Beiträge von daniii

    Was sich auf den ersten Blick nach verschwörungstheoretischem Geschwätz anhört, hat faktisch eher den Charakter eines staats- und verfassungsrechtlichen Diskurses.

    Tut mir leid, aber der Kopp Verlag ist bekannt für genau das: verschwörungstheoretisches Geschwätz, verbunden mit einer gefährlichen Nähe zu rechtspopulistischen Themen: http://www.spiegel.de/wirtscha…t-der-angst-a-967704.html

    bis S. 54


    Ja, ich habs gestern zwischen meinen aktuellen Serien "Once upon a Time" und "Fear the Walking Dead" tatsächlich geschafft, in den Nachtzirkus reinzulesen, und es hat mir so gut gefallen, dass ich direkt bis Seite 54 durchgelesen habe.


    Die Atmosphäre gefällt mir bisher sehr gut, sie hat etwas Düsteres, das ich aber noch nicht so ganz greifen kann. Beide Magier sind mir unheimlich, und ich bin gespannt, was es mit dem Wettkampf auf sich hat, Sie scheinen ja schon ewig verfeindet zu sein. Die Ringe binden die beiden Kinder sicher mittels Magie an den Wettkampf, ich könnte mir vorstellen, dass das nicht nur symbolisch ist, sondern mehr dahintersteckt, ein Zauber, der sie untrennbar mit der Wette verschweißt. In dem Zusammenhang finde ich auch interssant, dass Celia ja direkt gebunden wird, bei Marco jedoch wartet der Zauberer erst noch ab, bevor er ihm Prosperos Ring an den Finger steckt und die Sache damit quasi besiegelt.


    Als Marco auf Isobel trifft, hatte ich kurz gedacht, dass es sich um Celia handeln könnte, die einen falschen Namen nennt, aber da war ich wohl auf dem Holzweg. Bin gespannt, wie es da weitergeht!

    Die "Turm" - Saga war auch einer der Gründe, warum ich Stephen verlassen habe. Den ersten Band fand ich so langweilig, dass ich ihn ziemlich schnell abgebrochen habe, was ich selten tue. Danach hatte ich keine Lust mehr auf die Fortsetzungen. Jetzt habe ich die Rezension von frl_smilla gelesen, die "Schwarz" auch nicht mochte, aber die weiteren Bände großartig fand. Kannst Du das bestätigen?


    Ich gehöre ja zu den wirklich wenigen Menschen, die "Schwarz" großartig fanden - ich habe es sogar mehrmals gelesen und liebe die Atmosphäre des Buches. Aber es ist tatsächlich ganz anders als die anderen Bände, fast ein wenig aus der Art geschlagen. Ich war, als ich mit "Drei" anfing, sogar erst mal richtig irritiert und habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen, dass es so anders weitergeht. Insofern könnte es sich für enttäuschte "Schwarz"-Abbrecher durchaus lohnen, sich durch den ersten - im Vergleich ja auch recht kurzen - Teil durchzukämpfen :wink:

    Hach, was für eine spannende Diskussion hier, da muss ich als alter King-Fan doch auch mal meinen Senf dazugeben :)

    Ich war in meiner Jugendzeit auch ein Stephen King-Enthusiast und habe ein paar Jahre lang seine Bücher mit großem Vergnügen gelesen. Aber irgendwann war bei mir die Luft raus. Gemerkt habe ich das zum ersten Mal bei dem Roman "Das Monstrum - Tommyknockers", den ich stellenweise richtig langweilig fand. Alles begann sich zu wiederholen, variierte immer nur das ewig Gleiche.


    Das ging mir ganz ähnlich - ich habe mit 13 oder 14 angefangen, King zu lesen und war schnell ein begeisterter Fan. "Shining" habe ich in der Schule heimlich unterm Tisch gelesen, den Wälzer "Es" trotz seines Umfangs tapfer mit mir rumgetragen und die Pausen völlig versunken in diesen Roman zugebracht (für unter den Tisch war das Ding einfach zu groß, Heyne Jumbo, wer die noch kennt). In der Folge habe ich alles, was mir von King zwischen die Finger kam, verschlungen - zum Glück hatte mein Vater eine recht umfangreiche Sammlung, an der ich mich bedienen konnte, auch wenn meine Mutter meinte, ich wäre noch etwas zu jung dafür. "Tommyknockers" fand ich noch ganz gut, "Needful Things" großartig, aber bei "Das Spiel" bin ich ausgestiegen. Obwohl gerade der Roman so anders war, gingen mir urplötzlich die sich immer wieder ähnelnden Settings, die immer wieder auftauchenden Muster total auf die Nerven. Der Autor, den ich lange Zeit für den originellsten und besten Horror-Autor überhaupt gehalten hatte, wirkte auf mich auf einmal eher einfallslos.
    Mit "Das Mädchen" habe ich dann noch mal einen Einstieg gewagt - und mich zu Tode gelangweilt. "Puls" war ein weiterer Versuch, das fand ich am Anfang auch ganz spannend, gegen Ende dann aber auch wieder eher enttäuschend.


    Die Lobeshymnen auf seinen Roman "Die Arena" haben mich dann noch mal neugierig gemacht und ich habe ihn mir auf meinen Kindle herunter geladen. Leider wurde mein Misstrauen bestätigt. Es gab nichts Neues, keine Fortentwicklung, sondern wieder nur die üblichen King-Szenarien wie schon vor dreißig Jahren, nur dass sie heute auf mich allzu routiniert und eher lieblos gemacht wirkten.


    In diesen Roman hatte ich auch ganz viel Hoffnung gesetzt und war auch eher enttäuscht. Routiniert und lieblos, das kann ich genauso unterschreiben.


    Mein Wiedereinstieg war schließlich die Saga um den Dunklen Turm. Ich hatte damit schon als Teenager angefangen (hier nachzulesen), aber nie zu Ende gelesen, bis mein Freund das völlig begeistert verschlungen hat. Und jetzt bin ich wieder komplett drin. "Der Anschlag" hat mich so gepackt, dass ich seitdem wieder alles, was aus Kings Feder stammt, verschlinge. Vielleicht mit etwas mehr kritischem Abstand als vor 25 Jahren, ich finde auch nicht mehr alles toll, aber ich freue mich auf jeden neuen King und hoffe - wie @Kapo - dass King endlich mal wieder einen epischen Schmöker raushaut.


    Vielleicht habe ich einfach noch nicht zu viele King-Romane gelesen, denn ich habe das ganz und gar nicht so empfunden. Und ich liebe es auch, wenn er in seinen Romanen immer wieder Anspielungen auf seine anderen Werke versteckt. Nun ja, vielleicht ist das ja mein Glück als "Späteinsteiger"


    Oh ja, über die Anspielungen freue ich mich auch immer wie ein kleines Kind :) Auch wenn ich sicher nicht mehr alle entdecke. Ich bin dann wohl ein "Früheinsteiger", der seine Begeisterung wiedergefunden hat - der King und ich wir hatten vielleicht einfach eine Art Beziehungskrise, kommt in den besten Familien vor :lol:

    Leider gibt es diesen wirklich lesenswerten Roman von Anna Seghers schon lange nur noch gebraucht (ich habe ihn schon ca. 1998, als ich ihn für ein Uni-Seminar brauchte, nur noch antiquarisch bekommen) - schade eigentlich.
    Der Zweite Weltkrieg spielt hier eine Rolle, der Roman spielt zwischen 1918 und 1945.

    Ich habe dieses Buch auch geschenkt bekommen und es war für den Schenker ein absolutetr Fehlkauf. Dieses Buch "funktioniert" bei einem Bucherfreund nicht, denn ich kann es nicht misshandeln. Es bricht mir das Herz Bücher, ganz egal welche, mit allerlei Gegenständen zu traktieren. :(


    Meine Schwester ist da ja eigentlich ähnlich wie ich - deswegen hat sie sich das Buch inzwischen auch gekauft (vielleicht verfolgt sie einen therapeutischen Ansatz :mrgreen: ) und wir haben jetzt eine Art Challenge: Zum nächsten Weihnachten bringen wir beide das Buch mit und schauen, wer mehr geschafft hat. Ich seh uns schon beide mit Büchern ohne irgendeine Macke da auflaufen :totlach:

    Nachdem ich in letzter Zeit hier so oft erwähnt wurde, weil ich jemandes Buchnachbar bin :friends: , möchte ich mich doch auch mal aktiv beteiligen, sofern ein späterer Einstieg auch möglich ist.
    Mein zuletzt verschenktes Buch ging an meinen Freund zu Weihnachten (huch, ich hab aber schon lange kein Buch mehr verschenkt 8-[ ) und war dieser Comic:

    Witzig finde ich, dass auf dem Cover unten "Author of Mr Mercedes" aufgedruckt ist. Ich denke mal, 99,9% der Menschheit werden ihn eher als Stephen King anstatt als Autor von Mr Mercedes kennen.


    Das dachte ich auch :mrgreen:
    So ein klassischer Horror-King fehlt mir allerdings auch. Ich hoffe, dass er während der ganzen Kurz-Romane heimlich, still und leise an seinem Mammut-Alterswerk schafft :-,


    Ich glaube, das ist einfach ein neues Buch von Stephen King. Anhand der Kurzbeschreibung bei amazon konnte ich keine Gemeinsamkeiten, bzw. Anknüpfungspunkte mit/zu "Mr Mercedes" finden. :-k


    Doch, Bill Hodges, Jerome und Co gehören zum Personal von "Finders Keepers", Zitat von amazon:

    Zitat

    Decades later, a boy named Pete Saubers finds the treasure, and now it is Pete and his family that Bill Hodges, Holly Gibney, and Jerome Robinson must rescue from the ever-more deranged and vengeful Morris when he’s released from prison after thirty-five years.

    :)
    Irgendwo habe ich auch gelesen, dass noch ein dritter Band im Sommer 2016 erscheinen soll, da muss ich aber noch mal suchen gehen ...


    Edit: Sorry, hatte eure Antworten übersehen, war ja schon geklärt.

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