Beiträge von Strandläuferin

    Ja, wenn man liebt, dann sieht man, was man will. Es gibt glaube ich keine rationale Erklärung, warum man diesen oder jenen Menschen liebt, außer der Tatsache, dass man es tut und dann später Gründe dafür sucht. In den Augen Alices ist Amalia eine Dumpfbacke, in den Augen eines anderen Mannes ist sie ein Prinzessin. Die Liebe ist ein Spiegelkabinett.

    Aha! Interessanter Kommentar. Sind wir hier vielleicht mit unserem Misstrauen Stephan gegenüber auf einer vollkommen falschen Fährte? Natürlich gibt es manchmal Pärchen, bei denen man sich fragt, was die zusammenhält, aber hier habe ich das eigentlich schon etwas anders gesehen, etwas - hm, bedeutsamer.


    Kann man eigentlich vor Beenden des Romans schon das Interview am Ende lesen, oder wird man sich da selbst die Auflösung verderben?

    Es gibt eine Andeutung, dass der Großvater manchmal nicht mehr ganz Herr über sein Gedächtnis ist. Irgendwie finde ich das wichtig, aber habe von euch nichts drüber gelesen.

    Dann musst du noch mal schauen, denn ehrlich gesagt ist darüber diskutiert worden, da wir hier eigentlich der Meinung waren, dass diese Wendung überraschend kommt. Man rechnet nicht damit. Emili hat das Ganze dann relativiert, und ziemlich interessant erklärt.

    Und Nummer 2 - soll jetzt Alice wirklich in die Psychiatrie? Oder bildet sie sich das ein.

    Das Gespräch mit dem Psychologen hat ja stattgefunden - und was nun werden wird, das weiß man nicht. Natürlich hat Alice davor Angst und ist vielleicht auch etwas paranoid, aber ganz sicher ist sie eben auch nicht. Es steht ja noch aus, was entschieden wird.

    Entweder hat der Großvater, wie Du schon sagst, die Leiche im Wald entdeckt und war auch am Grab der Mutter (seiner Tochter oder Schwiegertochter , darauf habe ich noch keine Antwort erhalten

    Ja, man erfährt es erst jetzt. Ich war auch davon ausgegangen, dass der alte Mann der Vater von Alices Mutter ist, aber das ist nun nicht so.

    Also dieser Vater ist echt unmöglich.

    Der Meinung bin ich nicht ganz. Klar, der Vater benimmt sich wirklich sehr zweifelhaft, und dass er Alice grob anfasst und sogar schlägt, ist natürlich nicht zu entschuldigen, aber andererseits erleben wir ihn hier auch wirklich als einen Mann, der vollkommen überfordert ist und der das seiner Tochter gegenüber auch zugibt. Was soll er denn machen? Er macht sich ganz sicher Sorgen um Alice und möchte sie beschützen. Er ist eben aus einem ganz anderen Holz geschnitzt als sie, und dass er ihr Verhalten mit Sorge betrachtet, verstehe ich. Jetzt scheint auch noch sein Vater irgendwie in die Sache verstrickt - dass man da durchdreht, das kann ich nachvollziehen. Es gibt nun mal Eltern, die mit ihren Kindern überfordert sind und gerade bei einem Kind wie Alice ist das sicher keine Seltenheit. Trotz allem, was der Mann falsch macht, liebt er seine Tochter aber und will sie beschützen.

    Den Sohn kann ich nicht ernsthaft verdächtigen, bzw. ich würde es für total durchgeknallt halten, wenn er der Täter sein sollte. Wie sollte sich ein Sechzehnjähriger so oft unbeobachtet davonstehlen können, um Einen nach dem Anderen umzubringen? Das würde sein Vater doch wohl bemerken. Abgesehen davon, müsste er bei seinen ersten Morden dann noch ein Kind im Grundschulalter gewesen sein.
    Mich würde es jetzt sehr interessieren, wie Stephans Mutter zu Tode kam. Das spielt sicherlich eine Rolle.

    Ich könnte mir eher vorstellen, dass der Sohn seinen Vater unterstützt, falls Lehmko wirklich der Mörder ist.


    Was ich komisch fand: Kann es stimmen, dass der Pfarrer selbst die 11 auf die Kirchenpforte gemalt hat? Welchen Grund könnte er haben, das zu machen? Er müsste ja versuchen, irgendwem irgendwas damit zu sagen? Aber wem? Und was? Das ist alles noch sehr unklar, aber ich glaube, die Auflösung wird spektakulär.


    Und mit Stephan stimmt doch definitiv etwas nicht. Er selber soll so ein hyperintelligenter junger Mann sein, der quasi viel zu schlau für seine Umgebung ist (und so weiter) und dann ist er verliebt in Amalia, die ja "so originell" ist oder was auch immer? Very strange. Und nicht nur das: hier ist auch direkt vom Heiraten die Rede. Wenn Amalia siebzehn ist, wollen die beiden sich verloben? Aha. Damit sind Mädchen in dem Alter manchmal schnell dabei, aber Jungs ehrlich gesagt doch weniger. Was aber daran gar nicht passt: Wenn die beiden so über alle Maßen ineinander verliebt sind, wie kann es dann sein, dass ihnen so daran gelegen ist, dass ihre Liebe geheim bleibt? Gegen den Sohn des Lehrers dürfte der Polizistenvater nichts einzuwenden haben. Und Amalia scheint jetzt auch eher nicht der Typ, der sowas geheimhalten würde. Liegt Stephan etwas daran, dass niemand etwa von ihnen erfährt? Aber warum nicht? :-k

    Romane beschreiben keine Realität, sie erweitern sie.

    Der Satz gefällt mir gut, muss ich sagen. Was uns beim Lesen gefällt, ist da mal außen vor gelassen. Es gibt sicherlich auch Romane, die sich ganz nah an der Wirklichkeit orientieren, die so ist, wie die allermeisten von uns sie auch wahrnehmen, aber sie sind dennoch Fiktion. Ich finde das ja persönlich gar nicht so schlecht und ich lasse mich auch gern drauf ein. Zumal ich den Clown im dritten Teil jetzt zum Beispiel auch anders wahrgenommen habe als bei seiner ersten Begegnung mit Alice.
    ACHTUNG: DER SPOILER NIMMT BEZUG AUF GESCHEHNISSE IM DRITTEN TEIL DES ROMANS! :twisted:

    Für mich ist es als Leser unbefriedigend, wenn mir der Autor am Ende ein "schlüssiges und allzu rundes" Ende präsentiert. Zwar findet der Leser am Ende von "Die Eistoten" einen Mörder, doch durch die Herangehensweise von Alice möchte ich noch tiefer in die Seele des Menschen hinabtauchen. Alices Fähigkeit mit toten Philosophen zu sprechen und Dinge zu sehen, die andere nicht sehen, ist die Fähigkeit die Realität aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen.

    Mir gefallen zu konstruierte und superschlüssige Enden bei Thrillern oft nicht. Wenn - am besten noch unter großem Showdowngehabe - dann am Ende doch wieder alles geklärt wird und der Blick in die Psyche des Mörders ein Schema offenbart, das ich schon aus vierhundert anderen Büchern kenne, dann bin ich damit eher unzufrieden. Andererseits kann ich mir schon vorstellen, dass eine Figur wie Alice aneckt. In ihrer Welt in Hintereck tut sie das ja auch. :wink:

    Sie steht eben nicht über den Dingen und schaut auf sie herab, sondern sie schwimmt in ihnen. Daher wird Alice wie auch der Leser im Laufe der Zeit dazu lernen, dass die Realität um uns immer eine konstruierte Welt ist. Und wir werden mit Alice entdecken, dass es nicht immer wohlgesinnte Geister sind, die diese Welt für uns so konstruieren wie wir sie begreifen.

    Na, da bin ich ja mal gespannt! Ich werde jetzt mal den dritten Teil zuende lesen. :study:

    Die Autorin:
    Anne Ursu unterrichtet Kreatives Schreiben für Kinder- und Jugendliteratur an der Hameline Universität in Minneapolis. Nebenbei arbeitet sie als Journalistin und hat die erfolgreiche Cronus Chronicles Trilogie geschrieben und zwei Bücher für Erwachsene veröffentlicht. (amazon.de)


    Klappentext:
    Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin" erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.


    Inhalt:
    Jack und Hazel sind schon immer beste Freunde. Auch wenn sie jetzt in der fünften Klasse sind und es scheinbar nicht mehr geht, dass Mädchen und Jungen miteinander befreundet sind, halten die beiden immer zusammen und habe ihre ganz eigene Welt, zu der nicht jeder Zutritt hat. Hazel und Jack sind beide sehr fantasievoll, und sie stellen sich gern Dinge vor. Beide Kinder haben es nicht ganz leicht zu Hause – Hazels Vater hat die Familie vor einem Jahr verlassen und Jacks Mutter ist depressiv; die Kinder geben einander so viel Halt, wie sie sie nur können.
    Aber das ist gar nicht so einfach, denn Hazels Mutter wünscht sich, dass ihre Tochter mehr mit anderen Mädchen zusammen wäre, und Jacks Schulfreunde können Hazel nicht besonders gut leiden. So kommt eines Tages eins zum Andern: Hazel und Jack streiten sich, was schon ungewöhnlich genug wäre, aber dann bekommt Jack unbemerkt von allen einen winzigen Splitter eines verzauberten Spiegels ins Auge.
    Von jetzt an ist alles anders: Jack fühlt sich plötzlich ganz anders, ihm sind andere Dinge wichtig als zuvor und er weiß nicht, was das alles zu bedeuten hat. Hazel ist nur noch eine unwichtige Person, ein komisches Mädchen, das ihn nicht weiter interessiert. Und als die weiße Hexe auftaucht, die ihm große Versprechungen macht, da scheint es nur logisch, dass er mit ihr mitgeht. Hazel jedoch gibt ihren Freund nicht so schnell auf. Sie weiß, dass es ihre Aufgabe ist, Jack, der von einer Minute zur anderen erst ganz anders ist und dann plötzlich verschwindet, zu suchen und zurückzuholen. Schließlich ist Jack ihr bester Freund. Und wenn ihn jemand aus den Fängen einer Hexe holen kann, dann sie – oder?


    Meine Meinung:
    "Herz aus Eis” ist eine ganz großartige neue Fassung des Märchens “Die Schneekönigin”. Der erste Teil des Romans spielt mit sehr wenigen Ausnahmen in unserer Welt; wir begleiten Hazel und Jack zur Schule, erleben mit ihnen, wie schwierig ihr Alltag ist und wie sehr sie einander brauchen. Nur manchmal bricht die Magie in ihre Welt ein; wenn zum Beispiel ein unheimliches Wesen aus Versehen einen Zauberspiegel zerbricht, der dann wenig später dafür sorgt, dass Jack einen Splitter ins Auge bekommt. Der zweite Teil des Romans spielt in einer Märchenwelt, in der wir unzähligen Figuren begegnen, die wir aus Märchen kennen. Als Hazel auf das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern trifft, fand ich das am schönsten. Aber es gibt auch Bezüge zum “Herrn der Ringe”, “Harry Potter”, “Der goldene Kompass”, den Narnia-Büchern und vielem mehr. Diese Bezüge sind unaufdringlich, sodass sich ein Leser, der alle diese Geschichten nicht kennt, womöglich nicht viel fragen würde, was das soll, aber wenn man auch alle diese anderen tollen Geschichten kennt, macht das Lesen vermutlich noch mehr Spaß.
    Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass Hazel über sich hinauswächst, ohne dass sie es selbst merkt. Was ich auch mochte, war die Tatsache, dass Jack und Hazel kein Liebespaar sind, sondern dass sie einfach die allerbesten Freunde sind. Das macht einen ganz besonderen Zauber der Geschichte aus.
    Sprachlich ist das Buch wirklich schön. Gerade die magische Welt kann man sich wirklich sehr gut vorstellen, und interessanterweise ändert sich hier dann auch der Erzählstil von dem eines Jugendromans zu dem von Märchen. Das hat mir sehr gut gefallen und es spricht für das Konzept dieses Romans, der in sich absolut stimmig ist.
    “Herz aus Eis” ist schön und traurig zugleich. Für mich ist es eine wunderschöne Geschichte über Freundschaft, die mit dem Original absolut mithalten kann und von zwei Kindern erzählt, die nichts auseinanderbringt. Ein Roman, der eine eigene Märchenwelt inmitten uns bekannter fantastischer und realer Welten schafft. Lesenswert.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Woher weiß dieser ziemlich junge Mann, wie Alois Grundinger, der vor 70 Jahren in den Krieg zog, ausgesehen hat, um sich ähnlich zu verkleiden?

    Vielleicht war er nicht verkleidet. Eine alte Frau wie Adelheid Grundinger, die es für möglich hält, dass ihr Mann im Alter von 104 Jahren zu Fuß aus Russland wiederkommt, und die deswegen am Fenster steht und auf ihn wartet, hat vielleicht nicht auf die Kleidung des Mannes geachtet. :-k

    Dann mache ich hier mal den Anfang.
    Ich habe mit dem dritten Teil begonnen und finde, dass es jetzt gleich wieder ganz schön spannend wird. Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass die Schuhabdrücke von Alices Großvater stammen könnten. Dass Alice es jetzt mit der Angst zu tun bekommt, verstehe ich nur zu gut. Allerdings denke ich, dass die Spuren des Großvaters nur deswegen im Schnee zu sehen waren, weil er - wie Alice und Tom - die Leiche bereits im Wald entdeckt hatte. Der Großvater kann zumindest nicht der Mann im Beichtstuhl gewesen sein, denn seine Stimme hätte Alice garantiert erkannt. Außerdem ist der Großvater der einzige, der Alices Spoinage unterstützt. Wenn er wirklich etwas mit den Morden zu tun hätte, würde das nicht passen.


    Mir hat es auch gut gefallen, wie Tom und Alice sich eine Abhöreinrichtung für die Kirche ausdenken. Hat für mich etwas von diesen Kinderdetektivserien, da werden ja auch gern mal Peilsender unter Autos geklebt oder was auch immer. Hat mich irgendwie daran erinnert.


    Die Geschichte mit Adelheid und Alois wird immer mysteriöser. Wer ist der Mann, der Alois angeblich so ähnlich sieht? Und warum treibt er so ein grausames Spiel mit der alten Frau? Irgendwie finde ich das sehr unheimlich, denn bislang scheint der Mörder diejenigen, die zu viel wissen, immer ratzfatz durch einen "Unfall" beseitigt zu haben. Das macht er jetzt nicht; dennoch scheint es auf der Hand zu liegen, dass er die alte Frau umbringen will. Für mich ist ihre Geschichte sehr tragisch, zumal deutlich wird, dass sie denkt, ihr Alois sei zu Fuß aus Russland unterwegs zu ihr. :cry:


    Letztlich kommt es dazu, dass Alice von diesem Clown (wisst ihr eigentlich, dass ich Clowns supergruselig finde - dank "Es"?) zum Haus ihres Lehrers geleitet wird. Hier stimmt eindeutig irgendwas nicht. Lehmko bittet Alice herein, sein Sohn zeigt ihr das Haus (das ich natürlich auch gern mal sehen würde - voller Bücher :love: ). Es wird deutlich, dass Lehmko ein ganz anderer Mensch ist, als Alice bisher dachte. Da sind die vielen Bücher - auch die, die er selbst geschrieben hat -, die uralten Bilder von seiner Familie, der kleine Altar... alles allein irgendwie nicht ungewöhnlich, aber im Moment ist jeder verdächtig, und da macht Lehmko keine Ausnahme; im Gegenteil. Nur über sein Motiv könnte man sich wirklich noch gar kein Bild machen. Allerdings habe ich in Verbindung mit Adelheid und der Leiter den Verdacht, dass

    Ich werde mich jetzt auch mal ins Bett begeben. Ich habe eigentlich vor, noch weiterzulesen, da mein Buch echt gut ist, aber ich bin nach dieser Woche total geschafft und brauch etwas Ruhe. :sleep: Mal sehen, wie lange ich noch durchhalte. Mein Buch ist eigentlich zu gut, als dass ich schlafen sollte.


    Habt noch viel Spaß, ich finde, heute sind wieder so tolle Bücher mit dabei... macht sehr viel Spaß! :friends:

    Strandläuferin: das Buch hört sich wirklich gut an, da bin ich auf deine Meinung gespannt.

    Danke, ich werde berichten. Gerade bin ich auf Seite 156, und nach wie vor ziemlich begeistert davon. Ich will jetzt nicht mehr so viel vom Inhalt verraten, aber ich kann ja noch mal sagen, dass ich mich von der Atmosphäre gern mitreißen lasse. Ich mag die Art, wie das Buch erzählt ist. Es ist nicht einfach eine moderne Fassung des Märchens und es ist nicht einfach eine Fantasy-Version der Geschichte, sondern es ist etwas ganz Eigenes, das einfach passt. Einige Male sagen Figuren in diesem Roman, dass es auch in unserer Welt Dinge gibt, die man nicht erklären und in Worte fassen kann, und diese Faszination zieht mich total mit. Etwa Magisches in unserer Welt - her damit, auch wenn es, wie in diesem Fall, gefährlich ist...

    Seite 100:
    Jacks und Hazels Freundschaft verändert sich von einem Tag auf den anderen, weil Jack einen winzigen Splitter eines magischen Spiegels ins Auge bekommen hat. Ich mag diese Kapitel, in denen sich zwischen die ganz real anmutende Geschichte die Märchenelemente mischen. Jack spürt, dass sich etwas verändert und er sieht die Welt anders als je zuvor. Aus seiner Sicht ist er nicht mal böse zu Hazel, er ist einfach nicht mehr an ihr interessiert.
    Nun hat er gerade im Wald die Schneekönigin getroffen, die ihm verspricht, dass sie ihm einen Ort zeigen wird, an dem er alle Erkenntnisse, nach denen er strebt, bekommen kann, und ewiges Leben. Jack ist begeistert und er geht mit...

    Ich bin auf Seite 43 und trotzdem will ich schon mal was loswerden.
    Das Buch ist toll. :love: Eine ganz niedliche und tolle Umsetzung des Märchens. Jack und Hazel gehen in die fünfte Klasse. Sie sind die besten Freunde, auch wenn keiner verstehen kann, dass ein Mädchen und ein Junge einfach Freunde sind. Vor allem Hazels Mutter scheint etwas gegen die Freundschaft der beiden zu haben. Hazels Art, immer zu träumen und zu viel Phantasie zu haben, gefällt ihr scheinbar nicht, und sie versucht, Hazel von Jack fernzuhalten. Doch genau das will Hazel nicht, sie will Zeit mit Jack verbringen, zumal dieser es zu Hause sehr schwer hat (man weiß nicht, warum. Noch nicht.). Eines Tages nimmt Hazels Mutter sie mit zu einer ihrer Freundinnen, die auch eine Tochter hat. Zusammen mit diesr denkt Hazel sich eine böse Zauberin aus - die Schneekönigin. Spannend, da diese ja auch eine echte Figur in dem Roman werden wird. Sprachlich ist das Buch auch echt toll. Lohnt sich.
    Ich les dann mal weiter. :love:

    Ich finde es ganz schön, dass hier noch das Leserundenbuch weitergelesen wird. :) Das werde ich nachher auch noch machen. Jetzt habe ich erstmal noch ein paar Kapitel in "The Old Curiosity Shop" gelesen und werde mich nun erstmal an "Herz aus Eis" von Anne Ursu machen.


    Kurzbeschreibung:
    Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens "Die Schneekönigin" erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.


    Mögen eure Bücher fesselnd sein! :applause:

    Ich bin mit diesem Leserundenabschnitt jetzt durch. Interessant, dass das Buch sich in eine Richtung entwickelt hat, die ich nicht unbedingt erwartet hätte, aber für mich passt das alles gut zusammen.

    es ist für mich absolut nicht nachzuvollziehen, warum er Alice in die Klinik einweisen lassen will, auch wenn sogar mich ihre zunehmenden Dates mit Wittgenstein doch etwas befremden.

    Ja, das fand ich auch etwas übertrieben. Ich kann verstehen, dass der Vater sich große Sorgen um seine Tochter macht und dass er mit der Situation überfordert ist. Immerhin ist Alice nun mal auch ein Kind, mit dem man nicht ganz so leicht umgehen kann. Aber gleich eine Klinik? Wenn er sie einfach zur Therapie geschickt hätte, okay, aber das hat mich auch erstaunt. Allerdings könnte ihm jemand zu dem Schritt geraten haben, der Alice aus dem Weg haben will...

    Die "Explosionsfrisur" der dummen Amalia hat mir übrigens sehr gefallen, diese Idee werde ich mal abspeichern, falls mir auch eine so intelligenzbefreite Tussi begegnen sollte.

    Oh, da müssen zukünftige Schwiegertöchter aber gut aufpassen. :lol:

    wer war der Mann in dem Beichtstuhl? Ich habe mir nur gedacht „ Alice, warum hast du nicht einen Blick riskiert und dem Übel ins Gesicht geblickt?“

    Mal davon abgesehen, dass das in einem Krimi irgendwie komisch wäre, ist Alice ja davon ausgegangen, dass sie ihn später enttarnen kann, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen. Einem Mörder zu zeigen, dass man weiß, wer er ist, halte ich nicht für so klug. Gut, Alices Plan geht nicht auf, aber im Prinzip war das schon klüger.

    Auf jeden Fall vermute ich jetzt, dass die ominösen Fotos von dem Privatdetektiv waren.

    Das könnte natürlich sein. Nur wie kam der Mann an diese Bilder? :-k

    Er macht sich schon Sorgen um seine Töchter - dass er mit Alice irgendwie nicht so klar kommt, kann ich nachvollziehen. Und dass er den Unfalltod seiner Frau als solchen hinnimmt, kann auch eine Art Selbstschutz sein, um mit der ganzen Situation klar zu kommen. Der Verlust eines geliebten Menschen ist so schon schwer, aber sich dann noch ewig lange Zeit immer und immer wieder damit auseinander setzen zu müssen, ist vielleicht noch schwerer.

    Denke ich auch. Von einer Sekunde auf die andere ist er allein, muss mit dem Tod seiner Frau fertig werden und zwei Kinder allein großziehen. Hinzu kommt noch das Gerücht, seine Frau könnte eine Affäre gehabt haben. Das muss ihm doch auch zusetzen. Er ist gezwungen, weiterzuleben und seinen Töchtern ein Halt zu sein, und von daher denke ich, dass er schon tut, was er kann.

    Ich frage mich, ob der Mörder ein Problem mit der Jungfrau Maria hat. Er benutzt für seine Statuen nur junge Mädchen (wahrscheinlich noch Jungfrauen) und stellt sie in der Weihnachtsnacht (!) auf einem Kirchhof(!) zur Schau, während die anderen Mordopfer in Kreissägen und Schluchten pietätlos entsorgt werden.

    So, und nun kommt meine Theorie zu deiner: Es könnte ja sein, dass er etwas rächen will, das einer jungen Frau / einem Mädchen widerfahren ist. Vielleicht etwas, das die Kirche getan hat. So nach dem Motto: Ihr verehrt Maria, aber andere junge Frauen lasst ihr im Stich? Vielleicht eine junge schwangere Frau? Ich weiß jetzt auch nicht, wie die 11 da reinpasst. Aber das könnte ich mir vorstellen. Dass der Mörder etwas rächen will, für das er eventuell die Kirche verantwortlich macht. Das könnte auch der Grund sein, warum er beichtet, obwohl er weiß, dass er ohne Reue keine Absolution erhalten kann. Er führt dem Pfarrer vor Augen, wie mächtig er ist, und dass er nicht aufhören wird, bis seine Rache vollendet ist. Der Pfarrer hängt vielleicht in dieser Sache mit drin! :-k

    Und dann heißt der Journalist auch noch Mulder... (was mir als bekennendem Akte X Fan natürlich nicht entgehen kann).

    Ich hab es auch gemerkt, aber ich fand's schön. :wink:

    Ist natürlich die Frage, ob man sich so etwas "unwichtiges" merkt. Dass sie Pommes haben wollte. Klar, die Nacht wird ihr sicherlich ewig im Gedächtnis bleiben aber trotzdem. Ich hab meine Oma auch mit 7 oder 8 Jahren verloren und wusste in dem Moment auch nicht, welcher der letzte Satz war, den ich zu ihr gesagt habe. Sowas merkt man sich einfach nicht, vermute ich.

    Das ist sicherlich abhängig von der Situation, in der jemand stirbt. Ich glaube schon, dass es realistisch ist, dass man sich in Alices / Amalias Fall den letzten Satz merkt, denn als sie vom Tod der Mutter erfahren haben, der sehr plötzlich und unerwartet kam, werden sie gedacht haben, dass sie sich nicht verabschieden konnten und dass XYZ jetzt das letzte war, das sie zu ihr gesagt haben.
    Ich weiß noch, was der letzte Satz war, den ich zu meiner Oma und den sie zu mir gesagt hat. Ich glaube, dass man sowas behalten kann.

    Das mit dem Clown war gruslig. So wie Wittgenstein das erklärt, hab ich verstanden, dass der Clown wohl Alice' Unterbewusstsein entspringt, denn er sagt ja, dass der Clown eine Art Idee ist. So ganz konnte ich ihm nicht folgen... Aber auf jeden Fall konnte nur Alice konnte ES ihn sehen.

    Das war echt gruselig. Ich hatte dieselbe Assoziation.

    Der Täter könnte sie unter dem Vorwand, Alois warte auf sie, in die eisige Nacht herauslocken. Dann würde die Natur den Rest übernehmen...

    Das muss er noch nicht mal. "Alois" hat seine Frau ja angewiesen, nicht zu heizen, und wenn sie bei diesen Minusgraden wirklich ihr Haus auskühlen lässt, ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis sie in ihren eigenen vier Wänden erfriert. Schreckliche Vorstellung.

    Nichts verraten, nur Neugier wecken.
    In der Art, "Rodinia findet eine Mappe mit rätselhaften Schriftzeichen. Und sieht sich plötzlich in einen Strudel unvorhersehbarer Ereignisse verstrickt, die ihr Leben bedrohlich in Gefahr bringen. Nur der Zauberer von Atlantis könnte ihr jetzt noch helfen. Doch wie soll sie ihn finden?" Oder so ähnlich! Mehr muss nicht sein, finde ich.

    Super Vorschlag, finde ich!