Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von eigenmelody

    Es passiert selten, dass ich zu einem Buch fast nichts sagen kann. Dies ist einer der seltenen Fälle. Ich verstehe nicht, wie jemand eine Biografie schreiben kann, die sich so einseitig auf die pikanten Details eines Lebens konzentriert. Das Interesse des Biografen müsste darüber hinaus gehen, wie ich finde. Kein Zweifel, dass das noch sehr viel aufwendigere Recherchen erfordert hätte, als nur sattsam bekannte Anekdoten und Geschichtchen aufzunehmen.

    Die Frau war ja tatsächlich selbst auch ein Talent, aber das wird nur hin und wieder gestreift.

    Ich bin sehr enttäuscht von dem Buch Und stelle fest: Eine große, objektive Biografie von Alma Schindler steht noch aus.

    95. Ein Roman, in dem eine Therapie eine Rolle spielt


    Ich hoffe, es darf auch ein Theaterstück sein.


    Deutscher Titel: Eines langen Tages Reise in die Nacht


    Das Stück zeichnet einen langen Tag im Leben einer Familie nach: Mutter, Vater, zwei erwachsene Söhne. Im Zentrum steht die Mutter, um die sich zu Beginn alle rührend bemühen. Sie ist nämlich erst am Vortag von einer langen Kur zurückgekehrt, wo man versucht hat, sie von ihrer Drogensucht zu befreien.

    In diesem Theaterstück von 1956 greift Eugene O'Neill auf Erfahrungen in seiner eigenen Familie zurück.

    94. Ein Buch, in dem es um eine verbotene Beziehung geht


    Formal ist Ehebruch auch eine verbotene Beziehung. Charles Dickens hatte 10 Kinder mit seiner Frau und fand sie irgendwann - nun ja - unförmig und nervig. Er begann eine Beziehung zu einer sehr jungen Schauspielerin, und hat seine Frau nie mehr wieder gesehen. Wegen seines Status' als eine Art Nationalheiliger konnte er sich nicht scheiden lassen.

    Bücher werde ich auch immer langsam lesen und genießen. Vielleicht sind die damit auch weniger gemeint.

    Aber habt ihr mal an all die Informationsmails-, -newsletter, -rundschreiben etc. gedacht, die in großen Firmen, aber nicht nur da, täglich versandt werden? Die werden an alle MitarbeiterInnen verteilt, und jeder - zumindest diejenigen die das Zeug nicht von vorneherein löschen - muss sich zumindest einen groben Überblick verschaffen, ob der Inhalt für ihn relevant ist oder nicht. Mit speed-reading-Techniken klappt das wunderbar und in sehr kurzer Zeit. Auch Zeitungsartikeln kann man damit gut beikommen. Ich hatte mal ein entsprechendes Seminar und kann sagen, das klappt ziemlich gut. Aber ich wiederhole mich, bei Literatur würde ich die Technik niemals anwenden.

    Vielen Dank wieder an ibikat und alle, die bei der Erstellung der Liste geholfen haben.


    92. Ein Buch, das du zur Zeit liest


    Eine sehr egozentrische und übersteigerte Person muss das gewesen sein, und man fragt sich schon, worin die Faszination bestanden haben mag. Guter Sex hatte da bestimmt einen großen Anteil, aber vielleicht erschließt sich das Weitere ja noch im Laufe des Buches.

    Ernest. Musste jetzt die ganze Zeit überlegen, was an dem Namen so seltsam wirkt.

    Da hast du mich jetzt sowas von erwischt !!! Natürlich hieß er nicht Edward. Ich weiß schon, warum ich mich normalerweise immer noch mal vergewissere, wie der vollständige Name eines Protagonisten lautet. Und einmal verzichte ich darauf - schwupp ist er falsch, der Name.

    Was deine Einschätzung der Person betrifft, bin ich ganz deiner Meinung, er war per se kein wirklich sympathischer Mensch. Aber, was ihn mir in meiner Schlussfolgerung doch dazu gemacht hat, war seine ungeheure Leistung, die m. E. darin bestand, die jeweiligen Charaktere jeweils so zu gruppieren, dass der Geist des Zusammenhalts möglichst lange erhalten blieb. Und ich denke, er hatte zunehmend ein Bewusstsein dafür, dass es seine Hybris war, die die Mannschaft in die schreckliche Lage gebracht hat, in der sie sich fanden.

    90. Welcher Charakter (m/w) war dir diesen Monat am sympathischsten?


    Mit seiner ehrgeizigen Antarktis-Expedition war Edward Shackleton grandios gescheitert. Aber die Energie, mentale Kraft und Menschlichkeit, mit der er dafür sorgte, dass seine komplette Mannschaft aus der Eishölle gerettet wurde, machten ihn zu einer überragenden Führungspersönlichkeit und sehr sympathisch.

    88. Ein Buch, das Du als Kind heimlich gelesen hast (obwohl Dir gesagt wurde, Du seist noch zu jung dafür)


    Meine Eltern waren absolute Bücher-Menschen. Sie haben mir kein Buch jemals verboten, aber ich glaube nicht, dass sie geahnt haben, mit welchen Büchern ich mich schon als 10-Jährige beschäftigte. Das hier z. B.