Wahl der besten Bücher im BücherTreff

Beiträge von Freakin-Minds

    All in lag eine sehr lange Weile auf meinen SuB. Ich hatte es schon vor einer Weile gekauft, aber war nie richtig dazu gekommen es zu lesen, dann bekam ich von Lyx auf Netgalley die Zusage für den zweiten Teil als eBook. Also war es endlich an der Zeit auch den ersten Teil zu lesen. Am Ende entschied ich mich für das Hörbuch von Audible, weil ich viel mit dem Auto unterwegs war und wenig richtig lesen konnte.

    Der Roman ist ein sehr emotionales Buch, denn Jonah ist schwer krank, als er auf Kacey trifft, doch sie weiß das nicht und verliebt sich in ihn. Beide gehen trotz Jonahs Krankheit eine Beziehung ein. Ich bin ehrlich, schon von Beginn an, war mir klar, wie das Ganze enden würde, doch ich wollte wissen, wie es soweit kommen würde. Emma Scott schafft es im Roman die Emotionen der beiden sehr gut rüberzubringen, sodass es dem Leser leicht fällt, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Auch die Szenen, in denen die beiden intim werden, wirken überhaupt nicht wie ein Porno oder ähnliches. Sie sind glaubwürdig und nicht übertrieben. Noch jetzt bin ich bewegt von der Geschichte und dem Ende und freue mich schon darauf, den zweiten Teil zu lesen bzw. zu hören.


    DAS HÖRERLEBNIS VON ALL IN

    Wie eingangs erwähnt, habe ich den Roman nicht gelesen, sondern gehört. Daher möchte ich auch das Hörerlebnis bewerten. Die Stimmen von Polly Nolden und Tiziano Renz passen gut zu den Protagonisten. Ich habe beiden sehr gerne zugehört und habe es immer nur schwer geschafft, mich von ihnen zu trennen. Richtig cool wäre es gewesen, Kacey singen zu hören. Ich weiß nicht, ob das im zweiten Band noch passiert oder ob Polly Nolden nicht singen kann, aber ich finde, wenn es schon um eine Sängerin geht, wäre es passend, sie auch mal zu hören. Das würde das Hörerlebnis für mich noch besser machen, denn es gibt so viele Romane über männliche Rockstars und deren Liebesleben, sodass All in mit Kacey aus dem ganzen männerdominierten Genre heraus sticht. Dieser Vorteil sollte dann auch genutzt werden. Wenn es um Musik geht, sollte auch Musik vorkommen.

    Autorin Emma Scott lässt den Leser nach dem ersten Teil der Dilogie mit den Wissen allein, dass nichts mehr sein wird, wie es war, im Leben von Kacey Dawson. Es fühlt sich sofort an, als müsse sie ihr komplettes Dasein umkrempeln. Aber zunächst fehlt ihr die nötige Kraft dazu und sie lässt sich in eine Spirale fallen, die sie mit Alkohol fällt. Als Leser ging es mir ähnlich wie Kacey. Nach dem ersten Teil war mir klar, im zweiten Part muss ich mich auf eine neue Situation einstellen, aber dazu war ich nicht sofort bereit. Daher hatte ich etwas Zeit gebraucht, um mit dem nächsten Teil zu beginnen. Ehrlich gesagt, das war gut so, denn Emma Scott startet All in: Zwei Versprechen zwar nach dem ersten Teil, aber dann gibt es einen Zeitsprung von sechs Monaten. Der Anfang liest sich wie eine Erinnerung an das Ende von All in: Tausend Augenblicke.

    Ich kann Kacey und ihre Situation verstehen, da ich ähnliches durchgemacht habe. All ihre Gefühle konnte ich von der ersten Sekunde an mitfühlen. Auch ihre Schwierigkeiten sich nach allem auf eine neue Beziehung einzulassen, sind mir alles andere als fremd. Man steht ständig vor der Frage: “Bin ich bereit dafür? Will ich das wirklich?” Erzwingen lässt sich sowieso nichts, aber in diesen Momenten fühlt es sich noch schwieriger an, als es so schon sein kann. Diesen Zwiespalt vermittelt Emma Scott mit ihrer Protagonistin Kacey sehr gut. Als Leser spürt man jeden einzelnen Zweifel, den sie hegt.


    KLISCHEES AM LAUFENDEN BAND

    Jetzt muss ich leider zum Schluss kommen, von dem ich immer noch etwas enttäuscht bin, weil er meiner Ansicht nach viel zu viele Klischees auf einmal bedienen will. Da ich an dieser Stelle Spoiler vermeiden will, versuche ich zu umschreiben, was mich stört. Eigentlich hatte ich bereits ein passendes Ende der Geschichte im Kopf. Doch Emma Scott hatte scheinbar festgestellt, dass sie bisher kaum Klischees bedient hatte. Also hat sie zum Rundumschlag ausgeholt und gefühlt alle Vorurteile, die man zu Romantik-Kitsch-Stories haben kann, auf die letzten Kapitel verteilt. Für mich ehrlich gesagt zu viel des Guten. Daher ist mein Urteil nicht ganz so positiv, wie ich es erhofft hatte.

    Eine verschwundene Frau, ein Team – aber drei Türen zur Auswahl. So lässt sich knapp der Beginn der ersten Staffel von Doors zusammenfassen. Der ist nämlich in jedem der drei Bände identisch. Ebenso ist es völlig egal, welchen Band man zuerst liest oder ob man alle liest. Ich habe mich bei der diesjährigen Hombuch, ohne den Klappentext zu lesen, für Kolonie entschieden, weil das Cover rot war. Wenn mir die Spinne aufgefallen wäre, hätte ich es wohl liegen lassen. Recht schnell hatte ich mir mehrere Sympathieträger erlesen, was sich auf Dauer als sehr großer Fehler erwiesen hat.


    Ich kann euch nur raten, dass es unsinnig ist, sich in Kolonie mit einem Charakter zu identifizieren oder ihn sympathisch zu finden. Er wird sowieso sterben. Und nein, ich sehe das nicht als Spoiler, weil ihr ja noch zwei andere Bände lesen könnt, in denen vielleicht niemand stirbt … Als ob Markus Heitz je jemanden überleben lassen würde. Spaß beiseite! Ich kenne die anderen Bände tatsächlich nicht und werde wohl bald zum nächsten greifen, denn Doors – Kolonie hat mir echt gut gefallen, weil es sich locker lesen lässt und die 280 Seiten auch an einem Tag gelesen werden können. In guter alter Heitz-Marnier sterben natürlich einige und es gibt mal ne kleinere mal ne größere Sauerei, die am Filmset vermutlich der arme Praktikant wegwischen müsste.

    Teresa Sporrer hat mich mit dem Sequel ihrer Rockstar-Reihe abgeholt, als hätte ich die komplette Oktologie gelesen. Die Geschichte der Rockstar-Kinder ist jedoch bis auf die Eltern komplett alleinstehend. Das heißt, der Leser muss die Oktologie nicht gelesen haben. Das ist schon mal ein großer Vorteil gegenüber anderer Sequels.

    Ich habe lange nicht mehr bei einem Roman laut lachen müssen. Ehrlich, ich kann mich kaum daran erinnern, welches Buch das zuletzt geschafft hat. Im Zug musste ich immer aufpassen, dass ich nicht einfach drauf lospruste. Das lag vor allem am Charakter Daphne – die Cousine und beste Freundin der Protagonistin Taylor. Eine beste Freundin wie Daphne sollte jeder haben. Immer einen dummen Spruch auf Lager, der einen in den misslichsten Situationen zum Lachen bringt. Aber trotz allem ein Mensch, auf den man sich zu tausend Prozent verlassen kann – egal wie brenzlich es wird. Teresa Sporrer hat mir Daphne einen Nebencharakter geschaffen, der der Protagonistin den Rang abläuft. Ehrlich gesagt wünsche ich mir, dass Daphne eine eigene Geschichte bekommt. Und mal ehrlich: Das würde sich auch anbieten. Nein! Die Geschichte schreit doch wahrlich danach, geschrieben zu werden.


    Wie bekomme ich jetzt wieder den Dreh zurück zur Geschichte? Ich habe keine Ahnung. Der kurzweilige Roman liest sich sehr schnell und ist etwas für einen gemütlichen Nachmittag. Er zeigt aber auch, dass Klischees nicht alles sind. Das Leben ist mehr und man sollte auch einfach über den Tellerrand schauen, weil man sonst etwas verpassen könnte. Ich für meinen Teil kenne es zu gut, wie es ist, wenn man sich eigentlich in seinen eigenen kleinen Mikrokosmos zwängen will. Aber da draußen in der Welt gibt es mehr, als unsere eigene kleine Welt. Wer nicht auch mal in die Ferne sieht, verpasst womöglich die große Liebe, weil man nicht wahrhaben will, dass der Traummann völlig anders sein kann, als man selbst. Macht die Augen auf!

    Die erste Folge des Romans hatte mich ja noch nicht richtig überzeugen können. Mittlerweile habe ich verstanden, dass die Geschichte ein wenig weltfremd sein muss. Der Leser wird mitgenommen in einen Mikrokosmos, der durch sein Setting in Aspen wiederum ein wenig Realität erfährt. Folge zwei hat dafür gesorgt, dass ich mich gefühlt habe, wie in einer Arztserie ähnlich wie Greys Anatomy und genau das ist wohl auch so gewollt. Langsam fühlen sich die Binnenerzählungen auch etwas realistischer an und die Charaktere nicht mehr fern von gut und böse. Da die Story sehr kurzweilig ist, denkt der Leser auch, dass er gerade die Folge einer Serie gesehen hat. Dieses Konzept hat mich jetzt auch gepackt und ich will mehr davon.

    WIEDERHOLUNGEN SIND NICHT IMMER TRADITION

    Inhaltlich hat sich eigentlich nicht viel geändert. Die Rahmenhandlung ist eigentlich noch die gleiche: Allana muss für das Crystal Lake kämpfen. Ihr idiotischer Ex-Gatte versucht, nicht nur sie an die Grenzen des Wahnsinns zu bringen, sondern auch gleichzeitig noch Crystal Lake zu ruinieren, in dem er ständig gegen das Krankenhaus klagt. Dazu kommen Binnenerzählungen, die mit dem Rahmen einhergehen. Leider finde ich es schade, dass sich eine Binnenerzählung mit einer aus der ersten Folge doppelt. Sie ist schön erzählt. Das steht außer Frage, aber sie wirkt dennoch etwas unkreativ, wenn man das Gefühl hat, dass etwas wiedergekäut wird. Daher hoffe ich natürlich, dass Folge drei etwas neues zu bieten hat.

    Das kurzweilige Lesevergnügen von Annabell Nolan liest sich sehr schnell und ist auch mal für einen gemütlich Nachmittag zuhause geeignet. Ich war binnen 2 Stunden durch. Leider war es nicht ganz mein Typ Roman. Die Story wirkt auch mich sehr weltfremd, denn ich konnte mich nicht richtig in die Charaktere hineinversetzen, da sie auf mich völlig absurd gehandelt haben. Gerade die Geschichte zwischen Leena und Mark ist für mich realitätsfern. Aber wir reden von Folge 1. Ich werde mich, auch dank eines Cliffhangers, auf jeden Fall auf Folge 2 einlassen, bin aber sehr skeptisch, ob ich noch ein Fan der Story werden kann. Derzeit zeichnen sich die Charaktere auch noch etwas flach für mich ab, aber in der Kürze ist es wohl auch kaum möglich gut gezeichnete Charaktere zu vermitteln. Daher muss ich da wohl noch ein wenig warten. Der Story hätte allgemein noch etwas mehr Tiefe gut getan, aber wie gesagt, was nicht ist, kann ja noch werden.

    Allana und James sind endlich ein Paar. Als Kollegen versuchen sie, ihre Beziehung im Krankenhaus jedoch geheim zu halten. In der Zwischenzeit hat Ryan den Sportler Randall Murray letztendlich doch von einer Klage überzeugen können. Und Allana erfährt, dass James ihr etwas verheimlicht, was das Krankenhaus ruinieren könnte. Hat die junge Liebe trotz aller Widrigkeiten eine Chance?
    Auf der chirurgischen Station muss sich Clare Hamilton mit dem arroganten Finnley Cooper herumschlagen. Der gutaussehende CEO macht allen Mitarbeitern des Crystal Lake das Leben schwer. Niemand außer Clare soll sich um ihn kümmern – deshalb stellt er sie kurzerhand als seine Privatschwester ein. Während der gemeinsamen Zeit erkennt Clare, dass hinter Finnleys harter Fassade ein liebevoller Mensch steckt. Die beiden kommen sich schnell näher. Doch Oberschwester Denise Keller hat ebenfalls ein Auge auf den CEO geworfen – und sie kämpft nicht immer mit fairen Mitteln

    (Quelle: Bastei Lübbe)


    Meine Meinung

    Langsam bin ich bin der Crystal Lake Reihe zwiegespalten. Mir ist natürlich bewusst, dass es am Ende darum geht, dass es Kurzgeschichten sind, die sin sich abgeschlossen sind. Aber muss sich immer eine Geschichte ständig wiederholen? Notfall Liebeskummer ist die dritte Folge und zum dritten Mal erzählt Annabell Nolan die Liebesgeschichte zwischen einem Patienten und einer Angestellten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine gute Arztserie ständig diese Thematik in den Vordergrund stellt. Mir sind zwar nur Dr. House und deutsche Serien wie “Dr. Stefan Frank” oder “Schwester Stefanie” bekannt, aber dort hatte nicht jede Folge eine andere Angestellte eine Liebesbeziehung zum neusten Patienten. Auf Dauer wird das doch echt langweilig. Daher verstehe ich auch nicht, warum andere Leser so etwas feiern, denn zum dritten Mal in Folge ist halt auch nervig. Und jetzt habe ich den Klappentext der nächsten Folge gelesen … schon wieder. Schlafen einem Autor beim Schreiben da nicht die Füße ein, wenn er immer das gleiche schreibt? Ich verstehe es einfach nicht.

    Ein Lichtblick ist die Rahmenhandlung, die sich seit der ersten Folge entwickelt. Die Klage gegen die Klinik. Der Ex-Mann von Allana macht ihr so das Leben schwer und sie kann sich kaum auf eine neue Beziehung einlassen, weil es ihr schwer fällt, jemandem wieder zu vertrauen. Diese Handlung fesselte mich am Ende doch an die Reihe. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob die Klinik mit einem blauen Auge davon kommt, da jetzt einige “Abgründe” auftauchen rund um die Klage.


    Fazit

    All meiner Kritik zum Trotz: Alles in allem liest sich die Geschichte gut, aber ich werde es mir nochmal überlegen, ob ich zur vierten Folge greife.