Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von ElkeK

    Inhaltsangabe:


    Dr. Isabel Favor ist eigentlich rundum zufrieden mit ihrem Leben. Aus eigener Kraft hat sie sich ihr Unternehmen aufgebaut, sie ist berühmt und gefragt und ihren Verlobten gedenkt sie auch in nächster Zukunft zu heiraten. Aber als sie einen Brief vom Finanzamt bekommt, wo sie 1,2 Millionen Dollar nachzahlen soll, löst sich alles in ihrer nächsten Umgebung in Wohlgefallen auf. Ihr Vermögensberater ist mit ihrem Geld und seiner Geliebten durchgebrannt und ihr Verlobter eröffent ihr auch noch am gleichen Tag, das er in einer Woche heiraten wolle – eine andere Frau, die ein Kind von ihm erwartet!


    Lorenzo Gage ist ein gefeierter Filmstar. Er identifiziert sich überwiegend mit den Rollen der Bösewichte. Gerade hat er wieder einen Film abgedreht und auch der Tod seiner Ex-Freundin Karli Swenson geht ihm nah, da sie an einer Überdosis Drogen gestorben ist. Um von allem Abstand zu gewinnen, begibt er sich in die italienische Toscana, wo er eine Villa und ein Weingut geerbt hat.


    Auf dem Weg zu seinem Feriendomizil hat er ein mysteriöses Techtelmechtel mit einer Französin, die ihn auf magische Weise angezogen hat. Es wird kaum ein Wort gesprochen und auch die Nacht ist nicht gerade vom Feuerwerk begleitet, dennoch geht ihm die mysteriöse Frau nicht aus dem Kopf.


    Isabel nimmt die Chance wahr, sich für zwei Monate in Italien von ihrem Unglück zu erholen. Sie hat ein kleines nostalgisches Bauernhaus gemietet und gerade angekommen, beginnen die Probleme. Nicht nur, das man sie aus dem Haus vertreiben will. Nein, der Vermieter ist ihr nur allzu bekannt, denn er ist das Techtelmechtel, für das sie sich unendlich schämt. Lorenzo Gage ist für sie die personifizierte Gottheit, zumindest was seine Attraktivität betrifft. Dennoch sträubt sie sich, mit ihm eine Affäre zu beginnen. Was sollen zwei so unterschiedliche Menschen auch miteinander anfangen? Da hat Isabel aber nicht die Rechnung mit Lorenzo gemacht …


    Mein Fazit:


    Dies ist mein erster Roman dieser Autorin und ich bin total begeistert. Mit viel Witz und Charme wurde die Geschichte um zwei so unterschiedliche Menschen beschrieben, das man eigentlich schon fast denken könnte, sie passen überhaupt nicht zusammen. Aber die Autorin hat es sehr gut verstanden, auch das unter einen Hut zu kriegen. Zudem habe ich mich halbwegs neu in die Toscana verliebt, vor 13 Jahren war ich selbst mal dort und ich habe vieles wieder erkannt Ein Buch, was man nicht versäumen sollte!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Oktober 2004.

    Inhaltsangabe:


    Paulina lebt mit ihrer Mutter und der großmütterlichen Freundin Toni in Berlin. Eines Tages erhält Toni Nachricht aus Wien: Ein wertvolles Dokument der Zeitgeschichte in Form eines Tagebuchs wartet auf sie. Aus gesundheitlichen Gründen kann sie jedoch nicht selbst reisen und deshalb schickt sie Paulina hin, die sowieso gerade Zeit zwischen zwei Projekten hat.


    Kaum in Wien angekommen, macht sie Bekanntschaft mit Moritz und Tamas, zwei Freunden, die auch beruflich viel zusammen arbeiten. Moritz Bruckner ist selbst gerade arbeitslos und so kann er sie an verschiedene Orte bringen, die in Wien sehenswert sind. Währenddessen beginnt Paulina in einem Tagebuch zu lesen:


    Berlin 1936: Luzie Kühn hat jüdisches Blut in sich. Durch ihr aufreizendes Tanzen ist Goebbels auf sie aufmerksam geworden und damit er nicht erfährt, dass sie „nichtarisch“ ist, reist sie mit einem Koffer und einem kleinen Notgroschen nach Wien, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen. Ihre offiziellen Eltern heißen sie herzlich willkommen und Luzie kann schon bald ein Engagement im Theater bekommen. Und sie verliebt sich in einen jüdischen Künstler.


    Doch Hitlers Schergen sind nicht ruhelos und verbreiten viel Unruhe in der Stadt. Schon bald ist Luzie klar, dass die Sicherheit trügerisch ist.


    Mein Fazit:


    Nach Dresden, München und Hamburg entführt uns die Autorin Teresa Simon dieses Mal nach Wien, in die malerische Stadt voll Kunst und Flair. Und auch hier wird ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte beleuchtet, dieses Mal sogar ziemlich brutal, wie ich finde.


    Luzies Mutter war Jüdin, verstarb jedoch bei einem Verkehrsunfall. Offiziell hatte Marie Luzie adoptiert, die Schwester ihres Vaters. Allerdings wuchs Luzie bei ihren Großeltern auf, einem Tierarzt und seiner Frau. Schweren Herzens hat sie Berlin verlassen, denn sie fühlte sich nicht mehr sicher, auch wenn sie offiziell keine Jüdin war.


    Wien erschien ihr erst wie das Paradies mit den vielen Cafés und anderen Sehenswürdigkeiten. Und sie verliebt sich sogleich. Auch wenn ihr Engagement am Theater nicht die große Karriere versprach, so war sie doch glücklich, Teil eines großen Ganzen zu sein. Doch die schlechten Nachrichten aus Deutschland rissen nicht ab und färbten auch allmählich auf Österreich über. Der Antisemitismus fiel in Wien auf fruchtbaren Boden und das spürte Luzie nur allzu deutlich.


    Eindringlich hat die Autorin die Ereignisse geschildert, die in Wien passierten, als die dunkle Zeit in Europa im 20. Jahrhundert vorherrschte. Die Endlösung war natürlich ein Thema, wurde aber nur als vage Vermutung geäußert. Viel mehr gab es schreckliche Vorfälle in Wien, die genauso schockierend waren wie die KZ-Lager im Osten Europas. Luzie wurde Opfer von diesem Hass, obwohl kaum einer wusste, dass sie Jüdin war.

    In der Gegenwart spielt Paulina die große Rolle, die im Auftrag ihrer großmütterlichen Freundin Toni nach Wien reist. Ohne es zu ahnen hat die Geschichte um Luzie Kühn auch mit ihr zu tun. Sie liest das Tagebuch und besucht die Orte, die Luzie in ihrem Tagebuch beschrieben hat. Auf unergründliche Weise fühlt sie sich mit ihr stark verbunden.


    Die Geschichte beginnt langsam und es ist nicht alles gleich so dunkel, wie es später wirkt. Dennoch hatte ich am Anfang leichte Schwierigkeiten, mich in die verschiedenen Ebenen zurechtzufinden. Aber es wurde besser und ab der Mitte konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen. So sehr habe ich mit Luzie mitgefiebert und gerätselt, wie Paulina in die Geschichte passte.


    Die Figuren sind größtenteils liebenswert und ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Sie haben viel Platz zur Entwicklung bekommen. Und man muss der Autorin dazu gratulieren, dass sie die Stadt Wien mir wirklich nahe bringen konnte, mit den vielen Gassen, Cafés und anderen typischen Dingen. Ich war vor Jahren schon mal in Wien und kann mich noch lebhaft an den Stephansdom erinnern. Mit diesem Buch wurde die Stadt vor meinen Augen noch einmal lebendig und real.


    Das Buch ist mitreißend, lehrreich (ohne dabei belehrend zu sein) und berührend. Fünf begeisterte Sterne von mir mit einer klaren Lese-Empfehlung.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Die Welt ist eine andere geworden. Die Engel sind von ihrem Himmel hinabgestiegen und schlachten die Menschen in Arenen ab. Sie suchen die 19 Schlüsselträgerinnen, die die Schlüssel zum Paradies tragen. Die Engel wollen unbedingt wieder hinein ins Paradies und sie sehen die Menschheit als niedere Rasse an.


    Moon de Angelus lebt mit ihrer Zwillingsschwester Star und dem kleinen Bruder Tizian in Venedig. Der Vater wurde von den Engeln ermordet, die Mutter hat die Familie verlassen, als sie die Ausbildung zur Selbstverteidigung bei Moon beendet hatte. Seither kämpft Moon Woche für Woche darum, Geld für die Flucht ihrer Geschwister zu sparen. Dabei muss sie sich jedes Mal konzentrieren, denn viele Venezianer sind schon mit den Füßen voraus aus der Arena getragen worden.


    Nach einem Kampf macht Moon unbewusst auf sich aufmerksam, weil Nero, der Statthalter, ihr den versprochenen Lohn nicht auszahlen will. Mit Hilfe von Lucifer bekommt sie ihr Geld, aber sie muss am nächsten Tag den nächsten Kampf absolvieren – natürlich gegen Lucifer selbst.


    Aber sie bekommt unerwartet Hilfe: von einem anderen Engel namens Cassiel. Sie kann ihr Glück gar nicht fassen. Die Stimmung schlägt jedoch um, als eine geheime Organisation die Arena in Schutt und Asche legt. Cassiel wird dabei schwer verletzt und Moon sieht sich verpflichtet, ihre Schuld einzulösen. Sie hilft ihm und bringt ihn mit nach Hause – zum Entsetzen aller!


    Mein Fazit:


    Marah Woolf schafft es wieder mal, mich sofort gefangen zu nehmen mit ihrer Geschichte. Die Reihe der GötterFunke war schon originell. Aber das mit den Engeln toppt es.


    Dabei hat die Autorin eine dystopische Welt aufgebaut, die ans tiefe Mittelalter erinnert. Strom, Fernsehen, ja gar Internet, das gibt es alles nicht mehr. In den Schulen werden obskure Lehren verbreitet. Die Kämpfe in der Arena erinnern an die Römer und das wird auch mehrfach von Moon erwähnt, die die Dinge aus ihrer Sicht schildert. Und auch der Untergrund, der Widerstand, wird nicht vergessen. Eine geheime Organisation will sich gegen die Macht der Engel auflehnen.


    Obwohl die Engel als sehr blutrünstig und bösartig dargestellt werden, haben sie auch Ängste. Sie haben z. B. Angst vor der Dunkelheit. Und wenn ihnen die Flügel gerupft werden, erleiden sie unerträgliche Schmerzen. Und diese menschlichen Züge lassen Moon auch schwach werden, denn Cassiel stiehlt ihr das Herz, das sie sonst nur für ihre Geschwister schlagen lässt. Aber Cassiel ist eben ein Engel und sie wurde mehrfach gewarnt.


    Dennoch gibt sie selten klein bei, sie kämpft für die Freiheit, für Gerechtigkeit und manchmal muss sie sich selbst ausschimpfen, weil sie ihre Klappe nicht halten kann. Sie gibt sich stark und kämpferisch und das macht sie so sympathisch. Eine tolle junge Frau, die sich nur selten Schwächen leistet und dennoch eine große Sehnsucht nach einer freien Welt hat.


    Nun, das einzige Manko an der Geschichte sind die vielen unterschiedlichen Engel und deren Eigenschaften. Da kam ich schon mal etwas in Schleudern. Ansonsten war es einfach nur spannend und mitreißend. Die Vorleserin Ann Vielhaben hat es auch wunderbar vertont und sehr leidenschaftlich erzählt. Ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu hören, das Ende verspricht jedenfalls eine ganze Menge Spannung. Fünf begeisterte Sterne und eine klare Hörempfehlung von mir!

    Inhaltsangabe:


    Dora, Millie und Lucy fiebern ihrem Abschluss als staatlich geprüfte Krankenschwestern des Nightingale Krankenhauses entgegen. Doch bis dahin müssen sie noch einige schwierige Situationen bewältigen.


    Dora ist nun mit Nick zusammen, aber nur heimlich, denn noch ist seine Scheidung von Ruby nicht eingeleitet. Um diese überhaupt einleiten zu können, ist viel Geld nötig und dass muss sich Nick auf niedere Art und Weise erarbeiten. Lucy muss sich in der Zeit mit dem Zerfall ihres sozialen Status‘ auseinandersetzen, denn der Vater ist plötzlich verschwunden und die hiesigen Investitionen in Gefahr.


    Auch neue Schwesternschülerinnen ziehen ins Heim ein: Effie, die kleine Schwester von Katie, die eigentlich nur weg wollte aus Irland. Was die harte Ausbildung im Nightingale Krankenhaus bedeutet, erfährt sie auf sehr schmerzliche Art und Weise. Ein schnöseliger Medizinstudent verhilft ihr ungewollt zur richtigen Einsicht.


    Und Jess Jago ist froh, endlich ihrem verkommenen Zuhause entflohen zu sein. Sie ist das neue Dienstmädchen im Schwesternheim und auf wunderbare Weise erfährt sie sogar die Zuneigung der strengen Schwester Sutton. Aber als Dinge aus den Zimmern der Schwesternschülerinnen verschwinden, fällt der Verdacht gleich auf sie, schließlich ist sie eine Jago – eine berüchtigte Familienbande in London.


    Mein Fazit:


    Es ist schon eine Weile her, dass ich den letzten Band dieser Reihe gelesen hatte. Trotzdem war ich sofort wieder drin im strengen Milieu der Schwesternausbildung. Die Autorin hat die gewohnt dichte Atmosphäre herauf beschworen und die Mädchen beschrieben, als wären sie meine Freundinnen. Einige sind es sogar inzwischen geworden. Die Geschichten reihen sich an die Vorgänger-Bände an und an der einen oder anderen Stelle tauchen sogar Geister aus der Vergangenheit wieder auf.


    Alles erscheint logisch und schlüssig. Die sozialen Unterschiede wurden gut ausgearbeitet, wobei Millie als Adlige in diesem Band keine große Rolle mehr spielt. Dora und Jess kommen aus ähnlichen Verhältnissen, nur dass Doras Familie sich von kriminellen Geschäften fernhält. Die Armut ist jedoch spürbar! Auch die zarten Bande, die sich im Laufe der Geschichten entwickeln, sind einfach herzerfrischend und zum Teil auch berührend. Dora und Lucy erfahren dabei besondere Erlebnisse und ich musste mir auch eine Träne verdrücken.


    Es wird zwar an einigen Stellen grob zusammengefasst, worum es in den vorherigen Banden ging, aber es ist zum besseren Verständnis zu empfehlen, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen.

    Auch mit diesem Band bestätigt es sich: Es ist eine tolle Reihe, wo jedes Band neue Geschichten hervorbringt oder an alte angeknüpft werden. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und kann es nur empfehlen. Fünf Sterne für die Nightingale Schwestern.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    Inhaltsangabe:


    Paris Armstrong ist mit ihrem Leben zufrieden. Sie hat einen liebevollen Ehemann, zwei wohlgeratene Kinder und sie lebt im ruhigen Greenwich in einem wunderschönen großen Haus. Finanzielle Sorgen kennt sie nicht und sie ist bei den Nachbarn und Geschäftspartnern sehr beliebt. Doch genau diese Idylle zerbricht von einem Tag auf den anderen.


    Peter Armstrong hat schon seit Monaten eine Affäre zu einer jüngeren Kollegin und seine Liebe zu dieser Frau ist so stark, das er bereit ist, sein bisheriges Leben über Board zu werfen. Nach 24 gemeinsamen Ehejahren verläßt Peter die Familie und für Paris bricht eine Welt zusammen. Die bereits erwachsene Tochter Meg und der Jugendliche Sohn Wim versuchen Paris zu helfen, dennoch ist klar, das die Kinder ihr eigenes Leben leben müssen und Paris irgendwie mit der Situation allein zurecht kommen muss.


    Nur schwer kommt sie mit der Trennung zurecht und sie vertraut sich einer Therapeutin an, die sie ein Stück des Weges begleitet. Ihre Freundinnen beginnen Rendezvous für sie zu organisieren, die jedoch in einem Fiasko enden. Nach einem traumatischen Erlebnis packt Paris die Wut und sie beginnt ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Sie zieht von der Ostküste nach San Franzisko, sucht sich einen Job und ein schönes Haus. Doch auch an der warmen Westküste ist sie vor Rendezvous nicht gefeit und erlebt einige Überraschungen, ehe sie ihre neue Chance im Leben erkennt.


    Mein Fazit:


    Auch dieser Roman trägt eindeutig die Handschrift der Autorin. Aber man spürt, das Danielle Steel auch in ihren Büchern mit der Zeit mitgeht. So hat sie ein homosexuelles Paar als weitere Hauptfigur mit eingebunden und solche Dinge wie Handy und eMail sind aufgetaucht. Ein kleines Minus ist in meinen Augen – wieder mal – die Darstellung der finanziell ausgesorgten Ehefrau. Sicherlich trifft es auf einige zu, die eben einen wohlhabenden Mann haben, aber zu 80 % der Frauen müssen nach der Trennung arbeiten gehen, um sich über Wasser zu halten. Das ist so der Grund, warum ich nicht soo ganz damit identifizieren konnte.


    Ansonsten ist die Geschichte um Paris amüsant und spannend zu verfolgen. Eben ein echter Danielle Steel.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Dezember 2005.

    Inhaltsangabe:


    Piper Dove hat von ihrem Vater die harte Schule eines Privatdetektives durchlaufen. So sehr, dass sie kaum in der Lage ist, zu ihren eigenen Gefühlen zu stehen. Schwäche gibt es für sie einfach nicht. Und sie steht mit dem Rücken zur Wand: Wenn sie ihren einzigen Auftrag nicht erfolgreich abschließen kann, steht sie vor dem Nichts.


    Cooper Graham stammt aus einfachen Verhältnissen, aber als ehemaliger Quarterback der Chicago Stars hat er es zu Ruhm und Reichtum gebracht. Sein Ego reicht bis nach New York, was er stets immer wieder gern unter Beweis stellt.


    Piper soll Cooper observieren, doch das ist leichter gesagt als getan. Als er sie schließlich zur Rede stellt, prallen zwei eigenwillige und starke Charaktere aufeinander. Er stellt sie für die Security seines Nachtclubs ein und sie nimmt ihren Job sehr ernst.


    Trotz ihrer gegensätzlichen Leben entsteht eine gewisse Anziehung. Piper wehrt sich jedoch mit allen, was sie hat, dagegen. Cooper allerdings findet immer mehr und mehr Gefallen an seinem persönlichen Bodyguard, zumal sich zeigt, dass sie sich wirklich ernsthaft Sorgen macht, als plötzlich jemand nach seinem Leben trachtet.


    Mein Fazit:


    Ich habe vor Jahren schon einen Roman von der Autorin gelesen und fand ihn ganz witzig. Aus irgendeinem Grund habe ich jedoch keine anderen Bücher von ihr konsumiert. Sehr schade, ich glaube, da ist mir sehr viel entgangen. Ich kann es ja noch nachholen.


    Dieser Roman strotzt nur so vor sehr intelligenten Dialogen und witzigen Situationen. Ich musste mehrmals lachen und konnte mir das absolut ungleiche Paar gut vorstellen. Er, reich, berühmt und gutaussehend mit einem Ego, das einmal um die ganze Welt reicht. Cooper sieht in allem ein Wettstreit und er muss immer gewinnen, egal wie. Und dann kommt Piper in sein Leben, die ihm dieses Ego durchaus streitig macht, aber auf ihre eigene Art und Weise. Sie hat von ihrem Vater eine sehr strenge Erziehung genossen, verlieren stand dabei nicht auf dem Stundenplan. Gleichzeitig hat der Vater sie vor allem behütet, was Emotionen betraf. Liebeskummer? Was ist das? Kompromisse? Kennt sie nicht. Entweder oder ist ihre Devise und das liest man auf jeder Seite des Romans.


    Was ich sehr berührend fand, war die Tatsache, dass Piper durchaus Herz zeigte für Menschen, die nicht so privilegiert sind wie sie. Ein kleines Helfersyndrom kam da zum Vorschein, auch wenn es entgegen ihrer Erziehung war.


    Die Figuren sind mir sehr sympathisch gewesen, denn sie haben Ecken und Kanten. Und die Story ist für mich schlüssig gewesen, nur mit dem Ende hatte ich so meine kleinen Probleme. Sei es drum: ich habe mich sehr wohl gefühlt beim Lesen und die 480 Seiten sind nur so dahin geflogen.


    Für mich ein absoluter Wohlfühl-Roman, der mich von der ersten Seite an fesselte. Fünf Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Erschienen auch unter dem Titel "Der Feind in meinem Bett"


    Inhaltsangabe:


    Sara Burney ist seit über drei Jahren mit Martin verheiratet, doch schon kurz nach den Flitterwochen hatte er begonnen, sie zu schlagen und zu kontrollieren. Gebrochene Zehen, gerissene Milz und unzählige blaue Flecken später entschließt sie sich dazu, ihren Mann endgültig zu verlassen. Doch sie will ihn nicht einfach verlassen, er soll denken, sie wäre tot. Denn er hat ihr geschworen, dass er sie nie gehen lassen würde und sollte sie einen neuen Mann haben, würde er nicht nur sie, sondern auch ihn umbringen.


    Sara täuscht einen Ertrinkungstod vor und reist unter dem Namen Laura Gray nach Cedar Falls in Iowa, um ein neues Leben zu beginnen. Nur mit Hilfe hat sie einen neuen Job und ein kleines Haus, welches sie sich nach ihren Vorstellungen einrichten kann. Der Nachbar Ben Woodward ist Universitätsprofessor und sehr an der hübschen, aber ziemlich dünnen Frau nebenan interessiert.


    Martin trauert um Sara, bis er eines Tages erfährt, dass sie heimlich einen Schwimmkurs besucht hat. Er kann es kaum glauben, hat Sara doch immer wieder betont, wie viel Angst sie vor dem Wasser hat. Sein Misstrauen ist gewachsen und er macht sich auf die Suche nach seiner Frau, die doch eigentlich tot sein sollte.


    Mein Fazit:


    Dieses Buch stand schon so lange in meinem SuB. Den Film dazu habe ich schon einige Male gesehen, aber auch schon vieles vergessen. Im Rahmen der Challenge habe ich mir gedacht, ich nehme es jetzt mal in die Hand.


    Der Schreibstil ist etwas ungewöhnlich. Ich kam nicht gleich damit zurecht und während der Erzählung waren mir Martin und Sara gelegentlich etwas fremd. Einblick in ihr Seelenleben zu bekommen war nicht immer einfach. Sehr viel erinnerte ich mich nicht mehr an den Film, aber die groben Züge waren mir bekannt und ich fand sie auch in dem Buch wieder. Die Gewalt und die Folgen gingen im Buch natürlich viel tiefer und das fand ich schon krass. Auch Martin, der während der Trauer die Tagebücher seiner Frau las, konnte alles lesen und fand doch nicht zu Reue und Demut.


    In der Mitte des Buches gab es einen kleinen Durchhänger und der Spannungsbogen flachte deutlich ab. Schließlich gewann es wieder an Fahrt, aber das Ende war dann doch anders als gedacht (zumindest vom Film bekannt). Es ließ mich etwas enttäuscht zurück. Da baut sich dann die Spannung so auf und geht dann platt zu Ende. Es kam mir so vor, als wollte die Autorin plötzlich fertig werden.


    Insgesamt gesehen ist es ein Buch mit erheblichen Schwächen, welches nur durch die Verfilmung wirklich glänzt. Drei Sterne ist es mir nur wert mit einer bedingten Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Anna Mae Bullock erblickt 1939 in Nut Bush, Tennessee, das Licht der Welt. Eigentlich ist sie unerwünscht und ihre Eltern streiten sich ständig. Zu ihrer Schwester Alline hat sie anfangs erst ein gespaltenes Verhältnis, denn Anna sieht, wie sehr ihre Schwester von der Mutter geliebt wird.


    Anna hat mehrere ursprüngliche Rassen in sich. Ihre hohen Wangenknochen zeugen von einer indianischen Abstammung, die dunkle Hautfarbe von der dunklen Rasse. Ihre Familie ist groß, doch zu wenigen Menschen baut sie eine wirklich tiefe Bindung auf. Anna ist eher eine Einzelgängerin und verhält sich eher wie ein Junge als ein Mädchen. Sie streift durch dieBaumwollfelder, klettert auf Bäume und hat viel Unsinn im Kopf.


    Die Eltern trennen sich, als Anna zehn Jahre alt ist und sie wird zwischen ihrer Verwandtschaft hin- und hergeschubst. Schon früh beginnt sie zu arbeiten, in privaten Haushalten. Mit 16 Jahren kann sie zu ihrer Mutter nach St. Louis ziehen, die sich dort ein bescheidenes Leben aufgebaut hat. Und über ihre Schwester Alline lernt sie schließlich in einem dieser Clubs Ike Turner und Kings of Rythm kennen. Obwohl Ike Turner gar nicht ihr Typ ist, fasziniert er sie und als sie die Chance bekommt, auf der Bühne ihre Stimme zum Besten zu geben, ist die ganze Welt einfach nur fasziniert.


    Sehr schnell weiht Ike Turner, eigentlich selbstein Kind der Armut, in das Geschäftsgebaren der Musikwelt ein und baut immer mehr und mehr eine Revue-Show um Anna Mae auf. Als sie schließlich von einem der Bandmitglieder ein Kind erwartet, steigt sie voll ins Geschäft ein, um für den kleinen Craig und sich das Leben finanzieren zu können.

    Ike Turner, noch mit Lorraine verheiratet, bändelt irgendwann auch mit Anna an, obwohl sie vorher ein eher „geschwisterliches“ Verhältniss hatten. Wirklich verliebt ist Anna in ihn nicht, aber Ike spürt, das er mit Anna viel Geld verdienen kann und so heiratet er sie, jedoch mehr aus Geschäft denn aus Liebe. Auch Anna ist klar, das er trotz der Ehe nie die Finger von den Frauen lassen wird, und so nimmt die Katastrophe immer mehr und mehr ihren Lauf.


    Bei der Eheschließung wird aus Anna Mae Bulluck schließlich Tina Turner. Ike organisiert mehrere Auftritte jeden Abend und obwohl Tina oft geschunden ist von seinen Demütigungen und Prügel, muss sie ihre Show abliefern. Es zeigt sich im Laufe der Zeit immer mehr, das der Erfolg des Duos mehr Tina als Ike zu verdanken ist und diese Tatsache verkraftet Ike immer weniger, bis er sich in Exzesse, Drogen und Alkohol, flüchtet. Nur mit Mühe und viel Kraft schafft Tina die endgültige Trennung von Ike, und selbst da ist ihr Leben nicht sicher.


    Mein Fazit:


    Mein lieber Schwan, wäre es kein Tatsachenbericht, da hätte ich gedacht, wer kann sich bloß solche Gemeinheiten und Boshaftigkeiten ausdenken. Aber offensichtlich war Ike Turner wirklich so ein Sadist, das man es nicht in Worte kleiden kann. Ich hatte sicher schon in früher Kindheit von meiner Mutter gehört, das die Ehe von Ike und Tina Turner nicht so berauschend war. Aber was für ein Ausmass es hat, wird einem mit diesem Buch erst klar. Tina erzählt frisch von der Leber weg, auch ganz offen über intime Dinge wie Sex und ähnliches.


    Auch sogenannte Zeitzeugen kommen zu Wort und bestätigen offensichtlich, wie schwierig für Tina die Ehe und wie hart der Kampf mit Ike war. Auch ohne dieses Buch habe ich Tina Turner schon verehrt, aber jetzt sehe ich sie mit noch mehr Bewunderung. Wer das übersteht, was sie überstanden hat, den kann nichts mehr erschüttern. Ein Buch, das ich empfehle, was aber nicht immer für schwache Nerven ist!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus August 2005.

    Inhaltsangabe:


    Die Freunde haben die Stadt auf dem Berg erreicht, gerade rechtzeitig. Doch Jem haben sie zurück gelassen. Lucie ist voller Sorge um ihren Freund, während die anderen versuchen, mit der fremdartigen Kultur zurechtzukommen.


    Jem überlebt jedoch den Bären-Angriff und kann sich mit List durchschlagen. Als er der mysteriösen Stadt näher kommt, sieht er, wie die dunkelhäutigen Menschen als Sklaven behandelt werden. Da er selbst ebenfalls dunkelhäutig ist, weiß er, dass er so nicht an seine Freunde heran kommt.


    Lucie und ihre Freunde kommen Geheimnissen auf die Spur, die ihre Reise erklären. Die Religion der Überlebenden basiert auf einen alten Science Fiction-Roman. Und sie erfahren, dass sie nicht die ersten Zeitreisenden sind. Als sie jedoch in einem streng gehüteten Buch darüber lesen, werden sie von Marek verraten und ihnen blühen hohe Strafen.


    Aber da erscheint Jem wieder auf der Bildfläche, der mit Hilfe der Sklaven seine Freunde aus der Stadt herausführt. Sie müssen in den Süden reisen, in der Hoffnung, doch noch Nachkommen der Zeitreisenden zu finden.


    Mein Fazit:


    Die Fortsetzung dieser Reihe ist ähnlich spannend wie der vorangegangene Teil. Mark Bremer hat die Geschichte um die Freunde sehr gut vorgelesen und auch offenbar an den richtigen Stellen betont – zumindest erschien es mir so.


    Der Autor hat wieder sehr viel Phantasie einfließen lassen und dem Zuhörer eine Welt präsentiert, die man sich auch so vorstellen kann. Leider vermisse ich zwischendurch eine gewisse Tiefe bei den Figuren. Sie bleiben leider etwas oberflächlich, wohl auch, weil doch sehr viele Figuren eine wichtige Rolle spielen. Bis auf Lucie und Jem kann ich ihnen kaum Gesichter zuordnen. Es bleibt ein bisschen vage.


    Nichts desto trotz ist es spannend und manchmal gab es schon sehr interessante Cliffhanger am Ende der Kapitel. Man musste einfach weiterhören, um zu erfahren, was denn passiert ist. Und dann die Entwicklung der Evolution – plötzlich sind Tintenfische die Herrscher der Erde. Da kamen mir Gedanken an „Planet der Affen“ in den Sinn.


    Ich freue mich schon auf den dritten Teil, denn eine neue Szene hat sich aufgetan, die auch vielversprechend klingt. Der zweite Teil ist auch zu empfehlen, wenn auch nur mit vier Sternen.

    Inhaltsangabe:


    Schottische Highlands, 1837: Fiona Hemington ist auf dem Weg nach Inverness, um nach dem Tod ihrer Mutter bei der Tante ein trostloses Leben zu fristen, als die Kutsche überfallen wird. Sie überlebt als Einzige und kann sich zu einem düsteren Anwesen retten: Thirstane Manor.


    Thirstane Manor scheint ein eigenständiges Lebewesen zu sein. Seit sie das riesige Anwesen betreten hat, spürt sie eine seltsame Melodie in ihrem Inneren. Eine dunkle maskenhafte Gestalt macht ihr ebenso Angst wie der Hausherr: Aidan Thirstane. Das wenige Personal, das sich um alles kümmert, ist auch nicht gerade behilflich und gibt sich ebenso seltsam wie zugeknöpft.


    Sir Aidan ist der Hausgast erst gar nicht Recht, durchkreuzt sie doch seine Pläne. Als er jedoch erfährt, wessen Tochter sie ist, spürt er, dass sich ihm eine einmalige Chance bietet. Aber sie ist so ganz anders als ihr Vater und das irritiert ihn mehr, als ihm lieb ist.


    Welches dunkle Geheimnis verbergen das Haus und dessen Herr? Oder wird Fiona wirklich dem Wahnsinn anheimfallen?


    Mein Fazit:


    Die Autorin hat ja schon in der Vergangenheit bewiesen, dass sie tolle Geschichten erzählen kann. Und mit diesem Roman ist es nicht anders.


    Allerdings tat ich mich am Anfang erst ein bisschen schwer, weil die düstere Atmosphäre wirklich sehr bedrückend war, zumindest für mich. Jedoch lässt die Spannung nicht lange auf sich warten, schon gleich zu Beginn wird die Kutsche überfallen und die junge Frau Fiona Hemington kann durch eine Fügung des Schicksals dem Überfall entkommen.


    In atmosphärischen Beschreibungen entsteht ein Bild von einer mystischen Kulisse in den schottischen Highlands. Die Schlacht von Culloden fand knapp 100 Jahren zuvor statt und seither ist das Land ausgeblutet. Ganze Landstriche sind verwaist. Die Menschen, die noch in den Dörfern leben, sind verarmt und desillusioniert. Und dann taucht dieses Herrenhaus auf, das offenbar ein Eigenleben hat. Es wird nur von einer Handvoll Personal geführt, was zur Folge hat, dass viele Räume schon lange unbenutzt sind. Das verstärkt die Atmosphäre von Geheimnissen und Magie. Vielleicht weil mir die Beschreibungen der Atmosphäre so plastisch erschienen, hatte ich so am Anfang meine Probleme damit. Die letzten 470 Seiten habe ich an einem Tag gelesen und ich war in jeder Minute mitten drin und verfolgte gespannt die Geschichte von Fiona und Aidan.


    Zwei ungleiche Menschen, zwei völlig verschiedene Agenden und doch gibt es die eine oder andere Gemeinsamkeit, die sie miteinander verbindet. Die zarte Fiona, die von ihrem Vater verschämt versteckt wird, da sie an Fallsucht leidet und eine sehr lebhafte Fantasie hat. Und Aidan, der ein Laird ist, aber eigentlich keiner sein will, dennoch eine große Schuld trägt, für die Schandtaten seiner Familie. Sie begegnen sich vorsichtig und mit großer Distanz. Die Entwicklung der Figuren ist erstaunlich wie auch authentisch und greifbar nah. Ich konnte mich in beide sehr gut hinein versetzen und verstehen, warum sie so handelten. Ich habe beide schlichtweg in mein Herz geschlossen.


    Obwohl ich das eine oder andere durchaus richtig geahnt habe, war es spannend bis zur letzten Zeile. Und es bleiben keine Fragen offen. Man merkt der Geschichte die intensive Recherche an, wofür man der Autorin nur den Respekt zollen kann. Es hat sehr viel Tiefgang und die Beschreibungen lassen die ganze Landschaft vor dem inneren Auge entstehen.


    Ein Buch, das bewegt und einen nicht so schnell los lässt. Zumindest ergeht es mir so. Fünf überzeugte Sterne und eine klare Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Maggie Mullins ahnt nicht, was sie auf der Raumstation McAuliffe erwartet, als sie dort eintrifft. Sie hatte Adam Strade, den Commander, per Funkübertragung schon kennengelernt, doch sie ist von seiner Männlichkeit und seinem Selbstbewußt mehr als nur überrascht.


    Maggie hat die Aufgabe, den Commander auf seine psychologische Tauglichkeit zu prüfen, ob er einer dreijährigen Marsmission gewachsen ist. Adam hingegen plagen immer mehr Zweifel, ob er sein selbst auflegtes Exil tatsächlich auch anstreben soll. In der Schwerelosigkeit und der Weite des Alls beginnt ein kleines Katz-und-Maus-Spiel, wo beide eigentlich keine Gewinner sein können, denn sie haben Wünsche und Träume. Doch beide haben einen gleichen Wunsch: Um ihrer selbst Willen geliebt zu werden! Läßt sich ihre Liebe mit den verschiedenen Zukunftsplänen vereinbaren?


    Mein Fazit:


    Dieser Roman ist nur Mittelklasse. Die Charaktere sind oberflächlich beschrieben und die Story eigentlich eher dünn und unglaubwürdig. Einzig die Hintergrundkulisse ist interessant und läßt viel Freiraum für Phantasie!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juni 2004.

    Mein Fazit:


    Nun, die Rezension zu dieser Geschichte kann man getrost kurz halten. Denn es bietet der geneigten Leserin nicht sehr viele Höhepunkte.


    Auch wenn ich den Beschreibungen der Valerie Lane und den dazu gehörigen Menschen durchaus etwas abgewinnen kann und mich dort wohl fühlte, so war es mir an manchen Stellen eben doch einfach zu perfekt. Vieles war auch vorhersehbar und das nahm mir dann auch etwas den Lese-Spaß.


    Laurie selbst war mir zwar sympathisch, aber an einigen Stellen wirkte sie für eine 32jährige Geschäftsfrau etwas unreif. Und die Freundinnen wurden noch nicht so genau beleuchtet, was wohl in den Folgebänden passieren wird.


    Insgesamt sehr leichte Kost ohne nennenswerte Höhepunkte – das hat also noch Potential nach oben. Ich bin gespannt, wie der Folgeband sein wird, die Ansätze sind ja schon mal gelegt. Dieser hier bekommt nur drei Sterne in der Hoffnung, dass die anderen Teile der Reihe etwas mehr bieten.

    Inhaltsangabe:


    Von einer Sekunde zur anderen ändert sich Leona Dorns Leben. Gerad war sie Zeugin eines Selbstmordes geworden, als ihr Mann Wolfgang ihr eröffnet, er wolle sich trennen, um mit einer anderen Frau ein neues Leben zu beginnen, nach vielen gemeinsamen Ehejahren.


    Als sie eingeladen wird, sich bei der Verstorbenen aus dem Nachlass etwas zu nehmen, trifft sie Robert Jablonski, den Bruder, wieder. Robert Jablonski ist Übersetzer und lebt eigentlich in Ascona. Und er scheint genau der Richtige für sie zu sein, der ihrem angeknacksten Ego gut tut. Sie beginnen eine Beziehung, die von Anfang jedoch auch etwas merkwürdig ist.


    Gleichzeitig wird die Geschichte von Lisa erzählt, dessen Schwester Anna auf bestialische Art und Weise das Leben genommen wurde. Leider kann Lisa bei den Ermittlungen nicht viel weiterhelfen, denn Anna war sechs Jahre spurlos verschwunden. Eines Tages erhält Lisa einen merkwürdigen Anruf, der sie auf eine interessante Tatsache aufmerksam macht, was den Aufenthaltsort ihrer Schwester in den letzten sechs Jahren betrifft.


    Mein Fazit:


    Welch‘ ein spannender Thriller. Charlotte Link hat mit diesem Roman wieder einmal bewiesen, das sie spannungsgeladene Geschichten schreiben kann. Zwar nicht von der ersten Seite, aber ab der40.ten Seite etwa kommt Fahrt auf, als ihr Mann ihr die Trennung offenbahrt und sie in einen Strudel voller Selbstzweifel gerät. Ab da kam ich von der Geschichte nicht mehr ganz los.


    Zugegeben, als mir bewußt wurde, was es wirklich mit dem Verehrer aufsich hat, wurde die Spannung wieder etwas genommen und es zog sich für mich etwas in die Länge. Aber es lohnt sich, weiterzulesen. Geschickt hat die Autorin alle betreffenden Personen in die Handlung eingebunden, so das alles seinen Sinn ergibt und keine Fragen offen bleiben. Einziges Manko: Bei drei weiblichen Figuren begann der Name mit L, das brachte mich zuweilen in Verwirrung.


    Aber die Geschichte ist glaubhaft, die Figuren haben Tiefgang und selbst der Psychopath konnte einem sympathisch sein, kurioser Weise. Alles in allem ist das Buch 4 von 5 Sternen wert!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2009.

    Inhaltsangabe:


    Vor 18 Jahren waren sie Jugendliche mit übersprießenden Hormonen und hitzköpfigem Gemüt. Ailsa, jung und verliebt in Grayson St. John, versuchte mit Blair diesen eifersüchtig zu machen. Doch sie ahnte nicht, dass auch Blair sie gern sofort als Seine angesehen hätte. Während der Mondwende fielen die Würfel und das Schicksal nahm seinen Lauf. Grayson kehrte von der Insel nach London zurück und Ailsa ging nach Toronto, um sich dort ein neues Leben aufzubauen.


    Knapp 18 Jahre später kehrt Ailsa auf die Äußeren Hebriden zurück. Ihre Mutter ist verstorben und sie möchte eigentlich nur das Haus verkaufen. Blair ist der Erste, dem sie begegnet. Obwohl er schon längst verheiratet und Vater zweier Söhne ist, scheint er eine dunkle Seite an sich zu haben. Grayson St. John ist ebenfalls wieder auf der Insel und führt ein Hotel. Blair ist das nach wie vor ein Dorn im Auge und er macht aus dieser Abneigung kein Hehl.

    Doch Ailsa hat eigentlich ganz andere Sorgen. Ihr Mann Paul hat sie betrogen und die Scheidung steht an. Für sie gibt es keinen Grund mehr, eilig nach Toronto zurück zu fliegen. Sie beginnt ein Leben auf der Insel zu planen und genießt das Gefühl, zu ihren Wurzeln zurückgekehrt zu sein.


    Aber noch sind viele Hürden zu überwinden und die Sache mit Blair und Grayson ist mysteriöser denn je. Welche Geheimnisse verbergen sich noch hinter den beiden Männern?


    Mein Fazit:


    Ich hatte mich sehr auf diesen Roman gefreut und er war früher erhältlich als angekündigt. So kam ich nicht umhin, ihn auch relativ schnell zu lesen.


    Allerdings wurden meine Erwartungen etwas gedämpft. Die Geschichte beginnt etwas schwerfällig. Ich kam nicht so gut hinein und manches kam mir an einigen Stellen etwas langatmig vor. Es konnte mich nicht so sehr fesseln wie der Debütroman der Autorin, den ich innerhalb von 24 Stunden gelesen hatte.


    Die Kulisse ist atemberaubend – wild und rau. Das Wetter wechselt oft sehr schnell und man muss schon daran gewöhnt sein, um es auszuhalten. Auch die Gesellschaft der Inseln wird eindringlich geschildert. Die Menschen leben von der kargen Landwirtschaft, die Crofts (Farmen) geben wirtschaftlich nicht viel her. Einzig der Tourismus belebt die Insel und das wird auch mit Argus-Augen gesehen. Die Beschreibungen der Kulissen sind sehr bildhaft und ich konnte mir das alles sehr gut vorstellen.


    Ailsa (den Namen finde ich ungewöhnlich, ich habe immer Alisa gelesen) kehrt zu ihren Wurzeln zurück und sofort stellt sich eine gewisse Vertrautheit ein. Ihre Liebe zu Grayson flammt wieder auf und Blair lässt es nicht wirklich kalt, obwohl er das personifizierte Raubein ist und sich sehr zugeknöpft gibt. Ohne Zweifel, die Figuren haben Ecken und Kanten.


    Die Liebesgeschichte zwischen Grayson und Ailsa entwickelt sich schnell, es kam mir fast ein bisschen überstürzt vor. Da hätte ich mir mehr Zeit für die beiden gewünscht und weniger kleine Missverständnisse. Immerhin sind sie erwachsene Menschen mit einer gewissen Lebenserfahrung.


    Sei es drum: Die Geschichte um Ailsa, Grayson und Blair inmitten der Steine von Callanish hat schon sehr viel Schottland-Gefühl, schon allein deshalb lohnt sich das Buch. Vier Sterne bekommt es von mir mit einer klaren Lese-Empfehlung.

    Inhaltsangabe:


    Claire kehrt nach zwanzig Jahren mit ihrer Tochter Brianna zurück nach Schottland. Gemeinsam suchen sie Roger Wakefield auf, um nach Spuren von Jamie Fraser aus der Schlacht bei Culloden im Jahre 1745 zu suchen.


    Schließlich beginnt Claire ihrer Tochter zu erzählen: Frankreich 1744. Claire ist Schwanger und voller Glück. Sie leben in Paris, um Charles Stuart, den rechtmäßigen jakobitischen König Schottlands, von seinem Vorhaben, den Thron zu beanspruchen, abzuhalten.


    Dabei tauchen alte Geister auf: Jack Randall ist ebenfalls in Paris wie auch Mary Hawkins, eine Vorfahrin von Frank Randall, Claires Ehemann in der Gegenwart. Das beschwört eine Totgeburt bei Claire hervor und sie verliert das Kind. Und Jamies Spionage-Tätigkeit bleibt nicht allen verborgen und so beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.


    Als sie inzwischen selbst wieder in Schottland sind und sich in Sicherheit wiegen, kehrt Charles Stuart nach Schottland zurück und bittet alle Clans, ihm zu helfen, seinen rechtmäßigen Thron zurück zu erobern.


    Mein Fazit:


    Ein enttäuschender zweiter Teil! Den ersten Teil der Saga habe ich regelrecht verschlungen. Doch bei diesem fehlte mir oft die Energie, mich durch zu Zeilen zu wühlen, so das ich über drei Wochen an dem Wälzer knabberte.


    Zwar steht noch immer die Liebesgeschichte zwischen Jamie und Claire im Vordergrund, aber auch die politischen Vorgänge wurden ziemlich detailiert beleuchtet. Das führte zu einigen Längen im Buch, durch die ich mich durchkämpfen musste. Viele Personen spielten eine maßgebliche Rolle und so hatte ich manches Mal meine Mühe, diese auseinander zu halten. Einiges aus dem ersten Teil wurde kurz erörtert, um sie ins Gedächtnis zurück zu rufen. Dies fand ich widerum gut, denn so viele Einzelheiten waren wichtig. Ohne dem wäre ich völlig durcheinander gekommen.


    Was mir allerdings gefiel: Die Autorin ist dieses Mal ein wenig auf die Gepflogenheiten der Schotten eingegangen, hat beschrieben, wie sie lebten. Auch die hygienischen Mißstände wurden detailliert erklärt, so das ich mir ein lebhaftes Bild von den Gegebenheiten machen konnte.


    Alles in allem muss ich jedoch leider sagen, das mir mit diesem Band die Lust auf die weiteren Bände genommen wurde. Es bekommt daher nur 3 von 5 Sternchen.


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Februar 2010.

    Inhaltsangabe:


    Sarah Whitfield feiert ihren 75.ten Geburtstag, als sie auf ihr vergangenes Leben zurück blickt, das ihr alle Höhen und Tiefen gegeben hat, was ein ausgefülltes Leben zu geben vermag.


    Als Sarah Thompson wurde sie in New York in der guten Gesellschaft geboren. Ziemlich früh heiratete sie den Lebemann Freddie Van Deering. Doch er entpuppte sich als lausiger Ehemann und Mr. Thompson arrangierte die Scheidung. Nachdem Sarah sich ein Jahr vor Scham und Demütigung zurückgezogen hatte, unternehm sie nur widerwillig mit ihren Eltern eine Europareise. In England schließlich lernte sie William Whitfield, den Duke of Wihitfield kennen. Nur zögerlich gibt sie seinem Werben nach und schließlich heirateten sie nach ein paar Monaten aus tiefster Liebe. William Whitfield ist es völlig egal, das sie bereits eine geschiedene Frau ist und auch wenn er in der Thronfolge in der englischen Aristokratie einen Platz hat, so verzichtete er gerne darauf.


    Während ihrer Flitterwochen fanden sie das verlasse Gut Château de la Meuze in Frankreich und verliebten sich darin. Mit viel harter Arbeit und Mühe begannen sie es herzurichten. Am 1. September 1939 brachte Saran schließlich unter großen Schwierigkeiten ihren ersten Sohn Phillipp zur Welt. Doch schon mußte William nach England gehen, da der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war.


    Für Sarah begann eine lange und einsame Zeit. Sie gebar eine Tochter, Elisabeth, die deutschen Truppen besetzten das Château und William wurde schließlich als vermißt gemeldet. Doch blieb Sarahs unterschütterliche Liebe fest und sie kämpfte mit aller Macht für ihre Liebe und ihr Leben …


    Mein Fazit:


    Dies ist eine außergewöhnliche Geschichte. Danielle Steel hat wieder die obere Schicht als Aktionsradius gewählt, was es einem machmal schwierig machte, sich mit der Heldin zu identifizieren. Aber die erlittenen Schicksalsschläge machte die Geschichte wieder glaubhafter! Einige Stellen fand ich als zu langatmig (vor allen Dingen die letzten 100 Seiten), dennoch ist es alles in allem ein gelungenes Buch und ich kann es wärmstens empfehlen!


    Anmerkung: Die Rezension stammt aus Juli 2004.

    Inhaltsangabe von der Print-Version:


    Isabel Drievers, erfolgreiche Unternehmensberaterin, hat einen Tumor im Bauch – männerfaustgroß. Und bis zur großen OP hat sie 14 Tage Zeit, sagt ihr Arzt und rät ihr außerdem, in den Urlaub zu fahren. Und ehe Isabel es sich versieht, hat sie einen gelben VW-Bulli von Rasso gemietet. Spontan möchte sie in die Provence fahren und Rasso begleitet sie ein Stück, denn er hat noch etwas zu erledigen.


    Georg, Isabels Lebensgefährte, findet ihre Nachricht und ihr Handy zu Hause vor. Ein ungewohntes Gefühl macht sich in ihm breit: Sie ist für ihn nicht erreichbar. Isabel hingegen findet es herrlich, einfach Zeit zu haben und sich um nichts Gedanken machen zu müssen. Sie erlebt abenteuerliche, schöne und nachdenkliche Momente mit Rasso, einem zugelaufenen Streuner und dem attraktiven Piet, der genau wie sie den Film „Der Himmel über Berlin“ mag.


    Zum ersten Mal fühlt Isabel sich frei, doch bei den Untersuchungen im Krankenhaus wird noch mehr entdeckt und sie wird dringend gesucht …


    Mein Fazit:


    Stefanie Gregg schreibt wirklich schöne Geschichten. Und diese mit dem gelben VW-Bus, der ja auch das Symbol der Flower-Power-Zeit darstellt, ist wirklich eine schöne, die zudem sehr tiefgründig und humorvoll ist.


    Und ich bin froh, dass ich diese Geschichte schon gelesen habe. Denn hätte ich erst das Hörbuch gehört, wäre bei mir ein ganz anderer Eindruck entstanden. Dieses Hörbuch ist für mich das beste Beispiel dafür, wie wichtig der akustische Eindruck ist, dass er durchaus mitentscheidend ist, wie eine Geschichte wirkt und angenommen wird.


    Nina Koenig hat eine sehr eigentümliche Stimme, die auf mich zuweilen einschläfernd wirkte. Außerdem verfiel sie gelegentlich in einen Dialekt oder Akzent, das kann ich nicht genau beurteilen. Denn das „t“ hat sie oft auffällig weich gesprochen. Oder sie hatte sich mal kurz verhaspelt. Ich finde, das darf so einfach nicht sein, dann muss man die Aufnahme eben noch mal machen, zumindest einen Teil.


    Die Stimme passt definitiv nicht zur Geschichte und macht das ganze Hörvergnügen anstrengend. Ich bin froh, dass ich das Buch schon gelesen habe, sonst hätte ich es zwischendurch abgebrochen.


    Drei Sterne für das Hörbuch kann ich nur vergeben, sehr schade!