Beiträge von Mufti

    Also im Großen und Ganzen hat mir "Das Kind" gefallen, aber ich muss zugeben, dass ich bei den Fitzek-Romanen (für meinen persönlichen Lesegeschmack) in chronologischer Reihenfolge eine Tendenz nach unten ausmachen kann. Mich hat "Die Therapie" am meisten gefesselt, alles andere hat immer weniger Nachhall in meinem Kopf hinterlassen und bei "Das Kind" sind mir zum ersten Mal einige Passagen negativ aufgefallen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind.


    Trotzdem werde ich mit Spannung auf "Splitter" warten und mich ein weiteres Mal auf das einlassen, was der Gute uns da zusammen geschrieben hat.


    Die aufkommende Frage nach dem finalen Hinweis habe ich beim Lesen ein bisschen übergangen und eben nochmal ins Buch reingeschaut, um vielleicht noch drauf zu kommen...aber die Muße fehlt mir und momentan kommt für mich nur in frage, dass

    Toll, dass "Kein Sterbenswort" von Coben schon erwähnt wurde: Hab das vor Jahren gelesen und fand es unglaublich spannend, aber ich glaub, ich wäre nie im Leben auf Ator und Titel gekommen - Hab es nämlich nicht mehr hier..


    Ansonsten: "Die Nacht der Raben" von Ann Cleeves. Rezi dazu gibt es hier schon. Diese Vermissten-Sache läuft dabei zwar eher im Hintergrund, a es sich im Roman um einen Jahre zurückliegenden Fall handelt. Dieser wird aber im Laufe der Ermittlungen eines aktuellen Falls ebenfalls aufgeklärt.


    Aber an deiner Stelle würde ich von meinen beiden Vorschlägen ohnehin Coben beorzugt lesen.

    Gerade jetzt, wo "Der Vorleser" wieder in aller Munde ist, musste ich mich an diverse Schullektüren erinnern. Den Roman fand ich eigentlich wirkich gut, hat mir glaube ich auch Spass gemacht, darüber zu sprechen. Allerdings hatte ich bis heute ein doch ganz anderes optisches Bild von der weiblichen Protagonistin als das, was Kate Winslet im Film verkörpert. Komisch.


    Was mir als mäßig interessant in Erinnerung geblieben ist, ist "Der Richter und sein Henker", obwohl ich meine, dass es am Schluss eine ganz interessante Wendung gegeben hat - aber soo bombastisch scheint sie ja doch nicht gewesen zu sein, könnte den Inhalt glaub ich in keinster Weise wiedergeben.
    Was ich aber heute immer noch so schrecklich finde wie vor ein paar Jahren ist das ober-schäußliche Cover (rororo). Grafisch ein absoluter Fehltritt, der mir schon vor dem Lesen extrem die Lust daran verdorben hat.


    Hauptmann habe ich übrigens unglaublich gern gelesen, auch gern darüber referiert - in der weiterführenden wie in der Berufsschule.
    Ähnlich ist es mit Ibsen: "Nora" und "Die Wildente" mochte ich sehr. Auch wenn manche Deutschlehrer nur schwerlich bemüht waren, den Unterricht einigermaßen interessant und abwechlungsreich zu gestalten: einer hat eine wirklich interessante Bühnenumsetzung entdeckt: ganz bizarr, verfremdet und provokant modernisiert. Das war spannend zu sehen und hat eine gute Überleitung geschaffen, über das Buch zu sprechen.

    Conor :

    Zitat

    Gestern hat die Buchhändlerin mir gesagt, es sei ein "Männerbuch", weil es gegen Ende so brutal wird. :shock: Aber ich lasse mich nicht abbringen.

    Großer Quatsch, Frauen halten gefühlsmäßig viel mehr aus als Männer(ganz pauschal gesagt :D )- und das ist es schließlich, worum es am Ende WIRKLICH geht! Ansonsten: Die Realität ist nicht weniger brutal..


    Emmy :
    Vincent mit 5 :bewertung1von5: - schön, dass es Dir gefallen hat!

    Ja genau, das meine ich. Falls es dieses Jahr wirklich noch kommen sollte, muss ich`s mir unbedingt anschaun/ kaufen.


    Hab heute gleich mal mit ner Kollegin in der neuen Baumhaus-Vorschau geblättert - bin mal gespannt, wie die Geschichte so ankommt.
    Das neue Cover ist wirklich toll geworden, aber auch mir hat das alte der BoD-Ausgabe gut gefallen. Einerseits hat so eine perfektionierte Gestaltung seine Vorteile, aber dadurch gleicht es unweigerlich vielen anderen Kinder-/ Jugendbüchern auf dem Markt. Entweder es trifft ins Schwarze und das Buch wird ein Knaller, oder es geht (ungerechtfertigterweise) zwischen all den anderen Covern unter. Wünschen würde ich Dir ersteres.


    Ich finde es toll, dass sich deinem Roman ein großer Verlag angenommen hat. Das ist bestimmt etwas, worauf man ohne Wenn und Aber stolz sein kann. Vergleicht man mal die typischen BoD-Titel mit Deinem, liegen dazwischen -zumindest gestalterisch- Welten.


    Hast Du eigentlich mal etwas in der Richtung Kunst/Gestaltung/Design studiert oder sonstwie gelernt?? Oder ist das alles gottgegeben? :D


    Wünsch Dir alles Gute und einen schönen Abend*

    Ich mag Deine Zeichnungen sehr - freue mich immer, wenn ich tolle Illustratoren für mich neu entdecke.
    Von den geposteten Bildern gefällt mir am besten der Schreibtisch von Notar Ribbeldip, das ist so schön detailliert und wuselig. Aber am liebsten mag ich noch die Bilderbuch-Cover-Gestaltung, die du auf deiner Homepage zeigst.
    Ganz tolle Arbeit!!

    Ich mag die Idee, aber ich finde die Umsetzung eher schwierig: Hab bestimmt gaanz viele Bücher rumliegen, die ich lesen möchte. Aber letztlich hängt die Auswahl eher von der Stimmung ab: Krimi, Jugendbuch,historisch, was auch immer.. Da kommt es eher darauf an, welches Genre ich gern wieder lesen würde.


    Vrlass mich da eher auf tolle Rezis von euchoder sonstige Beschreibungen, ie mich daran erinnern, dass ich das doch auch noch in petto hab und mal wieder zur Hand nehmen könnte..

    Hast Du anderes von Arjouni gelesen oder gehört? Ich denke, seine Schreibe ist eher gewöhnungsbedürftig für all jene, die jegliche Art von epischen Erzählweisen kennen oder bevorzugen.
    Er pakt meist das Wesentliche sehr eng in einen Roman und verliert sich nicht in ausschweifenden Beschreiungen. Die flapsige Sprache kann meist als stilistisches Mittel verstanden werden, um ein gewisses Millieu darzustellen oder um bestimmte Figuren charakteritisch zugespitzt zu umschreiben.
    Habe neulich wieder einen Roman von ihm gelesen und empfinde die Sprache/ den Ton allgemein wirklich eher umgangssprachlich. Das gefällt mir zwar nicht immer, aber ich glaube zu verstehen, dass das eben zu den Personen gehört. Das zeigt Authentizität und ist einfach ein Merkmal dieses Autoren.

    Ich sag mal so: Das mit der billigen Kopie von "Feuchtgebiete" müsste einem ja schon in der Buchhandlung aufgefalen sein: Der selbe Verlag, die selbe Aufmachung, spätestens der Klappentext sagt einem ja: Hier ist die männliche Variante von der Roche.


    Habe keines von beiden gelesen und werde es wohl auch nicht tun, einige mir zitierte Passagen von "Fuchtgebiete" reichen meiner Meinung nach vollends aus, um sich ein Bild von dem Roman zu machen.


    Da ja wider Erwarten der Großteil der Leserschaft von "Feuchtgebiete" mittelalte bis ältere Herren waren, glaube ich, dass "Fleckenteufel" wohl eher kein Bestsellerpotential hat (mit festem Glauben an den guten Geschmack aller Frauen auf der Welt :wink: ).


    Und ich gebe Dir Recht: "Fleisch ist mein Gemüse" darf in dem Fall wohl kein Maßstab sein. Da sollte wohl einfach der Name Strunk etwas reißen, was das Buch mit Sicherheit nicht schaffen wird.

    Klappentext:


    Für alle, die sich noch daran erinnern, wie wir selbst einmal die Welt verändern wollten - damals, gestern oder erst heute morgen.
    "Die Dinge sind, wie sie sind." Wenn uns zum Leben irgendwann nur noch diese Antwort einfällt - sind wir dann erwachsen? Lou ist 13, hochbegabt und eine Einzelgängerin: Am liebsten beobachtet sie die anderen, macht eigenwillige Experimente und stellt gewagte Theorien auf, um die Welt zu verstehen. Bis sie eines Tages auf die 18jährige No trifft, die mitten in Paris auf der Straße lebt. No mit ihren dreckigen Klamotten und ihrem müden Gesicht, No, deren Einsamkeit die Welt in Frage stellt. Und so stürzt sich Lou in ihr neues Projekt: Sie will No retten - und sich und der Welt beweisen, dass alles sich ändern lässt...


    Inhalt:


    Lous Eltern scheinen hinter einer undurchsichtigen Glocke zu leben: Die Mutter spricht nicht, nimmt weder am Familienleben teil noch an ihren eigenen wie es scheint. Der Vater tut dies zwar noch rudimentär, aber eine richtige Vaterrolle übernimmt er dennoch nicht. Lou hat eine Familie und wiederum doch nicht richtig.
    Vielleicht um sich zu beschäftigen oder nur um sich abzulenken, sammelt sie alle möglichen Dinge, analysiert, prüft und vergleicht sie und zieht Schlüsse aus ihnen.


    Eines Tages soll Lou in der Schule referieren, was für sie ein unüberwindbares Hindernis darstellt. Sie ist lieber für sich, hasst es, vor einer großen Gruppe zu sprechen. Als sie auf der Straße No trifft, kommt ihr eine Idee: Sie möchte sich mit auf der Straße lebenden Frauen beschäftigen: über ihr Leben, wie es dazu kam, wie sie damit klarkommen.


    No willigt ein und trifft sich mit Lou. Manchmal erzählt sie bereitwillig ein bisschen von sich. Manchmal hört das ganz plötzlich auf und No verschwindet. Es ist schwierig, an sie heranzukommen. Aber das haben sie ja beide gemein.


    Nach längerer Zeit fasst Lou den Entschluss, No mit zu sich nach Hause zu nehmen, ihr eine Bleibe und eine Familie zu bieten. Ihre Eltern willigen überaschender Weise ein. Und plötzlich ändert sich alles: Lous Mutter scheint vollends aufzublühen: Sie redet wieder, kocht, putzt, nimmt aktiv am Leben teil, dass fast wie bei einer richtigen Familien zu sein scheint.
    Das ist auch der Moment, in dem ein dunkles Familiengeheimnis gelüftet wird und erklärt, warum Lous Eltern so teilnahmslos und abseits von allem sind.
    Und auch No beginnt von ihrem tragischen Schicksal zu erzählen.


    Lou scheint in dieser ganzen Zeit sehr zu reifen, sie lernt viel über das Leben.
    Und ganz am Schluss, als alles so einfach scheint, kommt dann doch die große Erkenntnis, dass das Leben nicht immer ein Bilderbuch mit Happy End ist und dass manche Dinge sich auch mit dem allergrößten Willen dazu nicht ändern lassen.



    Eigene Meinung:


    Die Sprache ist ganz zart, der Roman ist wunderbar einfühlsam erzählt. Es gibt traurige Momente genauso wie schöne.
    Lou ist im Prinzip noch ein Kind, doch die Gegebenheiten machen sie erwachsen. Man beobachtet eine Entwicklung in ihr und den Menschen um sie herum, die etwas Positives in einem weckt. Man ist stolz auf sie, wie sie Dinge meistert, die sie selbst in die Hand genommen hat, obwohl das in ihrem Alter eigentlich andere übernehmen sollten.
    Mich hat der Roman sehr berührt. Lou ist sehr lebensklug, trotz ihrer Naivität. Das ist manchmal irgendwie bedrückend bei einem Alter von dreizehn Jahren, aber dennoch auch erfrischend.
    Ich finde das Cover sehr passend und hübsch. Dieses Zarte und Schöne des Romans kommt ebenso zur Geltung wie die Einsamkeit und Kälte in ihm.
    Ich finde "No & ich" sehr lesenswert. Es ist zwar kein Jugendroman, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass z.B. Leser von "Die Mitte der Welt" ebenso Zielgruppe sein könnten.

    Im Nachhinein finde ich sehr schade, dass wir selbst nichts organisiert haben. Immerhin hat der Carlsen-Verlag ja sogar echt gute Vorschläge gemacht in Bezug auf mögliche Aktionen. Immerhin gibt das Datum ja auch einiges her. So schön gedacht und doch soo wenig passiert. Schade eigentlich. Aber immerhin haben alle Biss-Fans endlich das lang ersehnte Ende bekommen - egal wie (un)spektakulär es nun geworden ist...

    Nach "Die Therapie" habe ich auch gleich "Seelenbrecher" verschlungen und ich muss sagen, so verwirrend fand ich es nun nicht. Eigentlich schloss sich der Kreis sofort bei mir was die Figuren(konstellation) und ihre Rollen in beiden Thrillern anbelangt, unmittelbar.


    Die eingebauten "Effekte"


    und


    finde ich zwar sehr gelungen. Aber alles in allem hat mir "Die Therapie" dann doch besser gefallen. Für mich gab es da einfach mehr Spannung, warum auch immer ich so empfinde. Kann mich noch an den Abend erinnern, als ich "Die Therapie" las: Völlig unter Strom, der ganzeKörper war angespannt, weil andauernd neue Schockmomente auftraten.
    Der Thriller hat mich mehr aufgewühlt und auch die Problematik um


    hat mich einfach mehr gefesselt.


    Dennoch haben sich beide zu lesen gelohnt und ich lasse mir es nicht nehmen, auch noch "Das Kind" zu lesen und händeringend auf "Splitter" zu warten.
    Kann sein, dass hier mit mir ein echter Fitzeck-Fan geboren wurde... :wink:

    Während meiner Lehre habe ich mich schulisch einmal mit einem Verlag beschäftigen müssen und mich dann für Antje Kunstmann entschieden. Ich finde seine Verlagsgeschichte sehr interessant. Die ehemalige Gründerin ist immer noch Verlagsleiterin, es ist alles sehr idealistisch dort und sie haben ganz eigene, interessante Titel im Programm.


    Ansonsten finde ich die Aufmachung der Bücher aus dem Diogenes Verlag sehr schön und ansprechend. Die Bilder, die sie sich fürs Cover aussuchen, haben immer einen Bezug zum Inhalt des Buches. Und sie verlegen tolle Autoren.

    Hab mir gestern gleich "Die Therapie" geholt, nachdem ich hier nur Gutes darüber gelesen habe, wollte auch gern erst diesen Band durch haben, bevor ich mich an den neuen ranmache.
    Habe gleich nach feierabend angefangen und fast in einem Rutsch durchgelesen. Die Müdigkeit kam mir dann dazwischen, jetzt müssen die letzten paar Kapitel in der Mittagspause dran glauben.


    Also bisher bin ich TOTAL begeistert. Ein Schreckmoment nach dem anderen. War allein zu Haus und musste erstmal überall Licht anmachen.
    Mich hat die Story richtig gefesselt, jetzt verstehe ich endlich die Lobpreisungen meiner Kollegin auf Fitzeck, die gar nicht genug von ihm kriegen kann.

    Also im Prinzip hab ich mich über mein vorschnelles Urteil wegen der eingeschobenen Geschichte gleich gestern schon geärgert. Und jetzt am Ende natürlich sowieso. Du hast Recht. Passt alles und muss auch so sein.
    Alles in allem hat mir der Roman recht gut gefallen. Bin aber fast eher geneigt, ihn als Mystery- denn als Psycho-Thriller zu sehen. Jims Gabe, Menschen zu manipulieren gehört zwar eindeutig in den Psycho-Bereich. Aber so wie ich beim Lesen empfunden habe, hat der Roman eher etwas mysteriöses an Atmosphäre.
    Irgendjemand (in diesem Forum wahrscheinlich nicht, vielleicht bei Vorablesen.de) schrieb, er fühle sich beim Lesen eher in den 5oer Jahren statt heute, obwohl doch das Geschehen offenbar in der jetzigen Zeit spielt.
    Habe so ähnlich empfunden, nur dass ich keine genaue Epoche bestimmen konnte. Alles wirkte manchmal so sehr weit weg und unwirklich. Dass Jim noch mittelalterliche Aspekte miteingebracht hat, machte es mir wohl noch schwieriger.


    Es ist sicherlich keins meiner Lieblingsbücher geworden, bin aber trotzdem froh, es zu ende gelesen zu haben.

    Habe jetzt gut ein Drittel gelesen, weiß aber noch nicht so recht, wie es mir gefällt.
    Einerseits interessiert mich die vordergründige Geschichte um die beiden jungen Frauen und ihrer Tante. Dass die Hintergründe durch ein Tagebuch geklärt werden finde ich interessant. Eine tolle Idee.
    Dass innerhalb der Geschichte noch eine (oder mehrere?) kürzere eingebunden sind, ist bisher auch ganz interessant.


    Dadurch, dass die Autorin des Tagebuchs einen direkt anspricht, verliert man nie den Bezug zu der eigentlichen Geschichte/den eigentlichen Fall, auch wenn man sich während des Lesens in der Vergangenheit der jungen Frau aufhält.


    Ich glaube, ich lese jetzt erstmal weiter, will unbedingt wissen, wie sich das ganze später auflöst.

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