insel angekommen, ist das Leben nicht mehr so unbeschwert, wie sie es sich erträumt hat. In der Villa schwebt der Geist der früheren Mrs Hooper, die auf mysteriöse Art ums Leben kam, genauso wie der kleine Sohn. Die Schwägerin Verity nimmt ihren Bruder fast wie eine Geliebte ein und eine unkonventionelle Amerikanerin hat es ebenfalls auf Laurence abgesehen.


    Immer wieder erscheint ein liebenswürdiger und freundlicher Singhalese, der von Laurence allerdings auch nicht gern gesehen wird. Und nach einer durchgefeierten Nacht auf einem Ball wird Gwen schwanger. Sie freut sich auf das Kind und Laurence kann sein Glück nicht fassen.


    Gwen bringt schließlich Zwillinge zur Welt und binnen Minuten muss Gwen eine folgenschwere Entscheidung treffen.


    Mein Fazit:


    Der Roman war schon eine ganze Weile auf meinem SuB. Das Cover und der Plot hatten mich magisch angezogen, es berührte mich innerlich. Allerdings ist dies eines der Fälle, wo die Verpackung mehr verspricht als Inhalt.


    Die Autorin hat es sich nicht nehmen lassen, die Insel Ceylon, heute Sri Lanka, zu beschreiben. Das war ja ganz gut und schön, aber manchmal verlor sie sich ein wenig darin. Es passierte allgemein zwischendurch wenig, außer vielleicht das angespannte Verhältnis zwischen Kolonialherren und Einheimischen. Da offenbarte sich die menschenverachtende Politik des britischen Empire. Ein Kapitel, das fast jede europäische Seefahrer-Nation geschrieben hat: Die Kolonialisierung und der Versuch, die einheimische Bevölkerung zu unterdrücken. Es gelang ihnen ja nur bedingt! Unruhen und politische Prozesse fand auch in diesem Buch Erwähnung, gehörte aber nur zum kleinen Teil zur Geschichte.


    Gwen wird über die erste Mrs. Hooper nicht die Wahrheit gesagt. Warum sie einen erweiterten Suizid beging. Laurence hätte seine Frau einweihen müssen, aber aus Angst, sie zu verlieren, tat er es nicht. Durch dieses Schweigen wurden Schicksale bestimmt, die großes Leid erfuhren und womöglich wäre der Lauf der Dinge anders gewesen. Sie selbst hat sich eine kaum zu ertragende Bürde aufgeladen, das war deutlich in den Zeilen zu spüren. Da hatte sie mein ganzes Mitgefühl.


    Die Auflösung des Geheimnisses kam für mich überraschend, das war eindeutig ein Pluspunkt. Meist hat man ja immer so eine Ahnung und in den überwiegenden Fällen passt es auch. Aber bei dieser Geschichte kam ich nicht auf das Offensichtliche.


    Aber immer wieder gab es Passagen, die für mich zu detailgetreu, zu genau beschrieben wurden. Es zog sich oft hin. Gelegentlich kam mir in den Sinn, das Buch abzubrechen, aber dann hätte ich mich selbst um die Auflösung gebracht.


    Trotz der positiven Dinge kann ich dem Roman nur drei Sterne vergeben. Schade, es klang so vielversprechend.

    Inhaltsangabe:


    Juna ist fort und zurück bleibt Gwen, die es nach wie vor nicht begreifen kann, warum Juna sie wegen einem Mann –nämlich den Mönchen David- verlassen hat. Es beschäftigt sie so sehr, dass sie ihre Prüfung zur Heilerin vermasselt.


    Logan macht seinem Clan alle Ehre. Mit List und Cleverness kann er das jährliche Turnier gewinnen und macht seinen Vater Gunnar und den Bruder Dachs stolz. Doch der Sohn des Warlords, Cedric, will ihn zu sehr für sich vereinnahmen. Dabei hat Cedric nicht viel Gutes im Sinn. Dieser trachtet offen nach der Macht seines Vaters.


    Gwen wird mit einigen Kriegerinnen auf eine hoffnungslose Mission geschickt. Diese endet abrupt in der Kanalisation, als ihnen die „Bleichen“ begegnen: Menschliche Mutationen, die sich zu kanibalistischen Bestien verwandelt haben und jegliche zivilisierten Wesenszüge verloren haben. Logan kann zufällig Gwen aus einer brenzligen Situation retten und nimmt sie mit nach Hause. Logan entwickelt langsam Gefühle für die hübsche junge Frau, weiß aber nicht, wie er damit umgehen soll.


    Gwen jedoch erregt Aufsehen im Clan, gerade Cedric scheint es auf sie abgesehen zu haben. Sein Vater unterschätzt die Situation und es gerät außer Kontrolle. Kann Logan Gwen außer Gefahr bringen? Wird er sich zu ihr bekennen?


    Mein Fazit:


    Es geht weiter im verbotenen Eden, wobei das noch nicht einmal erreicht wurde. Wir sind immer noch in einem Land, wo sich männliche und weibliche Gruppen einander feindlich gegenüber stehen. Fanatismus verhindert die Veränderung, die in der Luft liegt. Denn einigen Menschen wird klar, nach 65 Jahren hat das Virus, dass für die radikale Trennung der Geschlechter sorgte, seine Wirkung verloren.


    Die erste Hälfte des Hörbuches zieht sich ein bisschen in die Länge. Das Leben der zwei Hauptfiguren wird eingehend beleuchtet, was sicher sehr interessant ist, aber es hätte deutlich verkürzt werden können. Dieses Mal hat der Autor eine Welt beschrieben, die zwar von den Männern dominiert wird, wo Frauen aber durchaus geduldet werden; als Sklavin. Sie haben keinerlei Rechte und sind nur dazu da, den Männern zu dienen, was auch immer damit gemeint ist. Familienstrukturen gibt es eher sporadisch, wenn Männer Babys finden und sie allein großziehen. Es sind dann jedoch ausschließlich Söhne.


    Gwen, Junas ehemalige Lebensgefährtin, ist enttäuscht und hadert mit der abrupten Trennung. Sie kann nicht verstehen, wie ihre Freundin sich plötzlich einem Mann zuwendet. Erst im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und ihre Seele heilt. Schließlich kann sie sehr wohl erkennen, warum Juna mit David geflohen ist. Die Ereignisse in Logans Stadt tun ihr Übriges dazu und es entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Aber in diesen Zeiten, wo Fanatismus über den gesunden Menschenverstand herrscht, gibt es kaum eine Aussicht auf ein friedvolles Leben. Oder doch?


    Wie schon erwähnt, die erste Hälfte des Hörbuches zog sich etwas in die Länge, es passierte zwar etwas, aber der Sinn erschloss sich mir nicht sofort. Erst in der zweiten Hälfte wurde es spannender und auch düsterer. Da vermischt sich die Welt mit dem ersten Teil der Reihe, die doch etwas anders – radikaler – dargestellt wurde. Auch einige Gegenspieler tauchen wieder auf, die mir nach wie äußerst unsympathisch sind.


    Erik Borner hat es gut vorgelesen, jedoch ist es noch immer gewöhnungsbedürftig für mich, denn die Stimme transportiert nicht immer die Emotionen, wie sie in der Geschichte erzählt werden.

    Ich habe lange geschwankt zwischen drei und vier Sterne, mich dann aber doch für vier Sterne entschieden. Auch wenn die erste Hälfte sich etwas in die Länge zog, so hat es in der Gesamtbetrachtung einen Sinn. Ich bin gespannt, wie das Finale sein wird und habe es mir schon vorgemerkt.

    Inhaltsangabe:


    Silvia und Holger führen ein Leben, wie sie es sich erträumt haben. Sie leben in einer schicken Wohnung in München und können sich alles leisten, was sie wollen. Doch der Preis dafür ist hoch: sie sehen sich kaum, da sie beide ständig in verschiedenen Richtungen unterwegs sind. Silvia wollte niemals wieder arm sein, nie wieder etwas entbehren müssen, deshalb hat sie mehrere Studiengänge gleichzeitig abgeschlossen und arbeitet nun erfolgreich als selbstständige Unternehmensberaterin. Holger ist Immobilienmakler von Luxus-Anwesen.


    Eines Tages erhält Silvia eine Erbschaft von ihrer langvergessenen Tante Lucie: Eine Gärtnerei an der französischen Atlantik-Küste. Holger bietet sich gleich als Makler an, denn er hat sich das Anwesen in ihrer Abwesenheit angeschaut und es für heruntergewirtschaftet befunden. Im vollen Vertrauen darauf willigt Silvia ein und es findet sich schnell ein solventer Käufer.


    Als Silvia unerwartet ein paar Tage Urlaub hat, beschließt sie nach Frankreich zu reisen, um sich das Anwesen ihrer verstorbenen Tante anzuschauen. Sie kommt auf die Kamelien-Insel und ist erstaunt, welche Pracht sich ihr bietet. Eine Insel mit einer Kamelien-Gärtnerei. Und freundliche Menschen, die ihre Tante liebten. Der Gärtner Maël hat es ihr ganz besonders angetan.


    Silvia ahnt, dass Holger nicht ganz ehrlich zu ihr war und sie versucht den Verkauf noch zu verhindern. Aber er hat sie belogen und betrogen. Nur noch eines kann die Kamelien-Insel retten: das verschollene Testament ihrer Tante, das bislang unauffindbar war.


    Mein Fazit:


    Meine liebe Kollegin und Freundin hat mir öfter von diesem Buch vorgeschwärmt und irgendwann fand ich es dann in einem Wühltisch als preisreduziertes Mängel-Exemplar. Nun gut, da greift man gerne zu.


    Tabea Bach hat einen flotten Schreibstil, hält sich nicht lange mit Erklärungen auf, lässt aber auch kein wichtiges Detail aus. So lernte ich gleich das Ehepaar kennen, dessen Leben ich für mich nicht vorstellen kann. Während Silvia mir sogleich sympathisch war, konnte ich mit Holger nicht viel anfangen. Für mich war er ein rücksichtsloses A…ch.


    Silvia wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, denn Tante Lucie wurde vor vielen Jahren von der Familie verstoßen. Warum, konnte Silvia nicht mehr sagen, der Grund lebt jedoch mit auf der Kamelien-Insel, die droht, verkauft und zerstört zu werden. Und nicht nur die Insel-Bewohner kämpfen darum, sondern auch die Menschen im Ort. Silvia ist nur deshalb die Erbin, weil kein Testament gefunden wurde. Allerdings war man sich sicher, dass es dieses gibt, man hatte es nur nicht gefunden, trotz intensiver Suche. Juristisches Tauziehen, erbitterte Gespräche unter Eheleute und Beschwichtigungsversuche wechseln sich ab. Dabei wird klar, dass die Ehe von Silvia und Holger schon länger nicht zum Besten steht. Nebenbei hat Silvia selbst eine Liebelei, der sich ohne große Wehr hingibt. Das habe ich Silvia schon etwas übel genommen. Auch wenn die Ehe nicht gut bestellt ist, so sollte man wenigstens den Anschein von Abwehr wahren. Aber sie ließ sich von ihren Gefühlen leiten, was ja auch menschlich ist. Und so ganz ehrlich war sie zum Gärtner auch nicht, also Gefühlschaos pur.


    Ansonsten ist es eine sehr bewegende Geschichte um menschliche Schicksale und einer Insel, die schon etwas ganz Besonderes ist. Ich konnte das Buch zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen. Dennoch vergebe ich nur vier Sterne, weil es ja auch eine gewisse Vorhersehbarkeit hatte.

    Inhaltsangabe:


    Sarah Conway hat das Internat an der Ostküste von Amerika verlassen, um nun endlich bei ihrem Vater leben zu können. Schließlich hat er ihr in seinen Briefen blumig geschildert, wie sie zusammen leben würden, wenn sie erst einmal erwachsen wäre.


    Kaum im Arizona-Territorium angekommen, erlebt sie gleich einen Überfall von Indianern auf den Kutschenwagen. Der Revolverheld und Vagabund Jake Redman kann zur Hilfe eilen. Im Örtchen Lone Bluff angekommen, muss Sarah jedoch erfahren, dass ihr Vater kürzlich verstorben sei – während seiner Arbeit in der Goldmine.


    Jake Redman rät Sarah zum Verkauf und Abreise, diese denkt jedoch gar nicht daran, das Vermächtnis ihres Vaters aufzugeben. Störrisch bleibt sie auf der kleinen Farm in der Nähe der Mine. Jake, von seinen Gefühlen zu Sarah überhaupt nicht begeistert, sieht sich verpflichtet, Sarah in einigen Dingen beizustehen. Er selbst ist sogar einmal der Grund, warum sie Gefahr gerät.


    Warum kann Jake Sarah nicht allein lassen und was hat es mit der Mine auf sich? Ist dort tatsächlich Gold oder ist es ein wertloser Hügel?


    Mein Fazit:


    Dies ist der Roman, den Jackie McNamara in „Geheimrezept zum Glücklichsein“, also dem 1. Teil der Reihe, schreibt. Nun, er ist ein Western und damit fällt er so ein bisschen aus der Rolle. Vielleicht habe ich ihn auch deshalb nicht so verschlungen.


    Denn natürlich passieren all‘ die Dinge, die in den Western-Filmen auch vorkommen: verruchtes Freudenhaus, ständige Schlägereien in Saloons, Schießereien, Getratsche im Gemischtwarenladen usw. Man kennt das alles – mehr oder weniger. Mich hat es irgendwie nicht so wahnsinnig beeindruckt. Außer vielleicht Sarah, die sich von dem rauen Klima nicht so schnell ins Bockshorn jagen lässt. Trotz aller Gefahren weigert sie sich, wieder in den Osten der Staaten zu reisen. Jake Redman, der sich zwar zu ihr hingezogen fühlt, das aber eher als lästig empfindet, kann sie ebenso nicht umstimmen.


    Die Geschichte enthält nichts Besonderes, auch die Liebesgeschichte ist durchaus so das, was man von Nora Roberts kennt. Es bietet pure Unterhaltung mit der Mahnung, nicht alles so ernst zu nehmen. Daher fällt meine Rezension entsprechend kurz aus: Vier Sterne und eine Lese-Empfehlung für echte Nora Roberts-Fan.

    Inhaltsangabe:


    Jillian ist eine echte Baron. Sie leitet mit Stolz, Hartnäckigkeit, unerschütterlichen Glauen an sich selbst und mit ihrer ganzen Kraft die Utopia-Ranch ihres Großvaters. Schon seit fünf Jahren kämpft sie als Viehzüchterin um Anerkennung und sie scheint das erste Jahr gute Geschäfte zu machen.


    Aaron Murdoch ist der Nachbar und der Erbe der Double-M-Ranch. Jahrelang war er in Billings, doch nun ist er auf die Ranch seines Vaters zurück gekehrt, um seine Stellung zu übernehmen. Auch er ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie Jillian.


    Aaron und Jillian lernen sich an der Grenze ihrer Ländereien kennen. Es trifft sie beide völlig unvorbereitet und dennoch ist da etwas, was sie beide abhält. Sie lernen sich näher kennen, als Jillian heraus findet, das sie Opfer von Viehdieben wird. An die 500 Tiere werden ihr gestohlen. Das Loch im Zaun zeigt zur Murdoch-Ranch, aber sie glaubt nicht daran, das Aaron so etwas tun kann.

    Bei einem Rodeo-Festival zum 4. Juli wird Jillian schwer verletzt, und da stellt Aaron zum ersten Mal fest, das er sie liebt. Aber schneller als er denkt, reisst sie ihm das Herz heraus, als sie ihm die Worte nicht glaubt.


    Mein Fazit:


    Dies ist sicher eine wunderbare Abwechslung zwischen den Zeiten. Er ist leicht plätschernd und wunderbar gegen schlechtes Wetter und kalte Stürme. Mir persönlich hat Aaron Murdoch nicht so sehr gefallen, er war mir einfach zu arrogant. Aber womöglich ist der Cowboy im heutigen Wilden Westen ja wirklich so.


    Ein entspanntes Lesevergnügen bringt es in jedem Falle.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2006.

    Inhaltsangabe:


    Graham und Quinn lernen sich unter denkbar ungünstigen Umständen kennen: als sie ihre jeweiligen Partner zusammen beim Seitensprung erwischen. Beide lösen sich aus der Beziehung und sehen sich ein halbes Jahr nicht mehr. Durch Zufall treffen sie sich dann wieder und ihrer gemeinsamen Zukunft steht nichts mehr im Weg.


    Jahre später: Graham und Quinn sind inzwischen sieben Jahre verheiratet. Sie führen ein perfektes Leben – nach außen hin. Denn ein tiefer Keil hat sich zwischen sie gegraben: der Keil der ungewollten Kinderlosigkeit. Quinn wünscht sich so sehr ein Kind, aber die Endometriose verhindert eine Schwangerschaft. Sie leidet darunter und auch Graham lässt dieses Thema nicht kalt.


    Nahezu unbemerkt haben sie sich über die Jahre immer weiter entfernt, die Missverständnisse wachsen und die Gefühle türmen sich zu einem Hurrican der Kategorie 6 auf. Als Graham auch noch eine andere Frau kennen lernt, zu der er sich hingezogen fühlt, brechen die aufgestauten Gefühle aus und die Ehe steht deutlich auf der Kippe.


    Mein Fazit:


    Ich habe die vorherigen Bücher von Colleen Hoover gelesen, dieses ist mein erstes Hörbuch. Die Entscheidung bereue ich nicht eine Sekunde.


    Colleen Hoover hat sich dieses Mal die Thematik mit der ungewollten Kinderlosigkeit befasst und ich finde, sie hat es großartig gemacht. Ich kann die Gefühle, die bei Quinn Monat für Monat Achterbahn gefahren sind, so gut nachfühlen, haben wir auf unseren kleinen Prinzen auch fünf Jahre gewartet. Nur mit dem Unterschied, dass wir beide schon (zum Teil erwachsene) Kinder hatten. Aber die stetige Hoffnung, die Gefühle und dann die wahnsinnige Enttäuschung, das zermürbt einen auf Dauer. Dann bekommt man auch noch so wohlmeinende Ratschläge zu hören wie „Macht euch kein Druck!“ oder „Fahrt doch mal in den Urlaub!“, die einen eigentlich ziemlich frustriert und wütend zurücklassen. Graham und Quinn ging es oftmals nicht anders, was sie zu sympathischen und glaubwürdigen Figuren machte. Völlig normale Menschen, aus dem Leben gegriffen sozusagen, in die man sich sehr gut hineinversetzen kann. Und ich habe mit beiden gefühlt. Vor allen Dingen Graham tat mir oft Leid, denn er bemühte sich sehr und stieß doch immer wieder gegen eine Wand. Dennoch hat er den Glauben an ihre Liebe und Ehe nicht verloren.


    Quinn erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven, damals und jetzt. Und immer kommt das Thema Schatulle auf. Mich hat wahnsinnig interessiert, was in dieser Schatulle drin sein sollte und ich habe oft mitgerätselt. Die Auflösung ist genial wie völlig logisch, warum ich da nicht drauf gekommen bin? Es hat mich zutiefst bewegt und beim Hören kam mir nicht nur Gänsehaut, sondern auch Tränen. Die ganze Zeit spürte man, es geht auf den Showdown zu und es hatte mit dieser verdammten Schatulle zu tun. Sehr spannend geschrieben, muss ich schon sagen.


    Carolin Sophie Göbel hat eine sehr sympathische Stimme und sie hat die Geschichte ganz locker und der Stimmung entsprechend vorgelesen. Es kam mir oft so vor, als würde Quinn bei mir auf dem Sofa sitzen und die Geschichte erzählen. Sie sich mich sehr für sich eingenommen.


    Dies ist klar ein fünf-Sterne-Buch mit einer unbedingten Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Schwester Jago wird von der Oberin des Nightingale Krankenhauses in London aufs Land nach Kent geschickt. Dort sind sie scheinbar noch strenger als in London. Dennoch fügt sie sich in den Alltag ein. Ihr Herz ist schwer, denn ihr Freund ist im Krieg, wie so viele andere junge Männer. Schwester Jago ist hoch erfreut, als plötzlich ihre Freundin Effie auftaucht, um im Krankenhaus ihren Dienst zu leisten.


    Lady Amelia Rushton, ehemals Schwester Benedict im Nightingale Krankenhaus, muss hilflos zusehen, wie das britische Kriegsministerium ihren Landsitz in Beschlag nimmt, um es in ein Quartier für Piloten zu verwandeln. Dabei trifft sie auf den Verbindungsoffizier Dr. William Tremayne. Jener William, der ihr damals fast das Herz gestohlen hätte und zudem der Bruder von Helen Dawson ist. Um nicht vollends verrückt zu werden, beschließt sie in die Schwesterntracht zu schlüpfen und wieder als Krankenschwester zu arbeiten. Aber das ist leichter gesagt als getan.


    Die britischen Piloten sind in dem kleinen Dorf eingetroffen und die Krankenschwestern sind ganz aus dem Häuschen. Liebeleien, Tanzabende und einige zarte Bande der Liebe werden geknüpft. Manchmal vergessen sie viel zu schnell, dass sie sich noch im Krieg befinden und auch hier im kleinen Dorf kann der Krieg seine hässlichen Seiten zeigen.


    Mein Fazit:


    Der siebte Band führt den geneigten Leser bzw. Leserin aus London heraus aufs Land. Dieses wird von einer verbitterten Oberin geführt und die Stationsschwestern sind nicht weniger unfreundlich. Man vermisst schon London, der Ton ist noch mal rauer als er eh schon ist.


    Ein paar alte Bekannte sieht man wieder: Jess Jago aus Band 4, Effie aus Band 5 und Millie zusammen mit Dr. William Tremayne aus den Bänden 1-3. Die Autorin hat die Charaktere wunderbar in diesem einen Band vereint, der so ein bisschen aus der Rolle fällt. Allerdings finde ich den Titel ein wenig irreführend. Es kommt zwar ein Mistelzweig in der Geschichte vor, aber das ist eher so beiläufig, dass es fast schon untergeht. Und wie immer erzählt die Geschichte über einen größeren Zeitraum und nicht nur, wie man im Titel vermutet, zur Weihnachtszeit.


    Wie in all den anderen Bänden auch gibt es hier nicht nur Happy Ends. Die Geschichten sind wie immer bewegend. Die Zeiten damals waren nicht leicht, weder für das Krankenhauspersonal noch für die Patienten. Auch die Landbevölkerung hatte so mit den Kriegsgeschehnissen zu kämpfen, denn sie brauchten Platz für die Piloten (später kamen ja noch die Amerikaner dazu). Donna Douglas hat die gesamte damalige Atmosphäre gut eingefangen und die kleinen und großen Geschichten wunderbar darin eingebettet.


    Die Serie hat an Charme nicht verloren und ich freue mich schon auf Band 8, dieser bekommt auch wieder fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Im Sommer 1917 wird in der Frauenklinik Neukölln eine Hebammenschule eröffnet. Innerhalb von 18 Monaten können junge Frauen dort diesen Beruf erlernen und danach als staatlich geprüfte Hebamme selbstständig arbeiten.


    Luise, Margot und Edith treffen fast zeitlich in der Schule ein und werden Freundinnen fürs Leben. Luise, Vollwaise, hat bei ihrer Großmutter in Preußen bereits als Hebamme gearbeitet. Aber um selbstständig arbeiten zu dürfen, benötigt sie „den Schein“, der sie als staatlich geprüfte Hebamme auszeichnet. Ihre Erfahrung in diesem Bereich beeindruckt die Ausbilder, ganz besonders ein Arzt hat sein Auge auf sie geworfen: Günter.


    Margot stammt aus Neukölln und ihre Familie ist von Armut gekennzeichnet. Ihr Vater ist im Krieg gefallen und die Mutter muss in einer der Fabriken arbeiten, um die ganze Kinderschar zu ernähren. Eigentlich fehlt Margot an allen Ecken und Enden, aber sie hat ein Stipendium bekommen und kann nach dem Abschluss viel mehr Geld verdienen als in der Fabrik. Doch immer wieder wird klar, dass ihre Familie sie braucht.


    Edith stammt aus gutem Haus. Ihre Eltern, jüdische Kaufmannsleute, hatten sich eigentlich einen anderen Lebensweg für ihre Tochter ausgedacht: einen gutsituierten Mann heiraten und Kinder kriegen. Edith jedoch ist es absolut zuwider, so völlig nutzlos zu sein. Mit 21 Jahren hat sie die Volljährigkeit erreicht und mit Hilfe ihres Bruders, der in Amerika lebt, kann sie auch ohne die Einwilligung ihrer Eltern zur Hebammenschule gehen. Es gibt einen furchtbaren Streit, der bis zur Leugnung der Tochter führt.


    Werden die jungen Frauen ihren Aufbruch in ein neues Leben gut meistern?


    Mein Fazit:


    Linda Winterberg hat ein wunderbares Buch geschrieben, welches die Atmosphäre der damaligen Zeit wunderbar eingefangen hat. Man spürt immer wieder ihre Liebe zum Detail, ihre Hingabe für die Genauigkeit und authentische Figuren.


    Die drei jungen Frauen –Margot, Luise und Edith- stehen sinnbildlich für viele, die damals unter widrigen Umständen ihre Ausbildung zur Hebamme gemacht haben. Mit Doppelschichten, schönen und weniger schönen Erlebnissen und der herzlichen Fürsorge für ihre Mitmenschen, vor allen Dingen Frauen.


    Viele kleinere und größere Geschichten begleiteten sie durch die Zeit des Umbruchs. Der Krieg wütet noch in Europa, aber es mehren sich die Stimmen, die ein Ende des Krieges wollen, die sich für Demokratie und für soziales Engagement einsetzen. Kein Wunder, viele Familien lebten in bitterer Armut, konnten sich eigentlich keine Kinder leisten und doch kamen sie, die kleinen süßen Würmer, die oftmals die ersten Wochen nicht oder nur sehr schwer überlebt haben. Schicksale, eines beklemmender als das andere, lassen einen nicht unberührt.


    Trotz aller düsteren Zeiten gibt es auch immer wieder kleinere und größere Happy Ends und das finde ich auch glaubwürdig. Es ist eine sehr gute Milieustudie, die ein plastisches Bild der damaligen Zeit wiedergibt. Die Vorleserin Eva Gosciejewicz hat es mit ihrer sanften Stimme und eigentümlichen Betonung sehr gut transportiert. Schon in „Solange die Hoffnung uns gehört“ hat sie es sehr gut und zuweilen eindringlich gemacht, bei dieser Geschichte ist es nicht anders.


    Diese Geschichte ist bewegend und berührend, von Eva Gosciejewicz wunderbar vorgelesen, mit fünf Sternen kann ich es wärmstens empfehlen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Es gibt einen Planeten in einem anderen Universum, auf dem Menschen stranden, die ihr Liebstes auf dieser Welt verloren haben. Er hat viele Namen: Trauer, Schmerz, Leid, Verlassenheit, nicht enden wollender Kummer, Verzweiflung, Trostlosigkeit, Finsternis. Nachdem ich dorthin geschleudert worden war, merkte ich, dass dort nichts, nicht einmal mein eigenes Spiegelbild, vertraut schien. Alles ist anders, unwiderruflich. Ich bewege mich wie in einem Nebel durch das, was von meinem Leben auf der Erde übrig geblieben ist, doch meine Realität spielt sich Tag für Tag auf diesem Planeten mit den vielen Namen ab.
    bei ca. 4,5%

    Susanna Weber hat vor einem Jahr ihre Tochter Marie verloren. Der Krebs hatte sie ihr und ihrem Mann Martin fortgerissen und seither ist das Leben nicht mehr das, wie es früher war. Obwohl sie von ihrer 31jährigen Tochter Abschied nehmen konnten, fällt es Susanna schwer, sich von der Trauer zu lösen.


    Am ersten Todestag erhält Susanna einen Anruf von einer lieben Freundin ihrer Tochter. Sie hat sie eingeladen, nach Italien zu reisen. Schließlich hatte Marie gar nicht lange vor ihrem Tod eine Reise über mehrere Stationen gemacht und wunderbare Postkarten geschickt. Einer Eingebung folgend bucht Susanna kurzerhand die gleiche Reise, die ihre Tochter damals machte.


    Ihr Mann Martin kann sich nicht freinehmen und sieht das Unternehmen sehr skeptisch. Dennoch begibt sich Susanna auf die Spuren ihrer Tochter und erfährt nicht nur das eine oder andere kleine Geheimnis von Marie, sondern lernt auch einiges über sich selbst.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein sehr bewegendes Buch über die Liebe zum eigenen Kind, aber auch über Trauer, Verlust, Freundschaft und Hoffnung. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Verlag für die Überlassung des Rezie-Exemplares. Auch wenn ich mich am Anfang etwas schwer tat mit der erdrückenden Trauer, so bot sich mir auch eine wunderbare Geschichte über geheimnisvolle Orte und Legenden.


    2011 erlebte ich ebenfalls einen schwerwiegenden Verlust, der mich innerlich zu zerreißen drohte. Ich entschied mich damals ganz bewusst, die Gefühle zu durchleben, denn ich wollte nicht, dass die Trauer mich ein Leben lang gefangen hält. Meine Tochter Franziska, ein Wunsch- und Sternenkind, hätte es sicher nicht gewollt. Mir ist durchaus klar, dass jeder Mensch anders mit Trauer umgeht. Aber bei Susanna auch ein Jahr nach dem Tod noch so intensive und starke Trauer zu spüren war für mich schwer zu verstehen.


    Ich war dann auch froh zu lesen, dass Susanna sich auf den Weg machte. Nicht nur, um auf Maries Spuren zu wandeln und zu erfahren, was sie erlebt hatte. Sondern das auch ihre Seele allmählich begann zu heilen und sie wieder schöne Dinge erleben konnte. Ja, das machte ihr Mut und die Entwicklung war für mich dann auch nachvollziehbar und authentisch.


    Sehr interessante Begebenheiten, liebevolle Figuren und einige wichtige Erkenntnisse prägen die Herzenswege, die zuvor Marie, aber nun auch Susanna geht. Ein lockerer Schreibstil rundet es ab und am Ende könnte man es fast als seicht bezeichnen. Nein, das Thema ist dafür zu ernst.


    Eine wunderbare Geschichte über die Überwindung von Trauer und Schmerz. Es ist mir vier Sterne wert.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Clementina Grey hat es bislang nicht einfach im Leben gehabt. Nach dem Tod ihrer Eltern wuchs sie bei mißgünstigen und herrschsüchtigen Verwandten auf, die nur allzu froh sind, das der König von England Anfang des 17.ten Jahrhunderts sie nach Schottland verheiraten will. Und daher ist es auch nicht verwunderlich, das ihre Verwandten sie allein den beschwerlichen Weg nach Schottland schicken, wo sie sicher nicht willkommen geheißen wird.


    Jamie Cameron, Herrscher des Clans und ebenfalls Vollwaise, kann nicht glauben, was der König von ihm verlangt. Und genauso empfängt er die verängstigte Clementina – nämlich gar nicht. Erst vor dem Traualtar sieht sie ihn zum ersten Mal und er erscheint ihr groß und furchteinflößend. Auch während der Feierlichkeiten läßt er sie mehr oder weniger links liegen. Nur als er die Ehe vollziehen will, um dem Wunsch des Königs nach einem Erben nachzukommen, bemerkt er, wie sehr er Clementina in ihrer Unschuld verletzt hat.


    Recht schnell entwickelt Jamie Cameron Gefühle für sie und er beginnt um sie zu werben, doch so schnell kann Clementina nicht Vertrauen fassen. Um so unsicherer wird sie, als sie hört, das Jamie eigentlich mit Meredith McDonald, ihrem Gast im Haus, eine Affäre hätte, da er angeblich auf ältere und erfahrene Frauen stehen würde. Und auch die Tatsache, das ihr scheinbar jemand nach dem Leben trachtet, macht die Sache nicht vertrauenerweckender.


    Und fast schon zu spät erkennt Jamie, das er Clementina mehr wie sein eigenes Leben liebt. Doch da ist sie auch schon vor seiner rohen Gewalt und vor den Intrigen der Gäste geflüchtet, genau in die Gefahr hinein …


    Mein Fazit:


    Dies ist ein mittelmäßiger Roman um einen großen starken Helden und eine zierliche schutzbedürftige Person. Welche Frau träumt nicht davon? Aber der Held ist mir nicht unbedingt immer sympathisch, obwohl die Autorin sich sehr viel Mühe gab, die Intrigen zu schüren. Recht schnell weiß man, wer Clementina nach dem Leben trachtet. Für’s Träumen ist der Roman bestens geeignet und wie er um ihre Liebe kämpft, läßt sicher einige Leserinnen schmachtend aufseufzen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2005.

    Inhaltsangabe:


    Königin Rosamunde ist von ihrem barbarischen Gatten Alboin, dem mächtigen Langobardenkönig und Eroberer Italiens, vor aller Augen zutiefst gedemütigt worden. Fortan beherrscht sie nur noch ein Gedanke: Die Rache an dem Mann, der auch ihren Vater tötete. Durch eine inszenierte Liebesintrige und falsche Versprechungen gewinnt Rosamunde Verbündete für ihren Plan. An einem Sommertag des Jahres 592 ermorden die Verschwörer ihren König. Doch der listige Plan der Königin geht nicht auf. Schließlich wird Rosamunde selbst zum Opfer ihrer Intrige, und zu spät entdeckt sie, daß Alboin trotz allem die Liebe ihres Lebens war …


    Mein Fazit:


    Ich habe Wochen für ein paar Seiten gebraucht. Ich bin sonst der Geschichte – egal welcher Kultur – sehr aufgeschlossen. Bei diesem Werk hat sich in mir jedoch eine gewisse Abneigung entwickelt. Womöglich liegt es am Autor, an der Übersetzung … ich weiß es nicht. Die Geschichte um Rosamunde konnte mich weder richtig fesseln noch ermutigen, weiterzulesen. Ich kann zu diesem Werk nur meine persönliche negative Bewertung abgeben, bin mir aber sicher, das einige andere es bestimmt anders sehen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Mai 2005

    Inhaltsangabe:


    Elektra d’Aplièse wurde im Alter von 16 Jahren über Nacht berühmt, in Paris entdeckt, als sie gerade ein eigenständiges Leben zu führen begann. Der Ruhm und Reichtum haben allerdings ihren Preis, denn sie kann ihre Tage zwischen den Terminen in aller Welt nur noch mit Alkohol, Kokain und Tabletten bewältigen. Eine gerade zerbrochene Beziehung zu einem erfolgreichen Musiker geben ihr den Rest und das Leben droht ihr vollends zu entgleiten.


    Da taucht plötzlich ihre leibliche Großmutter Stella Jackson auf. Stella hat von Pa Salt kurz vor seinem Tod erfahren, das Elektra ihre Enkelin ist. Elektra wehrt sich zuerst dagegen, aber dann beginnt sie sich für ihre Herkunft zu interessieren.


    Cecily Huntley-Morgan wurde in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von ihrem Verlobten sitzen gelassen. Um dem Klatsch zu entgehen, lässt sie sich von ihrer Patentante Kiki aus New York nach Kenia entführen. Dort taucht sie in eine Welt voller Abenteuer und unbekannte Kulturen ein. Aber die Dinge entwickeln sich dort anders, als sie sich wünschte …


    Mein Fazit:


    Es war ja so spannend, auf den 6. Teil dieser Reihe zu warten. Pünktlich zur Weihnachtszeit erschien der Band und tatsächlich lag er dann unter dem Weihnachtsbaum. Zugegeben, die 832 Seiten erschreckten mich zuerst, aber ich habe ihn doch innerhalb von vier Tagen gelesen!


    Lucinda Riley schafft es immer wieder, den geneigten Leser in den Bann zu ziehen. Allerdings hatte ich bei den ersten 120 Seiten ein bisschen zu kämpfen, denn Elektra war für mich sehr unsympathisch. Alkohol und Tabletten-Sucht sind für mich nicht ganz so abstoßend wie die Drogenproblematik. Aber alles zusammen erzeugte bei mir eine erhebliche Abneigung. Zwar kann ich es nachvollziehen, dass so ein Leben durchaus stressig sein kann und das ein erheblicher Druck auf einen lastet. Aber wenn es im Umkehrschluss bedeutet, dass man dieses Leben nur mit Drogen übersteht, ist es sicher kein erstrebenswerter Beruf bzw. Zustand.


    Dann kommt Stella Jackson in ihr Leben, die ihr auch noch ähnlich erscheint. Ihre Großmutter, die offensichtlich gebildet ist und auf ihre eigene Art Erfolg hat, nämlich als Bürgerrechtsaktivistin. Elektra ahnt das aber noch nicht. Die Erzählungen von Cecily Huntley-Morgan interessieren Elektra, aber es ist eine ganze Weile unklar, wie Stella tatsächlich in das Leben der amerikanischen Gesellschaft kam, denn das Leben begann in Afrika, genauer gesagt in Kenia.


    Hier war der Vergangenheitsstrang, wie üblich in mehrere Abschnitte eingeteilt, wieder deutlich interessanter. Die Autorin ist auch hier ihrem Konzept treu geblieben und hat eine wunderbare Kulisse geschaffen, die mich oft an den Film „Jenseits von Afrika“ erinnerte. Ich konnte gedanklich voll eintauchen und habe Cecily mit sehr viel Interesse und Mitgefühl begleitet. Auf Elektras Mutter wurde hier an dieser Stelle leider zu wenig eingegangen, was in den vorherigen Bänden allerdings auch schon so war.


    Ich kann hier nicht mehr allzu viel schreiben ohne zu spoilern. Aber ich möchte noch anmerken, dass mir Elektras Entwicklung durchaus gefällt und auch Stella selbst immer sympathischer wurde. Am Anfang erschien sie mir etwas arrogant und ein bisschen abgehoben.


    Ganz zum Schluss gibt es dann einen vagen Hinweis, dass im letzten Band hoffentlich alle Rätsel gelöst werden, die im Laufe der Serie eingestreut wurden. Ich bin mehr als gespannt, wie die Reihe ausgeht. Dieser Band bekommt von mir fünf begeisterte Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Als Bea Kramer vor Jahren bei Nacht und Nebel das kleine Örtchen Wolfville in Nevada verließ, schwor sie sich, ein besserer Mensch zu werden. Doch es glückte ihr nicht so wirklich. Nach einer ziemlich bösen Auseinandersetzung mit ihrem Ex-Verlobten muss sie in die kleine Stadt zurückkehren, die einst nur ihre dunkle Seite hervor gebracht hat, um noch einmal ganz von vorn anfangen zu können.


    Kaum ist sie wieder in der Stadt, trifft sie Charlie Hanson wieder, der sich nun Blaze nennt und Vizepräsident eines Motorradclubs ist. Charlie übt noch immer eine gewisse Faszination auf sie aus, allerdings ist er auch ein Mahnmal an ihre Jugend, die aufgrund der schwierigen Verhältnisse nicht immer ganz geradeaus lief.


    Sein Ruf eilt ihm voraus und die Stadt scheint in der Hand des MCs zu sein. Wenn sie ihn erhört, ist es vorbei mit ihren Plänen, bald wieder zu verschwinden. Kann sie ihm widerstehen?


    Mein Fazit:


    Ich bedanke mich ganz herzlich beim Edel Elements Verlag für die Überlassung des Rezie-Exemplares. Als ich den Klappentext las, ahnte ich, was kommen würde. Und tatsächlich ließen die Sons immer wieder grüßen. Beim Lesen wartete ich regelrecht darauf, dass jemand „Jackieboy“ ruft!


    Die Autorin hat im Nachwort angegeben, dass einiges wohl auf ihre eigenen Erfahrungen beruht, wo sie ein familiäres Mitglied eines Motoradclubs war. Aber es fließen unverkennbar auch Einflüsse aus der TV-Serie mit ein. Die Beschreibungen der einzelnen Members können nicht wirklich zufällig sein. Und dass der Vizepräsident ausgerechnet Charlie heißt, ist schon eindeutig; Jax Teller (ebenfalls Vizepräsident) wurde in der Serie schließlich von Charlie Hunnam gespielt.


    Wer also die TV-Serie kennt, wird vieles in dieser Geschichte wiederfinden, einschließlich der Old Ladies, den kleinen Plänkeleien und den geheimnisvollen Geschäften. Daher überrascht es nicht, dass die Story um Bea und Charlie sehr vorhersehbar ist. Und die Entwicklung von Bea ist auch so zu erwarten gewesen, denn wer kann schon einem so attraktiven Bad Boy widerstehen? Ich ganz sicher nicht!

    Nichts desto trotz gibt es einen fiesen Cliffhanger am Ende, den ich so nicht erwartet habe und der mich dazu veranlasst, auch den Folgeband lesen zu müssen. Trotz aller Parallelen war es für mich ein interessantes Lese-Vergnügen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die 240 Seiten sind schnell weggelesen.


    Ich freue mich auf den Folgeband und vergebe dem ersten Band vier Sterne mit einer klaren Lese-Empfehlung.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Tilda steht kurz vor ihrem 60.ten Geburtstag. Doch es läuft nicht gerade rund. Gerade hat ihr Lebensgefährte die Beziehung beendet, da springt auch noch ein Großkunde ab, ohne den sie ihr Schreibbüro nicht mehr ordentlich betreiben kann. Sie braucht einen neuen Job.


    Den hat sie relativ schnell gefunden, bei der betagten Dame namens Ruth. Sie möchte ihr Leben ordnen und aufgeschobenes abschließen. Tilda ist von Ruth ganz angetan, denn sie verströmt Lebensfreude und Energie.


    Aber auch Ruth hat so ihre kleineren und größeren Geheimnisse und Tilda bemerkt eins ums andere Mal, das auch sie noch dazu lernen kann. Und ehe sie es sich versieht, sieht die Welt nicht mehr ganz so düster aus wie noch vor ein paar Wochen.


    Mein Fazit:


    Diese leichte Lektüre wurde mir von der Autorin angeboten, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte. Manchmal möchte man auch einfach nur etwas Herz erwärmendes lesen und das gibt die Geschichte eindeutig her.


    Tilda wurde jung Witwe. Ihren Mann Kai, ihre große Liebe, hält sie noch immer in Ehren, dennoch hat sie Sehnsucht nach einem Leben zu zweit. Doch das scheitert immer irgendwie. Und das Schreibbüro hat sie nur aus der Not heraus eröffnet, als ihre Firma einst in die Insolvenz ging und sie so schnell keinen neuen Job fand. Aber ausgerechnet ihr Großkunde beendet aus gesundheitlichen Gründen die Zusammenarbeit. Sie sieht sich mit Problemen konfrontiert, die für sie unüberwindbar erscheinen. Und der nahende 60.te Geburtstag macht es ihr da nicht leichter. Da kommt der Job bei der betagten Ruth wie gerufen und er ist irgendwann auch mehr als nur ein Job.


    Locker und leicht erzählt Tilda aus ihrer Sicht, wie die Dinge geschehen. Ohne Schnörkel, aber doch klar und zuweilen auch berührend verfolgte ich die Geschehnisse um Tilda und Ruth, wie sie sich anfreunden und gemeinsam die eine oder andere Hürde überwinden, um an das Ziel – der inneren und äußeren Ordnung – zu gelangen. Manchmal hätte ich mir dabei ein bisschen mehr Tiefgang bei den Figuren gewünscht, wenngleich ich mir alles auch so schon gut vorstellen konnte. Und ein paar interessante Rezepte gab es auch noch gratis dazu.


    Ich bewerte diesen Roman mit vier Sternen und spreche eine klare Lese-Empfehlung aus.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.