Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Aladin1k1

    ### Inhalt ###
    Dieses Abenteuer geht um die vier Tierfreunde, die Wasserratte, den Maulwurf, den Dachs und den Kröterich. Ihr Reich ist die Wiese, der Fluß und der Wilde Wald und manchmal auch die Städte der Menschen. Maulwurf bringt seine unterirdische Wohnung gerade auf Vordermann als ihm der Duft des Frühlings von draußen um die Nase weht. Ihn zieht es mit großem Verlangen nach draußen, um den Frühling zu genießen. Er trifft Ratte, genannt „Ratz“ beim Singen am Fluß. Die beiden freunden sich an unternehmen viel zusammen und wohnen bald sogar zusammen. Bei einem Picknick treffen sie Dachs, der aber sogleich wieder im Gebüsch verschwindet - er mag keine Menschenansammlungen. Und last but not least treffen sie den großen, unglaublichen, verwegenen und draufgängerischen Kröterich … zumindest ist es so wie er sich gerne sehen würde. Um ihn geht in dieser Geschichte. Kröterich ist en reicher Dandy, der gelangweilt ist vom Leben und immer einen weiteren neuen Kick braucht, um sich nicht zu langweilen. Dabei überschreitet er so manche Grenze bis zur Kriminalität! Die Tiere, die im Laufe der Geschichte und aufgrund einiger Abenteuer immer mehr zusammenrücken, der Dachs, der Maulwurf und Ratz müssen ihren Freund wieder zur Vernunft bringen.


    ### Meinung ###
    Es ist eine Tierfabel für Kinder über das Leben, die Freude an kleinen Dingen und die schlimmen Dinge, die passieren, wenn man sich mit nichts zufrieden geben kann. Für Kinder sicher ein wertvolle Geschichte und wahrscheinlich perfekt, um sie seinem Kind vorzulesen und sich an seinem Erstaunen und Erschrecken zu erfreuen. Es gibt bis zum letzten Drittel des Buches kaum Dramaturgie. Maulwurf und Ratz lernen sich kennen und verbringen ihre Zeit mit Essen, Schlafen, sich Geschichten erzählen, Picknicken, Essen, Schlafen, Boote reparieren. „Ach Gott, ach Gott, ach Gott, ist das alles schön“. Alles wird ausführlich erklärt und erzählt. Den Dachs lernt man irgendwann auch noch zufällig kennen und später, im letzten Drittel geht es dann um die Eskapaden von Kröterich, der tatsächlich in eine Art Wahn verfällt auf der Suche nach dem nächsten Kick. Es ist eine Fabel, es ist eine Kindergeschichte, die Figuren und Charaktere sind daher einfach und vorhersehbar, um bestimmte Handlungsweisen und ihre anschließende Ächtung möglichst plastisch darzustellen.


    ### Fazit ###
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    Eine Geschichte für Schulkinder oder für die Kleineren zum Vorlesen. Und fürs Leben lernen sie dann auch noch etwas. Für Erwachsene eher nicht so spannend.

    ### Inhalt ###
    Santiago ist ein Schafhirte aus Andalusien, der von zuhause einiges an Bildung erfahren hat - er kann lesen und schreiben. Er hat Freude an seinem Beruf, er führt seine Schafe durch die andalusischen Felder, durch Höhen und Tiefen, auf saftige Wiesen, beschützt sie vor Wölfen. Wenn er in einer Stadt ankommt, füllt er seinen Weinbeutel mit Rotwein auf, tauscht sein altes gegen ein neues Buch, wäscht und rasiert sich und zieht dann weiter. Eines Tages trifft er einen alten Mann, der sich der König von Salem nennt. Dieser ermutigt ihn, seinen Lebensweg zu gehen, denn die goldene Regel des Lebens laute, dass es sowas wie Schicksal nicht gebe, dass man im Gegenteil, sein Leben selber in der Hand habe. Die meisten würden sich nicht trauen, ihren Weg zu gehen. Wer es aber wage, den unterstütze die Weltenseele dabei. In einem Traum hat er eine Vision von einem Schatz vor den Pyramiden von Ägypten. Ermutigt von den Worten des alten Königs verkauft er alle seine Schafe und setzt über die Meerenge von Gibraltar nach Afrika über. Sein Abenteuer beginnt.


    ### Meinung ###
    Das Buch ist wie ein orientalisches Märchen geschrieben. Das Buch ist voller Bilder und Metaphern, voller Weisheiten, die alle in der Idee kulminieren, dass das Universum alles tue, um einem Menschen dabei zu helfen, sein Lebensweg zu beschreiten, wenn dieser Mensch es wirklich will. Abgesehen davon, dass man das vage Gefühl hat, dass das irgendwie stimmt, man aber eventuell Schwierigkeiten hat, diese Lehren auf sein eigenes Leben zu übertragen (denn wer fragt sich nicht wie man denn zum Henker den Wind, die Sonne und das Universum in ein Zwiegespräch verstricken kann an dessen Ende der sehnlichste Wunsch von Santiago erfüllt wird zu einem Wind zu werden, was ihn schließlich vor der Ermordung durch Wüstenkrieger rettet), stimmt einen dieses Buch wohlig und positiv. Es hat so was ruhiges, nachdenkliches, weises und regt immer wieder zum Nachdenken an und ich glaube, dass es das Potenzial hat viele Leser auf gute Gedanken über das eigene Leben zu bringen. Überdies ist das Büchlein sehr kurz, gerade mal 170 Seiten, daher hat man es schnell weggeschmöckert.

    Möglicherweise ist diese Geschichte für viele zu märchenhaft, zu abstrakt und zu weit hergeholt und zu wenig auf das eigene Leben übertragbar. Sprachlich ist es jedoch zumindest ein Kunstwerk und vor meinem inneren Auge konnte dieses Werk federleicht eine farbenfrohe Landschaft aus orientalischen Basaren, Wüsten, Oasen, verschleierten Wüsten-Kriegern und -Frauen zeichnen.


    ### Fazit ###
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    Für Leser die Spass an orientalischen Märchen haben und anregende Bilder für das Nachdenken über das eigene Leben schätzen.

    ### Inhalt ###
    Charlie Gordon ist ein retardierter erwachsener ca. 35 jähriger Mann mit einem IQ von 68. Er nimmt an einem Experiment der Welberg-Stiftung teil, die eine Operation seines Gehirns beinhaltet, was zur Folge hat, dass er zu einem Genie wird, der jedoch wenig emotionale Reife besitzt. Dem Versuch an Charlie ist ein Experiment an einer Maus namens Algernon vorausgegangen. Auch diese entwickelt sich zu einer unglaublich klugen Maus, die komplizierte Labyrinthe nur zum Spaß immer wieder durchläuft. Doch dann kommt die grauenhafte Erkenntnis: An Algernon wird nach einiger Zeit ein Rückgang seiner Fähigkeiten beobachtet, die Folgen der Operation scheinen also nicht von Dauer zu sein. Charlie, der inzwischen die am Experiment beteiligten Professoren geistig weit hinter sich gelassen hat, beginnt nun fieberhaft an einer wissenschaftlichen Lösung der scheinbar zwangsläufig eintretenden Retardation zu arbeiten doch die Folgen sind nicht mehr aufzuhalten und der Verfall ist unausweichlich.


    ### Meinung ###
    Charlie führt während der ganzen Zeit Tagebucheinträge. Darüber erfahren wir die Geschichte. Seine Veränderung ist faszinierend und erschütternd zugleich. Die Änderung der Sprache von einfach und fehlerhaft bis differenziert. Charlie entwickelt sich geistig rasend schnell, innerlich bleibt er ein Kind, der Frauen begehrt, aber vor ihnen zurückschreckt, sobald sie ihm zu nahe kommen. Teil des Experiments ist es, dass bei ihm durch ein Gerät Erinnerungen der Vergangenheit wieder wach gerufen werden sollen, was auch gelingt. Dadurch erkennt er, dass die „Freunde“, mit denen er als Kind gespielt und später in der Bäckerei zusammen gearbeitet hat und mit denen er zusammen gelacht hat, gar nicht mit ihm, sondern über ihn gelacht haben. Die Schilderungen der Erinnerungen erst aus Sicht des dummen Charlies und dann aus Sicht des intelligenten Charlies sind bedrückend. Die Darstellungen seiner Erinnerungen aus seiner Kindheit sind geprägt von einer dunklen Angst: Es wurde viel geschrien und geschlagen, Charlie hat sich oft in die Hosen gemacht vor Angst und er wusste nie was er falsch gemacht hat und seine späterer Wunsch, intelligent zu werden lag einzig und allein darin begründet, dass er nicht mehr wollte, dass seine Mutter sich für ihn schämt. Charlie erlebt die Welt der Genialität und der Schwachsinnigkeit und wir erfahren aus seiner Sicht das beides gegensätzliche Pole sind, die, wenn sie zu extrem werden in die Einsamkeit führen. Das Ende des Buches ist zwar schlimm, stimmte mich aber auch versöhnlich.


    ### Fazit ###
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    Ein sehr lesenswertes Buch mit einem differenzierten umfassenden Blick in die Welt des Schwachsinns und der Genialität.

    ### Inhalt ###
    Lockwood, ein Edelmann und Geschäftsmann aus London hat das Anwesen Thrushcross Grange in einer abgeschiedenen Moorlandschaft in der Nähe von London gepachtet und er stattet seinem Pächter Heathcliff in einer Zeit um 1800 auf dessen Anwesen in Wuthering Heights einen Besuch ab. Dieser gestaltet sich recht unangenehm, da Heathcliff nicht sehr gastfreundlich ist.

    Er lernt auch eine junge Dame namens Catherine Heathcliff kennen, die ebenfalls sehr unfreundlich und abweisend ist. Überhaupt wirkt das ganze Haus und seine Bewohner, zu denen auch der bibeltreue Bedienstete Joseph gehört, wenig einladend. Zu allem Überfluss muss er wegen eines Wetterumsturzes gezwungenermaßen eine Übernachtung durchstehen, in dessen Verlauf er aus Notizen in herumliegenden Büchern seines Gästezimmers etwas über eine Dame namens Catherine Earnshaw erfährt und ihn auch noch ein Geist heimsucht. Lockwood reist am nächsten Morgen in der Frühe fluchtartig zurück auf sein Anwesen. Seine Haushälterin Mrs Dean weiß erstaunlich viel über den Verpächter Heathcliff, nein, sie kennt fast seine ganze Lebensgeschichte und Lockwood ist begierig alles zu erfahren. Die Erzählung ist lang, aber da Lockwood sich erkältet hat, hat er viel Zeit. Im Laufe der Erzählung erfährt er alles über die Familien Earnshaw und Linton. Heathcliff war ein Waisenkind, das vom alten Earnshaw von einer Reise in London aufgelesen und adoptiert wurde. Er liebte diesen fast mehr als seinen Sohn Hindley. Der Boden für Eifersucht und Zwietracht zwischen beiden Söhnen ist gelegt und nach dem Tod vom alten Earnshaw beginnt das Martyrium für Heathcliff, er wird vom neuen Herren Hindley gehasst und gequält. Heathcliff erträgt die Misshandlungen mit geballter Faust und heckt einen teuflischen Plan aus, der ihm Rache und Genugtuung an seinen Feinden und sogar an dessen Kindern verschaffen soll ...


    ### Positives ###
    Der Roman ist ein bitterer Cocktail rauher Landschaft und mißratener Gestalten innerlich so verkrüppelt wie die von den stürmischen Moorwinden verbogenen Bäume. Sie sind das Ergebnis von Misshandlung in der Kindheit und von Gefühlen etwas besseres zu sein. Die beiden Familien im Moor bilden einen Mikrokosmos und die Menschen können nicht anders als sich aufgrund ihrer schlechten Eigenschaften zerstörerisch aneinander zu reiben, da es ansonsten keine anderen Möglichkeiten in dieser kargen Gegend gibt. Die Sprache von Brontë wirkt erstaunlich modern und gut verständlich. Typische Gepflogenheiten und Lebensweisen dieser Zeit kommen gut zum Ausdruck.


    ### Negatives ###
    Der Weg in die Katastrophe wirkt teilweise etwas konstruiert. Auf einmal ist da ein Heathcliff, der mehr geliebt wird als der eigene Sohn, obwohl dieser Heathcliff stoisch und teilnahmslos ist. Die Tochter der Earnshaws Catherine und Heathcliff sind Seelenverwandte, wild und unbändig. Auf einmal findet Catherine dann aber Gefallen an dem Vornehmen der Lintons und distanziert sich dann von Heathcliff. Dann führen irgendwie immer sehr viele Zufälle dazu, dass sich bestimmte Personen immer wieder begegnen und es so zu den verhängnisvollen Konsequenzen kommt.


    ### Fazit ###
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    Der Roman liest sich flüssig und einigermaßen spannend. Das Diabolische kommt gut zur Geltung.

    Hallo eigenmelody,

    ich will damit das Werk auf keinen Fall abwerten. Es ist nur meine höchst subjektive Meinung. Auf jeden Fall anmerken will ich noch, dass Dickens mit diesem Werk eine unglaubliche Leistung vollbracht hat und es wundert mich nicht, dass er in den Olymp eines Weltschriftstellers aufgestiegen ist.

    ### Inhalt ###
    Der Roman beschreibt das Leben von David Copperfield von seiner Geburt bis in das Alter eines reifen verheirateten Mannes. Viele Stationen dieses Lebens werden en Detail beschrieben. Diese Stationen sind u.a.: Die Geburt, das Leben Zuhause, dessen schriftliche Darstellung ohne einen lebenden Vater anfängt, sein Leben mit seinem Schwiegervater Mr. Murdridge, das Leben mit der Familie seiner Amme Peggoty, die er liebt. Seine Zeit als Schüler im Salemhaus. Dort lernt er Steerforth kennen, den er einen langjährigen Freund wird nennen können. Die Zeit im Salemhaus ist geprägt von Gewalt und Strenge. Während seines Schulaufenthaltes stirbt seine Mutter unter der Knute seiner Stiefvater und dessen Schwester. Da sein Stiefvater keine Mittel hat ihn weiter auf die Schule zu schicken wird David zur Arbeit bei einem von Mr. Murdstone bekannten Weinhändler in London geschickt. David verrichtet als Kind von vielleicht 9 Jahren bereits schwere stupide Arbeit und finanziert sich komplett selbst. Er wohnt zur Untermiete bei den Micawbers. Die Arbeit ist weiterhin trist und hart und David fasst den Entschluss, seine nächste Verwandte Tante Betsy Trotwood in Dover aufzusuchen, trotz der Tatsache, dass sie laut Erzählungen seines Hausarztes Chilip eine äußerst strenge und abweisende Person ist und Dover viele Meilen entfernt ist...


    ### Positives ###
    Es wird vermutet, dass der Roman starke autobiographische Züge hat. Alles, was dort berichtet wird, hat sich wohl auch ziemlich genauso zugetragen. Dickens beschreibt auf 720 Seiten alles mit großem Detailreichtum: Die Städte, die Straßen, die Wohnungen, aber hauptsächlich die Menschen und deren Charaktere, ihr Leiden, Lieben und Handeln. Er beschreibt den Kampf und die Härte des Erwachsenwerdens und wie David Copperfield an diesen Erfahrungen reift in einer dem 19. Jh. typischen kunstvollen, blümeranten Sprache, die aber dennoch gut verständlich ist.


    ### Negatives ###
    Die positive Seite des Romans, der Detailreichtum, sorgt auf der anderen Seite auch für Längen. Man sollte sich nicht vornehmen, diesen Roman zu verschlingen, es handelt sich hier um ein längeres Leseprojekt, das man nicht wegliest, sondern sich erarbeitet. Mein Fall ist es nicht unbedingt, daher werde ich so schnell wohl nicht zu einem zweiten Dickens greifen.


    ### Fazit ###
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    Ein Buch für Liebhaber von gemächlichen authentischen Lebensgeschichten mit der ein oder anderen guten Weisheit übers Erwachsenwerden.

    ### Inhalt ###

    Tom Sawyer ist die Leibwache von Präsident Lincoln, nachdem er lange Zeit bei bei Pinkerton in New York als Privatdetektiv gearbeitet hat. Bei einer Theateraufführung wird der Präsident erschossen. Tom gibt sich selber die Schuld an diesem Vorfall, da er zwar zum Zeitpunkt des Mordes durch den Schauspieler und Mörder Booth in der Nähe war, jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht im Dienst war. Kurz nach dem Attentat folgt er der Einladung seines Bruders Sid, damit er dessen Hochzeit in St. Petersburg beiwohnen kann und auch um den schrecklichen Mord an dem von ihm sehr verehrten Präsidenten zu vergessen. Doch statt erholsame Tage und ein geruhsames Wiedersehen mit seinen alten Freunden und Familienmitgliedern, unter anderem seinem Freund Huck, muss er kurz nach seiner Ankunft erfahren, dass seine Tante Polly umgebracht wurde und ausgerechnet Huck steht im Verdacht, den Mord begangen zu haben. Zu allem Überfluss muss er auch noch feststellen, dass sein Bruder Sid seine alte Jugendliebe Becky heiraten will. Tom setzt nun alles daran, dass Wirrwarr der Hinweise um den Mord an seiner Tante und seiner Gefühle gegenüber Becky aufzulösen in stetem Kampf gegen seine Schlaflosigkeit ...


    ### Positives ###

    Die Handlung des Romans spielt im Jahre 1865. Beim Lesen des Romans tun sich eindringliche Bilder vor den Augen über Raddampfer, dampfende Eisenbahnen, rauchende Colts, flinke „Rothäute“ auf Pferden ohne Sättel, Quacksalber, die mit Quecksilber Krankheiten zu behandeln versuchen, sandige Straßen und schummrige Saloons. Die schwarze Bevölkerung sieht durch den Ausgang des Bürgerkriegs einen Silbersreif am Horizont, in Zukunft vielleicht ein Leben als Freie leben zu können. Die Sklaverei ist jedoch noch überall zugegen und schwer aus Köpfen zu bekommen. Alles in allem ein farbenfrohes Bild der damaligen Zeit. In einem Nachwort des Autors erfahren wir vieles über die intensive Recherche des Autors über diese Zeit und seinen Versuch den großen Fußstapfen des Mark Twain, aus dessen Feder Tom Saywer stammt, gerecht zu werden, um mit diesem Roman einen würdigen Nachfolger zu schaffen, was aus meiner Sicht auch gelungen ist.


    Vor allem ist dieser Roman eine spannender Krimi, der zum Ende immer aufregender wird. Die Auflösung war für mich bis zum letzten Drittel nicht offensichtlich. Das letzte Drittel habe ich mich hastig die Seiten durchlesen sehen, um zu erfahren, welches nächste schlimme Ereignis Tom um die nächste Ecke erwartet in der Hoffnung, dass er auch dieses überwindet.


    ### Negatives ###

    Über diesen Krimi kann ich nichts Negatives erwähnen.


    ### Fazit ###

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    Für Krimiliebhaber ein Schmaus und für die Freunde von Tom Sawyer und Huckleberry Finn.

    ### Inhalt ###
    Octavius ist der Sohn der Nichte von Julius Cäsar. Ihn beabsichtigt Julius Cäsar zu seinem Nachfolger zu machen. Er setzt ein Testament auf, in dem er Octavius zu seinem Alleinerben macht, dem er all sein Vermögen und seinen Titel vermacht. Julius hat Feinde, mächtige Männer aus den Reihen der Republikaner, die sein Gebahren sich zum Alleinherrscher Roms aufzuschwingen und die Macht den Senats zu schmälern aufs tiefste verachten. 44. v. C. wird Julius von einer Gruppe Verschwörern ermordet. Octavius ist zu diesem Zeitpunkt mit drei engen Freunden, dem Dichter Maecenas, dem Kämpfer Marcus Agrippa und dem klugen Salvidienus in Appolonia in Griechenland als er von der Nachricht erfährt. Er schwört daraufhin Rache an den Feinden seines Großonkels Julius Cäsar zu nehmen, seine Freunde schwören ihm als neuem Cäsar die Treue bei seinen Plänen. Doch der Gang an die Spitze Roms ist trotz offiziellem Testament gepflastert von Gefahren und Intrigen. Die Mächtigen wollen diesen kränklichen kleinwüchsigen Octavius nicht als Herrscher Roms und so beginnt ein Katz und Mausspiel um die Macht, bei dem sich Octavius geschickter anstellt als von allen gedacht.


    ### Positives ###
    Das Buch ist in drei Bücher strukturiert, die in Kapitel gegliedert sind. Es gibt einen Prolog und einen Epilog. Am Ende ist Zeittafel mit der Folge der geschichtlichen Ereignisse von 63 v. C. bis 14 n. C. Des Weiteren eine Liste mit Erklärungen zu den wichtigsten Persönlichkeiten dieser Zeit sowie ein Nachwort von Daniel Mendelsohn mit Meinungen und Interpretationen zum Text.


    Der Autor macht zu Beginn des Buches in einem Vorwort deutlich, dass das Meiste, abgesehen von wenigen Details in kursiver Schrift, Fiktion ist.


    Der Roman ist in der Form eines Briefromans verfasst. D. h. Alles, was wir als Leser erfahren, erfahren wir durch Briefe, die sich die Protagonisten gegenseitig schreiben oder die sie in Form von Tagebucheinträgen verfassen.


    Im ersten Buch wird die allgemeine Geschichte der Ermordung Julius Cäsars geschildert und die darauffolgenden Anstrengungen Octavius' die Macht an sich zu reißen. Im zweiten Buch hören wir z.B. viel von Julia, der Tochter von Octavius und im letzten Buch fängt Octavius selber an, sich in seinen Briefen an Nikolaos von Damaskus über sein Leben zu äußern.


    Das Buch steigert sich aus meiner Sicht zum Ende hin, da wir immer mehr Details von den agierenden Personen über die Geschehnisse erhalten. Durch die vielen Briefe ergibt sich Mosaiksteichen für Mosaiksteichen ein Gesamtbild. Das Finale bilden die Rückblicke und Überlegungen von Octavius.


    Ich konnte das Buch mit einigem Interesse lesen. Es ist in moderner Sprache gut und flüssig zu lesen und durch dieses nach und nach Freigeben von Informationen durch weitere Briefe und aus der Sicht der verschiedensten Personen bleibt die Spannung oben.


    Man erfährt auch so einiges über die damaligen Sitten der Römer (wenn sie denn wahr sind). Die Heirat naher Verwandeter in der römischen Oberschicht und/oder der Wechsel der Frauen von einem Mann zum nächsten, um die politischen Bande zu stärken, war durchaus üblich. Octavius erliess daher später Sittengesetze, die Ehebruch unter Strafe verboten.


    ### Negatives ###
    Das ist mein erster Briefroman. Und es wird wohl nicht meine bevorzugte Art von Roman werden. Einerseits ist es schon interessant das (erinnerte) Geschehen aus der Sicht der Protagonisten zu erfahren, andererseits wirken die Geschehnisse dadurch auch seltsam entfernt wie eine Art Dokumentation. Auch wirken die Romanfiguren seltsam austauschbar. Hier und da hätte man einen Absendernamen austauschen können ohne dass man das gemerkt hätte. Die durch die Zeittafel am Ende bereits bekannten Ereignisse werden durch die Briefe mit weiteren Details angereichert, dadurch wirkt es manchmal wie ein Geschichtsbuch mit bekanntem Ausgang.


    ### Fazit ###
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    Ein Buch für Menschen, die eine gut gemachte Fiktion über römisches Leben und den Kampf um die Macht zwischen 43. v. C. und 14 n. C. erleben möchten.

    ### Inhalt ###
    Elizabeth Bennet lebt mit ihrem Vater, ihrer Mutter und ihren vier Schwestern Ende des 18. Jh. auf dem Land in der Nähe von London. Zusammen mit einigen anderen Familien des niederen Adels bilden sie eine dörfliche Gemeinschaft. Die Jagd nach Neuigkeiten, heiratswilligen Männern für die vielen Töchter der ansässigen Familien und häufige Besuche bei den Nachbarn für kurzweilige Gesellschaft gehören zum Alltag. Mrs. Bennets sehnlichster Wunsch, der sie für den Rest ihres Lebens glücklich machen würde, ist es ihre fünf Töchter an den Mann zu bringen, bevorzugt an Männer von Stand und Vermögen. Jeder männliche Neuankömmling oder Besucher wird neugierig und aufgeregt von den Damen der Gemeinschaft beäugt hinsichtlich der Tauglichkeit für eine Heirat. Es ergibt sich, dass Mr. Bingley mit seinem Freund Mr. Darcy und seinen beiden Schwestern das nahegelegene Anwesen in Netherfield beziehen. Diese Neuigkeit spricht sich wie ein Lauffeuer rum und auch, dass Mr. Bingley ein äußerst charmanter, wohlerzogener junger Mann mit stattlichem Einkommen ist. Mrs. Bennet hat ihn bereits fest für eine Heirat mit ihrer ältesten Tochter Jane eingeplant - Mr. Bingley weiß jedoch noch nichts von seinem Glück. Dieses soll sich ändern, sobald es Mrs. Bennet gelingt, ihn und seine Verwandten und Bekannten zum Dinner einzuladen. Jane und Mr. Bingley kommen sich bei dem durchgeführten Besuch tatsächlich näher und die Aussichten auf eine Heirat sind zum Greifen nah. Mr. Darcy, ein Mitglied einer hochadeligen Familie ist aufgrund seines ablehnenden und arroganten Verhaltens allen gegenüber im Dorf sofort Stein des Anstoßes und man meidet ihn. Dieses schroffe Verhalten reizt die zweitälteste Elisabeth und sie äußert sich Mr. Darcy gegenüber trotz oder gerade wegen des großen Standesunterschieds mit Witz und Charme oft in ironischer, schnippischer Art und Weise, was für den abweisenden, von Standesdünkel geprägten Mr. Darcy völlig unfassbar ist. Trotz all dieser Vorbehalte sucht Mr. Darcy unverständlicherweise immer wieder die Nähe von Elisabeth auf. Dann passiert das Unfassbare: Die Gemeinschaft um Mr. Bingley reist unverhofft ab nach London, um dort den Winter zu verbringen und es sieht so aus als werde sie nicht wieder zurückkehren, da Netherfield auch bloß zur Miete bezogen wurde. Die Trauer um die verpasste Chance in der Familie Bennet ist unbeschreiblich. Jane ist geknickt. Vielleicht kann sie der Vorschlag ihrer Schwiegertante Mrs. Gardiner aufheitern, mit ihr und ihrem Mann eine Zeit in London zu verbringen. Für die Abwechslung und zum Vertreiben der trüben Gedanken… und vielleicht begegnen sich Jane und Mr. Bingley. Doch daraus wird wieder nichts. Irgendjemand scheint diese Verbindung sabotieren zu wollen - nur wer?


    ### Positives ###
    Dieser Roman von Jane Austen war für mich interessant zu lesen. Aus meiner Sicht ermöglicht er einen interessanten Einblick in die Denk - und Handlungsweisen der Menschen Ende des 18. Jh. Durch einige Anmerkungen des Herausgebers lernen wir als Leser zum Beispiel, dass die älteste Tochter einer Familie das Vorrecht hatte „Miß“ ohne darauffolgenden Vornamen genannt zu werden. Der älteste Sohn hatte das Recht „Mr“ genannt zu werden. Es war auch üblich, dass sich ein Ehepaar mit Mr XY und Mrs XY ansprachen. Auch wird deutlich wie unglaublich wichtig es für eine Frau dieser Zeit war jung verheiratet zu werden, damit sie nicht als „alte Jungfer“ im Alter ein Leben und Armut fristen musste. Ein Leben in Selbständigkeit und Bildung war für die Frauen dieser Zeit selten möglich. Diesen Umstand lässt Austen in ihrem Roman auch entsprechend kritisch anklingen, indem sie durch ihre Protagonistin Elizabeth das weibliche ungezügelte, anstandslose und ungebildete Gebahren insbesondere ihrer jüngeren Schwestern sowie auch ihrer Mutter scharf ankreidet. Deren Verhalten führt in der Folge auch dazu, dass bekannte Familien Abstand von ihrer Familie nehmen. Intelligenz und Anstand bei Frauen auch in dieser Zeit bildet in diesem Roman ein zentrales Thema, aber auch der Stolz und die Vorurteile, denen beide Geschlechter dieser Zeit anheimfallen können. Die Heirat bildet für Frauen das Rückgrat für ein Überleben in Anstand und Würde und immer bewegt sich die Entscheidung für einen Partner zwischen wirtschaftlicher Notwendigkeit und romantischer Liebe, wobei letztere leicht zu Kurz kommen kann. Durch die feinen differenzierten Gespräche ihrer Protagonisten kommen diese Themen zum Vorschein und auch, dass diese sich wandeln wollen und von genannten Untugenden im Verhalten Abstand nehmen wollen. Die Beschreibungen und Beobachtungen dazu sind sehr genau und schön zu lesen.

    Aber auch der Standesdünkel und das Gefühl etwas Besseres zu sein auf der einen Seite und die Unterwürfigkeit von Menschen niedereren Standes auf der anderen Seite nimmt sie aufs Korn, indem sie zum Beispiel einen Mr. Collins Salven von anbiedernden Redeschwällen gegenüber seiner Gönnerin, der hochadeligen Catherine de Burgh abgeben lässt.


    Die Ausgabe, die ich in Händen hielt war wieder eine wunderbare Ausgabe von dem „Das Beste“ Verlag. Lederrücken, Leineneinband, kolorierte Zeichnungen - herrlich!


    ### Negatives ###
    Das Buch behandelt ein Thema, welches nach einmaligem Lesen für mich interessant und mit einigen Einsichten versehen war. Jedoch werde ich wahrscheinlich erstmal keinen weiteren Roman zu diesem Thema lesen, dem sogenannten Werbungsthema oder "courtship plot“. Sollte ich in Zukunft wieder das Bedürfnis dazu verspüren, dann wird es wieder ein Roman von Jane Austen.


    ### Fazit ###
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    Für Liebhaber von geistreichen Romanzen, die nur über Irrungen und Wirrungen erreicht werden.

    ### Inhalt ###
    Der leibhaftige Adolf Hitler wacht eines Tages im Berlin des Jahres 2011 auf dem Rücken liegend in seiner Uniform auf. Keiner weiß warum, am wenigsten er selber. Er hält sich jedoch nicht lange mit dieser Frage auf und kommt schnell zu dem Schluss, dass das Schicksal ihn dafür vorgesehen hat, sich um das aktuelle Deutschland zu kümmern, es vor seinen Feinden zu schützen und ihm den Stellenwert und Rang auf der Welt zu verschaffen, der aus seiner Sicht der einzig wahre ist: Deutschland als arische Herrenrasse an der Spitze der Welt. Er geht dabei vor wie er es schon in der Vergangenheit getan hat: Als erstes bestätigt er sich vor sich selber seine Weltanschauung: Der Arier gehöre an die Spitze der Menschheit. Die Rassenschande gehöre ausgemerzt. Nur arisch reines Blut könne den Fortbestand Deutschlands, ja der Welt sichern und die Juden seien an allem Schlechtem auf dieser Welt Schuld. Dann braucht er ein Medium, um diese Botschaft in die Welt zu tragen und damit genügend Anhänger um sich zu scharen. Er findet es schnell mit der Hilfe der Firma Flashlight, die ihr Geld mit Auftritten von angestellten Comedians verdient, die für reichlich Klicks und Aufmerksamkeit auf YouTube sorgen und wird dort schnell durch sein „authentisches“ Auftreten mit der ihm eigenen fanatischen spontanen „Überzeugungskraft" zum besten Pferd im Stall mit eigener Show, in die er sogar prominente Politiker wie Renate Künast einlädt, um an ihnen bzw. deren Politik die Unsinnigkeit der aktuellen Politik zu demonstrieren. Es entwickelt sich eine „fruchtbare" Beziehung zwischen Hitler und Flashlight, die auf einem eklatanten Irrtum beruht: Flashlight sieht in „Hitler“ einen provokanten am Rande des geschmacklosen sich bewegenden Künstlers, der seinen wahren Namen nicht preisgeben will und Hitler plant schlicht seinen erneuten Aufstieg an die Spitze der Republik...


    ### Positives ###
    Aus meiner Sicht ist dieses Buch eine geniale gelungene Satire. Ich habe häufig gelacht ob der Absurditäten aus dem Munde Hitlers. Wenn man dann das Buch zur Seite legt überkommt einen jedoch immer wieder ein kalter Schauer bei dem Gedanken, dass dieser zwar visionär völlig fehlgeleitete, aber mit Fanatismus, Überzeugungskraft und Disziplin ausgestattete Mann (er trinkt nur Mineralwasser, kein Alkohol und ist Vegetarier!) heutzutage in unserem Land wohl wieder eine folgsame Anhängerschaft um sich scharen könnte. Hitler ist sich blitzschnell bewußt in welcher Situation er sich im Berlin des Jahres 2011 befindet. Er begreift sogar schnell, dass Flashlight ihn „nur" als Künstler engagiert, wiewohl er diese Bezeichnung in dem Sinne deutet, dass sie von seiner Eigenschaft als Führerfigur, der das deutsche Volk zu alter Größe formen kann, beeindruckt sind.

    Als Leser verfolgen wir das Geschehen aus seiner Sicht. Er hält sich für den geborenen unnachgiebigen Führer, der nicht kleinzukriegen ist.

    Ich habe oft gelacht als Hitler in Kontakt kommt mit modernen Dingen und diese aus seiner Sicht bewertet und kommentiert wie: Den Kleidungsstil, das Fernsehen und das frühe Nachmittags-Fernsehprogramm, auf deren idiotische Protagonisten man mal ordentlich mit der 88 reinhalten müsse. Das überladene Fernsehbild mit Laufschrift am unteren Rand hält er für gewieften Propaganda-Trick. Er findet raus, dass Menschen Geld bezahlen für Klingeltöne. Er äußert sich über „arische“ Pflanzen, über Laubbläser, den Computer, das Internet, die „arischen“ Hunderassen, die bei genügend Dressur wohl Pfeil und Bogen bedienen könnten (aber wohl kein Gewehr …), die nach wie vor unsinnige verlogene Presse, in der sich das jüdische Prinzip zeige, jedoch ohne Juden. Der Herr-ich-rede-mir-die-Welt zurecht gibt immer nur Antworten und stellt keine Fragen. Am Ende ergibt sich ein Bild Hitlers, dass vermutlich gar nicht mal so weit weg vom tatsächlichen Original ist - faszinierend und erschreckend zugleich. Faszinierend, da er mich erheitert hat mit seiner fanatischen Weltsicht, erschreckend, wenn man sieht wie weit er selbst (oder ein anderer fanatischer Demagoge) 2011 kommen könnte oder kommt … ?!


    ### Negatives ###
    Ich habe das Buch gerne gelesen. Inhaltlich behandelt das Buch historisch und politisch brisanten Zündstoff. Für mich hat es nochmal deutlich gemacht, dass Kritiklosigkeit und der Glaube es sei doch nur Spaß schnell in eine Richtung gehen könnte, die wir alle nicht wollen.


    ### Fazit ###
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    Für alle, die wegen Hitlers Sicht der Dinge mal herzlich lachen wollen, um anschließend mit einem kalten Schauer festzustellen, dass ein erfolgreicher "neuer Hitler“ gar nicht mal so abwegig ist.