Beiträge von alwin03


    Über den Autor


    Sven Regener wurde 1961 in Bremen geboren. 1985 gründete er die
    Band "Element of Crime", die mit deutschsprachigen Alben wie "Damals
    hinterm Mond" und "Weißes Papier" eine große Popularität erlangte. Sven
    Regener ist Sänger und Texter der Gruppe. Seit 2001 schreibt er auch
    Romane und Drehbücher.


    Kurzbeschreibung (Amazon)


    Der lang erwartete Mittelteil der Lehmann-Trilogie von Sven Regener »Neues
    Leben hin, neues Leben her, dachte Frank, es sollte nicht mit der Fahrt
    durch einen langen, dunklen Tunnel beginnen. Oder vielleicht doch,
    dachte er, als in der Ferne die hell strahlende Grenzkontrollstelle
    auftauchte wie ein frisch gelandetes Raumschiff. Oder vielleicht gerade
    doch.«
    Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der
    Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer,
    Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Standpunkte,
    Reden, Verräterschweine — alles ist da. Nur eins fehlt: jemand, der
    alles mal richtig durchdenkt — Frank Lehmann aus Bremen. Nachdem seine
    WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, das Zimmer bei seinen
    Eltern zum Fernseherreparieren benötigt wird und er nach kühnem
    Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat, fährt er erst mal
    nach Berlin — zu seinem großen Bruder Manni, der dort als Künstler lebt
    und eine große Nummer ist. Dachte er. Doch Manni ist weg. Weder sein
    Vermieter Erwin Kächele noch dessen Nichte Chrissie oder sein
    Mitbewohner Karl haben eine Ahnung, wo Manni steckt. Außerdem nennen
    sie ihn nicht Manni, sondern Freddie. Und haben sofort eine konkrete
    Idee davon, was Frank zu tun hat: Anstelle seines Bruders an einem
    kurzfristig anberaumten Krisenplenum teilnehmen.
    Damit
    beginnt eine lange Nacht, in der Frank Lehmann lernt, dass in einer
    Welt, in der alle Künstler sein wollen, nichts notwendigerweise das
    ist, als das es erscheint, und in der er mehr über seinen Bruder
    erfährt, als er wissen will, aber nie das, wonach er fragt.
    Und
    mit einer Nacht ist es nicht getan, denn wie sagt Karl, der Typ, den
    Frank auf Anhieb nicht mag und der sein bester Freund werden wird: »Das
    ist wie in der Geisterbahn. Jetzt sind alle eingestiegen, und der Bügel
    geht runter, und dann müssen das auch alle bis zu Ende mitmachen ...«


    meine Meinung:


    Sven Regener mit seinem neuen Buch fügt sich zeitlich direkt an den
    vorangegangenen Roman an. Nimmt man in „Neue Vahr Süd“ noch Abschied
    von Bremen, so beginnt der Roman „Der kleine Bruder“ auf der Fahrt nach
    Berlin.
    Frank sieht zum ersten Mal Berlin und landet durch seinen
    Begleiter den Punk „Wolli“ direkt in Kreuzberg, dem angeblichen Wohnort
    seines Bruders.
    In der WG weiß niemand wo sich sein Bruder aufhält und außer der
    Nachricht, dass hier alle ausziehen müssen, weil der Besitzer die WG zu
    Eigennutzung braucht, erfährt er nicht viel von seinem Bruder.


    Mit Karl und Chrissie, zwei Mitbewohnern, macht er sich auf die
    Suche nach ihm. Dabei lernt er die Szene von Berlin in ihren
    Gegensätzen kennen. Bei Begegnungen mit Punks, Hippies und Künstlern
    aus Kreuzberg, trifft er auf weitere Menschen, die seinen Bruders
    kennen und erfährt von den vermeintlichen, künstlerischen Ader seines
    Bruders.


    Am Ende findet er ihn dort wo er ihn eigentlich nicht vermutet hat
    und es scheint als sei der „große Bruder“ vom Sockel gestoßen.


    Frank macht im gesamten Roman einen sehr resoluten Eindruck, als
    ließe er sich nicht von seinen Zielen abbringen. Er wirkt energischer
    und intelligenter als seine Begleiter.


    Alle anderen Figuren wirken statisch und nicht aus ihrem Trott
    herauszubringen. Irgendwie kommt mir bei den Gedanken das Wort "Herde"
    in den Sinn.


    Frank ist der einzige der Energie aufbringt um etwas zu ändern,
    eine Sache abzuschließen, oder neu zu beginnen. Alle anderen wirken wie
    austauschbare Statisten.


    Regener versetzt sich sprachlich in jedem seiner Bücher in das
    dominierende Klientel. Waren es bei „Herr Lehmann“ die Kneipenszene,
    bei „Neue Vahr Süd“ die Studenten und der Bund, so kommen in „Der
    kleine Bruder“ sprachlich Hippies, Punks und Künstler zu Wort. Die
    Sprache ist recht derb um nicht zu sagen vulgär, eben dem Klientel
    entsprechend.


    Auch der Witz ist in jedem Buch ein anderer. Konnte ich mich in NVS
    noch in dem Studenten- oder Armeemilieu wiedererkennen, so fiel mir das
    im letzten Buch der Trilogie schon schwerer.
    Auch aus diesem Grund begeisterten mich die beiden ersten Bücher der Trilogie mehr.


    Ich bin gespannt, ob der Autor noch einmal zur Feder greift und
    welches Thema er dort bearbeitet, welches Genre er dort "bedient".


    Eins sei gewiss! Auf jeden Fall werde ich Herrn Regener im Auge behalten.

    JuleBule, dass ist ja grad der Vorteil einer "Umfragefunktion". Diese sammelt alle Stimmen und fertig ist das Ergebnis.


    Verstehe nicht weshalb hier so ein Stress gemacht wird. Bei der zu erwartenden Teilnehmerzahl ist es doch fast Schnuppe wer was liest. Interessant wirds doch erst wenn`s mehr als fünf Stimmen für EIN Buch sind.

    Eine schöne Geschichte.


    Ich muss sagen inhaltlich war der erste Teil des Buches besser, für mich interessanter, aber zu kurz geschrieben. Will sagen, dass die Protagonisten im ersten Buch etwas zu kurz beschrieben, oder deren Geschichte zu kurz kam. Vom Inhalt war mir die Entstehung der Brücke angenehmer. Mein Beruf, Bauingenieur, ist vielleicht ein Grund dafür.
    Der zweite Teil war dann ausführlicher und mit großer Sorgfalt geschrieben. Seine Art Dinge zu sehen, Dinge detailgetreu zu beschreiben, hat mir sehr gefallen.
    Für die Geschichte kann Andric nichts. Man kann ihm keinen Vorwurf machen welch politische Wandlungen sich um die Brücke vollzogen haben.
    Wir können darüber diskutieren, ob die "Schwaben" das Leben lebenswerter gemacht haben, indem sie Wasserleitung, Beleuchtung und Sauberkeit gebracht haben, aber wir können es geschichtlich nicht wegreden.
    Alihodscha lies uns an senen Gedanken teilhaben als er uns zum Schluss zeigte, was wir Menschen aus unserer Erde machen.


    Zitat:
    Wer weiß, vielleicht werden diese Unmenschen, die mit ihrem Tun alles ordnen, putzen, ändern und zurechtmachen, um es sofort danach zu verschlingen und zu zerstören, sich über die ganze Erde verbreiten, vielleicht werden sie aus der ganzen weiten Welt ein wüstes Feld für ihr sinnloses Bauen und henkerisches Vernichten machen, eine Weide für ihren unersättlichen Hunger und ihre unfaßbaren Gelüste?


    Gut das der Satz mit einem Fragezeichen endet!

    Wenn ich es überschreiben müsste, dann so.



    JETZT gehts los!!!


    Ich hab das Gefühl, dass sich in unserem 3. Teil die Schreibweise etwas geändert hat.


    Die Geschichten sind irgendwie tiefgründiger.


    Mit der Hotelbesitzerin Lottika kann man richtig mitfühlen. Einerseits ist sie die nette immer lächelnde Wirtin, die gekonnt den Gästen das Geld aus der Tasche zieht, ihr Hotel entsprechend absichert und dann sitzt sie im kleinen Kämmerlein und zieht die Fäden für die gesamte Großfamilie (ohne Handy und ohne Internet).


    Oder auch die Kneipe gegenüber dem Hotel, in der das Volk seinen Raki trinkt und sich auf Kosten anderer amüsiert. Die Beschreibung des "Dorftrottels" Corkan der zu guter letzt auf der vereisten Brückenbrüstung tanzt fand ich ebenso gelungen. Die Figuren kommen mir lebendiger vor als noch bei der ersten Hälfte des Buches. Vielleicht lasse ich mich täuschen und ich hab mich tiefer eingelesen oder mich noch mehr mit dem Buch identifiziert.


    Der Bau der Bahnlinie bringt dann um so mehr Unruhe in das Buch. Bei den jungen Städtern herrscht Aufbruchstimmung (als alter "Ossi" kommt mir diese Situation nicht ganz unbekannt vor :wink: ) und bei den Alten bzw. den Bauern macht sich Ablehnung gegen das Neue breit. Oberablehner natürlich wie immer Alihodscha.


    Zitat:
    ... es sei nicht wichtig, wieviel Zeit der Mensch spare, sondern was er mit der ersparten Zeit beginne; wenn er sie schlecht verwende, dann sei es besser, er habe sie nicht.


    Nun rückt auch die Brücke merklich aus dem Mittelpunkt. Der Autor lässt unseren Blick mehr auf den Umbruch in der Stadt und den Einzug des Fortschritts schweifen. Die Brücke ist nur noch Bindeglied, nicht mehr Zeitvertreib oder Treffpunkt. Die Bürger fangen an ihre gewonnene Zeit mit anderen Dingen zu füllen. Der Druck der beginnenden Marktwirtschaft macht den Leuten erstmals zu schaffen und so reicht bei vielen das Geld hinten und vorne nicht.
    Aus dem beschaulichen Ruhe miteinander wird nun langsam Hektik und Betriebsamkeit. Auch von den ersten Ansätzen des Klassenkampfes ist die Rede.


    Mir gefällt dieser Teil des Buches sehr gut und meine Nachttischlampe wird wohl heute Abend etwas länger brennen.


    Das Buch wird am Wochenende fertig gelesen.


    Was ich ebenfalls gelernt hab, ist die Zusammensetzung dieses Vielvölkerstaates, ehemals Jugoslawien.
    Ich habe in den 90er Jahren in einer Firma gearbeitet, bei der ein Kroate und ein Serbe beschäftigt waren. Die beide waren wie Zwillinge und auf Grund ihres Größenunterschiedes bei vielen bekannt. Als nun der Krieg dort ausbrach, ging jeder seiner Wege und wenn sie sich begegneten, dann haben sie voreinander ausgespuckt.


    Mir ist das alles etwas näher gebracht worden und einige unschöne Szenen erklären sich damit.

    Ich bin bei Kapitel XIII angelangt und es geht eigentlich weiter wie bisher vermutet.
    Die Brücke ist das Zentrum der Erzählung nun ändern sich Zeit und Teilnehmer in Abständen.
    Was mir dieser Abschnitt näher gebracht hat, ist das Interesse an der Stadt (vielleicht einmal die Gelegenheit zu nutzen um ein paar Urlaubstage auf den Spuren der Brücke zu verweilen)und ihren zum Teil skurilen Mitbewohnern.


    Eine durchgehende Handlung ist leider nicht zustande gekommen, wenn man den geschichtlichen Ablauf außen vor lässt. Da werden mittelalterlich Köpfe abgeschlagen, nach dem Motto "zur falschen Zeit am falschen Ort". Da werden Hochzeiten bzw. Beziehungskonflikte zwischen den Gruppen der Stadt benannt und zum Schluß kommt der "gute alte Deutsche" und sorgt für Ordnung, Sauberkeit, Bauordnung und Beamtentum. Hier mußte ich schon schmunzeln. :wink:


    Schade find ich das alle Personen zur Brücke "gezerrt" werden, um mit ihr wenigstens etwas zu tun zu haben. So musste Alihodscha an die Brücke genagelt werden und Milan spielte sein letztes Spiel gegen de "Teufel"ebenfalls auf der Brückenverbreiterung, der oft genannten Kapija.
    Das Buch ist flüssig geschrieben und trotz der etwas schwierigen Namen flüssig zu lesen (... die Namen wechseln ja auch laufend).
    Ich werde weiterlesen, aber ich bin echt gespannt wie Andric die andere Hälfte des Buches füllt.


    Und auf was ich ebenfalls gespannt bin ist Eure weitere Meinung.

    Zitat

    Original von Heidi Hof


    Mir geht es ganz genauso.
    Ich habe mich in den zweiten Teil hinein gelesen, aber das Buch erreicht mich überhaupt nicht. Aus diesem Grund habe ich heute noch eine Lektüre begonnen, ich brauchte einfach Figuren.


    Kann Euch nur beipflichten. Die Hinrichtung war die längste zusammenhängende Episode. Vortan wechseln die Beteiligeten. Ich frag mich ebenfalls wie man ohne Geschichte bis auf Seite 423 (meine Ausgabe) kommen will.

    Heidi,
    da ich das alles schon gelesen habe, dass Forum etwas kenne und weiß, dass es sich um viele weibliche Leser handelt, bin ich um so mehr gespannt wie das Kapitel rezensiert wird.


    Aber beginnen wir von vorn.


    Ungewöhnlich ist, der Protagonist ist eine Brücke, ohne Namen.
    Bisher ist das Buch eher eine Biographie, eben dieses Bauwerkes, der Brücke.
    Das Bauwerk an sich, habe ich mir viel höher vorgestellt. Die umliegenden Berge kommen mir im Buch viel näher und steiler vor. Ich war fast enttäuscht als ich die Bilder gesucht und gefunden hatte.
    Danke Katia für die gegoogelte Seite, aber wo sind die vielen Holzhäuser hin? :wink: :lol:
    Im zweiten Absatz ist übrigens von elf Bögen die Rede. Bei den Bildern sind es immer zwölf. Will nicht glauben, dass nach ihrer Zerstörung, die Brücke komplett neu gebaut wurde und wir nur einen "Neubau" auf den Bildern bewundern.


    Wir werden in das Mittelalter, zur Zeit der Enstehung der Brücke, zurückgeführt.
    Dies mit allem Wohl und Wehe. So auch Kapitel III und es ist schon etwas gewöhnugsbedürftig sich die ...... vorzustellen.


    Bisher bin ich noch beim "einlesen" und es wird weder langweilig noch super interessant. Andric holt nun für jeden Zeitabschnitt die interessantesten Leute zur Brücke und erzählt ihre Geschichte. Eigentlich die Geschichte von Menschen in der Nähe der Brücke, nicht aber Geschichte der Brücke. Genauso könnte der Roman auch "Die Geschichte von Visegrad" heißen.
    Sicher ist die Brücke nur ein Standort für die Geschichten. Bin aber gespannt welche Geschichten die Brücke in den nächsten Kapiteln erzählen kann und welche Eindrücke IHR von den Geschichten habt. :bounce:

    Hab das Buch im Urlaub gelesen und erst seit gestern wieder Internetanschluss, daher hier abschließend meine Gedanken zum Buch.
    Auf der fünf Sterne Skala hätte ich zwischen drei und vier Sternen vergeben. Der Text war recht flüssig geschrieben und es las sich recht angenehm.


    Ein alter Mann aus den Bergen, mit riechender (stinkender) Decke und allerlei Unrat in den Taschen wird eingenistet in die Metropole Mailand. Dazu die flachbrüstigeSchwiegertochter, die so gar keine Mama sein kann.
    Was mir sehr gefiel war die Offenheit, zuweilen Naivität, von Bruno. Als er vor den Studenten stand und über die Ziegen gesprochen hat, oder als er mit Hortensia allein war. Bei dem Gedanken seinem Enkel für das Leben vorzubereiten, erinnert er sich an sein eigenes Leben.
    Wie er geliebt, gekämpft und sich Achtung im Dorf erworben hat. Er lernt sich in Mailand noch einmal neu kennen. Bezeichnend der Satz...
    Zitat:
    Dieses Häufchen Haut und Knochen mit dem sonnengebräunten, behaarten Brustkorb, dem weißen Hintern und den bleichen Hüften ist nicht er. Es ist beleidigend, dem alten Genießer, der von so vielen Frauen begehrt und umschwärmt wurde, diese senile Erscheinung gegenüberzustellen.


    Was mir etwas zu viel war, waren seine Nächte im "Versteck" bei seinem Enkel. Auch hätte ich mir gewünscht, dass er mehr Zeit mit seinem eigentlichen Sohn verbracht hätte. Ansätze waren ja vorhanden.
    Alles zusammen ein gelungenes Buch, welches ich bedingt empfehlen werde.



    Bemerkung am Rande:
    Meinen Urlaub hab ich in Ostfriesland auf dem Bauernhof gemacht. Dreimal dürft ihr raten wie der Bauer hieß!
    http://www.bauerbruno.de/

    Bin nicht ganz fertig und hab mir erst einmal eine Pause verordnet. Hatte mir wesentlich mehr davon versprochen, bzw. mir wurde das Buch empfohlen.
    Bisher hat es meine Erwartungen nicht erfüllt.


    Werd jetzt nachdem ich den Beitrag einsetze mal danach suchen und mich kundig machen, ob hier andere Meinungen existieren.

    Auch in meiner Familie hat Literatur nie eine wichtige Rolle gespielt.
    Meine ersten Bücher, ohne Zwang, hab ich beim Studium gelesen.
    Kann mich da an Robert Merle erinnern. Danach gab es wieder ein großes "Leseloch". Irgendwann im Urlaub in Holland hab ich mich dann vor der deutschen Abteilung in einer Buchhandlung wiedergefunden. Ohne ihn zu kennen hab ich mich für Grisham "Die Jury" entschieden und mich total fesseln lassen. Danach habe ich fast nur im Urlaub gelesen.
    Jetzt da unsere kleine Frida ihr eigenes Zimmer bewohnt und nicht mehr Nachts im elterlichen Schlafzimmer schläft, habe ich auch wieder angefangen Abends zu lesen. Auch hier hatte ich wieder richtig Glück mit der Wahl des Buches, was mir seiner Zeit geschenkt wurde. "Der Vorleser" von Bernhard Schlink.
    Seither und natürlich auch mit der Möglichkeit, Bücher relativ preiswert zu erwerben, hab ich von TV auf Buch umgestellt.
    Die Bestseller-Zeit habe ich hinter mir gelassen und bin nun bei den Erzählern und den Klassikern angelangt.
    Die Ruhe, das Abtauchen in fremde Charaktere, die liebe zur Sprache machen solche Abende angenehm.
    Ich versuche mich von der Reizüberflutung fern zu halten. Ich höre niemals (seit ca. drei Jahren) Radio, bin also absolut nicht auf dem Laufenden. Auch Fernsehen versuche ich nur auf bestimmte Sendungen zu konzentrieren.
    Ich glaube bei den Büchern bin ich am besten aufgehoben. :wink:


    Was mir bisher gefehlt hat, ersetzt mir jetzt das Forum. Eine Möglichkeit sich ungezwungen über das Gelesene auszutauschen. Bin recht froh die Internetadresse gefunden zu haben.

    Wie schon angekündigt, hab auch ich meinen ersten Hesse nun hinter mir.
    Siddhartha hat mich sehr berührt. Eigentlich ein Buch bei dem man jede Seite hellwach lesen muss, um nicht Gedanken von Hesse zu überlesen. In keiner Phase des Buches plätschert die Geschichte ebend mal so dahin.
    Letzte Woche bin ich nachts aufgewacht und meine Gedanken blieben bei dem Buch hängen. An einschlafen war nicht zu denken, so aufgewühlt, so beschäftigt haben mich die Zeilen.
    Nahezu jedes Kapitel, jede Seite, jeder Absatz und jeder Satz ist vollgepackt mit Gedanken, die nur einem großen Denker entsprungen sein können.
    An vielen Stellen findet man sich wieder und viele Ansichten sind auch für das 21 Jahrhundert noch nütze.
    Das Buch hat mir sehr gefallen. Ich werd die nächsten Tage kein Buch in die Hand nehmen und die Eindrücke noch ein wenig auf mich wirken lassen.

    Mit ca. 30 Büchern gehöre ich sicher auch zu den kleineren "SUB - Anhäufern"


    Auf einige freue ich mich ja auch schon und da die Vorfreude noch etwas anhalten soll, bleiben diese Leckerlies dann immer wieder auf dem SUB liegen.


    Seit ich hier im Forum bin, ist die Zahl noch einmal angestiegen. Auch die Zahl der Autoren hat sich vergrößert.


    unter anderem dabei:


    Siegfried Lenz "Deutschstunde"
    Dostojewski " Der Idiot"
    Stefan Zweig "Joseph Fouche"
    Sandor Marai "Der Wind kommt von Westen"
    Ernö Zelter "Sandor Marai"
    Paul Kirchhof "Das Gesetz der Hydra"
    Imre Kertèsz "Roman eines Schicksallosen"
    Ingrid Noll "Röslein rot"
    Max Frisch/F. Dürrenmatt "Briefwechsel"
    Per Olov Enquist "Der Besuch des Leibarztes"
    Irving Stone "Michelangelo"
    Hermann Hesse "Der Lateinschüler"
    Gabriel Garcia Màrquez " Die Liebe in den Zeiten der Cholera"

    Die Würfel sind gefallen und bis zur nächsten Leserunde müsste ich es geschafft haben.
    Die ersten Zeilen sind etwas mühselig, aber der Inhalt ist nicht so langweilig, dass das Buch abstoßend wirkt. Werd es auf jeden Fall zu Ende lesen und berichten. :wink:

    Für mich gehts vom 17.05.07 - 27.05.07 in den "Jahresurlaub".
    Das Buch habe ich sicher dabei und natürlich eine Unmenge Zeit es zu lesen. :D
    Was ich aber leider nicht haben werde, ist der Internetanschluss. Ich kann weder schreiben, noch lesen. :pale:
    Hatte eigentlich mit einem Anschluss gerechnet. Egal, die restlichen Tage, bis zum ersten Juni, kann ich ja dann noch dazustoßen.

    Gefunden !!!


    Danke Susannah, hab die Stelle grad nochmal in aller RUHE gelesen, danke.


    Bezeichnend der Satz am Ende des Absatzes von der Prinzessin.


    "Schwatz nicht, hör lieber auf die Stille!"


    Für alle die vielleicht bei der Ausgabe noch einmal nachlesen wollen. Seite 59 Mitte !!!

    ein Buch in " Spielfilmlänge " Nach eineinhalb Stunden ist schon alles vorbei.


    Eine angenehme ruhige Geschichte.
    Eigenartig, die ständigen Wiederholungen zu seiner Reise bzw. der Rückreise. :roll:
    Das Ende, etwas rührend nach dem Motto: "Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach."
    Ein paar Zeilen zum Nachdenken.


    Ich mochte diese Geschichte :wink: und die Art zu schreiben(sehr, sehr flüssig geschrieben, daher die hohe Lesegeschwindigkeit).
    Werde auf der Suche nach weiteren "Baricco`s" sein und wenn ihr mir einen empfehlen könnt, dann danke dafür.

    Ich hätt die Stelle mit dem Ohrlid auch gern nochmal nachgelesen. Find die aber leider nicht. Wenn sie jemand findet, ich habe diese Ausgabe gelesen ...


    Danke Alwin03