Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Beiträge von Sarange

    Auf der nächtlichen Weide. Auch ich möchte davonrennen. Ein Werwolf geht ums Schloss, um die Weide, um den Schäferwagen, im Wald herum und mordet - und so lange wir nicht wissen, wer er ist, wissen wir auch nicht, in welche Richtung wir uns noch wenden können. Aber will ich wirklich fliehen? Ein Ruck geht durch meinen Körper, ich bleibe stehen und senke meine Hörner... Soll er kommen. Ich bin bereit.

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen; bestimmt steht schon irgendwo, dass es unter manchen AutorInnen eine Art Challenge oder Running Gag ist, den Satz mit dem irgendwo in der Ferne bellenden Hund einzubauen.


    Leonie Swann, immer ein wenig eigen, macht das dann natürlich so: "Kein Hund bellt. Nirgends." :lol:

    (Seite 118)

    Auf der Weide. Es fliegen wieder Sachen aus dem Schäferwagenfenster.

    deine Berichte aus der Welt der "Garou" sind sehr lebhaft, aber wenn ich so lese, was die Schafe alles machen, bekomme ich keine Lust das Buch mal zu lesen... Schnuppern und weiden und so... Aber das Buch erscheint so oft hier auf dem Bildschirm, dass man sich fragen muss, ob es nicht auch was für mich wäre...:) Auf jeden Fall Danke für die Berichte aus der Welt der Schafe. :friends: Vielleicht komme ich doch noch mal dazu diese zu lesen.

    Die Schafe machen schon noch mehr als nur schnuppern und weiden... :lol: Immerhin gilt es einen Mordfall zu lösen. 8)


    Meine Erfahrung ist, dass Menschen die Bücher von Leonie Swann entweder lieben oder gar nichts mit ihnen anfangen können. "Glennkill" ist der 1. Band, hier gibt es eine Leseprobe. :winken:

    90. Welcher Charakter (m/w) war dir diesen Monat am sympathischsten?


    Da kann ich mich kaum entscheiden: Delphine, Eva und Step-and-a-Half, drei ganz besondere Frauen. :love::love::love:


    Anfang der zwanziger Jahre wandert ein junger Metzgermeister aus der süddeutschen Heimat nach Amerika aus. Ein Koffer voller Würste finanziert die Reise über den Ozean bis nach North Dakota. Gemeinsam mit seiner Frau Eva fasst Fidelis Waldvogel Fuß, gründet eine Metzgerei und einen Gesangsverein. Das Geschäft floriert, auch dank der jungen Artistin Delphine, die bei dem Paar eine Anstellung findet (...)

    (Quelle: amazon.de; Verlagstext aufgrund unzutreffender Darstellungen gekürzt)


    Ein wunderbarer Roman! :pray:

    Knut Hamsun liegt bei mir auch schon bereit. Aber vor Mai komme ich nicht zu dem Buch, eher später. Und Kristin Lavranstochter wollte ich re-readen... Und endlich Olaf Audunsson lesen... Und mit der Tora-Trilogie von Herbjørg Wassmo vorankommen... :lol:

    Auf der Weide. Es fliegen wieder Sachen aus dem Schäferwagenfenster. Ob wohl etwas Essbares dabei ist? Von der Zimmerpflanze neulich haben wir Blähungen bekommen und die Zeitung hat nur Mopple the Whale geschmeckt. Oh! Es ist Rebeccas Wollpullover! Vorsichtig treten wir näher und atmen sein Aroma ein. Salzige Kräuter, Meer, Sand. Der Duft verschiedener Schafe: ein milchiges Mutterschaf, ein harziger Widder, das zottelige Schaf vom Rand der Herde. Wohlig und sehnsuchtsvoll stecken wir unsere Nasen in den Wollpullover... Die Ziegen hinterm Zaun auf der Nachbarweide glotzen nur blöd. Naja, Ziegen halt. :roll:

    Ich werde diesen Monat nichts mehr beenden, da ich gerade fast alle meine Lektüren zugunsten eines heiteren Schafskrimis (Reread von Leonie Swanns "Garou") unterbrochen habe. Brauche derzeit mal etwas zum Schmunzeln...

    Es gab im März zwei "Büchertrüffel" :lol: und ansonsten gute bis mittelmäßige Bücher. Enttäuscht war ich nur vom "Narnia"-Auftakt, den fand ich über weite Strecken recht langweilig.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Jackie Thomae – Brüder :pray: --> Rezi

    Louise Erdrich – Der Club der singenden Metzger :applause: --> Rezi


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Anne Martinetti / Guillaume Lebeau / Alexandre Franc – Agatha: The Real Life of Agatha Christie
    Agatha Christie – Die vergessliche Mörderin --> Rezi

    Tommi Kinnunen – Das Licht in deinen Augen --> Rezi

    Goscinny / Uderzo / Leber – Ruff un runner

    Jørn Lier Horst – Eisige Schatten


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Jørn Lier Horst – Blindgang

    Beide Wisting-Krimis hätten mehr Sterne abgreifen können, wenn der Autor sich mal von dem ewigen Strickmuster lösen würde, dass...


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    C. S. Lewis – Das Wunder von Narnia

    "Der Club der singenden Metzger" ist ein Roman, der mal eindringlich, mal eher nüchtern, aber stets mit großer Ruhe und viel Schönheit die miteinander verflochtenen Lebensgeschichten von Menschen entfaltet, deren Schicksale mich oft genug nach Luft schnappen ließen. Erdrich spannt den Bogen vom Massaker in Wounded Knee über das Grauen der Schützengräben im Ersten Weltkrieg bis hin zu den Nachwehen des Zweiten Weltkrieges in Deutschland und Nordamerika. Dabei folgt sie den Wegen der Familien Waldvogel und Watzka, die es zu verschiedenen Zeiten aus Deutschland und Polen nach North Dakota verschlagen hat und deren Geschicke sich immer wieder auf teils sehr überraschende Weise berühren und miteinander verbinden. Wie immer entwickelt Erdrich zugleich sehr normale und doch höchst faszinierende Figuren und spürt menschlichem Glück und Leid, menschlichem Versagen wie berührender Großherzigkeit bis in schmerzhafte Tiefen nach.


    Während Erdrichs Romane oft um die First Nations kreisen, denen die Familie ihrer Mutter entstammt, erlebt beim "Club der singenden Metzger" einmal der andere Strang ihrer Herkunft eine literarische Hommage, nämlich ihr Großvater, ein deutscher Metzger, der selbst im Ersten Weltkrieg noch für Deutschland kämpfen musste, ...

    Ansonsten gibt es keine offenkundigen autobiografischen Bezüge.


    Allerdings begegnet man bekannten Figuren(kreisen), nämlich dem Metzger Pete Kozka aus der "Rübenkönigin" und einem Mitglied der Familie Lazarre, die in vielen Romanen Erdrichs eine Rolle spielt; umgekehrt taucht auch in der "Rübenkönigin" eine Mrs. Waldvogel auf. Man könnte den "Club der singenden Metzger" also ebenfalls diesem Zyklus zuordnen, wenn auch loser eingebunden als andere Werke, die in diesem Kontext spielen. Ich muss gestehen, dass das für mich auch einen der Suchtfaktoren bei Erdrichs Romanen darstellt: Mir gefällt es, wie sie mit langem Atem über viele Romane hinweg Menschen und Familien miteinander verknüpft, wie Hauptfiguren aus einem Roman an überraschenden Stellen Nebenrollen in anderen Romanen spielen oder in einem Roman Figuren aus dem Umfeld von Figuren aus anderen Romanen auftauchen und Erinnerungen an diese wecken. Natürlich kann man dabei den Überblick verlieren (und ich frage mich manchmal, ob die Autorin selbst ihn noch hat :lol: ); man kann aber auch einfach die vielen Assoziationen und Bezüge zwischen den Romanen genießen und sich über die Wiederbegegnungen mit "alten Bekannten" freuen.


    Und ich freue mich schon jetzt auf mein nächstes Buch von Louise Erdrich. :D


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Da ich immer noch im Erdrich-Fieber bin und heute sehr zufrieden die "Singenden Metzger" zugeklappt habe, wollte ich mir den Roman "Liebeszauber" trotz des schröcklichen Titels gerade bei meiner Buchhändlerin bestellen und habe bei amazon mal nach dem Preis geklickt. Da steht bei der TB-Ausgabe doch tatsächlich: "Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 35 Jahren". 8-[ Jetzt will ich das Buch erst recht lesen!!! :lol:

    Ich bin abgeschossen worden. Mein tauber Körper hängt im Gurtsystem fest und ich spüre, dass ich es nicht schaffen werde. Da höre ich die Stimme meiner Mutter, strecke meine Arme nach ihr aus, umfasse ihre Taille. Doch es ist noch nicht Zeit für mich. Sie hilft mir hinaus. Sie zählt in der Sprache meiner Kindheit, erst an meinen Fingern, dann an ihren. Der Fallschirm öffnet sich. Ich gleite hinab.

    In einem selbstgegrabenen Tunnel unter einem riesigen Haufen Erdaushub. Meine Brüder und ich finden, dass es das coolste Spiel ever ist, hier heimlich zu graben, die Decken und Wände zu verstreben, uns immer tiefer in den Erdberg hineinzuarbeiten... Wir bekommen gar nicht richtig mit, dass es stark regnet, dass der Berg sich mit Wasser vollsaugt, die Erde immer schwerer wird... 8-[

    85. Der erste Teil einer Reihe mit mehr als 3 Bänden


    Jetzt sind sie wieder vereint, der Goscinny und der Uderzo, und futtern vielleicht gemeinsam gebratene Wildschweine. Hoffentlich binden sie dabei nicht die Engel geknebelt an einer Wolke fest; zuzutrauen wäre es ihnen. :-,