Beiträge von Baron Nahodyl

    Liebe Divina,


    natürlich lese ich meinen Text auch immer wieder neu, schon allein deswegen, weilich an mehreren Büchern gleichzeitig schreibe und inhaltlich wieder hereinkommen muß. Und meine Frau liest auch noch Korrektur. Trotzdem übersieht man Fehler. Als Selbstherausgeber muß man auch noch auf die Satzform achten und andere formale Dinge (Seitenumbruch, Trennung von Absätzen usw.) beachten. Da kann schon mal ein Fehler übersehen werden.
    Mich stört nicht ein Fehler in einem Buch, mich stört tatsächlich die neue Rechtschreibung, schlimm finde ich das Trennen von st (aua!) oder dass mit Doppel-S am Ende. Auch fehlendes Dativ-E ("zu Worte melden") oder fehlender Genitiv tun mir wirklich weh. Eigentlich bin ich dafür, alle Bücher wieder in deutscher Frakturschrift zu setzen, nur glaube ich, daß dies der Verbreitung schaden könnte (das glaube ich nur, weiß es nicht mit Sicherheit). In meinem Externstein-Buch habe ich immerhin die Sagen in deutscher Schrift gesetzt, da ist keine Beschwerde gekommen (siehe Leseprobe unten, S. 13, 15, 16, 19), bei den zweisprachigen Eddaausgaben habe ich auch den deutschen Text in deutscher Schrift gesetzt, schon wegen der Übersichtlichkeit.
    https://www.bod.de/buchshop/di…dyl-nemenyi-9783746006710

    Zwei Dinge fallen mir ein: "Allerwertester" finde ich auch nicht so ideal, besser "verlängerter Rücken".


    Und was das Wiederholen der Geschichte betrifft, so finde ich es teils notwendig. Ich wollte R. Pilchers "Muschelsucher" lesen, und kam wegen der vielen Personen immer wieder durcheinander. Schließlich legte ich das Buch weg. Man liest so ein dickes Buch nämlich nicht auf einmal hintereinander, sondern mit Unterbrechungen. Dadurch vergißt man, wenn man Tage später weiterliest, was am Anfang im Buche geschah, um welche Personen es da geht, usw. Manchmal zeichne ich mir einen kleinen Stammbaum auf einem Blatt, um die Personen einordnen zu können.


    Was die Schreibfehler betrifft: Wenn ich lange an einem Text schreibe, dann geschieht es manchmal, daß ich den Wald vor Bäumen nicht mehr sehe, und die einfachsten Wörter manchmal falsch schreibe - das wird noch dadurch unterstützt, daß ich auch mittelhochdeutsche Texte kenne oder skandinavische. Da wird dann oft ein Wort mit F geschrieben, was bei uns mit V geschrieben wird, und ich mache das dann auch falsch. Klar, man findet viele Fehler am nächsten Tag, aber einige übersieht man doch. Und dann ist es ganz anders, die Korrekturlesung am Bildschirm vorzunehmen, als auf Druckfahnen. Man übersieht am Bildschirm oft Fehler, die man im Druck dann später findet - dann aber ist es zu spät.


    Aber zur Beruhigung kann ich sagen, daß ich oft Fehler in Verlagsbüchern finde. Das kommt also überall vor.

    Liebe Bücherfreunde!


    Auf dieses Forum bin ich zufällig gestoßen, weil ich nunmehr meinen ersten Roman geschrieben habe und vermute, daß er einer größeren Öffentlichkeit unbekannt bleiben wird, wenn ich nicht irgendwo im Netz darauf aufmerksam mache.

    Ich habe seit 1988 insgesamt 31 Bücher veröffentlicht, eines ist ins Russische übersetzt worden, aber alles waren Sachbücher zu den Themen Mythologie, Religion, Edda, Volkskunde usw. (siehe meine Autorenseite: https://baron-nahodyl.hpage.com/ . Nun also mein erster Roman. Es ist ein Roman nach einer wahren Geschichte, und es ist eine Art Autopsie einer Beziehung. Da mußte ich teils geradezu kriminalistisch vorgehen, denn die Ereignisse liegen schon etwa 40 Jahre zurück, und vieles geriet in Vergessenheit. Eine erste, viel dünnere Fassung hatte ich 2016 angekündigt, dann aber doch noch nicht veröffentlicht, da ich die Geschichte lieber ausführlicher erzählen wollte.
    Charlotte steht natürlich im Mittelpunkt der Geschichte; ihr Wesen anhand von Briefen, Handlungen, Aussagen irgendwie nachträglich erfassen und verstehen zu können, das war das Ziel. Aber man kann dieses Ziel nie wirklich erreichen, dazu sind Menschen zu vielschichtig. Und dann die Suche nach Liebe, auf der wir ja alle sind, in dieser Zeit im Berlin der 80er Jahre, das ist das weitere Ziel. Außerdem steht Berlin selbst im Blickfeld, das schöne alte Jugendstil-Haus am Lietzensee, und die vielen Dinge, die früher üblich waren und heute fast vergessen sind.

    Das Buch ist eine Liebesgeschichte, und da ihr ein glückliches Ende nicht vergönnt war, ist es auch traurig. Aber genauso ist und war das Leben. Kann man das bereits "Autobiographie" nennen? Oder "Tatsachenroman"? Ich weiß es nicht.

    Ich habe etwa die Hälfte meiner Bücher durch Verlage veröffentlicht, die andere Hälfte im sog. "Self-Publishing" (Books on Demand). Ich finde diese Art viel besser, weil ich mir die ewige Suche nach einem Verlag erspare und alles von Anfang an in der eigenen Hand behalte. Ich hoffe, daß hier niemand Vorbehalte gegen "Self-Publishing" hat. Immerhin gibt es auf http://www.bod.de/buchshop eine Leseprobe der ersten 20 Seiten.

    Nun will ich auch noch die 5 Punkte einer Buchvorstellung versuchen zu beantworten. Warum habe ich das Buch geschrieben und mit welcher Motivation? Nun, es ist die Erinnerung an eine wunderschöne Frau und eine große Liebe. Ich will nicht, daß sie in Vergessenheit gerät. Es ist auch eine Aufarbeitung und ein Blick in eine - oberflächlich ähnliche - aber bei genauerem Hinsehen ziemlich andere Zeit. Wie lange habe ich daran gearbeitet? Seit 2015, also vier Jahre. Die Frage nach dem Genre ergibt sich von selbst: Wenn man liebte, dann sehnt man sich nach der Liebe zurück. Oder mit Schiller gesagt: >O daß sie ewig grünen bliebe, die schöne Zeit der ersten Liebe!< Zielgruppe: Alle, die auf der Suche nach Liebe sind und die wenigen Augenblicke der Liebe, die man vielleicht erfahren hat, festhalten wollen.