Beiträge von Buchdoktor

    Das war eigentlich ironisch gemeint :lol: Vielleicht ist das eher der Fall in einer Uni als in der Schule. Aber du hast Recht, dass Verstehen wichtiger ist als das Lesen.

    Bei Sachbüchern müsste man eher darüber reden, wie glaubwürdig ein Autor ist, was ihn fachlich qualifiziert und z. B. wie man solche Kurzfassungen zu beurteilen lernt. Auch ein vorgeblich sachlicher Text kann ja alles andere als neutral sein. Das setzt natürlich voraus, dass du als Lehrender das Buch genauer angesehen hast. Dein Winterhoff-Beispiel wäre sicher einprägsam. Wie beurteilen wir gehypte Bücher, die in Talkshows vorgestellt wurden ... Oder braucht man das Buch danach überhaupt noch.

    Wie oft nimmst du denn ganze Sachbücher im Unterricht durch? Ist es da überhaupt sinnvoll, die vollständige Lektüre abzuprüfen anstatt das Verständnis des Themas nach der Lektüre? Es wäre ja auch denkbar, dass ein Schüler das Buch zwar gelesen, aber nicht verstanden hat ...

    Klappentext/Verlagstext
    International bestseller Keigo Higashino returns with his latest mindbender - Newcomer - as newly transferred Tokyo Police Detective Kyochiro Kaga is assigned to a baffling murder.
    Detective Kyochiro Kaga of the Tokyo Police Department has just been transferred to a new precinct in the Nihonbashi area of Tokyo. Newly arrived, but with a great deal of experience, Kaga is promptly assigned to the team investigating the murder of a woman. But the more he investigates, the greater number of potential suspects emerges. It isn't long before it seems nearly all the people living and working in the business district of Nihonbashi have a motive for murder. To prevent the culprit from eluding justice, Kaga must unravel all the secrets surrounding a complicated life. Buried somewhere in the woman's past, in her family history, and the last few days of her life is the clue that will lead to the murderer.


    Der Autor
    Keigo Higashino, geboren 1958 in Osaka, Japan. Nach seinem Ingenieurs-Studium begann der Kapitän einer Bogenschützenmannschaft Kriminalromane zu schreiben. Viele davon wurden für Kino und Fernsehen adaptiert und mit Preisen ausgezeichnet. Er lebt zurückgezogen in Tokio.


    Die Reihe
    Band 7. Der Reihe um Kommissar Kyochiro Kaga, von der bisher erst 2 ins Deutsche übersetzt wurden.


    Inhalt
    Mitten im heißen Sommer erkundigt sich ein für Japan eher lässig gekleideter Mann in einem kleinen traditionellen Geschäft nach einem Versicherungsangestellten, der in Verbindung zu einem Mord stehen könnte. Der Weg des Ermittlers könnte eine Reise zu traditionellem japanischen Handwerk sein, denn in der Gasse in Nihonbashi werden Porzellan, Küchengeräte, Spielzeug und traditionelle gefüllte Kuchen verkauft. Kleine Restaurants versorgen die Angestellten der umliegenden Firmen. Der Mann geht bei seiner Befragung rücksichtsvoll und doch entschieden vor. Ihm geht der Ruf voraus, ein knallharter, erfolgreicher Ermittler zu sein. Kyochiro Kaga macht seinen Gesprächspartnern deutlich, dass er sich die winzigsten Details merken und sie miteinander verknüpfen kann. Allein Kagas Auftreten könnte einen Verdächtigen bereits so in die Enge treiben, dass derjenige sich unfreiwillig verraten wird. Dass die Versetzung eines Star-Ermittlers zurück auf die Straße wie ein Abstieg wirkt, könnte die Beteiligten verwundern.


    Wer war Mineko Mitsui, die erst kürzlich neu ins Viertel gezogen war und mit welchem Motiv wurde sie ermordet? Warum befasst sich Kommissar Kaga so intensiv damit, wer gern welche Kuchensorten isst und was die Geschäftsleute in der Gasse miteinander und mit dem Mordfall verbinden könnte? Elf Familien und ihre Berufe scheinen wie Blütenblätter um den Mordfall herum angeordnet zu sein, die Kagas Ermittlungen mit ihren persönlichen Konflikten und Heimlichkeiten eher komplizieren. Das Beschönigen und Verschweigen ist in diesem Kriminalroman zentrales Thema. Kaga agiert mitfühlend und lässt seine Zeugen ihr Gesicht und ihre kleinen Lügen gegenüber der Familie wahren. Kagas Kollege Hiroshi Uesugi dagegen ist von dessen Detailversessenheit genervt, mit der Kaga die Mordermittlung unnötig in die Länge zu ziehen scheint. Mit der bevorstehenden Pensionierung vor Augen will Uesugi den Fall endlich abschließen. Doch als nahezu alle Fäden miteinander verknüpft sind, bleibt einer lose übrig, für den Kaga gezielt den lebenserfahrenen Uesugi gewählt hat. Erst dann kann er beweisen, wessen Kreise Mineko Mitsui störte und deshalb sterben musste. Am Ende klärt sich auch, was Kaga mit seiner T-Shirt-Oberhemd-Kombi bezweckt hat …


    Fazit

    Higashino konstruiert aus zahlreichen Personen, Symbolen und Geheimnissen einen wahrhaft kunstvollen Plot, der ohne Personenverzeichnis nur schwer nachvollziehbar wäre. Abgesehen von der unvergesslichen idyllischen kleinen Gasse, die es in der Form vermutlich nicht mehr lange geben wird, lässt der japanische Autor seine westlichen Leser in ein charakteristisches asiatisches Verhalten blicken: Das Denken und Handeln vom Nebensächlichen zum Zentralen, von außen nach innen, von der Gruppe zur Einzelperson. Diese Denk- oder Bewegungsrichtung ist im Verständnis Asiens ein zentraler Punkt.


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    Bei booklooker usw. auf die Suchliste setzen, dann bekommst du eine Nachricht, wenn es angeboten wird. Auch im ZVAB kannst du eine Suchanfrage einstellen. heisst dort Kaufgesuch. Wenn wie hier schon jemand versucht, das Buch für 50€ bei ebay zu verkaufen, sieht es schlecht aus ...

    Rutherfurd erzählt die Schicksale von vier Familien – einer holländischen, deutschen, britischen und einer italienischen –, in denen sich die ganze Geschichte der aufregendsten Metropole der Welt widerspiegelt: von den Anfängen im 17. Jahrhundert, als in »Neu- Amsterdam« Pelz und Branntwein gehandelt wurde, über die Freiheitsbestrebungen und den Bürgerkrieg bis zu den großen Finanzcrashs des 20. Jahrhunderts. Ein großes Epos voller Liebe und Abenteuer und aufregender Porträts historischer Persönlichkeiten.

    Rutherfurds farbenprächtiges Familienepos zeichnet die Geschichte New Yorks von seiner Gründung bis in unsere Zeit nach. Zahlreiche historische Persönlichkeiten wie George Washington, Abraham Lincoln, Theodore Roosevelt oder der legendäre Bankier und Großunternehmer J. P. Morgan werden dem Leser in Nahaufnahme porträtiert. Und immer wieder wird deutlich, wie sehr auch deutsche Einwanderer – der aufsässige Gouverneur Johann Jakob Leisler, der unbeugsame Drucker J. P. Zengen oder der Multimillionär Johann Jakob Astor – die Geschichte dieser faszinierenden Stadt prägten.

    Eine fast drei Jahrzehnte währende Gefängnishaft ließ Nelson Mandela zum Mythos der schwarzen Befreiungsbewegung werden. Kaum ein anderer Politiker unserer Zeit symbolisiert heute in solchem Maße die Friedenshoffnungen der Menschheit und den Gedanken der Aussöhnung aller Rassen wie der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger. Auch nach seinem Tod finden seine ungebrochene Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit die Bewunderung aller friedenswilligen Menschen auf der Welt. Mandelas Lebensgeschichte ist über die politische Bedeutung hinaus ein spannend zu lesendes, kenntnis- und faktenreiches Dokument menschlicher Entwicklung unter Bedingungen und Fährnissen, vor denen die meisten Menschen innerlich wie äußerlich kapituliert haben dürften.

    Am Anfang steht der Plan von der erstmaligen Durchquerung des weißen Kontinents. Doch das gewaltige Naturwunder Antarktis wird im Jahr 1915 für die Crew der 'Endurance' zur Hölle aus Eis. Beharrlich verfolgt Expeditionsleiter Sir Ernest Shackleton bald nur noch ein Ziel: 28 Männer lebend wieder in die Zivilisation zurückzubringen.

    Die faszinierende Geschichte einer Irrfahrt ans Ende der Welt. "Gebt mir Scott als wissenschaftlichen Expeditionsleiter ..., gebt mir Amundsen für eine störungsfreie und effiziente Polar-Expedition, aber wenn sich das Schicksal gegen euch verschworen zu haben scheint, dann fallt auf die Knie und betet um Shackleton."

    Am 20. Juli 2009 hätte er seinen 90. Geburtstag gefeiert: Sir Edmund Hillary, der Erstbesteiger des Mount Everest, Retter der Sherpas und Ausnahme­figur in der Abenteurerszene. Jetzt erscheint die einzige vollständige, autorisierte Biografie von einer seiner engsten Vertrauten. Nicht einmal ein Gipfelfoto existiert von ihm: Als Edmund Hillary (1919–2008) 1953 als Erster auf dem höchsten Berg der Welt stand, war es ihm wichtiger, seinen Begleiter, Sherpa Tenzing Norgay, abzulichten. Charakteristisch für den bescheidenen Neuseeländer, Vorbild für Generationen von Alpinisten. Nicht nur im Hochgebirge stellte er sich den Herausforde­rungen; er reiste an die Quellen des Ganges und auf den Spuren Robert F. Scotts an den Südpol. Der inflationären Eroberung des Mount Everest musste er machtlos zusehen, doch für das Volk der Sherpas erreichte er viel: mit großem humanitären Einsatz, dem Bau von Schulen und Hospitälern, Brücken und Wasser­leitungen. Sir Edmund Hillary: der Bergsteiger und Abenteurer, der zum Menschenfreund, Fundraiser und Diplomaten wurde.

    Das ist eine schwierige Frage, ohne zu wissen, wie dir das Wenige gefallen hat, das du gelesen hast.


    Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jahre alt, ungefähr – so genau weiß das keiner. Er wächst zu einem gestandenen Hilfsknecht heran und schließt sich als junger Mann einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Bergbahnen baut und mit der Elektrizität auch das Licht und den Lärm in das Tal bringt. Dann kommt der Tag, an dem Egger zum ersten Mal vor Marie steht, der Liebe seines Lebens, die er jedoch wieder verlieren wird. Erst viele Jahre später, als Egger seinen letzten Weg antritt, ist sie noch einmal bei ihm. Und er, über den die Zeit längst hinweggegangen ist, blickt mit Staunen auf die Jahre, die hinter ihm liegen.

    145. Ein Buch über einen Fluss


    Die sechzehnjährige Margo ist am Stark River aufgewachsen und hat zu Fluss und Natur ein sehr viel innigeres Verhältnis als zu den Menschen. Sie spricht wenig bis gar nicht, schwimmt wie ein Fisch und ist eine erstklassige Schützin. Zu ihrem Pech ist sie ungewöhnlich hübsch, und irgendwann geraten die Dinge deshalb außer Kontrolle. Margo flieht und vertraut sich dem Fluss an. Mit ihrem Ruderboot und einem geklauten Gewehr beginnt sie ein Vagabundenleben zu Wasser … Ein großartiger Roman, in dem die moderne Schwester von Huckleberry Finn ihren Platz in einer Welt sucht, auf die niemand sie vorbereitet hat. Nach einem von der Kritik schon hoch gelobten Band Kurzgeschichten gelang Bonnie Jo Campbell mit diesem Roman der literarische Durchbruch.

    Cover-Korrektor - bei Band 4 wird das Cover der chinesischen Ausgabe angezeigt

    --> diese Angabe ist korrekt: Band 4: Kindan no Majutsu / The Forbidden Magic


    Keigo Higashino

    Physikprofessor Yukawa & Detective Kusanagi

    04. Kindan no Majutsu / The Forbidden Magic (2012)--9784163816906

    goodreads


    Ergänzung der Reihe

    05.Chinmoku no Parēdo (沈黙のパレード / Silent Parade)), 2018

    goodreads listet diesen Band zwar auf, der Titel ist aber nicht mit ISBN eingegeben ...

    goodreads

    Ich frage mich allerdings oft, ob Zuneigung oder Abneigung zu Romanfiguren von Autoren genauso beabsichtigt ist oder ob Figuren in freier Wildbahn tun, was sie wollen ...

    Ich glaube eher letzteres, einfach aufgrund der subjektiven Wahrnehmung und der unterschiedlichen Erfahrungen und Fantasien der Leser.

    Ich habe einmal hier im Forum an einer autorenbegleiteten LR teilnehmen dürfen. Da wurde in den Diskussionen bei mehrereren Figuren klar, dass die Charaktere zum einen von den Teilnehmern ehr unterschiedlich und zum anderen auch sehr oft anders wahrgenommen wurden, als die Autorin sie darstellen wollte.

    Das war allerdings meine einzige LR mit Autor, so dass ich nicht weiß , ob das die Regel ist oder ob diese spezielle Autorin es halt einfach nicht drauf hatte :P. Das Buch war eh nicht so überwältigend :twisted:.

    Wenn ich die beliebte Sympathiefrage im 365-er anschaue, teile ich eigentlich schon oft die Meinung anderer User, das würde wiederum für Absicht oder vielleicht auch gutes Gelingen der Autoren sprechen.

    Das hängt sicher auch davon ab, ob du dich mit der Figur indentifizieren kannst und möchtest oder ob du im realen Leben eher die Gegenspielerin dieser Figur bist (Schwiegertochter oder Schwiegermutter). 8)

    :):) Danke für den schönen Thread und Threadtitel. :):)


    Kurzgeschichten

    ... sind für mich eher Arbeit als Vergnügen, aber nicht im negativen Sinn. Als Teilnehmer eines Englischkurses habe ich oft Kurzgeschichten gelesen und mit dem Kurs diskutiert. Das fanden alle sehr befriedigend, weil sich in der Gruppe aus einer Geschichte viel herausholen lässt und man die Sicht der anderen Teilnehmer kennenlernt. Auch in meiner deutschsprachigen Literaturgruppe werden oft Kurzgeschichten gelesen, wenn die Gruppe keine Zeit für einen dicken Backstein hat.


    Kurzgeschichten zeigen oft ein "unerhörtes Ereignis" als Ausschnitt, das sind vermutlich oft negative oder traumatische Erlebnisse. Man darf wohl keine Wohlfühlatmosphäre darin erwarten.


    Gerne gelesen habe ich Stories von "Großmeistern der Kurzgeschichte", bei denen mich die einzelnen Geschichten, aber auch das Gesamtwerk begeistert haben. Von ihnen würde ich (falls sie noch leben) jederzeit alles lesen, was auf den Markt kommt.

    Peter Stamm

    Bernard MacLaverty

    Raymond Carver

    Joyce Carol Oates

    David Guterson

    Margaret Atwood

    Alice Munro

    Maarten 't Hart

    Patricia Highsmith

    Katherine Mansfield

    Ernest Hemingway

    E. Annie Proulx

    Antje Wagner

    Adam Haslett


    Genres

    Alles, was meine Neugier weckt und kein Horror- oder pastellfarbiges Cover hat.


    Geschichte weiterspinnen

    Das tue ich nicht. Ich bin eine W-Fragen-Leserin und möchte wissen, wie es da ist, wo die Personen leben, wie sie ihre Welt sehen und wie Autoren es anstellen, dass ich genau diesen Eindruck von den Figuren bekomme. Ich frage mich allerdings oft, ob Zuneigung oder Abneigung zu Romanfiguren von Autoren genauso beabsichtigt ist oder ob Figuren in freier Wildbahn tun, was sie wollen ...